Archiv für den Monat: August 2011

Aufruf an alle Demokraten hier im Bielefeld-Blog

Man muss sich schon wundern. Da wird hier im Bielefeld-Blog für  die Bundesrepublik ein Führer gefordert, anstatt der jetzigen politischen Parteien. Politiker werden mit dem Präsidenten des Volksgerichtshofs, dem elendem Hetzer, Roland Freisler, gleich gesetzt. Der gleiche Autor wünscht in einem früheren Beitrag, unweit der alten Naziterminologie, „heim ins Reich“: „…endlich bald Elsaß-Lothringen wieder nach Hause holen können…“

Kein Protest, von irgendwem. Kein kritischer Kommentar. Das ist kein Spass mehr. Hier wird offensichtlich rechtsradikale Hetze betrieben. Es ist an der Zeit, dass die Demokraten in diesem Blog ihre Stimme erheben und sich von solchen Machwerken eindeutig distanziert.

Parteizugehörigkeit für ARMinia-Präses wichtig?

Dr. Jörg Zillies ist das, was man einen Ural-tarminen nennt. Also einen Altarminen. Der 65-jährige Mann, dessen Zugehörigkeit zur CDU jetzt grad instrumentalisiert wird, hat Bock auf den Präsesposten beim trudelnden Verein. Nun gut. Nach den SPD-Roten Roland „Tribünenkostenversenker“ Kentsch und Wolferl Brinkmann kann es ja eigentlich nur noch besser werden. Zumal der Mann -seine Vita zeigt es – seinen Job beherrschen wird und genug ARMinen-Tinte gesoffen haben muß.

Wählt ihn und laßt ihn mal machen. Auffn Platz hat er ohnehin keinen Einfluß.

Sie machen es glatt

Ab Montag, 5. September, wird die Schildescher Straße zwischen der Nowgorodstraße und der Herforder Straße aufgrund von Deckensanierungsarbeiten voll gesperrt. Eine Umleitung (U 2) über die Beckhausstraße beziehungsweise das Neue Bahnhofsviertel wird ausgeschildert. Während der Fräsarbeiten und des Deckeneinbaus voraussichtlich am Donnerstag, 8. September, sowie am Freitag, 9. September, wird der rechte Fahrstreifen der Herforder Straße stadteinwärts in Höhe der Schildescher Straße tagsüber für etwa zwei Stunden gesperrt. Fußgängerinnen und Fußgänger können den Arbeitsbereich immer passieren. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Samstag, 10. September. Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Was haben wir uns darauf schon gefreut. Der nächste Aufriß.

Wohin geht die Reise?

Da es relativ offensichtlich ist, daß Schwarz-Geld 2013 abgewählt wird, obzwar es noch gut 2 Jahre bis dahin ist, wird Dr. Westerwelle mit dem Ende des Kabinetts Merkel II auch seine politische Karriere beenden. Er wird höchstens vielleicht noch als Ehrenvorsitzender fungieren, sobald ein Nachfolger für Herrn Genscher gefunden wurde. Klingt makaber, ist aber was dran. Ob mit oder ohne Debatte und vorzeitige Nachfolge sprechen die Umfragen gegen einen Verbleib der Liberalen in den Parlamenten. Von daher könnte “Guido” durchaus abtreten. Nur wird es dann, sofern die FDP kein außenpolitisches Äquivalent hat einen Postenwechsel geben, wie bei de Maziere und Friedrich, oder innerhalb der FDP-Ministerien.

Ich würde es begrüßen, wenn Westerwelle abtritt. Allzu wichtig ist der Chef des AA schließlich nun auch wieder nicht. Er, der Minister für auswärtige Angelegenheiten, repräsentiert nur die Vorgaben des Kanzlers und die Ansichten desselben. Für den Job kommt so gut wie jeder in Frage.

