Archiv für den Monat: Januar 2012

Bringt NW die Wulff-App für Leserreporter?

Der Pennäler-Präsident mit der Osnabrücker Provinzattitüde und der schmierige Lügenzeilen-Schinder aus dem Springerhaus stehen sich gegenüber. Wulff will den privaten Text auf Ölprinzens Mailbox, deren Existenz jetzt schon über 3 Wochen her ist, nicht veröffentlicht haben. Wollten wir auch nicht, wenn von anderer Postille lancierte Blättchen Diekmanns Ehegespons ins Rotlicht kompromittieren würden. Also Kai, fahr mal wieder runter. Klasse hast Du genausowenig wie der Großburgwedeler Backsteinhausbewohner. Mangels Männern und Frauen mit „Eiern“ ist es eh egal, was oder wen Mutti als nächsten Präsidenten ins Amt schiebt (Röschen von der Leyen, die als Kind mit Brennesselschlägen erzogen wurde?). Aber für die NW wäre es es eine sensationelle Chance, ihre „NW-Karte“ mit einer Wulff-App anzuschieben. Dann hätten sie mal was richtig Eigenes, denn selbst der Zirkus im Gleisdreieck schiebt neben Seims Mitarbeiterin noch eine Redakteuse des demnächst aus Münster gesteuerten Westfalenblattes an. Die könnte man auch in Deppendorf auf dem smartPhone lesen….

Dabei steht das Wichtigste links oben

Herrlich, wie die größte Gazette der Metropole heute noch mal wie „Und ewig grüßt das Murmeltier“ nachlegt. Dabei steht das Wichtigste im Kästchen auf Seite 1 links oben:

Lokales: Ein Tag als Artistin beim Zirkus Eigenart

Jaaaaaaaa. Wir wollen Redakteurin Ariane Mönikes am Trapez schweben sehen. Wir wollen, daß sie unter einem Elefantenfuß liegt. Wir wollen….. Qualitätsjournalismus. Wir hätten aber auch Judith Roderfeld vom bald nach Münster (Westfälische Nachrichten) verkauften Westfalen-Blatt beim Geworfenwerden zugucken können. Yup, Qualitätsjournalisten von heute sind flexibel einsetzbar. Für die Sportredakteure bliebe da ja „Ein Tag als Arminia-Torwart. So griff ich hinter mich“ oder „am Paderborner Strafraum ins Abseits gedribbelt“.

So, wie ihn gestern Abend in ARD und ZDF Ulli Deppendorf (der Name ist Programm) und Bettina Schausten in der Inquisitionssitzung mit dem blassen Provinzler im Sessel den Bundespräsidenten liefert. Höhepunkt Schausten: „Ich bezahle für meine Übernachtungen bei Freunden. 150 € mit Quittung!“. Hanebüchen. Donna Lüttchen würde sagen: „Jedes Land, jede Zeitung, jeder Sender hat die Politiker und Jounalisten, die es verdient. Eine Bananenrepublik hat eben den passenden Provinz-Präsidenten, die passende Provinz-Kanzlerin, die passenden Parteien“.

So und nun wenden wir uns wieder Dingen zu, die wirklich wichtig sind. Und dazu gehören weder Ölprinz Diekmanns Lügen- und Schmierjounaille, Wulffens selbst angerührte Scheisse und das hysterische Gekreische in und aus Berlin dazu. Aber Ariane Mönikes würden wir doch gerne am Hochseil sehen 🙂 Sicher fängt sie der beste Chefedaktor seidenweich auf, den das rote Blatt jemals hatte.

Übrigens: Wir hatten glatt vergessem zu erwähnen, BILD-Cheflaberer Diekmann soll in einem Stripnachtlokal gesehen worden sein, als er seine Angetraute abholte 🙂 Haben aber leider keine Zeugen. Kann aber auch sein, es war der frühere Guttenberg oder der aktuelle Lothar. Die öligen Glatzsträhnen der großen „Sympathen“ passen ja da wie dort.

