Archiv für den Monat: Juni 2011

Vom deutschen Traum doch noch in Libyien mitzumischen

Manchmal denke ich, mein Kurzzeitgedächtnis verlässt mich so langsam und dann ergreift mich grosse Furcht vor Alzheimer. So gings mir heute mal wieder, als ich las, das die Nato ein deutsches Angebot, Bombenteile für den Krieg in Libyen zu liefern, abgelehnt hat. Nun war ich bisher der festen Überzeugung immer wieder gelesen und gehört zu haben, die Nato habe um deutsche Hilfe und gerade um Lieferung dieser Bombenbauteile gebeten. – Also schnell mal gegoogelt.

Gott sei es gedankt mein Gedächtnis funktioniert noch. Am 27. Juni schreibt, zum Beispiel, Welt Online und bezieht sich dabei auf Spiegel online (auf wen denn sonst): „Anfang vergangener Woche sei eine Bitte der Nato für die Lieferung von Technik und Bauteilen für Bomben und andere Militärtechnik in Berlin eingegangen…. Diese Anfrage der Nato-Versorgungsagentur Namsa sei inzwischen positiv beantwortet worden.“ Selbst die Tagesschau berichtet in den frühen Morgenstunden des 29.Juni noch einmal von der höchst ministerlichen Genehmigung unseres Kriegsministers de Maiziere.

Ja, was denn nun? Hat die Nato oder hat sie nicht? Ich lese in meinem Bielefelder Käseblättchen, per paste and copy von dpa übernommen, die Namsa habe „bereits vor Wochen entschieden, das Angebot einer andern Nation in Anspruch zu nehmen“. Also hat sie, die Namsa, doch wohl nicht vorige Woche um Hilfe gebeten. Denn da hatte sie ja schon ein anderes Angebot angenommen, also gar keinen Bedarf mehr.

Da hatte wohl in Berlin jemand einen feuchten Traum und hat der ganzen kriegsgeilen Journaille gleich mit zu einer Ejakulation verholfen.

Wer nicht zahlen kann, soll auch nicht leben

„Arme gehen seltener zum Arzt“ Unter dieser Überschrift berichtete die Bunte aus Sennestadt heute, dass sich arme Menschen schlichtweg den Weg zum Arzt wegen der Praxisgebühr und diverser Zuzahlungen gar nicht mehr leisten können. Und das in einem der reichsten Ländern der Erde.

Diese Tatsache scheint aber nur von untergeordnetem Interesse zu sein. Ist diese erschütternde Nachricht meiner Lieblingsheimatzeitung doch nur eine kurze Notiz wert, während sich auf Seite 2 ein grosser Bericht mit der zukünftigen Organspenderegelung auseinander setzt.

Nun ist es sicherlich aller Ehren wert, wenn über Organspenden in Politik und Bevölkerung breit diskutiert wird, um einen Weg zu finden „Gegen das Sterben auf der Warteliste“ (wie der Artikel überschrieben ist).

Wo aber ist der grosse Artikel, die fette Überschrift, für die Menschen, die sterben müssen, ganz einfach deswegen, weil ihnen die nötige ärztlich Versorgung vorenthalten wird weil sie arm sind? Menschen? Nein,  Menschenmaterial (im Neusprech human recources) minderer Qualität, das sich unsere Gesellschaft nicht mehr leisten kann.

Bei Zeus. Sind die Banken „großzügig“

Mit „sagenhaften“ 3,2 Mrd. beteiligen sich die Banken generös am „Rettungspaket“ für Griechenland. Das ist nicht einmal ein Bruchteil dessen, was die Steuerzahler erzwungenermaßen dank der „alternativlosen“ Politik unserer Berliner Junta aufzubringen haben…. Da wird doch jetzt wohl mal auf unsere Kosten ein kleines Sommerfest in der Residenz der Kanzlerin für Ackermännchen & Co. auf unsere Kosten drin sein. Oder?

Einziger Wermutstropfen: Margot Käßmann schleicht sich mit Beffchen durch die Hintertür rein und hält eine vierstündige Phlippika mit anschließender Auspeitschung der Bankeria vor laufenden Kameras. Die vier Stunden vorm Schirm würden wir locker aussitzen ob der zu erwartetenden schönen Bilder blanker Ärsche der Leutebescheisser. Von der Spasskasse Bielefeld können sie ruhig ein paar dabeigeben als Dank für die phantastische „Leistung“ in Sachen WestLB. Es sind genau die gleichen Leute, die mittelständischen Unternehmern bar jeglicher Ahnung im weichen Arschstreichelsessel erzählen, wie das Geschäft zu laufen hat. Hatte da nicht ein früherer Oberspassler mit einem Mundwerk über Deppendorf hinaus ein marodes Kino „Skala“ nahe Jahnplatz als „Hobby“ zwangsersteigert und läßt es jetzt ein bißchen gammeln?

Langsam. Dafür aber gewaltig.

„Birgit Prinz. Ich will ein Kind von Dir“. Das war bisher das einzige Auto eines männlichen Verkehrsteilnehmers mit Fähnlein. Aber man sieht nun mehr und mehr Damen, die sich ungeniert beflaggt zeigen. Da das Finale in Frankfurt ja mit der unvermeidlichen Angela stattfinden und ganz sicher auch einen BlatterN haben wird, sind wir mal gespannt, wie weit die männliche Beflaggung geht. Heute gegen Nigeria wird Birgit Prinz das mit dem Kind wohl noch zurückstellen.

