Archiv für den Monat: November 2011

Der geniale Agent Schramm sieht die OWL-Neonazis nicht als bedrohlich an

Agent 001 vom Bielefelder Staatsschutz, Andreas Schramm hat sich in der NW zur rechtsextremistischen Szene in OWL geäußert. Wie gewohnt bringt ihm die NW, den verdienten Respekt entgegen:

Mit ruhiger Professionalität registriert Andreas Schramm, Leiter des Bielefelder Staatsschutzes, die jüngsten Nachrichten um rechtsextremen Terrorismus in Deutschland. Dass eine der mittlerweile zahlreichen Spuren, die die Täter kreuz und quer durch Deutschland hinterlassen haben, auch nach Ostwestfalen-Lippe führen könnte, glaubt er nicht.

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Eingepfercht unterm Bahnhof…..

Als die Matadoren der gedruckten Zeile im neuen 275qm-Newsroom wohl die Leserzuschriften zum Wahnsinnsderby der ARMinia gegen Prußen Münster sichteten und den Nachtritt zu diesem Fußballdrama veröffentlichten, muß das wohl durchgerutscht sein:

mifffy schrieb am 14.11.2011 06:11 Uhr
komisch das wir die hunderte von dsc fans die das tor eindrücken wollten so nicht hatten…objektivität…???
und das man uns unterm bahnhof eingepfercht hat, wo es einigen nicht gut ging, und die ausgänge zu waren, davon gibt s hier auch nix zu lesen…

Quelle: NW online

Tja, wenn man eigentlich „der Geschichtenerzähler der Region“ mit der wohl besten Redaktion Deutschlands werden will, dann schleust man schon mal in der Hoffnung auf Randale Reporter Prüssner in den Fan-Zug nach Münster oder legt sich tagelang auf ein Altstadtdach, um einen Brand auch ja im Auge zu behalten. Der Newsroom wird daraus schon was machen…

Enn Dabbeljuh jetzt mit Nuhsruhm!

Bräking Nuhs: Im neuen westfälischen Nachrichtenzimmer steht der Nachrichtenschreibtisch
und der heißt jetzt Nuhsdesk im Nuhsruhm!

Denn: „Ein modernes Medienunternehmen wie die NW muss (…) Orientierung und Lebenshilfe bieten.“
sagt Chefredakteur Thomas Seim.

http://www.nw-news.de/owl/5299165_Ministerpraesidentin_Kraft_besucht_die_NW.html

10 Bullengrüne trotzen ARMinia

Ein bullengrüner Preuße flog vom Platz an der Hammer Straße in Münster, den 15.000 säumten und das ansonsten Fußballleere Deutschland im WDR anschaute. Beide machten nichts aus ihren sparsamen Chancen. Die ARMinia-Fans konnten es nicht lassen, pyrotechnisch trotz angeblich „strengster Kontrollen“ und 1000 grünen „Bullen“ im Stadion ein bißchen was zu fackeln.

„Oh Markenkern, erscheine uns!“

 

„Eine „flammende Rede mit Überraschungseffekten“ hat der FDP-Chef angekündigt.
Philipp Rösler muss beim Sonderparteitag in Frankfurt
den Markenkern der Liberalen beschwören

http://www.sueddeutsche.de/politik/fdp-parteitag-in-frankfurt-roeslers-naechster-liefertermin-1.1187133

beschööör beschwööör FEURIO und ZISCH und PIFF PAFF PUFF!!

„Unter einer Beschwörung versteht man sowohl eine flehentlich oder auch vehement vorgetragene Bitte
an einen Mitmenschen oder an ein höheres Wesen, als auch die Herbeirufung und Dienstbarmachung von übernatürlichen Wesen.“
(Wikipedia)

Angst vor Demo „Banken in die Schranken“ ?

