Archiv für den Monat: Januar 2011

„Jagd auf das Einhorn“

Michael Backhaus ist nicht nur stellvertretender Chefredakteur des größten Schmierblattes dieser Republik, nein er ist auch einer jener journalistischen Pfeifen, in die der Freiherr aus Franken seine unangenehmen Ausdünstungen bläst und die daraus, zumeist, schräge Töne erzeugen. Er steht seinem Baron so nahe, dass er uns schon am 17. 10 2009 wissen lässt, wie Freunde den Gegeelten nennen: KT!

Seit Sonntag nun brüstet sich Backhaus, seinen Minister am Freitag auf einer Fahrt von Fulda nach Esselbach begleitet zu haben und dem Gesalbten beim Platzen seines Kragens beobachtet zu haben.

Selbst Kleinigkeiten sind ihm noch sehr gut erinnerlich. So weiß er, dass „der gepanzerte Audi A8 mit 200 Kilometern pro Stunde durch die Freitagnacht schießt“ (Was für ein wundervolles sprachliches Bonmot: schießt!) just in jenem Augenblick als Guttenberg ausruft: „Es reicht,“  und das freiherrliche  Kleidungsstück, das einem alten Sprichwort nach, dem barönlichen Astralkörper näher ist als dessen hochwohlgeborene Hose, urplötzlich seines Kragens verlustig geht.

Aber nicht nur der fränkische Edelmann muss nun fortan und bis in alle Ewigkeit ohne Hemdkragen herumlaufen, auch Backhaus verliert etwas. Etwas von dem seine Umwelt bestreitet das er es je besessen hat: Seine letzten drei Hirnzellen.

Und so kommt es, das ein paar Stunden später, während draußen, im vom bleichen Mond gespenstig beleuchteten Moorwald, Wehrwölfe schauerlich heulend, nach ihren jungfräulichen Opfern suchen, in einem kalten, nur spärlich beleuchteten, unterfränkischen Hotelzimmer, ein von Fieber und Wahnvorstellungen geschüttelter Mann, folgende Zeilen in sein Notebook hämmert:
„Das Einhorn gilt als das edelste aller Fabeltiere. Ihm werden seit Jahrhunderten Wunderkräfte zugeschrieben wie die Erweckung von Toten. So gesehen, (nämlich aus der Sicht der, durch die von und zu Guttenbergschen Wunderkräfte von den Toten erweckten, Anm. v. Notepicker) ist Karl-Theodor zu Guttenberg das Einhorn der deutschen Politik.
Zu den Menschen hat das Einhorn schon deshalb ein schwieriges Verhältnis, weil sie es wegen seines wertvollen Horns jagen. So ergeht es derzeit auch dem Beliebtesten unter den Politikern. Nicht nur die Opposition, auch mancher aus den eigenen Reihen möchte die Gelegenheit nutzen, Guttenbergs Horn
der Popularität zu kürzen.“

http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2011/01/23/backhaus/kommentar-von-michael-backhaus.html

Böse Zungen im Unterfränkischen behaupten, dass seit letzter Woche ihre Lieblichkeit, Stephanie von und zu Mediengeil, jeden Abend gewissenhaft prüft, ob des freiherrlichen Horn sich noch im Vollbesitz seiner vollen Größe befindet.

„Bürgerjournalisten“ fürs „Qualitätsblatt“

Billig und willig: Chefredakteur Claus Strunz will mit einem ungewöhnlichen Projekt die lokale Kompetenz des „Hamburger Abendblatts“ steigern – er schickt 18 Bürgerjournalisten für wenig Geld auf die Straße, sie sollen gemeinsam sieben verschiedene Stadtteil-Blogs füllen. Das besondere an der Aktion des „Abendblatts“, die sich „Mein Quartier“ nennt, ist, dass für die Stadtteile nicht etwa professionelle Journalisten zuständig sind, sondern engagierte Normal-Bürger. Die sollen multimedial berichten – inklusive Fotos und Videos. Das Equipment sponsort Vodafone. Ausgewählte Beiträge erscheinen mittwochs in der gedruckten Zeitung. Und nur für die gibt’s Geld. Quelle: turi2

Soso. Da geht es wohl vor allem darum., wie das von „Qualitätsjournalisten“ gemachte „Qualitätsblatt“ aus einem ganz bestimmten Verlag nochmal so richtig spart. Kann aber auch sein, dass den Pressemeldungen ins Blatt stellenden „Qualitätsjournalisten“ mal ein bisschen aufgezeigt wird, wozu „Bürgerjournalisten“ in ihren Quartieren fähig wären, würde man sie anständig bezahlen. Schliesslich sonnt sich das „Qualitätsblatt“ aus bestimmtem Verlag in der „Bürgernähe“.

Mit Rouven R. schickt die NW wenigstens noch einen gestandenen Schreiber mit schwerem Notebook im Westen herum….

Gerüstet für den Herztag

Ein anständiger Mann macht in seinem Mobiltelefon für den 14. Februar eine Notiz und schreibt was mit „An Herz denken“ rein. Das Dingens erinnert ihn zwar rechtzeitig, aber er weiss natürlich nicht mehr, was „An Herz denken“ bedeuten sollte. Der Valentinstag am 14. Februar ist ja nur in Männerköpfen, wenn sie das sehen, was oben gezeigt wird:

Valentinstagmässig dekorierte Schaufenster, an denen dick „14. Februar“ steht.

Das hier zeigt der Kaufhof in Mitte.

