Archiv für den Monat: August 2011

Der tägliche Horror

„20 jähriger tödlich verunglückt“

„Mastschweine verbrannt“

„Kleinflugzeug abgestürzt“

„Traktor ging in Flammen auf“

… die Zeitungen vom Boulevard kann man mit einem einzigen billigen Streichholz anzünden. Bei den Internet-Auftritten genügt ein Click, den bereits im Print auf Altpapier gebrachten Horrorszenarien den Garaus zu machen.

ARMinia schon wieder daheim weggeweht

0:1. Schon wieder eine Heimklatsche. ARMinia kann einfach nicht mehr gewinnen. Der Trainer von Ahlen – nett, aber hilflos. Grad mal 6400 Zuschauer verloren sich auf der Alm, 3000 unter kalkuliertem Schnitt. Der vorletzte Tabellenplatz ist zementiert. Ob Webers Favorit Helmer da was dran reißen kann?

Nichts los auf der Gass´

Schwere Zeiten für gedruckte Blätter. Da muß man schon den Heiligen Vater ganz nach vorne hieven. Mario Ermisch will bei ARMinia nicht, Glimmstengel Mario Basler will lieber Trainer bleiben. Paderborn muß sich auf seinem Airport auf weniger Air-Berlin-Flüge der jetzt von Hartmut „The Weiche“ Mehdorn administrierten Fluglinie einstellen. Um Gottschalk und sein angeblich vervierfachtes Gehalt (ca. 6 Mio. aus zwangsaquirierten GEZ-Geldern für einen Showopa?) gibts leichten Unmut und die Börsen rutschen tiefer. War noch was?

Ach ja. In der Metropole an der reißenden Lutter suchen sie „den schnellsten Tramper nach Griechenland“.

Und wir? Suchen den schnellstfallenden Reissack hoch oben im Norden, In Jöllenbeck.

… und ARMinia spielt am Samstag vor 6000 – 7000 gegen den SV Wehen.

Wieso nicht Mario Ermisch?

Wer in den letzten Jahren den „normalen“ Fußball der Region verfolgte, dem fiel der Name Mario Ermisch durchaus häufig auf. Der engagierte Rechtsanwalt und Fußballlehrer ist tief in der Region verankert und hat entsprechende Kontakte zu den „Trittbrettmannschaften“ des Drittligisten ARMinia. Wo letztlich eigentlich Leute für die lokale Krone des Fußballs 🙂 herkommen sollten. Der schlechteste Geschäftsführer für die Almöis wäre er sicher nicht.

„Der Mond ist unsere Sonne“

Am Anfang – welch eine Exposition! – sitzt Alen auf einem Felsvorsprung in 3500 Metern Höhe, den Ararat vis-à-vis. Doch der grandiose Anblick des heiligen Bergs seiner armenischen Vorfahren lässt ihn völlig kalt – und erinnert ihn stattdessen an den Johannisberg, den Hügel über seiner Stadt: Bielefeld hat der junge Mann bis zu seinem überstürzten Aufbruch gen Osten niemals zuvor verlassen. Wie es dazu kommen konnte, vom ostwestfälischen Nabel zum alttestamentarischen Arsch der Welt geschleudert worden zu sein, versucht er sich im Folgenden klarzumachen.

Spiegel.online hat einen Roman (Nuran David Calis: „Der Mond ist unsere Sonne“) aus der Metropole an der reißenden Lutter nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern man rezensiert ihn sogar. Tja, Baumheide…..

Oha, so berühmt war der Ex-geschäftsführende Kneipier bei ARMinia?

Holla die Waldfee kann ja dank ihrer teilitalienischen Wurzeln die große Klappe nicht halten. Prompt kommt ihr Kommentar zum Aufmacher der Großstadtgazette Nr. 1, dem Bielefelder Tageblatt: „So wichtig kann ein hannöverscher Kneipier sein, daß man ihn ebenso wie die in die USA machenden Guttenbergs auf Seite 1 packt“. Donna Lüttchen, deren Wurzeln eher in Schilske liegen, kontert dann immer trocken wie ein Furz im Hochsommer: „Ach Hola, cheh wech. Gerusalem is auch nich an ein Tach zerstört worden“.

