Archiv für den Monat: Juni 2011

„Promi“show bei KATAGs und NW-Schelte

Mann, Mann, unser Autor notepicker ist doch´n Undankbaren. Anstatt der Zeitung, dem Verlag und der so BUNTEn Druckerei in Sennestadt den einen Euro Zusatzeinkommen monatlich für von uns Unbestelltes zu gönnen, meckert er. Sowat aber auch. Wie sollen sie denn ihren Sptzenplatz ganz nah an Diekmanns Schülerzeitung mit den dicken Balken und der einfältigen Wortwahl verteidigen?

Wie soll Heidi Hagen-P. Ihr Ohr am Busen von Barbara Schöneberger, dem Westerwelle Guido – der alte FDP-Schlawiner ist ja sowas von Katag – und vor allem dem Daniel Terberger, Katag-Chef mit Hang zum Promitum und seiner von Bayern sonst halten? Die Schlappeltante Christiansen, deren „Können“ man so oft in ihren oberflächlichen Talkshows vergeblich gesucht hat, war auch da. Noch jemand vergessen, der in Porsche Panameras von 10-Eurokräften chauffiert wurde? Ach ja. Sixt, Regine. Jene etwas älter aussehende Mitwagentante aus München. Hat die dem Daniel angetraute Bajuwarin nicht den Plagiator in ein Buch gehievt, von dem der Klappentext „heute noch“ schwärmt: Über den Auf­stieg des Frei­herrn aus Fran­ken, der jeden seiner Ber­li­ner Kol­le­gen in den Schat­ten stellt?.

Sparen wir uns jegliche Wertung. Was alle diese C., D., E.-Promis mit der eigentlichen Aufgabe der Katag zu tun haben, bleibt nebulös. Aber so hat die NW endlich mal „Adabeis“ in der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm.

Das sollte doch 1 Euro im Monat mehr wert sein. Oder wollt Ihr, daß alle „Scheisserle“ Burdas BUNTE mit der Hetze auf Kachelmannn kaufen? Siehste. NW kaufen heißt, dem Boulevard, Heidi-H.P., unserer Alexandra in Poberl und der Katag zu vertrauen. Nie machte es so viel Spaß, die Kartoffelschalen in das bunte Altpapier einzuwickeln. Dann verstummt auch dieser servile Ton, der sich sogar im Wirtschaftsteil der Zeitung niederschlägt.

Mehr Bunt nur für mehr Scheine

Beim Morgenstudium der Bunten aus Sennestadt ließ mich eine kurze, an den äußersten rechten Rand der zweiten Seite gedrängte Notiz: „In eigener Sache“ aufmerksam werden.

Kurze Notizen, besonders die an den Rand gedrängte machen mich immer erstens neugierig und zweitens misstrauisch. Und richtig: In dürren Worten machte mir mein Heimatblättchen klar, dass ich nun pro Monat einen Euro mehr für mein Abonnement zu entrichten habe. Schliesslich sei alles teurer geworden und ich habe ja auch lauthals nach mehr Farbe im Blatt und einer neuen Rotationspresse verlangt.

Mein erster Gedanke: Abbestellen, sofort abbestellen, das Käseblatt. – Aber dann fiel mein Blick auf den Lokalteil. „Blondinen bevorzugt“ unter dieser Überschrift berichtete Heidi Hagen-Pekdemir, die Nw Korrespondentin, gewöhnlich zu Hause bei den Promis und den Adelshäusern dieser Welt, über die „Katag-Cheftagung mit Barbara Schöneberger und Sabine Christiansen“. In fieberhafter Spannung überflog ich den Artikel, las ihn ein zweites, ein drittes, ja, ein viertes Mal und war mit meiner Zeitung wieder im reinen. Das war großer Journalismus, präzise recherchiert und brillant formuliert. Poesie auf Zeitungspapier.

Wer bitte schön sollte mir in Zukunft Glitzer und Glamour auf meinen Frühstückstisch, in mein Wohnzimmer und vor allem in mein kleines, tristes Leben bringen, wenn ich die Bunte aus Sennestadt abbestellen würde?

Ihr Lieben von der NW,-  die auf Toiletten, an Hotelzimmertüren und unter dem Tisch Berliner Restaurants lauschende Alexandra Jacobson, der alte Macho und Griechenland-Kenner, Carsten Heil, der weiß wie deutsche, blonde Frauen braungebrannten, aber impotenten griechischen Fischern wieder zu einem Standing verholfen haben, die Sensationsreporter von der A 2 mit dem abgelichteten verbeulten Blech und den ungezählten Toten, die armen Praktikantinnen und Praktikanten, die sich auf Schützen- und Feuerwehrfesten den Hintern platt sitzen und bei Ortsbegehungen diverser politischer Parteien die Füsse rund laufen, der Rouven, der im Bielefelder Westen den alt 68ern und in Unehren ergraute Grünen glauben machen muss, sie seien die Speerspitze des Fortschritts und der menschlichen Evulotion, – fallt auf die Knie und dankt der Heidi: Sie hat Euch einen Leser erhalten.

Windpark Pionier Benik von deutschen Behörden verschleppt

Im ostwestfälischen Lichtenau wurde, wie erst jetzt bekannt wurde, gestern der Windpark-Pionier Günter Benik verhaftet. Offiziell wird dem weltbekannten Diplomingenieur von den deutschen Behörden Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der Verschleppung in eine unbekannte Haftanstalt durch bewaffnete Schergen des deutschen Terrorsystems war am vergangenen Dienstag eine groß angelegte Razzia vorausgegangen.

