Archiv für den Monat: Juli 2011

Ein Früchtgemälde

Hat ja ein bißchen gedauert. Aber jetzt hat NW-Obermontierer Frücht zum schlechten Thema „Suff und Randale am Schulhof“ mal wieder was montiert. Da steht ein 10-Liter-Alpina-Pott neben einem Sixpack Becks und ausgesoffenen Dosen. Ein Finger drückt auf den Abzug einer Duplicolor-Spraydose (Mein Gott, da haben wir früher aber bessere Marken für unsere Aktionen gehabt…). Ein Früchtmahl von gradezu Dalischer Dimension.

Nein. Wir haben noch nie einen heutigen Schulhof von innen gesehen. Nein, wir haben auch die Früchtsche Szene noch auf so gut wie keinem Schulhof gesehen. Kann es sein, daß die NW mal wieder ein wenig aufbauscht, um überhaupt mit dem Thema an seine Leser zu kommen? Da fehlen doch nur noch die sauren Gurken, über die man so schön schreiben kann….

Wie schreibt doch der „Leineweber“ genau nebendran? „F.F. – Viel Vergnügen“ in Anspielung an den Meck-Vop-Wahlslogan der Schwarzen Partei:

„C wie Zukunft“.
oder
„Spray wie Farbe“

Tiefe Symbolik

Der Winter, der sich Sommer nennt, erlebt ab 15.30 Uhr auf der Alm das Pokalspiel ARMinia B. gegen 1. FC Nürnberg. Dritte Liga gegen Liga 1. Erstaunlich, das angesichts der ständigen Skandale, Egotrips, Rücktritte und Schuldenstandsmeldungen überhaupt noch Kicker in die Stiefel steigen und spielen. Um 300.000 Euro, so hört man, könnte ARMinia reißen, gewänne man. Aber das ist eher unwahrscheinlich. Aber der Pokal hat ja seine eigenen Gesetze und die schlugen gestern Abend Herrn Magath vom VfL Wolfsburg bei RB Leipzig um die Ohren.

Aber die Aufnahme von der Vorbeifahrt an der Hünenburg unter dräuenden Wolken hat schon eine gewisse Symbolik.

365 Tage im Jahr Hetze

Wir haben das hier ja schon oft thematisiert. 365 Tage im Jahr nutzen die Papiermedien und ihr Pendant im TV ihre Publikationen, um „das Internet“ zu verteufeln. Kein Tag vergeht, an dem nicht „die negativen Seiten des Web“ ausführlich beschrieben werden. Dabei darf man getrost fragen, wie viele dieser Zeilenklopper denn wirklich begreifen, was genau das ist, wie es zusammenhängt und warum die supergroße Handelskette Edeka zu dämlich ist, ihre Datennetze zu schützen. Das geht nämlich. Kostet aber. Da kann man dann eben nicht mehr so viele TV-Spots mit dem rührseligen „Wir lieben Lebensmittel“ schalten. Und wenn dann weiter im krassen Aufmacher das hier geschrieben wird, tippen wir uns mal ein wenig an den Kopf:

Nun gut. Ist ja einer der größten Anzeigen – und Beilagenkunden. Da recherchiert mal eben ein wenig schräg. Die Ausrisse sind dem phantastischen Blatt NW entnommen.

Stein kommt nicht ins Rollen

Stein sandte seine Absage in einer persönlichen Erklärung am Mittwochabend um 22.18 Uhr an die Neue Westfälische. Darin heißt es: „Hiermit möchte ich bekannt geben, dass ich im Moment für das Amt des Präsidenten bei Arminia Bielefeld nicht zur Verfügung stehe. Ich bitte diese Entscheidung zu respektieren und keine weiteren Fragen zu stellen.“ Quelle: NW online kungelten). Also mal ganz ehrlich: Bescheuerter gehts nicht mehr, als beim (Fast)Aushängeschild der Metropole.

