Archiv für den Monat: April 2011

Niederlage auch in der Lena-Kiste

Die kleine ARMinia ist derzeit auf Abschiedstournee auf den Zweitligaplätzen der Republik. Auch in der als Ersatz für die Grand Prix – Arena mit Lena gebrauchte normale Spielstätte der Fortuna Düsseldorf gebauten Blechkiste schmierte man ihnen Senf drauf und schickte sie mit 2:0 heim an den Teutoburger Wald auf die grüne Alm. Hoffentlich haben sie wenigstens ein paar Kästen Düsseldorfer Altbier in den Mannschaftsbus bekommen.

Warum hatte eine solche Schützenhilfe nicht Arminia?

Mönchengladbach schlägt Dortmund mit 1:0, entgegen aller Prognosen und zur Freude derer, welche, trotz allem, auf einen Gladbacher Sieg gesetzt hatten.

Man hatte den Verein von Netzer, Vogts und Effenberg schon so gut wie abgeschrieben und dann dieses „Mirakel“. Und was erkennt man noch daraus? In der Regel wird Sport betrieben, fair, ohne Doping, ein Kräftemessen Mann gegen Mann. Geht es aber um das (Klassen)überleben des Derbynachbarn, so ist es schon oft genug passiert, daß, sofern man sich es leisten kann, wie im aktuellen Fall, dem schwächeren Part ein paar Punkte schenkt. Dortmund strengt sich an, wird halt „erst“ 2 Spieltage vor Saisonende Meister, und nicht 3, wie es heute hätte sein können, und die Wahrscheinlichkeit liegt nun bei fifty-fifty, daß es auch weiterhin eine zweite Borussia und weiterhin 5 NRW-Vereine in der Liga gibt.

Die Geschichte hat solche Schützenhilfe oft genug bewiesen. München und 1860, bzw. Nürnberg, der HSV und Bremen, Bielefeld und Paderborn, u.v.a.

Mal kann man einen Sieg verschenken, mal gibt es „nur“ ein unentschieden, wenn man Punkte abgeben will oder braucht, aber nicht kann. Für die Fans der betreffenden Clubs ist es super und sie freuen sich. Für die Absteiger, welchen solche Möglichkeiten verwehrt oder versagt bleiben nicht.

Wie Arminia z.B., unabhängig von der dortigen zusätzlichen Finanz- und Führungskrise.

Garten. Botanisch

Es war noch früh und nur wenige besuchten bereits den Botanischen Garten der Metropole am Kahlenberg, der 2012 sein hundertjähriges Jubiläum feiert. Aber die bekamen ordentlich was auf die Augen.

Oder lasen auf den informativen Beschreibungen, was da vor ihnen wächst und gedeiht.

Wer den Weg weiterschlendert und eine wohl von Karl Mays Winnetou inspirierte Brücke quert kommt an einem linkerhand des Weges liegenden modernen Wohnhaus vorbei, dessen Vorgarten grandios drapiert ist. Gartenzwerge waren gestern. Heute ist „Gartorama“ angesagt. Wobei goldene Löwen aufmerksam über die Szenen wachen:

Marketing. Funeral

Es gibt ja kaum einen Ort in dieser größten Metropole zwischen Hannover und Hamm, wo einem nicht einer dieser geparkten Wägen jener Umzugsfirma ins schweifende Auge fällt. Warum dieser aber sozusagen an der Mauer des Johannisfriedhofes steht, läßt sich nur ahnen:

„Funerales Marketing“

Wer wegstirbt und begraben wird hinterläßt Wohnungen und Häuser, die umgezogen werden müssen. Oder? Wobei wir dann schon bei jenem alte Friedhof am Fuße des Johannisberges sind, wo bekannte Namen dieser Stadt ihre letzte Ruhe gefunden haben und die Geräusche des Ostwestfalendamms nebst ICE-Bahnlinie Hannover-Hamm von hohen alten Bäumen gefiltert werden. Da ist die letzte Ruhe dann wohl doch nicht so ruhig.

