Archiv für den Monat: Oktober 2010

Rötti macht den CDU-NRW-Häuptling

Nächster Schritt auf der Karriereleiter: Als CDU-Landesvorsitzender im Ministerrang steigt Norbert Röttgen quasi über Nacht zum ersten Stellvertreter von Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel auf. Ein neuer Guttenberg also. Mit ihrem Votum haben die nordrhein-westfälischen Christdemokraten die Hierarchie der Partei, ja der Union kräftig durcheinander gewirbelt. Angela Merkel dürfte kaum uneingeschränkt erfreut sein. Im Umfeld der Kanzlerin hatte man Röttgens Ehrgeiz zuletzt mit wachsendem Argwohn betrachtet. Nun sitzt ein zweiter Konkurrent mit am Kabinettstisch. Das Ergebnis ist überraschend klar ausgefallen, doch bis zuletzt konnte sich Röttgen seines Erfolges nicht sicher sein. Zwar galt der im Vergleich mit Armin Laschet bundespolitisch weitaus bekanntere und mit allen Herausforderungen der Mediendemokratie vertraute 45-Jährige lange als Favorit auf die Rüttgers-Nachfolge. Am Ende wäre ihm seine Popularität aber fast zum Verhängnis geworden. Insbesondere bei der Verlängerung der Atomlaufzeiten sah der Bundesumweltminister zuletzt schlecht aus. Dass 52,8 Prozent der CDU-Mitglieder abgestimmt haben, ist ein Erfolg für die Partei. Eine so hohe Mobilisierung war nur sechs Monate nach der krachenden Wahlniederlage im Mai nicht unbedingt zu erwarten. Der Patient NRW-CDU lebt noch. Ob und wie schnell er wieder voll geschäftsfähig wird, liegt nun an Röttgen. Ohne Zweifel ist dessen Wahl eine konsequente Entscheidung gegen die Epoche Rüttgers. Die Basis setzt – auch personell – auf einen echten Neuanfang. Laschet aber war als Integrationsminister von 2005 enger Mitstreiter des ehemaligen Ministerpräsidenten und Noch-Landesvorsitzenden. Vielleicht war das gar sein entscheidender Nachteil. Ansonsten nämlich hat er wenig falsch und vieles richtig gemacht. Dass sich Laschet konsequent als Landeslösung präsentierte, schien anzukommen. Am Ende aber blieb sein Credo ungehört, der CDU-Landeschef müsse sich voll und ganz auf die Oppositionsarbeit konzentrieren, um die rot-grüne Minderheitsregierung von Hannelore Kraft ablösen zu können. Nun stellt sich die Frage, wie es rund um den neuen Vorsitzenden personell weitergeht. Röttgen muss sich sein Team erst bauen. Grabenkämpfe sind nicht ausgeschlossen. Zu eindeutig hatte der Fraktionsvorsitzende Karl-Josef Laumann für Laschet Stellung bezogen. Und Andreas Krautscheids Zeit als Generalsekretär dürfte schon bald zu Ende sein. Als Nachfolger ist bereits der Ex-Verkehrsminister Oliver Wittke im Gespräch. Auch die Arbeitsorganisation im Alltag wirft angesichts Röttgens Doppelbelastung in Bundes- und Landespolitik Fragen auf. Für Neuwahlen ist der neue CDU-Landeschef sicher ein starker Spitzenkandidat. So lange Rot-Grün aber nicht stolpert, wird die Oppositionsarbeit unter einem Parteivorsitzenden mit Ministeramt nicht leichter.

Liebes Westfalen-Blatt. Nach dem Auftritt im Nescafé – Spot („Make an educated guess, Norbert“) taucht doch jetzt die Frage aller Fragen auf: „Kann Rötti auch Kanzler?“. Dann wäre nämlich das Gutti -Traumpaar aus Franken aus dem Rennen. Dass der ständig mit George Clooney („Ocean Berlin Twelve“) verwechselte Nobbi eher eine Art Softie ist, stört ja sicher nicht. Oder? Nur am Timesquare mit wedelnden Armen vor den Knipsen der Weltpresse fliegen, das müsste er erst mal üben.

Das wird so manchem nicht gefallen. ;-)

Collien Fernandes und Christian Ulmen sind liiert

[Bild: Collien Fernandes und Christian Ulmen sind liiert]

Die TV-Moderatorin Collien Fernandes und der Schauspieler Christian Ulmen, der die Hauptrolle in der Serie „Mein neuer Freund“ spielte, sind jetzt zusammen.

Diese Information wurde von den beiden auf der GQ-Party „Männer des Jahres“ bestätigt.

Collien Fernandes (29) hat sich erst im Sommer von ihrem Freund Rico Rex getrennt.

http://www.shortnews.de/id/858176/Collien-Fernandes-und-Christian-Ulmen-sind-liiert

Hagebau macht sein D-Mark-Ding

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Nicht nur die Zeit ist vergangene Nacht zurückgestellt. Wie dieses Schild vom Hagebau beweist, ist das auch mit der Währung dieses unseres schönen Landes geschehen. Bei Hagebau wird wieder in D-Mark ausgezeichnet 🙂 Da hat sicher dieser M. Krüger dran gedreht, der immer in der Reklame auftaucht. Da müsste doch jetzt aber sofort die Polzei einschreiten. Ach was, Staatsanwaltschaft. Das ist Unterwanderung!

Vergessen Sie Neu-England und den „Indian summer“

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Bielefelds einzige Hauptstraße (dem Namen nach) führt durch Brackwede

Besucher aus landschaftlich hoch reizvollen und touristisch ungleich erschlosseneren Landstrichen rümpfen immer die Nase, wenn man ihnen die Glitzermetropole samt umgebendem Outback zeigen will. Dabei gibt es einen ganz einfachen Trick: Tüte Saftbären (oder die klassische Variante, eine Glaubensfrage eben) in die Hand drücken. Hinten reinsetzen und ab gehts.

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…. nicht glauben können, welch heimelige Atmosphäre der Queller Campingplatz bietet:

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Sie werden nicht nur den Fernsehturm der Metropole hoch oben auf der Hünenburg entdecken und das Feuerwerk im Blattwerk „phantastisch“ finden ….