Tunlichst sucht der ziemlich feiste Teil des „Establishments“ nach Wegen, bloß nicht über „Banken in die Schranken“ zu berichten. Vor allem nicht über die „Chaoten“, die das Regierungsviertel umzingeln wollen. Schade. Hätte zu gerne mal gesehen, wie sie gewisse Gauner langsam in die Spree hinterm Kanzleramt treiben……

Begnügen wir uns halt mit dem Radiosender RBB, der ein bißchen auf seiner Website bringt und den „Nachdenkseiten“ die Hintergünde der weltweiten, von der regierenden Junta gedeckten Finanzgaunerei, aufzeigen und kommentieren:

Die Spekulanten sind den selbsternannten Eurorettern bereits einen Schritt voraus. Die momentan diskutierte Hebelung der EFSF ist bereits Makulatur, da die Spekulanten mit ihrem Angriff auf Italien ins Herz der Eurozone zielen. Anstatt diesem Treiben endlich einen Riegel vorzuschieben, setzt die EU nun auch Rom eine Übergangsregierung aus Technokraten ein, die das kontraproduktive Spardiktat aus Brüssel umsetzen sollen. Anstatt diesen Putsch der Finanzmärkte zu brandmarken, bejubeln die deutschen Medien die Suspendierung der Demokratie als „alternativlos“ und „pragmatisch“. Europa steht ein kalter Winter bevor. Von Jens Berger. (Nachdenkseiten)

Auf dem rechten Auge Totalausfall

Gestern abend habe ich auf den elektronischen Infotafeln im Bahnhof die Nachricht gelesen, dass die Bundesanwaltschaft im Mordfall von Heilbronn und die Mordserie gegen Migranten, wegen rechtsextremer Motive, ermittelt. Ich war erstmal total erstaunt. Denn seit wann ermittelt die Generalbundesanwaltschaft gegen rechts. Sonst ermittelt sie doch nur, weil vermeintliche Linke ein Auto vor einer Polizeiwache angezündet haben oder es vermehrte Farbbeutelwürfe oder angezündete Autos bei Hamburgs oberen 10.000 gab und das irgendetwas mit G8 zu tun hat.
Na und dann ist mir eingefallen: Es gibt einen neuen Generalbundesanwalt und der ist von der FDP. Zwar ein konservativer Liberalen, aber er scheint wohl in erster Linie dem Gesetz verplichtet zu sein und nicht wie seine konservative Vorgängerin in erster Linie der CDU.

Die GdP meint nichtsahnend, dass es eine rechtsterroristische Vereinigung ein Novum sei. Was schlicht nicht stimmt, denn der Oktoberfestattentäter war ein Neonazis mit Kontakten bis in die CSU. Und der Anschlag sollte ursprünglich, Linksextremisten in die Schuhe geschoben werden.

Die Südwestpresse übt sogar Selbstkritik an der jahrelangen Fixierung auf Linksextremismus:

Politisch gesehen, ein kleines Erdbeben“, kommentiert die Südwestpresse
den Fall in einem „Land, das jahrzehntelang gewohnt war, den Feind
unreflektiert in erster Linie im linken Lager zu verorten“

So würde ich mich nicht wundern, wenn beim Polizistinnenmord in Heilbronn in erster Linie nach linksextremistischen Tätern gesucht wurde. Das wäre zumindestens eine Erkärung für den Einsatz des Verdeckten Ermittlers in Heidelberg, welches ja nicht soweit weg von Heilbronn liegt. Dazu passt auch, dass der Baden-Württenbergische Innenminister Reinhold Gall die Täterschaft bis zu letzt bezweifelte und eben dieser die Aufklärung des Fall Simon Brenners bzw Bromma aus staatstragenden Gründen verhinderte.
Angesichts der dubiosen Verwicklung von mehreren Verfassungsschutzämtern halte ich hier alles für möglich (die Strategie der Spannung lässt grüssen …).

Geile Guttenberg-Show geht weiter

Eine Pressemeldung sagt: Stephanie zu Guttenberg wagt einen erneuten Anlauf: Nach der umstrittenen Sendung „Tatort Internet“ tritt die Ehefrau des ehemaligem Bundesverteidigungsministers erneut bei RTL2 auf. Sie werde in dem neuen Kriminalmagazin „Tatort Deutschland“ am 12. Dezember zu sehen sein, sagte eine Sprecherin des Senders am Freitag in Grünwald bei München und bestätigte damit einen Bericht des Branchendienstes Kress-Report.