So macht man „moderne“ Politik nach Herrenmenschenart

Wie sehr wir hier an der Blitzerschlagbaumbewachten A2 im geistigen und politischen Rückstand leben wird deutlich, wenn man auf „Nachdenkseiten“ liest, wie der Herr Kriegsminister seine „Politik für die Menschen da draußen gestaltet“. Bitteschön. Einfach lesenswert. Immerhin hat der Chefredakteur des Springerschen Kampfblattes mal diese wunderschöne Metropole unsicher gemacht, bevor er zu Höherem berufen wurde:

Denn nach Medienberichten war der Kapitän der „Gorch Fock”, Schatz, am späten Freitagabend während einer gemeinsamen Auto fahrt des Ministers mit einem Reporter der Zeitung „Bild am Sonntag” abberufen worden. Ein Bericht des Blattes erweckt den Eindruck, als habe der Minister während der Fahrt („der gepanzerte Audi A8 schießt mit knapp 200 Kilometer pro Stunde durch die Freitagnacht… als Guttenberg der Kragen platzt.”) seine Entscheidung getroffen, nachdem „immer neue Einzelheiten über seltsame Rituale und Quälereien” auf der „Gorch Fock” bekannt geworden waren.

Jetzt wünsche ich mir einen Kommentar von Urban Priol oder Volker Pispers.

Leichenwärme für Schwimmbadheizung? BI denkt schon weiter

Eine britische Stadt will überschüssige Energie aus einem Krematorium nutzen, um ein öffentliches Schwimmbad zu heizen. Damit werde ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, begründete der Stadtrat von Redditch in Zentralengland seine Idee, die von Kritikern als krank bezeichnet wird. Die Krematoriums-Hitze würde ansonsten in die Luft geblasen, sagte ein Behördensprecher. Eine endgültige Entscheidung soll Anfang Februar fallen.

„Always look on the bright side of life“ heisst es bei den britischen monty pythons. Aber Engländern graust es weder vor Victoria Beckham noch der Beheizung von Schimmbädern mit Leichenwärme. Nicht mal vor der Verwaltung einer Stadt durch die arvato-Jongleure in der langen Nachbarstadt mit G. schrecken sie zurück. Ein bisschen geht in der Diskussion unter, was hier in der Glitzermetropole Stadtkämmerer Franz-Josef Löseke angesichts gähnendleerer Stadtkassen angedacht hat. Der Mann, der in die Kameras immer so mausig guckt, als ob am Blitzer auf der A2 mal wieder ein Specktransporter mit Tarnkappe voll Richtung Hannover vorbeigefahren ist, ist schon viel weiter. Hier müssen Sie nicht sterben, um dann Schwimmbäder zu heizen. Hier genügt Ihre Atemluftabwärme. Da in der „Kapitale der Brachflächen“ angeblich Brachflächen zur Ansiedlung von Firmen fehlen – was die ganze Misere dieser kleinen Metropole auf einen Schlag erklärt – will er die Stadt mit einer Riesenplatte deckeln lassen, luftdicht abschließen und die Atemluftwärme heizt dann. Auf die Platte lässt der Dezernent M. dann wunderbare Firmen ansiedeln. Allerdings habe der Kämmerer noch ein Problem: Noch wisse man nicht, wie man den über 320.000 BielefelderInnen Sauerstoff zuführen solle. Aber so eine Kleinigkeit löst man im schildaesken Rathaus am Niederwall mit Halblinks. Da wo die SPD ungefähr steht, wenn sie mal wieder vergessen hat, wofür sie überhaupt mal stand.

Noch hat Bezirksregierung die Haushaltsmittel aber nicht freigegeben. Herrn Lösekanns Einsparungen durch Erhöhung von Steuern und Abgaben in Höhe von 40 Mio. würden nämlich nicht reichen. Da müssten die Gewerbesteuern erhöht werden. Tja, so ist das eben, wenn Lipper über Ostwestfalen bestimmen. Die verkaufen ja auch massenweise Oma ihr klein Häuschen und stocken die Externsteine damit auf.

Wat sind die Bürger doch doof

Neulich, als die Räumung des Schnees in der Glitzermetropole das PR-mäßig so gut geölte Getriebe eines der größten Anzeigenkunden der größten Gazette der Metropole ein wenig von Bürgern kritisiert wurde, gab man sich weise, siegessicher und überlegen. Jetzt legt die NW noch eine Schüppe drauf und jagt Volontärin Indira Kley hoch zu Müllwagen durch Heepen. Bio-Müll entsorgen. Natürlich wird die ganze Orgie überaus positiv gestaltet und mündet in den Seitenhieb:

„….wofür die Autofahrer aber kein Verständnis haben“

Nun gut. Wenn „wir“ als Masse denn kein Verständnis für den schweren Beruf der Müllwerker haben, dann hat ja die NW jetzt mal schnell für eine Lobby gesorgt. Da fallen einem spontan eine Menge Berufe ein, die auch einmal eine ganzseitige Reportage mit leicht feuchten Augenwinkeln verdient haben. Die machen ihren Job aber tagein – tagaus und kein Mediengeschwader würde auch nur eine Sekunde auf die Idee kommen, darüber zu reportieren.

In die ähnlich gelagerte Schiene der morgendlichen Wügereize passt auch die „Impulsgeber“-Seite der NW. „Glück ist keine Glückssache“ wird da Management-Guru Reinhard K. Sprenger grossseitig promotet. Einfach am 17. März in die Stadthalle gehen und Sprengers Sätzen folgen. Dem Herrn bringts nettes Zubrot ein und Sie gehen beschwingt als völlig anderer Mensch aus der Veranstaltung. Wäre doch gelacht, wenn der Sprenger das nicht hinbekäme. Liegt doch nur an Ihnen. So wie Sie winters Schnee in Straßenbahnschienen schaufeln, damit die entgleisen, über Schneemassen an Haltestellen oder ungestreute Straßen maulen, wird der Sprenger und die NW ihnen schon beibiegen, woran das liegt. An Ihnen selbst! Da Sie ja pro „Motivationsvortrag“ nicht so um die 10 – 15.000 bekommen (Euro natürlich) machen Sie was falsch. Gucken Sie einfach treudoof in eine Kamera, erzählen Sie, im Himmel sei Jahrmarkt und holen Sie sich die Karte dafür bei der NW ab.