Daß Dr. Westerwelle nicht zurücktritt besagt m.E. und eventuell höchstens, daß Merkel nicht in die Geschichte eingehen will mit einem “Kabinett der Wechseler und Pöstgenjäger”. ;-)

In diesem Sinne halten wir durch.

Wer Sturm sät…wird Blähungen ernten…

Wie abhängig von US-amerikanischen Nachrichtenagenturen und wie amerikahörig- und gläubig die deutsche Journaille ist – der jüngste Hurricane-Hype hat es mal wieder deutlich gemacht: Seit vorgestern nur Katastrophenmeldungen an erster Nachrichtenstelle, New York geht unter, Sondersendungen, wichtigtuerische Reporter auf allen Kanälen, Thema Nr. 1 in ZDF-heute, weit vor Libyen und Somalia…und alles nur, damit die ostwestfälische Omma vor Angst ihren Hühnerstall verrammelt.Dabei war schon klar, dass das alles nur künstlich hochgeheizt wird, bald schon wurde der KillerHurricane zum Tropensturm herabgestuft, passiert ist wenig (Bild, ZDF, und ARD und alle privaten Schreier mögen’s insgeheim bedauert haben), allerdings bleibt mal wieder ein ziemlich schales Gefühl im Mund, wenn man diese sonst so superkritisch sich gebenden öffentlich-rechtlichen Wichtigtuer so hilflos dem US-Nachrichtenapparat ausgeliefert sieht – armselig!

Dumm gelaufen

Wiesenhof legt vor Ausstrahlung eines Beitrags ARD-Programmbeschwerde ein

Dem Geflügelproduzenten Wiesenhof gefällt überhaupt nicht, was der SWR am kommenden Mittwoch unter dem Namen „Das System Wiesenhof. Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet“ in der Sendung „ARD-exklusiv“ ausstrahlen will. Wiesenhof hatte schon Ende Juli erfolglos versucht, den Titel verbieten zu lassen. Nun legte man bei der ARD eine Programmbeschwerde ein. Laut Wiesenhof wäre die Reportage nicht richtig recherchiert, unausgewogen, unwahr und unsachlich.

Außerdem ließe man sich laut Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann von radikalen Tierschützern leiten. Der SWR-Redakteur sagte: „Dass es bereits vor der Ausstrahlung des Films Programmbeschwerden gegeben hat, ist meines Wissens nach noch nie vorgekommen.“ Die Vorwürfe seinen durch die vielen vorliegenden Informationen ziemlich abwegig.“

Quelle: klamm.de

Hatten wir das Thema nicht letztens erst bei ARD exklusiv mit der „KiK Reportage“?

Angela „denkt über Maut nach“ und wir über Angela

Sie haben in den letzten Jahren die Straßen im ehemaligen Westdeutschland so verkommen lassen, wie sie es in der ehemailgen DDR taten. Die grandiosen Verwalter des angeblichen Mangels packten die reichlich per Autofahrer eingesammelte Kohle aber nicht in neue Asphaltdecken sondern kauften „30“-Schilder und „auf eigene Gefahr“. Die ehemalige FDJ-Funktionärin, der die hochgehende Mauer 1989 ziemlich Sauna war, hat eine neue Idee „Man könnte ja mal über Maut nachdenken“. Man könnte auch die kommenden Wahlen und die nächste Bundestagswahl dazu nutzen, die Dame aus dem Kanzleramt zu verjagen… Aber dann führen Trittin und die Stones „Tempo 80 auf Autobahnen“ und E 70 ein.

Ausstellungseröffnung: the same sea/a different coast

the same sea/a different coast
Matan Ben-Tolila/Klaus Kleine
Malerei/Objekte

Eröffnung: Freitag, 02.09.2011 um 20 Uhr
Ausstellungszeitraum: 03.09.–02.10.2011
Künstlergespräch: Samstag, 03.09.2011 um 15 Uhr
Es erscheint ein Katalog.