Benik, Gründer der Unternehmensgruppe „Energieteam“ ist gewissen Kreisen in Deutschland seit Jahren ein Dorn im Auge, wegen seiner oppositionellen Haltung gegenüber den Energie -Oligarchen in seinem Heimatland. Der Sprecher der deutschen Behörden, Pollmann, äußerte sich der Presse gegenüber allerdings sehr wage. Er sprach von einem Schaden, der möglicherweise in die Millionen gehe.

Vertreter internationaler Ökostromorganisationen, zeigten sich entsetzt und sprachen von politisch motiviertem Terror gegen einen ungeliebten Oppositionellen und ewigem Mahner vor einer, von Menschen gemachten, Klimakatastrophe.

Der Ministerpräsident der Volksrepublik China, Wen Jiabao, äußerte sich zutiefst betroffen und nannte das Vorgehen der deutschen Behörden einen, so wörtlich, “ unglaublichen Vorfall,“ der allerdings, vor dem Hintergrund, der in letzter Zeit ständig zunehmenden Menschenrechtsverletzungen in dem westeuropäischen Land, nicht sonderlich verwundere. Er werde sich, so Wen Jiabao, anlässlich seines, in den nächsten Tagen anstehenden, Deutschlandsbesuchs, bei der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, persönlich für die sofortige Freilassung Beniks einsetzen.

Zahnprobleme und Gesundheitsstreß.

Der Verband der Deutschen Kinderärzte warnt in einem Appell vor einer “Versorgungslücke in der Grundschulzeit”. Denn längst nicht alle gesetzlichen Krankenkassen sind bereit, die notwendigen Untersuchungen (U10 und U11) zu finanzieren. Bei den U-Checks geht es vor allem um Rechtschreib-, Lese- und Rechenschwächen, Sozialkompetenz und Medienkonsum. Dies trifft vor allem Kinder von gesetzlich Versicherten. Nur Kinder privatversicherter Eltern haben z.B. Anspruch auf eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zwischen dem 2. und 14. Lebensjahr.

Was sagt uns das? Wenn schon bei Kindern, welche ja an sich eine vollständige kostenlose medizinische Versorgung in Deutschland erhalten, so dermaßen gekürzt wird, dann braucht man an wichtige Sachen wie Zahnersatz (unabhängig von der nicht immer von den Betroffenen eingehaltenen Selbstprävention z. B. durch Zähneputzen) nicht zu denken. Man erkennt, wie die privatkassenfreundliche Gesundheitsreform eines gewissen Krawattensamurais erste “Erfolge” zeigt. Als gesetzlich versicherter wird man immer mehr wie ein Aussätziger behandelt. Das muß und hat aufzuhören. Wie?

Nun, durch eine vollständige Abschaffung und ein Verbot der Privatkasse, Zusammenschluß aller gesetzlichen Kassen zu einer “Bundeskrankenkasse”, dadurch eine automatisch folgende Sinkung des KV-Beitrages bei gleichzeitig höherer Leistung.

Sie glauben, so ein Vorschlag kommt von der Linken? Nein, auch von mir und ich bin keiner davon. ;-)

Silvana fällt die Treppe rauf

Silvana Koch-Mehrin hat beschissen. Sie hat mit ihrer Doktorarbeit ein Plagiat abgeliefert und die Uni Heidelberg hat ihr den Titel deshalb wieder abgenommen. Zum Dank hat die ebenso überflüssige wie teure wie abgehobene phantastische Superdrupitruppe in Brüssel die ehrenwerte FDP-Frau jetzt befördert: Zum Vollmitglied des Forschungsausschusse des Europäischen Parlamentes.

Ach so. „Alle Macht geht ja vom Volke aus“. Aber was sagt das dazu? Zur Erinnerung das Grundgesetz:

Artikel 20, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

HipHipHurra, Silvana! Die Selbstbedienungsregale der Politikerkaste funktionieren noch reibungslos.

Ai Wei Wei ist wieder frei

Nach diesem unbeabsichtigten Reim kommt man ins Grübeln. Der chinesische Künstler und Regimekritiker ist zwar nicht wegen Regimekritik angeklagt, jedoch wegen Steuerhinterziehung auf welches die Todesstrafe steht. In keinem Land der Welt ist es üblich, jemanden, zudem noch NACH einem (erzwungenen) Geständnis, gegen Kaution freizulassen für ein angeblich begangenes Delikt, welches mit dem Tode bedroht ist. Nach gut unterrichteten Kreisen soll die Freilassung mit dem großen Ministertreffen zwischen Deutschland und China zusammenhängen. Die Bundesrepublik gehörte zu den Ländern, welche am meisten Kritik an der Verhaftung, dem Verfahren und für die Freilassung protestierten.

Interessant, daß China sich auf so etwas einläßt. Bei der Liquidierung des Briten Akmal Shaikh wegen Drogenschmuggels am 29. Dezember 2009 löste internationale Proteste und erneute Debatten um Chinas Todesstrafenpraxis aus. Die Tötung eines einzelnen „Täters“, welcher nach unserer Rechtsprechung höchstens befristet eingewiesen worden wäre, war wichtiger, als die Beziehungen zum Vereinigten Königreich. Klar, ein Dissisdent ist immer gefährlicher als ein Drogendealer, jedoch erkennt man die Prioritätensetzung in Peking ganz klar.

