Archiv für den Monat: November 2010

Gedanken zum Weihnachtsmarkt

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Man kommt aus der Bahn, die ersten Menschen mit Glühweinfahnen kommen einem entgegen. Es ist kalt. Fernsehteams interviewen Passanten über die Polizeipräsenz. Vorweg: Habe nicht einen Polizisten gesehen. Das Rathaus ist grün illuminiert. Kaum lesbar der Satz „Städte gegen die Todesstrafe“. Es wird kälter. Die Suche nach Weihnachtsgeschenken hat begonnen. An jedem Stand gibt es Essen, Glühwein, Holzbasteleien, Essen, Glühwein, Schmuck, Essen, Glühwein, Essen und nicht zu vergessen: Glühwein. Nun heißt es: Rein in die Geschäfte. Eine alte Dame berichtet, dass sie zu Hause schon einen Karton mit silbernem und einen mit goldenem Weihnachtsschmuck hat. Sie entschloss sich nicht, den roten Weihnachtsschmuck zu kaufen, weil sie dafür keinen Karton hätte. Nun denn. Nach 2 Stunden hatte ich eine Tüte voll mit Geschenken, aber nicht mit dem, was ich eigentlich wollte. Es wird zu kalt. Ab nach Hause. Vorbei an den Glühweinleichen und deren Kindern im Riesenrad. Ich höre noch den Elch singen und frage mich „Warum hat Bielefeld ein Imageproblem?“ Rein in die Bahn und weg!

Westfalen – Blatt zu „Qualitätsjournalismus“

Vertrauen ist die Währung des Lebens. Das gilt im Privaten, in der Finanzwelt, in Politik und Diplomatie. Ohne Vertrauen wird kein ehrliches Wort gesagt, wird kein Geld verliehen, kann kein Kompromiss geschlossen werden. Vertrauen ist Grundlage konstruktiver Kommunikation. Deshalb ist ein verantwortungsvoller Journalismus auch konstitutiv für moderne Mediengesellschaften und ist die Pressefreiheit auch zu Recht, wie das Bundesverfassungsgericht schon vor gut 50 Jahren betont hat, »konstitutiv für unser Staatsgefüge«. In diesem Rahmen sind die Massenveröffentlichungen von Wikileaks zu sehen. Wem nützt es, wenn man weiß, was alle wissen? Etwa, dass Angela Merkel pragmatisch und wenig kreativ oder dass Horst Seehofer unberechenbar sei? Entwicklungsminister Dirk Niebel hatte die richtige Reaktion auf die »Meldung«, dass er eine »schräge Wahl« sein. Er zuckte die Achseln und meinte mit einem gesunden Schuss Ironie, er selber teile diese Einschätzung nicht. Außerdem halte er diese Meldung für unbedeutend. Viel wichtiger und gefährlicher sei das Thema Datensicherheit. Niebel berührt hier eine Schwachstelle der Mediengesellschaft. Die Tatsache, dass jeder heute alles ins Netz stellen kann, öffnet dem Missbrauch mit Informationen nicht nur Tür und Tor, sondern die Welt. Genau das ist mit den Informationen von Wikileaks geschehen. »Von allen Gütern dieser Welt ist der gute Ruf das wichtigste«, sagte schon Franz von Sales, einer der Patrone der Journalisten. Die Persönlichkeitsrechte sind tabu, hieß das früher. Das persönliche Verhalten und Krankheiten eines Politikers sind für die Öffentlichkeit ohne Belang, solange sie nicht das Allgemeinwohl beeinträchtigen. Es gehört zu den Eigenheiten von Ideologen und Diktaturen, gerade den guten Ruf von Menschen anzugreifen und zu vernichten. Niebels »schräge Wahl« war eine von 1700 »Informationen« aus Berlin. Schon möglich, dass sich darunter auch die eine oder andere findet, die für die Öffentlichkeit eine gewisse Relevanz hat. Diese herauszufiltern, wäre die Aufgabe eines verantwortungsvollen Journalismus gewesen. Alles ins Netz hinauszuposaunen, was man gerade in der Hand hält, hat mit Journalismus nichts mehr zu tun. Wenn es nur noch um Quote, Auflage und Anklicker, also um die kommerzielle Umsetzbarkeit von Informationen geht, dann wird Vertrauen zerstört – und damit ein Stück Glaubwürdigkeit und moderne Zivilisation. Deshalb schafft Wikileaks durch schlechten Journalismus einen Overkill und ist ein indirektes Plädoyer für den klassischen, weil Orientierung schaffenden, die Welt erklärenden Zeitungsjournalismus. Die Wahrheit hat ihr Recht, argumentieren dagegen die Allesveröffentlicher. Das mag sein, aber der gute Ruf auch. Und in der Abwägung liegt die Kunst, nicht im Veröffentlichen um jeden Preis.

Auf den simpelsten Nenner gebracht, sieht unser liebes Westfalen-Blatt wieder mal das Internet als „Wurzel allen Übels“. Schön, wenn man „Hund biß Mann“ – Journalismus betreibt. Schön, wenn man letztlich alle Blätter aus den Ställen Springer/BertelsmannMohn/Burda/Holtzbrinck generell für „Qualitätsjournalismus“ hält. Dann verliert man natürlich auch kein Sterbenswörtchen über Politiker, die ein Drittel der Gesellschaft schlicht und dämlich als „Schmarotzer“ bezeichnet, während schmarotzende Politiker und Banker (alimentiert durch Volkes Leistung und Steuern) medial geschont werden. Dann sind die Attribute, die Kanzlerin und Aussenminister und dem „Herrn Oettinger“ in Brüssel zugedacht natürlich „Beleidigung und Verunglimpfung“. Man könnte tagelang und grundsätzlich darüber diskutieren, was „Qualitätsjournalismus“ ist und wie er aussieht. Leider gibt es ihn heutzutage nur noch selten.

Auch die „Nachdenkseiten“ beschäftigen sich heute in einem interessanten Beitrag mit „Wikileaks“:

Auch wenn Indiskretionen nicht schön sind, ist zu beachten, dass die demokratische Willensbildung und Entscheidungsfindung weitgehend auf den Hund gekommen ist. Wer über viel Geld und publizistische Macht verfügt, bestimmt darüber, was politisch geschieht. Die Medien werden ihrer Kontrollfunktion nicht gerecht, sie sind weitgehend in das Herrschaftssystem integriert, trotz gutem Willen mancher Journalisten.

Neuer FDP-Vorsitzender in NRW

Die NRW hat Daniel Bahr zum neuen Vorsitzenden gewählt. Daniel Bahr ist ein unbeschriebenes Blatt ohne Profil, was auch von der NW richtig erkannt wurde. Dabei gab es vernünftigere KandiadtInnnen, wie z.B. Gisela Piltz.
Gisela Piltz, so wurde in den Wikileaks-Dokumenten wird berichtet, dass sie gegen die Weitergabe von Fluggastdaten an die USA war und vor dem BKA-Gesetz gewarnt hatte:

FDP parliamentarian Gisela Piltz warned that the law would turn the BKA into a „super spy agency resembling the FBI.