Der Präsident in kritischer Sicht

(Parteien-)Bundespräsident Christian Wulff, ein Geschöpf Merkels, Stoibers und Westerwelles, sah sich angesichts der zunehmenden Abwendung der breiten Massen von den etablierten Parteien und dem scheingefechteführenden Parlamentarismus und seinen Institutionen vor einer “größeren Herausforderung als erwartet”. Im ARD-Morgenmagazin vom 20.08.10 meinte er: “Am meisten fällt mir auf, daß die Aufgabe noch viel größer ist, als ich befürchtete. Also, da ist wirklich viel zu tun, diese Gräben, die es da gibt, zu schließen.” Früher sei man dafür gelobt worden, daß man sich engagiere und für ein politisches Amt kandidiere. “Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Mißtrauen.” Das hat Wulff auch in seinen ersten Amtstagen – nicht unverdient – zur Genüge erfahren müssen.

Desweiteren ist er bei vielen im Volke angeeckt, mit seiner proislamischen Aussage. Denn schließlich sind wir hier im christlichen Abendland. Er mag nach außenhin, wie es ja auch seine Aufgabe ist, lächeln, “Bürgernähe” zeigen, in dem man einfach einer zufällig dahergehenden Rentnerin die Hand schüttelt und sich danach einen Dreck um sie schert, tatsächlich ist er doch nur eine Art Sicherheitscheck, wenn neue Gesetze beschlossen werden, rein repräsentativ hat er Deutschland in ein positives Licht zu rücken, mal mit mehr Erfolg, mal weniger. Einen Präsidenten, wo die Parteilichkeit deutlicher wahr hat es selten gegeben. Da war Prof. Dr. Köhler um einiges besser. Dort war Ehrlichkeit und Bemühen um das Volkeswohl noch in gewisser Form zu spüren.

30 Jahre „Dallas“

Viele BielefelderInnen schwammen noch nichtsahnend im Lutter-Kolk. Angela Merkel war hinter der Mauer noch ahnungslose Physikerin. Die heutige EU war noch EWG. Mit Ronald Reagan gab es einen ausgesprochenen Hardliner als US-Präsidenten. Der „NATO-Doppelbeschluß“ als Machtdemonstration im Kalten Krieg war geboren. Wolfgang Kneib stand im Tor der damals durch das „Wunder Eilenfeldt“ doch erstklassig gebliebenen ARMinia und dann kam der absolute Knüller:

Die ARD startete am 30. Juni 1981 „Dallas“.

Heute heißen die Fieslinge anders. Aber sie sind würdige Nachfolger.

Nun „spart“ der nackte Bosporus-Mann

155 Stimmen stimmten im griechischen Parlament für die aufdiktierten EU-Bedingungen. Die wirklich Betroffenen standen ohnehin außen vor. Wer galubt, Griechenland sei jetzt gerettet und die EU-Almosen aus unseren Steuergeldern fließen wirklich dahin, wo sie eigentlich hingehören, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Aber kann der überhaupt Sirtaki beim Bifteki?

Jamas. Ein Ouzo geht noch.

Traumtänzershow am Almrasenrand

Die kleine, so furchtbar amateurhaft geführte ARMinia, hat den nächsten Lustklops in den Himmel über der Melanchthonstraße geschlagen. Jetzt müssen die Mitgliedsbeiträge von € 5 mtl. auf € 7 erhöht werden, damit man sich gewisse Zuschüsse des Landes sichern kann. Besonders niedlich die Bemerkung der „Führung“: „Auch die Mitglieder müssen zur Konsolidierung des Vereins beitragen“. Müssen? Die Mitglieder? Wurden die alle gefragt beim Bau des Luftschlosses mit Mausoleum unterm Anstoßkreis?

Da klingt ja das sportliche 1:1 gegen Erstligabsteiger FC St. Pauli im Testspiel gradezu wie eine Erlösung. Offensichtlich kann die Von-Ahlen-Arabi-Truppe recht gut Fußball spielen….

getgoods ARMinia

„getgoods“ – ein bisher hier unbekannter Internetvermarkter von Elektronik etc. – heißt der neue Sponsor des urostwestfälischen, von der heimischen Wirtschaft und Industrie „getragenen Traditionsvereins“ ARMinia B. Den Fenster- und Solarbauern von Schüco sind sie zu popelig, die Brüste der Jung-Drittligisten. Und ansonsten findet sich keiner aus der heimischen Riege der „Global player“.

Nun denn. Warten wir es ab. Vielleicht klingt „getgoods“ ja in den südlicheren Gefilden der Republik wie „vergeltsgott“, wenn die kleine ARMinia den großen Punktesack liegenläßt?

Erst mal vorbei mit Freibadzauber

In der Nacht schlich sich die Westfront mit Regen und merklicher Abkühlung dann doch schneller in unsere Gegend als gedacht. Konnte ja auch nicht so weitergehen mit den Sonderberichten in den Medien über die „Wahnsinnshitze“. WDR 3 berichtete direkt aus den Karibikzentren in Herford und sonstwo in NRW. Hatten wir ja noch nie. Sonnenschein mit Temperaturen über 30 Grad.

