Archiv für den Monat: November 2010

Am 24. in einem Monat …

p1000790.JPG

Es war einer jener Momente, wo man sich noch in die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm wagen kann. Unbehelligt vom „Bombenalarm“, den ein Pappbecher mit Strohhalm und Klebeband im Hauptbahnhof auslöste. Auf der Bahnhofstraße kein Polizist. Jede Menge Abfallkörbe unbewacht. Die Einfahrt zum Cinestar-Parkhaus öffnete sich wie immer. Auch im beginnenden Schneefall…..

p1000795.JPG

Die Schirme gegen Grieselschnee von oben und Terrorwarnungen medial-paranoitisch aufgespannt, hasteten sie die Bahnhofstraße entlang. Viele ließen das „Chanel-Dreieck“ mit Douglas, Wolff und Müller mittig liegen. Auch die schönere und bessere Hälfte griff nur schnell zu „Chanel 107“ bei Wolff, dann ging es weiter…..

p1000797.JPG

„Oh, endlich eine Kaffeebude für die Metropole“ ließ sie sich im Schneetreiben eingangs der Niedernstraße (klang das zynisch?) verlauten, während grad nebenan ein Mobilfunker mit „V“ aus Kartons seine Standardeinrichtung einräumt…

p1000800.JPG

Immer wieder fing das Leica-Objektiv herrliche Blicke in diese wundervolle Metropole ein, die wahrlich das Attribut „Glitzer…“ nun reichlich verdient hat….

p1000806.JPG

Selbst der Klerus zeigt sich angetan von den Vorboten seines größten Festes und seinen Heiligen 3 Königen: Mammon, Sermon, Umsatz.

p1000805.JPG

Die Tanne aus privater Hand auf dem Alten Markt zeigt die wahre Größe dieser alten Stadt zwischen den grünen Wänden des Teutoburger Waldes, wenngleich die Dichte der Buden auf der Weihnachtsmarktzeile Richtung Obernstraße mal wieder zu einer Bemerkung führte, die so gar nicht den Beifall der Urbielefelderin fand: „Bisschen dünne. Oder?“. Sie, die so überhaupt nichts auf diese wundervolle Kommune kommen lässt, ist auch davon angetan. Hätte ja schlimmer kommen können …

p1000810.JPG

… wie zum Beispiel beim schüchternen Stand der ARMinia auf dem Jahnplatz ….

p1000813.JPG

…. oder dem veritablen Container von Abfall-Fischer (das sind die mit der Schloßfassade am Südring neben ehemals Smart und bald Casino). Da hätten locker 100 Kilo TNT reingepasst…

p1000812.JPG

Nach einem wellenartigen Schlenker zu einem Shop mit angebissenen Äpfeln und dem Erwerb von Schutzeinrichtungen für ein Eiphone ging es dann für zwei Becher Cappu und was Überbackenes zu Knigge rein, derweil es lustig vor sich hingrieselte. Plötzlich sah die Bahnhofstraße für einen winzigen, zarten, Klobriflügelschlagartigen Moment so aus wie damals, als die Stadt noch stolz „Leinenstadt“ hieß. Aber der Moment war wirklich winzig:

alt-bielefeld.jpg

Bombenalarm in Bielefeld

Heute hatte die örtliche Bundepolizei auch endlich mal Aktion. In dem Regionalexpress aus Minden befand sich ein verdächtiger Gegenstand: Ein Pappbecher !

Dieser Pappbecher war höchst verdächtig mit Klebestreifen umklebt und im Innern befand sich der gefährliche Sprengsatz: Ein Strohhalm !

Gut das die Bundespolizei personell aufgestockt wird, denn für solche Aktionen brauchen wir PolizistInnen !

Nachzulesen in der investigativen Lokalzeitung: Neue Westfälische

Scharfmacher

p1000785.JPG

Immer wenn man den Wendt sieht, den Rainer, denkt man unwillkürlich an den anderen fast gleichen Namens, der uns als Bielefelder SPD-Bundespolitiker mit ungeheurem Verstand für „die Wirtschaft“ lange Jahre so große Freude machte. Der einfach real zeigte, was es heutzutage heißt, SPDler zu sein, zu lavieren, sozial kräftig die Säge anzusetzen und auch sonst zu zeigen, dass man eigentlich in der falschen Partei ist und sich nur verlaufen hat auf dem Weg in die CDU – oder FDP-Zentralen. Dieser Wendt hier, den unsere Alexandra J. bildlich und von der bekannt blumigen Aussage her für ihre „Analyse des Terrors“ gewählt hat, ist da eher harmlos. Er ist nur als Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft eine Art Scharfmacher. Einer, der schon ruft „Haltet den Dieb, her mit der Bundeswehr“, wenn man noch nicht einmal Name und Aussehen des Eierdiebs kennt. Das hätte der andere W. niemals gerufen. Der hätte nur für die weitere Senkung der H4-Sätze gestimmt. Sonst hätte er ja auch nicht den gut bezahlten Job bei der gelben Post bekommen.

So wühlt sich dann unsere Alexandra durch den Terrormüll, der da verbal vor den Reichstag gespuckt wird. Es ist die große Stunde der Hinterbänkler, die immer dann an die Rednerfront geschickt werden, wenn Gemeinheiten ausgesprochen werden müssen oder Angst geschürt werden soll. das hat Alexandra unbewusst schon erkannt und diese Herren zu Wort kommen lassen.

Gemeinsam werden wir es schaffen, die Bürgerrechte in die Tonne zu kloppen. Oder? Wann schließt wohl der erste Weihnachtsmarkt wegen Terrordrohung? Immerhin sind die vielen kontaminierten Punschtassen auch nicht ungefährlich. Man könnte Herpes einfangen

.