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Sie werden in Echtzeit sehen, wie aus der „Ruine“ eines ehemaligen insolventen Smart-Centers am Südring im Angesicht von Dixi-Klos eine moderne Spielothek entsteht:

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Gleich nebenan hat es Abfallentsorger Fischer geschafft, der Metropole das zu geben, was Berlin erst gesprengt hat und vielleicht irgendwann erst wieder aufbauen will. In strenger Schinkelscher Tradition und kleinen von Knobelsdorffschen (Friedrich II. begnadeter Baumeister) Beigaben gibt es der Stadt jenes Flair, das eine simple Burg mit Sparren hoch oben nicht bieten kann: Das „Stadtschloß am Südring“. Ob zur Einweihung Karl-Theodor z. G. nebst Stephanie anwesend waren, ist nicht überliefert. Die Fotografen der hiesigen Medien weigerten sich allesamt, das digital zu knipsen:

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Auf der Fischerschen Webseite sieht man übrigens, wie das Ding mal aussah, bevor es ein klassizistisches Schloß wurde. Vergessen Sie alles, was Sie über „Indian summer“ je wussten. „Teuto in Flammen“ ist ungleich eindrucksvoller. Vor allem kann man bei Meyer zu Bentrup in Quelle noch das Gerippe des größten Luftschiffes sehen, das niemals aufstieg. Airport Windelsbleiche war einfach zu klein. Alte Bielefelder Bürger erinnern sich aber noch des erhabenen Augenblickes, als 1934 der damalige Reichsstandartenführer an den Seilen hing und unter strammem Absingen des Horst-Wessel-Liedes und mittels Oetker-Backpulver das Seil gefügig machend, den Start verhinderte. Das haben sie nicht vergessen und an ihre Kinder und Kindeskinder vererbt.

„SPIEGEL-AFFÄRE“im „Bielefeld-Blog“?

Es drohen Verhaftungen, Beschlagnahmen, Verkürzungen von Karrieren, Zerstörung von Familien, Gleichschaltung von Meinungen, „Goebbels“-Verhältnisse, Wegsperren von Intellektuellen, „Polizei-Stadt“ Bielefeld, Verfolgung Nichtschwuler- Bitte bringt Euch, eure Kinder, eure Familie in Sicherheit- ZIEHT WEG, jetzt, sofort!

ARMinia sucht den „helfenden Kopf“

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Aktuell wird im Sog des sportlichen Tiefpunktes von ARMinia Bxxxxxx eine Personalie diskutiert. Thomas Helmer, früher mal Spieler auf der Alm, jetzt Moderator bei Sport 1 soll laut „OWL am Sonntag“ für eine Berater – oder Führungsposition bei den Almdudlern im Gespräch sein.

Unglücklich wie meist dabei die Aussendarstellung des Zweitligaclubs. Während Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier sagt. es habe sich bei den Gespräch mit Helmer um „Themen in Zusammenhang mit Sport1“ gehandelt, deutet Präses Wolferl Brinkmann an, es habe „lockere Gespräche“ gegeben. Nun gut. Die kann man auch um Aufgaben, Vergütung und Zukunft des taumelnden Clubs führen …..

Licht ins Lobbyismusdunkel

Herzlich Willkommen zur Lobbypedia Test-Version!

Lobbypedia stellt den Einfluss von Unternehmen und Lobbyorganisationen auf staatliche Einrichtungen, Gesetzgebungsprozesse sowie Medien und die öffentliche Meinung dar. Lobbypedia ist ein Projekt der gemeinnützigen Initiative LobbyControl.

So begrüßt eine neue Webseite den Leser. Lobbypedia will Licht in das Staats – und Volksschädigende Verhalten von Parteien, Poilitikern, Mövenpickern und anderen Personen und Institutionen bringen, die mauscheln, durchstechen und „belohnen“ anscheinend zu ihrer Lebensaufgabe und Einkommensquelle gemacht haben. S 21 und die wundersame „alternativlose“ Rettung von Roulettebanken und – bankern sind natürlich die herausragenden Themen. Da das ganze „System“ aber schon in kleinstem Rahmen praktiziert wird, dürfte interessant werden, ob auch einmal „Bielefelder Geschichten“ auftauchen werden.

Aber da können wir sicher sein. es wird nichts kommen. Die „Obrigkeit“ hat ganz sicher supersaubere Hände, die Unternehmen sind superdupikorrekt. Und sollten doch Gerüchte aufkommen können wir sicher sein, dass unsere hiesigen Medien darüber nicht berichten werden. Schließlich hat man ja was zu verlieren.

Oh, das war böse. Ich habe aber keine Namen genannt und nehme das hochoffiziell zurück. Dito geplante Links. Noch machen wir eventuell noch einem aus dieser Gegend stammenden Thomas M. Konkurrenz.

Alexander Rizaev. Ein Bielefelder verzauberte beim „Supertalent“

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Screenshot von RTL

„Guck mal ins Supertalent auf Mohns RTL. Da ist einer aus Bielefeld„, hieß der Anruf. Wir guckten und sahen Alexander Rizaev. In Bielefeld lebender, gebürtiger Russe mit phantastischer Körperbeherrschung. Eben: „Nurejew is back“. Aber tanzte der nicht „Schwanensee“ und „Nußknacker“? Rizaev jedenfalls kam locker in die nächste Runde in RTL´s teilweise geschmacklich grenzwertiger Show. Aber das macht ja nichts. Das gleicht Kinderpo-Jägerin Stephanie zu G. im feinen Kaschmir aus.

Quote ist alles. Und alles nichts ohne Quote.

Zurück. Nicht vor.

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Heute Nacht um 3 Uhr passiert es wieder. Die Hand tastet zur Krone der Armbanduhr. Schlaftrunken drehen Daumen und Zeigefinger vor, zurück, vor. Wie war das doch noch? Für alle die, die immer wieder zu der großen Masse der Zeitumstellungszweifler zählen und die Wirkung bezüglich Energieeinsparung usw. bezweifeln: Von 3 auf 2 zurückstellen und versuchen, die längere Nacht zu genießen. Alle anderen können ja dann Sonntagmorgen in ihre Rechner gucken. Unter normalen Umständen stellen die das automatisch und schneller ein als Daumen und Zeigefinger des Nachts.

Schon die Schlappen drauf?