Das Siggifest in der NW ohne Schmuddelkinder

Auf dem Stadtteilfest auf dem Siegfriedplatz am Sonntag habe ich mir so eine kleine Visitenkarte mitgenommen, welche bei den Infoflyern bei der Bürgerwache rumlagen. Auf diesen stand, dass es immer aktuelle Berichte über den Bielefelder Westen unter www.nw-news.de/westen zu finden sind. Als ich mir dann die Webseite heute angeschaut habe, war ich schon recht erstaunt über den Bericht. Der die Autorin Julia Autor Rouven muss sich wohl auf einem anderen Fest befunden haben als ich. Ja es gab einen Flohmarkt und der war zuerst so voll und quetschig, weil alle Angst hatten, dass sie die besten Schnäppchen verpassen könnten. Nach einer Stunde war es dann möglich über den Flohmarkt zu gehen ohne von dicken Bäuchen an gerempelt zu werden. Die erwähnten Bands spielten dagegen nur an der Seite und wurden von den meisten als nicht so dolle dieses Jahr empfunden. Was wohl auch daran lag, dass die das sonst organisiert hatten nicht mehr mit dabei waren und die diesjährigen OrganisatorInnen nicht so die MusikexpertInnen waren.

Das Kinderschminken gab es auch, allerdings war da nicht so dermaßen viel Betrieb. Wogegen direkt daneben beim Stand der Roten Hilfe eine riesen Schlange war, weil dort Waffeln verkauft wurden. Aber solche ExtremistInnen dürfen in der NW wohl nicht erwähnt werden. Denn der Verfassungsschutz NRW meint, dass sie böse seien und der Verfassungsschutz hat immer Recht.

Wie man Meinung produziert

Immer mehr Hartz-IV-Empfänger werden beim schwarzarbeiten erwischt. So haben die Jobcenter im vergangenen Jahr deutlich mehr Schwarzarbeiter unter den Hartz-IV-Empfängern erwischt. Demnach wurden 2010 59.000 Fälle wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit an die zuständige Zollverwaltung weitergegeben, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) unter Berufung auf einen Bericht der Bundesagentur für Arbeit berichtet. Heisst es in einer Meldung der Presseagentur AFP.

Erst weiter unten kommt: Eine Sprecherin der Bundesagentur sagte der Zeitung, aus den Zahlen lasse sich aber nicht ablesen, dass immer mehr Hartz-IV-Empfänger betrögen. Vielmehr seien die Mitarbeiter in den Jobcentern inzwischen „stärker sensibilisiert und besser qualifiziert“, um Schwarzarbeit aufzudecken.

Wie wird eigentlich darüber „sensibilisiert“, welche Leistungen in welcher Höhe welcher Mitarbeiter produziert? Oder sind die Agenturler von Natur aus alle „Höchstleister“? Um wieviel haben sich grad noch mal die schwer Schuftenden „Volksvertreter“ in den weichen blauen Reichstagssesseln die Diäten erhöht? So nebenbei: von unserer „Lena S. “ oder unserer Gudrun haben wir eher sehr wenig gehört in den letzten Monaten…..

Jahrzehntelang mitgemurkst

Der „Lotse“ ging von Bord. Jahrzehntelang hatte er in diversen wichtigen Gremien des kleinen Clubs von der grünen Alm mitgemurkst. Dann meinte er, unbedingt Präsident diese Clubs werden zu müssen. Er, der – obwohl Chef der Stadtwerke – ungestraft zu einem der wichtigsten roten Strippenzieher dieser seltsamen an Possen reichen Metropole an der reißenden Lutter gezählt werden darf. Er kneift jetzt den Arsch nicht mehr zusammen. Er läßt sich das „nicht mehr gefallen“. Er fühlt sich „hintergangen“. Er mag nicht mehr. Bäääääääääääääääää. Längst zeigen andere der ofenfrischen Stadt, wie das geht mit einem Erstligaverein. Mainz. Augsburg. Sinsheim. Freiburg.

Die wirklich Beschissenen sind die knapp zehntausend glühenden Anhänger der Schwarzblauen. Die treu und brav ihre Kohle auf die Alm schleppen. Jeden Humburg von Liga 1 bis jetzt 3 mitmachten. Immer in der Hoffnung, es werde mal besser. Die sogar die Kentschen Haupttribünenfürze umrahmt von Schalmeiengesängen billigten, die das versenkbare Schwick-Memorial („Begrabt mich einst im Mittelkreis der Alm“) bejubelten. Die auch in Liga 3 gegen Sandhausen wieder jubeln, hoffen und bangen. Die sogar in Liga 4 oder 5 bei Wind und Wetter da stehen würden, obwohl sie die Namen der Adidas-beschuhten Legionäre schon gar nicht mehr zählen oder gar nennen können.

Wo bleibt eigentlich der journalistisch sorgfältig recherchierte Hintergrund dieser Alt-Bielelefelder Männertragödie?