Klasse Handhaltung

der-bollerwagenpilot.jpg

Berühmt geworden ist der kleine zarte Mann im Range eines Oberbürgermeisters der Glitzermetropole mit SPD-Parteibuch ja durch seine waghalsigen Bollerwagenfahrten rüber über die belebte Detmolder zum WDR-Funkhaus und retour. Ganz Vorwitzige, die es in der Glitzermetropole ja auch geben soll, nannten ihn damals schon ansatzweise „Kommender Vettel“., weigerten sich aber strikt, wenn er den WDR-Parkplatz wieder verließ, den Raketenstart als „Schumacher, stark im Abnag“ zu würdigen. Dann wählten die Bielefelder ihn zum Vorsteher und seitdem macht er sich ein bisschen rar. Aber nur ein bisschen. Man sieht ihn halt einfach nicht oft. Kann aber auch täuschen. Denn wenn NW-Fotografin Sandra Sanchez mit Kamera und Blitz anrückt, ist er zur Stelle. Wie hier, wo es darum geht, mit zwei starken Männern der hannoverschen Sparda-Bank einen großen, langen Scheck in die Linse zu halten. Peter „Pit“ Clausen hatte auch schon einen Satz aus dem OB-Wortbaukasten für karitative Fälle parat, geht das Geld doch stiften an den „Bildungsfonds für die Schulentwicklung in Bielefeld“. Das fand Peter „Pit“ „eine hervorragende Idee“ und sorgte weiter dafür, dass der schwere Scheck nicht zu Boden fiel.

Steh auf – fahr mit

Und zwar treffen wir uns am Freitag, den 26.11. um 7:15 Uhr vor dem Bielefelder Hauptbahnhof um danach gemeinsam in den Landtag nach Düsseldorf zu fahren. Es muss leider so früh sein da wir gegen 10 Uhr bereits da sein müssen. Sorry!

Ihr werdet euch fragen: Warum???

Die Antwort ist ganz einfach: Weil Studiengebühren scheiße sind, Menschen (unter Firmenchefs und Politikern auch Humankapital genannt) aus sozial schwachen Millieus benachteiligen, sich an der Studienqualität nichts gebessert hat, immernoch unzureichend Master-Studienplätze vorhanden sind, die Uni fast einstürzt, Treppenhäuser u.ä. verdreckt sind und und und.

Wieso zum Landtag?

Am 26. 11. findet die öffentliche Anhörung im Landtag NRW in Düsseldorf statt. NRW-weit werden nur drei Vertreter der Asten (allgemeinen Studentenausschüsse) zur Anhörung eingeladen, wohingegen bedeutend mehr Vertreter aus Politik und Wirtschaft (u.a. die Bertelsmann AG aus Gütersloh)  welche bekanntlich FÜR Studiengebühren stehen anwesend sind.

Wir sind jedoch der Meinung, dass unsere Stimme mehr zählt und wir auch „angehört“ werden wollen – egal ob Platz im Ausschuss ist oder nicht. Zur Not müssen wir dann vor dem Landtag warten und unsere Proteste auf andere Wege mitteilen.

Zu erwähnen bleibt nur noch, dass wir nicht die einzige Uni/FH sind die sich auf den Weg machen sondern Proteste aus sämtlichen Städten NRWs zu erwarten sind. Es lohnt sich, für dich, für mich, für uns, für jeden Einzelne!

Das Geld was als Kompensationszahlung fließt (immerhin 249 Mio. Euro) stammt aus dem Haushalt und ist für Bildung vorgesehen. Vor Einführung der Studiengebühren war der Betrag sogar noch höher und fest eingeplant. Durch die Studiengebühren wurde genau dieser Betrag zweckentfremdet und floss in andere Töpfe.

Forderungen der heutigen Vollversammlung in der Uni Bielefeld gehen sogar soweit, diese Kompensationszahlungen noch zu erhöhen damit nicht nur die bisherigen Einnahmen gewährleistet sind sondern durch mehr Geld für Bildung dann vielleicht auch solche Bilder wie von den Toiletten im Zahn C01 bald der Vergangenheit angehören:

sp_a0226.jpg

Eine offizielle Kundgebung ist nicht angemeldet/geplant.

Kosten? Keine, immerhin habt ihr in eurem Beitrag für das Studentenwerk ein SemesterTicket NRW der Deutschen Bahn erhalten was ihr bundeslandweit nutzen könnt.

Geschichte der Studiengebühren und Wahlversprechen in NRW, aktueller Konflikt usw:

Studiengebühren in NRW: http://www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/nrw.php

Konflikt: http://www.asta-bielefeld.de/CMS/index.php?id=344

Termin am Freitag inkl. Stellungnahmen zu denen man Freitag Stellung nehmen kann: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.2/Gesetzgebung/Aktuell/01_Aktuelle_Gesetzgebungsverfahren/Studiengebuehren_LRg/index.jsp

Gesetzentwurf zur Studiengebührenabschaffung welcher derzeit diskutiert wird: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-97.pdf

Es wird Zeit, dass endlich mal aktiv gehandelt wird. Was Franzosen schaffen, schaffen wir noch nichtmal annährend. Erhöht man dort das Rentenalter minimal brennen Autos, wird hier die Rente von 65 auf 67 angehoben ballt der Deutsch nur seine Faust in der Handtasche. Protestieren verboten.

Stuttgart21 und der Castor-Transport zeigen uns, dass es auch anders geht. Aber wir müssen endlich aufhören unsere Forderungen und Verantwortungen immer auf andere Menschen abzuschieben. Jeder ist dagegen, keiner unternimmt was.

Aufruf an alle Studenten: Wenn ihr was erreichen wollt, dann unternehmt aktiv was und wartet nicht, bis die Titanic gesunken ist. In Bayern sollen die Studiengebühren jetzt sogar auf 2.500€ angehoben werden. Es wird Zeit, dass wir als  Bundesland zusammen und gemeinsam ein Zeichen setzen.

Studiengebühren behindern die Chancengleichheit und verstoßen gegen das Grundrecht auf Bildung!