Ob Ai Wei Wei nun Ruhe hat, oder nochmal verbannt wird, wie einst sein Vater oder ob er nach dem Treffen wieder arrestiert, wir werden sehen.

Oetker macht Ex-Puddingstadt zum Seehafen



Bielefeld
ist ja nun endlich Seestadt. Oetker, dem eigentlichen Besitzer des Namens Bielefeld sei Dank. Richard, der jetzt amtierende Fürst der Sippe über Pudding, Bier, Kümmerling, Teigfladen und sonst noch einiges sagte gestern in der „Erfolgs“pressekonferenz, wo die Familie unter der Sparrenburg nicht nur mit 46,9% den größten Umsatz sondern auch die meiste Kohle macht: Mit Schiffen, die wohl meist grade nicht unter deutscher Flagge fahren. Nun gut. Wie meinen Stefan Schelp von der Wirtschaftsredaktion der NW? „Auf Oetker ist somit Verlaß“. Klar. Panamesische Flaggen wehen immer steil im Wind. Haut doch mal eine im ofenfrischen Design auf die Sparrenburg.

Doppelte Hirnrissigkeit

Festival der Hirnrissigkeiten. Jener Billigstramschhändler, deren in Bangladesh zu Ultraniedrigstlohn zusammengezimmerten Klamotten und sonstigen Waren die Innenstädte zu einer einzigen Orgie der Rundständer machen, ist „Händler des Jahres 2011“. Hurra. Da werden in Bönen aber die Sektkorken knallen. Hier die Pressemeldung des Händlers dazu:

Der Textil-Discounter KiK wurde zum besten Anbieter von Damen- und Herrenmode in Deutschland gekürt. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Q&A Research & Consultancy, das rund 49.000 Verbraucher zu 24 Handelssegmenten und jeweils neun Einkaufs-aspekten befragt hat. Das herausragende Resultat wird mit einem Preis honoriert: Der Handelsverband Deutschland (HDE) und die Wirtschafts- und Finanzzeitung Handelsblatt übergaben KiK die Auszeichnung zum Händler des Jahres 2011 in der Kategorie Damen- und Herrenmode am Dienstag, 21. Juni, in Bonn.

KiK erhält den Titel zum ersten Mal. Der Textil-Discounter punktete vor allem in den Bereichen Preisniveau und Preis-/Leistungsverhältnis. Die Marktforscher von Q&A hatten neun Einkaufsaspekte abgefragt: Sortiment, Kundenfreundlichkeit/Personal, Preis-Leistungsverhältnis, Service, Angebote, Preisniveau, Atmosphäre, Innovation sowie Fachkundigkeit des Personals. Die Konsumenten gaben in den vergangenen Monaten rund 200.000 Händlerbeurteilungen ab. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und den damit verbundenen Zuspruch der Verbraucher – wir danken all unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und die Wertschätzung. Wir verstehen diesen Preis als Bestätigung unserer Philosophie, Textilien von guter Qualität zum vergleichbar günstigen Preis anzubieten“, sagt Dr. Michael Arretz, Geschäftsführer für
Nachhaltigkeit, Qualität und Kommunikation bei KiK.

Der zum vierten Mal in Deutschland vergebene Verbraucherpreis wurde von der HDE-Geschäftsführerin Monika Dürrer überreicht. Der Preis zählt zu wichtigsten Auszeichnungen in der deutschen Handelsbranche, da er die Meinung der Konsumenten widerspiegelt. Seit 2010 wird das Unternehmen Q&A bei den Studien vom HDE und dem Handelsblatt unter-stützt. In den Niederlanden gibt es die Auszeichnung bereits seit 2003.

Jetzt noch den Nobelpreis für Kartonverkauf zu gleichen Teilen an Lidl und Aldi und „da werden Sie endgültig geholfen“.

Die zweite Hirnrissigkeit kommt von der im finalen Überlebenskampf stehenden Regierungsjunta. Angesichts „exorbitanter Steuereinnahmen“ will man „in zweistelliger Millardenhöhe die Bürger steuerlich entlasten“. Ein einziger Anruf beim Steuerberater genügt und man weiß, wer „entlastet“ wird. Jedenfalls nicht die, die es bitter nötig hätten. Denn deren „Steuerlast“ ist ohnhehin schon niedrig. Von nichts kann man bekanntlich nichts an Steuern zahlen. „Edle Einfalt. Stille Größe“ hätte da ein bekannter Schriftsteller der Goethe-Zeit (J.J. Winckelmann) deklamiert. Anstatt angesichts des bevorstehenden Eurocrash mal was an die Seite zu tun und 2 Billionen Staatsschulden nicht noch weiter auszuweiten, sollen Milliarden verschenkt werden. Aber wer es schafft, innerhalb von Wochen als gelernte Physikerin von der glühenden Verteidigerin der Atomkraft zum „Vorreiter des Atomausstiegs“ zu werden, der schafft noch ganz andere Dinge.

Z.B. die „Quadratur des Kreises“ mit Dr. Angela Dorothea „IM Erika“ Merkel. Märchenonkel und Pressesprecher Seibert, ehemals ZDF, hat darumherum schon eine ganze Show basteln lassen-

War da nicht was mit „Partyeinladung“?