Thomas M. gewährt NW Audienz

Man stelle sich die Szene einmal vor. Da sitzen die Herren Chefredaktor, Krause und Schelp in kniender Haltung mit leicht gesenktem Kopf dem Herrn Thomas Middelhoff gegegenüber. Sie flüstern fast. Die Ergebenheit, die Heiligkeit des Augenblicks wirft sie und das aufgestellte Mikrofion fast um. „Dürfen wir Sie etwas fragen?“. Jenem Herrn, der frisch KarstadtQuelle gegen die Wand gefahren hat und auch sonst schon eine Kette von Ungereimtheiten in seinem noch relativ jungen Leben hinter sich hat. Einschließlich wedelnder Rockschöße beim Ummelner Spargelessen mit und im Kasino unseres erfolgreichen IHK-Präses Goldbeckchen. Sie geben ihm fast die komplette Wirtschaftsseite einschließlich drei wunderbaren Bildern unseres Herrn Frücht. Der Mann ist überzogen von einer Unmenge Prozessen. Was reitet eine NW, ihm in dieser Phase ein unreflektiertes Laberforum zu geben?

Der nächste Knüller spielt sich im Sportteil ab. Frauenfußballspezialistin Stephanie kaut zum 133. mal wider, was Fernsehen und sonstige Medien bis zum Erbrechen gelabert, geschrieben und angemerkt haben:

Ja. Fatmire Bairamaj lackiert sich vor den Spiel die Fingernägel.
Ja. Fatmire Bairamaj ist gebürtige Kosovarin.
Nein. Podolski geht nackt an den Nägeln auffn Platz.

Glaubt Ihr nicht? „Die Zeitung bringt Hintergrund, berichtet Neues, schreibt Authentisches?“ Bitteschön, hier ein Ausschnitt aus dem Elaborat:

🙁

Die NW, die verletzliche Seele der Kinder und ein goldener Helm

Das Leben ist nicht immer schön und manchmal stellt es einen schon beim Studium der Morgenpresse auf eine harte Probe. Da wird einem plötzlich klar, heute wärst du besser gar nicht erst aufgestanden. Heute, z.B., vom Titel bis Seite drei fast ausschliesslich Alexandra Jacobson, das macht deutlich müde und verspannt innerlich. Dazu Bilder von Peer Steinbrück, Silvana Koch-Mehrin, Hans Eichel und, on Top, ein riesen Poster von Claudia Roth und Cem Özdemir.
Gut das die Kinder schon gross und aus dem Haus sind, sonst müsste man die heutige Ausgabe der Bunten aus Sennestadt verstecken. Ab, zu dem anderen Schmuddelzeug, von dem man nicht möchte, dass die lieben Kleinen wissen, dass man es besitzt.
Man stelle sich vor, sie zeigen mit ihren unschuldigen, kleinen Fingern auf das Bild von Peer Steinbrück und fragen: „Warum lacht der Onkel so?“. Wollen sie es sein, der den armen Kleinen erklärt, dass der Onkel so lacht, weil jemand ihm gerade gesagt hat, dass er die Deutschen um mehrere Milliarden Steuergelder erleichtert hat, weil er sie dem Onkel Ackerman und seiner Räuberbande geschenkt hat? Wollen sie den Kindern den Glauben nehmen, dass die huldvoll lächelnde Tante mit den langen blonden Haaren keine Prinzessin ist, sondern eine überführte Betrügerin und der Onkel Eichel nicht ihr neuer Deutschlehrer, sondern ein besonders erfolgloser ehemaliger Politiker?
Wenn sie all diese Klippen erfolgreich umschifft haben und gerade erleichtert Luft holen, ein Aufschrei: „Wer ist denn die Tante da, mit dem Goldhelm und der merkwürdigen Uniform? Und was macht die mit dem Onkel, weint der gleich?“
Jetzt hilft nur noch aller Eltern letztes Mittel. Man nimmt den Kleinen die Zeitung weg und sagt: „Das versteht ihr nicht! Aber eins könnt ihr euch jetzt schon mal merken: Ich möchte nicht, dass ihr jemals so rumlauft. Wenn ihr später einmal zu viel Geld habt, dann gebt es mir! Solche Klamotten werden nicht gekauft! Nicht unter meinem Dach! Nicht solange ihr die Füsse unter meinen Tisch stellt! Ihr seht ja was passiert, wenn man sich so entstellt, der Onkel auf dem Bild muss schon weinen.“
Ein Glück das die Kinder noch nicht lesen können. Niemals werden sie den verschwurbelten Mist erklären können, den sich die Berlinkorrespondentin der größten Bunten aus der südlichen Vorstadt aus der verbogenen Mietfeder presst.

Es gibt doch eine Erklärung – aber nicht für Kinder

Wer heute morgen die Printausgabe der Bunten aus Sennestadt aufschlug, der muss ihn wahrgenommen haben, diesen leichten Geruch von Moder und Verwesung.

Bei Nacht und Nebel hat sich, angetrieben von, nicht Mensch, nicht Tier, sondern Meinungsforscher und CDU-Mitglied, Klaus Schöppner, Alexandra, „Dr. Mabuse“ Jacobson aufgemacht und zwei politisch mausetote ehemalige SPD-Finanzminster ausgegraben.