Vom 03. September bis zum 02. Oktober 2011 präsentieren galerie 61 und schir – art concepts Malereien
des Jerusalemer Künstlers Matan Ben-Tolila und Objekte des Kölner Künstlers Klaus Kleine in der
Ausstellung the same sea/ a different coast.
Matan Ben-Tolilas großformatige Leinwände zeigen ein Wechselspiel von organischen Strukturen und
streng geometrischen Flächen. Diese scheinen vor meist monochromatischen Hintergründen zu
schweben beziehungsweise in diese einzudringen. Es entsteht eine Spannung zwischen Fülle und Leere,
geordneten und heterogenen Elementen, Abstraktion und gegenständlicher Darstellung.
Klaus Kleine greift eben diese Spannung in seinen Vitrinen auf. Vitrinen werden in Ausstellungen meist
als Schutz für wertvolle Gegenstände genutzt, doch in dieser Ausstellung werden die Vitrinen selbst
zum Kunstwerk: sie bestehen aus filigranen Metallelementen und werden durch eingesetztes Holz und
Blech sowie angedeutete fotografische Drucke zu Einzelstücken. Die Vitrinen sind weder mit Glas
verschlossen, noch sind Gegenstände in ihnen angeordnet, vielmehr wirkt ihre Form und Struktur
unmittelbar im Raum.
Die Kombination von Malereien und Objekten erkundet das Zusammenspiel und Verhältnis von
Dimensionalität, Gewohnheiten des Sehens und räumlicher Wahrnehmung. So reflektieren Ben-Tolilas
Arbeiten immer auch Strategien des Abbildens und der Abkehr von der Abbildung in der Malerei und
Kleines Vitrinen entfalten durch ihre Gestalt Wirkung, ohne zusätzlich mit Objekten gefüllt zu werden.
Es stellt sich die Frage, wie Reflexionen der Malerei in den Raum fortgeführt, übertragen und
weiterentwickelt werden können, wie das Sehen ins Körperliche, Materielle übersetzbar ist und wie sich
Malerei und Objekte formal unterscheiden, doch ähnliche Inhalte diskutieren.
Matan Ben-Tolila, Absolvent der renommierten Bezalel Academy of Art and Design in Tel Aviv, stellte in
Israel unter anderem im Petach Tikva Museum of Art, der Solo Gallery Tel Aviv, der City Gallery Kfar-Saba
und dem Ramat Gan Museum aus. Die Ausstellung the same sea/ a different coast ist seine erste
Ausstellung in Deutschland.
Klaus Kleine, Gewinner des GWK Förderpreis bildende Kunst 2009, studierte an der Hochschule für
bildende Künste Braunschweig. Seine meist raumgreifenden Installationen wurden unter anderem im
Kunstraum Fuhrwerkswaage Köln, Kunstverein Hannover, Kunsthaus Kloster Gravenhorst und
Kunstverein St. Pauli Hamburg präsentiert.
Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung
der Westfälischen Kulturarbeit, der DIG Arbeitsgruppe Bielefeld und der Botschaft des Staates Israel.
Ein Projekt von www.schir.net

galerie 61, Neustädter Str. 10, 33602 Bielefeld

Die FDP und Lybien

Solange ein Dreier- und später Viererparlament in Deutschland existierte, war die FDP immer das Zünglein an der Waage. Mittlerweile ist sie nur noch eine Belastung. Sie ist von der “Halbvolkspartei” hin zu einer Splittergruppe mutiert, welche in 1 oder 2 Themen wie Wirtschaft und Finanzen gute Ideen hat, aber gesamtpolitisch wie auch gesamtgesellschaftlich sehr orientierungslos und ohne Konzept dasteht, wie man das beste aus diesem unserem Lande herausholen kann, auf daß sich die Menschen wohlfühlen.