Dann klappt das auch mit dem Haushalt der Fastpleitestadt, dem Nichtabstieg der ARMinia und der „Marke Ich“, deren NW-Vortrag am 26. Mai eine Frau Krüll schon vorbereitet hat.

Es liegt also an Ihnen. Fahren Sie ruhig ab und zu mal Ihren Müll selbst ab, schaufeln Sie den Schnee an den moBiel-Haltestellen weg und helfen Sie der Stadt, indem Sie mehr Steuern zahlen und ein freiwilliges Helferjahr einlegen. Unbezahlt natürlich. Tut der OB mit seiner Junta doch auch. Wenn er einkaufen geht, zahlt ihm niemand seine Zeit. Halten Sie Ihre Klappe zu allem, was die Schildaeska am Niederwall oder Wolferl der Stadtwerker so machen. Es steht Ihnen als Bürger nicht zu. Sagt auch indirekt die NW.

Sollte das alles nicht klappen, schickt die NW als treuer Diener der Stadtoberen wieder Indira mit Fotograf Wolfgang Rudolf.

„Tjakka“, sagte mal ein gewisser Emil Ratelband und mutierte zur Witzfigur des Jahrzehnts. Mal sehen, ob ich irgendwo in dieser wunderbaren Fastpleitestaat einen verschlafenen Menschen („Die wollen nur nicht arbeiten“) aus dem vierten Hartz treffe, dem ich ein fröhliches „Tjakka, Du schaffst das“ zuwerfen kann.

Da kriegste das Wiehern

Die große Neuigkeit für die Fohlensaison 2011 heißt GSM Alarmer. Ab Februar können Pferdebesitzer einen Anruf oder eine Textnachricht auf ihr Mobiltelefon erhalten, wenn ihre Stute ihr Fohlen bekommt. Das ultimative Zubehör GSM Alarmer für den Fohlenalarm „horseAlarm“ benachrichtigt den Pferdebesitzer und das unabhängig von dessen Aufenthaltsort. Pferdebesitzer können mit GSM Alarmer auch während der Fohlenzeit mobil bleiben. Das GSM-Gerät wird an horseAlarm angeschlossen und ruft bis zu sechs verschiedene Telefonnummern an oder versendet Textnachrichten. Das Unternehmen hinter GSM Alarmer, LUDA Elektronik, istseit 2003 im Geschäftsbereich Stall- und Nutzviehüberwachung tätig. Frühere Produkte wie horseCam, horseCam Online und horseAlarm, die in ganz Europa bekannt sind, können miteinander kombiniert werden, um einen optimalen Überblick und maximale Sicherheit zu erhalten. ”Die Idee hinter GSM Alarmer besteht darin, das Sicherheitspaket zu komplettieren, das mit horseCam im Jahr 2003 begonnen wurde. Ein Pferdebesitzer sollte auch während der Fohlensaison zur Arbeitgehen können und einen Anruf erhalten, wennder Alarm durch das Schwitzen oder die Position seiner Stute ausgelöst wird. Mit derUnterstützung von horseCam Online kann der Pferdebesitzer von jedem Computer oder Mobiltelefon mit Internetzugang aus sehen, wie es seinem Pferd geht”,so Ludvig Brost, Geschäftsführer bei LUDA.

Na, ist das nicht eine tolle Nachricht für unsere Ostwestfälisch-Lippisch-Münsterländische Gegend, die mit Pferden und Pferdebesitzern nebst Reitern dicht bestückt ist? Klasse, diese Schweden. Dann lassen wir uns jetzt mal im Småland abholen per „horseAlarm“ (überwachen):-)

SALE in der Glitzermetropole

Stufe 3 im Cinestar

Unten in der Cinestar-Parke putzten sie heute die Ebenen. Also fand das Fahrzeug nach einem kurzen Trip ins Herz der wunderbaren Metropole an der reissenden Lutter Platz unten auf Ebene 5.

Schattspiel an Kaufhof-Tür

Am Ausgang des Kaufhofes warfen die Leute Schattenrisse gegen den grauen Himmel über der Bahnhofstraße. Leichter Nieselregen empfing die Menschen am Rande der träge dahinplätschernden SALE, die nun sogar schon zweifach ausgerufen wurde.

SALE

Textilien reduziert

Gefunden war relativ schnell, was zu besorgen war. Da blieb noch Zeit, den Amerikaner auf der Niedernstraße zu besuchen, dessen großer Anhänger ich nicht bin. Kaffe ist für mich nicht „To go“ sondern „To gemütlich sit“. Die allermeisten aber nahmen ihm im Becher mit. Geschüttelt. Nicht gerührt. Die Begleitung war – obwohl der US-Kaffeetrinksitte nicht abgeneigt – am Ende nicht angetan. Vielleicht lag es aber auch an der schlechten Datenverbindung fürs EiPhone, die ein Hochladen des Bildes der Innenansicht nicht funktionieren ließ. „In Frankfurt ging das einwandfrei“. Kind, die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm ist nicht Frankfurt. Auch wenn sie ab und an diesem Irrtum unterliegt.

Starbucks Innenansicht

Starbucks

Hätte der Rückweg nicht über jenen herrlichen Platz der Glitzermetropole geführt, den man nur aus Versehen „Jahnplatz“ statt „Piazza del Popolo“ vergessen hat zu benamsen, der Vergleich mit Frankfurt wäre negativ geblieben. Aber so leuchtete „Piazza del Jahn“ wie Wellblechschweinchen beim ARMinia-Aufstieg.

Geheimnisvoll

D-Mark

Es gibt wohl in jedem Haushalt geheimnisvolle Schubladen. Irgendwann hat man da etwas hineingelegt oder gar geworfen. Sogar Geld findet man da drin. D-Mark zum Beispiel. Beißt man drauf, spürt man noch die alte Härte. Was passiert eigentlich, wenn man Euros in eine jener geheimnisvollen Schubladen legt und vergisst? Werden die weich? Frisst die Inflation sie auf? Ein Test, der jetzt begonnen werden muss.