Eine hiesige facebook-Nutzerin glaubt sich an einen Satz auf der anscheinend unverzichtbaren Selbstdarstellungs- und „Freunde“-Plattform facebook zu erinnern, der sinngemäß lautete: „Du hast Geburtstag. Lade Deine Freunde zu Deiner Party ein“. Nun gut. Manche haben ja schwupsdiwupps tausende von „Freunden“. Wer mag, gerne. Heute befasst sich die größte Gazette der Stadt mit dem Internet-Phänomen und beweist, warum letztlich Zeitungen, facebook und das Internet nie wirkliche Freunde werden können. Deshalb hört einfach auf, wie die Hysteriker auf jede aus dem Ruder gelaufene Ansammlung von Polizei zu dramatisieren.

Letztlich steckt dahinter nichts anderes als die Verteufelung des letzten einigermassen demokratischen Mediums. Das mag jetzt ziemlich überrissen klingen, aber diskutieren sie mal mit den tradierten „Bewahrern von Anstand, Sitte und Moral“. Oder gar mit der wortgewaltigen Margot Käßmann. Die hält nämlich „Zeitungen für unersetzlich und eröffneten im Gegensatz zu virtuellen Communities Zugang zur wirklichen Gemeinschaft“. Klar. Die tausendfachen Abbildungen von zerquetschten Autos, hysterische Aufmacher mit Tendenz und die Bilder jubelnder Schützenumzüge neben Todesanzeigen, Gemüsewerbung und seitenlange Tabellenstände unterer Spielklassen sind nun mal die „Wirklichkeit“. BILD Dir Deine Meinung, Margot.

Da ist mir die Einstellung „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ schon lieber. Im Gegensatz zu gleichgeschalteten Zeitungen ist da facebook doch wohl eher neben Twitter ein Medium, das Menschen gegen Despoten aufbegehren lässt. Aber vielleicht ist das ja in einer Kirche, der die Menschen weglaufen gar nicht so gern gesehen? Mit neuen Medien haben es die Glaubensvertreter schon immer recht schwer gehabt.

Cyberattacken und die Folgen

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eröffnete am Donnerstag das “Nationale Cyber-Abwehrzentrum” (NCAZ) in Bonn. “Mit dem heutigen Tag setzen wir unsere präventive IT-Sicherheitspolitik fort”, sagte er bei seiner Eröffnungsrede. Das Zentrum, welches seine Arbeit bereits am 1. April aufgenommen hat, hebt die nach den Erfahrungen des dritten Reiches verbotene, aber schleichend wieder eingeführte Zusammenarbeit von Geheimdiensten, Polizei und Armee auf eine neue Stufe. Der IT-Geheimdienst “Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik” (BSI) kooperiert hier mit dem Inlandsgeheimdienst “Verfassungsschutz”, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK), dem Bundeskriminalamt, der Bundespolizei, dem Zollkriminalamt, der Bundeswehr und dem Auslandsgeheimdienst BND.

Hinter Friedrichs “präventiver IT-Sicherheitspolitik” steckt unter anderem die gewachsene Rivalität zwischen den weltanführenden Staaten, die sich auch in verstärkten gegenseitigen Internet-Angriffen zeigt. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärte in einem internen Papier “Nato-Planung für Cyber-Verteidigung”, vom Spiegel am 22. Mai veröffentlicht, die größte Gefahr im Internet gehe nicht von Kriminellen oder Terroristen aus, sondern von anderen Staaten (wo ist da mitunter der Unterschied? Man erinnere sich an George W. Bush geprägten Begriff “rogue states” = Schurkenstaat). Mit “robusten” Methoden sollten die Nato-Staaten bereits im Vorfeld einer möglichen Attacke aktiv werden, also selbst angreifen. Dafür wurde die neue Nato-Hackerabteilung “Emerging Security Challenges Division” geschaffen.

Es ist zwar absolut nachvollziehbar und auch in Ordnung, daß Geheimdienst, Polizei und Armee zusammenarbeiten, zum Wohle des Staates und seines Volkes, nicht jedoch wenn es zum Nachteil des zweiteren geht. Es geht ja wie gesagt nicht bloß um Abwehr von Internetattacken, welche zukünftig als Casus Belli dienen soll, selbst wenn sie “privater” Natur sind, sondern konkret um Spionage in der Bevölkerung. Welchen Nutzen hat das bloß, Informationen über friedliche Bürger herauszufinden, welche weder politisch bedenklich aktiv, noch durch verfassungswidriges Verhalten aufgefallen sind? Prävention muß sein, aber nicht gegen die eigene Nation, oder?

Justizposse geht in nächste Runde

Diese Metropole, die ja sonst keinerlei Sorgen, Themen und Probleme hat, außer gegen das schröckliche Gütersloh mit seiner Genehmigung des Porta-Möbelhausbaues in „gigantischer Größe“ zu klagen hat sich die – nach eigenem Selbstverständnis – beste Kanzlei der Metropole (Streitbörger am Adenauerplatz) genommen und legt los.- Da kommt jede Erbse, die man zählen kann grade recht. 720 Parkplätze seien „schwarz gebaut“ worden. Macht natürlich eine solche Superverwaltung wie die am Niederwall niemals. Ein „Verträglich-keitsgutachten“ sei „fehlerhaft“. Usw., usw.

Da sei doch mal die Frage gestattet, wer letztlich die Baugenehmigungen erteilt. Und das ist die Bezirksregierung in Detmold. Wird die jetzt auch von Bielefeld und Rheda-Wiedenbrück verklagt?