Stinkelottis Bielefelder Sommer-Grandprix

Eben noch hatte Andrea Stinkelotti den Zweitakter seines Mopeds noch mal so richtig hochgejagt, bevor er nun in die Straße zu den ehemaligen Bielefelder Sommer-Werken einbog. Den Sturzhelm fest gegurtet, der Blick wach und doch starr zugleich hatte der Held unzähliger Motorrad-Grandprixs die Rennstrecke fest im Griff. Das erinnerte ihn an seinen letzten großen Sieg im königlichen Park zu Monza, als er die Ducati unter den Arschbacken hatte und ihm hunderttausend Tifosi zujubelten: „Avanti Andrea, avanti“. Da war dann dieser Satz unter der Brücke des Ossidammes her sozusagen ein Klacks dagegen.

Ach ja. Das waren noch Zeiten. Da kündete die Zweitaktfahne von ganz großen Siegen.

Wo kath Caipi schlürft

Es ist schon eine Weile her, als Klaus Störtebecker, der alte Haudegen, aus Bielefeld kommend Richtung Outback Brockhagen fuhr und linkerhand an der ehemaligen Ströhn-Schänke – jetzt Schneider´s Ströhnschänke mit Sandseebar – emsige Bauarbeiten zugange waren. Jetzt, so kurz vor Ostern, ist das Ergebnis klar: An der Sandseebar ist ein Holzschiff vor Anker gegangen, das Platz bietet für mehrere bestuhlte Tische. Da wird sich unsere Foristin kath freuen, muß sie doch jetzt ihren Caipi auf dem Weg zur Fiat-Werkstadt ihres Vertrauens in Brockhagen nicht mehr stehend trinken.

Am heutigen Abend wird wohl im Wind der Osterfeuer auf dem Ströhn Einweihung sein.

In Rom, in Amsterdam oder in Prag

Jan Sievers hat bereits im letzten Sommer sein Lied „Die Suche“ als Unterstützung für die Kampagne der „Deutschland findet euch“ bereitgestellt.

Jan Sievers – Die Suche – vermisste Kinder auf Youtube

In dem Video sind Kinder zu sehen, die bereits seit den 1990er Jahren vermisst wurden, namentlich: Deborah Sassen, Emin Oenen, Rene Hasee, Hilal Ercan, Ralf Rellstedt, Daniel Eberhardt, Tanja Graeff, Aisha Rieck, Katrin Konert, Mandy Schmidt, Nadine Hertel, Sandra Wissmann, Sarah-Isabell Schmidt.

Sowie Till Kratzsch, 1982 in Bielefeld geboren und im Juli 1995 zuletzt in Berlin am Zoologischen Garten gesehen worden.  Sievers Lied ist Till insofern wie auf den Leib geschrieben für diese Aktion, als das immer wieder Kinder in Amsterdam (siehe Refrain) in einschlägigen Lokalen, gesehen wurden.

Marcel Vervloesem ist einer dieser „Hobbysucher“, sie verbringen ihre Freizeit und ihren Feierabend nicht untätig Zuhause vor dem TV, sondern halten sich in genau diesen Etablissements auf – nicht um ihre Neigungen auszuleben, sondern in der Hoffnung, den Eltern eines Tages ihr vermisstes Kind zurückgeben zu können.

Till Kratzsch wäre jetzt 29 Jahre alt, bis heute fehlt von ihm jede Spur. Nach 3 Jahren wurde nicht mehr durch die Polizei nach ihm gesucht, es fehlten einschlägige Hinweise. Doch wenn ein Vervloesem alles Mögliche und Unmögliche versucht und sogar Steuergelder einspart, wird er alleine gelassen und er erhält von deutscher Seite aus keinerlei Unterstützung:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0615/blickpunkt/0006/index.html

Initiative „Deutschland findet euch“: http://www.vermisste-kinder.de/galerie/4images/index.php

 

Metropole im Gegenlicht

„Nichts los auf der Gass“ sagen die Hessen, wenn sie ein im Sonnenlicht dösendes Frankfurt meinen. Hier an der reissenden Lutter ist das auch nicht anders. Da kann man mal ziemlich staufrei durch die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm fahren und keiner staut einen. Am morgigen Samstag, wenn die finalen Ostereinkäufe getätigt werden, ist das sicher anders.

„… entstellt in Bielefeld“


Aus: „Rätselhaftes Bielefeld“ im Magazin der NW

In der heutigen vorgezogenen Wochenendausgabe der NW porträtiert Paula Berg den in Herford geborenen Schriftsteller, ehemaligen „taz“-Kolumnisten und Sänger mit Heepener Abitur, Wiglaf Droste. 50 wird der „Ostwestfale an sich“ im Sommer und hat schon ein stattlich großes Werk vorzuweisen.