„Andauernde Hetzkampanie“ von Merkels „Scherpen“

Uwe1 schrieb: am 28. Juli 2011 um 12:22:47
auf nach Amerika
Ich wünsche jedenfalls den zu Guttenbergs viel Glück in den USA. Nach der andauernden Hetzkampanie, auch von Merkels Scherpen ist das das einzig richtige. Schon aus Sich von Angela musste ein Konkurrent abgesägt werden. So sind sie eben, unsere Politiker nur auf den eigenen Status bedacht, das Volk ist denen sch… egal. Er wird sicher in den USA erfolgreich sein!!

Oha. Da schrieb einer im Forum von T-online einen Kommentar zu Guttenbergs Abgang in die USA. Hätte der Junge im Deutschunterricht mal nicht so viel falsch beim Nachbarn abgeschrieben, sein Beitrag hätte keine Fähler 🙂 Aber das macht ja nichts. Daran sind sicher nur die Anderen schuld. Wie bei seinem glühend verehrten Vorbild.

Absurd ist gelinde ausgedrückt

Was für eine Idee! Die Gewerkschaft der Polizei fordert allen Ernstes, nach dem Anschlag von Norwegen solle eine Datei „auffällig gewordener Personen“ eingerichtet werden. Internetnutzer sollen Menschen mit „kruden Gedanken“ bei der Polizei melden, dort könne man sie „registrieren und identifizieren“. Quelle: taz.

Ob da wirklich die Tassen noch im Schrank stehen? Woran erkennt man einen Menschen „mit kruden Gedanken“, wenn er nicht grade die Mitgliedsnadel der Polizeigewerkschaft angesteckt hat? Nichts gelernt aus deutschen Staatsformen, die dem Denunziantentum huldigten?

Jetzt freut Euch aber bitte!

Ab Anfang August gehen die Arbeiten an den Versorgungsleitungen in der Osningstraße in den zweiten Bauabschnitt, zwischen den Straßen Am Kämpchen und Hellenkamp. Abschnittsweise wird hier der rechte Fahrstreifen eingezogen, so dass bergauf nur eine Fahrspur zu Verfügung steht. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte November.

Pressemeldung der Stadt Bielefeld zum aktuellen Aufriß.

„Angst vor dem Internet“?

Die Gegensätze könnten größer nicht sein: Nach dem Doppelanschlag des Fanatikers Anders Breivik in Norwegen sprach sich Ministerpräsident Jens Stoltenberg in einer bewegenden Ansprache für mehr Offenheit, mehr Demokratie und mehr Menschlichkeit aus. In Deutschland hingegen nutzen manche Politiker und Funktionäre die Tragödie aus, um ihre Ideen zur Internet-Überwachung wieder auf die Agenda zu setzen. Quelle: Spiegel.online

Weiter schreibt der liebe Spiegel: …weil sie Angst vor dem Internet haben.

Angst vor dem Internet? Klar: Wat den Buer nich kennt, fret er nich. Dabei ist das Internet natürlich der Feind jeden „systemimmanenten“ Medienprodukts. Nur wer konservativ, stramm ziemlich rechts und „nichts zu Verbergendes“ hat, kann so denken. Da ist das Internet natürlich im Weg. Man vermißt meistens die – bezahlten – Anzeigen 🙂 Ducken, Beifall klatschen, die „Obrigkeit anhimmeln“, usw. Ist es das?

Stadtwerke Bielefeld – willkürliche Änderung von monatlichen Abschlagszahlungen

Offenbar sind die Stadtwerke Bielefeld zur Finanzierung der Geschäftsführergehälter von je 34.000 Eur monatlich (Quelle: „OWL aktuell“) dazu übergegangen, in Abwesenheit der Kunden angeblich Zwischenablesungen vor allem bei Strom durchzuführen und damit Erhöhungen der monatlichen Abschläge von bis 700 % durchzuführen, weil sich angeblich der Verbrauch entsprechend erhöht habe, obwohl das nicht der Wahrheit entspricht.
Wer ist von diesem Geschäftsgebaren auch betroffen?
Es sollte eine Interessengemeinschaft gegründet werden u. gemeinsam vor Gericht gezogen werden.

