Archiv für den Monat: August 2010

Da brummt wohl was anderes….

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„Wenn’s Arscherl brummt“, ist eine Umschreibung für das Entweichen von Darmgasen. Dieses Phänomen deutet aber eher auf eine gestörte Verdauung – sprich Blähungen – hin. Und da bläht sich so einiges zwischen Vlotho, Berlin und Bielefeld. Kaum sieht man im Schacht ein kleines Wetterleuchten von oben, geht die Laberei der unternehmerischen Kampfrhetoriker a la Hundt, Kannegießer und Keitel wieder los. Absurd. Wie die NW schon richtig bemerkt, sind nicht die angeblich zu wenig erbrachten Arbeitsstunden der Malocher das Problem sondern der fehlende Nachwuchs an Ingenieuren etc. Aber auch das muß man zum Teil den Verbandslautsprechern auf die Fahnen schreiben.

WeinflaschenundBierkronenkorkenentkorker

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Angenommen, die Arminia aus der Glitzermetropole gerät ab 18 Uhr im ersten Zweitligaspiel der neuen Saison auf Siegerkurs, käme dieses Ding zum Einsatz. Öffnet Korken der Weinflaschen, lüftet aber auch Kronenkorken von Bierflaschen. So ist sowohl dem Weindurst der schöneren und besseren Hälften als auch der Bieraffinität derer, die den Grill bedienen werden, gedient. Mal sehen, wer sich um die Ehre streitet, den Salat dazu anzurichten. Kommt aber auch alles unabhängig von den Almdudlern zum Einsatz. D. Dammeier nebst Gattin kaufte übrigens am späten Vormittag beim schwächelnden Kultnahversorger Jibi nichts, was auf seine Arminia-Story hingewiesen hätte. Arminen-Brötchen-Bürenkemper wurde zwar kurz beäugt, aber dann drängte die blonde Begleitung doch schnell zum Aufbruch.

Mexiko macht feuchte Stasi-Träume wahr

Die Zweimillionen-Metropole Leon in Mexiko hat ein ehrgeiziges Ziel: Sie will die sicherste Stadt der Welt werden. Die gesamte Stadt soll mit einem Netz aus Hightech-Iris-Scannern überzogen werden. Die sollen Passanten im Vorbeigehen tief in die Augen schauen und Verbrecher identifizieren können. Kriminelle werden in dem System zwangsregistriert, unbescholtene Bürger dürfen vorerst freiwillig ihr Auge in der zentralen Datenbank speichern lassen.

Die Beknacktheit der „Herrschenden“ und ihrer Helfertruppe in den Ämtern kriegt sich nicht mehr ein. Alten Stasikadern treibt es die Tränen der Rührung in die Augen, Gestapolianer gibt es ja nicht mehr viele: Die kühnsten Überwachungsträume werden mehr als wahr. „Big Brother“ war ein Lämmertreiben dagegen. Mehr liest man von Schwachmatens Plänen hier.

Da geht er hin, der „Weltpolizist“

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Nach sieben Jahren und fünf Monaten im Krieg gegen den Irak (Sollten wir lieber Überfall sagen?) verlassen die Weltpolizisten der pleite gegangenen Weltmcht USA den Irak. Mit Lügen, Unwahrheiten und Showveranstaltungen vor der UN-Vollversammlung von einem Mafioso namens Bush angezettelt, hinterlassen sie ein destabilsiertes Land und inen destabilsierten Nahen Osten. Grandiose Leistung. Die Medien – hier die NW – sind gespalten in der Wertung. Im Irak war Deutschland nur hinter vorgehaltenen Hand dabei, in Afghanistan ist das dank GAZgerd, dem dicken Fischer und Angela M. anders. Jetzt dürfen unsere Soldaten die Gas – und Ölquellen sowie den Mohnanbau für die Heroinproduktion bewachen. Ist doch auch was.

Mal richtig abschalten

Auch in Bielefeld schalten wir mal richtig ab – und fordern die Bundestagsabgeordneten Lena Strothmann (CDU) und Gudrun Kopp (FDP) auf, sich dafür einzusetzen, die Atomkraftwerke abzuschalten. Auf dem Rathausplatz machen wir es uns ab 12 Uhr mit Sommerlaune richtig chillig z.B. auf Handtüchern, in Liegestühlen und unter Sonnenschirmen. Auf ein Signal hin springen wir auf und entfalten Plakate mit der Aufforderung an die Abgeordneten: „Lena Strothmann/Gudrun Kopp: Atomkraft abschalten!“

Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Aktionstages. In über 40 Orten im ganzen Land demonstrieren BürgerInnen am Samstag gegen die Regierungspläne, die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern. Wir machen den AtompolitikerInnen klar: Die Menschen in ihren Wahlkreisen wollen raus aus der Risikotechnologie Atomkraft!

