Archiv für den Monat: Februar 2012

Schlecker: Aus für 11.000 Mitarbeiter

Die Nachricht kam für die meisten Aussenstehende unerwartet. Der Drogeriemarktkette Schlecker geht es schlechter als erwartet. Heute gab der Insolvenzverwalter bekannt, dass die Hälfte der Märkte geschlossen wird. 11.000 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit. Noch am 17. Februar verkündete Lars Schlecker im Morgenmagazin der ARD alle Arbeitsplätze seien so gut wie sicher.

Das ganze Schmierentheater mit ganzseitiger Anzeige in der Bildzeitung „Wir sind weiter für sie da“ und gleichnamiger angeblicher Mitarbeiterinitiative, dem Blog mit den bestellten Kommentaren, alles umsonst. Die Beschäftigten in den Filialen, die jetzt geschlossen werden und die ihren Arbeitsplatz verlieren, sind wieder einmal die, die für verfehlte Geschäftspolitik und Grossmannssucht ihren Kopf hinhalten müssen. Die Ermittlungsbehörden sollten jetzt alles daran setzen, herauszufinden ob und wenn ja wo, Familie Schlecker Geld gebunkert hat.

Die ARD aber muss sich einmal ernsthaft fragen lassen, ob sie sich in Zukunft weiterhin für Aktionen dieser Art hergeben und mit dem Geld der Gebührenzahler Schmierenkommödianten wie den Schleckers, ein Forum bieten will.

Schockierend: In den dunklen Ecken der Bielefelder City …

 

… treiben es Nacht für Nacht streunende Einkaufswagen miteinander!
Schamlos und verdorben! Ohne Rücksicht auf Herkunft und Geschlecht!

Wann beendet das Ordnungsamt diese skandalösen Zustände,
die den guten Ruf der Stadt als Metropole von Sitte und Anstand nachhaltig besudeln?
Wann wird der Einkaufswagenstrich erfolgreich aus dem Stadtgebiet vertrieben?

Hochburg der Jecken: Bielefeld

Wieso, Jecken im Exil? Weiss der Schreiber des Artikels, Ralf Mischer, etwa nicht, dass Bielefeld die Hauptstadt aller Narren ist?

Mehrfach, übers ganze Jahr verteilt, und nicht etwa nur während der tollen Tage, wie in Köln, Düsseldorf oder Mainz, kommen hier die Jecken zu ihren Prunksitzungen im Rathaus zusammen. (Pappnasenpflicht!) Tätä, tätä, tätä! Die Sitzungen werden geleitet vom Präsident des Elferrats, Pit Clausen, von den roten Funken. Tätä, tätä, tätä!

Als Bielefelder Dreigestirn fungieren, König Georg Fortmeier von den roten Funken, Jungfau Lisa Rathsmann-Kronshage von den grünen Funken und Bauer Harald Buschmann von den gelben Funken. Tätä, tätä,tätä! – Klatschmarsch!

NW droht ihren Lesern mit Besuch der Kanzlerin

„Gott hat einen harten linken Haken,“ wusste schon Peter Fox in seinem Song „Haus am See.“ Diesen harten Haken bekommen die, wirklich nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehenden Bielefelder am 28. März zu spüren. Dann nämlich fällt der Tross der FDJ-Aktivistin Merkel in der kleinen Stadt am Teutoburger Wald ein, um mit 100 Bielefeldern einen, von ihr so genannten, Zukunfts-Dialog zu führen. Dabei werden 50 Teilnehmer aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen, sicherlich wieder Delius, Prof. Schubert, Goldbeck, Prof. Timmermann und Konsorten, ausgewählt.

50 Teilnehmer darf die NW (warum eigentlich die Bunte aus Sennestadt und nicht das Konkurenzblatt?) aus dem Kreis ihrer Leser auswählen. Und das zeigt dann den wahren Charakter dieser Veranstaltung. Da wird mit einem riesigen Aufwand ausschliesslich heisse PR-Luft erzeugt.

Geheimkungelei im Rathaus

Soso, die Shoppingcenter-Investorenhaben hatten darauf bestanden, dass ihre Konzepte geheim blieben. OB Pit begründet so, die von der Öffentlichkeit unberührte Entscheidungsfindung von Rat und Verwaltung, bezüglich der neuen Konsumtempel Arcade und City-Passage. Unglaublich, die Interessen einer Handvoll superreicher Finanzinvestoren steht also über dem berechtigten Interesse von 300.000 Bielefeldern.

Angesichts der Planungskatastrophen Amerikahaus und Multiplexkinos fragt sich der besorgte Bürger, wie der neueste Schildbürgerstreich seiner Stadtmütter und -väter diesmal konkret aussehen mag. Denn wenn das alles so sauber und astrein ist, was die Investoren planen, warum dann Geheimhaltung?

In Sachen Amerikahaus hat die Stadt sich dermassen über den Löffel barbieren lassen, dass sie dem Investor beispringen musste und letztendlich Stadtbibliothek und Stadtarchiv dort einquartierte. Ffür einen jährlich steigenden Mietzins, von anfänglich 1,5 Mio. Euro.

Nun steht aber die stadteigene Immobilie der alten Sparkasse zwischen Herforder- und Wilhelmstrasse leer. Also lädt man den nächsten Investor ein, hier die nächste Bauruine zu errichten.

