Archiv für den Monat: September 2010

Prügelorgie für Größenwahnbahnhof?

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Quelle: http://twitpic.com/2tbtod

Man muß ja heutzutage angesichts der Dünnhäutigkeit eines Teiles unserer „Ordnungshüter“ vorsichtig sein. Man könnte sich auf die Seite bestimmter Großkapitalisten und ihrer gut bezahlten (Nein, wir sagen nicht „geschmiert“) politischen Helfeshelfer stellen, die schon lange keine Volksvertreter mehr sind sondern Leute, die in ihrem normalen Beruf nicht weit kommen, eine chice Einkommens – und Schmierquelle sehen und sagen: „Der Stuttgarter Hauptbahnhof muß unbedingt unter die Erde. Der muß von Kopfbahnhof zu Durchgangsbahnhof werden, damit man das ungeheuer wichtige Ulm schneller erreichen kann. Wer hat heute schon noch einen Kopfbahnhof außer so kleinen Städten wie London, New York, Paris, Hamburg oder Frankfurt?) Könnte man alles sagen und damit den zehntausenden von Demonstranten den Wind aus den Segeln nehmen. Man könnte sogar sagen, die Planungen hätten vor über 15 Jahren angefangen und seien demokratisch abgesegnet. Könnte man sagen, Wenn es wirklich stimmen würde.

Mein Glaube an die von mir bisher geschätzte Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten ist seit Monaten erschüttert. Da wird berichtet, als ob in der Spätzlemetropole Kindergeburtstag wäre. Da wird der ziemlich verfettete Oettinger-Nachfolger in seiner Rambo-Attittüde geschont, wo es nur geht. Diese Zeitung und ihr Verlag hat sich auf die Seite derer geschlagen, die einzig von dem Projekt profitieren, dessen Kosten ins Unendliche eskalieren. Man stelle sich vor, der Rat dieser komischen Metropole hier käme auf die Idee, den hiesigen Bahnhof unter die Erde zu verlegen, weil dann Münster, Hamm und Hannover, Honolulu und Wladiwostok schneller zu erreichen seien. Und man obendrauf auf die freie Fläche so ein buntes Goldbeckschen-Zeugs wie im Neuen Bahnhofsviertel stellen will/muß.

Weil man das alles so nicht glaubt, ruft man neutrale Journalisten im Schwoabeländle an, informiert sich in der Süddeutschen Zeitung und bei neutralen Medien. Da liest man dann, daß selbst der Architekt, der weiland den Wettbewerb gewann, heute vor damals unbekannten Baurisiken im Untergrund und den Kosten warnt, die man nicht mehr im Griff habe.

In einer Zeit, wo eine Hundertschaft gut bezahlter Beamter im Ministerium der Frau von der Leyen nicht mal zwei und zwei richtig zusammenzählen können um die Ärmsten dieses Staats korrekt zu bescheissen und allerorten den Gemeinden Geld ohne Ende fehlt, da will Stuttgart momentan min. 5 Milliarden für eine ansonsten ziemlich marode Deutsche Bahn zum Neckarfenschterle hinauswerfen.

Die Krönung heute war die Prügelorgie der bundesweit zusammengezogenen – nicht mit Namensschildern gekennzeichneten – Polizisten während einer – wohlgemerkt – angemeldeten und genehmigten Schülerdemonstration gegen die Abholzung des Parks in der Nähe des Bahnhofs. Unter Einsatz von Wasserwerfern, Reizgas und Schlagstöcken. Frau Bundesmurkel, der der Bahnhof doch eigentlich am Allerwertesten vorbeigehen müßte, hat sich ja schon aus dem Fenster gelehnt. Klar, der extrem gut genährte CDU-Mappus muß gehalten werden, koste es was wolle. Sonst fällt auch Berlin-Mitte.

Dabei ist schon längst klar, was passieren wird. Damals in Heiligendumm hat Merkel mit 12.000 mehr oder weniger schlagbereiten Polizisten einen Verbrecher und Lügner namens Sabbeljuh Bush schützen lassen. Das wird jetzt in Stuttgart fortgesetzt. Egal, ob das Projekt wirklich Sinn macht. Egal, was es kostet. Egal, dass Vergleiche mit der Führung eines Unrechtsstaates angestellt werden.

Das Westfalen-Blatt wird dazu am morgigen Freitag so Stellung nehmen:

Die Gewalt in Stuttgart befremdet. War das nötig? Welchen Anlass gab es für solch eine Demonstration der Staatsmacht? Es müssten schon erhebliche Gesetzesverstöße gewesen sein, die auch nur den Gedanken an solch ein Durchgreifen rechtfertigten. Die Zweifel daran überwiegen. Schon vor der unabdingbaren detaillierten Aufarbeitung der Eskalation steht fest, dass es so in Stuttgart nicht weitergeht. Gegen den vehementen Protest aus der Mitte der Gesellschaft wird die Landesregierung den Bau nicht durchsetzen können. Ein Milliardenvorhaben, das 24-Stunden-Polizeischutz benötigt – das kann nicht funktionieren. Also muss der Bau zunächst gestoppt werden, sonst haben alle Gespräche keinen Wert. Wenn draußen vor dem Saale weiter abgeholzt wird, entsteht drinnen keine vertrauensvolle Atmosphäre. Solches Vertrauen haben viele Baden-Württemberger zu ihrem Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) schon lange nicht mehr. Es wäre mittlerweile eine Überraschung, wenn er die Landtagswahl am 27. März 2011 überstehen würde. Die Chancen sind gestern nicht gestiegen.

Ob die CDU dort unten um ihren Oberrambo Mappus auch diese Einsicht hat? Man muß es sehr bezweifeln.

Aus Freude am schnellen Abbruch

Bielefeld (bi). In der kommenden Woche beginnen die Arbeiten zum Abbruch der Pavillons auf dem Kesselbrink. Am Montag, 4. Oktober, wird die Baustelle eingerichtet und abgesperrt. Nach der Demontage von Gebäudeteilen und dem Abriss wird das Gelände eingeebnet. Damit werden die ersten vorbereitenden Arbeiten zur Neugestaltung des Platzes abgeschlossen, für den bis Anfang 2011 noch der Gestaltungswettbewerb läuft.

Aus einer Pressemeldung der Glitzermetropole. Wäre ja nicht weiter erwähnenswert, aber passt doch in die Kategorie: „Erstmal Abbruch. Ideen und Planung kommen später“. War da nicht mal was mit einem Eisstadion, das schneller abgebrochen wurde als die Bürger gucken kann? Eingesprungener dreifacher Abbruchaxel ist in Bielefeld immer groß in Mode. Mit Wiederaufbau dauerts dann. Bitte mal auf der Herforder gegenüber Toyota nach rechts gucken (Containerbahnhof) und kurz hinter BMW-Cloppenburg nach links. Da gestaltet die Natur jetzt alleine. Abends treffen sich die Kaninchen und feiern die Planungsparty.