Na, freuen wir uns nicht da ganz schrecklich? Die RTL-Group unter Anke S. lässt eben nichts aus, was nicht noch ein Stückchen beknackter wäre. Zwegat war gesterm. Jetzt gruseln wir uns mit Stefanie:-( (Wenn wir den medialen Mist einschalten würden).

Wird sind nicht allein mit unserer RTL-Kritik

Wir dachten bisher ja immer, wir wären mit unserer sanften Kritik an Bertelsmann-Kaiserin Mohns RTL-Unterschichtsendergruppe mit Chefin Anke S. alleine. Dabei ist Kachelmann-Jäger Hubert B. mit dem Burda-Verlag und dem abartigen Bambi-Verleihcirkus nebst gemachter „Skandale“ durchaus an der Seite der Gütersloher. Und es gib diese Seite, die öfter mal so richtig in die RTL-Kacke haut und von gut bezahlten Rechtsverdrehern regelmäßig abgemahnt wird. Wenn da aber auch noch Bielefeld erwähnt wird, horchen wir auf.

Letschert* im Outback

So knackig und frisch wie dieses resche Brötchen heute gegen 15 Uhr können die nicht ausgesehen habe, die es heute gegen 10 Uhr im Outback zum Frühstück bei Café N. an der Patthorst gegeben haben muß. Das Paar hatte sich entschlossen, zu frühstücken. Die Brötchen waren warm und hätten wie „Schuhsohlen“ geschmeckt. „Die sind doch aufgebacken“, habe die weibliche Hälfte moniert und die Bedienung gefragt.

„Das machen wir so, weil sie so gegen 10 IUhr nicht mehr frisch sind“. Man backe sie deswegen dann auf. Als Konditorei/Bäckerei? Gut, daß sie mal gefragt haben….

*letschert (=geschmacklos (Essen)), letschert (=kraftlos), letschert (=Gegenteil von knackig), letschert (=schlapp)

Das Schnapszahldatum – mit denen es bald vorbei ist

Heute ist der 11.11.11. Laut Wikipedia ist die Elf die natürliche Zahl zwischen zehn und zwölf, sie ist ungerade und eine Primzahl. Nächstes Jahr wird das Schnapszahldatum der 12.12.12 sein, laut Computeruhr ein Mittwoch. Und dann? Da das Jahr nur 12 Monate hat wissen wir nun, daß es pro Jahrhundert nur die ersten 12 Jahre ein SZD möglich ist. Nur 12 x, wo es einen Sturm auf Standesämter gibt, nur 12 x, wo Karnevalisten im Rheinland noch ausgelassener feiern können, als es ohnehin schon der Fall ist.

Natürlich: 11 und 12 gibt es jedes Jahr im Doppelpack, doch 3x halt nicht. Genießen wir den heutigen Tag und den im nächsten Jahr, weitere werden wir wohl nicht erleben. Wir besinnen uns und denken über das Leben nach. Wir gehen ein, auf Sinn und Unsinn, Logik und Fehlern in der Gesellschaft und der Welt und vielleicht kommt dem einen oder anderen die Erleuchtung, was man besser machen könnte und was nicht.

Vielleicht passiert an diesen Tagen aber auch gar nichts – wie im richtigen Leben.

Sicher nur ein vereinzeltes schwarzes Callcenter-Schaf :-)

Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen die betrügerische Call-Center-Szene vorgegangen. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz seien Firmen durchsucht worden, berichteten Polizei und Staats- anwaltschaft am heutigen Donnerstag in Krefeld.Bei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Foto: ArchivBei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Foto: ArchivBei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Drei Call-Center-Betreiber im Alter von 25, 30 und 43 Jahren landeten unter Betrugsverdacht in Untersuchungshaft.