NW deckt auf: Arminia-Weihnachtsmänner und Edeka-Hohlkörper

Redaktionsbesprechung in der Niedernstrasse: Themenvorschläge für die nächste Ausgabe werden besprochen, Leerstand bei den Geschäften, Katastrophale Haushaltslage, Bahnhofsviertel, Preispolitik der Stadtwerke, Mall im Wilhelmstrassenkarree. Thomas Seim erhebt die Faust und lässt sie donnernd auf die Tischplatte krachen, dann wischt er alle vor ihm liegenden Papiere vom Tisch: „So geht das nicht meine Damen und Herren,“ brüllt er die erschrocken zusammen zuckende Schar der Redakteure und Redakteurinnen an. „Wir haben in dieser Stadt ein Problem von geradezu existenzieller Bedeutung für Bielefeld und für die in dieser Stadt lebenden Menschen, – und sie kommen mir mit diesen Kinkerlitzchen. Ich will morgen in meiner Zeitung einen gut recherchierten Bericht über die unverkauften Schokoladen-Weihnachtsmänner sehen!“

Sofort machen sich Ralf Mischer, Carolin Gegelski, Text und Sandra Sanchez und A. Zobe, Fotos, ans grausame Werk. Und so erfahren die Leser des bunten Blattes aus Sennestadt am nächsten Morgen, was sie eigentlich nie wissen wollten: Die Galeria Kaufhof hat noch 20 Arminia-Weihnachtsmänner. Bei Edeka ist das Thema derart brisant, dass sich ein echter Aufsichtsratsvorsitzender der „Schokladenhohlkörper“ annimmt. Karstadt hat mit Kit-Kat und Smarties gefüllte Nikoläuse von drei Euro auf 1,50 reduziert.

Nachdem man nun die grossen der Branche alle schön brav genannt hat und auch noch geschickt ein paar Markenartikelnamen hat einfliessen lassen, kommt auch noch ein Bielefelder Konditor zu Wort. Allerdings kennt man dessen Namen nicht so ganz genau. Da wird aus Kraume schon mal Kaume, naja, was soll’s, nicht interessant, kaum Werbeetat.

Die Leserin, der Leser wendet sich mit Grausen. War doch alles schon bekann:, Weihnachtsmänner bei Arminia und Hohlkörper bei Edeka sind ja nun wirklich keine Neuigkeiten.

Das Wulff will noch ein bisschen üben!

Fehler hat er gemacht, auf Druck tut’s ihm Leid, aber bleiben will er doch, denn so nen Job kriegt er nie wieder. Er will in 5 Jahren beweisen, dass er ein „Guter“ war- das Ganze ist der Bankrott einer Politik, die nicht nach Fähigkeiten, sondern nach Parteibuch Präsidenten kreiert…das Merkwürdel vornedran…diesen Halbbundespräsidenten könnte aWulffuch ein dressierter Affe stellen…

Danke für die Glückwünsche zum Jahreswechsel:-(

Eigentlich wollten wir vornehm zum Aufmacher unseres größten Boulevardblattes aus Niedernstraße und Senne am Montag schweigen. „Sie können halt nicht anders“, dachten wir noch. Wenn uns nicht draußen im Outback vor den Toren der Glitzermetropole eine üble Schleichwerbe in die Hände gefallen wäre. „Hach“, denkt man so, „die Gemeinde tut mal was in Kultur und bringt einen Veranstaltungskalender…“

… blätterst durch und liest das Grußwort von Bürgermeister Besser, bis man zur letzten Seite kommt, die extra zum Abriß perforiert ist und findest den Bestellzettel des bekanntlich mit der NW verbandelten „Haller Kreisblatt“.

Und schon landet es mit gezieltem Wurf im Rundordner. Nach dem gescheiterten Versuch „in Messe“ zu machen, den Besuchen der Schulen, um Abonnements zu keilen und dem Anspruch „die Geschichtenerzähler von OWL“ sein zu wollen geht einem die Aufdringlichkeit der roten Kappen langsam auf den Senkel. Dabei gibt es in diesem Gemeinwesen und drumherum so viele Themen, die aufzugreifen wären. Und das sind ganz sicher nicht die Bilder von verunfallten Autos und bei Bränden auf dem Nachbardach lauernden rasenden Reportern. Das konnte der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch schon in den zwanziger Jahren den vorigen Jahrhundert wesentlich besser.