Gisela Piltz wäre ein guter Gegenpart zu dem FDP-NRW Fraktionschef Gerhard Papke gewesen, der sich vor allem durch rechtsaußen Töne hervorgetan hat und nicht mal mit den Grünen in der Parlamentskantine gesehen werden will.
Die Informationen an den amerikanischen Botschafter stammen laut den Wikileaks-Dokumenten von einem jungen und aufstrebenden Mitglied der FDP:

FDP source is a young, up-and-coming party loyalist, who has offered Emboffs internal party documents in the past. Excited with his role as FDP negotiations notetaker, he seemed happy to share his observations and insights and read to us directly from his notes. He also provided copies of documents from his „negotiations“ binder. Murphy

Laut dem Blog Chefartzfrau war Daniel Bahr einer der jung und aufstrebenden Parteipolitiker. Das eröffnet Spekulationen über die Hintergründe der Wahl von Daniel Bahr …

Erwin Brägenklöter, Schilske: „Alle rauswerfen“

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Erwin Brägenklöter, wohnhaft in Schildesche, „Schildske“ wie die Schildescher sagen, schüttelt den Kopf. „Ne, ne, ne“ grummelt er in seinen weißen Vollbart, den er seit seinem 3. Lebensjahr immer sorgfältigst gepflegt hatte. Selbst jetzt noch, mit über 80 wurde er oft für „Käptn Iglo“ gehalten von den Schilsker Gören, wenn er am Obersee seine Kontrollrunden dreht. „Ein bissken Blockwart muss sein“, sagt er dann immer, wenn er den noch jungen Oberbürgermeister der Stadt, einen gewisser Peter „Pit“ Clausen dort mit seinem Dackel mit rotem Berliner SPD-Ehrenhalsband „Für ein halbes Jahrhundert wirre Ideen“ trifft. Warum der aber immer einen Bollerwagen mit Werbeaufdruck „Bielefelder Tafel. Ein Herz für Kinder der Metropole“ bei sich hat, weiß er bis heute nicht. Will aber auch nicht fragen. Politiker sind eben anders. Ganz anders.

Das aber war heute zu viel. Seine Frau Erna, „eine von Ostpreussen wech“, hatte ihm schon ganz früh die Zeitung aus dem Kasten gefischt und auf den Knien liegend wie eine indische Statue serviert. Das mochte er. Es war ein Ritual. Wie die Frauen, die sich mit Kachelmann sonnten und dann „furchtbar enttäuscht“ waren, wenn es keinen Gang in weiß vor einen Altar gab. Da muss man sich eben zusammentun und rächen. Große Buchstaben, viel rot und ein „NW“ für „Neue Wahrheit“ vorne drauf. Er las sie gerne. Nirgends konnte er mit seiner Lupe so viele Buchstaben erhaschen wie in diesem Blatt. Und wenn er sie dann aus hatte, ging das Feuer anmachen im Bullerofen immer ruckzuck. Brannte wie Zunder. „Ob die deshalb so viel rote Farbe im Blatt haben ?“, fragte er sich immer. Bekam aber wie so oft in seinem über 80 jährigen Leben keine Antwort. Jetzt, „wo dat auf Weihnacht zugeht“ machte er es sich auf der Bank neben dem Bullerofen gemütlich und schlug die lokale Seite auf. „Kehr, kehr, kehr. Wat is die Welt schlecht“, stöhnte Erwin vor sich hin. Erna, die es sich am Waschbecken mit „Kartöffelskes von Jürmke wech“ gemütlich gemacht hatte und mit dem roten WMF-Schälmesser schälte, was die Daumen hergaben, horchte auf. In diesen Momenten verfiel sie wieder in ihren alten ostpreußischen Dialekt, den sie nur vergraben hatte, weil keiner in Bielepudding ihn richtig verstand: „Manneken, Manneken kommn die Russkis?“.

Erwin hörte nicht hin. Russkis? Er zog die Überschriften auf der Lokalseite zusammen, die sorgfältig an der Niedernstraße da reingesetzt worden waren und brüllte dann unvermittelt los:

„Alle ausweisen. Alle rauswerfen. Dat siehste denen schon an. Die sehn schon so aus. Raus mit dem Pack. Raus. Arbeitslager“ .

Erna, über die Kartoffeln gebeugt, fragte zaghaft “ Sind se schon da, de Russkis?“ Erwin konnte nicht antworten. Seine Schnappatmung hatte wieder eingesetzt. Was seinen vierten Zähnen zusetzte. Eigentlich wollte er sich diesem Revolverblatt nicht mehr aussetzen. Nur Schläger, Morde, Erwürger. „Kehr wat is die Welt schlecht“. Er, dessen Vater noch an der Puddingmaschine in Gadderbaum stand und in einer gewissen Zeit von einem Chef in brauner Uniform immer ein „paar Tütken Backpulver“ geschenkt bekam für seine Treue zu einer Partei, die für Recht und Ordnung sorgte und dafür nur ein paar Kleinigkeiten von den Leuten einbat. Dafür ein bisschen den rechten Arm hochreissen und „Heil H….“ zu brüllen, das war doch kein Problem. Muss wohl sein polnischer Zwangsarbeitskollege neben ihm auch gedacht habe, bevor er dann abends wieder zu Wassersuppe in die Lagerbaracken draussen im Senner Outback geschickt wurde. Nicht einmal dann legte er den chicen sauberen Anzug mit dem gelben Stern vorne drauf ab. Da war wenigstens Ruhe, Ordnung und es schlugen nur die extra dafür ausgesuchten Aufpasser der Partei. Ab und zu sagte ja so ein alter Sozi noch was über die, die Deutschland „gerettet“ hatte. Undankbar, diese Leute. Aber ansonsten hielten alle das Maul. Adolf H. wußte sicher, wo es langgehen muss.

Erwin Brägenklöter hatte sich wieder beruhigt. Gleich würde er nach draußen in den Schneee „bei die Kanickel“ gehen und ihnen Kartoffelschalen und alte Möhren geben. Naher wolten sie mkit der Kutsche und dem letzten Pony im Haus nach Deppendorf fahren. Er roch was Brandiges und ging durch den Schnee ins Haus. „Erna, hasse die Kartöffelkes vergessen?“. Erna, die grad vor dem hochmodernen Notebook saß und diesen Eintrag ins Bielefeld-Blog tippte, schlug entsetzt die Augen hoch:

„Ach Herrjemine, dat man nich mal de Bulven kurz ausse Ogen lassen könnte“, clickte mit dem Spezialhammer auf „speichern“ und löschte die leicht angebrannten Kartoffeln.

Zum Tod von Leslie Nielsen

Da, wo er nun ist, wird er sicherlich genau so gut ankommen wie hier. So oft hat er uns zum Lachen gebracht und mit schauspielerischer Bestleistung begeistert. Es ist in der Tat eine Überraschung, so urplötzlich und ohne Vorwarnung davonzugehen, auch wenn man an Lungenentzündung leidet.

Mr. Nielsen, wir danken Ihnen für die langen und tollen Jahre, in denen wir Sie bewundern und über Sie lachen durften. Ohne Sie fehlt etwas.

