Archiv für den Monat: Januar 2011

Begegnung mit Wegelagerei

Verehrter Herr Oberbürgermeister Peter Clausen,

ich hätte da mal eine Frage. Es ist heute nachmittag. 15:11 Uhr. Angenommen, zart wie Sie sind, liegen Sie im Fond Ihres Dienst-BMW und plötzlich werden Sie gradezu nach vorne geschleudert. Ihr Fahrer, seit vielen Jahren ein Muster an Beachtung von Geschwindigkeits- und sonstigen Vorschriften, haut in die Eisen. Linkerhand Höhe Queller Feuerwehr erschrickt er über eine Ansammlung von vielen Fahrzeugen, einer grünen „Minna“ und ca. 8 Bielefelder Wachbediensteten. Verzeihung Polizeibeamten. Eben noch saloppe 50 sollen Sie nun angesichts eines 30-Schildes schlagartig abgebremst werden, was Ihnen die Zähne herausschlagen würde. Sie bekommen nur noch ein muffiges „Hmmmmpfsassa“ heraus und greifen instinktiv zum roten Parteibuch der ziemlich unbedeutenden Anti-Sozialpartei. Ein Reflex einfach. Vor Ihrem Fahrzeug leuchtet eine rote Kelle und ein freundlich grinsender Schwarzblauer winkt Sie nach links heraus. Klar, links. Rechts würden Sie übel nehmen. „Guten Tag Herr Oberbürgermeister“, wirft der Kelleur Ihnen zu, der Sie aus dem hinteren Seitenfenster lugen. „Aber beim Oberhaupt der Stadt machen wir eine Ausnahme. Gute Fahrt noch“. Weiter gehts mit der OB-Fuhre.

War dann leider doch nicht so bei mir. 100 Euro „Verwarnung“, 1 Punkt in Flensburg. Man muss eben schlagartig bremsen, auch wenn der nachfolgende 40-Tonner einen aufgegabelt hätte. Erschrecken ob einer solchen Ansammlung (1 hält die Pistole, 1 kellt links, 1 fragt nach, ob alles ok ist mit den Papieren, 5 gucken, ob es was zu gucken gibt) darf man natürlich auch nicht. Ging aber ein paar hundert „Verkehrsgefährdern“ auch so.

Nun gut, der bebrillte Mittfünziger in der etwas wurstig sitzenden Montur war ausgesprochen höflich und ließ keinen der bekannten Sätze wie „Sie wissen doch….“ heraus. Sei es drum. Wir spenden doch gerne für die Pleitestadt. Wie die Hunderttausende am Bielefelder Berg, denen das Käffchen tief im Tal als „Hauptstadt des Blitzes“ in Erinnerung bleibt.

Was aber richtig ärgerte, war das:

Breitestraße. Du wirfst nen Euro in die Parkuhr. Drückst den grünen Knopf. Parkschein kommt nicht. Du ermahnst ihn. Nichts. Dann wirfst Du 50 Cent rein, drückst den grünen Knopf und der Parkschein kommt.Wir hätten jetzt gerne den Euro zurück, Herr Oberbürgermeister.

Wieder ein paar Sympathiepunkte weniger für das seltsame Gemeinwesen im Tal des Teuro. Hat sich schon ganz schön was angesammelt auf dem Minuskonto. Hat nicht mal was mit ARMinia zu tun. Aber ganz viel mit der Junta dieser Stadt.

Hatte fast vergessen: Die schönere und bessere Hälfte wurde gestern ebenfalls von Wegelagerern mit Pistole geblitzt. Scheint ein neues Spiel zu werden, um das Stadtsäckel aufzufüllen. Nicht die Stadt ist für die Bürger da sondern die Bürger für die Stadt. Oder so. Deshalb muss ja jetzt auch das „Technische Rathaus“ her, um all die Blitzverwalter zu beheimaten.

„Lenasteniker“

Noch am Samstag hatte die Gazette NW ihr „Magazin“ mit Deutschlands „Grand Prix-Wunder“ Lena aus Hannover aufgemacht. Heute – am Abend werden die ersten Titel vorgestellt, aus denen die Zuschauer wählen „dürfen“ – macht sich angeblich Verdruss breit. Lena habe „ihre Unbefangenheit verloren“ heißt es aus der ARD. Hätten sie nicht „Nein“ sagen können, als das Thema „Titelverteidigung“ von TV-Hans-Dampf Raab in den Äther geworfen wurde? Oder haben sie Angst um die Quote, die von Prekariatssender RTL dank „geschickter“ Regie und Kameraführung im Dschungel in ungeahnte Höhen gehoben wurde?

Dabei gilt wie immer: TV-Fernbedienungen haben einen „AUS“-Knopf. Zahlen müsst Ihr aber dank GEZ ohnehin zwangsweise. Fehlt nur noch eine „wissenschaftliche Untersuchung“ aus der gemein nützigen Stiftung in der langen Nachbarstadt mit G. Kann man eigentlich wirklich „Lenastheniker“ werden?

Demographiestempel?

Die Demographiebeauftragte der Stadt Susanne Tatje hat einen Demographiestempel für die Dezernate entwickelt, mit der bei künftigen Planungen der Verwaltung der Faktor Demographie berücksichtigt wird. Mit dieser Handreichung, die auch einen Fragebogen für die neuen Konzepte und Projekte enthält, erläutert sie, welche demographierelevanten Aspekte es für Planungskonzepte und Projekte gibt. Außerdem soll die Handreichung eine konkrete Hilfestellung bieten, um für die Aufgabenbereiche in den Ämtern und Dezernaten möglichst schnell abzuklären, ob und inwieweit die facettenreiche, sich verändernde Bevölkerungsstruktur in Bielefeld bedacht worden ist.

Bei der Etablierung der demographieorientierten Sichtweise geht es nicht um eine konkurrierende, sondern um eine ergänzende Steuerung. Notwendig sei jedoch auch, so Oberbürgermeister Pit Clausen, ein „demographischer Blick“ auf Themen, um passgenaue Konzepte und Projekte zu entwickeln. Pit Clausen: „Eine stärkere Verknüpfung einzelner fachpolitischer Handlungsfelder ist auch unter diesem Gesichtspunkt geboten. Bei der Priorisierung von Projekten ist der demographische Aspekt zu bedenken“. Der Fragebogen ist als Instrument gedacht, diesen Prozess zu unterstützen. Ziel ist, bei Abstimmungen und Mitzeichnungen möglichst einheitliche demographieorientierte Kriterien anzulegen und Transparenz für Einschätzungen und Entscheidungen herzustellen. Susanne Tatje: „Mit Hilfe des Fragebogens möchte ich den Dezernaten eine Richtschnur zur Verfügung stellen, so dass demographiepolitische Erfordernisse frühzeitig bei Planungsvorhaben berücksichtigt werden können.“

Dem Fragebogen sind die Demographie-Aspekte des „Weniger-, Älter- und Bunter-Werdens“ zu Grunde gelegt. Es geht um zentrale demographische Aspekte, die bei Planungsvorhaben und neuen Projekten der Dezernate im Kontext der demographischen Entwicklung bedacht werden sollen. Wichtige Grundlage für die demographische Entwicklungsplanung in Bielefeld ist das strategische Demographiekonzept „Demographischer Wandel als Chance?“ mit den sechs Handlungsschwerpunkten Integration, Stadtentwicklung, Bildung, Familie, Gesundheit und Wirtschaft. Dieses Konzept hat der Rat der Stadt im August 2006 fraktionsübergreifend und einstimmig beschlossen. Es ist damit eine Richtschnur für zukünftige Schwerpunkte der Stadt und dient als Leitfaden, um den demographischen Wandel in Bielefeld aktiv zu gestalten.