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Nicht alle Autos haben Allwetterreifen. Manchmal muss man eben mal schnell die Sommerschlappen gegen die gröberen Winterpneus wechseln. Obwohl da politisch noch nicht alles geklärt sein soll. Noch bilden sich bei den Bielefelder Reifenleuten keine Riesenschlangen. Die kommen erst, wenn es anfängt, weiß zu grieseln. Wie man von Insidern hört, liegen die Preise für den Wechsel – je nach Felgenart – eher im oberen Drittel Deutschlands. Aber wer fährt schon zehn Reifendienste an und fragt, wenn er einen kleinen, schnellen Schrauber an der Hand hat?

Bei Bertelsmanns RTL in der Wanne mit Uwe

http://www.edgar.de/nedw/387sUiTW7/20101026/13409/Halloween

Den Link da oben können Sie ruhig mal anklicken. Schließlich ist Halloween nicht mehr weit. Sie können aber auch Sonntagabend um 19.05 Uhr RTL einschalten, jenem aus dem benachbarten Gütersloh von einem Medienkonzern gesteuerten Mohnschen Trashsender. Wenn Sie Glück haben, sehen sie auch per „Medium“ jenen ehemaligen, hoch verlogenen („Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“) CDU-Ministerpräsidenten aus Schleswig-Holstein, der vor 23 Jahren in einer Schweizer Badewanne tot aufgefunden wurde. Ein „Medium“ wird Kontakt mit ihm aufnehmen und Sie werden angeblich erfahren, dass er damals ermordet wurde. Nun hat ja die Gütersloher Spökenkiekerei (Der schmale Reinhard M. lief des Nächtens häufig allein durch die Felder und das Straßendorf und redete mit sich selbst) Tradition und färbt extrem auf die Senderfamilie ab. Aber wenn es um Quote und Kohle geht, lässt man ja auch Barbie zu Guttenberg („I’m a barbie girl, in a barbie world Life in plastic, it’s fantastic! you can brush my hair, undress me everywhere Imagination, life is your creation. Come on Barbie, let’s go party!“ singt die heilige Familie von der Burg in Franken in WDR 2) im feinen Kaschmir spökenkieken und Dieter Bohlen rampensauen. Die Phantasie der ehemaligen Traktätchendrucker und NS-Literaturdrucker ist unbegrenzt, wenn es das gemein nützige Konto füllt.

Jetzt also mit Uwe in die Wanne. Saufen Sie nicht ab!

Die dreifache Annemarie

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Annemarie „steht heute in der Zeitung“ drin. Ausgiebig feiert man die 60 in der NW. Wie groß muss da das Fest erst daheim sein. Annemarie, hätten wir es früher gewusst, wir wären alle gekommen. Da hätteste aber geguckt.

Hoch, hoch, hoch!

Ist das denn zu fassen?

Weltkriegs-Granate in Bielefelder Wohnzimmerkamin explodiert

Brennholz
Brennholz

Munition womöglich in Brennholz eingewachsen

Bei der Explosion von Weltkriegsmunition in seinem Kamin ist ein älteres Ehepaar in Bielefeld verletzt worden. Der 85-jährige Mann und seine ein Jahr jüngere Frau wurden am Donnerstagabend in ihrem Wohnzimmer von einem lauten Knall aus dem Kamin aufgeschreckt und von herumfliegenden Glassplittern getroffen, wie die Polizei mitteilte. Wie sich später herausstellte, war eine Zwei-Zentimeter-Granate detoniert. Der Blindgänger war im Zweiten Weltkrieg womöglich in einen Baum eingeschlagen, dessen Holz nun als Brennmaterial in dem Kamin gelandet war.

Durch die Druckwelle platzte sogar ein massiver Glas-Aschenbecher auf einem Couchtisch gegenüber dem Kamin. Die 84-Jährige musste mit Gesichtsverletzungen durch Glassplitter der geplatzten Kamintür ins Krankenhaus gebracht werden. Ihr Ehemann kam mit einer Schnittverletzung an der Hand davon.

Quelle: Spin.de

Jetzt Koch(t) indirekt auch an der Sudbrackstraße

R&M Kühllagerbau ist einer der führenden Anbieter für die Planung und Errichtung von Kühllägern und Lebensmittelbetrieben in Deutschland. Im Markt seit vielen Jahren unter der Dachmarke Rheinhold & Mahla etabliert, ist R&M Kühllagerbau heute ein Unternehmen der weltweit agierenden Multi Service Gruppe Bilfinger Berger AG. … heißt es auf der Webseite des Unternehmens, das an R & M an der Bielefelder Sudbrackstraße beteiligt ist.

Stellung nehmen wollte niemand in der heute zur Meldung aus der Frankfurter Zentrale: „Roland Koch übernimmt Vorstandsvorsitz“. Je nach Sicht hat die Entscheidung für den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten, Mit-Intrigant gegen A. Ypsilanti, Verwalter eines versteckten großen jüdischen Erbes zugunsten der CDU und eine der treibende Kräfte für den Ausbau des Frankfurter Airports durch – ja, eben diesen Konzern Bilfinger & Berger.

Wer werden sehen, was der ehemals „beliebteste“ hessische MP an der Spitze eines Konzerns zu bewegen mag und ob die sich in letzter Zeit häufenden Negativschlagzeilen verringern. Als Politrambo hatte Roland K. kein Fettnäpfchen gescheut. Vielleicht hat er aber auch jetzt Kreide geschluckt.Irgendwo am Bau braucht man die ja auch in Mengen.

Einfach mal die von BB „renovierte“ A 1 fahren. Sagt viel aus……

Bielefeld. Voller Geheimnisse

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DarkTemplar: Die ehemalige Psychiatrie

Wenn man das Web regelmäßig nach dem Begriff „Bielefeld“ durchforstet, trifft man auch auf ungehobene Schätze. Wie passend zum baldigen Halloween die Seite „Geister-und-Gespenster-Community„. Dort hat ein „DarkTemplar“ dem Ortsteil Eckardtsheim besucht und der ehemaligen „Psychiatrie“ ein fotografisches Denkmal gesetzt.