Alles Gute.

http://www.shortnews.de/id/863784/Schauspieler-Leslie-Nielsen-gestorben

Der erste Schneewalzer

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Keine Spur im Schnee. Nur ein paar Rehe äsen im Schneeschauer. Was für ein Glück in den städtischen Depots: Es ist jede Menge Salz da. Das tröstet. Die ersten sind schon mit Schneeschiebern bewaffnet und erste zarte Fegeversuche hallen durch die Straßen. Große Freude wird auch bei Quelles Skilehrern herrschen, denn so langsam kommt die Zeit, wo man die steilen Routen von der Hünenburg runter wieder unter die Bretter nehmen und die ersten Skihaserln beim „Latte a la Glögg nach Brackweder Art“ in Olssons Cafeteria auf der Carl-Severing bespassen kann.

Blasser Daniel folgt „desertiertem“ Pinki

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Der Nächste aus der Riege der geschniegelten, gebügelten und mit ehrgeiziger Frau/Freundin versehene Politmensch erklimmt die ganz große Bühne. Hinten klatscht unsere Gudrun dem farblosen Typen, der in unendlich vielen Talkshows nur mit verbalen Handkantenschlägen gestoppt werden konnte zierlich Beifall. FDP-Chef von NRW ist der Bankkaufmann aus Münster (Aha!) jetzt und ihn zeichnet aus, was auch Christian W. und Karl-Theo zG. auszeichnet: die Frau neben, vor, seitlich und hinter ihnen, die sie antreibt. Als Doyen dieser Spezies („Christian aufwachen. Repräsentieren“) mag der Bundespräses von Muttis Gnaden aus Osnabrück angesehen werden. Aber es werden noch ein paar kommen aus der Riege der aalglatten Theoretiker ohne Charisma, Ausstrahlung, Charme und meist auch ohne Herz.

Ein Möllemann versuchte wenigstens noch wie einst Ikarus, der Sonne entgegen zu fliegen. Guido zeigt lieber gleich, wie eine Null auszusehen hat.

Ewald verhindert ARMinia-Leaks

Der designierte Trainerretter des Noch-Zweitligisten ARMinia BXXXXX greift jetzt zu knallharten Maßnahmen. Die Spieler – ohnehin schon auf dem Platz eher herumirrenden Mäuschen als gestandenen Profis gleichend – haben jetzt Sprechverbot gegenüber der Presse. Es habe „zu viele Phrasen“ gegeben. Nicht den Mund verbieten lässt sich NW-Sportredakteur Torsten Ziegler der in einem Kommentar heute mosert: „Fehlende Fußballkompetenz in der obersten Etage sowie die miserable Außendarstellung des Klubs sind die unübersehbaren Dauer-Baustellen“.

Wie wahr. Sich einen ARMinen-Schal umwürgen und huldvoll auf der Kaviar-Empore der Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne ein eher belämmertes Gesicht abgeben nützt eben nichts. Aber Ewald braucht keine Angst haben. Die Aussagen seiner Rasenschleicher werden niemals von der Internet-Seite Wikileaks enthüllt werden. Obwohl es hoch interessant wäre, wie ein Schüco-Mann, ein Brinkmann, ein Schnitzel und noch einige andere wirklich ticken.

So furchtbar spannend sind die Wikileaks-Enthüllungen über deutsche Politiker ohnehin nicht. Karl-T. zG ist „der Beste“, Angela M. „Teflon“ und der blasse Bundespräses aus Osnabrück zeigt uns grade wieder in Israel, was „Erbsünde“ ist. Wie sagte doch Tilo S. in seinem so gut verkauften Besteller?

„Deutschland schafft sich ab“

Beim geistigen Tieffliug der „Elite“ hat er sogar ins Schwarze getroffen. Aber laut lokaler Gazetten „war die Innenstadt schwarz von kaufenden (?) Menschen“. Na siehste. Konsum schlägt eben alles. Auch Wikileaks hätte da keine Chance.

Das Ende einer seltsamen Hamburger Liebe

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Erst konnten sie nicht schnell genug in die gemeinsame poilitische Hamburger Kiste kriechen. Die Basis schmollte zwar ein wenig, aber man laberte die Argumente von oben weg. Dann schmiss Hans-Albers-Verschnitt Ole von B. hin und ein angeschlagener Knabe kam. Jetzt haben die Grünen den Bettel hingeschmissen und wollen Neuwahlen. Riecht nach Götterdämmerung“ im Bund. Oder eher grünem Wackelpudding mit roten Klecksen?

Niedlich auch unten links die Meldungen im „Hamburger Abendblatt“:

CSU will Demonstranten an Kosten beteiligen

Einfach süß. Einfach bayerisch. Einfach CSU. Einfach glatt gestrickt. Zwei links. Zwei rechts. Einen fallen lassen. „Willst Du demonstrieren, zahle Eintritt. Kassenwart Seehofer gibt Platzkarten aus und Anrechtsscheine für eine Wasserwerferdusche“. Ob die in „Gottes schönstem Land“ wirklich wissen, was Demokratie überhaupt bedeutet?

Eskalation des Filzes

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Das ist ein Filztäschchen. Changierend von strahlendem Rot über verschämtes Grün bis hin zu sattem Schwarz. Gefüllt ist es mit Verflechtungen, Kungeleien, Schiebungen, Durchstechereien, Betrügereien und ziemlich Kriminellen. Gibt es natürlich hier in der Glitzermetropole und im ehrlichen 🙂 OWL drumherum. Hier geht alles sauber, clean und den Buchstaben der selbst verabschiedeten Gesetze nach ab.

Ganz anders dagegen im Schwabeländle, genauer in Stuagart. Da hat S21-Schlichter Heiner G. ganz tief in das Täschchen gucken wollen, das da ziemlich oft heimlich von Spekulanten und „Modernisierern“ mit Superargumenten, Abstaubereien, Korruption bis hin zu „Wer dagegen ist, ist ein Landesverräter und gehört von der Polizei verjagt“ gefüllt wurde. Der dickliche „Landesvater“ Mappus, dessen Schicksal wie das seiner Regierung mit dem Bahnhof auf Messers Schneide steht, hat das ja gesagt.

Jetzt weiß Schlichter Heiner G. nicht mehr weiter. Was ja nichts macht, denn der Bahnhof wird so, so oder so in die Tiege verlegt. Dafür ist schon zuviel „Schmier“geld geflossen. Wer gibt das schon gern wieder her, zhumal es sicher unversteuert irgendwie in einer „Oase“ geparkt ist.

Wie gesagt. Sowas gibt es hier nicht. Wird es nie geben. Schon, weil wir in der Metropole eine Ampel habe, die ein bisschen „Gelb“ enthält. Und die tun nur das, was ihrer Klientel nützt.

Also keine Angst und Filztäschle gschwind wieder weg.