Monsieur Ibrahim, Freund der Geheimdienste

monsieur-ibrahim.jpg

Langsam fügt sich das Terrorbild, blättert und clickt man die wunderbar „informieren“ Medien durch. Allen voran Spiegel.online. Jetzt steckt also „Monsieur Ibrahim“., ein offensichtlicher Freund der CIA, dahinter. Nun ja. Das Blog „Civitas Libertatis“ beleuchtet den Hintergrund des Mannes:

Nach Tagen des medialen Heraufbeschwörens von Angst und Schrecken unter Einschluss politischer Reflexreaktionen wie der Forderung nach schärferer Überwachung und merkwürdig suggestiven Ratschlägen von Experten wie „Lasst euch nicht einschüchtern, zeigt eure Angst nicht!“ bekommen wir inzwischen sogar Informationen zur Bedrohung selbst. So klärt uns Spiegel-Online heute darüber auf, dass der Waffenhändler Dawood Ibrahim als Schleuser zweier Islamisten einer schiitisch-indischen Terrorvereinigung mit Angriffsziel Deutschland ausgemacht worden sei. Die Information soll vom FBI kommen und vom deutschen BKA sehr ernst genommen werden. Dagegen seien CIA, BND und Verfassungsschutz skeptisch. Warum das? Wer ist dieser geheimnisvolle Monsieur Ibrahim?

Die Geheimdienste kommen nicht gut weg in dem Artikel. (Mehr hier). Hatten Sie was anderes gedacht? Was meine Sie, wie die erst loslegen, wenn sie ihren Milliardenbunker an der Berliner Chausseestraße beziehen und den ganz kurzen Draht zu den „Hütern unserer Freiheit“ haben….. Aber wir hier in der Bielefelder Diaspora sind ja so weit weg davon. Das berührt uns ja gar nicht. Nicht?

Ewalds Flankenrechner

ewalds-flankenrechner.jpg

Damals, als Ewald noch jung an den Seitenlinien der Fußballplätze dieser Welt entlangtigerte, da hatte er Zettel in der Hand. Viele Zettel. Alle mit der Hand beschriftet. Dafür war Ewald berühmt. „Zettel-Ewald“. Nie erfuhr jemand, was Ewald da mit zittriger Hand auf diese Zettel geschrieben hatte. Doch irgendwann verlor einen Zettel. Das war in der Fußgängerzone von Herne-Baukau. Ewald wollte einfach mal wieder sehen, wie ein andere westfälischer Verein in der Gelsenkirchener Nachbarschaft aussah. Auf dem Zettel stand:

„Ewald, wennse schlau bis, gehse nie mehr bei Amminia“

Die Jahre vergingen. Ewald machte einen großen Bogen um Alm und Friedrich-Hagemann-Straße, Niederstraße, Obernstraße und die ellenlange Jöllenbecker. Bis „Schnitzel“ ihn anrief. „Schnitzel“ ist der Kosenamen, den die Fans der ARMinia dem Geschäftsführer Finanzen gegeben haben (Ralf Schnitzmeier. Kam mit C. Ziege und überlebte ihn). Dann hatten sie Ewald an der Angel. Ewald soll der neue Fußballmessias vom Teutoburger Wald werden. Ewald sagte „Schnitzel“ zu, denn mittlerweile hatte er die fast völlig verkannte unterschwellige Cleverbness des Ostwestfalen an sich wiedergewonnen. Ewald hat jetzt keine Zettel mehr. Ewald hat einen Flankenrechner (siehe oben). Mehr als zwei Jahrzehnte lag er in einer Schublade, bis Ewald ihn anschaltete, die Solarmodule in die fahle Bielefelder Sonne richtete und sein Kennwort

0,007

eingab. Dann begann er, zu rechnen. Das Ergebnis werden wir beim kommenden Heimspiel Freitag, ab 18 Uhr gegen Fortuna Düsseldorf sehen. Einen Sieg fuhren die Almdudler heute schon ein. Das Landgericht Bielefeld wies die Klage des gleichnamigen Erbauers der Roland-Kentsch-Gedächtnis-Tribüne auf Zahlung eines Gehaltsnachschlages bis auf ein paar Penunzen ab. Wär auch komisch gewesen wenn nicht.

Eierwürfe gegen google-Hauspixler

p1000784.JPG

Da hat es jemand gewagt, in der google-Hauspeepshow „Street View“ sein Haus im Essener Statteil Bergerhausen verpixeln zu lassen. Was ja sein gutes Recht ist. Am Wochenende sollen nach einem Bericht von „Der Westen“ nun gezielt Reihenhausfassaden mit Eiern beworfen und an die Briefkästen ein Zettel mit „Google´s cool“ geklebt worden sein.

Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben Fans von Google Street View gegen Hauseigentümer protestiert, die ihre Häuser in dem Internetdienst unkenntlich machen ließen. Unbekannte bewarfen am Wochenende angeblich mehrere Reihenhäuser im Essener Stadtteil Bergerhausen mit Eiern. Die Aktion richtete sich gezielt gegen Gebäude, die auf den Straßenbildern verpixelt sind. Ein Polizeisprecher wollte den Vorfall gegenüber der Nachrichtenagentur dapd weder bestätigen noch dementieren. Ermittelt habe die Polizei nicht, da Eierwerfen kein Straftatbestand sei. (Was sie übrigens auch nicht tut, wenn man eine zerbrochene Sektflasche mit Drohzettel im Vorgarten findet).

Natürlich bin ich kein Anwalt. Aber werfen Sie mal ein paar Eier an die Fassade des Reichstages. Gut vorstellbar, dass die Polizei gleich einen politischen Anschlag annimmt.

Gewöhnlich völlig uninformierte Kreise berichten über vermehrte Eierkäufe in den Ex – Naheinkaufsstätten der Glitzermetropole. Hier hatten es auch eine Reihe von Hausbesitzern gewagt, ihre Hausfassaden pixeln zu lassen. Wir bleiben aber dennoch bei der inzwischen hier bewährten Praxis, sich enorm häufende hässliche Kommentare im Spamordner zu lassen und zu löschen.

„Mit keiner Sache gemein machen“

p1000782.JPG

NW-Chefredaktor Thomas Seim hat heute in seinem Blatt einen Kommentar zum Verhalten von Bundesinnenminister de Maizière veröffentlicht. Erst lobt er ihn ob seiner „Besonnenheit“. Dann geißelt er ihn, weil er die „mediale Panikmache“ verurteilt. Nun, wer Worte und Auftritte des Ministers mit den kalten Augen verfolgt, vermerkt sehr wohl die Schizophrenie in den Aussagen, erkennt sehr wohl, dass er „keinesfalls Panik auslösen wolle, aber die Bedrohung sei so ernst wie nie“. Wer die Berichterstattung in Zeitungen, Radio und TV offenen Ohres verfolgt, erkennt sehr wohl, wie noch nicht einmal ansatzweise geortete Mücken zu Elefanten aufgeblasen werden, über „mögliche Tatorte“ spekuliert wird und der Reichstag quasi schon in der realen Phantasie abfackelt. Es ist weder ministeral oder medial jemand mit der unsinnigen, gradezu hysterischen Diskussion geholfen.