Allerdings findet sich im gleichen Forum auch eine mahnende, warnende und aufklärende Stimme von damals:

Hallo Fabienne,
Ich habe erst 2 Seiten gelesen -die Beiträge-, aber nu muss ich mal antworten. Vorab: ich habe 13 Jahre in den Haus gearbeitet, also bis es 1994 aufgelöst wurde und dann in einen erbärmlichen Zustand verfiel. Der Eichhof war immer dem Bereich „Behindertenhilfe“ zugeordnet und nie der Psychiatrie. Eine Gummizelle gab es da auch nicht wie in anderen Häuser. Zu Deinem Trip: Ich habe mir das Haus öfter von innen angeschaut, interessenhalber. Jedes Mal war ich geschockt von dem, was ich da sah: Purer Vandalismus, exzessives Anwenden von wirrem Gedankengut usw. Jedoch: Geister oder ähnliches konnte ich niemals feststellen. Ich gebe zu, ich war nur tagsüber da. Da es in dem Haus wirklich sehr zugig ist, klappert und schlägt es unmotiviert. Also nix mit Geister!! Der Eichhof ist ein Haus mit einer enormen historischen Vergangenheit und ich finde es von Bethel unverantwortlich, das man das Haus so verkommen lässt. Das alte von Dir gezeigt Bild stammt wohl von 1889. Der Eichhof war in der Tat ein wunderschönes Gebäude. Meines Wissens finden nun keine nächtlichen Sitzungen mehr statt, da der jetzige –4te- Besitzer einen provisorischen Zaun um das Anwesen gemacht hat und wohl die Polizei nachts ihre Runden dort dreht. Mein Rat: Vergesst das Haus als Horrorlieferant; es gibt es nicht her.
LG

Wie das Haus heute aussieht und ob es überhaupt noch steht wäre zu überprüfen. Man kommt eher selten nach Eckardtsheim. Dafür war der gestrige Abend auf Gilead doch berauschend. Aber das steht hier an anderer Stelle 🙂

Weltpremiere auf der Alm

Wenn heute Abend ab 18 Uhr in der Arena auf Schüco das erste der drei Schicksalsspiele von Cheftrainer C. Ziege gegen „Eisern“ Union Berlin angepfiffen wird, ist die Edelpickert-Etage der Roland-Kentsch-Gedächtnis-Tribüne pikepackevoll mit weltweit renommierten Trainern. Ein Mourinho von Real Madrid wird ebenso erwartet wie ein Jogi Löw, Jupp Heynckes und van Gaal, das Feierbiest. Sie alle wollen eine Weltpremiere miterleben, die der nimmfreudige FIFA-Chef Blatter gegen reichlich Bares eingefädelt hat:

Die virtuelle Abwehrwand

Und die geht so: Derzeit hat der Tabellenletzte der Liga 2 Probleme, den „Zwölften Mann“ in genügender Zahl in die Arena zu bekommen. Es bleibt eher bei einem halb Amputierten. Sprich „ziemlich leere Hütte“. Folglich hat sich C. Ziege, dieser bisher eher unverbrauchte Jungtrainer der ARMinia, etwas einfallen lassen, was an Genialität nicht zu überbieten ist. Vor jeder Halbzeit spannt sich vor dem ARMinia – Tor eine Art „virtuelle Mauer“, ein sehr elastisches Netz aus in Fichte dicht geknüpftem Polyamid. So kann Torwarte Eilhoff sein Tor alleinlassen und wiird zum Feldspieler. Die „virtuelle Wand“ fängt jeden Schuss ab.

So sieht die „virtuelle Wand“ aus der Nähe aus. In Jöllenbeck, Dornberg und Senne packen sie da Kartoffeln rein:

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Wo sind die Ostmannturm-Insider?

Die Quartierbetreuung Ostmannturmviertel lädt für Mittwoch, 3. November, zum ersten Treffen des „Arbeitskreises Bürger“ ein, das um 18.30 Uhr in den Räumen des Familienzentrums Kita Weltweit, Waldemarstraße 4, beginnt. Im Ostmannturmviertel sind zwischen dem Schlachthofareal und dem Bahnhof viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich aktiv. Manche sammeln Müll oder Hundekot vom Straßenrand auf, andere geben Tipps in sozialen Problemlagen, Dritte melden Schäden an die Stadtverwaltung, bereiten einen Senioren-Mittagstisch vor oder verteilen die Stadtteilzeitung „Mittelpunkt“. Gemeinsam haben sie, dass jeder auf sich selbst gestellt arbeitet und sich manchmal etwas alleingelassen vorkommt. Dies möchte die Quartiersbetreuung Ostmannturmviertel ändern. Im „Arbeitskreis Bürger“ können sich die „Kümmerer“ untereinander zum Beispiel darüber austauschen, was sie tun, welche Pläne sie für die Zukunft haben und ob sie sich gegenseitig bei ihrer Arbeit unterstützen können. Der Arbeitskreis soll ab sofort monatlich stattfinden. Wer mag, kann den Austausch anschließend in der Gastronomie des Viertels ausklingen lassen.

Weitere Informationen sind im Quartiersbüro Ostmannturmviertel telefonisch unter 0521 / 4 48 11 25 erhältlich oder per E-Mail unter der Adresse ostmannturmviertel@stadt-kinder.de .

Das ist eine Pressemitteilung der Stadt Bielefeld. Noch interessanter wäre es natürlich, von Bewohnern des Viertels zu erfahren, wie sich die Dinge da entwickeln.

Der CDU auf das Dach gestiegen

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Sceenshot von T-online vom 28.10.2010

Über den gewissen Witz der heutigen Berliner Greenpeace-Aktion könnte man vergnügt lachen, wenn es nicht ein so ernstes Thema wäre. Da lässt sich eine Partei – organisation mit etwas über 500.000 Mitgliedern bundesweit – also ein Minibruchteil aller bundesrepublikanischen Bürger – von grade einmal vier Monopolisten der Energiewirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes „kaufen“. Noch passender wäre das Jumbo-Plakat gewesen, hätte Greenpeace die dünnen Fäden in den Händen des RWE-Chefs gezeigt, an denen die tolle Angela gesteuert wird. Heute soll im Bunddestag über die Verlängerung der Laufzeiten der teilweise sehr alten AKWs auf bis zu 14 Jahre entschieden werden.