Bielefeld auf dem Weg zur Weltmetropole. Und woran man es merkt

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Nein, nein. Der Weg der größten Stadt zwischen Hamm und Hannover ist noch nicht vollendet. Aber sie ist auf dem besten Wege dahin. Der Sonntagswerbeträger des Westfalen-Blattes schneidet jetzt auf. Die Ente nämlich. Wer „Hot Pot von der Ente mit Five-Spice Wan Tan, einer Ente im Pjöngjang-Style und zum Schluss eine Ingwer-Birne mit Azuki und einem Matcha-Tee-Parfait“ in den Mauern dieses Gemeinwesens mit Sparrenburg drüber auftischen kann, der ist sich sicher:

Bielefeld ist nicht nur der Ort an den Blitzern der A 2.
Bielefeld ist nicht nur Ort von Brachflächen und schlechtem Fußball.
Bielefeld ist auf dem Weg zur kulinarischen Weltmetropole.
Pjöngjang-Style eben.

Der Titelei-Gag „Schalke 04 verliert 0:5“ ist dagegen eher Marke „Bauer sucht Frau“. Womit wir auch gleich beim gestrigen Abendkrimi im ZDF „Wilsberg: Bullenball“ wären. Auch da erkennt man den unaufhaltsamen Marsch Bielefelds zur Weltmetropole. Der Protagonist des Stückes, traditionell im feindlichen Münster angesiedelt, trägt in einigen Szenen ein von Schußlöchern durchsiebtes gelbes Richtungsschild unterm Arm:

„Bielefeld 63 km“

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Screenshot ZDF „Wilsberg“. 27.11.2010

So weit und doch schon so nah. Früher warteten Zehntausende Bielefelder Krimigucker gebannt auf diesen einen Satz, der mit „Bielefeld“ zu tun hat. Heute kriegt die Glitzermetropole schon mehr Anteil. Eines Tages, wenn ARMinia und Preußen Münster wieder in einer Liga spielen wird diese Stadt an der reißenden Lutter den Krimi ganz an sich reißen. Dann wird es heißen: „Fahr doch 63 km, dann bist Du bei den Wiedertäufern an St. Lamberti„.

Woran man allerdings noch nicht den Marsch zur Weltmetropole erkennt, ist die Tatsache, dass sich ein paar Mitleser hier am Bild eines grünen Kranzes mit roter Schleife an einer Haustür aufgeilen. Aber auch da hat das in Münster erscheinende Auflagenwunder „Landlust“ Aufklärendes parat:

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Noch ein wenig „Ente im Pjöngjang-Style“ gefällig? Oder doch lieber Lappenpickert bei Omma in Jürmke? Oder eher im Seekrug zu Schilske mit wunderbarem Frühstück?

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Schönen 1. Advent noch. ARMinia kann ihn ja nicht mehr verderben.

Nachgetreten

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Was würden Glitzermetropolisten wohl beim Samstagsbummel von Knigge übern Weihnachtsmarkt, Alter Markt, Geldautomat Spasskasse, B 66 – Currywürstchen und wieder Weihnachtsmarkt machen, gäbe es die ARMininenspiele am Freitagabend nicht?

Vielleicht würden sie Geschichten aus „L(i)eben unterm Hermann“ lesen. Zum Beispiel „Leben und Leiden unter Arminia“ von Volker Backes. Daraus dürfen wir hier mal einen kurzen Ausschnitt zur Lesung bringen:

Was Arminia Bielefeld zum geilsten Klub der Welt macht, ist seine unglaubliche Lebensnähe und unverfälschte Echtheit. Im echten Leben ist Erfolg seltener, als Bayern München Deutscher Meister wird. Das echte Leben ist nicht rot und weiß sondern schwarz, weiß, blau und grau. Ganz wie Arminia Bielefeld. Der Verein hat wie die meisten seiner Anhänger nie Geld, würde es aber trotzdem gerne öfter krachen lassen. Aber blendet dann die Führungsetage den monetären Mangelzustand kurz aus und träumt sich in höhere Sphären, endet das Aufwachen meist im Desaster mit schwerem Kater und dicken Beulen. Wie im echten Leben wurde der Klub beim Versuch, nach oben zu kommen, schon oft betrogen, wenn zum Beispiel Geld für Spieler bezahlt wurde, die sich eigentlich in ihren Verträgen Ablösefreiheit hatten zusichern lassen. Alle wussten davon, nur die Arminen nicht. Wollte man den Zahlungsempfänger dann zur Rede stellen, war der nicht mehr auffindbar. Und wie in der realen Welt bleiben eigene Betrugsversuche dagegen nicht lange ungeahndet. „Sogar zum Bescheißen zu blöd“ sei der Verein, schimpften die ewigen Nörgler. Dabei ist der wahre Grund für das Scheitern doch, dass einen stets die ostwestfälische Ehrlichkeit einholt. Arminia setzt eben traditionell auf Macher, die ihre kostbare Zeit nicht an langwierige Reflektionsprozesse verschwenden.

Volker Backes, Jahrgang 66, ist Mitglied der Band „Me in the Rye“ und freier Autor u.a. für „11 Freunde“. Er ist Mitglied der Lesebühnen „Zirkeltraining“ und „Sitzen 73“ und „angeblich“ Fan der ARMinia. Sein Textbeitrag erschien in „L(i)eben unter Hermann“ und wird eventuell am 2. Dezember zu hören sein, wenn mit schrägem Humor und liebevollem Blick auf die Menschen Künstler ihre ganz persönliche Sicht der Region OWL in der Bürgerwache Rolandstraße 16 ausbreiten. Dabei sind: Jürgen Buchmann, Katja Breipohl, Matthias Harre, Yunus Önen / Saz. Veranstalter ist das Antiquariat in der Arndtstraße in Kooperation mit dem Castalia-Literatur-Contor und der BI Bürgerwache Bielefeld e.V. Weitere Infos hier: http://bielefeld.gucken.org/veranstaltungen/details/lieben-unterm-hermann/ (Unkostenbeitrag: 4,00 EURO)

Hier noch ein Link mit Informationen: http://www.castalia-literatur-contor.de/?Veranstaltungen_2010

Macht da ruhig ein großes Thema draus

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Aufmacher der heutigen NW

Zuerst dachte man ja, „Ach wieder so eine Horrorstudie gegen die Segnungen der Atomenerige“ und legt das frühere Salzbergwerk Asse buchstäblich beiseite. Bis sich sogar in den Atomenergiefreundlichen Medien Meldungen über das marode Atommülllager bei Wolfenbüttel häuften und die Zahl der Leukämiefälle dort anstieg. Selbst gestern Abend im TV hieß es noch: „Kann vorkommen, dass sich die Statistik der Fälle mal häuft“. Spätestens jetzt müsste es klingeln und man fängt an nachzudenken, wer denn da damals politisch verantwortlich war, Fässer mit radioaktivem Abfall einfach so in ein aufgelassenes Bergwerk kippen zu lassen. Mehr Hintergrund findet sich hier:

http://www.asse2.de

„Das Eindringen von Wasser kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.“
– Klaus von Dohnanyi (SPD), Staatssekretär im Bundeswissenschaftsministerium


Es dauerte bis zum Jahre 2010, als Bundeswissenschaftsministerin Anette Schavan erstmals „Fehler im Umgang mit der Einlagerung von radioaktiven Abfällen“ einräumen. Bis dahin war es ein Hickhack aus Argumenten, Abschwächungen, Vertuschungen. Jetzt rechnet man mit über 2 Mrd. Euro Kosten allein für die Entsorgung der 125.000 Fässer in der Tiefe… Woran sich wohl das Atomenergiekartell eher rudimentär beteiligen wird. Für Kanzlerin Merkel und die grade reich von ihrer Regierung beschenkte Atommafia kommen die Krebsfälle zur „falschen Zeit“. „Experten“ sagen allerdings, das werde alles „medial nur hochgekocht“. Nun ja. Kann man glauben. Kann man nicht glauben. „Experten“ sagen ja auch einen Anschlag auf die Kuppel des Reichstages voraus und lesen die Zukunft aus dem getrockneten Kaffeesatz. Kann man glauben. Kann man nicht glauben.