Wie die Pressemeldung der Glitzermetropole berichtet, kümmert man sich also um den „demographischen Wandel“. Ok. Aber was, wer, wann, wie, wo wird da „gestempelt“? Oder ist das nur dem Behördenjargon geschuldet, der alles irgenhdwie „stempelt“?

Nüchterne Zahlen vom Amt

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzten die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im Jahr 2010 nominal 2,3% und real 1,2% mehr um als im Jahr 2009. Nach dem durch die Finanz- und Wirtschaftskrise bedingten Umsatzrückgang im Jahr 2009 (nominal – 3,7%, real – 3,1%) konnte der Einzelhandel damit wieder seine Umsätze steigern. Im Dezember 2010 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen aus sieben Bundesländern nominal 0,3% mehr und real 1,3% weniger Umsatz als im Dezember 2009. Der Dezember 2010 hatte mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Dezember 2009. Im Vergleich zum November 2010 ist der Umsatz im Dezember 2010 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal und real um 0,3% gesunken.

Keine tollen Nachrichten, die da das Statistische Bundesamt entgegen der bestellten Jubelmeldungen aus Richtung Brüderle und Co. präsentiert. Auch zum Thema „Überschuldung“ haben uns die Bundestatistiker nichts Erfreuliches zu berichten:

Im Jahr 2009 lebten 44% aller von den Schuldnerberatungsstellen beratenen Personen allein. Besonders allein lebende Männer steckten häufig in einer finanziellen Krise. Sie machten etwa 27% aller beratenen Personen aus, während der Anteil der allein lebenden Männer insgesamt an allen Haushalten nur bei 18% lag. Auch allein erziehende Frauen waren überproportional von Überschuldung betroffen. Sie zählten fast dreimal so häufig zur Klientel der Schuldnerberatungsstellen (14%), als es ihrem Anteil an allen Haushalten (5%) entsprach. Die überschuldeten Personen hatten 2009 im Durchschnitt rund 35 000 Euro Schulden, davon entfielen 20 000 Euro oder 56% auf Schulden gegenüber Banken, die somit die wichtigsten Gläubiger waren.

Wie sieht es im Großhandel aus? Bitteschön:

Der Großhandel in Deutschland setzte im Jahr 2010 nominal 11,3% und real 6,0% mehr um als 2009. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) konnte der Großhandel damit einen Teil der hohen Umsatzeinbrüche durch die Finanz- und Wirtschaftskrise wieder wettmachen. Im Jahr 2009 waren die Umsätze gegenüber 2008 nominal um 16,3% und real um 9,9% zurückgegangen.

Strich drunter: Kein Grund zum Jubel. Auch wenn die hiesige IHK in ihren Wasserstandsmeldungen einen anderen Eindruck vermitteln möchte. Aber das müssen die wohl so machen.

Gutti unter Beschuß

Offener Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock

Sehr geehrter Herr Minister,
mit diesem Brief möchten wir uns als Stammbesatzung zu den Behauptungen, die in der Presse kursieren, äußern. Des Weiteren soll dieser Brief Ausdruck und Zeichen sein, wie sehr die Stammbesatzung hinter ihrem Kommandanten steht. […

Das Feuer auf den so hochgejazzten „Politstar“ ist freigegeben. Ein hinter der Fassade doch ziemlich inhaltsleerer Politeleve wird enttarnt. Auf den TV-Kanälen: „Gutti“. In den Printmedien „Gutti“. Auf den „Nachdenkseiten„: Gutti. In einem Brief hat die Stammbesatzung jetzt dem Superforschen („Ich? Ich mache keine Fehler. Die machen nur die Anderen“) ihre Stellungnahme übermittelt. Was war er noch mal in der skandalumwitterten Mittenwalder Gebirgsjägerkaserne? Was war er da noch gleich?

Ob er bald selbst spielt?

Kämpferisch sieht er ja auf diesem NW-Bild aus, der Chefübungsleiter der ARMNinia. Und begehrt bei wechselwilligen Fußballern. Ewald holt sie alle. Bald braucht ARMinia bei den letzten Spielen in Liga 2 eine zweite Bank, um alle Kandidaten am Spielfeldrand zu plazieren. Die NW titelt ja schon ätzend: „Nur Quantität, keine Qualität“. Was durchaus verständlich ist. Welche fußballerische Qualität möchte denn bitteschön für die Almdudler kicken? Wundern wir uns also nicht, wenn Ewald demnächst selbst auf dem Spielbogen erscheint. Jetzt geht es am Sonntag nach Ingolstadt, wo Ex-Arminentrainer Benno Möhlmann wirkt.

Highlight am Bielefelder Web-Himmel

Wo andern Ortes demonstriert wird ( zurecht ) zieht jedoch auch manchmal Frieden, Schönheit und Information ein. Unter www.Parga-Travel.de gibt es Informationen aus dem geprüften Griechenland, oder besser gesagt aus dem Nordwesten des Landes, dem Epirus. Und wen wundert es, dass hier mal wieder einer unserer engagierten griechischen Mitbürger aktiv geworden ist. Dazu einmal ein öffentliches: Vielen Dank! Schöne Seite, tolle Bilder. Bitte weiter so.

Alonaki Beach by Parga Travel.de

Alonaki Beach by Parga-Travel.de

„Endspiel“ verloren

Das Spiel war aus. 21.000 Zuschauer hatten sich der Kälte in dünner Höhenluft hingegeben. Leise schwankte im Abendwind die rote Laterne vorm Ausgang der Almrasenfläche, in dem kürzlich rasend schnell die nahezu neuformierte Mannschaft der ARMinia entschwunden war. Nun hatten sie auch dieses, zum „Endspiel“ hochstilisierte, Match verloren. Chefübungsleiter Ewald Linen holt rasend schnell Niederlage um Niederlage gegen seinen so geschmähten Vorgänger C. Ziege auf. Man hätte den jungen Mann ebensogut behalten können. Langsamen Schrittes wanderte ein schmaler Mann mit moBiel-Trikot und Aufschrift auf dem Rücken „moBiel fährt Sie schneller heim“ von Lichtschalter zu Lichtschalter des Fußballdenkmals hoch oben auf der Alm. Dann hatte Wolferl B. den letzten erreicht und knipste fast feierlich die allerletzte Leuchte im weiten Rund aus. Niemand protestierte. Die Südtribüne war schon lange leer.