Die Meinung der Mehrheit des Volkes? Was interessiert die noch. Was brauchen wir die außer zur Begleichung der Mondpreise für Strom, Wasser, Gas? Prustend stoßen die Kanzlerin, die aus dem Nichts kam und RWE-Chef Großmann (Georgsmarienhütte bei Osnabrück) über den geglückten Coup an.

Was für eine strahlende Zukunft!

Gratulationen

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28. Oktober 2010.

Heute gratulieren wir mal einfach en blog:

– einem noch jungen Mann zum Geburtstag, der in einer sozialen Einrichtung der Metropole so korrekt und zuverlässig seinen zivilen Dienst nicht nur einfach „erledigt“
– Bundesarbeitsministerin Ursula von der L. zum gelungenen Blick in die Kugel, die Statistiken so wundervoll zurechtbiegt wie man es braucht

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– Dem „deutschen Jobwunder“, das laut Experten – auch die haben so eine Glaskugel – 2010 „unter 2 Millionen Arbeitslose“ prognostiziert (Freuen wir uns auf die
Damen und Herren Mitarbeiter aus Rumänien und Bulgarien, die stetig wachsende Zahl der H 4-Aufstocker, das explosionsartig steigende Heer der niedrig ent-
lohnten Zeitarbeiter, die EU-Nachbarn Deutschlands und seiner Exportwut, der um 0,0000 Promille gestiegenen Binnennachfrage, dem laut Kämmerer
demnächst implodierenden Haushalt der Glitzermetropole.

„Wir sind in den Händen von Irren“

Endlich nennt mal ein Politiker in Verantwortung den Wahnsinn beim Namen, der darin liegt, dass Staaten untereinander vereinbaren, die Entscheidungsfreiheit ihrer Völker und Regierungen zu beschränken. Damit wird die Entscheidungsfreiheit auch künftiger Generationen und Regierungen eingeengt.
Deutschland ist Vorreiter bei diesem Irrweg. Hierzulande rühmt man sich zum Beispiel der „Schuldenbremse“, obwohl dies eine sinnlose Beschränkung des Entscheidungsspielraums künftiger Generationen und künftiger Politiker ist. Diese Schuldenbremse wie auch die Regeln des Stabilitätspaktes verhindern, wenn sie wirklich angewandt werden und wirken, dass sich Völker zum Beispiel für eine offensive Beschäftigungspolitik entscheiden, oder auch für eine Ausweitung öffentlicher Leistungen, oder für die steuerliche Finanzierung von Sozialleistungen.

Gelesen auf „Nachdenkseiten“ unter dem Titel „Wir sind in den Händen von Irren. Oder von verantwortungslosen Zynikern. Oder beides“.

Und unsere Tageszeitungen? Die NW titelt schamhaft auf der Wirtschaftsseite unten „Kanzlerin droht Rückschlag bei EU-Gipfel“. Das Westfalen-Blatt schlägt sich nicht unerwartet auf die Seite der Berliner Grossmannssüchtigen, die das Staatsdefizit bald auf nahezu 2 Billionen Euro (…und damit hächstverschuldetes EU-Land) getrieben haben, aber anderen Ländern Vorschriften machen: Defizitsünder: Europa auf Schwung bringen.

ARMinia wahrlich in bester Gesellschaft

Da gab es unter jungen Leuten in der herrlich grünen Diaspora eine Wette. Um Geld. Harte Euros waren zu gewinnen. Die Gesichter wurden lang und länger, als die Ergebnisse eintröpfelten. Mit ARMinias Niederlage in Kaiserslautern hatten sie ja letztlich gerechnet. Aber Bayer, Werder, Mainz 05?

Da stimmte mal wieder der Stammtischspruch beim „Herrlichen Herforder“ wie der Ball im Tor: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“.

Morgen Abend ist auf der Alm gegen Union Berlin viel wichtiger. Da startet nämlich das erste der drei Ausscheidungsspiele um den Job von Trainer Christian Ziege:

„6 aus 3“ (Sechs Punkte aus drei Ligaspielen).

Die Polizei jagt angebliche Brandstifter mit Polizeihunden

In Minden gibt es dieses Jahr eine Brandserie bei der mehrere Kraftfahrzeuge und Heuballen gebrannt hatten, bei denen keine Menschen zu Schade kamen. Daher wurde eine Komission EK Feuer ins Leben gerufen. Es wurde sogar in der WDR-Sendung „Kriminalreport“ über den Fall berichtet in der Hoffnung weitere Zeugenaussagen zu bekommen. Die Sendung brachte aber auch keine neuen Hinweise. Es gibt nur einige Zeugenaussagen, die behaupten, Jugendliche weglaufen gesehen zu haben.
Daher ist die Polizei vermehrt mit Zivilstreifen unterwegs um eventuelle die Täter auf frischer Tat zu ertappen. So auch am 19.10 wo die beiden Zivilfahnder zwei Jugendliche gesehen hatten, die sie für verdächtig hielten. Diese hatten sie daraufhin mit Blicken fixiert, weswegen diese weggelaufen sind und sich im Gebüsch versteckt hatten.
Die Zivilfahnder hatten darauf Verstärkung angefordert und diese hatten nach Aussagen der Polizei, die Jugendlichen aufgefordert das Versteck zu verlassen. Dieser Auffoderung sind die Jugendlichen nicht gefolgt, weswegen die Polizei einen Polizeihund auf sie gehetzt hat. Dieser hat einen der Jungen dreimal gebissen. Daraufhin wurden die beiden Jugendlichen festgenommen und mit Handschellen gefesselt. Der verletzte Junge musste sich auf den Boden des Streifenwagens setzen, damit er die Sitze nicht mit Blut voll schmirt.
Auf der Wache wurden die Personalien aufgenommen. Dann wurde der unverletzte Junge von seinen Eltern abgeholt und der verletzte ins Krankenhaus gebracht.
Die beiden Jungen selber sind vor der Polizei weggelaufen, weil sie im Gewebegebiet illegal einen Feuerwerkskörper gezündet hatten. Mit den Brandstiftungen, haben sie auch nach Aussagen der Polizei nichts zu tun.
Die Familie des verletzten Jungen hat sich mit der Geschichte an das Mindener Tageblatt gewand. Zu Recht denn es handelt sich hier um Straftaten von Seitens der Polizei, auch wenn diese mit aller Wahrscheinlichkeit nicht bestraft werden dürften.
Die Kommentare auf den Artikel werfen einen zweifelhaften Zustand auf unsere Gesellschaft. Da wird dann behauptet, dass die Jungen die Täter seien, weil sie ja mit Feuerwerk gespielt hätten und dieses hätte einen Brand verursachen können. D.h. Sie haben fahrlässig gehandelt. Die Polizeibeamten haben dagegen bewusst den Hund auf die Jugendlichen gehetzt und sich dann noch nicht mal um die medizinische Versorgung gekümmert.