Kurt Tucholsky hat 1921 in seiner Schrift „Presse und Realität“ gesagt:

Der Redakteur bekommt mit der Zeit den Größenwahn. Besonders der beschränkte, der nicht sieht, dass er nur Handwerkszeug Größerer, hinter ihm Stehender ist. Er hat im Laufe der Jahre gelernt, dass das, was er nicht drucken läßt, für Hunderttausende nicht existiert – dass das, was er den Leuten mit der Papageientaktik in die Köpfe lärmt, für sie im Mittelpunkt der Erde steht. Er wird also immer mehr auf die Wirkung als auf die Wirklichkeit sehen.

Der Leser vertraut der Presse blind, weil ihn seine Zeitung ja nicht über ihr eignes Wesen aufklärt, und weil eine andere Einwirkung auf die Öffentlichkeit gegen die Presse nur sehr, sehr schwer ist.

Der Gipfel der Heuchelei

Unser ehemaliger „Nachbar“ jenseits der Höhen des Teutoburger Waldes, Christian Wulff, überdeckt natürlich auch die Nachrichten aus der wundervollen Metropole an der reißenden Lutter. Wer ihn lange kennt, weiß, daß er ein wenig hölzern daherkommt, einen unzähmbaren Wunsch nach Nähe zur „Elite“ a la Maschmeyer & Co. hat (haben Gasgerd und andere Größen auch. Vergessen wir nicht jenes köstliche NW-endlich-haben-wir-mal-Prominenz-in-der-Stadt-Bild eines rudernden IHK-Präses Goldbeck auf dem Weg in die Werkskantine zu einem Spargelessen mit Konzernerlediger Thomas Middelhoff). Erich Honeckers geistige Ziehtochter Angela M., die dem WDR sogar die Veröffentlichung eines Bildes, auf der sie mußmasslich bei der Bespitzelung des Regimegegnerhauses Havemann durch die Stasi mitgemacht haben soll, wußte sicher von Wulffchens Schwächen. Man wird nicht „einfach so“ Bundespräsident. Auch Frauchen Bettina wird ganz sicher auf dem Leuchtkasten der „Dienste“ gelegen haben.

Wenn aber des schmierigen Ölprinzen Diekmanns Blatt und der unsägliche Verlag, in dem unter anderen dieses käsige Lügenblatt BILD erscheint, sich zum Moralwächter der Nation aufschwingt und vn „Pressefreiheit“ und „journalistischer Freiheit“ faselt, dem sich in einer Art geistigem Tiefflug die „Süddeutsche“ und die „FAZ am Sonntag“ heuchlerisch zum veröffentlichenden Schreibaffen machen, dann ist allergrößte Vorsicht geboten. Dann geht es nicht mehr um Wulffs mehr oder weniger dämlichen Umgang mit diesen schreibenden Typen, dann geht es um etwas Anderes.

Claus Heinrich vom SWR hat für die „ARD Tagesschau“ einen Kommentar geschrieben, der aufhorchen läßt und den Kern des vom aufgebauschten Provinzler, wunderbar von Springer- und BUNTE-Fotografen nebst der zweitklassigen Aktrice Ferres und ihrem Drückerkönig aufgebauschten Schwiegermutterliebling Wulff dank Diekmannschen Befehlerfüllung gefallenen „Hassperson Nr. 1“:

Die noblen Retter der Pressefreiheit

Die Geschichte vom Aufstieg und Abstieg des Christian Wulff ist noch nicht zu Ende erzählt, aber sie ist aufs engste mit dem Boulevard verbunden. Bild Dir einen Wulff – das gilt im Guten wie im Bösen. Mehr noch als die – man muss es so deutlich sagen – selten dämliche Besprechung der Diekmannschen Mailbox muss uns aber befremden, wie kühl dessen Vorgesetzte Matthias Döpfner und Friede Springer den Präsidenten haben abblitzen lassen. „Wir mischen uns in die Entscheidungen unseres Chefredakteurs nicht ein“, soll es unisono beim Verlagschef und der Mehrheitseignerin geheißen haben. Das klingt nobel. Das Haus Springer als Retter der inneren und äußeren Pressefreiheit.“

Die Nase, an die sich Friede Springer, Matthias Döpfner und vor allem der Ex-Bielefelder Ölprinz Diekmann fassen müßten, kann gar nicht so lang sein, wie sie sein müßte. Das Affentheater bis zum letzten Tintentropfen nebst gefakter Facebook-Sympathien um Betrüger und Politnull Guttenberg sei an dieser Stelle erinnert.

