Archiv für den Monat: Juni 2012

Niemand möchte die USE!

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiskalpaktesm108.html

Fakt ist jedenfalls, daß die herrschende Klasse und die Unternehmerlobbys Befürchtungen haben, daß ohne einen europäischen Bundesstaat es nicht mehr möglich ist, ein ungehindertes Wirtschaftswachstum und eine stabile Entwicklung der allgemeinen Ökonomie zu gewährleisten. Weiter wird gebangt, daß durch ein Fortbestehen der Nationalstaaten es weitere Zugeständnisse an das Volk geben muß, die hohen Herren weniger in Wohlstand leben, etc, pp.

Frau Dr. Merkel befürchtet, durch ein Plebiszid würde das deutsche Volk den Euro ablehnen. Dabei vergessend, daß die Meinungsinstitute und die Medien, sofern diese die USE (United States of Europe) wollen, durchaus zu einem für Merkel positiven Ausgang beitragen können und dann auch werden.

Meines Erachtens sind die USE nicht machbar. Allein weder England noch Holland oder Schweden werden freiwillig auf ihre gekrönten Häupter verzichten. Und wer bei Sportereignissen nur noch ein Team aus einem bunten Haufen Europäer sieht, hat weniger Spaß.

Wer schlau ist und was auf sich hält, sorgt dafür, daß die EU-Kompetenzen im Zaum gehalten werden. Ohne nationale Identität ist ein friedliches Zusammenleben unmöglich. Europa ist nicht Amerika. Zu viele verschiedene Kulturen, zu viele unterschiedliche Ansicht, Vorhaben und wirtschaftliche Stärke. Da machen die Vorbereitungen für eine USE keinen Sinn.

Blitzmarathon mit Bürgerbeteiligung

Neuer Biltzmarathon der Polizei, Bürger dürfen vorschlagen wo und sogar dabei sein, wenn die Polizei dort auch tatsächlich blitzt – und die meisten finden’s laut NW-Umfrage gut. Also so habe ich mir den Schulterschluss zwischen Bürger und Polizei ja immer vorgestellt … Und vielleicht fallen uns noch weitere Bürgerhilfsdienstmöglichkeiten ein.

Who ya gonna call?

Ghostbusters Umweltbetrieb Bielefeld.

 

 

Und immer dran denken: Nie die Gullideckel zuparken, sonst kommen die Turtles nicht raus!

Ansonsten sind das wahrscheinlich die Vorarbeiten, um künftig die 100 Bäume zu fällen für die dann nur 20 neue gepflanzt werden. Reicht ja auch, schließlich kann ein junger Baum die Arbeit von 5 ausgewachsenen Bäumen übernehmen. Problemlos. Nicht.

Grüße gehen raus an Anja Ritschel, ihres Zeichens Mitglied bei den Grünen (haha!)

#Luttersanierung

Heimatblatt publiziert Königsmord!

Gestern online, heute Aufmacher im Mantel, in der Wirtschaft und im Lokalteil…! Weil der Manager eines ortsansässigen Fensterbauers gefeuert wurde, publiziert NW staatstragende Berichte – wobei man meinen könnte, die NW hätte das aufgedeckt und eigenrecherchiert. Von wegen, man hat wie immer nur das erfahren, was einem ins Haus getragen wurde, der Rest sind die üblichen Mutmaßungen und ständigen Wiederholungen derselben Nachricht. Über den Grund des Feuerns kein Wort! Seitenweise langweilt man dann die Leser….
Das Blatt ist wirklich nur noch für den Papierkorb, eine solch schlecht gemachte Zeitung kann nur noch als Anschauungsmaterial für den Journalistennachwuchs dienen – als abschreckendes Beispiel!

08.06.2012
BIELEFELD –
Hindrichs bei Schüco ausgeschieden
Mählmann übernimmt
VON STEFAN SCHELP

Bielefeld. Dirk U. Hindrichs ist nicht mehr Geschäftsführender Gesellschafter der Schüco International KG. Das hat der Manager gegenüber der Neuen Westfälischen bestätigt.

„Schüco ist eine Familiengesellschaft“, erklärt Hindrichs. „Da gibt es immer wieder mal gesellschaftliche Auseinandersetzungen.“ Mehr wolle er zu den Gründen derzeit nicht sagen.