Der Lack bröckelt

Klopsmeister Guttenberg

Noch ein Klops und der „im Universum beliebteste“ Politiker (Laut BILD-Werbekampagne und Kernerscher Kundus-Show) zuGuttenberg ist endgültig als politischer Schaumschläger erster Güte enttarnt. Wie hier die NW distanzieren sich nach der kläglichen Eigendarstellung in Sachen „Gorch Fock“ selbst dem Heiligen aus der fränkischen Provinz sonst kritiklos zu Füßen Liegende Journaillen von den einsamen unkontrollierten Entscheidungen des Herrenmenschen mit Betonfrisur. Da nützt alles wortreiche, gedrechselte Geschwafel nichts, da hilft auch kein billiges Kundusballett mit Truppen als Staffage. Da zeigt sich einfach: Der Bub kann es nicht. Und wer nimmt Kanzlerin Merkel wirklich noch ernst?

Und auch das geistert durch die Presse:

In der Bundesregierung droht ein neuer Konflikt um die Haushaltssanierung. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verlangt von Finanzminister Schäuble (CDU) bis 2014 zusätzlich 1,2 Milliarden Euro für den Umbau der Bundeswehr. Das erfuhr die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Montagausgabe) aus Regierungskreisen. Das Geld sei für „attraktivitätssteigernde Maßnahmen“ wie etwa Prämien für Freiwillige vorgesehen sowie zur Abdeckung von Kosten der Verkleinerung der Bundeswehr wie beispielsweise Vorruhestandsregelungen. Guttenberg muss laut Sparkonzept der Bundesregierung eigentlich in den kommenden vier Jahren 8,3 Milliarden Euro bei der Bundeswehr einsparen.

Jaja, man muss erst mal ordentlich was ausgeben und danach dann ordentlich sparen. Oder so.

Facebook enttarnt

Vom Netzwerk zur Cash Cow: Facebook wird ein immer wichtigerer Werbeträger und wandelt auch in Deutschland auf den Spuren von Google. Der deutsche Vermarktungschef Scott Woods, ein früherer Google-Mann, nennt zwar keine Umsatzzahlen, sieht aber bereits 16 Prozent aller Werbeeinblendungen im deutschsprachigen Internet bei Facebook – vor einem Jahr seien es erst 3 Prozent gewesen. In den USA konzentriert Facebook nach eigenen Angaben bereits 28 Prozent aller Online-Werbeeinblendungen auf seinen Seiten. Neuerdings können Firmen dort Aktionen wie das Check-In eines Nutzers bei Starbucks promoten und als „Sponsored Story“ gegen Bezahlung herausstellen lassen. So rauscht es heute durch die Presse. Aha. Erst nett und süß und huppidruppiwunderbar alle auf die Plattform holen, dann die Adressen undercover verkloppen und schließlich die nächste Web-Blase aufbauschen.

Wer will, bitteschön. Aber wundert Euch nicht, wenn da fleißig von der Zuckerberg-Truppe Inhalt mit Werbung, Undervocer-PR zum Wohle des Heiligen aus den USA vermanscht wird.

Wie die „Wirklichkeit“ aussieht, kann man dieser Meldung auf „pressetext.de“ entnehmen:

Das Zusammenkommen mit potenziellen Geschäftspartnern in der realen Welt – das sog. Networking – ist für das Geschäft wichtiger als das Online-Marketing über das Web 2.0. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus einer gemeinsamen Studie des Münchner Unternehmerkreises Informationstechnologie (MUK IT, www.muk-it.com) und der PR- und Social Media-Agentur European Marketing Communications (euro.marcom, www.euromarcom.de) ziehen. Grundlage bildet die Befragung von über 150 vornehmlich inhabergeführten Software- und Servicehäusern sowie IT-Beratungsfirmen aus Deutschland. Laut Umfrage sind über drei Viertel (76 Prozent) der IT-Führungskräfte in erster Linie daran interessiert, ihr persönliches Networking zu verbessern, um damit das Geschäft in
Schwung zu halten. Hingegen wollen „nur“ knapp die Hälfte (49 Prozent) das Web 2.0 für ihr Marketing einsetzen.

Der Glasnotstand

Die wunderbare, verträumte, romantische, herrliche glitzernde Metropole parallel zur Autobahn A 2von Hamm nach Hannover und umgekehrt hat da wohl ihr nächstes Problem. Wir ließen unsere Bürgerreporter ausschwärmen und siehe da, sie kamen mit erschütternden Nachrichten zurück. Aus einer repräsentativ befragten Menge Einwohner hatte jeder 1,26758te Zweifel daran, dass der neue Glasabfahrer „Sita“ (früher Tönsmeier und Reiling) es nun endlich schaffe, dieses herrliche Gemeinwesen vom Altglas zu befreien. Wie die Container-Polizei (erkenntlich an metallicsilbernen Anzügen mit drei Sparren rückwärts) immer wieder beobachtete, sollen Fahrer die vollen Container aufgenommen haben, einmal rund Südring transportiert und dann in Deppendorf woieder abgesetzt haben. Das geht natürlich nicht. Jetzt ist OBPit gefragt, aber der kämpft ja grade noch an der Promenaden-Hundefront.

Was ging denn da ab?

Ein 21 Jahre alter Mann gab am vergangenen Samstag in einer Bielefelder Bar zwei Cocktails zurück, weil sie ihm zu dünn vorkamen.

Doch der Barkeeper wollte dem jungen Mann kein neues Getränk zubereiten. Stattdessen kamen Mitarbeiter der Bar, die dem Gast sagten, dass er die Räumlichkeiten verlassen könne und die Getränke auch nicht bezahlen muss.