Hundegedanken

Hund des Hauses (HdH) nachdenklich: „Was guckt mein Herrchen da bloss so lange auf die NW-Seite?“
Herr des Hauses (HdH2) kann Gedanken lesen: „Die wollen mal mit Hundefotos von Lesern punkten“
Hund des Hauses (HdH) kann auch Gedanken lesen:“Haben die nichts mehr zu berichten?“
Herr des Hauses (HdH2) antwortet in Gedanken: „Hunde – und Kinderbilder ziehen immer“
Hund des Hauses (HdH) antwortet bellend: „Na, dann stell mich mal hier rein“.

Gedacht. Erkannt. Gemacht.

Schuldenkaiser reißt die Klappe auf

Deutschland hat über 2 Billionen Euro Staatsschulden. Beim Fingerzeigen auf Griechenland steht das Merkel-Land ganz vorne am Zaun und hetzt, was das Zeug hergibt. Natürlich machen die Medien ebenso fröhlich wie hirnlos mit. Ausgerechnet das Land, das im vergangenen Jahrhundert gleich 3 Staatspleiten hinlegte, zeigt mit dem Finger auf andere Länder und gibt sich mal wieder als Oberlehrer. Warum die Situation eigentlich eine ganz andere ist, erläutert der Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl auf Spiegel.online:

Ritschl: Gemessen jeweils an der Wirtschaftsleistung der USA war allein der deutsche Schuldenausfall in den dreißiger Jahren so bedeutsam wie die Kosten der Finanzkrise von 2008. Im Vergleich dazu ist das griechische Zahlungsproblem eigentlich unbedeutend.

Fingerspitzengefühl war allerdings noch nie das herausstechende Merkmal des weiblichen Rambos und Wendehalses aus Templin.

Wie Liz die „Reise nach Jerusalem“ verlor und doch gewann

„Ich hatte die feste Absicht, aus meinem Leben etwas zu machen“, schreibt sie in ihrer Autobiografie „Liebe öffnet Herzen“. Die Chance dazu bot sich der 17-jährigen Auszubildenden 1958 bei einem Bertelsmann-Betriebsfest. Man spielte die „Reise nach Jerusalem“. Reinhard Mohn, Chef des aufstrebenden Unternehmens, und seine junge Angestellte waren die Letzten bei dem Spiel. Mohn gewann. Ein schicksalhafter Tag für die junge Elisabeth, die schon damals auf den Namen Liz hörte.

Bernhard Hänel hat auf NW.online ein zu Tränen rührendes und zu Spenden animierendes Porträt jener Frau aus der langen kleinen Stadt nebenan mit Medienkonzern und gemein nütziger Stiftung geschrieben, die morgen 70 Jahre alt wird. Wer ein Tempo zur Hand hat und sich seiner bitteren Tränen nicht schämt, kann laufen lassen und hier bei der NW schon mal nachlesen, wie das geht. Mit der „Liebe, die Herzen öffnet“. Protegé Klein-Angela ist doch sicher zu Kaffee und Kuchen eingeladen und Friede Springer kommt auch. Oder?

Findet in unseren Medien so gut wie nicht statt

200.000 Menschen gehen in Spanien auf die Straße. Die größte Tageszeitung des Landes „El Pais“ berichtet ausführlichst über die Proteste gegen den EU-Wahn, die seltsame deutsche Haltung und das griechische Drama. Für das Alexis Normalgrieche ziemlich wenig kann. In unseren Medien kommt – die offizielle Berlner Lesart. Tragisch, wie stark unsere Medien schon den einzigen Kamm benutzen, über den sich fast alle scheren lassen. Bei angeblich EHEC-belasteten spanischen Gurken waren sie extrem flott und pinselten halbgare Stories nach.

Der Freischütz von Dornberg

Der Bielefelder Stadtteil Dornberg genießt nicht nur Höhenluft, er gilt auch als gutsituiert und entsprechende Wohngegend. Wenn es da nicht einen 60 jährigen Ex-Vorständler aus der Immobilienbranche gäbe, der die Konten der Dornberger Schützen leergeräumt hat. Bzw. Schwierigkeiten mit dem Finanzamt hat, Schützengelder auf einem Konto lagerte, das vom Fiskalamt gepfändet und abgeräumt wurde. Dumm gelaufen, wie man unseren Gazetten entnehmen kann.

In der berühmten Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber geht es zwar bei den Schützen um etwas anderes, da winden sie noch den Jungfernkranz „aus himmelblauer Seide“ und auch der Jägerchor schmettert gar fröhlich, aber irgendwie könnte man das doch auf Dornbergs Höhen verfrachten:

http://www.youtube.com/watch?v=HUXbXIyeMPw

Party der Bekloppten :-)

Man kann zu facebook stehen, wie man will. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, ob das von den Betreibern nun so gewollt ist oder ein Zeichen zunehmender Verblödung? Damals beim hochgejazzten Guttenberg-Hype sah die Wirklichkeit des Millionenzustimmer-Heeres auf dem Jahnplatz dann doch eher mager und ärmlich aus…. Ob da nicht mal wieder die Fraktion „Randale-PR“ (einschlägige Namen dieser Branche sind bekannt) am Werke war. Dabei ist es doch so einfach: Internet verbieten. Facebook verbieten. Parties verbieten. Gefängnisse ausbauen. Vorbeugende Haft wieder einführen. Atmen verbieten. Und Ruhe ist im Land 🙂

Schönen Sonntag noch!