Ein schönes Beispiel, wie Schizophrenie funktioniert, liefert T-online. In der gleichen Textspalte reißt man oben ein Video an, daß sich mit den „schlimmsten Auswüchse von Privatsphärenverletzung durch google Streetview“ beschäftigt und knapp darunter werden dann die „sensationellsten Bilder aus google Streetview“ gezeigt. Bitteschön:

schizophren.jpg

Auffällig ist die Häufung des Namens „Oetker“ in den letzten Ausgaben der NW. Ist man dem Charme der Ofenfrischen erlegen oder funktioniert die Oetkersche PR-Maschinerie grade besonders gut vor Weihnachten? Kann aber auch sein, dass eine Testcharge „Pure choc mit Spekulatiusduft“ an die Niederstraße gelang ist…..

Armee der Einheit?

Ich sitze vor dem Fernseher 1. Programm, ARD. „Die Armee der Einheit“ hat sich in Dresden an der Elbe aufgereiht und macht Musik. Viel Dschinderrassabum. Im Hintergrund die angestrahlte Dresdner Altstadt. Wieso eigentlich Armee der Einheit? Was hat die Bundeswehr mit den Montagsdemos in der DDR zu tun? Hat sie in einem Akt der Freundschaft die Mauer niedergerissen?
Die Musik wird lauter, kräftiger. Haben unsere Bürger in Uniform 1989, wie seinerzeit in Jericho durch schmissige Blasmusik die Mauer zum Einsturz gebracht?
Großer Zapfenstreich: Ein Soldat mit modischer Designerbrille bläst Querflöte. Nee, das bringt keine Mauern zum Einsturz. Dann wieder Blasmusik, Trommelwirbel. Mein lieber Mann, jetzt weiß ich warum sich die Engländer und Franzosen bis zu Letzt gegen die Okupation der DDR durch die Bundesrepublik gewehrt haben.
Plötzlich reißt mich der Befehl: „Helm ab zum Gebet aus meinen Betrachtungen. Alle Uniformierten haben den Helm abgenommen, starren mit eingeübtem, ernsten Blick geradeaus. Die Musik ist sehr getragen. Aber ich sehe keine gefalteten Hände, kein, Demut vor Gott ausdrückendes knien. Preussens Gloria, heil dir im Siegerkranz (nimm was du kriegen kannst). Jetzt die Nationalhymmne, dritte Strophe des Deutschlandlieds: Einigkeit und Recht und Freiheit. Umschnitt. Die Ehrengäste singen inbrünstig mit. Da stehen sie , ordentlich aufgereiht in mehreren Reihen hintereinander die Gewinner der deutschen Einheit, die „Kriegsgewinnler“und singen :“Einigkeit und Recht und Freiheit!“ Oder grölen die ganz was anderes. Ich weiß nicht mehr, ob die Mundbewegungen wirklich syncron zum Text sind oder ob die Münder ganz andere Worte formen. „Deutschland, Deutschland über alles“. Haben wir nicht das Recht auf unserer Seite im Kosovo, in Afghanistan, am Horn von Afrika. Soll nicht die Welt am deutschen Wesen genesen. Müssen wir nicht schiessen, töten, Gewalt ausüben um unsere „Werte“ durchzusetzen? Wir sind doch die Guten. Alle anderen die Bösen.
Oder singen sie doch vielleicht .“Heil dir im Siegerkranz. Nimm was du kriegen kannst!“ Oder ist das nicht vielleicht das gleiche?
Armee der Einheit.

Anschließend dann die Guttenbergs. Diese Familie, die den Kennedys gleich, ihre Söhne geopfert hat für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Amen. – Und das Alles an nur einem Abend, für meine jämmerlich geringen Gebühren.

Gutti-Abend in der ARD

Wer heute Abend in tiefe Verzückung fallen will, der braucht nur die ARD ab 20.15 Uhr einzuschalten.

Erst wird aus Dresden der „Große Zapfenstreich“ anläßlich der Bundeswehr-Abschaffungstagung (Mutti ist auch da, sie mag ja Militär und Tschingdarassabum) übertragen, dann feiert der gleiche „öffentlich-rechtliche“ Sender auf Kosten der GEZ-zwangseingetriebenenen Gebühren „Guttenberg. Eine Dynastie“.

Gucken wir natürlich. Aber wahrscheinlich wird mir schon beim „Zapfenstreich“ schlecht. Da werden Gutti iund Mutti wohl ausfallen. Aber Kinder, wenn der Mann mit der Betonfrisur, von den Bilderbergern und der Atalantikbrücke zum nächsten Kanzler von Amerikas Gnaden auserkoren, auftritt, gibts Quote. Elisabeth M. und Friede Springer sollen sich einen Fensterplatz im Taschenbergpalais gesichert haben (Geschenk an eine frühere Mätresse eines sächsischen Königs). Passt ja alles.

Brackweder, fahrt Roller

Von Mittwoch, 24. November, bis voraussichtlich Freitag, 17. Dezember, wird die Hauptstraße in Brackwede zwischen der Wikingerstraße und der Berliner Straße zur Einbahnstraße in Fahrtrichtung stadtauswärts. Grund hierfür sind Gleisbauarbeiten. Von der Berliner Straße kann dann auch nicht nach links in die Hauptstraße eingefahren werden. Eine Umleitung (U 19) der gesperrten Fahrtrichtung stadteinwärts erfolgt über die Berliner Straße, den Stadtring und die Gaswerkstraße.