Dutzende Mitarbeiter in den Call-Centern sollen auf Anweisung bevorzugt ältere Menschen mit Anrufen tyrannisiert, massiv bedroht und beschimpft haben. Allein aus einem Krefelder Call-Center wurden täglich tausende Bundesbürger angewählt, um ihnen Gewinnspielprodukte zu verkaufen. Die Masche sei dabei gewesen, den Angerufenen vorzugaukeln, sie hätten einen bestehenden Gewinnspielvertrag und ihnen großzügig die Kündigung dieses Vertrags anzubieten. Tatsächlich hätten die Opfer mit der vermeintlichen Kündigung den Vertrag erst abgeschlossen. Einzelne Opfer seien um bis zu 13 000 Euro gebracht worden. „Angehörige von Geschädigten haben uns mitgeteilt, dass sie nun verstehen, warum es von Oma und Opa keine Weihnachtsgeschenke mehr gegeben hat“, berichtete der Leiter der Ermittlungskommission „Call“, Jochen Fier.

Die kriminellen Gewinne aus den Call-Centern seien exorbitant und von den Verdächtigen für Immobilien, teure Autos und einen luxuriösen Lebenswandel ausgegeben worden. Die Ermittlungen gingen weiter. Die Call-Center-Mitarbeiter würden noch vernommen und Terabytes von Computerdaten ausgewertet. Die Polizei riet, bei dubiosen Anrufen sofort aufzulegen. Quelle: Frankfurter Neue Presse und dpa

Wie sagte doch noch grad der Starkleibige eines hiesigen Callcenters?

„Sowas könnte es bei uns niemals nie geben“. Eben. Weil niemand diese nette Branche braucht.

Polizei misst automatisch „Profiltiefe“

Polizisten können in Zukunft innerhalb von Millisekunden im fließenden Verkehr von allen Kraftfahrzeugen die vorhandene Reifenprofiltiefe feststellen. Möglich macht das die automatisierte Reifenzustandsmessung.

Das fand sich in einer Pressemeldung. Da haben die verantwortlichen Vordenker aber nicht weit genug gedacht: Sicher kann man dann doch möglich machen, umgekehrt den Geisteszustand der Messenden aus dem Auto zu erfassen. Oder?

Ein Beitrag zur Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10.11.1938

Eine eher kleine Geschichte aus Bielefeld bringt vielen vielleicht die Geschehnisse vor nunmehr 73 Jahren näher. Sie zeigt, wie ich finde, exemplarisch wie die jüdischen Mitbürger erst ruiniert und dann weggeschafft und letztendlich physisch vernichtet wurden. Sie zeigt aber auch, dass die oft gehörte Entschuldigung: „Davon haben wir nichts gewusst,“ nicht stimmen kann. Waren die jüdischen Menschen doch Teil unserer Stadt, Nachbarn, Geschäftsleute, aber auch Konkurrenten denen man sich, zum eigenen Vorteil, im Namen des Gesetzes entledigen konnte.

In In diesem Haus, in der Stapenhorststraße, lebte das Ehepaar Irmgard, geb. am 14.04.1895 in Mönchengladbach, und Bernhard Buchholz, geb. am 20.04.1888 in Detmold. Bernhard Buchholz betrieb die Lederwarenhandlung Gottlieb Vogt in der Ritterstraße 75.

In einem Schreiben vom 21. Dezember 1938 bittet der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld den Regierungspräsidenten in Minden im Rahmen der „Arisierung“ um die Genehmigung zur Übernahme des vorhandenen Warenlagers durch den Kaufmann Karl Michaelis, der „bereits eine Lederwarenhandlung in kleinerem Umfang“ in der Ritterstraße 33 betreibt.“ Weiter schreibt der Oberbürgermeister: „Sein Sohn soll in das Geschäft eintreten und den Umsatz durch die Übernahme des Kontingents der Firma Vogt gesteigert werden.“ Weiter heißt es: „Die Firma Vogt betrieb in dem Hause Ritterstraße 75 früher auch ein Einzelhandelsgeschäft. Dieses Geschäft ist jedoch aufgegeben und wird vom Käufer nicht übernommen. Für die Übernahme kommt nur das Großhandeslgeschäft in Frage.“ Man nimmt sich nur was man gebrauchen kann das Warenlager und die Kundenkartei des Großhandels. Das Einzelhandelsgeschäft wird liquidiert. Die Verträge zur „Übernahme“ sind nur wenige Tage nach der Reichsprogromnacht am 09.11.1938, nämlich am 15.11.1938 und ein Nachvertrag am 28.11.1938 vor dem Notar Gustav Landmeyer geschlossen worden.