In Liga 3 könnte man nächste Saison bequem auf der Rußheide spielen. Nur wohin mit den vielen neuverpflichteten Spielern für die „grandioseste Fußballaufholjagd aller Zeiten“? Den einen oder anderen würde man schon an der A33 beim besten Fußballclub Ostwestfalens, dem SC Paderborn, unterbringen können. Wäre ja auch besser. Denn bei Aussem-Licht spielt sichs auf der Alm eher schattig.

ARMinia BXXXXX – Hertha BSC Berlin 1 : 4

Von Dschungel über Kairo bis BVB-Sturmlauf

Krasse Mischung auf der Titelseite der Sonntagsedition des Westfalen-Blattes. Die Skala reicht von „Fasziniert das RTL-Camp im Dschungel“? über „In Kairo geht die Angst um“ bis „BVB-Jubellauf“. So wie das Leben eben momentan so ist. Außer man sitzt im Dschungel. Da ist das anders. So, wie die Herrn über die Prekariatssenderschiene in der langweiliglangen Stadt nebenan mit G. das eben bestimmen. Wir dürfen gespannt sein, was die Beantworter der Sonntagsfrage schreiben, wenn es um Manipulation von Votings geht, hinhalten von Zuschauern oder ablästern über die Insassen? Was die so überheblich tuenden Neokonservativen aus der BertelsmannMohnSpringer usw- – Schiene da tun dient doch letztlich nur einem Ziel:

„Panem et circensis“

Sedierte Massen lehnen sich nicht auf. Die fressen, was man ihnen zur Gaudi vorsetzt. Denken die Damen und Herren der Prekariatssender- und Zeilen- schmiererei. Klappt nur nicht mehr so ganz. In Stuttgart gehen die soeben von einem gewissen Heiner G. – CDU-Mitglied -im Sinne der noch herrschenden Mappusjunta scheinbar Geschlichteten schon wieder auf die Straße wegen des unnötigen Hauptbahnhofs. Sowas aber auch. Undankbar diese Leute. In den Villen, die dann auf den bisher oberirdisch durchaus ihren Dienst für die schwäbsche Oisebahne erfüllenden Schinenen gebaut werden, haben sie ohnehin nichts zu suchen. Das begreifen sie sehr gut. Da kann der halslose Mappus noch so sehr nach Mutti Merkel kreischen und Forsa-Güllner die Union hochumfragen. Und in Tunesien, Ägypten, Jordanien usw. klappt das auch nicht mehr. Dumm gelaufen.

Bald wird abgerechnet im Ländle.

Bald Dschungelspiele in Senner Nationalpark?

2012 oder 2013 könne ein Nationalpark auf Lipper Gebiet ausgewiesen werden. Sagte der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) jetzt auf der OWL-Bezirkskonferenz. Es gebe „kaum noch Hindernisse“. Offensichtlich geht man in Düsseldorf davon aus, dass die privaten Waldbauern wie etwa Prinz Stephan zur Lippe letztlich mitziehen. Kreis und Landesverband Lippe hatten sich bereits mit großer Mehrheit für den Nationalpark ausgesprochen.

Auch in der Führungsriege der Prekariatssendergruppe RTL in der langen Stadt mit G. horcht man auf. Dann könnte man nämlich Fußnah das heute sein Finale „feiernde“ „Holt mich hier raus. Ich bin ein Star“ – Theater dorthin verlegen. Trotz mentalen Zusammenbruchs des trällenden Sangesbarden und F-Star Jay K. im Hotel haben neben Templins ganzem Stolz, Angela M. schon eine ganze Reihe von Politikern ihr Interesse bekundet, da mal 15 Tage mit zu machen und Kakerlaken statt Kaviar zu fressen.

Gerne. Vor allem, wenn besonders perverse lebensnahe Spielchen angeboten werden wie z.B. „15 Tage von Hartz 4 leben“ oder „Keine Wiederworte bei ARGE-Besuch“.

Wer sind die Drahtzieher vom Flughafenanschlag in Moskau?

Zumindest hat Putin das Attentat nicht mit Tschetschenien in Verbindung gebracht. Dies wäre auch zu auffällig gewesen, was die Vorbereitung eines neuen Angriffskrieges gegen die aus Kremlsicht „verlorenen“ Gebiete im Kaukasus betrifft. Ist es nicht eher so, daß der Hunger nach Macht, Gebietserweiterung, Rückkehr zu alter Größe und so weiter die Gedanken von Medwedjew und Putin leitet? Immerhin sind beide in sowjetischer Zeit groß geworden. Beide wissen, dass das russische Volk vom Sozialismus (sofern man den in der Sowjetunion ausgeübten überhaupt so nennen kann) die Nase voll hat. Genauso der scheinbare Widerspruch Medwedjews, was Chordokowski angeht. Nach außen beschreiten beide neue Wege, sind aber doch nur Personen, bei denen alte Denkweisen immer noch vorhanden sind. Proletarische wie kleinbürgerliche/imperalistische Denkweise vermischen sich. Und als Ergebnis will man Moskau erneut zum Mittelpunkt der Welt machen.

Wie hat Rußland die Krise eigentlich überstanden? Amerika kurz vor der Pleite und Europa am schwimmen. Wann marschieren die Russen wieder nach Finnland oder versuchen wieder die Meerengen am Bosporus zu besetzen?

Nein, dies ist keine übertriebene und von Vorurteilen geprägte Schwarzmalerei, sondern eine Angelegenheit, welche uns bei der derzeitigen rußischen oder besser neosowjetischen Führung noch beschäftigen wird.

Die Merkel-Springer-Mohn Kaffeerunde

Nein, so lief das natürlich nicht ab. Das könnte ja nur der wirren Phantasie eines Verschwörungstheoretikers entsprungen sein. Aber eines ist jedenfalls sicher, das Triumfeminat hält – jedenfalls noch – zusammen. Und Angela Merkel kann sich auf Friede Springer und Liz Mohn verlassen, solange die Kanzlerin das „Werdende“ im Sinne des „Gewordenen“ (im Sinne der Springer-Zeitungen) und des „Werdensollenden“ (im Sinne der Bertelsmann-Stiftung) weiterspinnt.
Wenn nicht, dann drohte der Kanzlerin allerdings die Götterdämmerung.

Die „Nachdenkseiten“ sinnieren über die unselige Verbindung zwischen den drei schrecklichen Amazonen Merkel, Springer und Mohn und überlegen, warum jetzt der Liebling der drei Kaffeeklatschweiber ein wenig von BILD vor den Bug bekommen hat. Zu lesen hier. Unsere Provinzgazetten haben offensichtlich nicht den Mut, einmal über diese Verflechtung von Politik, privater Interessen, Häme und Steuersparmodellen offen nachzudenken.