Wohl niemand schafft, beim Lesen seiner Texte – vor allem über Bielefeld und Ostwestfalen – erst zu schmunzel und dann in ein schallendes Lachen auszubrechen.: „Antlitz und Schlussstein der Welt: Bielefeld“.

Bielefelder Durchblick II: Ersticken im Blütenmeer

Eider dauss

Die alten Moserer Eider Dauss und Meine Herrn hätten derzeit ganz schlechte Karten, wenn sie oberhalb des Oetkerparks durch ein Meer von Rhododendron-Blüten links des Strassenweges – also stadteinwärts – fahren würden. Wir haben das hier mal vorsichtshalber schwarzweiss eingestellt. Nicht, dass jemand da virtuell scnuppern will. Da gäbe es ob der wunderbaren Fülle dieser überbordenden Metropole der Schönheit wenig zu meckern. Wenn da nicht hinterm Park, die Stapenhorster rüber in den nächsten Park so eine blaue Blechhütte lauern würde. Alm heisst sie. Den Rest wisst Ihr ja….

Bielefelder Durchblick I

Ganz nah am Wellehaus und doch Hinterhof…

..ganz nah am Durchblick. Und doch kann man da angebissene Äpfel kaufen und im Bauch parken, bei Aufstieg aus der Tiefgarage mal alte Bielefelder Geschichte gucken…

…und sich dann am Tageslicht in das Gewühl der Metropole stürzen. Hier noch mal die Obernstraße, wo chinesisches Altstadtpflaster die Fußsohlen verwöhnt.

„Eine Baumaßnahme aus dem Konjunkturpaket 2“

Sie wühlen, rattern, sperren, schieben, schütten, bohren, hämmern. Wie die Maulwürfe im Wahn muß0 die „Kohle vom Konjunkturpaket“ in, auf oder neben die Erde gebracht werden. So ist das auch das meiste Bauschild – wie kath schon schrieb – dieser Wühlmetropole:

„Eine Baumaßnahme aus dem Konjunkturpaket 2“.

Der größte Millionenbatzen wird derzeit in und um die Uni herum und nah dem Wellensiek versenkt. Bloß weg mit der Kohle, bevor sie ranzig oder schimmlig wird.

Da hämmern nun andere Spechte:

Eine gigantische Baugrube und die Bauten der kommenden neuen Fachhochschule und des Forschungsneubaues verschlingen Summen, mit denen die kleine ARMinia Championsleague-Sieger geworden und ihre Alm auf 100.000 Zuschauer hätten ausbauen können. Sie hätten sogar den „Schalker Jungen“ und Torwart Manuel Neuer kaufen können, der nun der Kohle wegen falsche Tränen flennend zum hochroten FC Kohle kauft alles Bayern des Ulrich Hoeneß (Wann hat er grad noch mal den entscheidenden Elfer verschossen, der Würschtelmacher?) Und für die ehemaligen und jetzigen Verantwortlichen wäre eine superdicke Aufstiegsprämie drin gewesen. Hermann der Cherusker hätte dazu auch „ja“ gesagt.

Die verkratzten Stufen der Oetkerhalle

Ganz ganz viele Bielefelder und Umländler haben die Stufen zum Musentempel Oetkerhalle hinauf sicher schon gesehen und betreten. Aber wer hat mal die Graffitti mit brauner Attitüde unter sich betrachtet? Ob da jemand seine Wut über eine bestimmte Zeit und ein bestimmtes Wirken der Bielefelder Container/Pudding/Pizza/Bier/Hotel-Unternehmerfamilie verwirklichen wollte? Was beweisst: Alles wegkärchern geht auch nicht.

Geguttenberg

Ein kürzlich erst aus dem Schaum einer absurdest zusammengepinselten Dissertation eines fränkischen Lügenbarons geborener Begriff wird zur Blaupause ähnlicher Handlungen in diesem unserem Lande. Jetzt scheint es die Vizepräsidentin des EU-Parlamentes und meist wortschwalligst für die Splitterpartei FDP unterwegs seiende Silvana Koch-Mehrin ja tatsächlich erwischt zu haben. Die Plagiatsvorwürfe haben sich laut Frankfurter Rundschau wohl erhärtet:

Laut den Plagiatsjägern von „Vroniplag“ soll Silvana Koch-Mehrin große Teile ihrer Dissertation abgeschrieben haben. Die zuständige Universität Heidelberg spricht von einem „absoluten Ausnahmefall“.