Melden grad die Presseleute der Glitzermetropole. Das wird spannend. Hoffentlich sind bis dahin alle stinkenden Gingko-Früchtchen aufgesammelt 🙂

Auch ein Mac geht mal in die Knie

p1000781.JPG

Da kann ich mir doch selbst auf die Schulter klopfen. Gab es doch neulich eine kleine Diskussion, ob Apples Mac oder Windows Dosen die besseren Systeme sind. Dankbarerweise berührte die schönere und bessere Hälfte mein Schienbein und die Antwort fiel dermaßen salomonisch ist, dass weder Steve Jobs (Apple – Guru) noch Bill Gates (Windows – Guru) mir Weihnachtsgrüße senden werden:

„Wir arbeiten schon ewig mit beiden Systemen. Die Vor – und Nachteile halten sich die Waage“.

Die schönere und bessere Hälfte zog die Spitze des rechten Stiefels vom Schienbein und milderte ihren Blick in das eher Madonnahafte: „Glück gehabt, mein Lieber“, mag sie gedacht haben.

Als ein Mac heute partout nicht aus dem hüstelnden Röcheln erwachen wollte, hört sie zum Glück meine Flüche nicht. Jetzt läuft er wieder. Was aber weder Jobs noch Gates „genialer“ Erfindungen zu verdanken ist, sondern passenden Informationen im Web auf einem Rechner mit Windows 7 🙂 Was nichts heißen soll. Schon gar nicht eine Wertung.

So wird man fein von der kolossalen Bedrohung des Berliner Reichstages abgelenkt, dessen Kuppel gesperrt ist und den jetzt 60 (!) Polizeibeamte bewachen. Dabei sitzen die wahren Geistesterroristen doch im Gebäude. Oder ist Erna Normalbürger keinen Schutz wert? Haben die Reichstagsinsassen gar Angst? Müsst Ihr nicht. Im Ernstfall lasst Ihr die Wasserwerfer so weit über unbedingt notwendigen Druck aufdrehen, dass schon mal Augen rausfliegen. Ein bisschen Schwund ist eben immer. Da fällt mir grad ein: „Wer beschützt eigentlich unsere Ratsmitglieder bei Beschlüssen, die beileibe nicht von der Mehrheit der Bielefelder getragen werden?“. Aber das passiert hier ja nicht, wo alles „so menschlich“ vonstatten geht. Wie können Bürger überhaupt so anmaße nd sein, die Beschlüsse der „Vertreter des Volkes“ nicht einfach als Gottgegeben hinzunehmen? Im Mittelalter war das klar geregelt: schließlich gab es Leibeigene.

Aber das kommt noch. Nur Geduld. Jetzt kriegt Karl-Theodor zB. erst mal sein Berufsheer mit gut bezahlten Söldnern. Das kann man dann locker im Innern auffahren lassen, wenn der eigene Arsch brennen sollte. Notfalls schickt er seine flapsige Stefanie mit tiefem Dekollete und der Maß bayerischen Bieres in der Rechten (Links wäre Bääääähhh) als „Deutsche Marianne aus Franken“ vorneweg.

Zur Terrorfarce und wie die „Staatsgewalt“ damit umgeht, noch eine nette Story auf Nepi´s Blog:

Klar, aufmerksam sind wir ja immer. Offenbar nicht das Sicherheitspersonal auf den Flughäfen. Denn allein das, was ich heute auf den Flughäfen in Dresden und Hamburg beobachten konnte, schreit zum Himmel. Martialisch aufgerüstet hüpfen die Uniformierten – mit MP und Splitterschutzweste bewaffnet – durch die Gänge. Nur kontrolliert wird niemand. Mit einem kleinen Kofferbömbchen könnte ich problemlos vorbeigehen. Die Kontrollen selbst sind so wie immer, kein Deut schärfer oder milder. Was mich allerdings wirklich befremdet, dass man bei dieser „akuten Lage“ nicht sofort wieder die Personenkontrollen einführt, wofür ich ja wirklich mal Verständnis gehabt hätte.

Nicht alles so negativ sehen

nicht-so-negativ-sehen.jpg

Satire an. (Für die, die sich nach Lektüre dieses Beitrages dann nicht aufzuregen brauchen)

Also, jetzt beginnt ja bekanntlich die Woche vor dem 1. Advent. Am frühen Vormittag werden zwei (sehr seltsam aussehende) Herren mit großen Rücksäcken „Vorsicht Sprängstöff“ (Deutsch ist nicht ihre Stärke) aus Kaschmir (Nur echt von P & C) via Bukarest (Besuch bei Dacia) aus Mumbay (ja, indische Kollegen hatte man beim Heimatschutz gar nicht auf dem Radar bisher) in Berlin-Schönefeld einfliegen. Ein Wagen (Ess-Klasse) der Bundesfahrbereitschaft wartet schon, eine Eingangskontrolle ist angesichts des stringent fremd Aussehens unnötig (Blickkontakt genügt. „Aha Bart, schwarze Haare, dunkle Augen“) und es geht ab Richtung Berlin-Mitte, wo sich die Junta mittels Sperrgittern, Sandminen und schwer gepanzerten Bundespolizisten (ohne Helm! wegen der „Drohgebärde“) rings um Reichstag und Regierungsviertel eingeigelt hat. Alexandra J., Korrespondentin der hiesigen NW, ist schon ganz aufgeregt. darf sie doch als weltweit einzige investigative Journalistin um 15 Uhr im Kanzleramt bei Kaffee, Quarkkeulchen und westfälischen Mettendchen (Ein Clou der hiesigen Fleischhauer) an der Stunde mit Adventskranz, selbst im Brandenburger Sand von der Kanzleuse neben dem Rösten von Rouladen gezogenen Bienenwachskerzen und einer Runde Wasserpfeife (Mit Tabak aus Bünde) teilnehmen.Die beiden Herren aus Indien (Tata, Tata!) werden noch einmal dezidiert die Pläne erläutern, die sie bereits mit BKA, Mossad (Barschel angeblich Opfer), BILD und Herrn de Maisiärr mit den kalten, toten Augen (Bei Anne Will gesehen?) bis in die kleinste Kleinigkeit festgelegt haben.