Hat der Schöppner, der alte Fuchs, oder in diesem Zusammenhang vielleicht passender, der alte Werwolf, doch anhand wunderschön zurechtgebogener Zahlen unser Alexandra eingeblasen: „Wenn’s aus der SPD einer schafft die Merkel abzulösen nach der nächsten Wahl, dann ist’s der Steinbrück.“

Daraufhin ließ Sie alle Versuche den gescheiterten Kanzlerkandidaten Steinmeier zu neuem Leben zu erwecken fahren, stellte alle Maschinen ab und machte sich umgehend daran den alten Steinbrück auszugraben. Nun war der als Finanzminister zwar eine ausgewiesene Niete, aber als Kanzlerkandidat könnte man ihn vielleicht doch noch einmal recyclen.

Der Schöppner Klaus, aus der Stieghorster Meinungsverbiegungsklitsche lacht sich schon jetzt einen ins Fäustchen. Keinen kann er dann im Bundestagswahlkampf 2013 so wunderschön entzaubern und als ausgewiesenen Deppen darstellen, als den staatlich lizensierten Wahlverlierer Steinbrück.

Aber wenn unser Alexandra, schon mal auf dem Friedhof bei der Arbeit ist, dann macht sie diese ganz und vollständig. Darum holt sie gleich auch noch den alten Finanzzombie Eichel mit ans Licht.

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch, dass dieses Genie, Anfang der 2000er Jahre ein Gesetz schuf, dass ihn in der Folge nicht nur ohne jegliche Steuereinnahmen aus den Großunternehmen dastehen ließ, sondern dem Bund auch Steuerrückzahlungen in Milliardenhöhe bescherte. Eichel war über diese böse Wende des Schicksals vollends überrascht. Aber so ist das nun mal, wenn du keine Ahnung vom Spiel hast und trotzdem mit Profis pokerst, du wirst rasiert.

Manch einer hätte sich gewünscht, dass die Platte auf der eichelschen Ruhestätte ein paar Tonnen schwerer gewesen wäre. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, und so hat ihre Grausamkeit, Alexandra, die nervtötende, das finanzpolitische Irrlicht nun mal wieder ausgegraben und lässt ihn gleich mal hemmungslos über die Rettung Griechenlands schwadronieren. Ist vielleicht aber auch Taktik, denn alles ist schliesslich relativ. Neben dem Eichel sieht der Steinbrück nicht mehr ganz so blöde aus.

Einmal Stasi. Immer Stasi.

Die massenhafte Handyüberwachung in Dresden hat weit größere Dimensionen als bislang zugegeben. In dem am Freitag veröffentlichen Bericht des Sächsischen Innen- und Justizministeriums an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wird die Erfassung von weiteren 896.072 Mobilfunk-Verbindungsdaten eingeräumt. Damit steigt die Zahl der insgesamt erfassten Daten auf über eine Million.

Quelle: taz.

Hatten da neulich welche behauptet, die Zeit der Stasi sei unwiderbringlich vorbei? Die alten Kader leben aber noch ziemlich flott und haben dank der Polithysterie sogar noch zackigen und lernfähigen Nachwuchs bekommen. Und das nicht nur in Dresden. „Das Leben und die Daten der Anderen“ sind interessanter denn je für Politclowns aller Couleur und ihre willfährigen Helfershelfer.

Superstar mit Beffchen?

Während unsere schönste, größte, intelligenteste, weitreichendste, Meinungsführendste (meint sie) Tagesgazette nebendran schon NRW- Ministerpräsident-Versager-Steinbrück-Hochjubler Schöppner von tns-emnid („Die Botschaft hörn wir wohl. Allein es fehlt noch der Grund“) lesen (müssen, denn er liebt die Groko), bleibt beim Bild nebendran die Luft weg. Wir ringen nach Atem wie die Tenniscracks nach einem anstrengenden Volley-Ballwechsel am Haller Gerry-Weber-Netz. Margot Käßmann wird von diesem Meinungsbildner der grünen Teuto-Heimat zum „Superstar“ ausgerufen. Superstar? Ob Schreiberin „faa“ (Annika Falk) da wohl noch ganz bei sich war? Oder hatte der Segen der Frau mit Beffchen die Schreiberin so verwirrt? Jetzt noch eine Gardinenpredigt unter Begleitung von Geigenteufel David Garrett im Tennis-Hochaltar („Wir müssen mit Gott den Aufschlag üben“) mit anschließender Wallfahrt nach „GlückundSeligkeit“ und wir können mit Peter Schilling, dem ehemaligen Star der „Neuen Deutschen Welle“, in der Niedernstraße vor der Redaktion singen:

„Dann hebt sie ab und völlig losgelöst,
schwebt die NW…….“

Margot, die Käßmännin mit Beffchen, würde sagen: „Siehe, der Herr gibt und der Herr nimmt. Manchmal fehlt ihm das rechte Maß“. Da sind wir im Falle NW gewiß.

Wo bleiben die deutschen Fahnen?

8:22 Uhr. WDR 2. Minutiös schildert die Reporterin, welche Spielerin vor dem Eröffungsspiel der deutschen Kickerinnen in Berlin welches Brötchen mit welchem Aufstrich gefrühstückt hat. Welche Spielerin an der Seite von Silvia N. welchen Ball zum Spaziergang tragen darf. Und dennoch beschleicht einen das Gefühl, die ganze Geschichte wird von den Medien gewaltig hoch gehypt. Bei real.- stapeln sich die Autofähnchen in den Nationalfarben zu gewaltigen „No“-Pulks. Kein weiblich gesteuertes Auto mit Fahne ist zu entdecken. Aber die Medien füttern uns, bis uns übel wird.