Was immer auch Donna damit sagen will, hätten wir dieses Blatt nicht, der Tag würde mit einem Lächeln weniger beginnen. Vor allem wegen dieser Headline:

Deutsche Wirtschaft bremst Wachstum in Europa

Hui, bisher waren wir die davonstürmende Konjunkturlokomotive, die sogar Fachkräfte aus Ländern vor dem Ural auf den rasenden Konjunkturzug holen müßte, um den gewaltigen Ansturm des Vorwärtsdrängens zu schaffen. Jetzt scheint die Kohle im Tender aufgebraucht. Die Lok bremst, daß die Funken Europa um die Ohren fliegen. Aber wenn wir dank Murkel & Sakotzy (Die Traumzweitbesetzung aus der Muppets-Show) erstmal eine „europäische Wirtschaftsregierung“ haben und die Brüsseler Schwachmaten so richtig in die nationalen Gurkenverordnungen eingreifen können. Dann, ja dann, wird „alles besser“.

Schwer zu glauben, wenn man den Pariser und die Berlinerin nebeneinander sieht.

ARMinia feuert Schnitzel. Weber verspricht Neuanfang

Gerhard Weber scheint beim taumelnden Drittligisten durchgegriffen zu haben. Bordellist und Prügler Schnitzmeier muß gehen. Das Westfalen-Blatt schreibt:

Nach der Trennung von Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier verspricht Sponsor Gerhard Weber einen Neuanfang beim Fußball-Drittligisten DSC Arminia Bielefeld. Dazu soll Ex-Profi und Aufsichtsratsmitglied Thomas Helmer enger in die Vereinsarbeit eingebunden werden.

Hoffen wir mal, das es gelingt. Immer „Fremdschämen“ macht nicht wirklich Spaß.

Sport einer Region

Man kann in dieser Region rauf, runter, rechts oder links fahren. Immer kann man sicher sein, ein paar Ingredienzien modernen neuzeitlichen Straßenbaues zu finden:

– Schlaglöcher, achsentief
– „30“-Schilder
– „Wir übernehmen keine Verantwortung. Ihre Gemeinde XY“

Dazu noch ein bißchen Steuern aller Art rauf, Parkegebühren usw. Das ist Straßenbau a la Ex-DDR.

Die Guttis drohen schon mit Rückkehr

Auf t-online (powered by BILD) drohen die Guttis schon:

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zieht in den nächsten Wochen mit seiner Familie in die USA. Das bestätigte seine Frau Stephanie zu Guttenberg der „Bild“-Zeitung (Dienstag). „Wir verlegen unsere Basis für einen begrenzten Zeitraum. Wir wandern nicht aus. Wir bleiben Deutsche, mit ganzem Herzen. Und wir kommen zurück. Das ist schon mal klar“, sagte sie.

Vielleicht macht sie ja jetzt in den USA den „Doctor“ 🙂

Mehr Pflaumen denn je

Ein bißchen Sonne noch, dann können die Besitzer dieses Pflaumenbaumes nahe der Autobahn nach Hannover die Ernte beginnen. Es scheint, die diesjährige Pflaumenmenge richtet sich nach den politischen Pflaumen in Brüssel, Berlin und den Landtagen: Überfülle, Überreife und manche platzen schon auf, weil es ihnen einfach zu gut geht.

Sie war erst 16….

Er heißt Christian von Boetticher.
Er heult wie ein Waschweib in die Kamera.
Er ist zurückgetreten.
Er war Landeschef der ebenso ruhmreichen wie skandalösen CDU im meerumschlungenen Schleswig-Holstein.
Er repräsentierte eine „christliche“ Partei.
Er predigte anderen Wasser.
Er selbst trank nur Wein.
Er hob den moralischen Zeigefinger. Wie die gesamte Partei mit dem „C“.
Sie war erst 16.
Es war angeblich Liebe.
Bei wem?

Meinetwegen. Aber wer anderen Moral predigt, sollte sie gefälligst schon selbst leben.
Schleswig-Holstein hätte die Chance gehabt, eine bis dahin 18 jährige „Landesmutter“
zu bekommen.