Stein liegt quer

Die dünne Höhenluft hoch oben auf der Alm scheint die Sinne arg zu vernebeln. Vier von fünf Verwaltungsratsmitgliedern des kleinen garstigen Drittligisten mit dem Riesenschuldenrucksack führten Gespräche mit Lautsprecher und Demnächstmöchtegernpräses Uli Stein. Nur der Vorsitzende des Verwaltungsrates, der Herr Geilhaupt, wußte nichts davon. Stein will nur kandidieren, wenn Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier geht. Da gibt es von außén in den kleinen Club geschaut doch nur einen Spruch: „Das Schnitzel hat seine Schuldigkeit getan, Das Schnitzel kann gehen“. Dafür bringt Stein dann solche Boulevard-Koryphäen mit wie den Herrn Helmer, der immer so stocksteif auf einem TV-Sportsender mit nächtlichen „Sexy Shows“ moderiert. Wär das nicht was für die Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne?

„Almdudeln unter Flutlicht“

Lack gesoffen?

Zusammen mit der obersten Asphalt Schicht des Jahnplatzes wurden nun anscheinend auch noch sämtliche Gehirnzellen des auf dem Boden krabbelnden Niveaus mit abgetragen, oder wie?

Asozialer geht es doch echt nicht mehr. Zumal das Publikum des puro coffee doch eigentlich vom Altersdurchschnitt her >30 ist. Oder so ein Verhalten lässt den Menschen einfach nur schneller altern. Hoffentlich ganz schnell, dann ist die Gesellschaft diese Kandidaten umso früher wieder los.

eine halbwegs sprachlose kath…

Stadtjunta: Lieber kurz und heftig

Die phantastische, einzigartige, großartige, jedem Bürger weit überlegene Junta der Stadt im Schildaesken Rathaus am Niederwall bringt sie alle auf die Palme. Von der NW befragte Bürger maulen ob der einmaligen Koordination der Baustellen (Hand aufs Herz. Ihr habt doch gar keine ), der Abwürgung der Innenstadt, der nicht mehr gemähten Randstreifen der meisten Straßen und der überquellenden neuen Müllcontainer nahe Niemöllers Mühle. Eine Stadtverwaltung, die der Zeitung kält lächelnd und frech ob der Kakophonie aus Umleitungen, Sperrungen, Aufrissen sagt: „Lieber kurz und heftig“ sollte man in Schubkarren setzen und von den vielen menschlichen Eseln zwangsweise durch die Aufrisse jagen lasen. Und dann den Dreck vor den neuen Sita-Containern nahe Niemöllers Mühle mit der Hand auflesen lassen. Es gehört sicher auch zu den Obliegenheiten einer Stadt, für die Sauberkeit vor Müllcontainern, gemähte Straßenränder und die Unkrautbeseitigung auf Strassenkreiseln zu sorgen.

Oder was macht man mit den einschlägigen Steuern? Ach ja. „Haarrisse“ in eigentlich noch intakten Asphaltbelegen entdecken. Und dann loslegen mit dem Aufriß.

Nun die Engersche…..

Im Rahmen des Straßenneubaus der Engerschen Straße beginnen am Montag, 1. August, die Arbeiten an der Kreuzung Westerfeldstraße / Talbrückenstraße. Die Engersche Straße wird stadteinwärts bis über den Upfeldweg beziehungsweise die Straße Loheide hinaus erneuert. Stadtauswärts bleibt sie durchgängig in Einbahnrichtung befahrbar. Aufgrund der Arbeiten werden jedoch die Westerfeldstraße zwischen der Beckhausstraße und der Engerschen Straße sowie die Talbrückenstraße zwischen der Engerschen Straße und der Ringenbergstraße voll gesperrt. Die Westerfeldstraße und die Talbrückenstraße sind während der Bauzeit für den Anliegerverkehr bedingt befahrbar. Der Verkehr von der Westerfeldstraße zur Talbrückenstraße und umgekehrt ist nicht möglich. In Richtung Schildesche werden daher Umleitungen (U 8) über die Straße Telgenbrink, die Grafenheider Straße sowie die Braker Straße ausgeschildert. Die Deckensanierung wird voraussichtlich am Samstag, 6. August, beendet sein. Danach erfolgt die Deckensanierung auf der Stadtauswärtsseite. Aus einem Pressetext der Stadt Bielefeld.

