Archiv für den Monat: Dezember 2010

Zungenschnalzer des Jahres 2010: 26,5 Millionen €

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Nein, diese größte Stadt zwischen Hannover und Hamm kleckert nicht, wenn sie in Jahrzehnten Verkommenes kurz vor der Ernennungsurkunde des Denkmalschutzes abreißt oder aufpoliert. Die schöne Zahl da oben steht für den Betrag, der für den Neubau des „Technischen Rathauses“ benötigt wird. Bitte rechnen: 26,5 plus 16 Mio. für die Nissenhütte neben der Stadthalle = 42,5 Millionen. Kein Wunder, wenn man an wichtigeren Dingen dann extrem sparen muss.

Afghanistan und der Rückzug und die Rolle der Bundeswehr

Unabhängig vom genauen Abzugstermin, finde ich, daß man bloß aufpassen sollte, daß unsere Soldaten nicht nach 3 Wochen gleich wieder zurück müssen, weil die Afghanen in Anarchie, Korruption und erneuten Bürgerkriegszuständen versinken. Die Taliban werden zwar so einfach nicht mehr an die Macht kommen, dafür haben sie sich zu unbeliebt gemacht, aber entmachtet heißt nicht, daß die Bedrohung deswegen beseitigt ist. Es ist genauso wie im Irak, da gehen die Amerikaner auch einfach so heraus und überlassen die Iraker sich selber.

Man sollte warten, bis zumindest Hamid Karsai weg ist und ab dem Ende seiner Amtszeit, 2014 wenn ich mich recht erinnere mit einem Stufenabzug beginnen. Erst die Soldaten, sobald die bis 2018 weg sind die zivilen Aufbauhelfer stufenweise reduzieren bis 2020.

Auf diese Weise sind Sicherheit und Stabilität gewährleistet und mit dem Ende der Amtszeit Karsais ist ein Korruptionskönig weniger da.

Eine offensive Kriegsführung deutscher Soldaten wäre nicht verkehrt. Man hat sich schon schwer genug damit getan überhaupt Auslandseinsätze wieder zuzulassen, alles wegen eines Konfliktes, welcher seit Jahrzehnten aus ist. Es wird immer noch daran herumgeknapst.

Niemand wünscht, daß deutsche Bürger fallen, doch es gehört dazu. Es wäre nicht verkehrt, wenn die Bundeswehr von der passiven Kriegerrolle herunterfährt und zeigt, was sie tatsächlich kann. Dann wissen die Gegner der abendländischen Kultur, daß nicht bloß die Anglo-amerikanischen Streitkräfte kämpfen können und sie wissen was Sache ist.

Man erfährt es regelmäßig aus den Medien. Nie sind es deutsche Soldaten allein, welche an Konflikten beteiligt sind. Immer entweder zusammen mit den Afghanen oder als Teil einer Offensive. Soll das etwa bedeuten, die BW schickt andere Truppen vor und kommt dann nach, oder ist es schlimm, wenn die Bundeswehr mal alleine irgend wo antritt, weil dann deren Image zerstört wäre?

Ich spreche nicht von Attentaten und Gegenwehr, sondern von tatsächlichen Kampfhandlungen und Schlachten.

Das kommt davon, wenn man jahrzehntelang die deutschen Streitkräfte als passive Krieger behandelt, welche immer nur Gewehr bei Fuß stehen, als Abschreckung nach dem Osten. Konnte niemand mit rechnen, daß sie mal ins Ausland gehen. Heute sind die regulären Truppen so drauf, wie unser Volkssturm am Ende des Krieges, als die Amerikaner kamen. Was haben wir über die Italiener in Afrika damals gemeckert. Heute meckern die Amis über uns in Afghanistan.

Steht alles bei Paul Carell: Die Wüstenfüchse! Mit Rommel in Afrika!

Nun wohl, Inlandseinsätze der Bundeswehr sind ja bereits möglich. Wäre das nicht der Fall, dürfte sie bei Flutkatastrophen nicht einmal Sandsäcke schleppen, geschweige denn Rettungsflüge durchführen. Es ist mehr die Frage, ob man den Streitkräften im Rahmen der Terrorismusbekämpfung auch noch Polizeiaufgaben überträgt.

Man kann schon mehr im Militär sehen. Selbst im Kriege kann der Feind zum Freund werden und sein Brot mit ihm teilen. Man denke an Weihnachten 1914 oder an die Ritterlichkeit im Seekrieg mit England.

Gleichwohl gilt auch:

Es gibt gewisse Idioten, welche den Krieg verherrlichen. Mit der Ausrede, daß man sich der Gefallenen und der Soldaten erinnern will, welches zwar nicht verkehrt ist, aber man macht schmutzige, naiv-militaristische und kriegshetzerische und neofaschistische und nationalsozialistische Propaganda.

Das Heldentum, die Aufopferung, der Soldat, der sterbend noch dem fliehenden Feind sein Bajonett nachwirft, die Brücke von Remhagen und deren Folgen und der Kampfschwimmer der Marine und der SS, Narvik und Salerno, der Schnaps (2 x 2 für Ostpreußen, ;-)), das Führerhauptquartier und die OHL, der murmelnde Rhein

( http://www.youtube.com/watch?v=S1KiV1Tl-tU&feature=related ),

der Siegesbericht, das unerbittliche Schicksal, alles schöne Sache zu Ehren von vergangenen Zeiten, in denen Fehler begangen wurden, aber welche dienlich sind, den jungen Menschen, zu denen ich mich auch noch relativ zählen kann, den Kopf zu verdrehen und kriminelle Propaganda zu machen und den Haß gegen Frieden und Völkerfreundchaft zu streuen.

Da kommt man auch sofort mit den verlorenen Gebieten seit dem 1. Weltkrieg (für die trete ich auch ein), mit Katyn, den Greueln der Titopartisanen, der Gestapo und der SS und dem SD, Guido Knopp, der das alles zu interpretieren versucht, mit Stalin, Komitern, mit Amerika, UNO, Nato, Kohl, Genscher, Schill (war lange dabei), dem Vatikan, Christus, den Feinden der Religion oder der freiheitlich demokratíschen Grundordnung, um zum Schluß zu gelangen, daß alles schlimm und scheiße ist und daß man auf alle Fälle was anderes haben muß als das bestehende System.