Am 13.12.1941 ist das Ehepaar Buchholz mit einem Transport ab Münster – Osnabrück – Bielefeld nach Riga deportiert worden, wo sie am 16.12.1941 angekommen sind. Am 09.08.1944 wurden die Buchholz’s mit vielen anderen vor den herannahenden sowjetischen Truppen auf dem Seeweg in das Konzentrationslager Stutthof bei Danzig gebracht. Hier wurden sie getrennt. Irmgard Buchholz verstarb am 09.10.1944. Bernhard Buchholz wurde am 16.08.1944 in das Konzentrationslager Buchenwald überstellt. Sein Todestag ist der 16.12.1944.

Der Wille zur Bürgernähe fehlt

Eines vorweg: Die Ausbauplanungen der Bielefelder Stadtbahn sind ohne Frage infrastrukturell sinnvolle Maßnahmen. Dabei sollten jedoch neben ökonomischen Entscheidungskriterien zunächst die Bürgernähe dieser Planungen überprüft werden. Das heißt auch, betroffene Anwohner frühzeitig in die Planung miteinzubeziehen. Dies haben moBiel und die politischen Akteure im Umfeld scheinbar nie im Sinn. Exemplarisch hierfür die Informationspolitik von moBiel bezüglich der Streckenverlängerung der Linie 2, die man nur als bürgerfeindliche Desinformationspolitik beschreiben kann, zumindest als Verkehrsplanung an die betroffenen Bürger vorbei.
Warum Desinformationspolitik? Neben nachweislich falschen Angaben von moBiel bezüglich Einwendefristen, wurden Schreiben von Anwohnern an moBiel nicht beantwortet, wurde über Informationsveranstaltungen fehl- oder gar nicht informiert, lies man über die kommunale Presse verlauten, dass seitens der Anwohner keine Einwände im Zusammenhang mit der Planung bestünde, wurde im Planfeststellungsverfahren das Wohn- und Landschaftsumfeld nachweislich falsch dargestellt und vieles mehr. Auch verwundert die Berichterstattung in der NW vom 4. November 2011, bei der zum wiederholten Male und substanzlos nur die Vorteile der Streckenverlängerung „Milse-Ost“ ausgelobt werden. Auf die prinzipiellen Beanstandungen der Anwohner wird erst gar nicht eingegangen.
Dementsprechend regt sich nun auch Widerstand gegen die derzeit propagierte Streckenverlängerung der Linie 2 „Milse-Ost“. Dabei hätten Akteure von moBiel aus den Protesten gegen die Streckenverlängerung der Linie 4 in ein Wohngebiet lernen können.
Eine Vielzahl von ökonomischen, ökologischen und sozialen Gründen spricht gegen die Streckenverlängerung der Linie 2 „Milse-Ost“ in der derzeit propagierten Variante. Hier nur einige wenige Argumente:

(1) Die charakteristische Bewaldung des Buschbachwegs fällt komplett der geplanten Trassenführung zum Opfer. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl von Tieren umgesiedelt werden müssen.

(2) Die Trasse führt direkt an einer Spielstraße und an einem Kindergarten vorbei, wodurch die Sicherheit spielender Kinder nicht mehr gegeben ist.

(3) Ein Parkplatzkonzept für die Endhaltestelle ist nicht ersichtlich, so dass wildes Parken vorprogrammiert ist und die Anwohner direkt belastet werden. Hinzu kommt, dass für den Bereich auch kein Rettungswegekonzept existiert.

(4) Außerdem werden in der beruhigten Spielstraße zusätzliche Lärmbelästigung durch Straßenbahnverkehr in Kauf genommen (niedrige Trassenführung schafft hier keine Abhilfe, sondern ist vielmehr eine Bestätigung der zu erwartenden zusätzlichen Lärmbelästigung) sowie zusätzliche potentielle Unfallschwerpunkte durch „Pendlerströme“ geschaffen, die der Zielsetzung einer Spielstraße grundsätzlich widersprechen. Es macht insgesamt wenig Sinn, eine Wohnstraße auf der einen Seite verkehrstechnisch zu beruhigen und zum anderen dies durch die geplante Trassenführung und „Pendlerströme“ zu untergraben.