Aufriss für Aufriss. Möglichst gleichzeitig. Wie es der „freundlichen Baustelle am Teuto“ gebührt.

Hohe Zeit für Gurus

Die Mail des „Verlags der Deutschen Wirtschaft“ war knallig aufgemacht. Garniert mit den gezeichneten Konterfeis der Betrüger, Gauner, Auffälligen, Gestörten der letzten Zeit. Die ganze einschlägige Palette. Guttenberg, Koch-Mehrin usw. Also all das, was unsere Medien auch so den lieben langen Tag in die Welt posaunen und sich daran aufgeigen.

Dann kommt ein Angebot. Jemand bietet eine Art Fortsetzungsroman an. Über 300 „Enthüllungen“. Lügen, Lügen, Lügen!

Nö. Danke. Letztlich passt das Ding irgendwie auch in diese Parade des Absurden. Und dafür sollen wir noch bezahlen?

Wo war grad noch der „löschen“-Button?

Westfalen-Blatt: „Unsägliches Gezänk“

Ganz Norwegen trauert. Die Anschläge eines Landsmannes, bei denen mehr als 70 Menschen auf grausame Weise starben, erschüttern das Land. Viele Norweger geben sich gegenseitig Halt, kommen an verschiedenen Orten zusammen, halten gemeinsam inne. Während die Norweger angesichts des Unfassbaren schweigen, wird in Deutschland hemmungslos geplappert. Es ist unerträglich, wie kurz nach und bisweilen während der Tragödie diskutiert worden ist. Die Grenzen des moralisch Vertretbaren werden ungeniert überschritten. Sohat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nichts Besseres zu tun, als ihren Vorschlag einer neuen Datei für auffällige Personen in den Ring zu werfen. Und ihre Konkurrenzorganisation, die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG), erklärt diese Idee umgehend zu »hanebüchenem Unsinn«. Dieses Gezänk ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht nur unangebracht, sondern respektlos. Den Gipfel der Respektlosigkeit hat Manfred Sohn, Chef der niedersächsischen Linken, erklommen. Er kanzelte seinen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) mit folgenden Worten ab: »Politiker wie er sind mitverantwortlich für die Schaffung des ideologischen Umfelds, in dem Attentäter wie Anders Behring Breivik gedeihen können.« Damit reagierte er auf Schünemanns Aussage, dass es erschreckend sei, zu welchen Anschlägen radikalisierte Einzeltäter in der Lage seien und dass von ihnen offenbar die größte Gefahr ausgehe. Sohns Worte sind beschämend. Auf diesem Wege das parteipolitische Gezerre zu befeuern, kommt einer Bankrotterklärung gleich. Abgesehen von der moralischen Ebene bringt auch die inhaltliche Diskussion merkwürdige Blüten hervor. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) schlägt vor, das Internet aufmerksamer zu beobachten. Diese Idee entlarvt eine eigenartige Vorstellung der Online-Welt. Diese vollkommen zu durchleuchten, ist unmöglich. Wäre die von Breivik heruntergeladene Anleitung zum Bombenbau gelöscht worden, wäre sie in Sekundenschnelle an anderer Stelle wieder aufgetaucht. Wer glaubt, die unüberschaubare Datenmenge beherrschen zu können, irrt. Auch mit intensiven Kontrollmechanismen im Internet kann der Staat irre Pläne von Einzeltätern nicht stoppen. Außerdem muss Deutschland vorsichtig sein mit der Kritik an Norwegens Polizei. Denn auch hierzulande musste es erst 2002 zu einem Amoklauf in Erfurt kommen, damit die polizeilichen Einsatzbestimmungen neu geregelt wurden. Fehler benennen und notwendige Konsequenzen daraus ziehen, das werden die Norweger schon selbst – auch ohne deutschen Fingerzeig. Hierzulande sollte Schluss
sein mit dem unsäglichen Gezänk über eine sicherheitspolitische Reaktion auf das Geschehen in Norwegen. Wir sollten lieber mit den
Norwegern trauern, als uns als Besserwisser aufzuspielen.