Als der 21-Jährige die Bar verließ, wurde er von einem Angestellten angesprochen. Dann kamen noch zwei Personen dazu und schlugen und traten auf ihn ein. Die Täter ergriffen nach dem Angriff die Flucht. Der junge Mann hat den Vorfall bei der Polizei angezeigt.

http://look.ag/m/fs1

Mutti hinter Gutti

Der Verteidigungsminister geht zum Angriff über. Soso. Und Mutti stellt sich hinter Gutti. Versteckt sie sich? Oder bringt die Masse der Journaille in der Aufregung um den seit Jesus beliebtesten „öffentlichen Menschen“ nur etwas durcheinander? Sie macht ja auch mehrheitlich aus der „Suspendierung“ des Käptns der Gorch Fock schon ein „Gefeuert“. Macht ja nichts, wo man in der BILD-Zentrale ohnehin schon die Politik der Bundesrepublik bestimmt.

Nächster Kanzler Kai D. mit Katja statt Gutti mit Stephi?

Eine spitzzüngig „feynsinnige“ Betrachtung unter dem Titel „Der Boulevard regiert“ gibt es auch hier.

Das ist nur ein Test

Das ist jetzt einfach mal ein Test. Bilder können wieder hochgeladen werden. In Hamburg fließen beim Betreiber die Schweißtropfen, schließlich muss ja auch die Kommentarfunktion wieder eingerichtet werden. Wird auch bald…..

Neues von Burg Guttenberg

Karl-Theodor zu Guttenberg redet nicht lange um den heißen Brei herum, er handelt. Das macht in so beliebt. Stunden, nachdem er Ermittlungen über mögliche Vorfälle auf dem Segelschulschiff »Gorch Fock« angekündigt hat, feuert er den Kapitän. Das geht nun doch zu schnell. Die Gerüchte sollten doch zunächst auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden, bevor Konsequenzen gezogen werden. Oder der Verteidigungsminister verfügt über so glaubwürdige Aussagen, dass eine sofortiges Handeln erforderlich ist. Dazu könnte die Furcht gehören, die Untersuchungskommission könnte auf dem Schiff nicht ungehindert ermitteln. Oder der bisherige Kommandeur wollte versuchten Einfluss auf die Zeugenbefragung zu nehmen. Beides wären schwerwiegende Vorwürfe, die bisher aber nicht bewiesen sind. Ebenso ist es nur ein Gerücht, dass die Zeitung mit den großen Buchstaben den Minister über weitere Vorfälle informiert hat, der daraufhin gehandelt hat. Wenn Guttenberg allerdings so einfach zu beeinflussen ist, sollten die Untersuchungen auf den Minister ausgeweitet werden.

Liebes Westfalen-Blatt, vergesst nicht, wo Mister Betonfrisur herkommt. Abends, wenn die Junker das Nünbercher Roschtbroatwürschtle vom einzigen Grille der Burg geholt und verspeist hatten und die Freifrau ihre ausführliche Korrespondenz in Sachen Kinderpo— mit Unterstützung des BILD-Chefzeilisten Dieckmann und seiner großklappigen Angetrauten erledigt hatte, mussten ja schnelle Entscheidungen getroffen werden. „Welchen Knecht verhauen wir heute, Stepherl?“ , hieß es dann von Ihro Hochwohlgeboren, während Vattern Enno den „Großen Zapfenstreich“ für den Gorch-Fock-Käptn blasen ließ. Voreilig natürlich, wie es dieser Familie zu eigen ist. Schließlich wohnen sie Gott näher als gewöhnliche Sterbliche. Da ist manchmal schon ein bisschen Schwund drin. Kollateralschaden eben.

„Stepherl“, ohnehin nicht mit dem größten Weit -, Aus -, und Klarblick gesegnet, entschitt das dann immer so: „Mach Du, Karl-Theodorus, das, was uns ins Kanzleramt bringt“. Dann ging sie mit der BILD-Zeitung noch ein bisschen aufs Plumpsklo. Spülung hatten sie da ja noch nicht auf Guttenberg. Die kam erst, als BILD da zehn Stück am Tag im Dorf verteilen durfte. Als Amtsblatt sozusagen. In handliche Quadrate geschnitten, war damit am nächsten Tag gut sch…….

So oft wie da wurde der Diekmann noch nie runtergespült.

Gutti macht wieder Gutsherren – Politik

Noch am Freitag hieß es vom phantastischsten, intelligentesten, eloquentesten und in der Eigendarstellung nebst Barbiepuppengattin (Mit Kerner in Kundus im TV) unerreichten ÜberSuperDupiminister vuzG, man „solle nicht vorverurteilen und vorschnell handeln“. Was ja so seine Art ist. Dann entließ er den Kapitän der „Gorch Fock“ . Vorausgegangen sei „ein Anruf der BILd beim Minister“, man werde „dramatische Einzelheiten von der „Gorch Fock“ berichten“. Darauf entließ der Herr Gutsherr den Vasallen. Zu lesen sind in BILD die Aussagen eines (!) einzelnen Offiziersanwärters.

Ja Freunde. So wird Politik gemacht. Erst mal handeln, dann nachdenken, dann untersuchen. BILD hilft schon dabei. Wer kann Herrn Gutsherr schon das Brackwasser reichen.

„Schluss mit Gentechnik-Protest“

Rund ein Jahr nach der Mehrheitsübernahme durch den Oetker-Konzern zieht sich Bionade aus der Unterstützung der Umweltbewegung zurück und streicht das Sponsoring des Öko-Festivals „Rock for Nature“. Der Unternehmenschef der Bio-Brause bestreitet, dass es einen Zusammenhang mit dem neuen Mehrheitseigner gibt …

Alles lesen bei n-tv

Cybermobbing?