Satire aus. Die Woche wird herrlich. Man darf nicht alles so negativ sehen. Haben wir doch alle noch den faszinierend – inhaltslosen Satz im Ohr, den auch ein hiesiger OB nicht hätte besser formulieren können:

„Wir sind entschlossen, uns unsere Lebensweise der Freiheit nicht durch solche Bedrohungen nehmen zu lassen.“

Ist das nicht pervers?

Paar lässt abstimmen: Abtreibung oder nicht?

(sist) – Alisha Arnold ist in der 17. Woche schwanger. Wie so manche werdende Mutter ist sie nicht sicher, ob sie das Kind behalten soll. Das Außergewöhnliche an ihrem Fall ist jedoch: Sie überlässt es Internet-Usern, über das Schicksal ihres Babys zu bestimmen.

Pete und Alisha Arnold aus Minnesota, USA, lernten sich bereits in der Schule kennen und verlobten sich drei Monate später. Mit 20 wurde Alisha schon einmal ungewollt schwanger. Diese und zwei weitere Schwangerschaften endeten jedoch mit einer Fehlgeburt. Diesmal will die 30-Jährige ihr Schicksal in die Hände der Besucher ihrer Webseite „birthornot.com“ legen. Medizinische Beweggründe für einen Schwangerschaftsabbruch gibt es derzeit keine. Das letzte Ultraschall zeige, dass sich das Baby normal entwickle, so Alisha. Das Kind, das mittlerweile so groß wie eine Zwiebel sei, bewege sich viel und scheine seinen Eltern sogar zuzuwinken. Passenderweise nennen diese das Ungeborene  „Wiggles“, was so viel bedeutet wie „Wackler“.

http://www.gmx.net/themen/gesundheit/kind/706wzse-paar-laesst-ueber-baby-abstimmen

www.birthornot.com

Zwischenergebnis: 46,7 % für die Geburt, 53,3 % dagegen.

Westfalen-Blatt mault mit Murkel-Regierung

Da gucke mal an. So langsam wird unser liebes Westfalen-Blatt wohl auch ungeduldig mit der Nicht-Politik der gegenwärtigen SchwarzGelb-Truppe. Anders ist wohl der morgige Kommentar in der kleineren der „bedeutenden“ Lokalgazetten nicht zu deuten:

Es sollte ein Herbst der Entscheidungen werden. Über Mehrwertsteuer, Kommunalfinanzen und Steuervereinfachung hätten sich die Koalitionäre in der Nacht zum Freitag einigen könne. Haben sie aber nicht, sondern Prüfaufträge und Arbeitsgruppen eingesetzt. Und am Morgen danach erfährt die Öffentlichkeit, dass die Koalitionsrunde in guter Atmosphäre sich auf ein Verfahren geeinigt hat. Das ist ziemlich dünn. Denn in den Parteizentralen wurde anschließend weiter darüber gestritten, ob die Gewerbesteuer fällt oder nicht. Selbst bei einer weitgehend aufkommensneutralen Steuervereinfachung gab es keine Fortschritte. Die Länder hatten schon einmal fast 100 Vorschläge ausgearbeitet. Der Bundesfinanzminister hatte 18 davon aufgegriffen. Da muss er noch nachlegen. Genau wie bei einer Überprüfung der unterschiedlichen
Mehrwertsteuersätze. Die fehlende Logik im System ist seit Jahren bekannt, wann wird endlich einmal entschieden? Wieder soll eine Kommission den Vordenker spielen. Und anschließend gibt es wieder einen Koalitionsgipfel – in welchem Herbst ist noch offen.

Dumm gelaufen. Selbst die „False flag“-Aktion mit dem dramatischen Szenario „Reichstag in Flammen“ schafft es wohl nicht, das Denkvermögen der großen Mehrheit der Bevölkerung auszuschalten.

Grüne machen bei Olympia nicht mit

Eine Schlappe für Roth gab es auch in Sachen Münchner Olympiabewerbung für 2018. Die Delegierten sprachen sich mehrheitlich gegen das Projekt aus – und düpierten so die frisch gewählte Vorsitzende. Roth war bisher Mitglied im Kuratorium der Bewerbergesellschaft und hatte sich vehement für die Bewerbung stark gemacht. Die Kritiker argumentierten, die Winterspiele seien aus ökologischer Sicht untragbar. Der Parteivorstand kündigte nach dem Votum des Parteitags den Rückzug Roths aus dem Kuratorium an. „Wir haben einmütig beschlossen, dass wir uns aus dem Kuratorium zurückziehen als Partei“, sagte Roth.

http://www.tagesschau.de/inland/gruene362.html

Dougan meint:

Die Grünen lehnen Olympia aus Umweltschutzgründen ab. Dabei hat Deutschland zumindest in dieser Hinsicht die besten Vorschriften und Verordnungen die es gibt. Wenn Olympia in ein anderes Land kommt, so denke ich, wird der CO2-Ausstoß bedeutend höher ausfallen als bei uns. Bevor sich die Grünen gegen Olympia stellen, sollten man lieber über eine Abschaffung der Formel 1 nachdenken oder daß man anstelle der Massenknallerei zu Silvester nur noch pro Stadt ein Feuerwerk der Stadtverwaltung durchführt. Und kein Ereignis, welches nur alle 4 Jahre stattfindet.

4 Millionen Tagelöhner

tagelohnland.jpg

Rund vier Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für Niedriglöhne. Das geht aus einer neuen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg hervor, die erstmals die Daten aller knapp 27 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer in Deutschland umfasst. Rund 20 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (ohne Auszubildende) arbeiten derzeit in Vollzeitjobs. Nach Angaben der Statistiker verdienten 2009 gut 22 Prozent dieser Arbeitnehmer monatlich weniger als 1784 Euro brutto und arbeiteten damit unterhalb der Niedriglohnschwelle. Als Niedriglohn gilt ein Einkommen von höchstens zwei Dritteln des mittleren Lohns (Medianlohns) in Deutschland. Der Medianlohn belief sich Ende 2009 laut Berechnungen der Arbeitsagentur ohne Einrechnung von Auszubildenden auf brutto 2676 Euro bzw. 2805 Euro in West- und 2050 Euro in Ostdeutschland. Quelle: dapd – Meldung

Das muss unsere Politikelite an den Fäden der Unternehmerverbände doch stark und stolz zugleich machen: Auftrag fast erfüllt. Sie selbst „arbeiten“ ja zu nahezu den höchsten Abgeordnetendiäten weltweit. Es fehlt nicht mehr viel, dann unterbietet Deutschland selbst Chinas Löhne wieder und wird erneut Exportweltmeister. Getreu der Formel:

„Zuhause darben. Auswärts Unternehmer laben“

Bei den „Diäten“ der Abgeordneten in Landtagen und Bundestag war bisher von „hungern“ nichts zu hören. Diäten können auch mal ganz anders verstanden weden. Vielleicht essen sie ja häufig Kuchen?