Die Enthaltung beim Libyeneinsatz kann man der FDP nicht allein vorwerfen, die Kanzlerin bestimmt die Richtlinien der Politik und der kleinere Partner führt nur diese Richtlinien aus. Es ist die Frage, ob Merkel sich von der FDP in Bezug auf Libyen hat beeinflußen lassen, oder nicht.

Doch warum sollte Deutschland sich überhaupt enthalten? Selbst bei einem Ja gibt es noch keine Verpflichtung selber Truppen zu entsenden. Oder war es mal wieder der übersteigerte nachkriegszeitbedingte Pazifismus, welcher in deutschen Regierungen das außenpolitische Zepter schwingt? Man kann nur vermuten.

Fest steht jedenfalls, daß die Enthaltung deswegen kam, um die guten Beziehungen deutscher Konzerne zu anderen arabischen Regimes sowie zu Rußland und China nicht allzu sehr zu gefährden, sowie wegen der Ablehnung neuerlicher Bundeswehreinsätze durch große Teile der Bevölkerung. ABER(!): Die Bundeswehr lieferte Technik und Bauteile für Bomben und andere Militärtechnik zur direkten Unterstützung des Nato-Bombardements. Dies war von Thomas de Maizière genehmigt worden. Vergangenen Freitag hat das Verteidigungsministerium auf Anfrage von Hans-Christian Ströbele bekanntgegeben, daß elf Bundeswehroffiziere unmittelbar an dem Nato-Einsatz gegen beteiligt sind. Soviel also zur Enthaltung, oder sollte man sagen, bewaffnete Neutralität? Die Bereitstellung von Flugplätzen sind ja längst bekannt und die “Ersatzeinsätze” in Afghanistan genauso.

BILD. Sinnfrei

Pressemeldung von BILD´s Diekmann:

„Am Samstag, 27. August 2011, erscheint BILD einmalig im XXL-Format. Die gesamte Auflage von Europas größter Tageszeitung wird komplett in der doppelten Größe (52,8 x 77,7 cm) gedruckt, was einer Fläche von acht DinA 4-Blättern entspricht. Mit dieser einzigartigen Aktion will die BILD XXL-Ausgabe einen Weltrekord aufstellen und so den Sprung ins legendäre Guinness-Buch der Rekorde schaffen.

Kai Diekmann, BILD-Chefredakteur: „BILD ist die größte Zeitung Europas. Das stellen wir mit der XXL-Ausgabe jetzt auch einmal in physischen Dimensionen unter Beweis. BILD erfindet sich jeden Tag neu. Diese einzigartige Experimentierfreudigkeit wird nun sogar mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde gekrönt.“ Der Andruck der „größten BILD aller Zeiten“ erfolgt am Freitag um 20 Uhr im Berliner Druckhaus Spandau. Nach der Rekordabnhame wird ein Vertreter von Guinness World Records Deutschland zwei BILD-Ver- antwortlichen eine Urkunde überreichen und damit den Eintrag ins Guinness World Records-Buch besiegeln.

Bereits 2010 veröffentlichte BILD eine besondere Ausgabe: Als erste deutsche Tageszeitung erschien BILD komplett in 3D. Im September 2011 produziert BILD die Ausgabe anlässlich des 10. Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September 2001 direkt aus New York“.

Donna Lüttchen meint: „Sowat Sinnfreiet können unsere Blättken schon lange. Beweist es!“ Wie wäre es mit einer XXXXXLHTMLXL-Ausgabe auf langsam vorgebissenem Maispapier?

Der Löwenzahntiramisumacher

Ernst-Heiner, der Maitre vom Museumshof Senne, hat erstaunliche Drähte zum größten Klatschblättchen der Metropole. Der NW. Nachdem sein „Löwenzahntiramisu“ von der Präsentation der Region OWL in der NRW-Vertretung zu Berlin nun sogar schon königliche Höfe in aller Welt als ostwestfälisch-lippische Nationalspeise empfinden („Mette-Marit, so bitter schmeckt OWL?“), vergeht kaum eine Woche, in dem der Mann mit der weißen Kochjacke nicht im Blatt auftaucht.