Eine Mareike sagt z.B.:

Das Problem ist doch in diesem Fall, genauso wie im Sommer in Hausberge, dass der nötige Respekt vor der Polizei fehlt! Polizisten/innen sind Männer und Frauen, die jedes mal wenn sie ihren Dienst antreten auch oft ihr Leben riskieren um uns unschuldigen Bürgern etwas mehr Sicherheit zu verschaffen! Also sorry aber ich wurde so erzogen das wenn ein Polizist sagt“ stehen bleiben“, oder „kommen sie heraus hier ist die Polizei“, dass ich das dann auch mache. Und zwar ohne handgreiflich oder frech zu werden!

Und ein Mike:

Mit 15 ist der Welpenschutz vorbei. Die Jungs haben Scheiße gebaut und müssen das kapieren. Die Eltern bedienen sich der willigen „deutscher-Michel-Presse“, um in der Provinz Krawalljournalismus zu machen. Pfui.

Und Mühlenkreiskritiker (gut der ist wohl von der Polizei):

Und zum Thema „zwei dunkle Herren“… ok, kann ich sogar nachvollziehen… aber nachdem mehrere Streifenwagen vor Ort waren, konnten auch zwei Jugendliche begreifen das es sich hier um eine offizielle Polizeiaktion handelte.Am lachhaftesten find ich ja noch „mit Blicken eingeschüchtert“… ohh ja… im dunklen wirken diese bestimmt rötlich strahlenden Blicke extrem furchteinflössend. Wie das mit roten Blicken geht, lernt man auf jeder guten Polizeischule.

Der Artikel im Mindener Tageblatt: Polizeihund attackiert 15-Jährigen

Lange Beine – lange Wege

Durch folgende Kampagne http://www.kurzebeinekurzewege.de/ angeregt hat sich Bielefeld den Slogan zu Herzen genommen und auf unser Puddingtown umgedichtet.
Erst das Konjunkturpaket II, dann das Bielefeldgesicht, morgen die Weltherrschaft.

Aber erst graben wir noch sämtliche Hauptverkehrsstraßen um.

Was die Detmolder Straße problemlos in mehreren Jahren hinbekommt ohne zu einem großen Problem zu werden scheint in Schildesche, Gellershagen und der Innenstadt nicht mehr zu funktionieren.

Angeregt durch textexters Eintrag „E 10 tanken“ darf jetzt auch der gemeine Student der sich den Luxus eines Fortbewegungsmittels leisten kann in Zukunft häufiger tanken.

27km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zeigte der Boardcomputer heute an – aber auch nur durch Überland- und Autobahnfahrten mit deutlich höherem Tempo sowie Fahrten in das Outback (Obstbau Hantke ist beispielsweise immer einen Besuch wert).
Die Fahrt aus der Innenstadt bis zur Uni dauert derzeit selten weniger als 50 Minuten für 5,1km.

Zurück schafft man es dafür schon in 40 Minuten, außer es ist Mittwoch, oder Montag oder Donnerstag oder Freitag oder Dienstag, da steht man dann mitunter auch mal in solchen Situationen:

Bielefelder fühlen sich sogar so wohl in ihrer Stadt, dass sie sogar im Stau miteinander kuscheln, oder zumindest die Autos.

Aber nicht nur Autos sehen rot an den Massen an Ampeln in Bielefeld (gefühlt alle 10 Meter eine), sondern auch der Motor vom benzinsparenden Kleinwagen für den Stadtverkehr (man beachte die grünleuchtende City Anzeige), das zeigt er mir dann durch eine orange leuchtende Lampe:

(im Übrigen an einer, na wer hätt’s gedacht?, roten Ampel)
Wieso schafft eine bedeutend kleinere Stadt wie Gütersloh eine grüne Welle (und damit ist nicht der Außenbereich des Freizeitbades gemeint) und Bielefeld nicht?

Mobi(e)l in Bielefeld könnte man dank Semesterticket sein, aber mit der Bahn ist man mit einmal umsteigen selten kürzer als 60 Minuten unterwegs und darf sich dann noch in überfüllten Zügen mit Massen an anderen Studenten solidarisieren. Ob man eine Fahrt mit der Linie 4 als Trainee Stelle anrechnen lassen kann? Zumindest gibt es für die Psychologie und anderen analytischen Studiengänge eine Menge zu lernen.  Gleisbauarbeiten an Rathaus und anderen Stellen machen das Ganze auch nicht unkomplizierter.

Ich fühl mich hier wie im Bermuda Dreieck. Sämtliche Ausweichrouten sind verschollen. Mogelt man sich an der dauerbesetzten Stapenhorststraße vorbei über Melanchton und Rolandstraße kommt man am Siggi raus. Nach links abbiegen Richtung Weststraße – Innenstadt nicht möglich: Baustelle. Wohin führt uns die Route dann also? Zurück auf die komplett stehende Stapenhorststraße. 4 Ampelphasen stehend bei Pörschke verbracht bis das Linksabbiegen möglich war.

Ausweichen über die Wertherstraße geht bis maximal zum Klösterchen: Baustelle am Anfang der Wertherstraße, mal spontan die komplette Straße erneuern und dafür dann die Rechts- und Linksabbiegespur der Artur-Ladebeck Straße sperren. Hat es dann noch auf der Linksabbiegerspur in Richtung Waldhof geknallt ist das Chaos perfekt.

Der Umweg über den Klosterplatz führte mich letztendlich durch die Altstadt, am Rathaus vorbei bis zur Hermannstraße wo es – oh welch Wunder – wieder einen Stau gab. Das zieht sich dann dank absolut fehlgeplanter Ampelschaltungen bis zur Oelmühlenstraße durch und staut sich dann wiederum in Sieker Mitte bis die Oldentruper am Großmarkt komplett zusitzt weil kaum einer das Prinzip des Reißverschlussverkehrs verstanden hat.