Warum mußte C. Ziege eigentlich gehen?

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Hätten wir mal lieber Ewald Lienen statt Flankenrechner einen Torriecher geschenkt. Aber das hätte wohl auch nicht geholfen. Vor grad mal 8000 Bielefeldern und 2000 Gästen aus dem Dunstkreis der Fortuna Düsseldorf stimmten die Fans aus der Puddingstadt dann das garstige Lied an:

„Niemals wieder Zweite Liga, niemals, niemals“

Der SC Paderborn und der VfL Osnabrück machten mit ihren Niederlagen schließlich das freitägliche Fußballelend dieser Diaspora komplett.

Alles was zählt: M + S

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Arktische Luft fließt weiterhin zu uns. Es bleibt also kalt und Schnee kann durchaus fallen. Für uns, die wir hier in einem Beinahebergland leben gut, dass heute der Bundesrat endlich „Klarheit“ in Sachen Winterreifen-Verordnung gesprochen hat: Autofahrer dürfen ab nächster Woche, wenn die Neuregelung nach der Veröffentlichung in Kraft getreten ist, nicht mehr mit Sommerreifen auf vereisten oder verschneiten Straßen unterwegs sein. Also: Es heißt ausdrücklich „Nicht mehr mit Sommerreifen….“. Für die weitaus meisten Autofahrer, die in der kalten Jahreszeit bereits mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sind, ändert sich also nichts. Voraussetzung: Die Flanken ihrer Reifen tragen ein „M + S“ – Logo. Großzügig wie er ist, verzichtete der Gesetzgeber auf eine generelle, zeitlich begrenzte Winterreifenpflicht ohne witterungsbedingten Anlass. Wer jedoch mit seinem Pkw bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ohne die sogenannten M+S-Reifen unterwegs ist, muss ab nächster Woche mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen. Sorgt er dabei für Behinderungen, beispielsweise an Steigungen, sind 80 Euro fällig.

Große Chance für die absoluten Freaks: Brandeissen kaufen, Orignal M + S reinschnitzen, heiß machen, auf die Reifenflanken drücken und dem Gesetz ist anscheinend Genüge getan. Oder so ähnlich.

Ostmannturmviertelzeitung ist da

). Ab sofort liegt die neue Ausgabe der kostenlosen Stadtteilzeitung „Mittelpunkt“ in über 30 Läden und Einrichtungen des Ostmannturmviertels aus.

Bevor Sie das erst in den Samstagzeitungen der Metropole lesen können, bringen wir diese Pressemeldung der Stadt Bielefeld schon mal hier:

Die vierteljährlich erscheinende Zeitung beschäftigt sich in ihrer aktuellen Ausgabe unter anderem mit Umgestaltungsmöglichkeiten für die Grünflächen rund um den Ostmannturm. Über 100 Bewohnerinnen und Bewohner haben hierzu ihre Ideen und Vorschläge eingereicht. Zudem wird es zukünftig ein Stadtteillogo geben – die Leser können entscheiden, welches es sein soll. Über die künstlerische Neugestaltung einer Mauer innerhalb einer der Parkanlagen im Viertel berichtet die Zeitungs-Arbeitsgemeinschaft einer Schulklasse. Auf insgesamt 28 farbigen Seiten finden sich neben diesen Themen zahlreiche weitere Geschichten und Tipps. Die Zeitung wird von der Quartiersbetreuung Ostmannturmviertel im Auftrag der Stadt Bielefeld herausgegeben. Sie kann ebenso im Internet unter www.ostmannturmviertel.de abgerufen werden.

Im Sinne der Sarrazinschen „Osmanisierung Deutschlands“ hat man die Titelseite der Zeitung schon mal vorausschauend in „Ostmanturm-Viertel“ umbenannt. Glaubst Du nicht? Guck hier: http://www.ostmannturmviertel.de/dokumente/stzotv_0410_72dpi.pdf

Wie weihnachtlich ist Ihnen?

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So. Der weihnachtlich beschleifte Kranz hängt. Draussen grieselt es um Null rum und in vielen Familien werden Bücher, Omas alte Rezepte oder momentan „angesagte“ Speisen diskutiert. Bei uns ist das alles klar. Wie seit ewigen Zeiten. Die Beteiligten freuen sich, wissen sie doch, was sie erwartet. Einziger Ratefaktor ist das Dessert, das jährlich wechselt. Aber für die letzten Weihnachtsmahle dieses ausgehenden Jahrzehntes ist auch das bereits festgelegt. Irgendwann im Dezember geht es dann auf die B 68. Im Wald von Meier zu Bentrup unterhalb der Hünenburg einen ziemlich grossen grün benadelten Baum abholen, auf den englischen Dachgepäckträger gurten und heimwärts fahren.

Wer noch keine Idee hat, was Weihnachten im Ofen schmurgeln soll, hat hoffentlich reichlich Nachschlagewerk., von dem hier nur ein winziger Bruchteil gezeigt werden soll.

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Oder sollen wir demnächst in Berlin mal bei der „First Lady“ auf Bellevue vorbeigehen und fragen, was der bundesdeutsche Chefkoch auftischen wird?

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Screenshot im TV mit der „First Lady“, während sie von der hannöverschen Küche schwärmt: „Christian liebt Erbsensuppe mit Brägenklöten“.

Unglaubliche Feuerwerksmöglichkeiten

Knapp vier Wochen vor Jahresende, erwartet die pyrotechnische Branche in Deutschland einen Umsatz von ca. 110 Mio EUR. Branchenprimus und Marktführer WECO Feuerwerk aus Eitorf (bei Bonn) weiß, was in 2010 des Deutschen Liebstes ist. Denn neben der Silvesterfeuerwerksrakete aus deutscher Fertigung, ermöglicht die neue EU-Pyrotechnik-Richtlinie erstmals Feuerwerkskombinationen mit bis zu 500 Gramm Effektmenge. Das ist mehr als doppelt soviel, wie bisher erlaubt! Ende 2008 entschloss sich das Unternehmen, das als einziges mit drei Standorten in Deutschland Silvesterfeuerwerk produziert, aufgrund der immer schwieriger werdenden Liefersituation aus Fernost, das Volumen der deutschen Fertigung zu Lasten der chinesischen Importware zu erhöhen. Im Laufe der folgenden zwei Jahre wurden mit Millioneninvestitionen alle drei Standorte (Eitorf, Kiel und Freiberg/Sachsen) ausgebaut. Neben der allseits bekannten und beliebten Silvesterrakete, die in diesem Jahr an allen drei Standorten in einer Stückzahl von weit über 20 Millionen gefertigt wird, kamen neue Produkte, wie großkalibrige Feuertöpfe, Vulkane und Brillantfontänen hinzu. Erstmals in der Geschichte des Silvesterfeuerwerks, wird es ab 2011 so genanntes Batterie-Feuerwerk der XXL-Klasse (bis zu 500 Gramm Effektmenge) aus deutscher Fertigung geben! Ganz nebenbei produziert man das Jahr über am Stammsitz in Eitorf mehr als 40 Millionen Polar-Wunderkerzen, die seit mehr als 60 Jahren in Handarbeit hergestellt werden. „Es ist erstaunlich, wie unglaublich positiv der Endverbraucher mittlerweile auf Feuerwerks-Produkte Made in Germany Wert legt“, so Markus Schwarzer, Pressesprecher des Unternehmens. Mit einer Abverkaufsquote von fast 99 % übertraf man in den vergangenen Jahren so jegliche Erwartungen. „Dies bestätigt glasklar unsere Philosophie, die deutsche Fertigung auch weiterhin auszubauen und neue Produkte wie z.B. jetzt die deutsche Feuerwerks-Batterie zu entwickeln“, fährt
Markus Schwarzer fort.