Es ist wirklich erstaunlich, dass trotz der Vielzahl gravierender Argumente, die gegen die derzeit propagierte Trassenführung sprechen, keine planerischen Alternativen in Betracht gezogen wurden und werden. Wirkliche bürgernahe Ausbauplanungen fangen nicht mit schon bereits getroffenen Vorentscheidungen an, sondern mit einer offenen Diskussionder Optionen und Alternativen. Hier hat moBiel systematisch die betroffenen Anwohner und die Öffentlichkeit fehl- oder gar nicht informiert. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die verantwortlichen politischen Akteure es geradezu darauf ankommen lassen, Fehlplanungen über öffentlichen Protest zu korrigieren, wenn sie denn auffallen.

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Backup: Die NW glaubt die peinlichen Ausreden des Dirk Butenuth

Da der folgende Artikel gelöscht wurde, ich allerdings keine Nachricht weswegen und wieso bekommen habe, gehe ich erstmal davon aus, dass es sich um ein Versehen handelt. Deswegen stelle ich den Artikel erneunt rein (Und falls Herr Butenuth Belege dafür liefern kann, dass es in der Vergangenheit Farbbeutelwürfe während Demonstrationen auf das Gebäude der Burschenschaft gegeben hat, ergänze ich den den Artikel gerne):

Gestern morgen gab es eine Kundgebung vor dem Burschenschaftsgebäude Normannia Niebelungen, da es dort eine Ideenwerkstatt mit zum Teil nationalsozialistischen Referenten gab.
Dazu gab es ein massives Polizeiaufgebot, welcher der Einsatzleiter Dirk Butenuth folgendermaßen vor der NW rechtfertigte:

Bei vergangenenen Demos vor dem Haus an der Schloßhofstraße hatte es auch schon Farbbeutelwürfe und körperliche Übergriffe gegeben, so Butenuths Erklärung für die hohe Polizeipräsenz. “Zudem standen wir alle noch unter dem Eindruck der Steinewürfe vom vergangenen Wochenende”, so Butenuth. Am Samstag vor einer Woche war es – wie berichtet – zwischen Türken und Kurden zu heftigen Gewalttätigkeiten gekommen

Was ein Angriff von rechten Türken auf das Kurdistanzentrum während einer Demonstration mit einer Protestkungebung gegen eine teils nationalsozialistische Veranstaltung zu tun hat, ist mir nicht klar. Gut vielleicht fand die NW die Begründung auch so absurd, das es keines weiteren Kommentars bedurfte. Nur wieso die NW die zweite Behauptung, der angeblichen gewalttätigen Übergriffe, nicht in ihrem Archiv nachgeprüft hat, weiss ich nicht. Denn dann hätte sie herausgefunden, dass diese Aussage frei erfunden war. Es gab zwar in der Vergangenheit Farbbeutelwürfe auf das Burschenschaftsgebäude, aber nicht während einer Demonstration (ich habe zumindestens bei meiner Google-Recherche nichts entsprechendes gefunden). Na ja ein Polizeibeamter sagt halt immer die Wahrheit, insbesondere wenn er wie Dirk Butenuth in der Vergangenheit durch seine Rechtschaffenheit aufgefallen ist.
Dirk Butenuths realistische Gefahrenprognose führte im übrigen dazu, dass auch Nachmittags das Gebiet um die Schlossmannstrasse noch als Gefahrengebiet galt. Ich bin nämlich am Nachmittag zufällig südlich von der Alm spazieren gegangen und da fiel mir das Polizeiaufgebot auf, was mehr war als bei sonstigen Fussballspielen. Ausserdem wurde ich von den PolizeibeamtInnen bedrohlich angestarrt. Da fiel mir dann die Burschenschaftsveranstaltung ein und deswegen habe ich mich Richtung Schlossmannstrasse bewegt um mal auszutesten, ob ich da lang gehen darf. Kurz vorher habe ich noch einen Polizeibulli fotografiert, der besonders dreist da rum stand.
Als ich dann ein paar Meter in die Schlosshofstrasse gegangen bin, hielt dann der besagte Polizeibulli neben mir an und die ausgestiegene Beamtin wollte meine Personalien kontrollieren.
Auf meine Frage weswegen und auf Grund welcher Rechtsgrundlage, meinte die Beamtin ich hätte sie fotografiert und somit ihre Persönlichkeitsrecht verletzt (solange es sich nicht um Poträtaufnahmen handelt, ist nach OVG Koblenz keine Persönlichkeitsvereletzung) und ausserdem sei ich ihr komisch vorgekommen. Auf meine Erwiederung, dass dieses keine ausreichende Rechtsgrundlage sei um meine Personalien festzustellen (siehe § 12 Polg NRW ), meinte sie ich würde das Gesetz wohl nicht richtig kennen. Gut es blieb mir dann nichts anderes übrig als ihr meinem Perso zu geben und sie hat ihn dann im Polizeiwagen überprüft (bei geschlossenem Fenster). Danach hat sie dann mir den Perso wieder gegeben und gemeint es sei doch verdächtig, wenn ich einen Fotoapparat dabei hätte und ausserdem sei es mir wohl darum gegangen polizeiliches Fehlverhalten anzuprangern. Klar, aber seit wann ist das verboten ?

