Archiv für den Monat: März 2012

FDJ-Aktivistin besucht Bielefeld

Die Frage lautete: „Wie sieht Deutschland in zehn Jahren aus?“ Um Antworten darauf zu bekommen war unser Trudchen  extra aus Berlin nach Bielefeld gekommen, fein gemacht im Blazer, diesmal die rote Version. Warum gerade Bielefeld? Nun, erstens: Ein Blick auf diese Stadt und selbst der alten FDJ-Aktivistin ist klar: „So sicher nicht!“

Die zweite Antwort gibt der oder die Schreiberin des Artikels in der NW. Darin werden der erstaunten Leserschaft nämlich so zukunftweisende Erkenntnisse übermittelt wie: Die Kanzlerin ist pünktlich.  Pit Clausen: „Ich finde Frau Merkel gut“ – hatte die Regierungschefin begrüßt. Sie war mit dem Hubschrauber aus Berlin gekommen, der Drehflügler war am Leineweberring gelandet.

Deutschland in zehn Jahren, wie die Bunte aus Sennestadt, angefüllt mit dummen inhaltsleerem Geschwätz, dreist und kostspielig farbig in Szene gesetzt.

Dada lebt!

 

Das Zusammenspiel von Wort und Bedeutung:  erfolgreich aufgebrochen

Die Sprache: souverän ihres Sinnes entleert

Die Laute: dem Rhythmus unterworfen

 

Ein Meisterwerk der dadaistischen Dichtkunst!

 

 

Neuer Bundespräsident von unbekannter Sekte ferngelenkt?

Wenig Glück haben die Deutschen mit ihren gewählten Staatsoberhäuptern. Nach den vorzeitigen Rücktritten der letzten beiden Präsidenten Köhler und Wulff, scheint nun der neue Präsident von einer bisher unbekannten Sekte ferngelenkt zu werden. Bereits bei der Verkündung des Wahlergebnisses am gestrigen Sonntag machte ein Pressefotograf obiges Bild. Es zeigt Joachim Gauck und hinter ihm einen Hohe Priester der Sekte, der den neuen Präsidenten durch die Magie seiner Hände steuert.

Die Bildzeitung kündigte schon einmal vorsorglich an: „Sollte sich der Verdacht bestätigen, so werden wir Gauck genau so erbarmungslos aus dem Amt schreiben wie seinen Vorgänger Wulff!“ Volker Kauder, ganz rechts, kontrolliert, ob es auch wirklich drei Silberlinge sind die Bild-Chefredakteur Diekmann ihm kurz zuvor überreicht hat.

Frühling in Bielefeld

Unkraut spriesst aus jeder Ritze,

 

Menschen versuchen sich vor der unerbittlichen Sonne zu schützen,

 

oder geben sich voller Frust dem Alkohol hin.

 

Aber in manchem Hof, in mancher Niesche, da hat der Frühling auch seine schönen Seiten!

Bilder für mein Poesiealbum

Gestern war ein schöner Tag. Nicht nur, dass den ganzen Tag die Sonne schien, auch die NW hatte ein wunderschönes Geschenk für mich. Grosse, bunte Bilder von drei Superfrauen aus der Welt der Politik. Ich habe mir die Bilder sofort ausgeschnitten und in mein Poesiealbum geklebt.

Nun hätte ich nur noch eine Bitte an die Bunte aus Sennestadt: Bitte, bitte demnächst noch genau so schöne Bilder von Inge Meisel und Mutter Beimer. Dann ist mein Ödipus-Album voll und Ihr kriegt bei der Leserbefragung nur Topbewertungen von mir.

Wahlausgang messerscharf vorausgesagt

Das Orakel von der Stieghorster Strasse, TNS-Emnid- Chef Schöppner, hat gesprochen, – gestern in der NW. Zum Ausgang der Landtagswahl in NRW gab er folgende messerscharfe Prognose ab:

„ Es gibt entweder einen ganz krassen Lagerwahlkampf oder einen sehr stark inhaltlich geprägten Wahlkampf, der alle Optionen offen hält, bis hin zur großen Koalition. Die zweite Variante wäre die bürgernahe. Ob es dazu aber kommt bin ich mir nicht sicher.“

Also, es kommt entweder so, oder so, oder ganz anders. Aber wie immer es auch kommt, Schöppner hat es gewusst und vorausgesagt.