Das läßt Fragen stellen. Hat er das Catering der Senner Altpapierdrucker übernommen? Ist der Chefredaktor, dem nun die boulevardeske Gestaltung der Gazette nach dem Muster „Landeshauptstadt mit 0,2-Liter Biergläsern“ obliegt, ein absoluter Fan der Etablissements am Buschkamp?

Oder tut der den Zeitungsleuten ständig was ins Essen, damit sie andere Köche der Stadt (Oh ja, sie hat noch ein paar richtig gute) links liegen lassen? Eine geschlagene halbe Zeitungsseite stellt heute den Hüserschen Bauerngarten unter „Stadtteile“ vor.

Fragen über Fragen. Aber Ernst-Heiner und der Chefboulevardeur vom Rhein schweigen wie ein Löwenzahntiramisuchrab.

Der Kampf der Schildermacher um die Wurst

KfZ-Zulassung Bielefeld

Es sind hochdramatische, in ihrer Sensibilität erschütternde Bilder, die sich offenbaren, hält man ein langbrennweitiges Objektiv auf den relativ schmalen Eingang zur Zulassungsstelle neben dem in der Finalisierung steckenden Amerikahaus. Dann treten sie wieder vor die Tür. Die Zigarette mit zittenden Fingern ansteckend, das Blattwerk aus Zulassung, usw. in der Hand. Immer geht der Blick nach rechts, die Straße hoch.

Werden die Schilder sich preislich schon wieder verändern im Kampf der Schildermacher?

Schildermachers Preiskampf

Was nicht zu sehen war, war ein Currywurstmann oder eine Currywurstfrau. Jetzt wo oberste Richter eine „klare“ Grenze in der Currywursteinnahme „sitzend oder stehend oder benachbart sitzend“ gezogen haben, ließe sich hier doch Geschäft machen. Die müßten sie alle stehend mampfen. Aber vielleicht gibt „hockend auf Schilder an der Zulassung wartend“ noch einen Extrasparpunkt? Es sind die existenziell quälenden Frage, die einen nicht ruhen lassen.

Dürfen die das?

Ich wohne in Herford, NRW. Darf bei max. 50 qm² maximal 237,50 € Kaltmiete haben plus Nebenkosten. Meine jetzige Wohnung hat 40 qm² und 270 € Kaltmiete plus Nebenkosten. Den Differenzbetrag von 32,50 zahle ich selbst. Nun sagt das Amt, wegen dieser höheren Differenz kann die Kaution von 600 € als Darlehen nicht übernommen werden. Solls selbst bezahlen.

Dürfen die das?

Hätte denen angeblich mitgeteilt, ich könnte die Kaution selbst bezahlen. Eine solche Aussage habe ich jedoch nur in Bezug auf die Courtage der Maklerin getätigt. Ohne Maklerin war es mir nicht möglich eine Wohnung zu finden.

Wenn Polizisten wie Lipper parken …

Hei! Da war aber was los gestern abend an der Ecke Turnerstraße/Nikolaus-Dürkopp-Straße in Bielefeld.

Kleiner Feueralarm im VBG-Gebäude. Die Feuerwehr rückte an und tat ihre Pflicht und die Polizei war auch vor Ort

und die Sheriffs stellten beide (in Worten: zwei!) blausilberne Einsatzwagen so dermaßen cool und lässig (also schräg) auf dem Parkstreifen vor der VBG ab, dass die S-Bahn der Linie 3 blockiert und zum Halten gezwungen wurde. (Genau davor warnt übrigens ein schönes Schild!)