Kommt  vorbei und unterstützt die Aktion!

Zeit: Samstag, 21. August, 12.00 bis ca. 15 Uhr
Treffpunkt: Rathausplatz

Unser Aktionsplan: Um 12 Uhr schalten wir auf dem Rathausplatz „mal richtig ab“. Anschließend ziehen wir mit einem Demonstrationszug durch die Kirchstraße und die Niedernstraße zum Jahnplatz, und von dort weiter durch die Bahnhofstraße bis zum Bahnhof.

Kommt sommerlich (z.B. mit Sonnenhut und Sonnenschirm) und bringt  etwas zum chillen mit – ob Liegestuhl, Klappstuhl, Hocker, Eisbombe, Strandmatte, Badetuch, Luftmatratze… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Quartiershelfer der Metropole werden weiterbeschäftigt

Die Quartiershelfer mit ihren prägnanten gelben Uniformen werden auch in Zukunft dem Bielefelder Stadtbild erhalten bleiben. Nachdem eine Verlängerung der Beschäftigungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose aufgrund bundesgesetzlicher Neuregelungen in der ursprünglichen Form nicht mehr möglich war, tritt jetzt die Stadt offiziell als Arbeitgeber auf. Die insgesamt 20 neuen Dauerarbeitsplätze mit jeweils 30 Wochenstunden werden allerdings auch in Zukunft maßgeblich durch die Arbeitplus gefördert. Oberbürgermeister Pit Clausen zeigte sich zufrieden mit der jetzt gefundenen Lösung: „Die Quartiershelfer sind aus vielen Stadtbezirken nicht mehr wegzudenken, obwohl sie ihre Arbeit ja erst seit zwei Jahren verrichten. Das haben die zahlreichen positiven Rückmeldungen – insbesondere aus den Bezirksvertretungen – deutlich gemacht. Es freut mich besonders, dass es in diesem Fall gelungen ist, ein einvernehmliches politisches Votum über alle Parteigrenzen hinweg zu erzielen.“ Bedingt durch eine Gesetzesänderung des Bundes laufen seit Juni 2010 die Beschäftigungszuschüsse für Arbeitsverträge mit den Quartiershelfern aus. Damit drohte der durchweg in allen Stadtbezirken sehr erfolgreichen Arbeit nach nur zwei Jahren das Aus. Das Projekt, langzeitarbeitslose Hartz-IV-Empfänger gemeinnützig zu beschäftigen und dadurch zusätzlich für die Stadtbezirke einen Mehrwert zu schaffen, der direkt beim Bürger ankommt, wird dort sehr geschätzt.

Aus einer Pressemeldung der Verwaltung der Glitzermetropole am Teuroburger Wald. Über das Thema schruben wir ja hier schon einmal. Damals drohten Entlassungen….

Ziemlich dämlicher Jubel

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Ehemals ZDF-Seiberts PR-Kampagne für Mutti und ihre bundesweit ziemlich wenig beliebte Politik läuft auf Hochtouren. Die NW hat sich schon mal auf den Zug geworfen. Na dann singen wir das Hohe Lied der Aufstocker, Niedriglöhner, ja Tagelöhner. Was sie an Entlohnung bekommen, ist egal. „Sozial ist, wer Arbeit hat“. Oder so.

Frauen überschwemmen die Stadt mit Katzen!

 Nicht genug damit, dass viele Single-Frauen offenbar zwanghaft Katzen halten und mit Delikatessen von sheba verpäppeln müssen, …

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… jedes Jahr schleppen Frauen auch noch Hunderte (mindestens!!) zwanghaft aufgelesene „arme Katzen“ aus ihren Urlaubsländern ins Land.

Nun ist das Boot voll und endlich geschieht ein erster Schritt gegen die frauengemachte Plage!

http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/3707816_Das_Mass_ist_voll.html?em_index_page=1

Zurück zur Natur:

Fragen Sie den Bauern Ihres Vertrauens, wie man Katzenplagen seit je her und mit einfachen Mitteln effektiv entgegenwirkt!