An der Bielefelder Bosse-Realschule geht es so richtig rund. Angeblich prügeln Mädchen ein anderes Mädchen, reißen Haare aus und sorgen für ein Schädel-Hirntrauma. Sagt die NW. Die Schulleiterin – nimmt man die Leserkommentare in der NW als Maßstab – ist angeblich „unfähig“ und wiegelt ab. Ehemalige melden sich. Schüler gehen zur NW und bestätigen den angeblichen „Überfall“. So weit so ungut. Dass „natürlich Cybermobbing“ im Spiel ist, entnimmt man dem NW-Bericht ebenfalls. Nachvollziehen wäre es, verfolgt man manche Facebook- – und Schüler VZ-Einträge bildlicher und verbaler Art. Wie wäre es mit einem Unterrichtsfach: „Was gebe ich im Web von mir preis und welche Folgen kann das haben?“.

An was erinnert mich das? An eigenes Erlebnis. Damals noch ohne das pöse, pöse Inteternet. Der schmächtige Kunstlehrer – 1 Kopf kleiner – schlug wegen angeblicher „Gesänge“ mit dem langen Lineal auf mich ein, ich mit einem gezielten Faustschlag zurück. Ergebnis: Klassenlehrer und Mitschüler hatten in ihrer Feigheit den „Mohren“ gefunden und trauten sich nicht, gegen den Kollegen vorzugehen. Wechsel des Gymnasiums, Beschwerde beim zuständigen Kultusminister, an deren Ende die Versetzung des schlagwütigen Kunstlehrers stand. Er aber in vorzeitigen Ruhestand ging.

Mal sehen, was an der Bosse-Realschule noch so alles zutage tritt….

Der ARMinia-Posse nächstes Kapitel

Gegen den Verwaltungsratschef von Arminia Bielefeld, Alexander Geilhaupt, liegt ein Antrag auf Vereinsausschluss wegen vereinsschädigenden Verhaltens vor. Das bestätigte Arminia Bielefelds Präsident Wolfgang Brinkmann.

… schreibt die NW auf ihrer online-Seite. Wozu gibt es einen Verwaltungsrat? Doch wohl zur Kontrolle des Präsidiums? Was passiert, wenn „Mr. Präsident“ eigentlich allmächtig ist und kraft höheren eigener Eingebungen (wie das so ist bei politisch gefärbten Menschen) letztlich alles an Kritik an ihm und seinen Führungseigenschaften abbügelt ? Im Falle ARMinia ist die Antwort leicht:

Der Verein fährt gegen die Wand. Zack. Fertig.

Oder hat der „Herr Stadtwerke“ nur das Beste für Verein, Stadt und drumrum im Sinne?

ARMinia-Lienen: „Wir werden es versuchen“

„Hochrechnungen bringen uns nicht weiter – in erster Linie geht es um den Klassenerhalt. Wie viele Punkte am Ende ausreichen, ist reine Spekulation. Natürlich macht es jeder Sieg einfacher, aber es macht keinen Sinn sich deshalb verrückt zu machen“, so das klare Statement des Trainers. „Wir werden versuchen, in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze zu gehen und Punkte zu holen. Es warten jetzt schwere Gegner auf uns, aber wir haben es in der Hand.“

Ausschnitt von der Pressekonferenz des Cheftrainers der ARMinia vor dem Spiel bei Energie Cottbus. Ok. Aber warum wollen sie es nur „versuchen“? Und haben sie es nicht eher auf dem Fuß statt „in der Hand“? Das spielen sie momentan eher in Schweden bei der WM…..

Süßes Abschiedsgeschenk für Thommy M.

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So muß die AR-Notiz in Sachen TM wohl ausgesehen haben. (Bild: Privatarchiv)

Kommt eine Krähe namens Thommy M. in die Feinkostabteilung der Karstadt und schreit: „Freiheit für Thommy“. Sitzt eine Krähe an der Käsetheke und schreit zurück: „Ich hack Dir kein Auge aus, Thommy“. Während sie so langsam in der Karstadt wieder Fuß und Hoffnung fassen – das klassische „Retrohaus“ an der Bahnhofstraße wird chirurgisch modernisiert – kommen immer mehr Dinge über unseren Superdupistar ehemals Bertelsmann, dann ArcandorQuelleKarstadt-Schlächter und Spargelesser bei IHK-Goldbeckchen zutage. So soll der Staatsanwaltschaft ein Protokoll vorliegen, wonach besagtem Thomas M. nur einen Tag bevor er „ehrenvoll verabschiedet“ wurde, satte 2,3 Mio. für „strategischen Weitblick“ und „mutige Entscheidungen“ gezahlt werden sollen.

Wenn das zutreffen sollte, sähen wir gerne Herrn M. gemeinsam mit dem AR-Vorsitzenden der Pleite-Karstadt hinter schwedischen Gardinen. Für lange Zeit. Menschen mit diesem „Weitblick“ können dann mal Wassersuppe kosten. Ob Bertelsmann dann wohl seine „Memoiren“ mit einem Tütchen Mohn verlegt?

Ein Traum von Gutti

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Wir wissen ja nicht, wie es Ihnen so geht. Aber es gibt Träume, da wähnt man sich nach dem morgendlichen Aufwachen fast in der Realität. Fast. Denn real wäre schlimmer. Also hier so ein Traum: Die Sparrenburg, jenes Stein gewordene Symbol unverrückbaren Bielefelder Geistes („Heimliche Hauptstadt des Weltpuddings“), war fest in in zu Guttenbergscher Hand. Das Geschlecht der Raubritter aus dem Fränkischen hatte nach einem Scharmützel auf dem Jahnplatz dank des klugen Einsatzes „Maulesel reitender bayerisch-fränkischer Marinekavallerie zu Fuß“ unter Leitung des „Kabinettstars“ zuG und flankierender medialer Begleitung seiner Maullauten Gattin Stephanie „Kinderpo…Fannerl“ die hiesigen Truppen – vornehmlich aus dem idyllischen Deppendorf – unter Leitung von GeneraloberstOB Peter „Pit“ Clausen in der einmalig schönen Ampelausgehuniform „eisernrotgrüngelb“ schnell geschlagen. Unter Darbringung des großen güldnen Stadtschlüssels übernahm man das Alte Rathaus samt ARMinia-Ehrenbalkon, der schon so lange verwaist ist. Derweil schritt „Kinderpo….Fannerl“ die mit devotem Knie gebeugt vor ihr sitzende Herde der Altstadtkaufleute ab. So mancher hoffte insgeheim, „Fannerl“ würde sich hier in der Obernstraße neu für das nächste Kundus-Event mit einem gewissen Kerner, „The plappering Segelohr“ einkleiden.