Diese hieß Regine

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Wir hatten einmal eine Miele Geschirrspülmaschine. 12 Jahre lang. Recht teuer. Das war keine von denen heute, die schon Joghurt rühren, mit Angela Merkel Rouladen-Rezepte austauschen oder gemäß Slow-Food-Verordung Nummer 321 eingeschweißte Steaks bei 50 Grad stundenlang vorglühen können. Verbindung per Chip zum Wahrheitsministerium („Sie spülen nicht mit Pril? Das kostet Sie viel“) und dem BKA hatte sie auch noch nicht. Sie spülte und spülte und spülte. Bis eine Reparatur mehr kosten sollte als eine neue Maschine. Das sei eben so. Herr Zinnkann von Miele Gütersloh wird das sicher vorrechnen können, schließlich spart er ja die Arbeitskosten am Montageband. Dann kam also die nächste Miele. Um sie besser in die Familie integrieren zu können, nannten wir sie „Hermine“. Das mußte sie wohl langfristig sehr verletzt haben, denn nach nur 5 Jahren hatte es sich ausgeMIELEt.

Wir entwickelten einen neuen Plan. „Kaufen wir doch einfach eine wesentlich preiswertere von BoschSiemens“. Gesagt, getan. Um sie besser integrieren zu können, nannten wir sie Regine. Was nicht einem Sennefrüchtchen geschuldet war. Es fiel uns nur so ein. Regine verrichtete ihre Dienste, bis sie sich nach nur drei Jahren entschloß, nun mal die Umwälzpumpe ins Nirvana zu schicken. Der junge hochbegabte Monteur schraubte schnell, zielsicher und wortkarg. „Umwälzpumpe kapautt. Dauert 4 – 5 Tage“. Die Proteste der schöneren und besseren Hälfte ließen ihn ziemlich kalt. Schließlich hatte sie ja bereits ein männliches Spülmodell im Auge, das wegen seiner häufigeren Arbeitsaufenthalte im heimatlichen Haus gut geeignet war, die Spülstelle anzutreten. Heiße Hände und perverser Schaum ließen sie kalt.

Besagtes Spülmodell erkundigte sich dann gestern nach der fallierten Umwälzpumpe, ob man denn schon die Kutsche aus Stuttgart mit dem Ersatzteil am Horizont sähe. „Nein, sie kommt noch nicht durch den hessischen Zoll“, meinte die männliche Telefonstimme.

Na gut. Spülen wir weiter. Seit ein paar Tagen laden wir maximal eine Person zum Essen hier ein. Hat das Modell „Männliche Spülmaschine“ entschieden. Etwas Positives hat es doch: Es macht seidenweiche Hände.

BKA „Bereits Links unter Strafe stellen“

Christian Hoppe, Leiter der Zentralstelle Kinderpornographie beim Bundeskriminalamt (BKA), plädierte auf einer Anhörung im EU-Parlament für deutliche Verschärfungen in der Strafverfolgung. In der Anhörung, die sich mit dem Vorstoß der EU-Kommission zur Bekämpfung des sexuellen Kindesmissbrauchs beschäftigte, forderte er eine deutliche Ausweitung der Kriminalisierung des Umgangs mit kinderpornographischem Material. Die Politik sollte darüber nachdenken, erklärte der Strafverfolger am heutigen Mittwoch in Brüssel, „ob auch der Besitz und die Verbreitung“ von Links auf einschlägige Webseiten „eindeutig unter Strafe zu stellen ist“. Der Ermittler betonte, wie wichtig die EU-weite Kriminalisierung „jeglicher Vorbereitungshandlungen wie Anklicken und Vorhalten im Arbeitsspeicher nach deutschem Vorbild sei.

Da griff sich doch jemand grad beim Lesen dieser Pressemeldung auf heise so richtig an den Kopf. Das BKA. Das uns minütlich vor dem Einmarsch von Al-Kaida-Horden warnt. Das seltsame Ermittlungen in Sachen „Terrorismus“ führt und nicht in der Lage ist, bestimmte Inhalte schlicht und ergreifend zu löschen. Wie wollen die Kieberer denn die Kontrolle über die Links auf Millionen Computern erhalten? Schnüffeln? Unangemeldete Wohnungsbesuche? Trojaner? Weißte was? Das, was Du da schwafelst, ist nichts anderes als die Vorbereitung der Kontrolle über das Internet. Nur geschickt verpackt. Oma Piepenkötter wird vor lauter Angst jetzt alle Links löschen, die mit Kinderpo und Penatencreme zu tun haben.

Kein Fake

Der ursprüngliche Absender dieser Mail ist mir nicht persönlich bekannt. Aber ich vertraue der Person, über deren Verteiler mich diese Mail erreichte. Vielleicht könnt ihr ja der darin enthaltenen Bitte entsprechen und diese Nachricht in Eure eigenen Verteiler aufnehmen 

Gesucht :  AB-Rhesus negativ !!!

Wenn ihr nicht helfen könnt, bitte weitersenden !!!

Wer hat diese Blutgruppe?

Wegen Leukämieerkrankung dringend gesucht !

Selber wäre man auch froh wenn’s weitergeleitet werden würde…..

 DRINGEND!!!!!! Knochenmarkspender Blutgruppe AB Rhfkt. negativ gesucht !

 Heiko Spatz
 Eichendorffstr. 5
63773 Goldbach

Tel. 0170/6332300

Ich wende mich an Euch, weil ich ziemlich verzweifelt bin.
Ich hoffe, Ihr könnt mir und meiner Freundin helfen, und lest diesen Brief !
Das Problem ist, daß meine Freundin an Leukämie erkrankt ist…
Es hat sich herausgestellt, dass Sie nur noch wenige Wochen zu leben hat.
Aus diesem Grund seid Ihr meine letzte Chance ihr zu helfen.
Wir benötigen dringend eine/n Spender/in mit der Blutgruppe ‚AB Rhesus negativ‘, der/die bereit wären, ggf. Knochenmark zu spenden.
Dies ist fuer Euch nur ein kleiner Eingriff, kann aber meiner Freundin zu
Leben verhelfen.
Wenn jemand diese Blutgruppe hat, möchte er/sie sich doch bitte mit mir in Verbindung setzen.
Alles weitere besprechen wir.
Sendet bitte diesen Brief an alle, die Ihr kennt !!!
Fragt in eurem Bekanntenkreis nach !!!!!
Ich danke Euch für Eure Hilfe !!!
Liebe Empfängerin, lieber Empfänger,
auch wenn Sie wie ich nicht helfen können, seien Sie bitte so nett und verteilen

diese Mail weiter, vielen Dank im Voraus !

 

DV-Organisation Klinikum der Universität Regensburg
Tel.: 0941/944-5973
Fax: 0941/944-5743

Klinikum der Universität Regensburg Hr. Stefan Mrosek
Tel.0941/9445833 / 20
Fax 0941/9445899
Franz-Josef-Strauss- Allee 11
93053 Regensburg

 

 

Sparen oder ausgeben?

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Der alte Lehrsatz gilt nicht mehr, seit SPD und Grüne im Mai die schwarz-gelbe Landesregierung aus dem Amt gekegelt haben. Das belegt die höchste Neuverschuldung über einen Nachtragshaushalt seit 1949. Trotz drei Prozent Wirtschaftswachstum und 400 Millionen Euro mehr an Steuereinnahmen wird der Etat 2010 kurz vor Ultimo um 35 Prozent gepusht. Warum das geschieht, ist unklar. Sicher ist, dass die vorgetragenen Argumente vorgeschoben sind. Der Verweis auf höhere Rücklagen für die Risiken der WestLB etwa ist kinderleicht zu widerlegen, nämlich mit Zitaten von Hannelore Kraft und ihrem Wirtschaftsminister. Allerdings wurden die Urteile »unnötiger Sparstrumpf« (Kraft) und »kein Risiko bis Ende 2011« (Harry Kurt Voigtsberger) vor dem 9. Mai 2010 gefällt. Auch alle anderen Ansagen zur Konsolidierung gelten urplötzlich nicht mehr. Nein, die heutige Opposition, die unter Finanzminister Helmut Linssen die Neuverschuldung 2008 fast auf Null gefahren hat, muss sich von dieser rot-grünen Minderheitsregierung nichts, aber auch gar nichts ans Zeug flicken lassen.