„In der Summe schönes Jahr geht zu Ende“

„Liebe Bielefelderinnen und Bielefelder,

ein spannendes, oft anstrengendes, aber in der Summe schönes Jahr geht zu Ende. Das ist mein persönliches Fazit nach meinem ersten “Oberbürgermeisterjahr“. Ich hoffe, Ihr Rückblick fällt im Ergebnis ähnlich gut aus.

Es war anstrengend, in 2010 ein Sparpaket aus rund 250 Maßnahmen zu schnüren, die für jede und jeden Belastungen enthalten. Wir haben die Gebühren und die Steuern erhöht, gleichzeitig wurden unsere Leistungsangebote verringert. Gegen jede einzelne Maßnahme gab es gute Argumente und mir ist manches dabei nicht leicht gefallen. Aber letztlich geht es darum, das Ganze zu sehen und dafür zu werben, dieses Ganze gemeinsam zu verantworten. Wir stehen gemeinsam in der Verantwortung, Bielefeld vor der Überschuldung zu bewahren. Das kann nur gelingen, wenn wir alle unsere Ansprüche deutlich zurückfahren und uns auf Veränderungen einlassen. Ich bin davon überzeugt, dass es richtig war, die finanziellen Belastungen fair auf alle Schultern zu verteilen.

Bei aller Anstrengung gilt aber auch: Wir können das Haushaltsloch nicht alleine schließen, ohne Bielefeld dabei kaputt zu sparen. Das will niemand! Ich will weiter dafür arbeiten, dass unsere guten Einrichtungen beispielsweise in der Kultur und dem Sport erhalten bleiben. Denn sie tragen zur Lebensqualität für Sie alle bei. Sie machen unser Bielefeld aus.

Wir sind auf kommunalfreundliche Entscheidungen des Bundes angewiesen. Es ist nicht in Ordnung, dass der Bund weiterhin Lasten der Daseinsfürsorge, für die er verantwortlich ist, auf die Kommunen abwälzt! 80 Prozent der großen Städte in NRW sind heute im Nothaushalt oder vom Nothaushalt bedroht. Das zeigt: Die Ursachen für die Probleme liegen nicht in Bielefeld sondern in Berlin! Dort muss auch nach der Lösung gesucht werden. Gleichwohl müssen auch wir unsere Hausaufgaben erledigen. Das haben wir mit unserem Sparpaket in ostwestfälisch zupackender Art gemacht.

Liebe Bielefelderinnen und Bielefelder,
spannend und schön war in 2010 die gelungene U-20–Frauenfußball-WM. In Bielefeld wurde Deutschland „Weltmeisterin“! Gerne erinnere ich mich an die Begeisterung auf der Alm über guten Fußball, den ich in 2011 gerne wieder öfter dort erleben möchte… Toll war auch die gute Stimmung in der Stadt während der Fußball-WM. Wir waren wirklich gute Gastgeber. Und ich war einmal mehr stolz, ein Bielefelder zu sein.

Die Vielfalt in unserer Stadt ist beeindruckend. In Bielefeld leben Menschen der verschiedensten Nationalitäten und mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen. Wir leben friedlich als Nachbarn miteinander. Wer sich in der Welt umschaut, weiß, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Ich genieße diese Vielfalt und diese Kultur der gelebten Toleranz.

Ohne Ihr bürgerschaftliches Engagement wäre Bielefeld viel ärmer. Sie engagieren sich im Verein für andere Menschen, die Umwelt oder eine Idee. Bei meinen vielen Begegnungen in diesem Jahr konnte ich mich davon überzeugen: Sie, die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, sind das Rückrat der Stadtgesellschaft. Sie bereichern mit Ihrer Umtriebigkeit und Ihren vielseitigen Interessen, Ihrer Leidenschaft das Stadtleben. Sie halten unsere Stadt zusammen – dafür sage ich Ihnen DANKE und verbinde das mit der Bitte: Machen Sie in 2011 bitte weiter!

Stillstand oder Langeweile befürchte ich für 2011 nicht: Der Hochschulcampus wird Formen annehmen, und endlich (!) auch der Kesselbrink. Auch über die neue Detmolder Straße wird nach dreijähriger Umbauzeit der Verkehr ab Frühjahr frei fließen. Und 2011 wird das Entscheidungsjahr über den Rückkauf der Stadtwerkeanteile. Ich freue mich auch auf Picasso. Im September kommt eine Ausstellung seiner Werke in die Kunsthalle.

Manches müssen wir in 2011 auch ändern. Dazu gehört die politische Beteiligungskultur. Alles weist darauf hin, dass Sie, die Bürgerinnen und Bürger, mehr Mitsprache bei Entscheidungen wünschen. Ich bin dafür, auch in Bielefeld neue Ansätze der Bürgerbeteiligung zu verfolgen. Mit der Innenstadtkonferenz und dem Forum Grundschulentwicklung haben wir begonnen. Ich biete Ihnen allen, die Sie an der langfristigen Entwicklung unserer Stadt außerhalb des politischen Tagesgeschäfts in den Zukunftsfeldern Klimaschutz, Bildung und Wirtschaft interessiert sind, den Bielefeld-Pakt an, dem Sie unter www.bielefeld-pakt.de beitreten können. Bielefelds Zukunft geht uns alle an!

Ich lade Sie ein, in einen neuen Dialog – auch in veränderten Formen – einzutreten. Ich bin zuversichtlich, dass wir so zu breit getragenen Lösungen kommen werden – auch beim anstehenden Thema Grundschulen. Auch hier gilt: Wir wollen das Ganze sehen und es gemeinsam verantworten.

Lassen Sie uns für das kommende Jahr zuversichtlich nach vorne schauen und mit Verantwortung und freundlicher Gelassenheit an die Aufgaben in 2011 herantreten.

Für das Neue Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen seien auch mit dabei!

Ihr

Pit Clausen

Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld“

Die größere der Stadtgazetten hatte unserem lieben OB ein eher liebloses Plätzchen tief drinnen im Lokalen eingeräumt. Deshalb hier noch mal der Text, den das Presseamt der Glitzermetropole an der reißenden Lutter versandte. Och ja. Die „Highlights“ waren schon Supi. ZB. das bühnenreife Theater um ARMinia Bxxxxxxxxxx 🙂 Unbezahlbar. Nicht mal mit Mastercard.