Ein Medienereignis erster Güte war dann die untertänigst von seiner Excellenz, Mätre Goldbeckchen von der hiesigen IHK, geleitete „Ergebenspressekonferenz“. Als der Tod einer aus dem Mast der „Gorch Fock“ gestürzten Offiziersanwärtin mit anschließender Meuterei, einem „versehentlich“ von einem Kameraden erschossenen Soldaten, ein Halbmilliardengeschenk an Fliegerbauer Airbus und Rumeierei nach Bombardement von Tanklastzügen zur Sprache kam, wurde „Gelbetonkopf“ zuG ernst:

„Kindereien. So kann man nur in einer Ampelverseuchten Kommune wie, hüstel, Bielefeld, denken. Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind? Wie wagen Sie, mich zu kritisieren? Wie wagen Sie, mich, den beliebtesten Politiker Deutschlands, den Superstar, den“ – die Stimme wurde immer schriller – „Retter des Vaterlandes, auch nur ansatzweise in Zweifel zu ziehen?“. Dann zitierte er lächelnd mit verächtlich gen SPD-OB gebleckten Zähnen den Kernsatz des fränkischen Raubrittergeschlechtes:

„Knie nimmer gebeugt. Immer im Recht. Keine Angst vor einem Dorf mit Blitzer an der A2“

Das saß. Der OB, diesmal ausnahmsweise ohne Führhund „Monty“, schaute zu Boden wie nach dem letzten Spiel der laufenden Zweitligasaison hoch oben auf der Alm.

Plötzlich wurde es hell. Der Morgen graute, Der Traum von der Besetzung der Sparrenburg durch den phantastischsten der phantastischen teutschen Minister – aber ein gelber Brüderle nähert sich ihm, dem Erleuchtetten ungebührlich -war vorbei. Was bleibt ist die Schlagzeile der größten Gazette der Kommune an der reißenden Lutter:

„Guttenberg gerät unter Druck“.

Da fehlt doch glatt die Unterzeile: „Aber er hat sich bereits wie immer herausgeredet“. Das erzkonservative Pöbel bringt bereits Ergebenheitsadressen aus.

Halleluja. Ein Weilchen wird es noch dauern, dann wird der Apltraum der zuG´s als „Familie Kanzler“ Wahrheit. Oder?

Irgendwie scheint auch unser liebes Westfalen-Blatt zu sehen, wie das Talmi des fränkischenSchaumschlägers abbröckelt:

Rückhaltlose Aufklärung – das hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg versprochen. Etwas anderes bleibt ihm auch gar nicht übrig. Damit hat sein Ministerium auch gut zu tun. Mehrfach stand der Lieblingspolitiker der Deutschen im Sturm und ist gestärkt aus dem Unwetter hervorgegangen. Aber diesmal sind es gleich drei Baustellen, die Guttenbergs Aufmerksamkeit verlangen. Dabei erscheint die geöffnete Feldpost – immerhin ein möglicher Bruch des Briefgeheimnisses – noch relativ
harmlos. Die Informationspolitik nach dem tödlichen Schießunfall in Afghanistan ist eine einzige Katastrophe. Warum kennt die Staatsanwaltschaft die Akten seit vier Wochen und warum bleibt der Verteidigungsausschuss so lange ahnungslos? Warum weiß der Wehrbeauftragte mehr über die Zustände an Bord der Gorch Fock als das Ministerium? Nach seiner Amtsantritt hatte Guttenberg zwei seiner engsten Mitarbeiter gefeuert, weil er sich nicht ausreichend unterrichtet fühlte. Jetzt muss er erklären, warum die
Informationspolitik in seinem Haus noch immer nicht klappt.

2,90 € für was?

Mit 2,90 €, welche man uns aus Berlin schenken will, kann man sehr viel anfangen. Vor allem, wenn diese sogenannte Entlastung und vorraussichtliche Senkung der Rentenbeiträge an anderer Stelle wieder in die Staatskasse hereingeholt wird. Hohe Benzinpreise, Verteuerung der Lebensmittel, Kürzungen bei der Solarförderung, das sind die Kehrseiten und zeigt uns nach knapp anderthalb Jahren Kabinett Merkel II das wahre Gesicht von Schwarz-Gelb. Man kann nur hoffen, daß vielleicht die Bundestagswahl vorgezogen wird.

Manche sagen, eine vorgezogene Wahl bringe nichts. Vielleicht hat man recht, vielleicht auch nicht.

Natürlich brauchen wir ein anderes System, andere Politiker und so weiter. Aber so wie es jetzt ist, so kann es so oder so nicht bleiben. Mit dem Kuchen „Steuersenkung“ angelockt, wird man ins kalte Wasser geschmissen. Von leeren Kassen wurde gewußt, und doch wurde was versprochen, was man nicht halten kann. Offenere Wählertäuschung geht wohl kaum. Aber niemand protestiert. Wunderbar erkennt man mal wieder die Trägheit und Beschränktheit der Deutschen zu handeln und zu verhindern, wo und was gehandelt und verhindert werden muß.

Rot-Grün wird auch nicht viel besser machen. Die verloren haushoch 2009 aufgrund des Versprechens der Erhöhung der Sozialleistungen. Obwohl die sozialen Mißstände selbst verursacht.

Wahlen alleine bringen nichts, aber immerhin ein Anfang. So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Wir haben rund 60 Millionen Wahlberechtigte und dem gegenüber stehen 2-3 Mio. Parteimitglieder der großen 5. Kann man da wirklich nichts ändern?