Auch Oetker-Biere weniger gefragt

Im Jahr 2010 setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager 98,3 Millionen Hektoliter Bier ab. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 1,7 Millionen Hektoliter oder 1,7% weniger als im Vorjahr. Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten 2010 mit 4,0 Millionen Hektolitern rund 4% des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem Jahr 2009 setzten die Brauereien davon 2,7% weniger ab. 84,8% des gesamten Bierabsatzes waren 2010 für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge sank gegenüber 2009 um 2,9% auf 83,4 Millionen Hektoliter. Der steuerfreie Absatz von Bier (Exporte und Haustrunk) betrug 14,9 Millionen Hektoliter (+ 5,9%). Davon gingen 11,0 Millionen Hektoliter (+ 2,6%) in die EU-Länder, 3,7 Millionen Hektoliter (+ 17,7%) in Drittländer und 0,2 Millionen Hektoliter (- 5,9%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien. Der Bierabsatz war 2010 – wie auch in den Vorjahren – in Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24,7% und Bayern mit 21,9% am höchsten. Am Inlandsabsatz hatten diese beiden Länder mit 26,4% und 21,7% ebenfalls die mit Abstand höchsten Anteile. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten dagegen die Brauereien oder Bierlager mit Sitz in Niedersachsen oder Bremen mit einem Anteil von 31,1%. Alle Angaben zum regionalen Absatz von Bier richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager).

Natürlich kannten unsere Oetkers den Inhalt dieser Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes schon längst. Gehört doch die Radeberger-Gruppe mit diversen Marken zum Konzern aus der Glitzermetropole. Da hilft es auch wenig, sonst was ins Bier zu pantschen und als „Golden Lemon Trunk“ oder „Radebergers edle Einfalt alter Braukunst“ anzudienen.

Die Mubarak-Schere

Vodafone veröffentlichte eine Presseerklärung: Die ägyptische Regierung habe das Recht, die Internet-Provider anzuweisen, ihren Dienst einzustellen, auch die Mobilfunknetze – und Vodafone Egypt habe entsprechend gehandelt. Experten schätzen, dass am Freitagmittag knapp 90 Prozent des ägyptischen Internet in einem schwarzen Loch verschwunden sind. Alle E-Mails nach Ägypten kommen jetzt als „unzustellbar“ zurück.

Egal wo auf der Welt ein an die Spitze geputschtes Asshole erkennt, dass Volkes Proteste seinen Arsch langsam aber sicher auf Grundeis gehen lässt, holt er die Providerschere heraus. Und willig folgen sie, die Vodafones und Co. Ratzfatz geht das. Die „taz“ geht heute näher auf dieses „Verfahren“ ein, von dem auch hierzulande ganz sicher auch bestimmte Kreise feucht träumen und in Ausschüssen „planend“ zusammenklucken. „In der Summe“, wie Politiker so gerne schwafeln, wird es den Lauf der Welt nicht aufhalten. Deshalb mag man ein Volk „auf Augenhöhe“ simsend oder mit Mobiltelefon am Ohr nicht so gerne.

Wie es mit Ägypten wohl weitergeht?

Der Westen war froh Mubarrak zu haben. Außenpolitisch mäßigend, Hilfestellung für eine relative Stabilität im arabischen Raum. Nun beginnt er zu wackeln, versucht aber weiter, zumindest über seinen Sohn, die Fäden in der Hand zu behalten und lässt Herrn Baradei verhaften und stellt ihn unter Hausarrest in einer Moschee. Internet- und Mobilfunkzensur runden das ganze ab.

Doch selbst wenn ein voller Machtwechsel stattfinden sollte, wobei die Chancen im Moment fifty-fifty stehen, so kann nur derjenige sich als Präsident halten, welcher ein arbeitsfähiges Parlament mit konsequenter Exekutive kombinieren kann, und so an die Probleme Ägyptens herangeht. Uneigennützig, als wahrer Mann des Volkes. Da dies selbst bei El Baradei nicht der Fall sein wird, bleibt es spannend, was für Folgen der Westen mit einem „neuen“ Ägypten haben wird. Gute oder schlechte…

Treiben „Erneuerbare“ wirklich Strompreise?

Kein Tag vergeht, an dem die großen „Stromer“ nicht mit Hilfe einer Armada von Lobbyisten und Lohnschreibern in den Medien der Bevölkerung ins Hirn hämmern lassen, die „Erneuerbaren“ seien allein schuld an der Explosion der Strompreise. Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat jetzt per Pressemitteilung dazu Stellung genommen:

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) weist die in der Öffentlichkeit erneut angeführte Begründung zurück, die Erneuerbaren Energien seien Schuld an den ständigen Strompreiserhöhungen. BEE-Präsident Dietmar Schütz: „Dass die Erneuerbaren ständig als Deckmantel für die massive Preistreiberei vieler Energieversorger missbraucht werden, ist schlichtweg falsch und dazu unseriös.“ Erst kürzlich habe die Bundesnetzagentur klar gestellt, dass der
erfolgreiche Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht zur Begründung für drastische Strompreiserhöhungen taugt.

Im Gegenteil: „Die Großhandelspreise für Strom sind in den letzten zwei Jahren um teilweise mehr als die Hälfte gesunken. Auch die Netzkosten gingen in den vergangenen Jahren deutlich runter. Doch nichts von dem wird an die Haushaltskunden weitergegeben“, kritisiert Schütz das Gebaren vieler Energieversorger. Mehr noch: Die Untersuchungen der Bundesnetzagentur hätten deutlich gezeigt, dass viele Energieversorger ihre Strompreise in diesem Jahr senken könnten – trotz gestiegener EEG-Umlage, so Schütz. Die zunehmende Menge an Erneuerbaren Energien bewirkt außerdem sinkende Börsenstrompreise, weil nach und nach teuere Kraftwerke vom Markt gedrängt werden. „Während die Industrie bereits heute von den sinkenden Großhandelspreisen für Strom profitiert, dürfen private Stromkunden jedes Jahr aufs Neue für das überzogene Gewinnstreben vieler Energiekonzerne ihr Portemonnaie leeren“, sagte Schütz. Zum Vergleich: In den Jahren 2000 bis 2010 stieg der monatliche Beitrag, mit dem ein durchschnittlicher Haushalt den Ausbau Erneuerbarer Energien fördert, um rund fünf Euro an. Die monatliche Stromrechnung stieg im gleichen Zeitraum um etwa 30 Euro – also sechs
Mal soviel.

Lassen wir das mal so stehen. Von den „Stromern“ werden wir kaum eine Zustimmung dazu bekommen. Dafür sorgt schon ihre hoch bezahlte Lobby in PoBerl (Politisches Berlin).

Bald Almbesuch ganz kostenlos?