Ach Silvana, die Du uns doch so oft erfreutest mit ungesteuertem Geplapper, nachhaltigst tiefer Präsenz im Parlament und Babybauchtitelbilder: Jetzt wo ein Röslein Euch grandiose Truppe steuert und sogar unsere Gudrun Kopp die Brocken hingeworfen hat: Gebt Euch selbst eine Auszeit. Verschwindet einfach mal eine Weile aus den Gesichtsfeldern der Wähler.

Zumindest kann sich Silvana einem brüsten: Sie ist jetzt Mitglied derer, die „Geguttenbergt“ haben.

„Absoluter Wille zur Zweitklassigkeit fehlte“

Eigentlich sind die Vereinsfarben schwarz-weiß-blau, doch die Gesichter der Fans von Arminia Bielefeld waren seit dem Saisonbeginn meistens rot vor Zorn. Zornig auf Spieler, denen nicht nur das Talent, sondern auch der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlte. Zornig auf ein Management, das einen unerfahrenen Trainer (Christian Ziege) verpflichtete, sich mit Kampfansagen zur Winterpause („Wir rocken die Rückrunde“) lächerlich machte und so zerstritten ist, dass es den Klub an den Rand des Ruins getrieben hat.

Das „Mindener Tageblatt“ liegt zwar in jener Stadt, die schon ganz oben im Norden von OWL die Warenströme von und aus Niedersachsen und die Schiffahrt auf der Weser kontroliert, aber ARMinia B… ist auch da ein Thema.

Insofern eine schöne Bemerkung , „wenn der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlt“. Da hauen wir doch nach dem gestrigen Possenspiel, der von DFB/DFL erbettelten Millionenspritze und den neuesten Bemerkungen von Finanzgeschäftsführer „Schnitzl“ noch einen drauf:

ARMinia und die Stadt Bielefeld wünschen sich und der Region einen wunderbaren Aufenthalt und angesichts knapp 28 Mio. Miesen einen „würdevollen Neuanfang“ in der Drittklassigkeit. Das Führungsteam dafür haben sie ja schon in Liga 1 und 2 erprobt.

Auf gehts!

ARMinia-Abstieg besiegelt

So, das große Schwick-Kentsche-Brinkmannsche-und-noch-ein-paar-andere-Werk ist vollbracht. DFB/DFL genehmigt heute die erbettelten 1,25 Mio. Euro aus dem Sicherungsfond der Liga. Damit ist der Abstieg in Liga 3 perfekt. Wie schreibt da doch ein offensichtlicher „Freund“ des besten hiesigen Zweitligaclubs SC Paderborn aus dem Blechkasten der A33 im Forum der NW zur einschlägigen Nachricht?:

Kotzborn schrieb am 19.04.2011 12:54 Uhr
So und jetzt den KSC beim nächstem Heimspiel gewinnen lassen das die Kotzborner noch mit in den Abstiegssog kommen

Tja ARMinia, das habt Ihr Euch selbst zuzuschreiben. Wer eine solche Clubführung und – Aufsicht hat, der braucht einen befreundeten Dubai-Scheich oder einen Möbel-Finke. All das hat der Almclub nicht. Aber dafür als „Imageträger Nummer 1 der Stadt“ ein überaus „glückliches“ Händchen. Wird sicher toll, die 3. Liga im mit 4000 Unentwegten entleerten Stadion, die mit der Hymne „Aufesrtanden ajus Rosinen“ das Einfahren des HHSchwick-Memorial im Mittelkreis stehend beklatschen werden, um dan gegen Preußen Münster die erste Klatsche zu kassieren. Das Drama namens ARMinia geht also in seine nächste Runde.

Für Ostern gerichtet


Parklandschaft bei Haus Brincke, nahe Borgholzhausen

Sicher einer der wenigen Pluspunkte für die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm ist ihre Einbettung in die grüne hügelige Parklandschaft des Teutoburger Waldes. Obwohl es jede Menge „magische Orte“ gibt, die nicht jedem bekannt sind, ihre Wirkung aber über Jahrhunderte nicht verfehlten. Es gibt also nicht nur den Detmolder Buchenwald mit dem „Hermann“ obendrauf.