Wozu brauch wir auch so etwa wie Binnenkonjunktur, wenn wir Know how nach China exportieren können und das Zeugs dann gegen Devisen reimportieren.

Aufguss

unverstandlich.jpg

Das kostenlose Sonntagsblatt des Westfalen-Blatts macht heute mit einem Aufguss von gestrig hundertfach gelesen, vernommenen, gehörten dapd-Meldungen (DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst ddp media holding AG) auf. Daneben senkt sich grade das Birett (Kopfbedeckung der Kardinäle) auf das Haupt von Reinhard Marx (nicht verwandt und nicht verschwägert mit dem Autor des Satzes „Religion ist Opium fürs Volk“, Karl Marx). Nun, die Wege des Jounalismus sind meist verschlungen. Aber wenn ein Papst teilweise den Gebrauch von Kondomen erlaubt, dann wäre das am Sonntag schon einen Aufmacher eines, dem Katholizismus durchaus zugewandten, Blattes wert gewesen. Oder?

Schönen Sonntag. Der Reichstag steht noch!

„Etwas seltsame Menschen“

„Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen,
dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen
eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und
die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht
verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass
man die Behörden unterrichtet, was da los ist.“

Ehrhart Körting, SPD. Berlins Innensenator am 24.11.2010 in der RBB-Abendschau.

Nun, als „brave“ Staatsbürger haben wir mal ganz schnell ein „Kartell der Blockwarte“ gegründet (Blogwarte haben wir eher hier). Aufgabe: „Alle etwas seltsamen Menschen zwischen Jöllenbeck und Sennestadt“ fotografieren. Im Profil, von links und von rechts. Dabei müssen sie eine Tafel mit fortlaufenden Nummer tragen“.

Der erste, dem wir das andienten, drohte mit: „Nazi, tu Dich wech“
Der zweite, dem wir das andienten, drohte mit „Isch ruf Pollisei“
Der dritte, dem wir das andienten, spukte nur wie ein Lama.
Der vierte, dem wir das andienten, rief: „Du isch hab ein Wumme. Hau bloss ab“.

Unsere Liste blieb aber nicht leer. Wir fotografierten heimlich. Drei ganze SD-Cards mit fast 12 GB voll. Für irgendwas müssen doch der alte Gestapo-Ausweis (Gau Ostpreußen, Region IV) und die beiden Stasi-Kennkarten (Bezirk Dresden) taugen. Oder? Die Bundesdruckerei ließ heute mitteilen, sie brauchen für die neuen BKA-Ausweise noch neue Farbe aus China. Bis dahin sollten wir uns vertrauensvoll an den Bielefelder Staatsschutz wenden.

Ob das ein guter Rat ist?

PS: Irgendwo hat man gehört, Herr Körting habe das „nicht so gemeint“. Aha. Kann ja mal vorkommen, bei einem SPD-Mann.

Jetzt spricht die Chefkakophonistin*

herrliche-kakophonistin.jpg

Sonst ist doch der zum „Inner circle“ der „systemimmanenten Medien“ gehörende „Focus“ von Bambi-Vater Senator Hubert Burda (Der für Internet-Inhalte kassieren will, weil sie von „Qualitätsjournalisten“ erstellt worden seien) immer so besorgt, seine Liebsten aus der „Elite“ äußerst positiv ins Bild zu setzen. Ist es Absicht, die Kanzleuse so abzulichten wie hier, wo sie doch einerseits über „Effektive Bedrohung“ redet und andererseits „zu Panik keinerlei Grund“ hat? So, verehrter Herr Dr. Burda, sind Sie Ihrem Kachelmannhetzblatt BUNTE aber kein Vorbild. So nicht. Wenn das auf NW und WefaBla abfärben tun täte….. Bei uns hier, die wir von „gewissen Kreisen“ weder gern gesehen noch gern gelesen werden, kommt das ja schon öfter mal vor. Noch geht „Blogverbot“ ja nicht. Noch.

Wie geschrieben, hat sich Angela nun an die Spitze der allgemeinen Terrorhysterie gesetzt. *Kakophonie erklären wir hier.

Ingolstadt schenkt ARMinia die rote Laterne

weihnachtsmotiv.jpg

Treten wir noch mal schnell nach in Liga 2. Ingolstadt schlägt die anderen Westfalen, den VfL Bochum mit 4:1 und schickt Ewalds Almdudler auf den letzten Platz der Tabelle. Paderborn, bisherige Hochburg in OWL für bezahlten Fußball, geht gegen Greuther Fürth mit 0:4 im heimischen Kästchen an der A 33 unter. Aufmerksame Leser mögen beachten, dass wir ARMinia eine ausgesprochen romantische rote Laterne herausgesucht haben. Mögen auf der Alm ein Lichtlein aufgehen.

Hamburg, das „Bielefeld unter den Weltstädten“

der-bielefelder-beweis.jpg
Der Beweis: hübsche Bielefelderin im August 2008 vor Hamburger Hafenpanorama

Der Hamburger Journalist Tom Hillenbrand hat sich den Frust über seine Stadt Hamburg und deren Verwüstung durch ein SchwarzGrünes Regierungskonglomerat vom Leib geschrieben. Sehr offen, sehr wahr, sehr detailliert. Es gipfelt im Satz:

“Weltstadt an der Elbe”. Glaubst Du diesen Scheiß wirklich?
Warst Du schon mal in London, Paris oder New York – oder
einfach nur in Berlin? Dann wäre Dir klar, dass Du kein besonders
heißer Feger bist, schon gar keine “Metropole”. Im globalen Maßstab
gehst Du als bessere Landpomeranze durch. Aber als Weltstadt?
Du bist bestenfalls das Bielefeld unter den Weltstädten.