BI-Uni macht in Handersatz

Die Uni Bielefeld macht gute Hände. Roboterhände. Spiegel online hat jetzt ein Video von ihnen. Wenn man es nicht besser wüßte, man könnte die Finger für gierig halten. Aber das kommt noch. Bei Robotern und Händen ist die Stadt ausgesprochen gut. Wenn man die jetzt noch ein bißchen mit Alcina dopen würde ……

Darmstadts Lilien knicken ARMinias Nullen

Wenn ein Drittligaspiel einer max. 5.Ligatauglichen Mannschaft (Wie heißt der verantwortliche Jugendtrainer noch mal?) eines eigentlich Pleitevereins von einer gewissen „Alm“ so beginnt, dann kann es nur so enden:


Dem Datterich, der Nationalfigur der nicht mal halb so großen Stadt Darmstadt, hats Spaß gemacht 🙂 Heute schon fremdgeschämt mit Deutschlands Hauptstadt der Blitzer und dem „Aushängeschild“ ARMinia?

ARMinia grüßt übrigens als stolzer Tabellenletzter. Aber das Gefühl ist ja nicht neu.

Berlin ist Brackwede

Wo die deutsche Hauptstadt von Brackwede lernen kann: Solch einen Boulevard hat das vielerorts siffige Berlin nicht. Aber die Brackweder Hauptstraße hat jetzt frische Blümskes da, wo der OB vom Niederwall angeblich mangels Kohle schon länger nichts mehr jäten, aufräumen oder pflanzen läßt.

Höhe Modehaus Kolck hat die Brackweder SPD schon längst erkannt, wie man einen überflüssigen Parteiaushang zu Alltagskunst macht. Hat Berlin nicht.

… und solch einen langen Blick bis in die Teutohöhen hat Berlin schon allemal nicht. Brackwede aber. Dieses Juwel an Kleinkunst.
Mit Medien, die noch mit „richtigen“ Nachrichten aufmachen…..

13. August 1961

Der 13. August 1961 gehört zu den tiefsten Einschnitten in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Mauer zerriss Berlin in Ost und West, festigte die Teilung Deutschlands und ist Symbol des Kalten Kriegs. Sie kostete Menschen das Leben, verbreitete Leid und steht für Unmenschlichkeit. Einer Umfrage zufolge weiß aber jeder Dritte der unter 30-Jährigen nicht, was am 13. August 1961 geschah. Das macht nachdenklich – und verweist zum einen auf eine schlichte Tatsache: Für eine stetig wachsende Zahl der Deutschen ist die Mauer Geschichte, ohne Teil der eigenen Vergangenheit zu sein. Zum anderen lässt die Umfrage die Schlussfolgerung zu, dass der Zeit nach 1945 und der DDR-Geschichte an den Schulen mehr Platz eingeräumt werden muss. Dass ein freies Leben in einem demokratischen Rechts- staat keine Selbstverständlichkeit ist, ist eine Erkenntnis, die jede Generation verinnerlichen sollte. Als die ostdeutsche Diktatur mit Moskaus Zustimmung begann, ihre Bürger einzusperren, war sie eigentlich schon am Ende. Denn die Abstimmung mit den Füßen hatte sie verloren: 2,7 Millionen Frauen, Männer und Kinder waren von Oktober 1949 an bereits in die Bundesrepublik geflüchtet, der größte Teil über West-Berlin. Nur mit Stacheldraht, Beton und einem Spitzelsystem konnte sich das DDR-Regime weitere 28 Jahre lang an der Macht halten. Als seine Bürger es 1989 in einer friedlichen Revolution stürzten, gehörten den Grenztruppen an der 155 Kilometer langen Berliner Mauer 11 500 Mann an. Eine zweite Erkenntnis ist, dass hinter jedem System Menschen stehen, die es aufbauen und ausgestalten. Eine Betonwand an sich ist keine Bedrohung. Erst wenn Herrschende Willige finden, die auf Flüchtlinge schießen, wird sie zur tödlichen Falle. Chris Gueffroy (20) ist der letzte, der an der Mauer erschossen wurde. Anfang Februar 1989. »Das habt Ihr wunderbar gemacht«, soll der Kompaniechef zu seinen Soldaten gesagt haben. In der perfiden Logik des DDR-Regimes war die Mauer ein Erfolg. Die den Staat in seiner Existenz bedrohenden Flüchtlingswelle wurde gestoppt. Dass ein Drittel der Berliner nach einer Umfrage den Mauerbau heute
nicht für falsch hält, ist erschreckend und zeigt, dass neben der Schule auch die politische Bildungsarbeit gefordert bleibt. Wenn heutzutage ein autoritäres Regime die Freiheitsrechte beschneidet, so müssen wir uns für die betroffenen Menschen einsetzen, lautet eine dritte Erkenntnis aus der Vergangenheit. Die Mauer ist weg, die Mauer in den Köpfen wird kleiner – aber das Wissen um die Mauer muss im Kopf bleiben. Es an die nächste Generation weiterzugeben, wird in Zukunft zwar schwieriger sein, bleibt aber weiterhin notwendig. Geschichtsvergessenheit nutzt Radikalen. Nach der zentralen Gedenkfeier an der Bernauer Straße in Berlin wird es an diesem
Samstag um 12 Uhr eine Gedenkminute für die Maueropfer geben. Sie dürfen nicht vergessen werden.