Liebes Westfalen-Blatt. So richtig doll was bewegt hat der Linssen, Helmut unter Ex-Arbeiterführer Rüttgers mit seiner Sparerei ja nun nicht. Oder? Dat Hannelörchen und ihre feinherbe grüne Copilotin würden sagen: „Wer was bewegen will, der darf nicht sparen“. Was man natürlich ebenso widerlegen könnte.

„Und plötzlich folmste Leislöllchen“

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NW Bielefeld

Der deutsche Industrieausverkauf scheint weiter zu gehen. Jetzt soll wohl die Metallumformsparte von Thyssen Krupp mit Werk in Brackwede an einen chinesischen Konzern verkauft werden. Es gärt in Brackwede und gestern beim Ummelner Chinesen war der oben zitierte Satz bereits zu hören. Aber es ist ja nur doofes Humankapital das da wie Kälber auf dem Bauernhof verschoben wird…

OBPIT, da kommt jetzt Frauenpower

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Kurt Ehmke vom Lokalen der NW muß es wohl auch ein persönliches Anliegen sein. Wie sonst käme ein so umfangreiches Interviw in einem Blatt, das meist vornehm „die Dinge lediglich mit anschaut“ mit den beiden Initiatorinnen Silke Schüler und Annette Davidson zum Thema „Bürgerbegehren gegen die Schließung von Grundschulen“ zustande? Wer das Interview liest, kommt nicht umhin, OBPIt bei seiner vollmundigen Aussage, er tue „alles für Bielefelds Kinder“, zu packen. Zu sehen und zu merken ist davon allerdings erschütternd wenig. Dafür sind 2,1 Mio. Euro für ein „Grünes Band“ im Osten der Glitzermetropole veranschlagt. Am Teuersten werden dabei wohl die Schilder „Grünausstellung. Betreten für Kinder, Hunde und Sonnenanbeter verboten“.

Wer eine Nissenhütte am Hauptbahnhof „Klasse“ findet, der kriegt auch noch andere Skurrilitäten fertig.

Wer mitmachen will, kann hier ein Formular runterladen.

Nun völlig abgehoben, Frau Dr. Merkel?

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Screenshot: NW 30.09.10

Mit Politik „für alle Deutschen“, wie die Dame, der der Mauerfall in der Sauna buchstäblich „am Arsch vorbei ging“, großmäulig ankündigte, hat das Berliner Getue ja nun nichts mehr zu tun. Das ist Klientelpolitik vom Feinsten. „Dann hebt sie ab und völlig losgelöst, schwebt die Merkel“, lachen wir mal Hohn mit einem Hit früherer Jahre. Aber es sind ja nicht nur die Mieter, die sie mit ihren Wahnvorstellungen aufbringt….

Es wird Zeit, der Dame einen neuen Job in Moskau zu besorgen. Russisch spricht sie ja fließend. Wahlweise geht sie sicher auch zu ihren „Freunden jenseits des Atlantiks“. Vielleicht als Komissarin mit reichlich Konsomolski-Erfahrung nach Afghanistan. An den Hindukusch. Husch, husch, Angela. Bei den Quanten wisen Sie doch Bescheid. Nehmen Sie sie schon einmal fürsorglich in die Hand.

Es könnte auch so weitergehen. Vorausgesetzt, die – noch – Systemkonformen Medien berichten überhaupt:


Ein Dutzend Demonstranten hat am Mittwoch eine Filiale der Deutschen Bank in Berlin besetzt. Sie forderten mehr Finanzmarktkontrolle und Umverteilung und harrten eineinhalb Stunden in der Niederlassung am Kurfürstendamm aus. Danach räumten sie die Filiale friedlich. Nach Polizeiangaben duldete das Geldhaus die Aktion. Eine Filiale am Wittenbergplatz, auf die es die Demonstranten zuvor abgesehen hatten, war jedoch verriegelt. Während der Besetzung sammelten sich laut Polizei rund 80 Unterstützer vor der Filiale und entrollten ein „Enteignet“-Transparent. Die Veranstalter sprachen von 150 Teilnehmern.

Vom Kurfürstendamm bis zum Kanzlerinnenamt in Mitte sind es nicht viele Kilometer. Und die S- und U-Bahnverbindungen sind hervorragend…

Was werfen Sie ein, Herr Rösler?

Es muß schon was ziemlich starkes, Bewutseinveränderndes sein, was der Ministerlehrling einwirft und verbal da wieder als „Idee“ in die Runde wirft und die Financial Times Deutschland aufgreift:

Gesetzlich oder privat versichert – geht es nach Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), ist das in Zukunft egal. Die Patienten sollen ihre Krankenversicherungund die dazugehörigen Konditionen selbst auswählen. Die Abschaffung der heutigen Versicherungspflicht ist zwar schon länger ein Ziel der FDP – doch die Umsetzung dürfte schwer werden. Deshalb will Rösler jetzt erst einmal das Prinzip der Vorkasse bei Krankenkassen attraktiver machen und damit die Grenzen zwischen privaten und gesetzlichen Kassen aufweichen. Dies kündigte Rösler im Interview der „Financial Times Deutschland“ (FTD) an.

Was für ein Geschenk Gottes, daß diese widerliche Klientel-Partei mit ihren grandiosen Regiererungsmitgliedern peu a pau abwählbar ist. Hier in der Glitzermetrolope werden sie allerdings noch lange Stuß absondern.

Ein schöner Tag

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Tatsächlich. Mit dem roten Weinlaub der Jöllenbecker Steillage Grandé Cru Extensiv Superieur vor blauem Ostwestfalenhimmel ist das zumindest vom Wetter her ein schöner Tag so kurz nach Herbstanfang. Wenn da nicht das Stakkato der unsäglichen Quaker aus Berlin-Mitte, Düsseldorf Landtag oder Stadtrat Bielefeld wäre. Stündlich wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben. „Oh, sie biegt links ab“. „Du irrst Dich, das war rechts“. „Ne, die bleibt schön in der Mitte“. Kanzlerin Murkel will jetzt die Mieter für ihre Ze Oh Zwei-Pläne und weltweit einmaligen Energieeinsparungen (Hahahahahaah. Wer genau hinguckt weiß, welcher Klientel das dient) einspannen, die Atommafia bekommt grad ihr großherziges Geschenk. Das Millionenheer der Hartz 4 – Empfänger muß sich auf Billigsttafelwasser vom Aldi statt Billigstbier in Plasteflaschen einstellen und überhaupt gabs da eben einen schönen Spruch eines recht erfolgreichen Unternehmers der Region auf die Frage, wie es denn geht so im Allgemeinen und im Besonderen:

„Ach weißte. Die Antwort ist müßig. Ich könnte die Lüge unseres IHK-Präsen oder der Parteifritzen widerholen. Tu ich aber nicht. Also: Es geht so auf einem Niveau, das man grad mal so leichte Erholung nennen kann“.