Die schönere und bessere Hälfte – Urbielefelderin, die nichts auf das steinerne Etwas unter der Sparrenburg kommen lässt – konterte:

Lieber Tom Hillenbrand, ich bin ganz gerne mal mit meinem
männlichen Gegenpart in „Bielefeld an der Elbe“. Ich mag Eure
Landpomeranzigkeit, Eure nasale Arroganz, St. Paulis Landungs-
brücken, die verschissen-versiffte Reeperbahn. Den Michel.
Denn dann weiß ich:

Bielefeld ist das Hamburg unter den Weltstädten.

Größe Metropole zwischen Hamm und Hannover.
Schrecken der Autobahnfahrer dank Blitz.
Gesegnet mit einer politischen Ampel.
Geführt von einem OB, der seinen Vornamen
„Peter“ in das spätniederländisch – sozial-
feudalistisch scheinweltmännische
„Pit“ gewandelt hat und das freihändige Bollerwagen-
fahren erfunden hat. Was ist schon Euer HSV
gegen unsere ARMinia? Wo ist Euer Ewald Lienen?
Wo ist Eure Alm? Meint Ihr, das bisschen dreckiges
Elbwasser genügt? Was ist schon Eure träge Brackwasser-
elbe gegen unsere reißende Lutter? Was ist Blankenese
gegen das grüne Outback hinter Deppendorf?
Hagenbeck kostet Eintritt, unser Olderdissen
nichts. Wir haben Puddingmacher und Ihr?
Kommt mir jetzt nicht mit Köhlbrandbrücke,
die ist ein Scheiß gegen unser Viadukt in
Schildesche. Und überhaupt: Wir haben einen
Durchgangsbahnhof, damit man schnell mit
dem ICE – so Grube will – flüchten kann und Ihr?
Kopfbahn. Da steht man vorm Puffer und kommt
nicht weiter. Seht Ihr ja in Stuttgart, wohin
ein Kopfbahnhof führt.

So. Das musste mal geschrieben sein. (Nach Auszügen aus einer Ansprache der schöneren und besseren Hälfte). Geben wir auch gerne zu, dass hier nicht zu haben. Die „größte Modelleisenbahn der Welt“ in der Speicherstadt:

grosste-modelleisenbahn-der-welt.jpg

Kriegen wir aber auch noch.

Reichstag. Hatten wir das nicht schon mal?

p1000775.JPG
Da passte nur „S21“ nicht mehr in die NW-Titelseite. Aber denken wir uns die mal dazu.
Wo das Volks auf die Barrikaden geht muss sich die herrschende Junta eben schützen.

Paranoia, höchste Hysterie, ein Innenminister, der jede Stunde eine neue „Weisheit“ in Mikros streut und „tiefes Wissen“ über angeblich eingesickerte und einsickernde „Islamisten“ in Berlin. Mal Al-Dingsbums, dann „indische Schiiten“, dann Yetis vom Himalaya. Irgendwo ist der Junta in der ehemaligen Reichshauptstadt der Job entglitten. Dann zaubern sie eben mal den Reichstag hervor, der angeblich – ach was heißt „angeblich, „ganz sicher“, denn sie sind ja in Verbindung mit dem Sprengkommando – in die Luft gesprengt werden und Geiseln genommen sollen. Wer will allen Ernstes die Kanzleuse als Geisel? Erst Ende November, nun Februar/März. Hitler und seine Schergen war da viel schneller und hatte auch umgehend jemand gefunden, dem sie es unterschieben konnten. Das Volk glaubte es seligen Blickes zum „Führer hinauf“ erhobenen rechten Armes. Bis man volksseitig den finalen Gegner Deutschlands, den „internationalen Juden“ rausgeguckt und mit gelbem Stern dekoriert hatte. Oder wie später, als man ab 5:45 Uhr zurückschießen mußte, weil „Polen Deutschland überfallen hat“. Niedersachsens Innenmini, die Geistesgröße Schünemann, warnte ja auch schon vor „anders Aussehenden und verdächtig langsam Laufenden“. Ist denn schon eine Jacke mit den Ärmeln nach hinten ins Hannoveraner Ministerbüro?

Unsere hiesigen Medien machen fleißig mit. Hauptsache, man ist im Mainstream dabei. Hinterfragen der ganzen durchsichtigen Aktion würde ja Anstrengung bedeuten. Die Pressemeldungen von dpa, ddp, Reuters usw. abzuschreiben und das Layout der BLÖD zu kopieren ist da schon einfacher. ZB. würde mich brennend interessieren, wie eine 80 jährige Großmutter in den USA noch in der Lage ist, eine „Terrorattrappe“ zusammenzusticheln, nach Windhuk zu verfrachten und so lange zu warten, bis ein AirBerlin-Segler abflugbereit ist. Für den die „Terrorattrappe“ überhaupt nicht gedacht war.

Fachkräfte aus dem Ausland

Wir brauchen keine Fachkräfte aus dem Ausland. Wer kommen will der komme, kann aber auch wegbleiben. Wenn Sie sich nämlich am heutigen Samstag irgend eine Lokalzeitung wie die NW oder das Kreisblatt nehmen und den Teil mit den Stellenangeboten ansehen, so werden Sie feststellen daß die Anforderungen für Jobs in Deutschland ziemlich hochgesschraubt sind. Wieso braucht ein Bürokaufmann (Fach)abitur oder ein einfacher Kassierer im Supermarkt oder ein Handwerker die mittlere Reife? Wieso kann man mit einem GUTEN Hauptschulabschluß heute fast gar nichts mehr machen?

Wir brauchen keine Fachkräfte vom südlichen Äquator, sondern unsere heimischen Unternehmer sollen und dürfen die Anforderungen nicht zu hochschrauben. Die Zeugnisse sagen nur einen Teil aus, nichts aber über Herz und Hirn.

Oder soll Arbeit nur noch was für Privelegierte sein oder will man auf diese Weise das Arbeitslosenersatzheer vergrößern als späteres „Kampfmittel“ in Arbeitskämpfen?