Ehe nun die Kollegen die beiden Polizisten mit Autoschlüssel aufgefunden, benachrichtigt und zur (entspannten) Herbeieilung gebracht hatten, vergingen fast alle Minuten des Taktes bis zur nächsten Bahn und das heißt: Im Tunnel stauten sich beinahe wieder mal alle Linien, weil die nächste Bahn der Linie 3 natürlich am Rathaus hätte warten müssen …

Vielleicht waren das ja Austauschpolizisten aus dem Lipperland … (sog. „Dorfsheriffs“)?

 

Provinzsommerlochthema der NW

Am Sonntag dem 28.08 2011 nimmt die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Parteivorsitzende der Linken Sahra Wagenkencht am »Sonntagsgespräch« des Literaturfestes in Löhneteil. Weitere Personen auf dem Podium sind Susan Neiman (Leiterin des Potsdamer Einstein-Forums) und der Medienwissenschaftlter Norbert Bolz. Das Thema ist die Notwendigkeit von Freiheit und Würde im 21. Jahrhunderts. Dieses hat der FDP-Fraktionsvorsitzende des Kreistages Herford, Stephen Paul vor kurzem entdeckt und deswegen gleich eine empörte Pressemitteilung verschickt. Denn das geht doch nicht mit den bösen Kommunisten redet man doch nicht. Das wäre an sich ja nichts ungewöhnliches, denn das Prinzip des Liberalismus haben die meisten FDP-ler nicht so ganz verstanden (bis auf die Karlsruhe Touristen Baum und Co). Aber nein sowohl die NW als auch das Westfalen Blatt mussten die Nachricht aufgreifen. Wobei das Westfalen Blatt im Gegensatz zur NW zumindestens das journalistische Handwerk bedacht hat und den Veranstalter des Literarturfestivals um eine Stellungnahme gebeten hat:

Das Programm und die teilnehmenden Personen sind allen seit langem bekannt. Wir leben in einem freien Land, wo jeder seine Meinung äußern darf. Sahra Wagenknecht sei mit Blick auf das Diskussionsthema eine geeignete Gesprächspartnerin. Zudem gehe es eher um philosophische als um politische Fragen. Die Kritik sei ein Versuch der FDP, »Aufregungsmomente zu schaffen, um wahrgenommen zu werden«

Die NW setzt dagegen noch einen drauf und verkündet heute Abend, dass die Teilnahme von Sahrah Wagenkencht zu einem handfesten Skandal geworden sei. Denn auch die CDU (wen wunderst) hat was dagegen.

Bin mal gespannt ob es am Sonntag eine Demonstration von CDU und FDP in Löhne gibt. Mit Transparente, wie keine Literatur mit Kommunisten oder so ähnlich. 😉

Ihre Sprache verrät sie

Ralph Schulze, NW-Korrepondent in Madrid ist ein schlimmer, ein böser Journalist. Ein Journalist, der Gift in die Köpfe der Menschen spritzt. Es ist das feine Gift der Sprache, das er injiziert. Schulze zeichnet weich, wo es gilt, Schuld zu verschleiern, und er schärft Bilder, wenn es darum geht unliebsame Gegner zu diskreditieren. Ganz im Sinne der Herrschenden, in vorauseilendem Gehorsam.

Wenn er in seinem Kommentar „Stich ins Herz“ in der NW schreibt: „Dies lässt hoffen, dass das Blutvergiessen in Libyen wirklich bald beendet ist. und das möglichst schnell eine neue, friedliche Ära anbricht“, dann scheint das alles ohne handelnde Personen zu geschehen. Wir lernen niemanden kennen, der Blut vergiesst. Es gibt keine Personen oder Parteien, die schiessen, bomben morden. Es geschieht einfach. Durch diesen stilistischen Trick vermeidet er, die Verantwortlichen für das Blutvergiessen, die Nato, England, Frankreich und die USA zu nennen.

Auch eine friedliche Ära bricht einfach so an, ohne das zuvor jemand Krieg geführt hat. Kein Wort über die Umstände, wie dieser Frieden zustande gekommen ist (wenn er denn überhaupt jemals zustande kommt) und wer davon profitiert, bzw. wer dafür bezahlen muss.