Müssen Sie zu TÜV oder Dekra?

Deutschlands Kfz-Überwachungsinstitutionen arbeiten offenbar nicht immer zuverlässig. Das geht aus dem Abschlussbericht einer umfangreichen Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zur Qualität der Fahrzeugüberwachung im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums hervor, der dem ARD-Politik-magazin „Report Mainz“ exklusiv vorliegt. Danach erkennen Prüfingenieure von Organisationen wie TÜV oder DEKRA bei amtlichen Untersuchungen aktuell nur durchschnittlich 75 Prozent der Mängel. Dieses Ergebnis könne „nicht als zufriedenstellend erachtet werden“, so die Studie. Aus dem Bericht geht hervor, dass Experten im Auftrag der BASt in sechs Testreihen insgesamt 20 Fahrzeuge mit Mängeln präpariert und Prüfingenieuren verschiedener Institutionen in mehreren Bundesländern zur amtlichen Hauptuntersuchung (HU) vorgeführt haben, darunter vor allem PKW. Insgesamt ergaben sich so mehr als 300 Qualitätskontrollen. Bei den ersten Testreihen, die bereits im Jahr 2006 begannen, fiel die Prüfqualität offenbar besonders schlecht aus. Zahlen nennt der Bericht zwar nicht. Nach Recherchen von „Report Mainz“ wurden allerdings zunächst nur 35 Prozent der Mängel erkannt. Laut BASt-Bericht hat sich die Qualität der Untersuchungen im Verlauf der Studie zwar „erheblich verbessert“, dennoch müssten Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung intensiviert werden.

Der 17-seitige Bericht macht keine Angaben zur Art der nicht erkannten Mängel und zu Ergebnissen einzelner Prüfinstitutionen, führt jedoch schonungslos mögliche Ursachen für die schlechte Prüfqualität auf. So würden Prüfungen oft nicht komplett durchgeführt: „Einzelne Teile der Fahrzeugprüfungen werden gänzlich weggelassen (z. B. bei Nutzfahrzeugen die Drucksicherungsprüfungen bei Bremsprüfungen).“ Zudem würden Fahrzeuge vom Werkstattpersonal geprüft anstatt vom Prüfingenieur. Weiter heißt es: „Die Fahrzeuge werden ‚abgenommen‘ und die Prüfplakette zugeteilt (‚geklebt‘), obwohl die Mängel noch nicht behoben sind.“ Die Experten der BASt verweisen zudem auf die teils hohen Prüfzahlen pro Tag sowie umsatzabhängige Gehälter bei den Prüf- ingenieuren. Dies könne einen Einfluss auf die Qualität haben. Darüber hinaus würden an Prüfstützpunkten, also etwa in Werkstätten, mehrere Prüforganisationen gegeneinander ausgespielt. „Beispielsweise droht man bei Interessenkonflikten bezüglich eines Prüfergebnisses dem PI (Prüfingenieur) mit dem Rauswurf seiner Organisation aus dem Prüfstützpunkt“, schreibt die BASt.

Angesichts dieser Analyse bereiten sich die Überwachungsinstitutionen bereits auf eine mögliche kritische Berichterstattung vor. In einem internen Papier „Kommunikationsstrategie zur BASt-Studie“ des TÜV Nord, das „Report Mainz“ vorliegt, heißt es: „Die negativen Zahlen (erst 35%, später ca. 75%) müssen eingeordnet, die Schwierigkeiten können durchaus benannt werden. Die Stellungnahme sollte nicht zu lang sein, das wirkt defensiv und entschuldigend. Das Wort Qualität wird weitgehend vermieden, weil es u. U. ’schlechte Qualität‘ impliziert.“ Für den Fall einer massiven Negativberichterstattung bringt der TÜV Nord einen „HU-Gipfel“ mit Vertretern aus Bundesregierung, Ländern und Verbänden ins Gespräch. Pressemeldung „Report Mainz /SWR“.