Der gute Mann beschäftigt weit über 1000 Leute zu anerkannt vernünftigen Löhnen und Gehältern.

Der EMNID-Wunschkanzler

Vier von zehn Deutschen wollen nach einer Emnid-Umfrage, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg einmal Bundeskanzler wird. Erstaunlich viele Befürworter habe der CSU-Politiker unter den Anhängern der Grünen (47 Prozent) und der FDP (50 Prozent). Sogar 27 Prozent der SPD-Wähler sprächen sich für Guttenberg als künftigen Regierungschef aus, berichtet die „Bunte“. Die Illustrierte hatte die Umfrage in Auftrag gegeben.

Das geht grade über die Presseticker. Jetzt warten wir nur noch, wann die Stieghorster Umfragebutze den Knüller des Jahres auflegt:

„11 von 10 Deutschen wollen Klopapier mit Politiker-Konterfei“

Das allerdings, liebe Schöppi-Truppe, würden selbst wir glauben. Würde das doch parallel von Alice Schwarzer in Professor Burdas „BUNTE“ als „feminsexuell“ besondesr wohlwollend kommentiert.

Hier gibt es etwas, was dem Jubeltrend für den Blaublütigen irgendwie zuwiederläuft:

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Wenn Idioten weltweit Staaten führen

Gestern las man in den Diensten, daß die Obama-Regierung die Kommunikationsdienste im Internet abhören will. Und zwar alle. In den USA gehen Netzaktivisten bereits auf die Barrikaden, weil sie sich entgegen den vollmundigen („Yes, we can“) Wahlaussagen des amerikanischen obersten Schaumschlägers getäuscht fühlen. Und prompt kommt, was da ja aus der Riege der Geheimnistuer und Ledermantelträger kommen muß: Eine „gewaltige Terrorserie“ sei vereitelt worde, Aha. Gestern lief ja auch prompt der Nacktscannermist über die Medien. Ach ich vergaß, der Herr bin Laden hat das ja selbst geplant. Der Mann, des es immer dann gibt, wenn den Völkern noch mehr Angst eingeimpft werden muß. Der aber bis heute nicht angeklagt worden ist und den man auch mit Hunderttausenden Soldaten einfach nicht finden kann. Wo es doch kein Problem ist, per Knopfdruck aus dem Pentagon oder per von der Bundeswehr geeorderter Bomber Menschen über Tausende von Kilometern in Afghanistan zielgenau zu vernichten.

Merke: Glaube keiner Regierung, die die Hand am Drücker von Waffenarsenalen hat und uns permanent die Hucken vollügt. Da könnt Ihr jetzt ruhig aufhorchen in Berlin-Mitte, Ihr Guttenbergs & Co. Da gehört Ihr auch hinein.

Mann, Mann, gehts uns gut

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Liest man den Aufmacher der heute schwer Fußballlastigen NW, könnte man meinen, die streitbare NW-Politdame Nicole Hille-Priebe sei vom Bundespresseamt hinsichtlich medialer Stimmungsmache „Alles Klasse in Deutschland“ spezialbehandelt worden. Das allerdings relativiert sie in altgewohnter Manier in ihrem Kommentar auf Seite 2: „Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit und der IG Metall haben sich seit Jahresanfang vor allem die Jobangebote von Leiharbeitsfirmen mehr als verdoppelt“. Eben.

Zu den Herren, die sich daneben die präsidiale Hand reichen, kommen wir gleich noch. Die NW ist nämlich der neue „Kicker“. Nur Umfangsdicker. Wie man auf diesem Bild aus dem Paderborner Fußballkasten an der A33 sieht, wird da ein simples Liga-Spiel zweier Abstiegskandidaten am Freitag mal so richtig hochgejazzt. Entgegen der Bildunterschrift steht Paderborns Präses Fink, der Möbelmann, links und der schmale Herr rechts ist der König der Stadtwerke und ARMinia-Präses Wolferl Brinkmann. Dann liest man ein ellllllleeeeeeeeeeeeennnnnnlllllangeeeeees Interview, zu dem sich neben den Sportredakteuren auch Chefredaktor Thomas Seim in den Paderborner Kasten begab. Am Ende träumt man gar gemeinsam von einem „FC Ostwestfalen“, was Uwe Seeler und der VfB Fichte verhindern mögen. Dann doch lieber den SC Verl mit einbeziehen und daraus „Traktor Jöllenbeck“ machen oder „1899 Heepen“.

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Den Clou aber liefert in diesem Blatt ein gewisser Herr Kentsch, ehemals „Kaiser der Alm“ und eigentlich innigst verbunden mit dem architektonisch wie finanziell verunglückten Neubau der Hauptttribüne, dem „Regenwasserschlösschen der 2. Liga“. Also, der Mann hat stahlharte Nerven. Per professoralem Anwalt verwehrt er sich gegen die staatsanwaltlichen Vermutungen hinsichtlich des Verbleibs von über 8 Millionen, die entgegen dem Etat mehr verbaut wurden. Allerdings, abwägig ist das nicht. Wer als Architekt die Plätze der Gastbesucher so versenkt, daß die Leute nichts mehr vom Spiel sehen, der baut auch hochtrabende „Sky-Offices“, die sich nicht vermarkten ließen.

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An der Trainingsstätte des DSC ARMinia XXX läßt derweil ein gewisser Herr Ziege die Truppe des Tabellenfünfzehnten ein wenig Gras fressen. Im Kasten an der A 33 soll es aber einen anderen Geschmack haben.

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Könnte man den Paderborner Bischof nicht dazu gewinnen, mal schnell mit einem Weihrauchfässchen in die Arena zu kommen und für den Segen von oben zu schwenken?

Soljanka, Schaschlik, Letscho und Ex-DDR-Geschirrspülmittel

Aua, aua, aua. Da bricht jetzt aber mit Macht die Boulvardstarke Handschrift des ehemaligen ZDF-Dampfplauderers und jetzigen Merkel-Pressesprechers, Steffen Seibert, durch. Meine Herrn, wie der Schleim die Treppe der Bundeswaschmaschine in Berlin-Mitte runterläuft. Die Kanzlerin „habe einen Hang zum Hamstern“. Nicht nur das, lieber Seibert, die Backen sind dafür auch schon lange angelegt. Das alles hat er in die Ost-BILD, die unsägliche Super Illu, packen lassen. Damits „Drüben“ menschelt, wenn jetzt wieder der 3. Oktober kommt und das Bundeslied scheinheilig angestimmt wird. Da hatte man sich grad an angekohlte Bush-Schweine über Grillfeuer nahe dem gegen Mmenschen abgeschotteten Heiligendumm und Rouladen gewöhnt, heißt es, sie vertilge „nach wie vor typische DDR-Speisen wie Soljanka, Schaschlik und Letscho“. Vom Konsum aus ehemaligen Sojetbesatzungsschutzbständen am Prenzzlauer Berg? Oh Mann. Wir haben heute noch an im Dezember 1989 nach Zuteilung eines Tisches oben im Dresdner Fernsehturm durch eine FDJ-Brigadenleiterin in Kampfblau „Goldbroiler mit Sättigungsbeilage“ zu kauen.

Warum sie ihren Kaffee nach wie vor „türkisch“ trinkt, können wir nicht nachvollziehen. Wir hätten eher auf Literweise Club-Cola bei ein paar leckeren Filinchen mit Ketwurst gedacht.