Die alten Leute sagten immer: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist.“

Arminia und Hooligans?

Am nächsten Samstag spielt unsere Arminia zu Hause gegen Preußen Münster. Der DFB hatte die Idee, diese Partie als Spiel mit der höchsten Risikostufe einzuteilen. Die Folgen sind 500 Beamte der Polizei in und um Bielefeld.

Vor und nach dem Spiel herrscht in einigen Zügen, welche von Münster nach Bielefeld fahren, ein Glasflaschenverbot. Desweiteren erklärte Arminia Bielefeld, dass ein Pyrotechnikverbot bestehe.

In der Schüco-Arena werden ein Richter und Staatsanwalt anwesend sein, so daß man eventuelle Randalierer sofort in einem Schnellverfahren verurteilen kann.

Meine Verwunderung zum Ausdruck bringend stelle ich die Frage ob der DFB nicht ein wenig übertreibt. Münster und Bielefeld sind weder Cottbus noch Dresden oder Köln. Es freut natürlich, daß so vor dem Hintergrund der letzten Ereignisse bei anderen Vereinen vorbeugende Tätigkeiten gemacht werden, doch bin ich überzeugt, daß wir Arminenfans und auch die aus Münster keine Randalierer oder Pöbler und Schläger sind, und dieses Game ebenso friedlich über die Bühne gehen wird, wie alle anderen bisher auch.

Unbestritten bleibt jedoch, daß man Samstag in und um Bielefeld vorsichtig sein soll, in welchem Zusammenhang auch immer.

Die Umwandlung unwerter Fliegen in hochwertige Kunstprodukte

Ausstellungseröffnug am Freitag, 23.03.2012 um 20:00 Uhr in der galerie 61, Neustädter Str 10, 33602 Bielefeld.

Die Bilder von Sebastian Weggler sind doppelbödig: Harmlose wirkende, lineare Zeichnungen von banalen Dingen, wie Unterhose, Dackel und Blumenstrauß sind nicht gezeichnet, denn Striche können keine Schatten werfen. Auch die Vermutung, das seien Fadenbilder täuscht, denn der kunstvoll um dicht gesetzte Nadeln geschwungene Faden ist gar keiner: Stattdessen suggerieren sorgsam auf Nadeln gespießten Fliegen, dicht an dicht gesetzt, zeichnerische Striche. Und so wird aus der vermeintlichen häuslichen Idylle ein makabres Gegenbild.

Es ist passiert

Wie seit gestern vorauszusehen war, hat die schwarz-gelbe Opposition im Düsseldorfer Landtag den Haushalt 2012 abgelehnt. Somit gilt die Finanzplanung und das Konzept der von der Linkspartei tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung als gescheitert. 90 Abgeordnete haben dem Entwurf zugestimmt, 91 haben diesen abgelehnt.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte bereits am Morgen angekündigt, die Auflösung des Landtages zu beantragen, sofern sie mit ihrem Vorhaben scheitern würde.

Die Konsequenz daraus sind Neuwahlen, die vielen Fraktionen allerdings nicht ins Konzept passen dürften. Nach aktuellen Umfragen würden SPD und CDU ein recht gleiches Ergebnis erzielen, während sowohl die FDP, als auch die Linkspartei nicht mehr in einem neuen Landtag vertreten wäre. Wahrscheinlich wäre also eine erneute Regierung aus SPD und Grünen.

Aber mit weniger Konkurenz, von daher hätten Rot und Grün eine stärkere Position. Bleibt zu hoffen, daß andere Parteien die Chance nutzen, ihre Kleinarbeit zu intensivieren.