Der Photovoltaik-Hersteller und Systemhersteller für Fassaden gehört zur Otto-Fuchs-Gruppe. Er habe sich nichts vorzuwerfen, versichert Hindrichs. Schüco hatte zuletzt schwere Umsatzeinbrüche bei der Solartechnik zu verkraften. „Aber das Unternehmen ist da besser durchgekommen als andere.“ Der Konzern sei bestens aufgestellt.

Hindrichs, der auch Präsident des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe ist und dies nach eigenem Bekunden auch bleiben will, kam am 1. Oktober 1996 zu Schüco. Er sei zwar Geschäftsführender Gesellschafter gewesen, habe aber selbst keine Anteile am Unternehmen.

Schneewittchen und die „böse Schwiegermutter“?

 

Ein Land, dessen Redakteure die Märchenklassiker nicht kennen,
hat nicht das Recht sich“ Kulturnation“ zu nennen!

Wieso eigentlich “böse Schwiegermutter”?
Schneewittchen war  bekanntlich unverheiratet!
Aber mit Grimms Märchen muss man sich in der schreibenden Zunft von heute ja nicht auskennen. Oder?

Da gibt es das Motiv der bösen STIEFMUTTER!

In bester Gesellschaft:
Auch die Hintergrundredaktion der WDR-Sendung „Zimmer frei“
ist frei von klassischem Märchenwissen, wie sich am letzten Sonntag zeigte:

Da stutzte selbst Frau Westermann!

(… kennt heute jedes Kind? Es war einmal!)

Hat jemand eine Idee?

http://ipv6test.google.com/

Bereit für das Internet von morgen?

Es wurden keine Probleme gefunden.

Sie haben kein IPv6, aber Sie sollten keine Probleme mit Websites haben, die IPv6 verwenden.

Mit dem weltweiten Start von IPv6 am 6. Juni sollten Ihnen keine Probleme entstehen.

Weitere Informationen über IPv6 und den weltweiten Start.

Also, ich merke keinen Unterschied.

Bielefeld im Aufwärtstrend?

So titelt die NW (ohne‘?‘). Und tatsächlich: die Zahlen klingen gut: Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze 2011 um 3,2 Prozent auf 132.655; die Arbeitslosenquote auf den Niedrigstand von 9,1 – „erst das zweite Mal, das Bielefeld unter 10 Prozent bleibt“ (seit wann, steht leider nicht dabei – und auch nicht, welche statischen Tricks tatsächliche Arbeitslosigkeit beschönigen). Ein ’stabiler Trend‘, ‚getrübt nur, weil „Anteil der Industrie [Bielefeld sogar stärker als im Bundesschnitt] immer weiter schrumpft“.

OK: ‚Jobbbringer‘ sind also Dienstleistungen – wie „Gesundheits- und Sozialwesen sowie IT-Dienstleistungen“, und, natürlich, neue Hochschulcampus – was aber ein Sonderfall ist.

Liest man nämlich genauer, stellt man fest, „dass der Stellen-Zuwachs erheblich aus der Zunahme der Zeitarbeits- und Leiharbeiterbranche resultiert, hier ein Plus von 1.200 Arbeitsplätzen“ ; Clausen: „Jeder vierte neue Job kommt aus der Zeitarbeit.“: teils (noch) sozialverischerungspflichtiger Minilohn wohl inbegriffen. Da würde mich schon interessieren: waren das alles Vollzeit-Arbeitsstellen? – Denn Teilzeit mag auch heißen: mehr sind beschäftigz, doch die Arbeitsstundenzahl ist gleich geblieben.

Zahlen auch aus 2011. Vergangenheit, doch immerhin: ein wenig ‚Aufschwung‘ war erkennbar; auch mit kritischen Korrekturen wird es eine Beschäftigungszunahme wohl gegeben haben. Hoffen wir mal, das der Trend anhält.