Viel Papier. Viel Werbeerlös

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Am letzten Tag des Jahres drehen die Holzmedien noch mal so richtig auf und befördern Fuderweise Werbepostillen in die Haushalte. Ansonsten garnieren sie das Papier mit viel Rückblick und natürlich Ausblick. Also Kaffeesatzlesen. Nun denn. Da füllen wir den Altpapierstapel grad noch mal auf. Ganz „clever“ wirbt ein Hillegossener Küchenfritze bei Kauf einer Küche im Wert vom mindestens 4.990,00 Euronen mit einem „iPad on top“ dabei. Seltsame Rechnung. Das Apfeldingens kostet ab 499. Warum nicht gleich 10% Rabatt geben? Oder ist da schon die Neujahresansprache von Trude Templin „Allet wird jut“ in 3D draufgespielt? Was gibt es „on Top“, wenn man gleich zwei Küchen nimmt? „Wellness-Tag mit der Umweltdezernentin der Glitzermetropole mit „Wanderung zum A2-Blitzer?“

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Oh. Frau Merkel „rügt“

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Man sollte doch meinen, der wandelnde Hosenanzug hätte ob der grandiosen innenpolitischen und EU-Probleme daheim genug zu tun. Nein, da wird noch mal besserwisserisch und „mahnend“ eine Schippe draufgelegt. Sie „rügt“ das Urteil gegen den Herrn Chodorkowski, seines Zeichens ehemaliger Milliardär. Flugs wird aus dem Mann, dem eigentlich seine eigene sehr dicke Brieftasche recht nahe war, eine Art „Widerstandskämpfer für die Bürgerrechte“ gemacht. Himmelnochmalkrutzitürken. Lassen Sie Pfoten aus den Angelegenheiten von Nicht-EU-Ländern, Madame!

Aber die Dame fand ja auch schon „S21“ ziemlich klasse. Was wir von ihr nicht behaupten können. Wann steht die nächste Party mit Finanzjongleur Joe Ackermann an?

Bei Jagertee und Reststollen

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Ein älterer Herr, der sich über einen Haufen noch funktionierender Handys freute, mit denen er in Afrika ein kommunkativ-gutes Werk vollbringen wird, erzählte von einer Zeit, als es hier noch richtige, gespurte Loipen gab. Leider seien die Skihaserln heute „stockertsteif“ und würden lieber irgendwo hinfliegen zum Skaten. Abgesehen vom ästhetisch eher breitärschigen Stil des Skatens könnte man hier auch kaum so breite Schneefelder räumen dafür.

Bei aller Phantasie, die ihm noch innewohnt, konnte er sich aber nicht vorstellen wie das aussieht, wenn am frühen Abend die fixen Queller Skilehrer in einer Anmutung von Telemark die Diretissima von der Hünenburg hinunterwedeln, die brennende Fackel in der Rechten und diesen zarten, lustvollen Zug um die Mundwinkel, der verrät: Bei Olsson warten sie schon, die Skihaserln. Anoraks ausgezogen, Jagertee vor sich und die Alterskontrolle hinter sich. Ab „vollendetem 70ten“ dürfen sie an den Stammtisch, wo die guten alten Geschichten erzählt werden aus der Zeit, als Quelle noch „das St. Moritz der tiefen Wallachei“ war. Ein geheimer Geheimtipp. Nur einer verschworenen Gemeinschaft bekannt. Nie nahmen sie an Deutschen Meisterschaften, Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften teil. Allzu groß war der Leistungsabstand zur angeblichen Elite dieses unseres Landes. Rosi M. hätte hier wohl nur die goldene Ananas aus Jibi-Anbau gewonnen- Sie, mit dem „An der Quelle liegt die Ruh´“ vorne auf den breiten Brüsten hätten alles in Grund und Boden getelemarkt, was auf Ski stand.

Ach so, was ich vergaß. Apropos St. Moritz. Das, was die da so stolz mit der Massivgold-Rolex am Arm „Polo spielen“ nennen, gab es damals auf dem zugefrorenen Lutterkolk schon lange. Nur waren die Pferde wohltrainierte Rennkühe aus edler Westfalenzucht. Mittags Spurt mit Reiter, abends „Melken für den guten Zweck“.

Tara und die Zukunft

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Na? Auch Tara und ihr Angebot in Ihrer Mail gefunden? Wenn nicht haben Sie was versäumt. Sie hätte Ihnen die Zukunft aus ihrer Glaskugel gelesen. Stattdessen haben wir die Mail mal weitergeleitet an Frau Dr. Merkel und Herrn Peter „Pit“ Clausen, den jeweiligen Führern ihrer Juntas. Die können das nämlich gebrauchen für „ihren Zukunft“. Tara hat ja versprochen, nur die positiven Seiten des in 2011 Kommenden zu verkünden:

„Gold, Silber und Myrrhe werden regnen“

Leider brach danach die Mail mit der Vorhersage ab. Es fehlten die Worte „… nur für ein paar Auserwählte unter Euch. Alle anderen dürfen die Zeche bezahlen“.

Siehste. So ist das. Dazu brauche ich aber keine Glaskugel. Das sagt mir mein Bauchgefühl.

Preußenadler über der Alm?

Ein Scherzkeks hat über der Schalker Schneedachschaden-Arena eine schwarzgelbe BVB-Fahne (Böse Zungen meinten erst: „Guck mal, die Regierung flaggt Halbmast“) gehisst. Wer jetzt den taumelnden Schwarzblauen Almdudlern so richtig einen einschenken will, der pflanzt den Adler mittels Flagge von Preußen Münster hoch oben auf das Roland-Kentsch-sein-Gedächtnis-Tribünendach. Sind zwar „nur“ Regionalliga, aber der Weg dahin ist ja für den DSC – soeben bei der Hallenstadtmeisterschaft mit einem „Rumpfteam“ ehrlos ausgeschieden – nicht mehr allzu weit.

Gestern Abend war Startrainer Ewald „The Block“ Lienen im Regionalstudio des WDR zu Gast. Konfrontiert mit der abenteuerlichen Story „5 Trainer in einer Saison“ lachte der in sechs Spielen fünfmal Besiegte nur. Worin sein neues Konzept beruht wartet noch der Aufklärung.