Diese Taktik der Verharmlosung des Kriegsgeschehens setzt er fort, wenn er von „einer nervenzermürbenden Schlacht“ spricht, „die ohne Rückendeckung durch tausende Luftangriffe der Nato vermutlich anders ausgegangen wäre.“

Was für eine schöne Schlacht, die nur Nerven zermürbt, wie beim Daddeln am Computer. Auch haben die Nato-Luftangriffe nur Rückendeckung gegeben. Kein Wort von Bomben, kein Wort von Verwüstung, Zerstörung, grauenhaften Verletzungen, Verstümmelungen und Tod. Nein alles nur Rückendeckung. Schulze malt geradezu das Bild de edlen Fliegers im Nato-Kampfjet, der von hoch oben dem gemeinen libyschen Fußvolk selbstlos Freiheit und Demokratie bringt. „Flieger grüß mir die Sonne.“ „Über den Wolken …“

Ganz anders wenn er über Gaddafi richtet. Da lernen wir, dass dieser „zunehmend Züge eines Wahnsinnigen an den Tag legte,“ und „drohte sein eigenes Volk und die ganze Region mit ins Verderben zu ziehen.“ Ein durch nichts zu stoppender blindwütiger Hund, der nur mit einem finalen Schuss zu stoppen ist.

Merkwürdig nur, dass dieser Wahnsinnige nicht die Waffen einsetzte, die er angeblich zur Verfügung hatte: Scudraketen und chemische Waffen, die er „hortete.“ Mein Bild von einem Wahnsinnigen, der auf sein eigenes Volk schießt, ist ein deutlich anderes.

Auch hält sich Schulze, wenn es denn um die Rache der Sieger geht, gar nicht erst mit einem gerechten Gerichtsverfahren gegen Gaddafi auf. Schulze übergeht einfach die Verhandlung und fordert mal direkt eine gerechte Bestrafung „für seinen grausamen Krieg, gegen die stolze libysche Nation und seine Menschenrechtsverletzungen“. Er suggeriert so, bereits bevor man Gaddafi überhaupt habhaftig geworden ist, dass dessen Schuld erwiesen ist.

Schulze ist in diesem Krieg nicht Beobachter, nicht Berichterstatter. Er ist Handelnder. Er ist Täter und er bereitet den nächsten Krieg bereits vor. Den nächsten postkolonialen Raubzug von Nato, EU und USA gegen ein armes Volk, dass das große Pech hat, auf Rohstoffen zu sitzen, die der Westen dringend benötigt und für die er nicht bereit ist, einen gerechten Preis zu zahlen. Irgend ein Diktator, der sein Volk unterdrückt und deshalb beseitigt werden muss, wird sich schon finden.

Jetzt hat Senne den Längsten

Chelsea-Russki Abramowitsch hat eine so langen, daß er nicht mehr in den Hafen passt. Der Dampfer des Protzrussen muss auf Rede liegen bleiben, aber die 50 cm mehr Länge als das Schiffken des Häuptlings von Dubai müssen es dem Dubianski wohl wert sein.

Das ist aber nur eine Randnotiz angesichts der kreativen Spielerei auf Altpapier, die uns die Sener heute präsentierten. Donna Lüttchen, die Zeitungen ungern im BILD-Outlook liest, fasste das Produkt überbordender Gestaltung deshalb heute erst spät mit äußerst spitzen Fingern an und fragte dann nur:

Cui bono? (Wem zum Vorteil?)