Die Zeiten wandeln sich. Das träumende Volk – die Deutschen, welche geschlafen haben als die Welt verteilt wurde, das Kriegsende als Stunde Null (und nicht das Jahr 33, wie jemand im Spiegel vor Jahren mal schrieb), nach alten Regeln weiterspielen, als wäre nichts geschehen – diese Zeiten sind nur oberflächlich noch vorhanden, doch langsam, aber sicher vorbei.

Es fehlt nur die Orientierung und die neuen Politiker, usw.

Was Frank-Jürgen so alles merkt….

„Wir beobachten, dass deutsche Zeitarbeitsunternehmen Niederlassungen in Polen oder in anderen Ländern gründen. Wir wissen nicht genau, wofür diese Niederlassungen sein sollen. Aber theoretisch könnten diese Firmen ab Mai ihre Mitarbeiter beispielsweise zu polnischen Tarifbedingungen in Deutschland einsetzen“

Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit

Frank-Jürgen, auch schon was gemerkt? Ja, gucken macht schlau, was? Aber bloß nicht anfassen. Ist alles legitim, gewollt und wird so gemacht. Die Fleischhauer, Lohndrücker und sonstigen Ramscher freuen sich schon arg. Vor allem der Ex-SPD-Clement. Der hört gar nicht mehr auf zu lachen. „Sozial ist, was Löhne dumpt“.

Wow. Das „kesselt“

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Die „Jurysten“ am Modell. Gibts auch wieder Granit aus China?

Schon den Siegerentwurf zur Umgestaltung des Kesselbrink gesehen? Nein? Dann haben Sie wenig verpasst. Das Gestaltungsbüro, dem die Glitzermetropole schon die schönste modernisierte Altstadt zwischen Herford und Gütersloh verdankt, hat sich jetzt auch am Kesselbrink versucht, für den ja bekanntlich schon ein paar Milllionen, die anderweitig fehlen, bereitgestellt worden sind. Es ist enorm, welch gestalterischer Entwurf sogar den Gendarmenmarkt zu Berlin – anerkanntermaßen ein schöner Platz – locker in den Schatten des anliegenden Telekomhochhauses stellt.

– Baumallee
– Wasserspiele
– Pavillon mit Glasfassade
– eine liebliche „Skate – Plaza“, wo die Blagen jauchzen können
– Stahlverkleidungen mit und ohne Seitenverkleidung

Die 14-köpfige Jury fand das gestern zu phanatstisch, dass sie sich sogleich fürs NW-Gruppenbild strahlend plazierten. Mittendrin der weltbeste Baudezernent Gregor M. , dessen „Brachflächen – statt – Grünflächen“ – Konzept im Westen Deutschlands immer mehr Nachahmer findet. Schließlich ist sich selbst überlassene Natur der beste Begrüner von Brachland. Wer in seiner Dusseligkeit dachte, die machen da richtig was mit Wasserflächen, einer Konzertbühne und so, kann sich ja in den Schatten der Baumalleen legen.

Ergänzung:

Ab sofort sind die zehn Wettbewerbsentwürfe zur Neugestaltung des Kesselbrinks im ehemaligen Kreishaus, August-Bebel-Straße 92, ausgestellt und können dort während der üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Ein Preisgericht hatte sich am 19. Januar für den Wettbewerbsbeitrag der Büros „Lützow 7 Landschaftsarchitekten / Léon Wohlhage Wernik Architekten / Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH“ als Siegerentwurf entschieden. Dieser und die anderen neun Architektenentwürfe werden nun bis Freitag, 25. Februar, in der zweiten Etage (Flur) des ehemaligen Kreishauses präsentiert. Pressemeldung Stadt Bielefeld.

Butter teurer? Macht nichts. Boni steigen satt

Die Krise ist vorüber, es lebe der Bonus! Weil Finanzkonzerne wieder satte Gewinne einfahren, können Uni-Absolventen auf Spitzenjobs hoffen. Vor allem Investmentbanken machen sich auf die Suche nach jungen Talenten. Gesucht sind BWLer, gern mit exotischer Beimischung. Quelle: Spiegel.online Das Aufmacherbild der Spiegel-Story spricht Bände. Was soll man einem derart dämlichen Rutschengesicht erwarten?

Meine Herrn. Das ist mal eine wirkliche Supernachricht. Lenkt fast ab von Wirtschaftsminister Brüderles Amoklaufartigem „Aufschwung bis zum Himmel“-Gebrabbel. Eben beim Ex-Kultnahversorger, wo im Schnelldurchgang die fehlenden Spaghetti nachgelegt wurden, unterhielten sich Angehörige der „Knapp-nach-Kriegsende-das-Licht-der-Welt-erblickt-Habenden“ über das Thema „Butterpreise“. Erna Schliepenkötter aus Deppendorf sieht das ganz pragmatisch: „Kea, kea, nachn Kriech haben wir dat einfach dünner geschmiert. Cheht auch“. Nun ja. Sag das mal einem der oben beschriebenen BWL- oder Hastnichtstudierten – die jetzt wieder diese wundervollen Lverage-Hebel ziehen, stinkenden Mist in Seidenpapier packen, nochmals einen Hochglanzkarton umdrum und dann den schon hibbeligen Anlegern andrehen. Endlich hat das achte Grün auf dem Teutoburger Golfplatz wieder sein Lieblingsthema: „Anlegen“. Womit kein Steg für die neue Motoryacht gemeint ist.

Da die Politik keinerlei Interesse hatte, diese Mafiaorganisationen und ihre Paten an die Kandarre zu nehmen, geht das Roulette eben weiter. Der Steuerzahler wartet schon, dass er endlich wieder „retten“ darf. Wer hätte gedacht, dass „Monopoly“ mal ein ganz „normales“ Geschäftsmodell werden würde?