Es gibt da diese ARMinia-Aktion, „Sieggarantie Umtauschaktion“. Da man das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt nicht gewinnen konnte haben bereits 8000 Zuschauer ihr damaliges Ticket gegen Hertha-Tickets (Sonntagsspiel) eingetauscht und Dauerkarten-Inhaber konnten eine kostenlose zusätzliche Karte erhalten. Charmante Idee. Wie wäre es, die gesamte Rückrunde für die Almbesucher kostenlos zu gestalten?

Noch ne Cola bei und ein Haskenhoff-Stadionwürstchen und die Sache wuppt. Wenn es auf dem Rasen nicht klappt, sollte man neue Marketingideen auszuprobieren. In Liga 3 zieht das dann nicht mehr so.

Die Wahrheit hinter den Regierungsluftballons

Es ist meist interessant, die Pressemeldungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit der so vollmundig von Regierungs-PR und überaus willigen Medienvervielfältigern aus den Häusern SpringerBertelsmannBurdaDuMontHoltzbrink „Aufschwung-kommt-bei-allen-an“-Propaganda zu vergleichen. Zum Beispiel die „Tariflichen Monatsverdienste“. Da bricht das MerkelBrüderlesche Lügengebäude schnell wie ein Kartenhaus zusammen:

Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2010 um 1,6% gegenüber dem Vorjahr. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 1,1%. Obwohl sich die wirtschaftliche Lage deutlich verbesserte, fielen die Tariferhöhungen im Jahresdurchschnitt 2010 deutlich geringer aus als im Vorjahr mit 2,8%. Grund dafür ist, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber in vielen Tarifabschlüssen Erhöhungen für mehrere Jahre, sogenannte Stufenerhöhungen, vereinbaren. Auch die meisten der 2009 in Kraft getretenen Tariferhöhungen waren schon 2008 oder früher – also noch vor der Krise – beschlossen worden. Demgegenüber beruhten die 2010 in Kraft getretenen Tarifsteigerungen auf Verträgen, die mitten in der Wirtschaftskrise verhandelt wurden. Da in vielen
Tarifabschlüssen Beschäftigungssicherung im Vordergrund stand, fielen die Tariferhöhungen meist moderat aus.

Die tariflichen Monatsverdienste entwickelten sich im Jahr 2010 in den einzelnen Branchen unterschiedlich: Die höchsten durchschnittlichen Tariferhöhungen mit jeweils + 2,5% erhielten die Beschäftigten im Baugewerbe sowie im Bereich Information und Kommunikation. Am niedrigsten waren die durchschnittlichen
Tariferhöhungen im Bereich Erziehung und Unterricht (+ 1,2%) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+ 0,9%). Im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem auch die Metallindustrie und die Chemische Industrie gehören, stiegen die Tarifverdienste durchschnittlich um 1,8%.

Die verdummte Republik

Noch findet ja die wundersamste aller großen Städte zwischen Hamm und Hannover und umgekehrt relativ selten im öffentlich-rechtlich oder privat-werbebezahlten Fernsehen statt. Noch. Und zum Glück. Wer über das reflektiert, was da allabendlich auf der Mattscheibe geboten wird, kann sich eines gewissen Brechreizes nicht entziehen. Dennoch erwischt man sich dabei, nahezu „automatisch“ einzuschalten. Bis man sich dabei erwischt, nicht einmal hinzugucken, was da an Abstrusitäten ablaufen.

Auf „Nachdenkseiten“ hat Klaus Ulrich Spiegel dieses Kommerzmonster, seine Einflüsse und die Absurditäten des GEZ-zwangsfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen seziert:

Beispiele: Die Selbstpreisgabe und Selbstauslieferung an den Kirch-Sender PRO7 im “Neukonzept” des (ohnehin sinnfreien) Song-Contest “Grand-Prix de la Chanson” mit der Schöpfung einer deutschen Tralala-Biene, vor allem aber der Integration des dümmlich-frechen Kommerz-Moderators und Privatsender-Machthabers Stefan Raab als Programm-Macher der ARD. Oder, noch skandalöser, das Engagement des Quizmasters Jauch als angeblicher “Doyen des deutschen TV-Politikjournalismus” ins Prime-Program der ARD. Dies für unverantwortlich schamlose Gebührenmillionen und dazu noch Produktionsverträge mit dessen privat-eigenen Sub-Unternehmen – und dies bei weiterdauernder Top-Position des (in seiner drögen Provinzialität m.E. ohnehin unerklärlich hochgejubelten) Moderators als Star-Quizer bei Bertelsmanns RTL. Und das bedeutet: Ein langfristig substanzzerstörendes Go-In des Bertelsmann-Konzerns übers “Erste” in den Verbund der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

Nur mal so zu Stefan Raab. Wer die letzten „Schlag-den-Raab“-Sendungen auf Pro 7 in ihrer unendlichen, langweiligen, von bescheuerten Werbespots unterbrochenen Monotonie zumindest quergesehen hat, der hat „die Zukunft“ gesehen. Aktuell wird so grade umgesetzt mit der Lenaschen Allpräsenz, mit der Stefan Raab und die ARD „Grand Prix Eurovision“ zu einem Megahampelevent in Düsseldorf aufputschen. Früher musste man noch Morphium, Schlaftabletten oder viel Alk schlucken, um sich „in Stimmung“ zu bringen. Heute schafft das Commerz-TV das auf ständig sinkendem Niveau.

Deshalb: Glitzermetropolen-TV jetzt! Der Konzern B. aus der langen langweiligen Nachbarstadt G. hat sicher schon was Fertiges in der Schublade.

Private Knöllchenschreiber?

Die Kassen der Kommunen sind leer. Da ist es durchaus verständlich über zusätzliche Einnahmequellen nachzudenken. Dass Städte und Gemeinden dabei aber zu Mitteln der Wegelagerei greifen wollen, ist unsittlich. Natürlich müssen sich Verkehrsteilnehmer an Regeln halten. Das gilt fürs Rasen ebenso wie
fürs Falschparken. Und natürlich müssen Verstöße geahndet werden. Doch dafür sind die Ordnungsbehörden zuständig und niemand sonst. Werden Privatfirmen mit diesen Aufgaben betraut und erfolgt die Entlohnung dann möglicherweise nach einer Erfolgsquote, sind dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Private Knöllchenschreiber wollen und müssen Gewinne machen, damit sich das Geschäft lohnt. Und sollte sich ein solcher Weg auch für die Kommunen lohnen, wer weiß, vielleicht werden dann demnächst auch Verkehrskontrollen von privaten Sicherheitsdiensten vorgenommen. Die kassieren dann immer gleich, ohne groß zu diskutieren. Auf welcher Rechtsgrundlage? Auf keiner! Verkehrsüberwachung ist eine staatliche Aufgabe. Und die hat es auch zu bleiben.