„Stolpersteine sind keine Kunst“

Stolpersteine sollen an Opfer des Nazi-Regimes erinnern, und zwar vor den letzten freiwillig gewählten Wohnorten der jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und anderer Opfergruppen. Geschaffen und vorangetrieben hat diese Idee der Kölner Künstler Gunter Demnig. In Bielefeld koordinieren sie Eva Hartog und Dr. Christine Biermann. Liest man auf der Homepage dieser doch mittlerweile sehr bekannten Aktion.

Die WDR-Sendung „Monitor“ hat jetzt aufgedeckt, was das Finanzamt Köln von Kunst und der Erinnerung an Unrecht im 3. Reich hält: Nichts. Für das Finanzamt sind Stolpersteine lediglich „Hinweisschilder“ und dafür ist der Mehrwertsteuersatz von 19% zu berappen. Wie kürzlich Künstler Gunter Demnig per Steuerbescheid geschehen. Dann fordern wir doch einfach mal im nachhinein die Milliardensummen zurück, die deutsche Finanzämter zwischen 1933 bis 1945 bei der unrechtmäßigen Enteignung – auch in Bielefeld – für stramme Parteigenossen eingestrichen haben, indem sie ihnen massenweise Unternehmen von „jüdischen Staatsfeinden“ zuschanzten.

Ich wiederhoole mich zwar, aber es gibt in der deutschen Beamtenschaft jede Menge Staatsdiener, dioe nicht fragen, obn es Recht ist. was sie da zu gtun. Sie tun es einfach. Sklavisch. Mit vorauseilendem Gehorsam. Egal, ob es Menschenleben kostet. Egal, ob es pietätlos ist. „Gesetz ist Gesetz“. Arme Irre.

In Bielefeld gibt es Stolpersteine zB. vor dem Museum Wäschefabrik. Komisch auch. Das Finanzamt G. hat kein Bedenken, jener gemein nützigen „Stiftung“ mit B. in Gütersloh, die aus persönlichem politischem Steuerwasser staatstragend regierungsfreundlichen Laberwein macht, die gemeine Nützigkeit nach wie vor zuzuerkennen. Obwohl sie von Steuerfachleuten und stiftungsunabhängigen Staatsrechtlerin heftigst umstritten ist.

Das Grüne „Rhombe“-Problem

Ob die Kanzlerin nun mit Elisabeth M. vor Kameras herumsteht, verzweifelt versucht, den Euro zu „retten“ oder sonst etwas verzapft, was sie spätestens ein halbes Jahr danach ganz anders sieht: Die Grünen haben irgendwie ein Problem mit der grandiosen Wendehalsigkeit der gelernten Freiheitskämpferin Angela Dorothea M. „Igel“ Angela ist mal wieder da, wenn „Hase“ Roth noch hoppelt.

Atomausstieg? „Mit mir nicht“, meinte jüngst die Rhombenzeigerin (Jenes Sektenzeichen, das sie stets beim Sprechen mit den Fingern formt).
Atomausstieg? „Klar. Ich bin vorne dran“. Meinte vor wenigen Tagen die Rhombenzeigerin ( Jenes Sektenzeichen, das sie stets beim Sprechen mit den Fingern formt).

Schön, wie schnell eine gelernte Physikern lernt, was Atom heißen kann. Dafür brauchten Grüne, die SPD und Linke Jahre über Jahre. Die Rhombenzeigerin kann so etwas über Nacht. Sie konnte auch von saunieren auf „Mit dem Klassenfeind gehen“ umschalten und sogar vornedran stehen.

Bei alldem steht ihr Elisabeth M., die Herrin des TV-Stusses von RTL und Co. und seinen Printbegleitern, bei. Wer solche Freunde hat bekommt eines gar nicht mehr so fernen Tages den Nobelpreis. Welcher das sein wird, tüftelt grad die Nobel-Akademie in Stockholm aus. Vielleicht wird es der Nobelpreis für „Die beste Pirouetten-Laienschauspielerei mit fingerfertiger Rhombenhaltung“.

Hoffentlich ist dann Carl-Gustav noch im Amt, damit Silvia von Schweden den Preis an die Landfrau überreichen und Elisabeth M. vom Gütersloher Lande in der ersten Reihe sitzen kann.

Die mathematische Glanzleistung des Olaf Lehne (CDU)

Olaf Lehne, Mitglied des Innenausschuss im Landtag NRW, hat mal gerechnet. Und zwar hat er rausgefunden, dass 40 % der gewaltbereiten Linksextremisten nach den vom Spiegel veröffentlichten Kenntnissen des geheimen Lagebericht von Bund und Länder aus NRW stammen.
Laut Spiegel schätzt der Bericht die Anzahl der gewaltbereiten Linksextremisten auf ca 6800. Um den Prozentsatz der gewaltbereiten Linksextremisten aus NRW daran zu errechnen hat sich der Olaf Lehne die Zahlen aus dem Verfassungsschutzbericht NRW von 2010 vorgenommen. Da werden die Anzahl der Linksextremisten in NRW als ca 2800 angegeben. Was Herr Lehne allerdings übersehen hat, ist dass es sich um die Gesamtzahl der vermeintlichen Linksextremisten handelt. D.h. darunter fallen laut Verfassungsschutz NRW auch ca 1500 Angehörige der DKP. Die Gewaltbereitschaft der DKP-Anhänger ist berüchtigt.
Laut Wikipedia hat Olaf Lehne Jura studiert, da wollen wir ihm das mit den fehlenden Rechenkenntnissen mal nachsehen.