In Richtung Uni ist es auch nicht anders. Ab August-Bebel-Straße steht man dank topgeplanter Ampelphasen im Stau, über den Jahnplatz gefahren (Achtung, rechte Spur dank Baustelle komplett gesperrt) kann man dann bis zur Friedenstraße (Oh, dank Baustelle komplett gesperrt) weiter bis zur Stapenhorststraße (Ups, Stau).

Alternative: Hermannstraße, Niederwall/Breite Straße usw., Artur-Ladebeck-Straße und schwupps, Stau.

Morgen probier ich es dann über Sieker, Brackwede, Gütersloh und dann von Werther aus zur Uni – die Hoffnung stirbt zuletzt.

„Einkaufserlebnisse“ Aldi und Lidl?

In der Metropole und in OWL haben wir reichlich Aldi – und Lidl-Etablissements. HORIZONT, eine Zeitschrift der Marketing – und Werbebranche – veröffentlichte jetzt die Ergebnisse einer Umfrage nach dem „besonders angenehmen Einkaufserlebnis“. Danach führt Aldi vor Lidl:

Aldi und Lidl haben nach Ansicht der Verbraucher auch beim Einkaufserlebnis die Nase vorn. Dies ergibt eine exklusiv für HORIZONT, Zeitung für Marketing, Werbung und Medien (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) durchgeführte Umfrage unter 1000 Personen ab 14 Jahren. Vor allem Lidl hat in den Augen der Befragten einen Sprung nach vorn gemacht: Gegenüber der identischen Umfrage von Oktober 2008 legt die Handelskette in der Kategorie „besonders angenehmes Einkaufserlebnis“ um 7 Prozentpunkte auf 25 Prozent zu und klettert auf Rang 2 hinter Aldi (26,5 Prozent). Die Vollsortimenter Edeka, Rewe und Real können ihr Ergebnis ebenfalls verbessern, verharren aber auf den Plätzen 3 bis 5. Mit Werten zwischen 16 und 23 Prozent liegen sie deutlich vor Discounter Penny, der nur jeden zehnten Befragten überzeugt. Die Warenhäuser Karstadt und Kaufhof verlieren im Urteil der Verbraucher weiter an Boden, abgeschlagenes Schlusslicht des Rankings ist der Drogerie-Discounter Schlecker mit nur 3 Prozent Zustimmung. Dies gilt selbst in der Kategorie „Preis-Leistungs-Verhältnis“, die ebenfalls abgefragt wurde. Auch hier hat Aldi mit 44 Prozent die Pole-Position vor Lidl (32 Prozent) sowie Edeka und Rewe mit etwa 15 Prozent der Nennungen. Die Umfrage wurde im Oktober 2010 vom Frankfurter LINK Institut für Markt- und Sozialforschung durchgeführt. Die vollständigen Ergebnisse veröffentlicht HORIZONT im Report Handelsmarketing in Ausgabe 43 am 28. Oktober 2010.

Was bitte ist das „besonders angenehme Einkaufserlebnis“ bei Aldi und Lidl? Die gestapelten Kisten, die ernsten Mienen der Billiglöhner, die durchramschten Warenschütten? Oder ist es der kleine kommunikative Schwatz zwischen Koteletts vom Billigstfleischhauer aus Rheda-W. und „angereicherten“ giftgrünen Vitamindrinks?

Was ist hier eigentlich los?

Während z.B. Berlin-Blog, Huerth-Blog, Regensburg-Blog, Guetersloh-Blog, Herford-Blog usw. sofort im Browser erscheinen, hat der Bielefeld-Blog in letzter Zeit immer öfter extrem lange Wartezeiten! Und dann erscheint nach vielminütigem Ladezeitenwarten auch manchmal garnichts (weiße Seite).

Die Bielefeld-Blog-Einträge sind dann aber dennoch im Stadt-Blogs-Blog zu sehen.

Wird der Bielefeld-Blog von irgend etwas gezielt ausgebremst?

 

Werden Sie E 10 tanken (können)?

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Die riesigen Maisfelder in den ländlicheren Stadtteilen und rings um die Glitzermetropole sind weitestgehend abgeClaast. Einen Agronom befragten wir aber doch, was denn mit dem geernten Mais und dem vertrockneten Grünzeug drumrum geschehe:

„Ich liefer alles zu den Bioversprittern.Das wird Ethanol“. Erst als das Thema „Kraftstoff E 10“ jetzt aufkam, fragten wir mal beim ADAC nach, wie das denn mit den Motoren unserer diversen Fahrzeuge so ist: „Vertragen die das?“. Ja, tun sie. Aber es gibt Motoren, die das nicht tun. Dazu sagt der ADAC hier was.

Der NABU (Naturschutzbund) hatte dazu auch eine Pressemeldung parat:

Zusätzlich zu den bestehenden Kraftstoffsorten werden Autofahrer ab Januar 2011 an einer gesonderten Zapfsäule Benzin mit einem Anteil von zehn Prozent Ethanol, so genanntes E 10, tanken können. Der NABU hat die EU-Richtlinie und den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts, der den Weg für E 10 freimacht, kritisiert. „Die Öko- und Klimabilanz von Ethanol, das aus zucker- oder stärkehaltigen Pflanzen hergestellt wird, ist äußerst umstritten. Eine steigende Biospritproduktion hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Die Umwandlung von Wald, Weide- oder Brachland in Ackerland kann dazu führen, dass deutlich mehr Kohlendioxid freigesetzt wird, als später durch Biokraftstoffe eingespart wird. E 10 ist daher der falsche Kraftstoff zum falschen Zeitpunkt“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Die EU-Kommission diskutiert derzeit intensiv über die negativen Folgen so genannter Landnutzungsänderungen für die Klimaschutzpolitik. Schon jetzt bestehen große Zweifel, ob Ethanol und Biodiesel zur Senkung der CO2-Emissionen im Verkehr überhaupt helfen können. Klar dürfte jedoch sein: Je höher die Zielvorgaben im Kraftstoffsektor, umso höher die zu erwartenden Eingriffe in die Natur. Miller: „Die Folgen einer verstärkten Landnutzungsänderung für Klima und Biodiversität müssen dringend in die Ökobilanz von Biokraftstoffen einfließen und in den entsprechenden Verordnungen berücksichtigt werden. Solange die Verordnungen noch nicht geändert sind, darf die Politik keine neuen Initiativen zur Steigerung des Biokraftstoffanteils im Markt ergreifen.“