Fusion mit Preußen Münster?

Ja, ein Wunder

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In den Redaktionsstuben an der Niedernstraße und Sudbrack ist es gut geheizt. Die Workstations des Redaktionssystems summen wie gut gefütterte Bienchen vor sich hin und Meldung um Meldung der Presseagenturen und der Pressestelle der Metropolverwaltung am Niederwall schickt „News“ auf die Tische derer, die sie redigieren, ein wenig kürzen und dann meist kritiklos einpflegen. Auf das wir Zeitungsleser am nächsten Morgen nach dem frühen Druckbeginn (Abendspiele der Champignon – Liga werden in vielen Ausgaben erst gar nicht als beendet mit Ergebnis gemeldet) pünktlich wie von Zauberhand zu den Morgenbrötchen der hiesigen Bäcker auch was zu schmunzeln haben. Manchmal nämlich, hatte einer der Schreiberlinge nebst einem Fotomenschen die Redaktionen verlassen und dokumentiert wie das Leben aussieht, das vor allem bar jeder Kritik aus „Frau Merkels wunderbarem neuen Flieger“ besteht. Normaldenker fragen sich eher, wer a) auf solch eine phantastische Regierungs – und Europachefin feuern sollte, das sie b) „Störtechnologie gegen Boden-Luftraketen“ benötigt und c) was der Spaß denn nun die Deppen von Steuerzahler in Zeiten der Cent-Feilscherei im Hartz und der ein Millionenheer beschäftigenden Lohndumpingbranche der Zeitarbeitssklaven kostet. Aber darüber schreibt man nicht als Möchtegernhöfling am Kanzlerinhof. Lasset uns lieber das „Spielzeug mit Schlafzimmer“ der ehemaligen FDJ-Sekretärin für Agitprop betrachten:

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Viel zu tun ausserhalb der Redaktionsräume ist auch, wenn moBIEL ruft. Wie durch Zauberhand hob es ein Wägelchen der Beförderungsbahn am Adenauerplatz aus den Schienen. Das war ganz sicher ein Eisanschlag der Gegner von Wolferl Briinkmann, die ein Zeichen setzen wollten. Natürliches Eis gegen unnatürliche Großsprecherei. Sooo rüttelt man keine Stadtreinigung auf, den Winterdienst zu beschleunigen. Soooooooo nicht!

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Die Stadt, der Schnee und die „Buchten“

Nach Mitteilung des Amtes für Verkehr werden die Parkbuchten an der Hauptstraße zwischen der Gaswerkstraße und der Brackweder Kirche bis Freitagmittag, 31. Dezember, zum Parken freigegeben, wenn sie gut vom Schnee freigeräumt worden sind. Geschäftsleute, die die Stellflächen vor Ihrem Geschäft freigeräumt haben, können diese Plätze telefonisch unter 0521 / 51-6586 melden; ein eigenmächtiges Verrücken von Baken ist dabei nicht zulässig.

Verkehrskadetten der Bielefelder Verkehrswacht werden jetzt den Bereich zu den Geschäftszeiten beobachten, mit Falschparkern das Gespräch suchen und bei Bedarf die Ordnungsbehörde verständigen. Wer sich rechtswidrig mit seinem Fahrzeug hinter die Baken stellt und so eine mögliche Behinderung der Stadtbahn in Kauf nimmt, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug abgeschleppt wird. Wegen der Wetterprognosen werden am Silvestertag auch die freigegebenen Parkbuchten ab Mittag wieder gesperrt.

Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Jetzt greifen sie durch, die Stadtverwalter. Verrückt bitte nicht „eigenmächtig“ die Backen an Brackwedes Hauptstraße. Auch nicht, wenn ein sozialer Dienst mit einem Bulli eine verletzte oder zu behandelnde Person zur Therapie bringen oder abholen muss. Hört Ihr? Wartet ab, Ihr Arbeiter-Samariter. Rotkreuzler, Johanniter usw., bis im März der Räumdienst der Stadt kommt und ein paar Tonnen Salz gestreut sind, die man „vergaß rechtzeitig zu ordern“, wer konnte schon mit so einem frühen Winterbeginn rechnen in den Amtsstuben“, gell?

Über die Bahn, die sich mal mit „Alle Wetter. Die Bahn“ lustig machte und seit Mehdorn und jetzt Vorturner Grube keine Ersatzzüge, Loks und zu wenig beheizte Weichen hat, decken wir mal lieber den dicken Mantel des Schweigens. Der wärmt wenigstens, wenn der Bund aus „Haushaltspolitischen Gründen“ nicht auf die Abführung von 500 Mio./Jahr verzichten mag. Schließlich ist Frau Bundeskanzlers niegelnagelneuer Riesenjet A 340 mit bequemen Betten und Schlafkissen für Tagträumer und politische Nullen viel, viel, viel wichtiger. Schön, wenn unsere Könige der Neuzeit so sanft Vorfahrt haben…

Unhandliches Kleingeld? Einfach alle Preise rauf!

In diesem Jahr lagen wieder besonders viele Geschenke unter dem Baum. Die Wirtschaft zog an, der private Konsum ebenfalls. Nach dem glänzenden Weihnachtsgeschäft sorgt sich der Einzelhandel in Deutschland jetzt jedoch um seine Bargeldversorgung. Schon zum Jahreswechsel könne das Münzgeld in kleineren Geschäften knapp werden, warnte der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, in der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung. Viele Händler bekämen von ihrer Hausbank kein Münzgeld mehr, weil immer mehr Filialen diesen Service einstellten. Sagt der Handelsverband.

„Unhandliches und schweres Kleingeld“ barmt die NW in einem Riesenaufmacher aus der PR-Schreibstube des Bankenverbandes. Warum „Dienstleister“ sein? Mit dem kleinen Mist verdient man doch nichts.

Lösung: alle Preise rauf und glätten. Aus 0,99 werden 1,00, aus 0,45 werden 0,50, aus 0,10 gleich 0,20. Problem gelöst und die Banken/Spasskassen, deren Sinn man angesichts Bargeldautomaten, Kontodrucker usw. auch nicht so schnell erkennen mag. Oder doch? Beim Spekulieren mit Giftpapieren und vierfach gehebelten Luftnummmern (früher mal: Betrug, heute „Kreativität“)) sind sie fast alle mit dabei. Gehts schief, gleicht der dumme Steuerzahler das aus.