Also, die hiesigen TÜVs und Dekras können die nicht untersucht haben. Besonders die in der Ummelner Station imn Rufweite des too-Baumarkes gucken immer so ernst. Da nützt es nichts, Kuchen und Fähnchen mitzubringen und den BVB-Aufkleber an der Kiste gegen „3. Liga wir kommen. ARMinia“ zu ersetzen. Sie rütteln trotzdem an allen Stangen und sind besonders akribisch bei den Scheinwerfern. Haben aber auch schon mal einen von fder Fachwerkstatt des Unvertrauens falsch eingesetztte H7 gerichtet und gut war´s.

Wenigstens die Finnen mucken mal auf

Wahlen in Finnland interessieren den Rest der Welt sonst nur am Rande. Doch diesmal haben es die 15 Millionen Einwohner von Suomi auch ohne Eishockey und Nokia geschafft, im übrigen Europa in die Schlagzeilen zu kommen. Der mit 19 Prozent Stimmanteil relative Wahlsieger »Die wahren Finnen« könnte eine Sprengkraft entfalten, die den Euro und sogar die Europäische Union auseinandertreiben kann. Dieser Einfluss gründet nicht auf die wirtschaftliche Macht oder gar Beitragsleistung Finnlands. Gefährlich sind die wahren Finnen, weil sich ihr Boot in einen Geleitzug ähnlicher Bewegungen in anderen Mitgliedsstaaten einreiht. Starke antieuropäische, antiliberale und zuwanderungskritische Parteien stellen in Italien und Ungarn die Regierung. In den Niederlanden bestimmen sie die Politik mit, sind stark in Österreich, Polen, Tschechien, Dänemark und Schweden. Und was den Front National in Frankreich betrifft, so lässt die 2012 anstehende Präsidentenwahl zum jetzigen Zeitpunkt Schlimmes befürchten. Bei so vielen Euroskeptikern geraten die wahren Europäer in die Defensive. Es ist populär, auf den eigenen Profit zu schauen. Dabei ist es mit dem Euro in gewisser Hinsicht so wie mit einer Sozialver-sicherung: Wenn alle nur danach trachten, dass sie am Ende mehr Geld aus der Gemeinschaftskasse entnehmen als sie hineingeben, kann das System nicht lange funktionieren. Insofern spielen die Griechen, Iren und Portugiesen den Euro- und Europa-Gegnern in die Hände. Nur stehen die Griechen mit dem Rücken zur Wand. Auch wenn es gute und unwiderlegbare Gründe für die Zumutungen aus Brüssel gibt, so bleibt doch, dass die Einzelnen in einem Maße Verzicht leisten müssen wie es andernorts kaum hingenommen würde. Will Europa im Konzert der künftigen Großmächte China, USA, Russland, Indien und Brasilien mitspielen, dann nur auf einer starken ökonomischen Basis. Diese gibt es nicht ohne den Euro. Jede andere nationale europäische Währung wäre ein Spielball für Spekulanten. Noch hält die Angst vor einem Domino-Effekt die Euro-Staaten zusammen. Doch so stabil ist kein Schirm, dass er bei den ständigen Anfeindungen nicht irgendwann einknickte. Dann kommt es womöglich doch zu einem Europa der zwei Geschwindigkeiten oder mindestens zur Teilung der Währungsunion in einen Euro-Nord und einen Euro-Süd – mit all den Nachteilen für die deutsche Industrie, die jetzt immer verschwiegen werden. Finnland schneidet bei »Pisa« stets besonders gut ab. Nach dem jetzigen Wahlergebnis sollten die Bildungstests vielleicht doch noch mal überprüft werden. Setzen sich die wahren Finnen bei den Koalitionsverhandlungen durch, ist das zwar kein Gegenbeweis dafür, dass die Finnen einfache Rechnungen meistern können. Doch gehört ihnen dafür in den Kopfnoten ein Ungenügend für solidarisches Verhalten in Europa und fehlende Berechenbarkeit.