Vielleicht sollten die Damen und Herren einmal das tun, wofür sie gewählt, bzw. für gutes Geld für die Verwaltung engagiert wurden: Selbst einmal Verantwortung für die Entwicklung unserer Stadt übernehmen und diese nicht auf renditegeile Finanzinvestoren abschieben.

Bakschisch gegen Hörschäden

Das Lärmschutzgesetz will die Bürger vor gesundheitlichen Schäden durch Lärm bewahren. Beim Teilabriss des Hochbunkers wurden die Nachbarn massiv durch Lärm belästigt.

Nun kam heraus, dass die Firma „G eins“, die das Projekt betreibt, durch ein kleines Bakschisch von 3000 Euro pro Anlieger, sich von Protesten, die in letzter Konsequenz zum Stillstand der Arbeiten hätten führen können, frei gekauft hat (NW vom 11. Februar 2012). Für mich ist unklar, wie 3000 Euro vor gesundheitlichen Schäden bewahren. Es sei denn, man nimmt die Geldscheine und stopft sie sich ins Ohr.

Gänzlich unverständlich ist mir allerdings, wie eine ganze Kirchengemeinde durch die Zahlung eines Geldbetrags, wie hoch auch immer, vor Hörschäden bewahrt wird. Aber die Wege des Herrn sind anscheinend wirklich unergründlich. Nahm doch der Anlieger, Pfarrer Menzel, die 3000 Euro für seine Gemeinde entgegen, auf das die Ohren der Gläubigen geschützt seien, damit sie fürderhin beim Gottesdienst, die Worte des Herrn besser vernehmen mögen.

Man sieht, nicht nur der Bundespräsident ist für kleine Gaben empfänglich, auch die Sachwalter des Allmächtigen können durch die richtige Menge Schmierstoff ihrer Meinung eine gewisse Flexibilität verleihen.

Für die Beurteilung des ehemaligen Messdieners aus Osnabrück und im Moment noch Muttis Präsident, möge in Zukunft gelten: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein…“ Johannes 8,1-11; Römer 3,23.24 (Ich hoffe, die Textangabe stimmt, habe ich aus Auftanken. de)

Bürgerbeteiligung: Fehlanzeige

Das Kuratorium für die Ausgestaltung des Stadtjubiläums im nächsten Jahr besteht mal wieder aus den üblichen Verdächtigen: Pastor Ulrich Pohl, Britta Hasselmann, Ortwin Goldbeck, Prof. Dieter Timmermann, Michael Vesper, Cornelia Delius usw. usw. Nicht einmal bei diesem, vergleichsweise läppischen, Ereignis scheint man den Bürgern Bielefelds eine Mitarbeit zu zu trauen.

Diätenerhöhung

Wir haben großes Verständnis für die Kritik, halten die Erhöhung aber für vertretbar. Das Nettoeinkommen der Abgeordneten sinkt.

Das war die Antwort von 7 der 9 SPD-Abgeordneten aus OWL auf die Frage der NW, warum sie für die Erhöhung der Diäten um 500 Euro für ihre Altersvorsorge stimmen werden.
Entweder, die sind zu blöde für eine eigene Begründung, oder die Steuerzahler, denen sie mal wieder ganz massiv in den Geldbeutel greifen, ist ihnen nicht mal eine eigene Erklärung wert.
Merke: Wahltag ist Zahltag!

Originell und gar nicht Bielefeldig!

 

Uni aktuell verkündet:

„Universitätsstraße, Lange Lage und Morgenbreede waren gestern. Wer künftig zum Campus Bielefeld will,
muss dem Weg der „Erfahrung“ folgen, geht danach den „Bildungsgang“ entlang, überquert anschließend den „Einfall“ und betritt dann die Universität. (…)
Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Martin Carrier von der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld und Mitarbeiter eines „Kreativ-Teams“ seiner Fakultät
haben diese außergewöhnliche Idee zu einem umfassenden Gesamtkonzept weiterentwickelt.

Jetzt präsentiert der Steuerungskreis Campus Marketing (…) dieses Konzept erstmals der Öffentlichkeit.“

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Wir meinen: Eine originelle Idee und einige Straßennamen und Ortsbezeichungen sind wirklich gelungen:

Lauf der Dinge
Bildungsgang
Hermeneutischer Zirkel (Kreisverkehr)
Soziales Feld
Experimentierfeld
Natürlicher Ort
Forschungslücke und
Durchbruch
passen super, denn sie haben ja auch sprachlich einen Zusammenhang mit den bezeichneten Örtlichkeiten.

Und wie schön wird es sein, wenn man demnächst aus den Fenstern der Universität
den Blick auf die
Obere Randbedingung werfen kann!

Aber irgendwann sind den schlauen Menschen des sogenannten und in Anführungszeichen gesetzten(!) Kreativ-Teams
wohl die gut passenden wissenschaftlichen Vokabeln ausgegangen für die vielen Straßen und Wege,
denn einige Bezeichnungen wie z.B.

Erfahrung,
Ausstrahlung,
Analyse,
Synthese,
Aufklärung,
Hypothese,
Interaktion usw.
scheinen nicht so treffend gesetzt.

Vielleicht könnte das Kreativ-Team sein „Gesamtkonzept“ daraufhin noch mal etwas optimieren?