Westfalen-Blatt. Kommentar von heute. Wer das als Kind und Schüler erlebt hat, wird es auch mit der Distanz von heute nicht vergessen. Moderner Mauerbau ist heutzutage allerdings etwas höher. Z.B. zwischen Israel und seinen Nachbarn. USA und Mexiko, usw.

NW/Metropol-Guerillamarketing funktioniert

Die Stadt ist angeblich klamm. Die NW sucht neue Betätigungsfelder, um was zu verkloppen. Der Blitzer am „Bielefelder Berg“ ist eine gemeinsame „Undercoveraktion“ des roten Blattes und der Ampel-Junta 🙂 Jetzt hat man es auf Seite 1 von T-online geschafft.

Guckst Du hier.

Kann man aber noch toppen. Hans-Rudolf H. könnte doch jedem Geblitzten eine NW-Karte und eine Postkarte mit dem Steinhaufen da oben mitschicken lassen.

„Danke, daß wir Sie blitzen durften. Sie kommen an dieser Stadt nicht anders vorbei. Beehren Sie uns bald wieder. Ihre Metropole am Teuto“

Warum werden erst jetzt Schnitzels Allüren ausgepackt?

Wer mit einem Ohr immer ein wenig nach Hannover in die Bundesligastadt horchte und insbesondere dort zum Stadion guckte, wußte es eigentlich schon lange. Finanziell dubiose Dinge um die Fankneipe „Nordkurve“ taten sich. Immer war ARMinia-Geschäftsführer Schnitzmeier irgendwie negativ involviert. Auch der ehemalige Arminen-Kapität Rüdiger Kauf, Jörg Böhme und Jörg Weber wollten mit den Hauptsponsoren Weber und Hinrichs ein Gespräch. Was Schnitzmeier rüde abgebügelt haben soll. Er muß sich wie weiland Nero aufgeführt haben. Geschichte wiederholt sich nicht? Der Roland-Kentsch-Klon machts offenbar noch „besser“. Von ehemals 11000 Arminia-Mitgliedern gibt es jetzt nur noch 9800. Die Frage an die Medien sei gestattet: Warum wird das erst jetzt aufgedeckt?

Das Fußball-Ligaspiel bei Darmstadt 98 ist offenbar Nebensache.

Köttbullar-Restaurant will 3000qm anbauen…

Das lustig-listige Schildafeld ist dabei, neue Klöpse zu produzieren. Die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm mit der einträglichsten Blitzanlage der Republik will ja bekanntlich Gütersloh die Größe eines neuen Portahauses vorschreiben. Selbst ist man aber grade dabei, am Südring die pseudoschwedische Spanplattenbude umm satte 3000qm auswweitern zu lassen und den ehemaligen „Ratio“-Markt (heute Famila) in Sennestadt zu einem Sportartikelmarkt von 2000qm zu genehmigen.

Kann es sein, daß der kürzlich vollmundig öffentlich agressiv daherplappernde SPD-OB Clausen da irgendwie verschobene Maßstäbe hat? Reicht es nicht schon, wenn sich der Kasperle-Club ARMinia ständig in Zusammenhang mit dem Namen Bielefeld bundesweit blamiert?

Schnitzls Faust

ARMinia – Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier ist dank des Chaos in den Aufsichtsgremien des kleinen Vereins schon weiter als es Kentsch, Roland an Machtfülle jemals war. Ok. Das mag mit Dummheit bei jahrzehntelangen Vereinsmitgliedern begründbar sein. Man wird eben offensichtlich blind, wenn man die Position, Bedeutung und Historie der SchwarzBlauen verklärt und glaubt, ohne sie nicht leben zu können. Da gibt es aber noch den Ralf Schnitzmeier, der in Augsburg einen Strafbefehl über 60 Tagessätze wegen „Körperverletzung, Betruges und Beleidigung“ nach einer Keilerei in einem „Etablissement“ aufgebrummt bekam. Seine Meinung: „Das ist Privatsache“.