Richtig, liebes Westfalen-Blatt. Schwachmaten gab es in größtem Umfang schon, als das Internet noch nicht einmal angedacht war. Die heutigen Medien scheinen aber größtenteils ebenso wenig aus den Vorfällen zu lernen wie unsere lieben Politiker. Aber es sind bekanntlich nicht die Besten, die Politiker werden.

Stauschau (alles dicht)


Hurra, es wird wieder gebaut!
Dank großzügiger Straßenbauarbeiten an der Hauptschlagader Oberntorwall ist die Innenstadt
ohne endloses und zeitraubendes Durchstauen nur noch von Nord-Ost und Osten her zu erreichen.

Es lohnt sich am Tage zeitlich durchaus, ab Bethel-Eck stadtauswärts Richtung Brackwede und
dann in Quelle auf den Ostwestfalendamm zu fahren, diesen Richtung Zentrum bis zum Ende
zu benutzen und nach der Tunneldurchfahrt über Rathenau- und Werner-Bock-Straße die City
zwar „von hinten durch die Brust ins Auge“, aber zügig zu erreichen, anstatt ab Bethel-Eck herumzustauen!

 

Willkommen in (Baustellen-)Schilda

Bei meinem allmorgendlichen Helikopterrundflug sprang mir doch direkt diese übersichtliche „Kreuzung“ vor die Kameralinse.

Hier ein (zwei, drei!) Sackgassenschild(er), da ein Halteverbotsschild, eine 30er Zone, an die Laterne noch gleich ein Fußgänger/Radfahrerschild, ein umgeknickter Wegweiser, ein umgefallenes Parkhinweisschild, da noch ein Baustellenschild und dann hätten wir es doch schon. Ach, wenn noch jemand Zeit hat, die weißen Markierungen verblassen auch schon wieder. Einfach mal etwas Koks mit Puderzucker und Wasser mischen und schon kann eine neue Schicht aufgetragen werden, Kokain hat ja jetzt schließlich wieder die alten Preise erreicht:

http://www.der-postillon.com/2011/05/preise-fur-koks-und-nutten-wieder-auf.html

 

Manches Zeitungspapier könnte man einsparen

Papiertiger: Steigende Papierpreise bringen Zeitungsverlage zunehmend in Bedrängnis. War eine Tonne Zeitungspapier im vergangenen Jahr noch für 415 Euro zu haben, müssen die Druckereien in diesem Sommer bis zu 530 Euro pro Tonne auf den Tisch legen, berichtet die „FAZ“ unter Berufung auf den Branchendienst Risi. In der Folge haben die meisten Verlage inzwischen vom herkömmlichen Standardpapier mit einem Flächengewicht von 45 Gramm je Quadratmeter auf dünneres Papier umgestellt, das nur noch 42,5 Gramm je Quadratmeter wiegt. Großverlage wie Springer schauen sich bereits nach Alternativen um. Quelle: turi2.

Sie jammern, sie rechnen, sie versuchen, die Gehälter der Macher zu drücken. Verleger gehören seit jeher zu einer Spezies, die immer am untersten Ende des Hungertuches nagen müssen, stets schon den Strick für den finalen Sprung ins Wasser um den Hals tragen und überhaupt nur aus lauter Menschenfreundlichkeit Papier bedrucken und sehr teuren Anzeigenraum verkaufen lassen. Da braucht man absolut kein Mitleid zu haben. Lasst ein paar unnötige Seiten im Jahr weg. Tut dem Wald gut, spart Wasser bei der Papierherstellung und belastet die Altpapiersammlungen weniger.