Aus einer „herrlichen“ Pressemeldung der WECO Pyrotechnische Fabrik GmbH (Man beachte das jubelnde Ausrufezeichen. 500 Gramm!). Wann sollen noch mal angeblich Bomben fliegen? Ach ja. Februar oder März. 2011? 2012? 2030? Genaues kann der Innenminister mit den kalten Augen ja nicht verraten. Man bastelt ja noch. Also, mal angenommen, am 30./31.12. kauft jemand 20 Stück Batterie-Feuerwerke á 500 Gramm. Dann hat er satte…. Kilogramm Pulver. Richtig? Das alles in einen geschickten Hagebau – Eimer in Signalblau („Mach Dein Ding!“), Zünder dran (gerne per Funk) und alles Weitere können Sie sich ja denken. Oder?

Tja. Der Terror kann in jedem Baumarkt schlummern. Denken Sie nur an die Werbung von Hornbach 🙂

Unverschämter Protest vor Reichstag?

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Das ist ein original schwäbischer Sparstrumpf für W. Schäuble, gestrickt von Kinderhänden in Bangladesh.

Auch die Initiatoren des Protests am (heutigen) Freitag setzen auf zivilen Ungehorsam. „Wir haben es auf die Schienen geschafft. Jetzt schaffen wir es vor den Reichstag“, heißt es in einem Mobilisierungsvideo. Um den Reichstag gibt es eine großräumige Bannmeile, in der nur ein eingeschränktes Versammlungsrecht gilt. Im Bündnisaufruf heißt es: „Wir werden in die Bannmeile strömen. Dass wir dadurch eventuell eine Ordnungswidrigkeit begehen, nehmen wir in Kauf.“ Quelle: taz.

Heute also wird in Berlin vor dem Reichstag „Gegen die Sozialkürzungen“ demonstriert. „Wir schützen die Bannmeile“ sagen die Leute mit den automatischen Knarren im schwarzen Dress. Drinnen ratschen sie bei Kaffee und Dresdner Stollen aus dem „Sozialfond notleidende MdBs“ darüber, wie man durch Neuverschuldung angesichts eines Bundesminus von stramm über 1,7 Billionen Euro noch ein bisschen mehr von unten nach oben verteilen, ja verschieben kann. „Alternativlos“ sagt man wie die Physikerin im Kanzlerstuhl, der mehr und mehr der Wind aus fast ganz Europa entgegenweht. „Alternativlos“ sagt der griesgrämige Mann im Rollstuhl zu seinem „Hauschhalt“. Draußen vorm Reichstag greift sich die schwäbische Hausfrau an den Kopf und ruft lautstark: „Merkel raus“.

„Alternativlos“. Welch wunderbares Wort. Wie durch Zauberhand kam plötzlich „der Terror“ über Deutschland, werden verklebte Pappbecher in paranoid-hysterischen Aktionen als Jokebomben enttarnt. Wie soll man da noch demonstrieren, wo dieses Land doch so bedroht ist. Ist das nicht reichlich unverschämt? Schäubles „Terrorischte“ hangeln sich quasi schon über die Glaskuppel das am besten bewachten deutschen Gebäudes und DIE demonstrieren? Ja haben die denn gar keine Achtung vor den über 600 Menschen, die bei Kaffee und Dresdner Christstollen drinnen so hart arbeiten, so hart ringen „um soziale Gerechtigkeit“? Die nur die „Alternativlosigkeit ihrer Haushaltspläne“ hindert, den Menschen mit wenig oder gar keinem Einkommen in diesen vorweihnachtlichen Zeiten etwas Gutes zu tun? Wo sie doch grade den mutigen Spekulanten aus den deutschen Banken den Rücken in Irland gestärkt haben. Damit Irland nicht die sagenhaft niedrigen Unternehmenssteuern erhöhen muss und google, Apple und diverse Superspekulationsbanken am deutschen Fiskus vorbei, usw. plötzlich keine Zuhause mehr haben für ihre Buden, die da billigst Rendite mit ihrem Kram machen. Stattdessen findet man das Klasse, was die irischen Regierungsidioten da tun: Sozialabbau in großem Stil rettet fette Bankerärsche. Wo sie doch grade SchwatzGeld vereinbart haben, notleidende deutsche Unternehmen/Unternehmer ab Januar noch mehr zu „entlasten“ und dem Stimmvieh einfach aufzusatteln. „Wer Krankenversichert sein will, der muss eben Margarine essen“, wird der komische Herr Rösler sagen.

Dagegen vor dem Reichstag – womöglich noch in der Bannmeile – zu demonstrieren, ist einfach unverschämt. Unverschämt, wo sich niedrig entlohnte Staatsbedienstete mit neuen automatischen Waffen aus deutscher Produktion, Pfefferspray und unsichtbar geparkten Wasserwerfern mit Augenausschiessdruck um die Sicherheit derer sorgen, die drinnen Entscheidungen gegen das Volk treffen, dessen scheinbare Mehrheit sie in geistiger Umnachtung (FDP über 14%) sogar gewählt hat. Frankreichs Mininapoleon mit der großen Schnauze, das Carla-Bruni-Begleitmännchen Sakotzy, würde einfach die ersten beiden Reihen „wegkärchern“ lassen und gut wäre es.

Denkt er. Mittlerweile ist der Protest gegen diese Politik zu einer sehr alternativlosen Bewegung angeschwollen. Das ist aber erst der Anfang. Denn wenn Portugal unter den tollen Merkel-Schirm schlüpft, dann analog Spanien und schließlich nach Italien auch Frankreich wird aus dem Letzten klar werden, was sich da „alternativlos“ anbahnt:

Euro-Endzeitstimmung

Wie gut, dass es immer noch Milliarden D-Mark in den Sparstrümpfen der schwäbischen Hausfrauen gibt, die sie sich auch nicht für das „alternativlose“ S 21 abluchsen lassen. Schwäbische Hausfrauen können nämlich im Gegensatz zu Templiner Rouladenbraterinnen rechnen. Schon ein ehemaliger Bundespräsident Köhler hatte sich ziemlich an der Speise verschluckt und machte dem Weichspüler aus Osnabrück, einem gewissen Christian W., Platz.