Liebes Westfalen-Blatt. Ihr hättet nur in die lange Stadt mit G. gucken und die Tätigkeiten eines Konzerns mit B. zu beleuchten brauchen. Da wird ganz sicher schon lange diskutiert, ob Konzerntochter arvato nicht auch in diesem Bereich den Staat zugunsten der eigenen Kasse „entlasten“ kann. So ganz nebenbei könnte man die parallel gleich mal gespeicherten Adressen der „Sünder“ in den riesigen Adressenpool einfließen lassen, mit facebook, twitter und Co. vernetzen, Vodafone betreut man ohnehin schon und daraus ergeben sich interessante Profile, mit denen man wunderbare Geschäfte treiben kann.

Heimliche Liebe?

Unsere Alexandra, das „Gesicht der NW in Berlin“, hat wieder eines von den großen Dingern rausgehauen. Immer, wenn sie die Welt durch die Brille der Metropole am Teuro betrachtet reibt man sich hernach die Augen und fragt verblüfft: „Häh?“. In bester Qualtätsjournalismusattitüde beschleimt sie den hochgeschriebenen schnöseligen Gutsherren im Ministersessel, formt bei BILD abgeschriebene Sätze wie „…wegen seiner großen Beliebtheit“, schreibt ihm „Mut“ zu, den „Krieg“ in Afghanistan angeblich auch so zu nennen (Seine Umschreibung der Ereignisse am Hindukusch waren weitaus diffizieler. Einfach „Krieg“ sagt ein Wortdrechsler wie Gutti nicht). Mütterlich milde rät sie dem Politichaoten final, er solle sich selbst etwas weniger wichtig und Kritik ernster nehmen. Dann klappe das auch mit dem Kanzler.

Sehr einfach, diese Sicht auf die Welt. Aber das sind wir ja von „unserer“ Alexandra gewöhnt. Sie wird ihm wohl täglich mit viel heimlicher Liebe in der Hauptstadt der gequirlten Politidiotie die vielen hohlen Worte von den arroganten Lippen ablesen. Heimliche Liebe ist da wohl im Spiel. Vielleicht haben Ihre Gnaden schon den Posten der Pressesprecherin des weit bis in die USA vernetzten „Gutti-Konzerns“ auf der heimischen Burg in der fränkischen Provinz angeboten?

NW promoted SPD-Steinmeier

Ein schönes Bild von Eule (Frank-Walter Steinmeier) ist es ja schon. Mehr kann ein Fotograf aus diesem Gesicht nicht machen. Fehlt eigentlich nur noch die persönliche Unterschrift.
Die offizielle Postille des F-W Steinmeier- Fanclubs (Vorsitzende und einziges Mitglied Alexandra Jacobson), die Neue Westfälische, macht wieder einmal durch ein die Grenzen des Qualitätsjournalismus sprengendes, Interview mit dem Meister der Sprechblasen auf sich aufmerksam.

Fragen die keine Ausflüchte, kein drumherum-Reden zulassen. Fragen, die dem Intellekt des Interviewten alles abverlangen. Fragen die in ihrer präzisen, ja geradezu provozierenden Klarheit auf den Punkt führen, lassen den Leser vor Spannung auf die Antwort, innerlich erzittern.

Es sind Fragen wie diese: „In den Umfragen sind sie mit Abstand der beliebteste SPD-Politiker. Freut sie das?“ Eine Frage wie ein Peitschenhieb, auch ein Kind im Vorschulalter hätte nicht besser  formulieren können.

Oder: „Herr Steinmeier, morgen ist die Abstimmung im Bundestag zur Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes. Was empfehlen sie ihrer Fraktion?“

Da die werte Leserschaft die letzten Jahre und Monate auf dem Mars oder noch weiter weg gelebt hat, ist das natürlich eine spannende Frage. Zunächst einmal möchte man wissen, was ist das für ein Einsatz der sich im Besitz Afghanistans befindet, wofür wird er benötigt  und warum soll die SPD-Fraktion seiner Verlängerung zustimmen.? So eine Verlängerung verlangt doch bestimmt nach handwerklichem Geschick.Es ist doch aber bekannt das für die Sozen nur Lehrer und Gewerkschaftsbonzen im Bundestag sitzen.
So hat denn auch Eule Steinmeier seine liebe Not mit einer Antwort. 113 Worte später hat der Leser erfahren, dass man einen weiten Weg gegangen ist und das die Fraktion nun zustimmen wird. Nun ja, ob einfaches Zustimmen wirklich dabei hilfreich ist, einen Einsatz, der irgendwo in den afghanischen Gebirgen herumliegt, zu verlängern? Frau Jacobson weiß da anscheinend mehr als wir. Sie fragt jedenfalls nicht nach.

Stattdessen hält sie ihrem Meister das nächste Stöckchen hin über das er wortreich springen kann. (Oder sollte man im Fall einer Eule besser fliegen sagen? ) So erfährt der vom Mars Gefallene und so hart Aufgeschlagene, dass „die FDP in Hamburg an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern wird, Frau Merkel eine Koalition anführt, die im Kern handlungsunfähig ist, Hannelore Kraft in NRW regiert und die Opposition im Landtag keine Neuwahlen herbeiführen wird, die Linkspartei auf einer Rutschbahn nach unten ist (Rutschbahn noch oben wär‘ jetzt auch blöd), die Menschen die Nase voll haben vom schwarz-gelben Chaos, blah, blah, blah…“ Zum Schluss sind uns drei Dinge klar:

1. Frau Jacobson hat mit diesem Interview sicherlich keine neuen Mitglieder für den Steinmeier-Fanclub gewonnen.

2. Die SPD und ihr Fraktionsvorsitzender haben keinerlei Antworten auf die Probleme und Herausforderungen des neuen Jahrzehnts, und

3. die Vergeudung von Papier und Druckerschwärze ist immer noch straffrei auf der Erde.

Komm, hat keinen Sinn hier, zünd‘ die Raketentriebwerke und lass abhauen, wieder zurück zum Mars.

(Aber das Bild ist gut.)

Oh, gibt es jetzt im Dschungel Mohnkuchen?


Allzu blauäugig sollte man den RTL-Krampf und den Konzern nicht sehen….

Würde man die zu Escada-Zeiten und auch heute noch unschuldig weiß gekleidete Dame an der Spitze des irgendwie immer mit „Gerüchlein“ behafteten B-Konzerns mit dem großen Stolz auf seine Prekariatssenderschiene RTL und insbesondere die arg lächerliche „Dschungel-Show“ mit dritt- bis viertklassigen Akteuren ansprechen, sie würde entrüstet die perfekt manikürten Hände heben und sich Kritik an einem ebenso menschenverachtenden wie verlogenen Format verbitten. Selbst würde sie sich niemals in diese Gesellschaft begeben. Natürlich nicht. Schließlich ist ja nicht sie „gescheitert“. Allerdings wissen nicht nur die Eingeweihten drüben im Straßendorf mit Namen G. schon ziemlich genau, um wen es sich da handelt. Plötzlich schließt sich der Kreis wieder und alles passt wunderbar zusammen. Idiotenfernsehen, eine gemein nützige Stiftung, akademische Mietmäuler, Politiker, und, und, und.