Ein besonderer Tag

Morgen jährt sich der Mauerfall zum zweiundzwanzigsten Mal. Was viele nicht wissen, auch vor dem Mauerfall war der 09. November nicht irgend ein Tag, sondern ein Tag, welcher untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden ist.

Als da wären:

09. November 1848

Die Erschießung des republikanischen Parlamentsabgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung im Rahmen des Oktoberaufstandes in Wien. Die Niederschlagung des Wiener Oktoberaufstands und die Hinrichtung Blums gilt als offene Kampfansage der herrschenden Vertreter einer reaktionären politischen Ordnung, getreu dem Motto: „Gegen Demokraten helfen nur Soldaten“. Die Demokratie siegte langfristig trotzdem.

09. November 1918

Der wenige Wochen zuvor berufene Reichskanzler Prinz Max von Baden verkündet angesichts der bevorstehenden Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II und betraut den Sozialdemokraten Ebert mit den Amtsgeschäften. Eberts Parteigenosse Scheidemann, der ihn im Februar 1919 als Regierungschef ablösen wird, ruft von einem Fenster des Reichstagsgebäudes die „Deutsche Republik“ aus. Am selben Tag, jedoch einige Stunden später, verkündetKarl Liebknecht, KPD, vom Berliner Stadtschloss die „freie sozialistische Republik Deutschland“. Die bürgerliche Demokratie siegt erneut.

09. November 1923

Der Hitler-Ludendorff-Putsch. Die NSDAP erlangt erstmals bundes-, will sagen reichsweite Bekanntheit. Marsch auf die Feldherrnhalle, Feuer der Münchener Polizei, Gefängnis oder besser „Kur“ in Landsberg, usw.

09. Novemver 1938

Reichskristallnacht. Der braune Mob, teilweise auch in Zivil getarnt um das Volk zu mobilisieren spielt den Feuerteufel und geht mit der Pistole bei Juden einkaufen. Protestnoten des Auslands bleiben unbeachtet. Erst sind alle Nazigrößen FÜR die Aktion, nach den Resonanzen des Auslands (es gab auch ausländische Todesopfer) hat Dr. Goebbels alleine die Schuld, muß vom Führer geschützt werden.

09. November 1967

Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten protestierende Studenten ein Transparent mit der Aufschrift „Unter den Talaren – Muff von tausend Jahren“. Dieser Slogan, eine kritische Anspielung auf die ausgebliebene Aufarbeitung der Verbrechen des NS-Regimes bei den gesellschaftlichen Eliten Westdeutschlands, wird zu einem symbolträchtigen Motto der sogenannten (Würg) „68er-Bewegung“ und markiert einen der Höhepunkte in der „heißen Phase“ der Außerparlamentarischen Opposition (APO, auch als Protest gegen das damalige 3er-Parlament mit Großer Koalition) der Jahre 1967/68 in der Bundesrepublik und Westberlin.