Vorsehung

Sie reden, reden, reden. Über die Morde von Norwegen, die „Schockstarre“ und das Unglück von Duisburg vor einem Jahr. Sie schreiben, schreiben, schreiben darüber. Immer wieder die gleichen Bilder. Irgendwie stumpft es ab. Ist man deshalb pietätlos, wenn man lieber still trauert? Wenn man nicht wie damals beim Freitod Robert Enkes ein ganzes Stadion gefüllt sehen will? Die Medien haben keinerlei Hemmungen, in Cinemascope auf die Gesichter von trauernden Mensch zu halten und immer wieder die gleichen, abgeschmackten Fragen zu stellen. Derweil die Staatsanwaltschaft es auch nach einem Jahr nicht geschafft hat, die letztlich Verantwortlichen zu nennen. Was der eigentliche Skandal ist.

Man wird den schlechten Geschmack nicht los, wenn die Medien Sendezeit, Webspace und Altpapier mit immer den gleichen Worten, Mutmassungen und Statements „wichtiger“ Personen füllen. Vor allem, wenn die Chefin der Berliner Junta jetzt in einem Atemzug als „auserkorenes Ziel“ zusammen mit Linken, SPDlern und „Islamfreunden“ genannt wird. Da rollen sich die Zehnägel auf. Hatten wir auch schon mal, als ein gewisser Herr H. von „Vorsehung „faselte, die ihn bei einem Attentat gerettet hätte. Die Vorsehung ist hoffentlich so charakterstark, nicht rechte Idioten für die Abdankung der Dame zu bemühen, sondern den demokratischen Vorgang der Abwahl abzuwarten.

Erinnern Sie sich?

„Wann wird es endlich wieder Sommer“ trällerte früher mal ein niederländischer Entertainer. Leider lebt er schon länger nicht mehr. Sein Lied fehlt einfach. Aber würde es helfen? Eine der bekannt ultraspitzen Zungen sagt: „Klar. Mußt nur laut genug singen“.

Aha.

Das Mitgefühl gilt Norwegen

Angesichts der so brutalen wie sinnlosen Anschläge und Morde in Oslo fehlen die Worte. Nur so viel: Jeden Tag werden wir vollgetextet von „den Terroristen aus dem islamistischen Umfeld“. Der mutmaßliche Täter ist aber wohl angesichts der bisher veröffentlichten Erkenntnisse zumindest der rechten Szene nahestehend einzuordnen.

Was nun? Warum so oft auf dem rechten Auge blind?

Plötzlich machen sie in XXL

Oha. Als die kleine ARMinia noch in den Eliteklassen mitspielete, ging das halbnrote Boulevardblatt meist ziemlich hart mit den Almistenh ins gericht. Jetzt, wo alles wohlfeil und drittklassig ist, kann man plötzlich mit XXL-Poster aufwarten. Abgesehen von der fast unflätigen Größe des Rotationsproduktes fragt man sich, wieviel Altholz oder wieviele Bäume da wohl für das Papier draufgingen?

Bankenabgabe

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy haben bei ihrem Treffen im Vorfeld des EU-Sondergipfels von Forderungen nach einer Abgabe der Banken für das so genannte zweite “Hilfspaket” für Griechenland Abstand genommen. Das wird aus Kreisen der Europäischen Union berichtet. “Sie sollten davon ausgehen, daß es keine Bankensteuer geben wird”, erklärte ein Insider.

Sicher doch, nachdem die Banken Staatshilfen erhielten und nur die wenigsten diese auch zurückzahlten, sollen die armen Banken, welche genug stille Reserven haben, nicht noch weiterhin belastet werden. Es war schon ein Verstoß gegen die europäischen Verträge, daß man dem Ausland hilft, nur damit es keinen Bankencrash gibt. Doch ist der Preis, der massiven Senkung des Lebensstandards der Griechen und unserem sowie der exzessiven (indirekten) Ausplünderung des Guthabens des einfachen Mannes von der Straße dadurch gerechtfertigt? Nein, also, Schuldenerlaß und Bankenabgabe. Griechenland muß natürlich sparen und sich verändern, aber nicht so dramatisch, daß es Tote gibt und die Verbrechensrate ansteigt.