Mehr von den Köstlichkeiten „von drüben“ liest man hier. Bevor einer fragt: wir haben nicht „von drüben rübergemacht“.

Wer im Glashaus sitzt…

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Ausgerechnet Wolferl Schäuble, der Finanzminister des mit bald 2 Billionen € am höchsten verschuldeten und dank Lohndumping etc. „Exportstärksten“ Landes der EU reißt den Rand bis zum Gaumenzäpfchen auf. Ein „Quasi-Automatismus“ für „notorische Defizitsünder“ soll her. Was für ein gequirlter Blödsinn. Jetzt geht er für 4 Wochen wieder ins Krankenhaus, der gesundheitlich stark angeschlagene Scharfmacher. Da hat er dann ja Zeit genug, sich mal an die eigene Bundesnase zu fassen.

Leineweber für KuHa-Kellein

Seit 25 Jahren verleiht der Verkehrsverein Bielefeld die Leineweber-Medaille an Personen oder Vereinigungen, die sich in besonderer Weise für das Profil und Image der Stadt engagieren. Der 13. Träger dieser besonderen Auszeichnung wird der scheidende Kunsthallen-Leiter Dr. Thomas Kellein. Das hat jetzt der Vorstand des Verkehrsvereins einstimmig entschieden. Vorstandsvorsitzende Cornelia Delius übergibt die Medaille mit einer Urkunde an den 55-jährigen Kunsthistoriker während einer Feierstunde Ende November.

Aus einer Pressemeldung von Bielefeld-Marketing. 2004 bekam übrigens ein gewisser H.-H-Schwick den Kerl mit Kiepe und Pfeife. Weit vorausschauend wegen der Verdienste um die neue – meist fast leere und in den TV-Sportübertragungen von der Alm deshalb überaus attraktive – Haupttribüne? was wird dann erst einmal los sein, wenn irgendwann in der nächsten Spielzeit der 3. Liga das HHS-Mausoleum unter dem Anstoßkreis der Alm der Öffentlichkeit vorgeführt wird? Kriegt sein Leineweber dann einen Ehrenplatz unter Glas?

Was kriegt Kellein für den lächerlichen Dauerstreit mit dem Kunsthallen-Cafébetreiber?

GRoSsSTaDtGEFLueSTER (live!)

Kulturkombinat KAMP e.V. & Radio Hertz 87.9 & Asta Bielefeld präs.:

 

I punk´d that party feat.

 

GRoSsSTaDtGEFLueSTER (live!)

02.10.2010 im Kamp ab 23:00 Uhr, Konzert & Party nur 5,00 €

 

 

Keine I Punk´d that Party ohne ein außerordentlich geiles Line Up! Auch diesmal bieten euch die Partymacher das feinste vom feinsten im Zwielicht von Elektro bis Gitarre und remixen das Ding mit dem Geist von Punk!

Angefeuert wird im Saal heute durch den fantastischen Dj und überaus ausgereiften Local Superhero Hell G aus dem Madwax Stall. Diese Elektroheizung bollert wie bescheuert. Hell G produziert  eine ravige Reise durch ferne Discogalaxien, pumpende Elektrouniversen, hypnotisierende Hi-Nrg-Wirbel und knarzige Elektroclash-Asteroidengürtel, was darin münden wird, dass alle Elektronauten und Elektronautinnen  im Saal heftigst mit den Tanzbeinen arbeiten werden. Elektrikerehrenwort!

Die Band Großstadtgeflüster verbraten anschließend live im Saal ihren glasklaren Pop mit sperriger Nervmusik für Freaks in ein- und demselben Songs. Die spektakulären Live-Shows von Großstadtgeflüster, ein Mix aus Elektronik, Schmutz und BlingBling, sind inzwischen eine Art Familienausflugsziel für Sinnsucher, Querdenker, Nichtfunktionswillige und Tanzwütige.

Großstadtgeflüster machen Elektropoppunkpartydingsbums-Musik, die die Frage nach der Schubladenzugehörigkeit dem Hörer überlässt: konsequenter, eigenwilligerund bunter als je zuvor. Das ist ziemlich abgedreht und man sollte sich das nicht entgehen lassen.

Abschließend bestaunen wir im Saal  zwei Welten im Schulterschluss für eine Performance mit  feinsten Arrangements, lärmenden Melodien und stampfenden Beats.Das was da über euch kommen wird, ist VANVON (Audiolith) das gemeinsame Projekt von Krink und Compression. Philipp Krink aus Hamburg, und Compression aus aus den Niederlanden kollaborieren für eine experimentelle live Performance im Kamp.  Bewaffnet mit Ableton Live, einiges an analogem Equipment und vollgestopft mit Kreativität, stehen bereit sie für ein intimes Set mit multiplen Höhepunkten.

Im September veröffentlichen sie auf dem Audiolithlabel ihre EP und dieser Auftritt ist die perfekte Möglichkeit alles mal Live auszuchecken.

Im Cafe erwartet euch die Band The Wind-Up Robots Killed My Cat.

Glanzvolle Musik zwischen Filmmusik, Post Rock und einen Schuss Elektronic untermalt von Videosequenzen.

Unter Tage  wollen wir euch  mit knallhartem Techno und House von  Hechtinger, The Patternboys, und DJ Frequenzer zum glühen bringen.

 

Line Up:

Saal

Grossstadtgeflüster (live!) – ab ca. 00:30 Uhr

Vanvon (audiolith/Hamburg/The Hague) – ab ca 02:00 Uhr

Dj Hell G. (Madwax)

 

CaféIndie / Experimental

Liveband – the wind-up robots killed my cat ab ca. 23:30 Uhr

Untertage

Hechtinger – Elektro, Techno, Tech-House

The Patternboy – Exklusives Old-School Detroit-Techno und Chicago-Acid-House-Set!

DJ Frequencer – Hardtrance bis Minimal

 

mehr auf www.jz-kamp.de

Rein ins nächste Fettnäpfchen

Unser ArcandorKarstadtQuelle – Bruchpilot Thomas M. hat das nächste Fettnäpfchen erreicht. Nun haben auch die im Straßendorf nebenan, die ihn ehemals liebkosten, herzten und lange für einen tollen Hecht mit allaglatten Haare hielten, Abstand genommen:

Zerrüttete Beziehung: Der ehemalige Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Middelhoff sieht sich in der gerade vorgelegten Jubiläumschronik des Medienkonzerns falsch dargestellt und will notfalls gerichtlich dagegen vorgehen. Wie das „Handelsblatt“ auf Seite 1 groß berichtet, widerspricht Middelhoff der Darstellung des Wirtschaftshistorikers Hartmut Berghoff, Middelhoff habe 1999 auf eine Fusion mit AOL gedrängt, was zu einem „Desaster“ geführt hätte, wenn Patriarch Reinhard Mohn die Fusion nicht gestoppt hätte.

Das smarte Männlein mit seinem Denglisch-Kauderwelsch ist aber auch arm dran und das nächste Spargelessen bei IHK-Präses Goldbeckchen mit lauter Unternehmer-VerehrerernInnen noch lange nicht in Sicht. Oder laden die Ummelner ihn sogar aus? Was aber nicht sein kann angesichts dieser geballten Kompetenz im Kaputtmachen von Unternehmen bei gleichzeitig grandioser Selbstüberschätzung. Doof nur, daß immer so viele andere von den Übungen des Herrn negativ betroffen sind.