Wieviel trash erträgt der Mensch?

Die Debatte über den Bundeshaushalt ist eigentlich die wichtigste im parlamentarischen Jahr. Wenn über den Einzelhaushalt des Kanzleramtes debattiert wird kommt es traditionell zu einer Generalabrechnung mit der Politik der jeweiligen Regierung. Nun ist das Humanmaterial, dass sich da zur Zeit im Berliner Parlament mehr oder weniger abmüht, nicht gerade die Creme de la Creme. Um so wichtiger wäre es, dass die Presse dem selbstgerechten Haufen ein wenig auf die Füsse hilft.
So könnte doch einmal die Gelegenheit genutzt werden über die Neuordnung der Bundeswehr und deren künftige Aufgaben zu schreiben. So sollen Laut Kriegsminister Guttenberg 10.000 Mann für zwei große internationale Einsätze bereitstehen. Was sind das für Einsätze.? Wie sind diese mit dem Paragraphen 87 a des Grundgesetzes vereinbar?
Bleibt Deutschland ein Teil Europas, ein verlässlicher Partner, oder begreifen wir Europa zukünftig als eine Art Protektorat, so wie es viele Partner befürchten?
Wie definieren wir in Zukunft Bürgerrechte und innere Sicherheit?
Wollen wir ein Sozialstaat bleiben oder uns weiter in Richtung Raubtierkapitalismus entwickeln?
Wollen wir eine nachhaltige Wirtschaft oder  dem großen Kapital so viel Profit wie möglich garantieren?
Das alles hätten Journalisten, die ihren Beruf ernst nehmen, die den herrschenden auf die Finger klopfen statt im Cafe Einstein auf deren Schoß sitzen, thematisieren können. Statt dessen langweilt uns das ostwestfälische Massenblatt mit dem Scherenschnitt einer etwas dicklichen Mutter-Beimer-Karikatur. Dazu boulevardeske Sätze wie: „Sie (Mutti) spricht freier als sonst,holt weit mit den Armen aus, ballt schon mal die Rechte zur Faust, während sie die Linke lässig in der Hosentasche vergräbt.“ Oder wir erfahren das die Grüne, Renate Künast, nach oben schaut und bedauert, dass sich niemand in der Glaskuppel des Reichstags aufhält, – wegen Terror.
SPD-Steinmeier runzelt die Stirn. Die FDP hat eine Hauptstossrichtung, und zwar gegen Grün, mehr erfährt man nicht.
An der Linken arbeitet sich die Autorin, dann aber richtig ab. Gesine Lötsch liest vom Blatt ab was Gregor Gysi nicht gefällt, weswegen er nicht klatscht. „Vielleicht ist er aber nur schlecht gelaunt. Gestern wurde die Trennung der Eheleute Gysi bekannt gegeben.“ (interessant, besonders im Zusammenhang mit dem Bundeshaushalt).
Zum Schluss erfahren wir noch, das die Sozialdemokraten vermuten bei der falschen Veranstaltung zu sein.
Als Zeitungsleser hat man es doch eigentlich gut. Niemand belästigt einen mit Problemen, wenn man das bedruckte Papier unter den Kaffeebecher legt, kleckert man nicht auf’s Tischtuch und wenn man Besitzer eines Kaminofens ist, lässt sich ganz einfach Feuer machen.

Busse-Seewald jetzt beim frechverlag

Ab Januar 2011 übernimmt der Stuttgarter frechverlag, Marktführer im Ratgeber-Segment „Kreatives Gestalten“ das gesamte Verlagsprogramm des Busse Seewald Verlags aus Bielefeld (Sudbrackstraße). Die Marke „Lifestyle by Busse Seewald“ wird vom frechverlag zukünftig neben der etablierten Marke TOPP als weitere Marke im Verlagsportfolio geführt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der frechverlag, eine 100-prozentige Tochter der WEKA Gruppe aus Kissing, publiziert seit dem Jahr 1955 Bücher im Segment „Kreatives Gestalten“ in den Bereichen Basteln, Handarbeit, Malen & Zeichnen, Kinderbeschäftigung und Wohnraumdekorationen und deckt dabei alle Facetten kreativer Freizeitbeschäftigungen ab. Der Busse Seewald Verlag wurde 1947 gegründet und ist im Besitz der C.W. Busse Holding GmbH mit Sitz in Bielefeld. Das Verlagsprogramm besteht aus hochwertigen Eigenproduktionen und Lizenztiteln im Segment Lifestyle (Dekorationen, Wohnen, Garten, Kochen). „Mit der Übernahme des Busse Seewald-Programmes können wir zusätzliche Käufer-Zielgruppen gewinnen und neue Handelspotenziale erschließen. Es ergänzt unsere Marke TOPP in idealer Weise.“ erklärt Michael Zirn, Geschäftsführer des frechverlags zur geplanten Ausrichtung des vergrößerten Verlagsprogramms. Die Busse Seewald-Titel werden in Zukunft von der bestehenden Außendienst-Mannschaft des frechverlags im Buch- und
Fachhandel angeboten.

Jetzt sind wir mal ganz frech. Das ist eine Pressemeldung des WEKA-Verlages und bedeutet: Ein weiterer Gewerbesteuerzahler verlässt die Mauern der Glitzermetropole.

Wir hätten da noch einen Rettungsschirm

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Momentan ist ja die Vergabe oder das Aufzwingen von Rettungsschirmen große Mode. Vor allem, weil meist die allseits sattsam bekannten deutschen Banken dank ihrer ungebremsten Zockerei da drunter kriechen. Wir haben jetzt aus guter Quelle (EZB Europäische Zentralbank) einen Posten leicht angestaubter Rettungsschirme übernehmen können. Frau Merkel und Herr Schäuble haften persönlich. Mit Ihren Steuergeldern natürlich. Nicht den eigenen. Ob wir Glitzermetropole-OBPit und dem Stadtkämmerer mal jeweils einen zustellen lassen? Kosten nichts. Sind nur Bürgschaften.

Der Karriere-Verliebte Herr Axel Weber träumt derweil schon von einem noch größeren Rettungsschirm. Die bisherigen 750 Mrd. könnten durchaus „aufgestockt“ werden, palaverte der Bundesbank-Chef. Wer hat noch nicht? Wer will noch mal? Billionen Reichsmark waren in einer gewissen Zeit der Weimarer Republik sozusagen Kleingeld. Peanuts.

Keine Antwort

Auf die Frage meiner 12.jähr. Tochter, die sich gerade mit der quälenden Frage der Nazi-Vergangenheit beginnt zu beschäftigen, ob denn dieser Blog wie NW u. WB im Sinne Joseph. G. gleichgeschaltet sei, wußte ich keine Antwort. Um Argumentationshilfe wird gebeten! Danke.