Ein Klub, der sich ohnehin zur unbeliebten Lachnummer im bezahlten Fußball aus eigener „Kraft“ gemacht hat, kann sich solch einen Menschen eigentlich nicht leisten. Hauptgeldgeber Weber aus Halle, der „kleine Schneider“, wie ihn ein ARMinia-Mananager Lamm mal nannte, wäre gut beraten, dazu nur „nichts zu sagen“ sondern endlich einmal kraft Einfluß durch zu greifen. Schließlich meinte er ja kürzlich: „Alles was ich bisher angefasst habe, hat letztendlich funktioniert“. Alles kann nicht stimmen. Siehe ARMinias letzte Stories.

Thatchers Saat geht auf

Es wäre zu einfach, die in Großbritannien sichtbare Gewalt und die Plünderung einfach auf die schlimmen sozialen Verhältnissen zurück zu führen. Da kommt einiges zusammen. Aber die so genannte Eiserne Lady hat mit der Zerstörung des Zusammenhalts, mit dem Predigen von ökonomischem Egoismus und der Kommerzialisierung aller Lebensverhältnisse, mit der systematischen Schwächung der Arbeitnehmerschaft und damit der weiteren Trennung der britischen Gesellschaft in oben und unten den Boden für die Gewaltwelle bereitet. Albrecht Müller schreibt auf den „Nachdenkseiten“ über das böse Erbe der Margaret Thatcher. Ähnlich denkende Typen wie diese „Dame“ gibt es hierzulande auch. Man sollte sie sich genauestens anschauen.

Initiative „Bloß keine Kritik“

Schielsker Glück

Hej, unsere größte Gazette in der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm hat sehr auffällig eine Stadtumarmungskampagne gestartet. Egal ob unser PR-Wunder Heidi H-P über den „wundervollen“ Markt vorm Rathaus oder blühendes Grünzeugs auf dem Mittelstreifen des Niederwalls schreibt: Eitel Sonnenschein, Lob und Jubel über die weise Entscheidung der Rathausführung, den ehemaligen Kessel-brinkmarkt vor ihre Tore zu ziehen. Jetzt können die „rund 1000 Mitarbeiter der Verwaltung endlich ihr belegtes Brötchen auf dem Markt kaufen“. War denen der Pollmeier an der Ecke zu popelig?

Silvia Tetmeyer vom Lokalen ist extra nach Schielske rausgeschickt worden, die dortigen Jubelschreie der Kaufmannschaft zu notieren, die Tonnen Asphalt zu erfassen, den Seekrug-Wirt extra noch mal den Bauarbeitern ein Lob aussprechen zu lassen und Jubel, Jubel, Jubel einzufangen. Alles Gemosere über die Bauarbeiten, die ständigen Aufrisse usw. vergessen?

Würde ja auch nicht zum Gemischtwarenhändler mit Senner Altpapierbedruckung passen. Oder? Müssen wir unkritisch mitjubeln?

Homannomann

Es geht auch durch die hiesigen Gazetten, die Superleistung der Margarine und andere Pretiosen abfüllenden Homanns aus Dissen. Unweit der Metropole am Teuto. Mit „Rügen Feinkost“ hat man Anfang August einen kleineren Verarbeiter von der größten deutschen Insel übernommen. Nun meldet die Presse unisono, 110 Stellen der ohnehin nicht reichlichen dort auf Rügen habe man gestrichen und die Aufgaben nach Dissen verlegt. Aha, denkt der Mensch, der sich an die vielen TV-Spots mit der Fleischsalat aus Dissen löffelnden Wuchtbrumme Barbara Schöneberger erinnert: „Dann bauen sie in Dissen aus und stellen Leute ein“. Pustekuchen. Essig. Da macht man das „mit Links“ mit.

„Arbeitsplatzsicherung“ a la Fleischsalat. Wie finden wir das? Homannomann. Die Leute auf Rügen haben nämlich keinen Betriebsrat, keine Gewerkschaft. Nada. Nun stehen sie da.