Schönes Geschäft. Und so einfach. Geht nämlich ganz simpel per Computer-Spekulations – und Orderprogramm. Schaffen wir doch die Banken und Spasskassen ab und lassen die Computer alleine werkeln. Wer den schnellsten hat , verdient am meisten. Wer den Cent nicht ehrt ist auch des Spekulationsgewinns nicht wert.

„Großartiges“?

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Da ist sie auch schon, die kommentierende Liebestat der größten Gazette der Metropole. Man versteigt sich in den Begriff „Großartiges“. Dabei hätten wir noch mehr im Angebot:

– Übersinnlich
– Nicht von dieser Welt
– Einzigartig
– Aufopfernd
– Spektakulär
– usw.

Ob dieser Kommentar allerdings auch zutrifft, wenn man von „Wendehämmern“ hört, die nicht geräumt werden oder Mülltonnen, die man nicht bereit ist, aus Straßen zu ziehen, in die man einfach nicht mehr mit dem Müllwagen hineinfährt? Über junge Zivildienstleistende, die bei Schnee, Eis und rutschigen Straßen Behinderte und Rollstuhlfahrer von und zu den sozialen Diensten bringen, liest man im Stadtblättchen eher nichts.

Ist das nicht auch „großartig“?

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Um 6 Uhr in der Früh gehts los: soziale Dienste im Schneeeeinsatz

Der „Lockruf“ von Jensen – Weise – Feldhaus

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Die seltsame „Gewinnpost“ von Readers Digest ist noch Gold gegen das, was man zu lesen bekommt, gibt man bei google „Jensen – Weise – Feldhaus“ ein. Ein Füllhorn an Nachrichten über eine offensichtlich schon länger andauernde Gaunerei öffnet sich und legt bloß, was eigentlich klar ersichtlich ist:

Hinter einer „persönlichen Gewinnübergabe“ steckt eine der üblichen Kaffeefahrten.

Dennoch dürfte es genügend Menschen geben, die das beiliegende Kärtchen ausfüllen, 45 Cent-Briefmarke draufbappen und abschicken. Was tut der wichtigtuerische Staat, der am liebsten alles und jedes reglementieren und überwachen und speichern möchte?

Nichts.

Leute bescheissen ist ja nicht so gefährlich wie den Bau eines Milliardenuntertagebahnhofs zum Wohle geschmierter Lobbyisten und ihrer koopererierenden Mischpoke mittels des Grundrechtes Demonstration verhindern zu wollen.

Ewald läßt ARMinen „Schneeverwehen“ trainieren

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Momenthandyaufnahme vom harten ARMinentraining

Da wo die Melanchthon auf die Stapenhorster trifft, beginnt ein idealer Trainingsparcours für den Tabellenletzten der Liga 2. Ewald Lienen, dieser alte Trainerfuchs, hatte im Kriegswinter anno Dingsbums mal in sein Notizbuch, das er immer am Mann trägt, geschrieben: „Wenn Schneehöhen zu hoch für Flachpässe, Gipfelbesteigungen trainieren“. Jetzt, wo die Racker von der Alm, ja bald zu einem grandiosen „Ligarock“ starten (…sagt das neue Mitglied des Aufsichtsrates) lässt er seine Mannen, denen sich schon die kommenden „Kracher“ angeschlossen haben, knallharte Gipfelläufe auf schneebeckte Ligahöhen trainieren. „Rauf gehts immer. Runter nimmer“ wollte einer der Buben im schwarzblau maulen. Da kannte er aber Ewald schlecht.

„10 Minuten Schneekanone“ war die Strafe des Cheftrainers.

Die nächste Sau durchs Dorf

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Es fängt klein an. Irgendein politischer Wichtigtuer faselt etwas von „Internet, Bedrohung“ und schon wird bei der Journaille ein „Krieg, ein Cyberkrieg, ein Schlachtfeld des 21., Jahrhunderts“ daraus. Ergo: „Man“ rüstet auf, baut ein „Cyber – Abwehrzentrum“ auf wie unsere geliebte Bundesregierung.

Aber sind wir doch mal ehrlich: Viel Ahnung haben die, die da vom „bedrohlichen Internet“ schwafeln weder davon noch von den „Jahrhundertschneemassen“, wie der Umgang mit einem etwas verfrühten Auftreten der weißen Pracht zeigt. Stupid schieben kleine Bagger und Räumer die Mengen auf große Haufen, wird „wir haben fast kein Salz“ mehr als Warnung für die doofen Bürger in den Himmel über dem Teuto geschrieben und muss die Altherrenriege hier auf Bielefeld-Blog erst dramatische Bilder einer Nikolaus-Dürkopp-Straße zeigen, die trotz Schnee zugeparkt wird und alle Straßenbahnen sind blockiert.

Offensichtlich haben die verantwortlichen Räumisten zu Winterszeiten ein anderes Bild von der schmalen Gasse, die ja auch zu unschneeigen Zeiten gern als Abstell – und Behinderungsraum für Autos genutzt wird und zu Ärger führt. Einfach mal ein Archiv „neuralgischer Punkte der Stadt“ anlegen und draufgucken, wenn es anfängt zu schneien.

Schafft Ihr doch. Ihr seid doch moBiel?

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Puddingtown ohne Schnee. Erzählt jetzt nicht, das hättet Ihr noch nie gesehen.

Bielefelder Weihnachtscircus – 7 Jahre feinste Unterhaltung

noch bis zum 2.Januar 2011  Mehr Infos: www.Circus-Las-Vegas.de

An der Bielefelder Radrennbahn geht’s über den Jahreswechsel rund. Erstmals schlägt der ‚Las Vegas‘- Weihnachtszirkus sein Zelt nahe der Innenstadt auf. An 16 Tagen lädt man zwischen Heiligabend und zweitem Januar-Wochenende in die Manege des Viermasters ein. Verzaubern werden die Besucher bei 26 Zwei-Stunden-Vorstellungen 30 Artisten, Dompteure und Clowns sowie 50 Tiere.