Schweigen in Detmold

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Da dräut wohl was bei der Bezirksregierung in Detmold, Aufsichtsbehörde der Stadt Bielefeld. „Korruption“, „In die eigenen Taschen gewirtschaftet“, hört und liest man. Wenig schön ist, daß die Bezirksregierung offiziell schweigt. Was den Verdacht auch auf Leute lenken könnte, die lediglich ihre Arbeit machen. Was wohl fast alle da tun. Also, Frau Regierungspräsdentin? Wo bleibt die Pressekonferenz?

Früher ein Derby. Jetzt ein Krisengipfel.

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SC Paderborn und ARMinia XXXX treffen also am Freitagabend aufeinander. Warum man die Almdudler leicht favorisiert, erschließt sich nicht unbedingt. ARMinia-Präses Brinkmann ist in Interviews noch sehr gelassen, steht zu Jungtrainer Ziege und dem Team. Dabei haben die doch „Schüco“ auf dem Trikot. Die stellen u.a. Fenster her, aus denen man ziemlichen Durchblick hat. Vielleicht schickt Puddingrührer Dr. O. aber auch nur nicht genügend „Pure choc“ auf das Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße.

Durchblick?

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Der verstorbene holländische TV-Entertainer Rudi Carrell sang mal: „Laß Dich überraschen…“. Was unser Lokalblatt NW auch auf Seite 1 immer wieder schafft. Ist die Eloge auf den ebenso blutleeren wie steifhüftigen Innenminister de Maizière nun zynisch gemeint oder jornalistischer Ernst. Denn Durchblick dürfte der Mann nur haben, weil er weiß, wer letztlich von den tollen Scannern materiell wirklich profitiert. Aber das verraten wir mal lieber nicht, sonst haben wir gleich den Staatsschutz auf dem Hals. So ein Volk wie die Deutschen muß schließlich vor sich selbst geschützt werden, indem man ihm jeden Tag „Terrorgefahren“ eintrötet. Und das geht bestens mit dem schon bei Kaiser Wilhelm und dann beim Gröfatz („Grösster Führer aller Zeiten“) bewährten preußischen System der „Bevormundung von oben“. Staatsdiener sind ja schon von Geburt an weitaus klüger als die später zu überwachende, lenkende, abzustrafende stupide Masse.

Engelsinfonie?

Aus einer Pressemeldung von heute:

Wir bieten Ihnen für die „dunkle Jahreszeit“ eine komplette Schaufensterdekoration für Ihr Bestattungsinstitut zum selbst dekorieren. Nutzen Sie Ihre vorhandenen Schaufenster ganz bewusst als Kommunikationsfläche und vermitteln Ihren Kunden eine Botschaft: Ein Licht, das verbindet. Seit jeher sind die Engel symbolische Zeichen der Verbundenheit und Botschafter. Überraschen Sie Ihre Kunden mit dieser Geste und Sie werden von den Reaktionen überrascht sein. Ohne viel Aufwand verwandeln Sie eine vorhandene Fläche in einen Raum mit Gefühlen. Gefühle, die mit Ihrem Haus verbunden bleiben.

Setzen Sie ein Zeichen und inszenieren Sie ein Licht, das verbindet. Die Engelsinfonie.

Bestellen Sie unter www.engelsinfonie.de eine komplette Schaufensterdekoration wie auf dem Foto abgebildet.

Schaufensterset inklusive:

* 36 Engel in allen Farben und Größen (auch für Trauerfeierdekorationen geeignet)
* Großer Schaufensterbanner (100 x 180) mit Alu-Befestigungschienen
* Goldstoff / creme Stoff / Sternenstoff (auch für Trauerfeierdekorationen geeignet)
* Holzkistenset mit Engelhaar
* Das Engelbuch mit über 40 verschiedenen Dekorationsbildern (immer ein anderes Bild im Schaufenster)
* Dekorationsanleitung

Hmm. Da hätten wir ein Problem. Hamse irgendwo ne Leiche über?

Ah so wird man Clown

Die Grundlagen des clownesken Spiels können Interessierte ab Donnerstag, 7. Oktober, mit Spaß und professioneller Begleitung erlernen. Theaterpädagoge Klaus-Dieter Ciesinski zeigt jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr an insgesamt neun Terminen in der Gymnastikhalle der Gutenbergschule, worauf es ankommt. Im Clownsspiel geht es über die Schaffung von Situationskomik hinaus darum, die Tiefe aller Ge-fühle zu erkunden. Anmeldung bei der VHS unter Tel. 51 6521. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Wer da dachte, Clown wird man automatisch, wenn man im Rat der schildaesken Stadt sitzt oder ein Amt bei ARMinia hat, der hat sich getäuscht. Man muß doch einen VHS-Kurs belegen. Es sei denn, man heißt Dieter Bohlen, Mario Barth, Cindy aus Marzahn, Oliver Pocher, usw. Die hatten das schon im Blut.

Nacktscannen in Windelsbleiche auf RTL?

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Was hat er sich doch jetzt gefreut, der kleine, immer etwas hölzerne Innenminister de M., dessen Lächeln so eingefroren ist wie seine Art. „Nacktscanner für Flughafen Hamburg“. Früher, da sind die Hanseaten ja nur innen Hafen geströmt, um eine ziemlich angezogene Queen Mary zu gucken, oder eine „Deutschland“ mit irgendwelchen wichtigen Fernsehtypen an Bord. Während also jetzt der Andrang der Hansaten riesig ist, um sich die Direktübertragung von der Scannung weiblicher und männlicher Körper anzugucken sitzt Hans-Rudi H. hier schon in den Jahnplätzigen Startlöchern und das Hirnchen rotiert. „Das ist doch was für Windelsbleiche„, soll er zu seinen Mitarbeiterinnen gesagt haben. Also mal angenommen, so eine kleine Maschine (Typ „arvato“) kommt mit einer weiß gekleideten Elisabeth Gütersloh gemein nützig angeflogen. Die, frisch zurück von der nächsten Abgröhlfolge von „Schwiegertochter gesucht“, streift den zum Schutz gegen ihren eigenen RTL-Fernsehschund fürsorglich über die teure weiße Kluft gezogenen Schutzkleidung und begibt sich dann in die Arena, wo der Abtastkasten steht. In der hoch erhobenen rechten Hand hat sie ihr Buch „Liebe überwindet alle Hartz 4-Leistungen“ (oder so ähnlich), erschienen bei Doubleday in Honolulu und dann geht sie unter den begeisterten Blicken der BielefelderInnen in die Abtastung. CO2-frei life übertragen, kommentiert vom unvermeidlichen Colorado-Man Gottschalk, in 199 Länder der Erde und – endlich eine Bestimmung für die Arenaleinwände – auf die Alm. Angekündigt von OBPit als „Ereignis, das Bielefeld auf Jahrtausende untrennbar mit RTL, der Inhaberfamilie und dem Nacktscannen zusammenschweißt“. Millionen werden die Glitzermetropole besuchen und auf Windelsbleiche Airport No. 1 landen wollen und selbst nackt gescannt werden. Getreu Andy Warhols Satz von „Jeder Mensch wird einmal 15 Minuten berühmt sein“.

15 Minuten. Das schaffen die schon. Man könnte ja mehrmals anfliegen, bei Heiner Hüser im Museumshof endlich Pickert essen – sind ja nur ein paar hundert Meter – und dann erneut in die Windelsbleicher Scanarena strömen.