Liebes Westfalen-Blatt. Anscheinend wisst Ihr wenig über das Land zwischen Helsinki, Turku und Rovaniämi. Da oben in Suomi wohnen keine 15 Millionen Fans von Alvar Aalto sondern grad mal 5,3 Mio. auf ein wenig über 300Tsd. Quadratkilometern. Man sollte sich schon tiefergreifende Gedanken über die wachsende Ablehnung des Brüsseler Wahns machen. Über die Schattenregierung eines europäischen Gebildes, das eigentlich angeblich mal aus anderen Gründen als der politischen Gängelung der Europäer gegründet wurde. Alles, was die Berliner Pappnasen hier großmäulig ihren Untertanen „nicht zumuten“ wollen, kommt dann als bewusster und gewollt aufgemotzter EU-Bumerang und „Vorschrift der Komission“ zurück. Perfides Spiel. Mit Vorratsdatenspeicherung, zu der unser oberstes Gericht „No“ sagt und tausend anderen Mätzchen, über die auch eine sehr blonde Frau Koch-Mehrin mit abstimmt. Brrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Bekanntlich können wir die „Kommission“ nicht einmal direkt wählen.

Siehste. Da haben eben eine Menge Finnen einfach mal die Nase von voll. Das wird in diesem blühenden Land Deutschland garantiert nicht passieren. Unsere weise Minderheitsregierung (gegenwärtig um 38% bei den Wahlberechtigten) unter Europas Finanziererin Merkel weiß schon, wie sie das verhindert. Wenn sich Widerstand regt, wird mit der Katastrophenkeule, Euro-Crash und anderen erfundenen Stories gedroht. So wie das damals eben in Pankow ein gewisses Politbüro beherrschte und per Wende später ihre in Blauhemden erzogenen Epigonen ins Gesamtdeutschland schwemmte. Da wüten sie noch heute.

Der tiefe Hang der NW zum Boulevard

Wir haben das Thema ja hier schon häufiger angerissen, aber es muß was Manisches in der Niedernstraße vor sich gehen. Immer wenn sich vom Volks- und Regierungshetzmitteilungsblatt BILD was rührt oder Karl-Theodor die neuesten ministeriellen Entscheidungen per im ministeriellen Auto beifahrender Chefredaktion eingetrichtert bekam („Fregattenkommandant beurlauben….) , ist die NW mit Heidi Hagen-P. ganz vorne mit dran und widmet dem ehemaligen Bielefelder Herrn über max. 500 Worte BILD und seiner „bezaubernd“ aufdringlichen vielschreibenden Gattin Katja Kessler reichlich viel Zeitungsplatz. Der selbst zur Cheflockerschreiberin ernannten gebürtigen Kielerin ist ihr Bielefelder Gatte „Bruder im Geiste des Gel mit Loddar und Karl-Theodor“ das meistgeliebte Objekt ihrer Romanschreibwut. „Schatzi“ nennt sie den Typ, der immer noch überdimensional eine Wand der Berliner „taz“ ziert.

Ach Kesslerin, ach Heidi H.-P. Eben ist ein Sack Reis in Beijing umgefallen und BILD hat die Schlagzeile des Tages: „Wumm. Hat es Katja, Kai und Heidi H-P erwischt?“

Vielleicht sollte man aber mal angesichts des neuesten „journalistischen“ Ergusses von Kesslers „Schatzi“ darüber nachdenken, wo Volksverhetzung beginnt?

Welche Formen die „Hetze von oben“ mittlerweile mal wieder annimmt, zeigt die Startseite des Providers Telekom, dessen „T-online“ bekanntlich von BILD befeuert wird:

Die Zahl der Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger ist im vergangenen Jahr laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung auf ein Rekordniveau gestiegen. Insgesamt wurden 828.708 Sanktionen verhängt, das waren rund 14 Prozent mehr als 2009, wie die „Bild“ unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit berichtete. Der Trend hatte sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet.

Na, immer noch der Meinung, „Völkischer Beobachter“, „Der Stürmer“ und selig-DDR´s „Neues Deutschland“ könnten sich journalistisch nicht wiederholen? BILD lancierte es, dpa pinselte ab und alle, alle pinselten hinterher…. Jetzt wird es aber so kurz vor Ostern wirklich wieder Zeit, so einen Hartz 4-Schmarotzer auf Malle aufzutun und den auf Bertelsmann-RTL´s „Stille Treppe“ der Frau Saalfrank zu setzen, gell? Wenn Volk das dann in der 500-Buchstaben-Postille in schönstem Diekmann-Deutsch liest, regt es sich nicht über das auf, was wirklich aufregenswert wäre. Und davon gibt es jede Menge.

Oops, I did it again.