Selbst Silvana Koch-Mehrin (FDP) ist es in Brüssel so schlecht geworden, daß sie den Forschungsausschuss freiwillig wieder verlassen hat.

Schönen Sonntag noch. Ab 18 Uhr geht der Rummel mit den Deutschen übrigens im TV los 🙂

S21, Grüne und die Bahn

Wärend offenkundig die Bauplatzbesetzung gegen “Stuttgart 21″ am 20. Juni weiterhin kriminalisiert wird, mehren sich die Hinweise auf den Einsatz von mindestens einem “Agent Provocateur” der Polizei.

Dazu die Presseerklärung der “Parkschützer” vom 21. Juni: “Der gestern enttarnte Zivilpolizist wurde beobachtet, wie er sich an Rohren vergriff und Demonstranten aufforderte, es ihm nachzutun. Dafür gibt es mehrere uns persönlich bekannte und zuverlässige Zeugen.”

Den “Parkschützern” liegt dazu eine eidesstattliche Erklärung vor, die wie die gesamte Presseerklärung unter http://www.bei-abriss-aufstand.de zu finden ist.

Eine weitere negative Geschichte: Die Befürworter von S 21, insbesondere die Energiekonzerne, werben für das Projekt mit der Behauptung, es sei “ökologisch sinnvoll”. Die Deutsche Bahn, größter Stromverbraucher in Old Germany bezieht ihren Energiebedarf zu einem Viertel aus Atomstrom und 45 Prozent Strom aus Kohlekraftwerken. Die vielen Rolltreppen, Aufzüge und die kontinuierliche Beleuchtung des neuen Tiefbahnhofes in Stuttgart verbrauchen 250 Prozent mehr Strommenge als der bestehende Kopfbahnhof. Und die Grünen lassen dies zu. Anstelle von Oberrealo sollte man Herrn Kretzschmann, obzwar sicher noch einigermaßen ehrlich, als getarnten Bürgerlichen bezeichnen. Am Bürgertum ist zwar nichts verkehrt, doch erkennt da einer den Unterschied? ;-)

Kein Wunder, dass die Energiemonopole hinter dem Konzept stehen, zumal der Bahn 20 Prozent des AKW Neckarwestheim gehört. Bahnchef Grube ist auch einer der Befürworter einer Laufzeitverlängerung für AKWs. Die Bahn baut auf dem Gemmrigheimer Feld beim AKW Neckarwestheim eine drei Hektar große Anlage zur Umwandlung von AKW-Strom in Bahn-Drehstrom. Heuchlerisch wirbt die Bahn damit, dass die 300 neuen, bei Siemens bestellten ICx-Züge bis zu 30 Prozent weniger Strom verbrauchen würden.

Aber durch die 66 Kilometer langen, engen Tunnelröhren des Projekts “S21″ wird durch den dadurch viel größeren Luftwiderstand der Stromverbrauch der Züge massiv in die Höhe getrieben. Die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm wird gegenüber der Bestandsstrecke den doppelten Höhenunterschied überwinden, und das bei extremen und unverhältnismäßig langen Steigungen von teilweise über 3 Prozent. Wenn “S21″ in Betrieb gehen sollte, spült das Milliarden in die Taschen der Energiemonopole und AKW-Betreiber.

Griechischer Löffel

Wenn wir schon ungefragt das Thema Griechenland als Steuerzahler mit auslöffeln „dürfen“, dann doch bitte schmackhaft. Mit Nüssen, Honig und griechischem Joghurt. Alexis, sag was!

PS aus gegebenem Anlaß: Zum wiederholten Male finden sich in den Kommentaren beleidigende Sätze eines Kommentators gegen Autoren hier. Da sich aus der IP-Nummer herauslesen läßt, von welchem Server dieser Schwachkopf sendet, sollte derjenige mal nachdenken, ob es wirklich so klug ist…..

Teufel auch, wir werden ihn nie vergessen.

Columbo, Eine Leiche zum Dessert u.v.a.

Eigentlich eine Erlösung, besser als mit Demenz. Aber mußte es denn sein?

http://www.gmx.net/themen/nachrichten/newsticker/407shsk-columbo-peter-falk-ist-tot

Peter Falk, wir werden Dich nie vergessen. Möge es Dir nun besser gehen als vorher, und da wo Du jetzt bist, genauso gut ankommst. Als Schauspieler, wie als Mensch.