Es wächst eben nicht nur geistig zusammen, was zusammen gehört. Mehr kann man in diversen Büchern zum Thema lesen und in den Pressetickern:

Schlagabtausch zwischen Ex-Dschungelcamp-Bewohner Rainer Langhans und RTL: Der Alt-68er ist vom Zusammenschnitt der populären RTL-Show enttäuscht. „Ich habe jetzt mal in die ersten Sendungen reingeguckt, das ist natürlich abstrus, was sie (RTL) draus machen in meinen Augen“, sagte Langhans dem hessischen Radiosender FFH. Er war am Dienstag aus dem Dschungelcamp gewählt worden. RTL zeige nicht, was die Gruppe dort tatsächlich erlebt habe. Vielmehr zeige der Privatsender eine „billige Zoff-, Läster- und ich-weiß-nicht-was-Krawall-Show“.

Ob Rainer da reingegangen war, um hernach mal „auszupacken“? Oder brauchte er die 50.000 Euro dringend? Kann nicht sein. Denn statt Spülmaschine leckt er ja sein Geschirr sauber 🙂

Mit spitzem Stift die Betonfrisur gekämmt


Gut getroffen hat Karikaturistin Christiane Pfohlmann auf den „Nachdenkseiten“ die intimen Stunden auf der Burg in der fränkischen Provinz

Die „Nachdenkseiten“ sind ganz sicher keine Freunde des fränkischen Topmodels mit der Betonfrisur, dessen „politische Künste“ derzeit ziemlich krass zum Vorschein kommen. Wo nichts ist wird auch nichts werden. Da muss eben Kinderpo…Barbie Stefferl in die Lücke springen. Wie wäre es mit einer „authentischen“ Show vom Hindukusch mit Durchquerung der Wüste Doofi per Gorch Fock?

Aber machen wir uns nichts vor. Es ist traurig. Der Schwanengesang auf diese beiden Lichtgestalten hat läöngst das Finale erreicht. Wie das aussieht, wenn die „Qualtätsmedien“ den wie weiland Guido Westerwelle zu Unrecht Hochgeschriebenen demontieren, liest man sehr schön hier. Wer den ebenso lächerlichen wie politisch gefährlichen Wallstreet-Auftritt mit Armen wie Opel-Jesus niemals verdrängt bekommen hat, der wusste, was den Phantasten mit dem Hang zum dozieren eines Tages erwartet. Horst „Halsdreher“ Seehofer wird ihn ganz gewiß nicht retten.

Kellein schwebte extra ein

„Großer Bahnhof“ für eine Sammlung der Kunsthalle Bielefeld in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu Bonn. Wie im WDR-Radio zu hören war, sei Ex-Kunsthallen-Café-Zampano Kellein „extra aus Texas, wo er jetzt arbeitet, eingeschwebt“. Schon ein toller Hecht, der jetzt Beschriftungen grade richtet und noch mal den Lichteintritt in Bonn vor Eröffnung am 28. Januar checkt. Zur Ausstellung „Die unbekannte Sammlung aus Bielefeld“ heisst es auf der Webseite der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn:

Arp, Beckmann, Munch, Kirchner, Warhol … Klassiker in Bonn
Die unbekannte Sammlung aus Bielefeld
28. Januar bis 27. März 2011

In einem der schönsten Kunstmuseen Deutschlands, dem 1968 von Rudolf-August Oetker gestifteten Philip Johnson-Bau der Kunsthalle Bielefeld, befindet sich eine Sammlung, die wenig bekannt ist. Zu ihr gehören Meisterwerke der Klassischen Moderne von Max Beckmann, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Man Ray, Emil Nolde oder Pablo Picasso. 1950 durch eine Schenkung Oetkers und 1954 durch städtische Ankäufe begonnen, liegen die Schwerpunkte beim Expressionismus, bei der internationalen Skulptur und bei beispielhaften zeitgenössischen Positionen. Mit rund 120 Werken stellt sich die Kunsthalle Bielefeld als eine weitere wichtige Sammlung zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts vor. Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation mit der Kunsthalle Bielefeld.

Warum eigentlich „unbekannt“? Hatte Kellein die in seinen 14 Jahren Kunsthalle Bielefeld heimlich im Keller gelagert?

Gruseln in Olderdissen

Mal schnell eine Runde gruseln? Dann rein in den Bielefelder Tierpark in Olderdissen. Die sogenannten „Bechstein“-Fledermäuse suchen sich ja gezielt Orte, wo Autobahnen (A33 z.B.) oder ähnliches geplant sind:

Schaurig schön, gruselig und sagenumwoben: Fledermäuse. Vor nachtblauem oder blutrotem Himmel fliegen sie dahin und zieren als aktuelles Motiv die neuen Porzellanbecher der Tierpark-Edition. Die begehrten Souvenirs, limitiert auf 1.000 Stück, werden im Tierpark-Shop in der Präparate-Ausstellung für sechs Euro pro Becher verkauft. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Souvenirs werden zur Erhaltung, Erweiterung und Verbesserung des Tierparks genutzt. Der Tierpark-Shop in der Präparate-Ausstellung ist samstags, sonn- und feiertags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr und von 12.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Er befindet sich oberhalb vom Spielplatz.

Fledermäuse, die in China ein Symbol für Glück und Gewinn darstellen, findet man auch im Heimat-Tierpark Olderdissen: in einer schattigen Höhle unterhalb des Gamsgeheges. Eine Informationstafel neben dem Eingang liefert detaillierte Informationen über die Arten und die Lebensweise dieser interessanten Tiere. Ausgeleuchtet wird die Höhle von Lichtstrahlern und auf Knopfdruck des Besuchers erklingen die Orientierungs- und Sozialrufe europäischer Fledermausarten, welche mit modernster Ultraschalltechnik aufgenommen wurden. Die Höhle, von den Mitarbeitern des Tierparks gebaut, wurde so in den vorhandenen Hang integriert und mit Kalksteinbrocken ausgekleidet, dass sie im hinteren Bereich auch echten Fledermäusen Unterschlupf gewähren kann. Weitere Informationen über den Heimat-Tierpark Olderdissen sowie über die Souvenirs aus dem Tierpark im Internet auf www.umweltbetrieb-bielefeld.de.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Bielefeld

Schockierend: In Strassenbahn „warmgefahren“


Schockierend: Fahrgäste beim „warm fahren“ Richtung Jöllenbeck

Meine Herrn, nicht genug, dass „Elite“ und wie die ganzen Partnersuchportale alle heissen, ständig unaufgefordert zur Partnersuche auffordern (wozu? Sparts Euch). Selbst Pressemeldungen finden imer wieder den Schlenker dahin. Guckst Du:

Das Partnerportal www.partnersuche.de (500.000 Nutzer) wollte in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage wissen: Was tun die Deutschen um Heizkosten zu sparen? Denn: Millionen Deutsche sind Singles und haben keinen Partner an dem sie sich wärmen können. Die Ergebnisse sind schockierend:

So sagten 40 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren (26 Mio. Personen), sie würden mittlerweile krasse Schritte unternehmen, um die Kosten fürs teure Heizen der privaten Räumlichkeiten zu drücken. Nur 50 Prozent wollen ihr Heizverhalten nicht ändern und zehn Prozent wollten keine Angaben machen. Von den 40 Prozent, die sagten, sie würden harte Maßnahmen ergreifen, um die Heizkosten zu senken, gaben hochgerechnet 6,2 Mio. Deutsche an, sie würden in der Wohnung Stiefel oder gar Moonboots tragen, um sich warm zu halten und weniger heizen zu müssen. Übrigens: Im Osten Deutschlands sind es mit 1,6 Mio. Deutschen überproportional viele. Auf Gesamt-Deutschland hochgerechnet, tragen besonders Menschen der Altersgruppe 50+ deutlich häufiger Stiefel oder ähnliches in der Wohnung – 3,9 Mio. Personen. 16 Mio. Deutsche schützen ihre Knochen in den weniger oder ungeheizten privaten Räumen mit zusätzlichen dicken Decken. Das betrifft nicht nur ältere Verbraucher, sondern auch 4,1 Mio. Deutsche zwischen 14 und 29 Jahren, darunter also beispielsweise sparende Studenten, Auszubildende oder junge Berufseinsteiger. Ähnlich hoch ist die Anzahl jener, die mit dicken Strickjacken oder langen Unterhosen in der eigenen kühleren Wohnung sitzen – 18,1 Mio. Auf hochgerechnet weitere 2,8 Mio. Bürger trifft der Umfrage nach zu, dass sie öfters Lampen und andere Elektrogeräte als Wärmequellen einschalten. 1,8 Mio. wärmen ihre Wohnungen und Häuser wie in alten Zeiten mit günstigen Kerzen. Auch das spart das teure Gas oder Öl.

Schockierend: Schon 1,3 Mio. Deutsche geben zu, öfters mit öffentlichen gewärmten Verkehrsmitteln, wie Bussen, U- oder S-Bahnen, länger herumzufahren, um den kalten privaten Räumen zu entkommen. Darunter sind rund 650.000 Personen älter als 50 Jahre. In Cafés oder Kneipen sitzen mittlerweile 770.000 Deutsche länger als üblich, um dort beim stundenlangen Latte-Macchiato- oder Bier-Trinken ebenfalls der kühlen privaten Spar-Wohnung zu entgehen. Etwas höher ist die Anzahl jener Deutschen, nämlich 1 Mio., die sich in sonstigen beheizten öffentlichen Räumlichkeiten aufhalten – wie Kaufhäusern, Banken oder Ämtern, obwohl es dort eigentlich für sie nichts zu tun gibt.

Technischer Dienstleister für die bevölkerungsrepräsentative Umfrage war tns emnid in München. Befragt wurden 1.000 Bürger.

Na, kommt Ihnen TNS Emnid bekannt vor? Tja, die fragen nicht nur in der Glitzermetropole um. Aber mal abgeschwiffen. Das wär doch ein grandioses Geschäftsmodell für moBiel: Warmfahrzüge. Von Senne nach Jöllenbeck bei 21 Grad. Ohne Stiefel könnten die dann sogar Seniorensamba tanzen. Kurse könnten gegeben werden. „Coffee to warm“ mit einem kleinen Vanillehörnchen von Meister Lamm, Pickert überm offenen Lagerfeuer. Dabei fällt sicher nebenbei noch ein Partner ab. Zahlen können sie an der nächsten Haltestelle mit „Payback“. Dabei kann sich die Glitzermetropole abgrenzen von schnöden Kleingrossstädten. Nur damit.

Sie schützen doch nur das Vaterland

Nun ist es also raus. Jahrelang schleusten die Behörden – also jene, die immer da sind, wo die Fahne hingehängt wird – „Verdeckte Ermittler“ und „V-Männer“ in die linke Szene ein. Damals in Heiligendumm als die Verweserin des Ostens den Schwerkriminellen aus Texas bemutterte und ihm ein schwarzgeröstetes Schwein darbrachte, Sakotzi Hochprozentiges, ein italienischer Halbirrer auf Abwegen war schluckte und ein Zaun die perverse „Elite“ schützte. Was wohl eher umgekehrt zu sehen war und ist. Da brannte mal ein Auto, da warfen sie Steine gegen ihre Kumpels. Alles ok, denn in summa „schützen sie das Vaterland vorm Krawall“. Ziemlich durchsichtig die Chose. Treudoof blicken die Verantwortlichen -Politiker und ihre Helfeshelfer – in die Kameras und lügen uns die Hucke voll. Dabei sind sie fleißig nicht nur vorne mit dabei, wenn es gilt, was anzuzetteln. Sie werfen sozusagen in der ersten Reihe. Mit ferngesteuerten Schweinehanseln.

Wie lange klappt das noch? Und vor allem, warum kriegen sie das nicht am rechten Rand gebacken? Wollen sie das überhaupt?

Obama am schwimmen?

US-Präsident Obama beschwört in seiner Rede zur Lage der Nation den Gemeinsinn. „Wir kommen gemeinsam voran, oder gar nicht.“ Das Land stehe vor Herausforderungen wie 1957, als die Sowjetunion als erste einen Satelliten ins All schossen. Doch wie will Obama Amerika in die Zukunft führen, wo er nicht mal Herr im eigenen Lande ist?

Keine Mehrheit im Parlament, viel Kritik und außer der Gesundheitsreform und einer relativ guten Rolle bei der Ölkatastrophe nichts gehalten. Die Leute sind enttäuscht. Nicht mehr „Yes, we can“ sondern „Yes, we must/should“. Daß den Präsidenten nicht die alleinige Schuld trifft ist klar. Doch in seiner ersten Amtszeit ist soviel negatives passiert und ist mit ihm in Verbindung gebracht worden, daß die Kongreßwahlen gar nicht anders ausgehen konnten. Nun muß Obama sehen, wie er damit zurechtkommt.

Dazu kommt die bevorstehende, und trotz allem unvorstellbare, Pleite der einstigen Supermacht. Man hat den kalten Krieg gewonnen, aufgrund wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und längerem Atem. Doch dieser Atem geht nun aus. Das, was Rußland Ende der 80er geschehen, dies passiert den Amerikanern nun. Ist nur die Frage, wie lange sie noch durchhalten und wie sich das auf uns auswirkt.

Man könnte nun argumentieren, daß Obama als falscher Messias im Angriff auf Amerikas Ur-Werte sein Heil sucht und wie gewohnt ablenkt, durch Verharmlosung seiner Mißerfolge in seiner Amtszeit und die Schuld auf seine gescholtenen Gegner abschiebt. Doch das wäre verkehrt.

Obama war und ist ein Idealist, der das Beste will. Es ist nur die Frage, ob er nicht daran scheitern wird.