Ach Donna. Das verstehst Du nicht. Abramowitsch braucht doch auch zu nichts die 50 cm mehr Länge……

Jäger kritisiert mangelnden Berufsethos von Polizeibeamten

Gestern wurde durch die Staatsanwaltschaft Dusiburg bekannt, dass zwei Dusiburger Polizeibeamten einen Überfall auf sich selber nur vorgetäuscht hatten. Daraufhin meint NRW Innenminister Ralf Jäger dazu:

Es seien zunehmend Respektlosigkeit, fehlende Anerkennung staatlicher Institutionen sowie eine niedrige Hemmschwelle bei der Gewaltanwendung von Beamten festzustellen.

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Warum brennen in Berlin Autos?

Manche sagen es seien Trittbrettfahrer. Andre sprechen von Feuerteufeln aus Leidenschaft. Wieder andere von Versicherungsbetrügern oder politischen Radikalen.

Trittbrettfahrer können es nicht sein, da in Berlin alles seinen Anfang nahm. Versicherungsbetrüger auch nicht, da alle Geschädigten sich beklagen. Radikale zünden nur sich gegenseitig an und so können es nur geistesgestörte Feuerteufel sein.

Einen Nutzen für den Wahlkampf hat nur die Partei, welche das “beste” Konzept für die innere Sicherheit hat. Die großen Fünf scheinen in Berlin jedoch allesamt ratlos, so kann nur eine Diskussion helfen, wie man die Lebensumstände in den sozialen Brennpunkten verbessern kann. Hilft aber auch nichts, wenn es sich bei den Brandstiftern um Feuerteufel aus Leidenschaft handelt. Am besten verstärkt man die Videoüberwachung, aber dann kommen Beschwerden über den Überwachungsstaat. Hat jemand eine Idee?

Interessant ist, daß im Moment wo alles nach Berlin schaut, in Düsseldorf sich Nachahmer finden:

http://www.focus.de/panorama/welt/brandstiftung-auch-in-duesseldorf-brennen-autos_aid_658367.html

Erdbeben da und dort

Erdbeben waren an der Ostküste bisher eher ein unbekannteres Phänomen. Nun hat es da mit 5,9 auf der Skala gewackelt. Parallele zur virtuellen Hütchenspielerwelt an der Wallstreet? Andererseits: In der CDU wackelt es auch gehörig. Ob die Chefin mit grauer Eminenz Po falla noch mal hinkriegt, wenn von der Leyen schon nach Gold schreit?

Gaddafi jun. zeigt V-Zeichen. Ölkonzerne verteilen schon das Gold im Sand

Da staunt die Welt. Der Junior des vom Westen nicht nur propagandistisch gleichgeschaltet beschossene Diktators, den sie vor noch nicht langer Zeit noch im Wüstenzelt die Wange küßten, ist in der Lage, eine Pressekonferenz vor internationaler Presse abzuhalten. Wie kommts? Dabei war das Öl doch schon aufgeteilt (und nur darum geht es hier) und die Bohrlizenzen per Schmiergeld quasi eingeteilt.

Was ist Dichtung. Was ist Wahrheit. Was ist Propaganda einer Nation und ihren dienernden Vasallen, die den „schlimmsten Terroristen der Welt“ nach der Ermordung ins Meer wirft?

PS an Dougan und Notepicker. Nach Rücksprache mit dem Betreiber des Blogs: Einigt Euch bei einem Bier, aber fang keine Kommentarschlacht an.

Alles Gute Loriot, und danke für die schönen Jahre

Der Komiker Vicco von Bülow alias Loriot ist tot. Der 87-Jährige starb am Montag in Ammerland am Starnberger See an Altersschwäche, wie der Diogenes Verlag in Zürich mitteilte. Die Beerdigung soll im engsten Familienkreis stattfinden.

Jahrzehntelange Bereicherung des deutschen Fernsehens mit Knollennasenfiguren, Nudeln, die im Gesicht ihren Weg suchen und, wie zahlreiche Filmpreise belegen, auch einer der beliebtesten Deutschen ist von uns gegangen. Papa ante Portas steht nun vor Petrus, der ihn mit Sicherheit hereinlassen wird. Alles Gute und Kraft der Familie.