Zu: Windpark Pionier Benik von deutschen Behörden verschleppt

Das Wichtigste zuerst: Der ganze Post ist natürlich von mir gefakt. Bei allen, die mir auf den Leim gegangen sind, möchte ich mich in aller Form entschuldigen. Mir ging es darum einmal aufzuzeigen, wie Nachrichten mit einfachsten Mitteln manipuliert werden können. Dazu habe ich einfach die Fakten, dass Günter Benik verhaftet wurde, das eine Razzia stattfand und das der Schaden möglicherweise in die Millionen geht, dem Artikel „Windkraft-Pionier in Untersuchungshaft“ der NW von Donnerstag entnommen. Ich habe mich dann in den Korrespondenten einer Nachrichtenagentur im fernen China versetzt. Es war halt sehr verlockend, den ganzen Wirbel um die Verhaftung und Freilassung von Ai Wei Wei zu nutzen und anhand eines mutmaßlichen deutschen Steuerhinterziehers moralische Entrüstung zu produzieren. Ich habe mich dabei absichtlich der üblichen Diktion von Presseagenturen und Nachrichtenlieferanten bedient, um alles echter aussehen zu lassen. Dabei möchte ich gleich klar stellen, dass ich keinesfalls behaupten will, Ai Wei Wei sei schuldig der Steuerhinterziehung. Aber was ist Wahrheit und was ist Propaganda? Wir, die wir dem täglichen Bombardement von „Nachrichten ausgesetzt sind, haben keine Chance den Unterschied zu erkennen. Natürlich ist mir dabei auch bewusst, dass man das deutsche und das chinesische Presse- und Informationswesen nicht miteinander vergleichen kann.

Wer aber meint, in Deutschland würde in Presse, Rundfunk und Fernsehen nur die reine unverfälschte Wahrheit verbreitet, der möge sich nur einmal die Berichterstattung über Griechenland, Libyen, die Palästinenser, Venezuela und Weißrussland, oder hier im Inland über Hartz IV – Empfänger kritisch betrachten. Das Totschlagargument der Verschwörungstheorie, dass auch hier im Blog immer mal wieder auftaucht, dient dabei einfach nur dem Mainstreamjournalismus, dem wenig daran gelegen ist, dass sein Elaborat kritisch hinterfragt wird.

Am deutschen Bildungswesen soll China genesen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) unterstützt China bei einer “Reform” des chinesischen Berufsbildungssystems. Dazu hat das BIBB eine Kooperationsvereinbarung mit dem chinesischen Zentralinstitut für berufliche und technische Bildung (Central Institute for Vocational and Technical Education, CIVTE) in Peking unterzeichnet. Das CIVTE wurde im Jahr 1990 von der chinesischen Regierung im Rahmen der Konsultationen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nach dem Vorbild des BIBB gegründet.

Wirklich klasse. Da braucht man auch gar nicht auf den Präventionsgipfel zu schauen, welcher in Deutschland abgehalten wird, um religionsmotivierter Gewalt entgegenzuwirken. Die geforderte bessere Bildung ist zwar ein unverzichtbarer Faktor um die folgende Generation zu ehrbaren Mitbürgern der Gesellschaft zu formen, jedoch reicht dies nicht aus, solange nicht EXTRA-Erziehungsmaßnahmen vollzogen werden, in denen Toleranz, Solidarität, das “Wir-und-nicht-die”-Prinzip usw. vermittelt werden. Ich sage nicht, daß deutsche Institute überfordert sind, im Inland nichts gebacken kriegen und dafür aber im Ausland vergebliche Liebesmüh praktizieren. Es ist jedoch ein Unding, wenn in Ländern, in denen nur scheinbar die Proletariatsherrschaft regiert, solche Aktionen wie die vom BIBB auch wirkliche Erfolg haben. Jeder weiß, daß in China eine verbrecherische Clique unter dem Tarnmantel des Marxismus regiert. Jedenfalls anstelle sich um die Asiaten zu kümmern, sollte man zuoberst alle zur Verfügung stehenden Kräfte zusammenziehen, um erst mal hier sauber zu machen.

Die Religion spielt bspw. bei der Gewaltbereitschaft von Jugendlichen eine Rolle. Wenn auch geringer als Ballerspiele, Alkopops u.a. Der Zentralrat der Muslime hat recht, wenn er vor einem Generalverdacht warnt. Jedoch sage ich, die Gewaltbereitschaft von einheimischen Jugendlichen und Migranten halten sich, je nach Bildungsstand- und niveau die Waagschale. Staatsangehörigkeit oder Ethnie sind durchaus ein Grund für Delikte. Nämlich Körperverletzung, Beleidigung usw. wenn jemand den anderen als “Kanake”, “Kartoffel”, etc. bezeichnet. Wie schnell bricht da in der Bahn, in der Disco, auf dem öffentlichen Platze oder im Hinterhof der Ringkampf aus?

Wie ist die Geschichte nun zu lösen? Änderung des Grundgesetzes, Ausweisung der Haßprediger, Abschaffung der niveaulosen Hauptschule und Zusammenlegung mit der Mittelschule, 1 Sozialarbeiter auf exakt 25 Jugendliche, mehr Freizeitangebote der öffentlichen Träger und eine konsequente Anwendung des Antidiskriminierungsgesetzes, nebst Aufklärung in Sachen Sexualität und Drogen und Einleitung eines großzügigen Arbeitsprogrammes an öffentlichen Bauten für arbeitslose Jugendliche.

Wie das zu bezahlen ist? Nun, das schaffen wir auch noch.