BILD ist der Gipfel der Heuchelei.

Diekmanns AB

Die Geschichte um, mit und gegen Wulff nimmt immer absurdere Formen an. Ausgerechnet unser ehemaliger Bielefelder „Journalist“ Kai Diekmann soll einen Anruf vom 12. Dezember (!!!!) auf seinem AB haben, wobei der Bundespräses Wulff mit dem Rubikan „gedroht“ habe. Nun, verfolgt man das einschlägige Arbeiten der BILD, wundert nichts, aber auch gar nichts. Darüber berichtete aber nicht die BLÖD selbst sondern SZ und Frankfurter Allgemeine Sonntagsblatt. Hihi :-))) Dabei hatte Krischan, der Ungelenke noch seine neue Liebe nebst Baby dem Boulevard angedient.

So ein Schwachmatismus wie „Wir sind Papst“ bis zu leidenschaftlichen Angriffen einer Alice S. gegen Wettermann Kachelmann – ohne Beweise zu haben – ist ein Steckenpferd des nie aus dem Schülzeitungsdreckschleuderniveau herausgekommenen Lieblings von Bimbes Kohl, „IM Erika“, Elisabeth M. und Friede Springer. Ob Wulff bei BLÖD eine Werbeanzeige nicht bezahlt hat?

Die Bielefelder Polizei steht immer auf der rechten Seite

Kurz vor Weihnachten gab es mal wieder Kritik an der Bielefelder Tafel. Nur der Polizeihauptkomissar Georg Wilde findet das völlig unverständlich.

„Manche benehmen sich daneben, es gibt immer wieder Streit und Schubsereien unter den Nationalitäten, da greifen wir ein“, sagt der Polizist. Auch Platzverweise müssten hin und wieder erteilt werden. „Ein strenges Regiment ist hier nötig, sonst geht es nicht“, sagt er. Rosetraut Kirse mache das sehr gut. „Es geht nicht besser“, sagt Wilde. Er kann sich aber auch vorstellen, dass einige Kunden die strikte Regel-Umsetzung nicht so gut vertragen würden. „Manche sind fürchterlich sauer, wenn sie nicht das bekommen, was sie wollen.“

Das ist schon ein Problem mit den ganzen Migranten in unserer Multikultigesellschaft, das harte Durchgreifen von Frau Kirse ist da wohl absolut notwendig.

Auch beim Naziaufmarsch am 24.12.2011 hat die Bielefelder Polizei für die rechten Leute Partei ergriffen. Das Gegenbündnis behauptet, dass Personen aus der Neonazidemo Pressevertreter angegriffen hätten. Dieses hat die Polizei allerdings nicht bemerkt, sondern nur Straftäter von der Gegendemo:

Zu beiden Vorwürfen äußerte sich ein Polizeisprecher am Donnerstag. Verstöße gegen die Auflagen seien nicht festgestellt worden. Aggressionen seien „wenn überhaupt“ von Gegendemonstranten ausgegangen. Deshalb werde nicht gegen die Neonazis ermittelt.

Klar bei den Neonazis als verfolgter Minderheit muss man schon mal ein bischen nachsichtiger sein und in eine andere Richtung schaun, wenn was passiert.

Glaskugel? Brauchen wir nicht

Gutes Neues! Haben Sie etwa noch mal in ihre olle Glaskugel geschaut? Oder sind zu jemand gepilgert, die/der darin die Zukunft 2012 gelesen hat? Hätten Sie sich sparen können. Hat unsere größe Altpapiergazette getan und neben ihrer eigenen – immer schmaler werdenden Leserzukunft (die Fans der Schützenverein-News sterben weg) – mangels aufregender Qualität darin gelesen, was uns erwartet. Kesselbrink, Pit-Ideen, Amerikahaus, vielleicht noch mehr Blitzer, A33-Anbindung, viele Hände, die sich waschen, in Unschuld baden oder gegenseitig, usw.

Es wird wie all die Jahre wieder nicht wesentlich überraschen, was der Boulevard an BILDern produziert. Wie gehabt.