Hans-Rudi, sei kein Frosch, ran an die gescannten Bouletten.

Gegen Meinungsdiktatur durch „Stadtwache Bielefeld“ – Argumentationshilfen

– „durchgeknallter Staatsanwalt“ keine Beleidigung:

(…)Teil der von Art. 5 I 1 GG umfassten Freiheit, seine Meinung in selbstbestimmter Form zum Ausdruck zu bringen, ist auch, dass der Äußernde von ihm als verantwortlich angesehenen Amtsträger in anklagender u. personalisierter Weise für die zu kritisierende Art der Machtausübung angreifen kann, ohne befürchten zu müssen, dass die personenbezogenen Elemente seiner Äußerung aus diesem Kontext herausgelöst betrachtet werden und als solche die Grundlage für eine einschneidende gerichtliche Sanktion bilden(…) – BVerfG v. 12.05.2009; 1 BvR 2272/04-

– Polemik erlaubt:

(…)In einer öffentlichen Auseinandersetzung muss auch Kritik hingenommen werden, die in überspitzter und polemischer Form geäußert wird, weil andernfalls die Gefahr einer Lähmung und Verengung des Meinungsbildungsprozesses besteht(…) – OLG Koblenz v. 12.07.2007; 2 U 862/06 –

– keine Beleidigung: „Polizist ist ein Wegelager“- BayOblG Beschl. v. 20.10.2004; 1 StRR 153/04 –

– keine Beleidigung: „Polizist ist ein Oberförster“ – AG Berlin-Tiergarten Beschl. v. 26.052008 (412 Ds) 2 Ju Js 186/08 (74/08) Jug –

– keine Beleidigung: „Polizist ist komischer Vogel“ – OLG Bamberg Beschl. v. 11.06.2008 3 Ss 64/08 –

keine Beleidigung: Helmut Schmidt vergleicht Oskar Lafontaine mit Adolf Hitler – DER TAGESSPIEGEL vom 14.08.2008

Welch grandiose Firmen: DHL und ebay

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Also das ging so. Am 8. September verschickst Du per DHL ein versichertes Paket. Der Empfänger soll die Nachnahme in ansehnlicher Höhe bezahlen. Das Paket wird am 9. Septenber um 9:22 Uhr ausgehändigt gegen Bezahlung. Der Empfänger mailt Dir: „Alles ok. Danke“. Anderntags schickst Du ihm noch eine Kleinigkeit, die er gerne hätte. Er bezahlt und am 14. September ist die Kohle auf dem Konto.

Auf die Kohle aus der ersten Sendung wartest Du, wartest Du, wartest Du. DHL-Hotline: „14 Tage müssen abgelaufen sein, erst dann können wir Nachforschungsantrag stellen“. Ok. Nachforschungsantrag gestellt. Du wartest, wartest, wartest. Von DHL keine Reaktion. Weder Bestätigungsmail für den Online-Vorgang, noch ein Anruf.

Je größer eine Bude ist, desto schlimmer wirds. Wie uns die Hauptpost bestätigte, beileibe kein Einzelfall. Über die anderen erlebten DHL-Fälle decken wir mal den Mantel des Schweigens. Sonst wirft man uns noch „Insiderwissen“ vor.

Servicewüste Deutschland. Schon mal beim „Sicherheitsteam“ von ebay beschwert? Schon mal einen Fall geschildert, daß ein völlig einwandfreies, vom Hersteller als „Völlig ok“ gechektes Netbook als „Defekt“ bezeichnet wird und Du eine Bewertung bekommt, die Dir die Haare vom Kopf zieht? Wenn Du dann noch herausfindest, daß die Freundin lustig rund um die Uhr mit dem Book arbeitet und der ebay-Account gar nicht dem gehört, der das Book per Überweisung bezahlt hat, nutzt und seine Unverschämtheiten versprüht. Dann, ja dann, könntest Du Amok laufen. Tust Du natürlich nicht. Denn von ebay´s „Sicherheitsteam“ hast Du ja eine „nette“ Mail und die geht so:

Sehr geehrtes eBay-Mitglied,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 14. September 2010. Durch eine
unerwartet hohe Anzahl von Mitgliederanfragen antworten wir Ihnen
später, als Sie es von uns erwarten. Nun aber zu Ihrem Anliegen.

Sie erwarten von uns Entfernung der erhaltenen negativen Bewertung von
Ihrem Käufer „XXXX 147“, wei Sie den einwandfreien Computer verschickt
haben und Ihren Verpflichtungen nachgekommen sind.

Ich habe Ihr Bewertungsprofil überprüft und festgestellt, dass die
Entfernung der genannten Bewertung leider nicht möglich ist. Die
Voraussetzungen einer Bewertungsentfernung durch eBay sind nicht
gegeben. Ich kann den Computer leider nicht in Augenschein nehmen und
nicht überprüfen, in welchem Zustand sich der Artikel tatsächlich
befindet.

Leider war ich verpflichtet, Ihre Antwort auf die Bewertung zu
entfernen, weil die Formulierung „Blödsinn“ gegen unsere Grundsätze
verstoßen hat.

Beachten Sie, dass wir als eBay-Mitarbeiter nur entsprechend der
eBay-AGB agieren können. Daher bitten wir um Ihr Verständnis, dass wir
nicht weiter eingreifen können. Ich wünsche Ihnen noch, trotz aller
Unannehmlichkeiten, einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Galikowski
eBay-Sicherheitsteam

eBay – Der weltweite Online-Marktplatz!

Mitglied sind wir seid 1999. Bis zu diesem Vorfall 100% positive Bewertung mit hunderten von Vorgängen. Als Verkäufer darfst Du Dich weder bescheeren, noch eine negative Bewertung über einen Lügner und Betrüger abgeben. ebay lehnt jegliche Verantwortung ab, kassiert aber klotzig.

Konsequenz: Kein Verkauf mehr über diese Bude in Berlin.

Neuester Stand: Seit gestern hat eine ebay-Sicherheitsbeauftragte unsere kurze Antwort auf die negative Bewertung wieder eingestellt. Seltsam. „Blödsinn“ ist also jetzt kein Verstoß gegen die ebay-Bestimmungen mehr….. Alles klar. Vollmond ist ja vorüber.

Und der Grund?

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Sorry, wenn wir dann doch auch hier noch mal in NW-Lokalchef Lothar S. Deutungshoheit der Lokalseite 1 eingreifen. Warum wurde der junge Mann erfasst? Ging er bei „Rot“ über die Straße am Jahnplatz? Überfuhr die Toyata-Fahrerin die rote Ampel? Waren Ampeln ausgefallen? Leser würden das sicher gerne erfahren wollen, um den Vorfall einzuordnen. Oder verlangen wir einfach zu viel von einem Lokalblatt?

Repräsentativ?

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Wie viele Volontäre im ersten Lehrjahr an der Gestaltung der Seite 1 der NW mitwirken, entzieht sich unserer Kenntnis. Wenn aber die in der zugrunde liegenden dpa-Meldung enthaltene Befragungsbasis von grade einmal 502 Personen herausredigiert wird und man sich – wie so oft – der Boulevardsprache befleißigt, gibt das zu denken. Oder auch nicht. Meist weiß das angeblich rote Blatt selbst nicht, wo es genau politisch steht. Was ja dann wieder auf Anlehnung an die SPD deutet…. Auf Seite 2 hat ja der gern provozierende und scheinmarkige stellvertrende Chefredaktor Herr Heil ein paar Dinge zurechtgerückt.