Ein Landtag ohne Liberale und Linke, eventuell mit Piraten, welche im Grunde auch Rot-Grün sind und die CDU allein. Fast parlamentarische Zustände wie 1968

Ja, die deutsche Politik

Finanzminister Wolfgang Schäuble setzt sich weiter ungeniert über die nationale Souveränität Griechenlands hinweg. In einem Interview mit einer griechischen Zeitung bot er die Entsendung deutscher Steuerbeamter in die griechische Finanzverwaltung an. Gestern reisten erneut EU-Experten nach Griechenland, die dort den Verkauf staatlicher Firmen und Ländereien voranbringen sollen.

Die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, dass die Berliner Staatsanwaltschaft gegen den Bundestag ermittelt. Es geht um den Verdacht, daß jahrelang 40 Mitarbeiter beschäftigt wurden, für die keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt wurden. Sie seien als Scheinselbständige beschäftigt gewesen.

Solche und andere Meldungen am Rande des Krisenmanagements.

Verdienstkreuz für verdiente Mitbürger – Eine Danksagung der HFS-Fonds-Anleger

Bibliothekenmiete für Profiteurs Rendite:

Ein Danksagungs-Flugblatt, verteilt anlässlich der Eröffnung
der neuen Stadtbibliothek im Amerikahaus:


Großansicht

Quelle Flugblatt als PDF

 


„Nie wurde beabsichtigt, die Stadtbibliothek abzureißen.“

(Dr. Iris Ober in der Ratssitzung im Mai 2009 für die Grünen)

Saubere Arbeit

Es ist schon zwei Wochen her, daß an einer Tankstelle an der Oldentruper Straße zwei Männer der Polizei auffielen. Beide aus Bielefeld, im Alter von 26 und 22 Jahren wurden beobachtet, daß sie sich am Gebäude der Tankstelle zu schaffen machten und dort laut Polizeiangaben offensichtlich sogenannte „Tags“ mit blauen Faserstiften aufbrachten und eine Plakatwand beschmierten. Anschließend stiegen sie in die Straßenbahn mit Fahrtrichtung Jahnplatz und stiegen an der Haltestelle Rathaus aus der Bahn. Dort wurde die Steinwand der Haltestelle ebenfalls beglückt. Nun haben die beiden Herren eine Anzeige wegen Sachbeschädigung am Hals.

Meiner Meinung nach zu wenig. Das Graffitigesindel, welches sich selbst auch noch als Künstler bezeichnet und doch nur verzerrte Buchstaben und Bilder wiedergeben kann, und jeden Touristen abschreckt gehört stärker sanktioniert. Da, wie von anderen Städten bekannt, Graffitiwände, also von der Stadt zugewiesene Austobplätze keine gewünschte Wirkung entfalten, ist die Politik aufgefordert, härtere Sanktionen zu beschließen.

Möglich wären da die direkte Strafbedrohung des STGB von Graffitisprühen an sich, Freiheitsstrafen ohne Bewährung sowie die Heranziehung öffentlicher Reinigungsarbeiten. Es ist eine wahre Schande, wie deutsches Kulturgut von unbeschäftigten Rotzlöffeln drangsaliert wird, derweil unsereiner mit harter Mühe sein Brot verdienen muß, um über die Runden des Lebens zu kommen.

Die Lage stabilisiert sich

Nach dem 4:2-Auswärtserfolg der Almjodler in Saarbrücken und dem Aufrücken auf Tabellenplatz elf beweißt die Arminia, daß es, zumindest sportlich wieder vorwärtsgeht. Eine Etablierung in Liga 3 bedeutet eine sichere Grundlage für die Zukunft, um dann auch mit einem guten Management nächstes Jahr wieder die 2. Bundesliga zu beglücken. Mit knapp 5.000 Zuschauern hielt sich die Fanresonanz zwar in Grenzen, doch Fakt ist, daß man die Arminia noch lange nicht abschreiben kann. Dank an den Trainer und dem tollen Team.

Das ist doch mal eine gute Idee.