Und kath hat es schon wieder getan! Nicht nur zum Laptoptaschenkauf von Mitte bis Brackwede, nein, jetzt auch noch zum Leuchtröhrenkauf von der Universität bis Baumheide (Obi).

Unerhört!

Aber der Umweltschutz der Feuerwehr war schon vor Ort – allerdings um den ganzen Verkehr bis zur Bechterdisser Straße / Ostring zu regeln. Ich hab mich schon gewundert, seit wann am Montag bei Obi Kampftag ist, waren aber alles nur ausgefuchste Bielefelder die eine „Abkürzung“ genommen haben. Eckendorfer Ecke Schelpmiser Weg war nämlich dicht nach einem Verkehrsunfall.

Großen Dank auch an die kompetente Polizistin, die auf der Kreuzung Altenhagener / Eckendorfer / Ostring den Verkehr folgendermaßen geregelt hat: „Da ist ein Unfall, sie können nicht weiterfahren, hier ist Stau.“

 

Gut, hat der LKW Fahrer aus seinem Fahrerhäuschen jetzt die letzten 4,3km auch noch nicht mitbekommen. Die Polizei – Dein Freund und Helfer. Jesus.

Statt dem perfekten Dinner zeigt Vox ab nächster Woche übrigens den perfekten Stau.

Beginnend am Ostwestfalendamm in Richtung Innenstadt, Abfahrt Ernst-Rein Straße, dann ein schönes Ründchen zur Engerschen Straße, einmal Sightseeing in Chill-desche, back to the roots dank total verschmutzter Fahrbahn, weiter bis zur Eckendorfer. Spart sogar noch Sendezeit und man kann Oetker Werbung einblenden. Immerhin braucht man derzeit lediglich 2 Gänge. Die Hauptmahlzeit kann man weg lassen, die kommt einem eh nur wieder hoch.
Aber ein Gutes hat es ja. Mossis autofreier Jahnplatz könnte schon bald umgesetzt sein. Staut sich nämlich alles drumherum.

 

 

Steigt ARMinia heute ab?

Bielefeld ist mit 27,5 Millionen Euro verschuldet, kann die Gehälter nicht zahlen und bekommt keinen Kredit mehr. Nachdem die Mitgliederversammlung am 5. April einer Ausgliederung des Stadions in eine eigenständige Gesellschaft zugestimmt hat, werden diese Schulden auf 21,5 Millionen Euro reduziert. Ob die 35 betroffenen Profivereine die 1,2 Millionen Euro jemals von Bielefeld zurückerhalten werden, ist zu bezweifeln. Steuert Bielefeld in die Insolvenz, wäre die Millionenzahlung sofort verloren. Bekommt der Verein trotz seiner Schulden in Höhe von 21,5 Millionen vom DFB die Lizenz für die 3. Liga, ist er vorerst nicht zur Rückzahlung verpflichtet. In einem Zeitraum von fünf Jahren muss Bielefeld die 1,2 Millionen Euro plus fünf Prozent nur bei einem Wiederaufstieg in die 2. Liga zahlen. In diesem Fall mit dem Antrag auf Lizenzerteilung für die dem Aufstieg aus der 3. Liga folgende Saison.

Das Fußballfachblatt „Kicker“ beschäftigt sich mit dem „Fall Arminia Bielefeld“ und bescheinigt den Almisten, für „ein Reizklima“ zu sorgen. In der Tat. Nicht nur nüchtern betrachtet, ist das Possenspiel rund um das Stadion schon von der Art, mit der Grete Weiser damals die Massen begeisterte. Kurz nach dem heutigen Mittagsläuten kam noch keine Kunde aus Frankfurt vom DFB…

Aktuell hat der Ausschuss das Thema vertagt und weitere Unterlagen von ARMinia angefordert. Wie sagte Finanz-Schnitzl doch grad noch neulich? „Ist doch nur Formsache…“ Aber hallo!

Und warum mußten die heute mit dem B-Jugendtrainer von Ahlen einen neuen Trainer vorstellen? Verschweigen sie, die Lizenz für Liga 4 bereits zu haben und 3 gleich zu überspringen? Oder fangen sie im B-Jugendbereich neu an? Präses Brinkmann in kurzen Höschen und das Schnitzel mit 96er-Stutzen, das wär doch mal ein Gag: „Forever young“.