Aus NABU-Sicht ist die Akzeptanz der E10-Zapfsäulen ohnehin fraglich. Der Kunde sei durch unterschiedliche Angaben zur Motorenverträglichkeit und zur Ökobilanz von Kraftstoffen mit höherem Ethanol-Anteil verunsichert. NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Wenn E 10 von den Tankstellenbetreibern preislich nicht deutlich unter dem herkömmlichen Benzin angeboten wird, sind die Marktchancen des neuen Kraftstoffes äußerst bescheiden. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Dies zeigt die Historie der Agrarkraftstoffe, die zu erheblichen Umweltschäden führen und so die Akzeptanz der ganzen Biomassenutzung in der Bevölkerung untergraben können.“ Derzeit sei leider kein klimaverträglicher Flüssigkraftstoff in Sicht. Umso wichtiger sei es, dass die Anstrengungen der Autoindustrie zur Verbesserung der Effizienz intensiviert werden.

Damit geht die Ampel baden

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Die Mauern dieser Stadt beherbergt ein charmantes Unternehmen, das auch schon mal mit Dopingmitteln („Nur für die Haare“) auf sich aufmerksam macht: Dr. Kurt Wolff. Noch möchte Firmenchef Dipl.-Ing. Eduard R. Dörrenberg nicht über das bestgehütete Geheimnis sprechen. Aber einem Wachmann gelang es, Vorserienmuster aus der Alchemie-Küche („Wir machen aus Ihren grauen Haaren pures Gold“) ans Licht der Öffentlichkeit zu befördern:

BI-Ampel. Belebt mehr als die Sinne

Die Wirkstoffe der rot/gelb/grünen Powermixtur sollen „belebend, erfrischend, regenerativ, betörend, aphrotisierend, narkotisierend“ wirken. Wir dürfen gespannt sein, wann Eduard Dörrenberg anlässlich des „Tages des Bades“ die Luxuspackung an die drei Regierungsfraktionen am Niederwall überreichen und die Wirkung sofort bei einem öffentlichen Bad im Puddingbrunnen (Alter Markt) öffentlich vor Presse, Funk, Fernsehen und gemeinem Volk testen wird.

Wie stark wohl die narkotisierende Komponente sein wird?

Welch Zukunft die Metropole doch schon hinter sich hat

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Industriedenkmal Ravensberger Spinnerei. Heute beliebter Veranstaltungsort und Sitz des Historischen Museums.

„Autos made in Bielefeld!?“ ist der Titel einer Matinée, die sich am Sonntag, 7. November, um 11.30 Uhr im Historischen Museum, Ravensberger Park 2, dieser fast vergessenen Episode der Bielefelder Industriegeschichte widmet. Es gab eine Zeit, als Prinzen und Staatsmänner ihre Automobile in Bielefeld bauen ließen, als Rennwagen aus Bielefelder Produktion Siege errangen, als sogar in London Linienomnibusse verkehrten, die in Bielefeld hergestellt waren. Die Firma Dürkopp hat in den Jahren von 1897 bis 1927 Automobile aller Art – vom Kleinwagen bis zum schweren Lastkraftwagen – gebaut. Dr. Wilhelm Stratmann wird in einem Vortrag mit vielen Lichtbildern die Automobilproduktion bei Dürkopp vorstellen. Aus den Erfahrungen früher Automobilisten und ihren Kämpfen mit den Tücken der Technik berichtet Dr. Gerhard Renda. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Eine deftige Suppe ist im Eintrittspreis von acht Euro enthalten.

Telefonische Anmeldungen für die Matinée unter 0521 / 51-3635 sind erwünscht.

Das ist eine Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Manchmal vergisst man, welche Zukunft diese klimatisch so warme Stadt zwischen den grünen Berghügelchen schon hinter sich hat. „Hauptstadt des Fahrrads“, „Hauptstadt des Leinens“, „Zentrum der Textilindustrie“, „Industrienähmaschinenmetropole“, „SPD-Hochburg“.

Geblieben sind davon nur Pudding, Werkzeugmaschinen und ein bisschen Textil. Würden doch wenigstens die Tiefkühlpizzen für die Welt hier gefertigt.

Das weiß wohl nur der Geyer

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Dieses Motiv von der Webseite des Bielefeld-Marketing habe ich gestern einem in der Tourismusbranche ziemlich bekannten und umtriebigen Marketingspezialisten gezeigt. Der sich daraus entspinnende Dialog ist bemerkenswert:

Er: „Was ist das? Luftsprünge für die Stadt?“
Ich: „Nein. Dieses Plakat trägt die Bilder zweier Sympathieträger, die in einem Wettbewerb mit einer Tageszeitung (NW) ermittelt wurden“
Er: „Und was will man damit sagen?“
Ich: “ Man will Freunde auf Facebook für die Stadt gewinnen“
Er: „Aha. Die üblichen Facebook-Freunde. Ich kenne eine Stadt, die hat Millionen davon. Geben aber wenig Geld da aus“
Ich: „Du bist zynisch“
Er: „Nein. Nur ehrlich. Wer hat das gestaltet?“
Ich: „Eine Werbeagentur Geyer aus Bielefeld
Er: „Dann passt Geyer ja zur Stadt die Pleite ist“
Ich: „Würdest Du die engagieren?“
Er: „Aber klar. Das ist eine einmalige Idee in einmaliger Umsetzung“
Ich: “ Die haben auch 18.000 Karten mit dem Motiv drucken lassen“
Er: „Genial. Das gab es noch nie. Wer kriegt die?“
Ich: “ Gastronomiebetriebe in der Region“
Er: „Hmm. Was passiert damit? Gewinnt man da was mit?“
Ich: „Nicht, das ich wüsste“
Er: „Toll. Gib mir mal bitte die Mail von denen“
Ich: „Aber klar. Dann kriegt Hamburg endlich mal hüpfende Werbung“

Sein Gesicht hätten Sie sehen sollen…..