‚Las Vegas‘ wartet heuer mit weiteren Premieren auf. So präsentieren die Zim-Boys aus Afrika ihre kraftvollen wie biegsamen Körper bei Kautschuk-Akrobatik samt Muskel-Pyramiden.
Und auf dem schmalen Drahtseil will gleich ein komplettes Quartett hübscher wie schwindelfreier Mädchen, namens ‚Esperanza‘, tanzend die Herzen der Zuschauer erobern. Weitere Attraktionen sind ‚Tarzan und Jane‘ mit ihren drei sibirischen Tigern und zwei afrikanischen Löwen. Ins Land von ‚Tausend und einer Nacht‘ entführen Fakir Martines mit Feuerfontänen bis unter die Zeltkuppel und seine Partnerin Angelique durch ihren reizvollen Bauchtanz in wechselnden Kostümen.

Selten ist auch die gemischte Pferdedressur des Zirkusdirektors Karl-Altoff Köllner: Im Viererzug lässt er die ruhigen edlen schwarzfarbenen Friesen-Hengste mit den weißen wilden Andalusen-Warmblütern ihre Manegen-Runden drehen. Tierisch geht’s zudem durch Berg-Ziegen und Mischlings-Hunden zu. Ebenso fleißig einstudiert sind topmoderne Boden-Akrobatik im Rapperstil, ungewöhnliche Fuß-Jonglage mit Bällen und Feuerrad, eine temporeiche Hulla-Hupp-Show der ‚Christmas Girls‘ sowie humor- wie gefühlvolle Clown-Nummern von Zipo.

Nur in Bielefeld schwebt zudem Miss Nathalie als ‚fliegender Engel‘ am Schwungtrapez in acht Metern Höhe durch die Manege. Abwechslungsreiche Licht-Effekte und eine seltene Live-Band sind bei ‚Las Vegas‘ ebenso Standard wie ein ‚kuschlig warmes‘ Weihnachts-Chapiteau. «Wir freuen uns von Jahr zu Jahr mehr auf Bielefeld», bekennt Zirkusdirektorin Liane Weisheit-Köllner, «und diesmal ganz besonders auf den neuen Spielort!» Bisher hatte das fahrende Volk fünfmal auf dem Johannisberg sein zeitweiliges Zuhause.

Wohlfühl-Athmosphäre vermitteln Wagenburg und Zelt an der Radrennbahn: Zu einer kleinen Weihnachtsstadt verwandelt wird sie durch 1000 Meter funkelnde Lichterketten, 500 kleine silberne Glocken, Sterne und Kugeln sowie 100 Christbäume. «Auf Letztere freuen sich als verspätetes Neujahrsmenü schon wieder die Elefanten vom nahen Tierpark Olderdissen», weiß die Chefin, Akrobatin und Dompteuerin nur allzugut. Im Zelt wird der Duft von frischem Popcorn ans Lebkuchen-Backen und eine fünf Meter hohe Tanne an die Weihnachtskirche erinnern.

Das Programm bietet alte Zirkuskunst in modernem Kleid.

Stadträumchef: „Wir tun, was wir können“

Auf Grund zahlreicher besorgter Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern weist der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld darauf hin, dass der Winterdienst weiterhin in ganz Bielefeld im Großeinsatz ist. Dabei sind über 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 56 Räum- und Streufahrzeuge und 60 Klein-LKW für Handkolonnen eingesetzt. Da die Streufahrzeuge nach Schneefällen und bei Eisglätte nicht überall gleichzeitig sein können, wird das Räumen und Streuen nach Dringlichkeit organisiert. Das Bielefelder Straßennetz ist dazu in drei Räum- und Streustufen unterteilt, nach denen sich die Priorität des Winterdienstes richtet. Der Winterdienst wird zuerst in verkehrswichtigen Hauptverkehrsstraßen einschließlich Krankenhaushauszufahrten und gefährlicher Bergstrecken (Stufe 1) sowie in stark frequentierten Haupterschließungsstraßen und Strecken des ÖPNV (Stufe 2) vorgenommen. Danach werden die weniger befahrene Straßen (Stufe 3) geräumt.

Etwa 50 Prozent der Anliegerstraßen im Bielefelder Stadtgebiet sind der Reinigungsklasse 07 zugeordnet. Für diese Straßen werden keine Straßenreinigungsgebühren erhoben. Deshalb obliegt die Räum- und Streupflicht dort auch den Anliegern. Ebenso werden private Straßen vom städtischen Schneepflug nicht bedient. In noch nicht endgültig abgenommen Neubaugebieten ist in der Regel der Erschließungsträger für die Organisation des Winterdienstes zuständig. Die jeweilige Reinigungsklasse kann dem Steuerbescheid entnommen werden. Die Reinigungsklassen können auch im Internet eingesehen werden unter www.umweltbetrieb-bielefeld.de.

„Wir bitten die Bielefelder Bürgerinnen und Bürger für diese Regelungen um Verständnis“, erklärt Rainer Hempelmann, Geschäftsbereichsleiter Stadtreinigung im UWB, die derzeitige Situation. „In erster Priorität möchten wir sicherstellen, dass die Straßen der Streustufen 1 und 2, also alle Hauptverkehrs-, Zubringer- und Bergstraßen, von Eis und Schnee befreit werden können und der Verkehr ohne größere Probleme fließen kann. Dann werden natürlich auch die kleineren Stich- und Anliegerstraßen nach Priorität und Plan weiter bedient. Unsere Räumfahrzeuge kommen mittlerweile durch manche kleineren Straßen nicht mehr durch. An den Straßenrändern haben sich Schneeberge gebildet, Autos parken deshalb oftmals weiter auf der Fahrbahn und die Straßen werden dadurch noch enger. Da ist oftmals Fingerspitzengefühl und „Millimeterarbeit“ beim Fahren der großen Winterdienstfahrzeuge nötig.“ Da, wo Einsätze möglich sind, ist das Zuschieben von Fahrzeugen und Einfahrten unvermeidbar. Bei einer verbleibenden Fahrspur von weniger als 3,50 Meter ist die Gefahr der Beschädigung geparkter Fahrzeuge vorprogrammiert. Hempelmann ergänzt weiter: „Unserer Kolleginnen und Kollegen waren nicht nur über die Weihnachtsfeiertage für alle Bielefelder im Dauereinsatz, sondern sind seit dem 24. November insgesamt an 30 Tagen tätig gewesen. Wir bemühen uns, allen gerecht zu werden. Wir tun, was wir können.“

Nun ja. Eine Stadt, deren anscheinend ganzer Stolz ein Steinhaufen hoch oben und ein kommender Drittligist auf einer Alm sind, die braucht sich nicht anzupassen. Die ist eben so wie das drumrum. Dazu hat HRH ja hier eben eine Frage gestellt und deshalb hier noch mal ganz „offiziell“ die Pressemitteilung, die sie heute rausjagte.

