
Auf der Webseite der Computersekte mit dem angebissenen Apfel gibt es eine Seite, die Produkte “refurbished” anbietet. Also aufgearbeitet mit Garantie. Da war etwas drunter, was wir als Teilappler gebrauchen konnten.
Angeclickt. Bestellt. Eine Maske mit einem Bankkonto einer Schotten-Bank in Frankfurt erscheint. Überweisen. Ein paar hundert Euro waren es schon.
Das war am 20. August.
Vier Tage später kommt eine Bestätigung. Versand “innerhalb 24 Stunden”.
Nichts tut sich. Auf die Seite “Bestellstatus” geguckt. Da steht “storniert”. Mitteilung von der Computersekte: Fehlanzeige.
Hotline angerufen. Nach zig Irrwegen jemand an der Strippe. “Da können Sie doch nur mit Kreditkarte bestellen”. Tja. Aber nicht, wenn da eine Bankverbindung angezeigt wird. Er/Sie/Alle wollen sich kümmern. Es tut sich: nichts.
Anderentags Apple Aftersales angerufen. Eine jüngere Dame an der Strippe: “Kann mich nur entschuldigen, da muß in dem Moment die Maske offen gewesen sein”. Aha. Wir sollen Bankverbindung etc. angeben und einen Screenshot des Kontoauszuges mit der Überweisung. Aha. Anscheinend haben wir eine Bringschuld? Nun gut.
Am 31.08. dann die obige Mail. Das Geld ist bis heute nicht rücküberwiesen worden. Passt aber irgendwie zum Traumtänzerkonzern aus Cupertino.
Aber es wird ja getoppt. Und zwar von einem Käufer auf ebay, der für billig Geld ein Netbook von uns kaufte, das gegen ein größeres ersetzt worden war. In hervorragendem Zustand, mit allem Zubehör und einwandfreier Funktion ohne Kratzer oder sonstige Schäden. In Gegenwart von 4 Zeugen noch einmal getestet, in allen Details fotografiert und sorgfältigst eingepackt. Auf die Oberkante der Innenseite klebten wir einen gelben Zettel: “Achtung, Hersteller Medion empfiehlt, ab und zu auf diese obere Kante zu drücken. Es sei vorgekommen, daß bei einigen Books die Lüfter zu laut werden”. Bei dem nicht.
Diesen Zettel – den wir auch hätten weglassen können – nahm nun dieses wahre Asshole zum Anlaß, das völlig intakte und gepflegte Kleinrechnerchen als “defekt” zu bezeichnen und uns in der Bewertung und in wüstem Mails in Pidgindeutsch als “Betrüger” zu bezeichnen. Und das nach 11 Jahren ebay und 100% positiven Bewertungen. Eine Beschwerdemail an ebay wurde wie üblich lapidar und oberflächlich beantwortet. Auch korrekte Verkäufer haben in dem seltsamen Laden offensichtlich keine Rechte.
Das wars dann mit ebay und dem “Apple Shop”. Artisten im Web oder einfach nur oberflächliche Schlampereien?
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