Das Innenministerium NRW und die sächsischen Rechtsbrüche

Es gab eine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin Anna Conrads von der Linken zu der Befragung der Sächsischen Polizei von Busunternehmen in NRW wegen der Anti-Nazidemonstrationen in Dresden. Dazu gibt es inzwischen eine Antwort des Innenministeriums NRW. Danach nimmt das Innenministerium zu Ermittlungen anderer Bundesländer keine Stellung. Rein zufällig sind die Ermitlungen des LKAs Sachsen inzwischen das Top-Thema und es wird schon von Sachsen-Gate geredet. Und dazu fällt dem Innenministerium nur ein, dass sie dazu keine Stellung nehmen. Schön wenn der Korpsgeist so weit geht, dass zu offensichtlich rechtswidrigen Ermittlungen keine Stellung genommen wird. Und was macht der Innenminiter Ralf Jäger ? Er fordert trotz des Sachsen-Gates die Einführung der Vorratsdatenspeicherung bzw Mindestspeicherdauer, wie er es nennt. Dazu gab es zumindestens eine ablehnende Pressemitteilung des innenpolitischen Sprechers Matthi Bolte von den Grünen aus Bielefeld. Bei der Haltung des Inneministerium zu der Rechtsbeugung gibt es da nichts zu.

Dann nahm Benik den Gürtel

Der Gründer der »Energieteam«-Gruppe aus Lichtenau (Kreis Paderborn) Günter Benik (57) hat sich am Donnerstagmorgen zwischen 7 und 11 Uhr in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede das Leben genommen. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt in seiner Online-Ausgabe. Der 57-Jährige, gegen den wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ermittelt wird, hat sich gegen 22 Uhr seiner Zelle erhängt. Benik saß seit Mittwoch wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Durchsuchungen von 17 Geschäfts- und Wohnräumen in Ostwestfalen-Lippe und im Sauerland am Dienstag waren Beniks Festnahme vorausgegangen. Die »Energieteam«-Gruppe ist ein Firmengeflecht und nach eigenen Angaben in elf Ländern in den Bereichen Windkraft und Photovoltaik tätig. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt auch gegen zwei weitere an Gesellschaften des Unternehmens Beteiligte aus dem Sauerland. Nach Informationen dieser Zeitung geht es um Finanztransaktionen zwischen einzelnen Unternehmen der »Energieteam«-Gruppe. Durch illegale Zahlungsflüsse soll die Steuerlast für einige Gesellschaften gemindert worden sein. Wegen der Komplexität des Sachverhalts hat die Schwerpunktabteilung zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität der Bielefelder Staatsanwaltschaft das Verfahren übernommen. Die »Energieteam«-Gruppe, unter deren Dach zahlreiche Gesellschaften der Windkraft- und Photovoltaikbranche vereint sind, hatte 2009 vom Automobilzulieferer Paragon (Delbrück) die Sponsorschaft über das Stadion übernommen. In Paderborn wird spekuliert, dass »Energieteam« jährlich 250 000 Euro an die Stadiongesellschaft für die Namensrechte und weitere 50 000 Euro an den SC Paderborn zahle. Der Verein sucht jetzt aber einen neuen Namenssponsor. Bereits im Juli 2010 war Günter Benik vom Paderborner Landgericht zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er Einspeiseerlöse aus einem Windpark am Niederrhein auf Konten der inzwischen insolventen Firma EWO Energietechnologie nach Lichtenau umgeleitet haben soll. Gegen das Urteil hatte Benik Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt, es ist also noch nicht rechtskräftig. Benik hatte 2009 den Umsatz der Gruppe als stark schwankend bezeichnet – zwischen 40 bis 120 Millionen Euro. Die Firmengruppe beschäftigt 37 Mitarbeiter in der Region und ist in elf Ländern tätig.

Autor notepieker hatte ja noch hier über Günter Beniek geunkt. Dann ließ man ihm den Gürtel der Hose und er handelte. Die Energiebranche allgemein scheint es mit krimineller Energie besonders zu haben. Aber gleich aufhängen? Sieht doch häßlich aus. Und ist doch nur Geld. Schnöder Mammon. Ganz legal ergaunert 🙂 Die vier Energiemonopolisten sind da weitaus cleverer…..

Moslem, Schweinefleisch und Hartz IV

Die örtliche Agentur für die Verwaltung der Nichtarbeit hat bekanntlich ein weites und gutes Herz. Wer zu hungrig am Schreibtisch eines Sachbearbeiters hockt, bekommt ein Tütchen mit einer Notration, die ursprünglich für Obdachlose gedacht war. Darin sind ein Schokoriegel, Apfelsaft, ein paar Kekse, Schmelzkäse und eine Dose Frühstücksfleisch schweinischer Herkunft. Das ließ einen Hartz IV empfangenden Bedürftigen moslemischen Glaubens „richtig sauer werden“, sagte er der NW. Er hätte einen Sachbearbeiter angesprochen, der ihm bedeutete, er müsse das Schweinefleisch ja nicht essen. Da empfand der fromme Mann „Hohn und Erniedrigung 1. Klasse“.

Wir empfinden jetzt „fremd schämen“ mit solchen Mitbürgern moslemischen Glaubens und haben alsogleich eine Tüte packen lassen, die ein saftiges 400-Gramm-Rindersteak, Bulgur, Couscous und eine einfache Fahrkarte zurück in die Heimat enthält. Allerdings war uns bisher wohl nur nicht bewußt, daß die Bundesagentur nun auch die religiös korrekte Essensausgabe einiger Mitbürger sein soll.

Ob die Grünen jetzt eine Sonderladung kleine Teppiche mit Mekkakompaß in die Eingangshalle der Agentur schaffen lassen?