Profil? Ich seh nur Doppelkinn

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Auch intensive Befragungen hinter den Kulissen des Blattes aus der Niedernstraße förderten nicht zutage, wer denn genau der große Förderer unserer kleinen Alexandra in Berlin-Mitte ist. Jeden Tag grüßte das Murmeltier mit einer neuen Alexandra-Story. Jetzt hat angeblich die Kanzleuse Profil gewonnen. Ob die anscheinend einzige politische Redakteurin der NW (die anderen trauen sich nur incognito) glaubt, man höre sich die Reden aus dem Reichstag nicht an? Irgendwie ist diese heutige Seite 3 schon eine Zumutung für die Abonnenten und Käufer des roten Blattes. Statt Profil ein Schattenriss der Dame an der Spitze dieses Staates, die grade wieder „alternativlos“ Irland auf zukünftige Kosten der Steuerzahler gerettet hat und sich auf ähnliche Aktionen für Portugal, Spanien und Italien freut. Dann ist schließlich Deutschland endgültig abgewirtschaftet, obwohl es ja momentan so gewaltig bergauf geht mit der Wirtschaft, dass man Angst haben muss, sie kippen in China wieder vorneüber. Und der Binnenkonsum erst mal. Selten sah man so leere Weihnachtsmarktstände am frühen Abend.

Aber unsere Alexandra wird das schon richten. Ob sie heimlich den Job als „Stellvertretende Pressesprecherin von Frau Merkel“ ausübt?

Street View-Unschärfen

Die Aufregung um Google Street View geht in eine neue Runde, nachdem Google den Dienst am vergangenen Donnerstag auch in Deutschland offiziell gestartet hat. Wie die Deutschen nun mal sind, gibt es nun neben dem Ärger mit Hauseigentümern, die ihr Anwesen nicht in Street View zeigen möchten ebenso Ärger mit den Hauseigentümern, deren Anwesen ungewollt verpixelt wurde.

Bielefeld wird die besondere Ehre zuteil, beim Start von Street View gleich am Anfang mit dabei zu sein. Wer am Bildschirm so durch die Bielefelder Straßen streift, entdeckt so manche Kuriosität – auch was das Verpixeln angeht. So glaubt Google offensichtlich auch nicht mehr daran, dass der Weiterbau der A33 im Bereich Bielefeld nach mehr als 30 Jahren Planungsphase fortschreitet. Eine entsprechende Ankündigung des Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen auf dem Südring bei IKEA hat Google verpixelt und beim Standardsatz „Wir bauen für Sie“ das „bauen für Sie“ herausgelöscht.

Google glaubt nicht mehr an den Weiterbau der A33

Dies passt mit der jüngsten Pressemeldung zusammen, dass sich leider die Fertigstellung des ersten Ausbauteilstücks um ein weiteres Jahr aufgrund der beiden strengen vorangegangenen Winter verzögere. Alternativvorschlag: „Wir planen schon 30 Jahre für Sie, nun könnte es mal irgendwann was werden“.

Nichts los in der Welt

„Merkwürdig, dass immer genau so viel in der Welt passiert, wie in die Zeitung passt.“ Manchmal denke ich, dass das gar kein Witz ist, sondern Realität. Und wenn dann doch mal weniger passiert, die Zeitung aber ohne leere Seiten erscheinen soll, dann ruft der Chefredakteur der NW, Thomas Seim in Berlin an und bittet seine Korrespondentin Alexandra Jacobson um etwas heiße Luft.
Gestern muss wieder so ein Tag gewesen sein. Bis in den späten Nachmittag hatte die gesamte Redaktion vor den Nachrichtentickern gesessen und verzweifelt gehofft, irgendetwas möge sich rühren. Stundenlang nichts, nur lähmende, gespenstige Stille.
Endlich erhob sich Seim: „Scheint nichts mehr zu passieren. Muss ich wohl oder Übel in Berlin anrufen,“ stöhnte der schwer Geprüfte.
„Klar Chef mache ich,“ Alexandra war begeistert, „Terrorrismus würde ich vorschlagen. Is‘ grad überall der Straßenfeger. Wie gewohnt , bißchen Background,   Authenzität durch viel wörtliche Rede. Dreiviertel Seite plus Kommentar. Geht Klar Chef!“
Alexandra legte den Hörer auf, öffnete die Schubladen „hirnloses Gequatsche“ und „absoluter Blödsinn“ ihres Archivschränkchens, nahm ein paar Zettel heraus und mischte sie kräftig durcheinander. Danach legte sie die Zettel sauber nebeneinander auf der Schreibtischplatte aus und begann,  die Texte darauf einen nach dem anderen abzuschreiben.
Noch ein paar Bindeworte, ein bisschen Interpunktion. Dazu ein paar aufgeblasenen Fotos von der Agentur, fertig war der Artikel.
Am anderen Morgen, beim Studium des Bielefelder Massenblattes, staunten die tumben Ostwestfalen nicht schlecht über einen Artikel ohne jeden Inhalt aber mit viel heißer Luft.

Arzneimittel – Sterbehilfe vor Gericht

Ein 67-jähriger Mann aus Braunschweig hat beim europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage eingereicht, ob jeder Mensch ein Recht auf Selbsttötung besitzt und der Staat dieses Recht beispielsweise mit der Herausgabe bestimmter Medikamente unterstützen kann.

Grund für die Klage ist der Sterbefall seiner Ehefrau, die vor mehreren Jahren durch einen Genickbruch fast vollständig gelähmt wurde. Der damals sterbewilligen Frau war dennoch vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn die Herausgabe eines Schlafmittels verwehrt worden.

Daraufhin suchte der Mann Hilfe bei der umstrittenen schweizer Organisation „Dignitas“, die Sterbehilfe anbietet. Dort wurde der Frau dann das gewünschte Mittel verabreicht, worauf diese starb. „Dignitas“ hat sich mittlerweile der Klage des Braunschweigers angeschlossen.

http://look.ag/h/jjy

Dougan meint:

In erster Linie geht es ja auch darum, daß der Staat, vertreten durch das Bundesamt für Arzneimittel die „Hilfe“ verweigert hat. Natürlich könnte man argumentieren, daß die moderne Medizin den Patienten solange am Leben erhält, bis vielleicht ein Heilmittel gefunden ist.

Jedoch ist die Gesellschaft zwar verpflichtet das Leben zu erhalten, gleichzeitig ist aber die Würde des Menschen unantastbar. Wenn also jemand seine Würde durch den Freitod bewahren will, sollte man dem keine Steine in den Weg legen.
Die Verweigerung des Amtes beruht auf dem Verbot der aktiven, also direkten Sterbehilfe.  Wohl auch um etwaigen Straftaten vorzubeugen (kein Tötungsdelikt einer unliebsamen Person, sondern Sterbehilfe).

Die aktive ist außer in Benelux in ganz Europa verboten. Nach meiner Meinung sollte sie dennoch erlaubt werden, mit den gleichen rechtlichen Vorrausetzungen wie bei der passiven.

Aus Gründen der Humanität. Denn es kann nicht sein, daß der Einsatz zur Lebensrettung in Qualen gekehrt wird. Menschen, welche gegen ihren Willen durch ungewollte Maßnahmen möglicherweise gefoltert werden – unvorstellbar. Leben ja, aber nicht wenn die betreffenden Leute es nicht wollen.