Und last not least:

09. November 1989

Der Mauerfall

Zeitweise wurde überlegt, ob man den 09.11. als neuen Nationalfeiertag einführt. Man ließ es sein, aufgrund der Datumsgleichheit mit dem 23er-Putsch und der Pogromnacht. Meines Erachtens hätte man diesen Tag schon nehmen können, aufgrund der Ereignisse von 1848 und 1918. Naja, sei`s drum.

Quelle: Auszüge aus Wikipedia

Alm gegen A33-Blechkasten tauschen!

Der SC Paderborn rückt nach seinem erneuten Sieg in Cottbus ganz nahe an die Aufstiegsplätze in Liga 2 heran und hat in seinem Blechkästle an der A33 knapp über 8000 Zuschauer Schnitt. Die ARMinia hat auf der Alm in Liga 3 nicht viel weniger. Da liegt doch nahe: ARMinia spielt an der A33 und der SC Paderborn bespielt das Riesenalmstadion……

Politische Sprücheklopfer: „Wir lassen uns den Euro nicht kaputt machen“

„Wir lassen uns den Euro nicht kaputtmachen“, tönen Erich Honeckers Rache an Deutchland, Kohl-Ziehkind Merkel und der ständig leicht benebelt wirkende Mini-Napoleon Sakotzy vor der Presse und „rechnen mit Griechenland ab“. Gehts noch? Zu dem Thema eine Stellungnahme der „Nachdenkseiten„, die aufzeigt, wen MerkelSakotzy da auf Kosten ihrer steuerzahlenden Bürger wieder mal retten wollen: Banken und Großkapital

Warum lässt die Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou, die Griechen über das neue EU-Hilfspaket abstimmen zu lassen, die Börsenkurse um 5 Prozent absacken, die Politik in Panik geraten oder die gerade gefassten Brüsseler Beschlüsse zur Makulatur werden? Die Antwort ist einfach: die Börsianer, die Politiker, die Brüsseler Bürokratie, sie alle haben kein Vertrauen mehr zum Volk.

Merkel „rechnet mit irgendjemand“ ab? Die Frau, die sich in der Sauna suhlte, als andere dafür sorgten, daß die Mauer umfiel und die Schlagbäume aufgingen? Die Ex-Umweltministerin, die einiges zum Atomabfallschlamassel beigetragen hat? Die Frau, deren Wendehals rasante 180-Grad-Drehungen problemlos zuläßt? Hauptsache es passt in Kalkül? Noch mal zum Verständnis: Wer Politik auf Dauer gegen die Völker macht, kommt den Laternen verflucht nahe.

Wenn die Artisten abgestürzt sind ….

…. ist die Stunde der Clowns da.

Leicht abgewandelter Spruch zur Stellungnahme des verantwortlichen Ministers Schäuble in Sachen „HRE-Milliardendisaster“. Also dann:

gebt den kindern das kommando
sie berechnen nicht, was sie tun
die welt gehört in kinderhände
dem trübsinn ein ende
wir werden in grund und boden gelacht
kinder an die macht

(Herbert Grönemeyer)

„Europa vor den Kopf gestoßen“?

Mit seiner Ankündigung, die Griechen über den unpopulären Sanierungskurs des Landes abstimmen zu lassen, hat Premierminister Giorgos Papandreou das europäische Ausland hart vor den Kopf gestoßen. Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs zeigten sich zugleich überrascht und besorgt. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle forderte die Europäer auf, sich gegen einen Staatsbankrott Griechenlands zu wappnen. Aus diversen Pressemeldungen.

„Vor den Kopf gestoßen“? weil die jetzt abstimmen sollen, die es betrifft? Wir hier in der „goldenen Bundesrepublik“ hält Madame Merkel ja im Gegensatz zur ihr selbst nicht für fähig, darüber abzustimmen. Honeckers personifizierte Rache an allen jenseits der ehemaligen Mauer wird dafür dereinst die Quittung kriegen.