Da hätte man aber noch locker eine Menge Paragraphen anfügen können. Findet sich doch ganz sicher immer was.

Bäume ohne Lametta ablegen!

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Wie dieser Pressemeldung der fürsorglichen Stadt unter der Sparrenburg zu entnehmen ist, hat man schon weiter gedacht. An die Zeit, wenn die Nadeln der Nordmanntannen noch nicht fallen wollen, der grüne Zimmerschmuck aber eigentlich schon überlebt ist. Wohin mit dem Baum? Bitteschön:

Auch im neuen Jahr fährt der Umweltbetrieb wieder von zahlreichen Sammelplätzen im gesamten Stadtgebiet die ausgedienten Weihnachtsbäume ab. Bis einschließlich Freitag, 8. Januar 2011, können Bielefelder Bürgerinnen und Bürger ihre Weihnachtsbäume kostenfrei zu den Sammelstellen bringen. Der Umweltbetrieb bittet um ein geordnetes Ablegen der Bäume, um Störungen und Behinderungen der Anwohner und Passanten zu vermeiden. Wie gewohnt können die Weihnachtsbäume auch bei den Wertstoffhöfen des Umweltbetriebes angeliefert werden. Bis zum 8. Januar 2011 ist die Abgabe von Weihnachtsbäumen kostenlos, danach ist – wie bei der Anlieferung von Strauch- und Baumschnitt – das übliche Entgelt von zehn Euro pro Kubikmeter zu zahlen.
Entsprechend zerkleinert kann der Baum übrigens auch über die Biotonne entsorgt werden.

Egal, wie der Weihnachtsbaum entsorgt wird: Der Baumschmuck muss komplett entfernt werden, denn die Tannenbäume werden kompostiert beziehungsweise weiterverwertet. Lametta und andere Verzierungen würden hier stören.

Adressen und Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe:

• Wertstoffhof Nord, Engersche Straße 245

• Wertstoffhof Mitte, Herforder Straße 220

• Wertstoffhof Süd, Senner Hellweg / Ecke Osningstraße

Jaja. Sie denken einfach weiter in den Stuben am Niederwall. Unsereins würde den Baum einfach komplett mit Beleuchtung (brennend) ablegen….

… und jetzt in die große SALE-Schlacht

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Die Zeitungsboten hatten heute im Morgendunkel in der wundervollen Metropole am Teuro samt Umland zu schleppen an den bleischweren Gazetten. „SALE“ – Prospekte locken mit Zeugs, das in dieser Woche das Konsums noch seinen Mann/Frau in den Verkaufstempeln finden soll. Die Auswahl scheint noch groß, die Läger nicht geleert. Eis und Schnee und Glätte sollten nicht daran hindern, die Parkhäuser zu füllen.

Die „Schlacht an der SALE“ ist eröffnet.

Ab Montag 10 Uhr wird zurückgegeben

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Morgen, Kinder, wirds was geben
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Umtauschtag!

Im Handel ist heute am zweiten Weihnachtsfeiertag schon schwer was los. Schließlich müssen tausende Ladenkasse geölt werden und geschmeidig gängig sein. Die Einen tauschen Ungeliebtes um, die anderen hauen ihre Geldschenke auf den Kopf und ein paar sind vom vielen Glögg noch so zugedröhnt, das ihnen nicht auffällt, was droben lauert:

Der kleine, gemeine Eiszapfen.

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Meldung des Tages

In ihrem Weihnachtsurlaub im schweizerischen Engadin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel leicht erkrankt. „Die Kanzlerin hat nur eine Erkältung erwischt“, sagte ein Regierungssprecher „Bild am Sonntag“. Merkels Ehemann Joachim Sauer, mit dem sie sich über die Festtage dort erholen wollte, musste die Weihnachtseinkäufe allein erledigen und holte Medikamente in der Apotheke, schrieb das Blatt.

Ähmmmm. Noch jemand mit Schnupfen, für den eingekauft werden mußte? Dann bitte hier eintragen:

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Wie gut, das der Kaiserin Silvesteransprache schon aufgezeichnet worden ist 2009:-)

Exklusiv für „omega“

Danke, textexter sehr hübsch das Video. Auf meinem Wunschzettel ans Christkind steht
für Weihnachten noch ganz bescheiden ein erfüllbarer Wunsch, den ich hier nicht unerwähnt
lassen will. Ich wünsche mir ein Foto von textexters Heiligabendmahl NACH dem Essen. Du
weißt schon, abgenagte Knochen, fettige Weingläser, zerknülltes Geschenkpapier, leere
Boonekampflasche, Krümmel und zertretene Dominosteine auf dem Perserteppich.

schrub Kommentator „omega“ hier als sehnlichsten Weihnachtswunsch. Nun, tun wir ihm den Gefallen und geben ihm einen kleinen Einblick in ein paar Details des Gelages, an dem auch ausgesprochen attraktive Mädels teilnahmen.

Teil 1. Schinken aus dem Hessenland

Vorher bei 150 Grad:

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5 Stunden später:

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Es geht auch ohne Bommerlunder, wie diese Momentaufnahme beweist:

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„Ächzt“ ganz Deutschland wirklich?

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Minus 4 Grad. Der 1. Weihnachtsfeiertag. Zeit, mal nachzugucken, ob Deutschland „ächzt“ unter der Schneedecke wie t-online aufgeregt titelt. Das vorweg: auf unserem kurzen Trip durch das winterliche OWL haben wir niemand ächzen hören. Eher feierliche Stille. Wenn da nicht die Kerosinbomber wären, die von Paderborn aus zu und von den Sangriaeimern fliegen und Muster in den Himmel malen:

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„Pah“, denkt sich da Nils Holgerrsson Kunstflugtruppe „Was Lusthansa kann, können wir schon lange“ und übt neue Loopings ein über der weißen Landschaft. Ganz ohne Kerosin zu verbrennen. Da genügen ein paar Körner. Und nahezu lautlos sind sie auch, wenn da nicht der fröhliche Gesang wäre, mit dem sie ihren Formationsflug begleiten:

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Ein Vater denkt sich „Heute mach ich mal offiziell den Esel“ und zieht seinen Nachwuchs auf dem Schlitten über die leicht eisige Piste, dem heimischen Herd mit Gulasch entgegen:

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Die weiße Schneeleinwand malt unglaubliche Bilder auf die Netzhaut und adelt selbst einen simplen Heustall:

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Wenn da jemand unter der Schneedecke ächzen würde, es wäre kilometerweit zu hören….