Anmerkung noch zu ‚älteren‘: Die Gleichung ‚älter = weniger leistungsfähig‘ ist – wissenschaftlich erwiesen(!) – reines Vorurteil mit Ausnahme von Krankheit und Verschleiß, die – statistisch (also unbedeutend für den Einzelfall) – mit dem Alter zunehmen. Ältere etwa arbeiten gleichmäßiger und ausdauernder, jüngere ‚klotzen ran‘ und brauchen dann Pausen; ältere haben weniger Kraft, arbeiten dafür ergonomischer (erlebte ich mal bei Maurern: der jüngere arbeitete schneller, klatschte Speiß auf die untere Schicht, setzte den Stein darauf – und korrigierte … der ältere klatschte Speiß auf die untere Schicht, setzte den Stein darauf – und der Stein saß ohne Korrektur; und am Ende hatte der ältere mehr hochgezogen als der jüngere. Im Übrigen: Synergieeffekt (1 + 1 > 2,  platt verdeutlicht) setzen Verschiedenheit voraus.

Spaltung der Linken!?

Schon interessant, was ‚unsere‘ Bielefelder Zeitungen Westfalenblatt und Neue Westfälische, einig bis hin zur Überschrift, nebst vielen anderen wohl (weitgehend zumindest) wortgleich abzudrucken haben; Autorenschaft, natürlich, ist – gar nicht schamhaft – verschwiegen. Dabei würd’s mich schon sehr interessieren, wer dahinter steckt.

Also nehmen wir mal an, es steckt sowas wie Strategie hinter solch Artikeln, Die Linke klein zu halten. Da macht sich ‚Streit‘ schon mal gut: wer wählt schon eine ‚zerstrittene‘ Partei? – Besser noch: des ‚Streites‘ (genauer: des Hochschreibens desselben) müde mag der eine oder andere in Der Linken kuschen, zurück stecken – bis, wie vorher bei den Grünen, die ‚Reformer‘ (damals: Realos) übrig bleiben. Bei der FDP gab es auch Streit, doch ging es um Lindner und die Wahl in NRW; nichts wurde hoch gekocht, statt dessen schön geschrieben – mit Stimmerfolg von 5% mehr Stimmen als vorher in den Umfragen, die FDP wieder mal im Landtag, Medien sei Dank. – Streit ist normal in einer Partei, kommt darauf an, wie man ihn führt, nämlich um die Sache. Nach ‚Macht‘ schielen, intrigieren, sich als Stichwortgeber für die Presse gebärden – wäre arg daneben.

Gysi gar warnt vor Spaltung. Sachlich richtig ist: Entweder Die Linke vertritt geschlossen und mit klarem Profil ihr Programm – oder sie verliert die Grundlage ihrer Existenz und damit die nächste(n) Wahl(en).

Weiter druckt die NW: „Unklar ist … ob die frühere Wortführerin der linksorthodoxen Kommunistischen Plattform, Sahra Wagenknecht, in letzter Minute ihren Hut noch in den Ring wirft“: in ihren aktuellen Reden, ihrem Auftraten und in ihrem Buch (wer liest das schon?) „Freiheit statt Kapitalismus“ finde ich sehr wenig ‚linksorthodoxes‘; von ’sozialer Marktwirtschaft‘, wie einst ein Ludwig Erhard sie verstand, umso mehr: ein Label, aus der Vergangenheit gegraben, weil’s zum Igitt-Bild passt.

Oskar muss auch noch durchgekaut sein – schon damals, noch SPD-Parteichef, als ‚gefährlichster Mann‘ betitelt … Offenbar gehört er zu einem ‚linken Lager‘, dem „überwiegend Westdeutsche angehören“ (NW) – dagegen stehen dann „ostdeutschen Reformer“: die zweite Propagandaschiene; West-Ost Gegensatz plus radikal marxistisch gegen Reformer – wen stört es da, dass die (westdeutsche) WASG aus ex-SPDlern, Gewerkschaftlern sich (überwiegend) bildete, dass viele dann nach der Gründung der neuen Partei eintraten (von denen wenige ‚Kommunisten‘ oder ‚Sozialisten‘ sind? – Passt nicht ins Bild, also verschwiegen.

Ob Diktatur oder PR-Agentur: in beiden muss man lernen. ‚zwischen den Zeilen‘ zu lesen. Meinungsvielfalt statt Meinungseinfalt sollte sein. – OK: sie ‚haben Recht‘: ist doch schön, treten sie massiv und geschlossen für ‚das Richtige‘ ein … Was aber, wenn sie fehlen, nicht Recht haben? – Schon Mangel an Diskussion untergräbt Demokratie! (und: wozu noch Zeitungen kaufen, die alle nur dasselbe schreiben?)