Quellen:
update:

Am 20.06 hat Olaf Lehne eine weitere Anfrage gestellt, wo er weiterhin von 40% Linksextremisten in NRW redet. Also denn mal ganz langsam für den Mathe-Wackekandidaten Olaf. Wenn Du den Prozentsatz von irgendetwas errrechnes, musst Du erst schauen ob die Einheiten auch übereinstimmen. D.h. in diesem Fall hättest Du in den Verfassungsschutzbericht des Bundes schauen müssen und gesehen, dass die Gesamtzahl der Linksextremisten in der BRD über 30.000 ist. D.h. den Prozentsatz der Linksextremisten in NRW ist somit ca 10 %.

Hiesige Gülle ist „klinisch rein“

Ein Gülletankwagen nach dem anderen fährt auf die gemähten Wiesen. Nebendran wachsen Weizen, Gerste, Roggen, Mais, Kartoffeln. Dann fangen sie an, die „wohlriechende“ Schweine- und Rindermastbrühe zu versprühen.

Der gefährliche Typ des EHEC-Erregers breitet sich offenbar doch noch aus. Wie das hessische Umwelt- und Sozialministerium am Freitagabend mitteilte, ist der Erreger jetzt in einem Bach in Frankfurt am Main nachgewiesen worden. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden könnten die Keime in dem Bach durch eine in der Nähe gelegene Kläranlage in das Gewässer gelangt sein. Lesen wir auf t-online.

„Kann hier nicht passieren“, wird wohl der hiesige Oberlandwirt sagen, der Hundekacke auf Feldern nur von den eigenen duldet. „Unsere Gülle ist klinisch rein“. Wohl bekomms.

Hammi Hammi am Südring

Es gibt da so einen Baumarkt am Südring nahe der Gütersloher. Auf dem weitläufigen Parktplatz steht ein vierrädriger Gourmattempel Gourmettempel. Erst hatte er nur Stehtische. Dann kamen Sonnenschirme dazu. Jetzt stehen bequeme Plastesessel da. Was er so genau brutzelt und was die Massen in die Sessel treibt, wissen wir nicht. Schraubenkäufe bedeuten nicht unbedingt gleichzeitig „Currywurst mit Schranke“.

Aber irgendwas Magisches muß der Pommestempel ja haben.

„Geschmack macht einsam“

Einsam stand dieser Chevrolet auf dem vollen Parkplatz eines Jibi-Getränkemarktes. Niemand wagte sich näher als 2 Parkboxen an das Gefährt mit den schwarzen Sargtransporterscheiben heran. Der Mann öffnete die hintere Lucke. Die Schrift „Geschmack macht einsam“ verschwand. Dann lud er Kästen von Carolinen und Mixgetränke mit Apfelbirnengeschmack ein.

Als er davonfuhr, hatten wir die Schrift hinter der Klappe entdeckt:
„Geschmack macht einsam“

Apfelbirnenmixgetränke aber anscheinend auch.

Hat Deppendorf die schönsten Bielefelderinnen?

Im Bielefelder Stadtteil Deppendorf war Mühlentag. Die NW beschrieb es ausführlich. Und zeigte ein Bild hüscher- nein, nicht alle Deppendorferinen sind blond – Maiden, die veritable Torten in die Linse zeigten. Das Bielefelder Wetter kommt übrigens auch von da, also die Werte. Spannend wäre ja mal, welch Hübschheiten andere Bielefelder Stadtteile zu bieten haben. Vielleicht können sie ja ihre Plunderstückchen in die Kamera zeigen?

Land unter in BI

Es hat ziemlich heftig geschüttet. Nur noch eine kleine Landmarke guckt aus dem See heraus, in dem die unheimlich-unbekannte Stadt mit dem Namen Bielefeld im Regenmeer versunken ist. Nicht mal die Sparrenburg hat es geschafft. Ob sie nun für immer versunken ist? Hat der „Oe.“-Pudding jetzt für immer die Herrschaft übernommen? Ist das die Rache, weil Pudding im neuen „Image“film der Metropole nicht vorkommt?

DGB = Dougans Gedanken-Blog

Nach einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung will die Mehrheit der Bevölkerung mehr Mitsprache bei wichtigen politischen Entscheidungen. 78 Prozent wünschten sich, über Volksbegehren oder Bürgerentscheide mit entscheiden zu können. Wenn die Herrschenden den Willen des Volkes (endlich) einmal berücksichtigen würden, würde die Zufriedenheit im Staate erheblich zunehmen. Allerdings wird so etwas nicht geschehen, da wir dann “Gefahr” laufen, den Euro abzuschaffen und aus der EU auszutreten. Allerdings würden dann regenerative Energien im Grundgesetz verankert, die SGB-Bücher würden verbrannt und vielleicht hätte mancher Filius auch wieder Hitzefrei. Und das nicht bloß die letzten beiden Stunden… ;-)

Bürgerentscheide in Zeiten wie diesen wären auch ungemein wichtig, um das noch wichtigere Ziel, der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken, denn nach einer Untersuchung des Parteienforschers Oskar Niedermayer von der Freien Uni Berlin haben die Union und FDP im letzten Jahr überdurchschnittlich viele Mitglieder verloren. Die CDU verlor 3 Prozent, die CSU 3,3 Prozent, die FDP 5 Prozent ihrer Mitglieder. Aber auch die SPD verlor zwei Prozent. Klingt nach wenig, doch weniger Mitglieder bedeutet auch weniger Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen, welche trotz aller Spenden immer noch die wichtigste Einnahmequelle einer Partei ist.