Alle Jahre wieder – diese Gedanken

Nur an Ostern, Erntedank Weihnachten und eventuell noch zur Konfirmation sind die Kirchen bis auf den letzten Platz besetzt. Es werden in vielen Gemeinden schon Gemeindeversammlungen abgehalten um über die (finanzielle) Zukunft zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Ich finde es unglaublich, daß sich in unserer evangelischen Gemeinde der Posaunenchor verabschiedet hat, nur weil, obzwar ehrenamtlich, die Mitglieder keine Aufwandsentschädigung mehr erhalten sollten. Pharisäer. Vorne das Kreuz und die Bibel, aber den Teufel im Nacken.

Leider ist es an Heiligabend immer wieder zu beobachten, daß kaum Jugendliche herkommen, trotz Familiengottesdienst, die 18:00-Uhr-Messe und Christvesper um 23:00 Uhr. Auch ohne Nutzen, daß beim Krippenspiel anstelle der klassischen Weihnachtsgeschichte andere Storys mit weihnachtlichem und besinnlichem Inhalt gespielt werden.

Man könnte nun die Frage stellen, was die Kirche dem Volk heute noch zu bieten hat, und ob die Heiligabendkollekte anstelle für „Brot für die Welt“ für was anderes ausgegeben werden sollte.

Doch heute ist Weihnachten, vergessen wir also die üblichen Diskussionen, Meckereien, Nörgeleien und Jammereien. Freuen wir uns auf heute Abend.

Ganz im Sinne von „Jeder für sich und Gott für alle“.

Auch die Religion entwickelt sich weiter. Diese antiken Worte, das Gold, der Weihrauch und die Myrre, die ganzen Verzierungen in den (christlichen) Tempeln, die Unfehlbarkeit des Papstes und die Landeskirchen, das alleine ist nicht der Glaube.

Es kommt drauf an wie man seinen Glauben lebt. Die weltliche Theologie besagt Gegenseitiger Respekt, Kompromißbereitschaft, Toleranz, friedliches Miteinander, usw.

Das sagt uns die Kirche auch. Nur können es die Leute nicht verstehen. Sie hängen zu sehr an den Engeln der irdischen Hölle. Darum kämpfen die Gemeinden auch um ihre Existenz. Bis auf die Großereignisse sind die Gottesdienste kaum besucht.

Nachdem die Sintflut aufgehört, Noah und die Tiere gerettet und der Regenbogen erschien, war dieser das Zeichen, daß Gott nicht mehr aktiv in das Weltgeschehen eingreift. Wozu hat der Herr den Menschen den Verstand gegeben, wenn er sie sich nicht selbst verwalten läßt? Dann wären wir ja nur wie eine Kolonie des himmlischen Königs. Außerdem führt mehr Wissen in Geschichte und Wissenschaft nur dazu, vom übrigen Nutzen einmal abgesehen, daß wir wissen WIE Gott arbeitet und mit welchen Methoden. Die Atheisten und Kommunisten meinen zwar, daß alles wissenschaftlich erklärbar ist, was nicht erklärbar ist, da dauert es halt noch eine Weile, doch welchen Grund hätte man, die „Wunder“ der Welt nicht mit Gott und dem Himmel in Verbindung zu bringen?

Oder ist das Leben mancher dermaßen desolat, daß sie den Glauben verloren haben?

Adam und Eva waren die ersten Menschen. Nach der Vertreibung aus Eden mußten sie mit der „neuen“ Welt zurecht kommen. Haben sich angepasst und weiterentwickelt. Der Beginn der Evolution.

Die Kirche hat Fehler gemacht und ist entartet. Der Film „Illuminati“, obzwar nur fiktiv, hat doch irgend wo ein Körnchen Wahrheit. Die Kirche, vornehmlich die katholische hat mit Sicherheit Dinge verfälscht oder verschwinden lassen, welche ihr nicht in den Kram passen. Also wohl auch mit Jesus.

Sie weigern sich strikt, das Zölibat, welches nicht mal seit Beginn der christlichen Kirche vorhanden, abzuschaffen. Sie haben es zwar gelockert, auch katholische Priester können mittlerweile heiraten, jedoch nicht scheiden lassen, allerdings ist es wirklich idiotisch und überholt. Der Staat, in diesem Sinne der Vatikan, muß zwar gegenüber der Pädophilie hart bleiben, jedoch geht es auch anders.

„Bis zu 94 Euro weniger monatlich“

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Klingt nicht hübsch, was da über den Ticker ging und trifft irgendwie fast alle:

Im neuen Jahr werden die Deutschen im Schnitt wohl weniger Netto vom Brutto im Geldbeutel haben – und besonders die Haushalte mit unteren und mittleren Einkommen dürften davon betroffen sein. Bis zu 94 Euro weniger werden diese laut Berechnungen des Bundes der Steuerzahler zur Verfügung haben. Zwar fällt die steuerliche Belastung geringer aus, da Aufwendungen für die Altersvorsorge besser abgezogen werden können. Jedoch steigen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse und zur Arbeitslosenversicherung.

So sieht „Aufschwung in schwarz-gelb aus“. Templins Rouladenbraterin in Kanzleusenrang würde dazu sagen: „Nun rejen Se sich nich uff. Is ja nur brutto“. Man könnte es aber auch so machen, wie real.- vorgeschlagen: Mehr kaufen, dafür mehr „Treuepunkte“ bekommen und damit wieder was Rabattiertes kaufen. Schon haben Sie ein paar Euro mehr im Portemonnaie. Die geben Sie dann wieder aus, kriegen „Treupunkte“ dafür, kaufen was Rabattiertes… usw.