Sehr weit ist man damit vom anderen Lokalblatt, dem schwarzen Westfalen-Blatt, nicht entfernt. Wie wäre es mit einer gemeinsamen Ausgabe gegen Hartz IV-Empfänger, Motto: „Die wahren Ausbeuter des fürsorglichen Staates“? Oder „Warum sollen versagende Banker auf Millionenboni für Casino-Zocken verichten. Die tun doch wenigstens was“. Das Wefablatt kommentiert:

20 Euro, 10 Euro und nun 5 Euro – die Antiklimax der medialen Spekulationen passte Opposition, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden gut ins Konzept. Sie haben ihr Urteil über die geplanten Hartz-IV-Regelsätze schon gesprochen. Es fällt – wen wundert’s – vernichtend aus. Doch die reflexartige Kritik ist mehr als ein Ritual. Es geht um die Umdeutung des Karlsruher Urteils. Dabei hatten die Verfassungsrichter ja gerade nicht die Höhe der Regelsätze moniert, sondern ihr mehr oder weniger willkürliches, einst von Rot-Grün erdachtes Zustandekommen gerügt. Die Neuregelung müsste demnach nicht zuerst an der Höhe der Sätze gemessen werden, sondern eben an der Plausibilität des Verfahrens, das zu diesen Sätzen führt. Eine solche Diskussion kann derzeit aber noch gar nicht geführt werden. Vor allem aber eignet sie sich nicht für eine politische Kampagne – sie ist zu kompliziert. Eingängig ist die nackte Zahl, erst recht, wenn sie vermeintlich läppisch ausfällt. So heißt es statt »Fünf Euro mehr« fortan »Nur fünf Euro mehr«. Der abermalige Beleg sozialer Kälte einer Regierung, die Reiche schone, Lobbyisten bediene und die Ärmsten drangsaliere, scheint erbracht. Doch so einfach ist die Sache nicht. Schließlich hat jede Festlegung der Regelsätze nicht nur die Leistungsempfänger, sondern auch die Leistungserbringer zu berücksichtigen. Auch das ist notwendig, wenn der gesamtgesellschaftliche Frieden gewahrt bleiben soll. Zwar haben die Richter das Lohnabstandsgebot für nachrangig gegenüber einem menschenwürdigen Existenzminimum erklärt – belanglos ist es deswegen aber keineswegs. Im Gegenteil: Es kommt sehr darauf an, dass diejenigen, die arbeiten gehen und trotzdem nur wenig mehr verdienen, als Hartz-IV-Empfänger vom Staat bekommen, nicht ins Grübeln geraten, ob sie am Ende die Dummen sind. »Arbeit muss sich lohnen« ist hier mehr als ein Parteislogan. So muss es das erste Ziel aller Politik bleiben, Menschen in Beschäftigung zu bringen, um ihnen eine
eigenverantwortliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dagegen ist selbst die komfortabelste Alimentierung immer nur die zweitbeste Lösung. »Fördern und Fordern« hatte Gerhard Schröder einst als die beiden Grundideen der Hartz-Reformen benannt. Fordernd wären die neuen Hartz-IV-Sätze in jedem Fall so, wie es auch die alten schon waren. Ein »schönes Leben ohne Anstrengung« verheißen sie nicht, und das ist richtig. Eine andere Frage ist, ob mit der Neuregelung das Fördern verbessert wird. Das wäre notwendig, wenn mehr Hartz-IV-Empfängern als bisher wirklich geholfen werden soll. In diesem Sinne rückt das Bildungspaket für Kinder in den Blickpunkt. Gelingt es mit Hilfe millionenschwerer Sachleistungen, die Chancen der jungen Generation zu verbessern und so die Zahl der Sozialhilfekarrieren in zweiter und dritter Generation zu verringern, wäre das ein wirklicher Fortschritt.

Kein Wort davon, daß die ewig Madonnahaft lächelnde Ministerin aus Hannover (Der Hort seltsamer Politiker aller Couleur) die Forderung des Bundesverfassunsgerichtes nach „nachvollziehbarer Transparenz“ bisher nicht erbracht hat. Kein Wort davon, daß der bundesdeutsche Exportwahn mit dementsprechend niedrigen Löhnen das wahre Übel sind.

Nachsatz: Die „Nachdenkseiten“ hauen heute auch noch einmal in diese Stieghorst/BamS-Glanzleistung:

Anmerkung WL: Da gibt eine Zeitung, die schon immer gegen Hartz IV-Empfänger Stimmung gemacht hat, zum passenden Zeitpunkt eine Umfrage in Auftrag über deren konkrete Fragestellung nichts bekannt ist (schließlich weiß man, dass die Frage für das Ergebnis entscheidend ist) und nahezu alle Medien machen daraus eine Schlagzeile. Das ist der üblich gewordene Papageien-Journalismus.

Bielefelder Katalogmodel immer beliebter?

Immer häufiger fällt in Werbespots sowie im Web ein Model ins Auge: Ein sportlich wirkender, mitte-dreißiger Typ mit nachdenklichem Blick. (Link gelöscht).

Zum Beispiel auf den Abbildungen von Onlineshops:

Reiterstiefel .de Startseite

(Bildquelle: XXXXXXX Onlineshop / Startseite)

 Doch wer ist dieses Fotomodel?

Gerüchten zufolge soll es sich hierbei um einen Bielefelder aus dem Stadtteil Dornberg handeln. Dieser wurde Recherchen zufolge bereits in bekannten Katalogen namhafter Hersteller abgedruckt und sein „Face-Branding“ scheint in Deutschland immer größeren Erfolg zu genießen.

Wir dürfen gespannt sein, wie diese Erfolgsgeschichte des (namenslosen) Bielefeld-Models weitergeht – Gerüchten zufolge könnte er schon bald in einem TV-Spot eines bekannten Waschmittelherstellers den „netten Nachbarn“ darstellen.

To be continued..

Da dieser Beitrag offensichtlich verdeckte Werbung sein soll, haben wir die enthaltenen Links gelöscht.

Administrator

502 Befragte … Auftraggeber BamS….56% angeblich gegen H4-Erhöhung

Eine Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze stößt in der Bevölkerung auf Skepsis: Nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der Zeitung „Bild am Sonntag“ (BamS) lehnen 56 Prozent der Bundesbürger jede Erhöhung der Regelsätze ab, bei den Unions-Anhängern sind 61 Prozent dagegen. 14 Prozent der Befragten sind sogar der Meinung, die Sätze für Hartz-IV-Empfänger sollten gekürzt werden. Nur 36 Prozent sprachen sich für eine Erhöhung aus. Emnid befragte am vergangenen Donnerstag insgesamt 502 Personen. Das geht grad über die Pressedienste. Meine Herrn, wie das genau passt zur Sonntagsrunde der derzeitigen Minderheitsregierung.

Da draußen in Stieghorst, wo seit Jahrzehnten die Einflüsterer der offiziellen – momentan sehr CDU/FDP-nahen – Meinung sitzen, müßten eigentlich jetzt die Ohren glühen ob solch einer grandiosen Meinungsmache. Aber wer bezahlt, dem wird die „offizielle Meinung“ schon passend zurechtgefragt. Mein Gott, Schöppi, glaubste selbst, was Deine Butze da von sich spukt?