Gestern ging das Atommoratorium zu Ende. Der beschlossene “Atomausstieg” tritt ja erst Mitte Juli in Kraft. Eon hat verkündet, Isar I und Unterweser nicht mehr ans Netz zu nehmen. RWE dagegen und EnBW haben sich dagegen noch nicht festgelegt, ob sie ihre alten Reaktoren bis Mitte Juli noch einmal hochfahren wollen. Vor Ende der Woche wollen sie sich dazu erklären. Was erkennen wir aus diesen bekannten Meldungen? Weiterhin ein Hü und Hott, die einen spielen auf Zeit, andere beschwichtigen, das Volk wartet auf den Herbst, will sagen Sommer der Entscheidungen und passieren tut gar nichts.

Was ist die beste Lösung? Sämtliche Häuser- und Hüttendächer mit Photovoltaikanlagen zupflastern, auf Kosten des Bundes und der 4 Energieriesen, kein Stromimport mehr, sondern reiner Export. Ein paar Arbeitslose weniger, der Staat spart langfristig Geld und Griechenland bekommt von uns nichts mehr, sondern wird, nach temporärer Staatsauflösung unter UN-Mandat gestellt. Dazu Plesbizide nach Schweizer Vorbild und alle sind happy.

Sind „der Zukunft Beraubte“ nur Chaoten?

NW, die Teuto-Prawda, größte Tageszeitung der Metropole macht heute mit Bildern der Proteste in Griechenland auf. „Polizei schützt Parlament vor wütenden Griechen“. Brechen wir das mal auf den „Durchschnittsgriechen“ herunter. Hat der dafür gesorgt, daß die Beitrittsunterlagen zur EU ein positives Bild zeichneten?

Nein.

Hat er die deutschen und europäischen Großbanken mit ihrem Geldverleihwahn und Spekulation in Griechenland etabliert?

Nein.

Hat er die ausbordenden Waffenkäufe einer kleinen Clique weniger Familien – finanziert von europäischen Großbanken – auf Pump getätigt?

Nein.

Hatte er Einfluss auf die Gestaltung des Staatshaushaltes und die ständige Steuer- und Kapitalflucht weniger griechischer Multimilliiardäre?

Nein.

So zeichnet sich ein ähnliches Bild ab wie zuvor schon in Island, Irland, Portugal. Wenige häufen einen großen Haufen Mist auf und ausbaden darf es der ganz normale Durchschnittsbürger. Und der hat jetzt einfach die Nase voll. Vor allem, wenn er noch jünger ist und als Zukunft nur „sparen bis zum Umfallen“ vorgebetet bekommt. Die NW bemängelt zu recht die undurchsichtigen Rollen einer tramplig-unsensiblen deutschen Bundeskanzlerin und eines deutschen Finanzministers. Die von uns Steuerzahlern zu tragenden EU-Milliarden als Ergebnis einer hirnrissigen Politik in Brüssel und Berlin dienen fast ausschließlich dazu, Joe Ackermann & Konsorten den Bankenarsch zu retten.

Aber es ist erst der Anfang in Europa. Der Tag wird kommen, an dem der deutsche Michel aufwacht und kapiert, wie tief ihm bereits das Fell über die Ohren gezogen worden ist. Dann dürfte es auch hier laut werden. Aber als Schutzwall hat das Parlament ja immer noch die Terrorkeule. Die ist schnell und einfach gezückt und der Reichstag von Polizistenkohorten „geschützt“.

Menschen, die sich wehren, grundsätzlich als „vermummte Chaoten“ zu bezeichnen, ist nicht hilfreich. Zum Glück schwächt zB. die NW das im Innenteil ab.

Trauerfeier in Detmold und antidemokratische Methoden gegen KritikerInnen

Am letzten Freitag fand eine Trauerfeier für einen in Afghanistan getöteten Soldaten aus Bielefeld in Detmold statt. Anwesend waren auch der Verteidigungsminister Thomas de Maiziere und der Außenminister Guido Westerwelle. Laut NW hat de Maiziere betont, dass der Soldat für unser Recht und unsere Freiheit gestorben sei. Dabei war der Sarg neben einer Deutschlandfahne auch mit einem Stahlhelm geschmückt.
Protest gab es nur aus Richtung der alten Pauline, welche sich nicht weit entfernt von der Kirche befindet, wo die Trauerfeier stattfand. Dabei handelte es sich um Transparente mit der Aufschrift „Soldaten sind Mörder“ und dann lief in der alten Pauline laute Musik. Es lässt sich streiten, ob dieses eine angemessene Reaktion auf die staatliche Vereinnahmung des Toten für Propaganda ist.
Tatsache ist aber das es Grundsatz der Demokratie ist die Kritik an solchen Veranstaltungen zu äußern. Dieses wurde nach ABerichten aus dem Umfeld der Pauline grob missachtet, indem nur wegen der Musik un der Transparente die Tür der Pauline eingetreten wurde und die Anwesenden in Gewahrsam nach Bad Salzuflen gebracht wurden.
In der Lippischen Landeszeitung steht nur, dass die Polizei eingriff. Darunter versteht der gemeine Leser, dass die Musik ausgeschaltet wurde, wie bei Lärmbelästigungen üblich.