Grüne fordern zehn Euro Pfand beim Handykauf

Verbraucher sollen nach dem Willen der Grünen beim Kauf von Handys künftig zehn Euro Pfand bezahlen. Die Bundesregierung solle ein „effizientes Pfandsystem für Mobiltelefone und Smartphones“ schaffen, mit dem die Wiederverwertung von Althandys gestärkt und Ressourcen geschont würden, forderte die Grünen-Bundestagsfraktion in einem Antrag.

http://www.tagesschau.de/inland/handypfand100.html

Wie verlogen muss man eigentlich sein?

Ende letzten, Anfang diesen Jahres war das grosse Thema in der heimischen Presse der Umgang der Leitung des Krankenhauses Bethel mit seinen Mitarbeitern. Von Ausbeutung war die Rede. Der Vorstand der Bethelstiftung, an der Spitze der Pfarrer Ulrich Pohl, hielt es mit Pontius Pilatus, wusch seine Hände in Unschuld und feuerte den Vorstand des EvKB, Heiner Meyer zu Lösebeck.

Am letzten Samstag nun, berichtete eben jener Pfarrer Pohl in seinem allwöchentlichen Wort zum Sonntag in der NW vom diesjährigen Weltgebetstag mit dem Motto: „Steht auf für Gerechtigkeit!“ In erster Linie geht es dabei um Frauen in Malaisia und die menschnverachtenden Arbeitsbedingungen unter denen sie arbeiten müssen.

So weit, so gut! Aber jetzt kommt der Brüller, wenn nämlich Pohl sein Traktätchen beendet mit den Worten: „…aber auch mit Blick auf die gesellschaftlichen Probleme im eigenen Land mit einstimmen in die Aufforderung die gestern in den Kirchen auf der ganzen Welt erklang: „Lasst uns gemeinsam für Menschenwürde  und faire Arbeitsbedingungen kämpfen.“

Nach vorne schön die Hände gefaltet und den lieben Herrgott für die Gerechtigkeit auf der Welt in Anspruch nehmen und hinten herum die eigenen Leute um ihren gerechten Lohn besch….

Interessant

Anonymus teilt über Facebook folgendes mit:

NPD Spenderliste veröffentlicht: Wer sich wie die NPD oder das NPD nahestehende Deutschland-Echo die Frechheit erlaubt Anhänger des Kollektivs öffentlich zu bedrohen oder wie sogar in Hamburg passiert Ihnen nachzustellen, der muss damit rechnen das sich das Kollektiv zur Wehr setzt. Anonymous hat sich deshalb dazu entschlossen eine Liste aller aktuellen NPD Spender offen zu legen. We are Anonymous. We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect us!

http://pastebin.com/Yb3HPebv

FDP möchte Bielefeld zubetonieren

Die FDP in Bielefeld hat einen neuen Vorsitzenden, Jan Maik Schlifter. Und der haut mal gleich einen raus, um sich bei seiner Klientel beliebt zu machen: „Bielefeld ist eine Großstadt und muss sich auch so verhalten. Die Konservierung landwirtschaftlicher Strukturen kann nicht oberste Priorität bei der Entscheidung zur Flächennutzung haben.“

Der Vorsitzende der Hotel und Gaststättenpartei meint damit, Bielefeld solle noch mehr wertvolles Ackerland, Wiesen und Wälder mit Hallendächern, Frabrikhöfen und Mitarbeiterparkplätzen versiegeln. Laut Statistischem Bundesamt, gingen in Deutschland im Jahr 2010 (neuere Zahlen gibt es leider noch nicht) täglich 77 Hektar Boden durch Versiegelung verloren. Das sind 770.000 Quadratmeter.

Mal ganz abgesehen davon, dass in Bielefeld jede Menge alte Industriebrache das Stadtbild verschandelt, scheint dem Schlaumeier entgangen zu sein, dass auf Landwirtschaftlichen Flächen Nahrungsmittel produziert werden, die man im Gegensatz zu Beton essen kann.