Die „Nebentätigkeiten“ des Herrn Steinbrück

Neulich trat der so überaus nassforsche und verbal versierte ehemalige Bundesfinanzminister (Konservative Systempresse: „Er rettete Deutschland“) auch in Bielefeld auf. Beim Einkaufsverband EK. Dafür macht er sich im Bundestag als Abgeordneter so rar, daß man eigentlich von einem „Nebentätigkeits-MdB“ reden muß. Auf „Abgeordnetenwatch“ hat man die lukrativen Tätigkeiten des Herrn Steinbrück, der erst dann die „Banken – und Finanzkrise“ zugab, als man ihn mit der Nase hineintunkte, einmal zu Gemüte geführt und aufgelistet. Klasse. Als NRW-Minipräses versagt, als Ex-Finanzminister in jeder Hinsicht angreifbar und nun langt er so richtig zu. Ob er da GAZgerd im Auge hat? Der Anti-Sozialdemokrat hat es ja nebst anderen vorgemacht, wie man sowas einfädelt und wunderbar davon leben kann. Was sind da die Peanuts, die das doofe Volk der Steuerzahler hinblättert?

Renaissance der Nachtwächter?

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„Nachts abgeschaltete Ampen sind gefährlich“, sagt das NRW-Verkehrsministerium und weist auch die Detmolder Bezirksregierung an, mal in den Städten und Kommunen nachzugucken. Völlig außer acht gelassen hat man dabei in Düsseldoof und Detmold, wie clever die gewöhnlich völlig uninformierten Kreise der Glitzermetropole sind. Schon formiert sich von Jöllenbeck bis Sennestadt stadtweiter Widerstand. „Freiheit für Rotlicht“ und „My home is my Ampel“ sind da nur die scheuesten Forderungen der Nachtwächter am Teuro. In Mitte, wo die streitbarsten Bürgervertreter residieren haben sie schon ganz andere Pläne. Da sollen die guten alten Nachtwächter reanimiert werden und des Nachts mit Fackeln und Transparenten über die dann Ampelunbeleuchteten Kreuzungen wachen. Ganz neue Hoffnung keimt auch im Berliner Leyen-Arbeitsministerium auf. Hohe Ministeriale, denen der nächtliche Schlaf von Millionen unproduktiven H 4-Empfängern ein Dorn im Auge ist, wollen sie zu Hundertschaften zusammenfassen und beaufsichtigt vom Reichsampelamt (Chef ist der Herr Brüderle) Wache halten lassen.

Und das Geld fließt nur so dahin…

Wie die NW berichtet, wird die Bielefelder Universität für schlappe 750Mio Euro saniert. Neue Straßen, Neue Gebäude, Neuer Campus, Neues Bahnnetz, Neue Tiefgarage und vieles mehr!

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„Auch der erst vor wenigen Jahren angelegte Kreisverkehr wird zurückgebaut.“ Da fragt man sich, ob damals wirklich an die Zukunft gedacht wurde. Heute geschieht das wohl immer noch nicht, „Daran anschließen werden sich Gebäude für Forschungsinstitute der Uni, aber auch externe, wie das von Bielefeld erhoffte Max-Planck-Institut, wenn sie denn kommen.“ Wer will schon für viel Geld leerstehende Gebäude? Und die Finanzierung scheint auch noch gar nicht sicher zu sein, „Sie werde zwölf bis 15 Jahre dauern und in sechs Abschnitte aufgeteilt, für die das Geld nach und nach fließe“. Ich erinnere mich noch an einen Sommerurlaub in Hurghada: Dort stehen hunderte von Bau-Ruinen, die nicht fertiggestellt wurden, da das Geld aufeinmal nicht mehr geflossen ist.

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Und wenn dann (wie geplant) auch noch die Studiengebühren abgeschafft werden, wundern sich die Planer und sagen die Hälfte wieder ab, da es dann nicht mehr zu Bezahlen ist. Hoffentlich wurden dann noch keine Millionen-schweren Verträge abgeschlossen.

Die aufgerissene Metropole

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Erinnern wir uns an den großen Tag im Rathaus der Glitzermetropole am Niederwall. Soeben war der Antrag der Straßenverschönerer und Baubetrieblobbyisten vom Rat angenommen worden: „Großes, kollektives Aufreißen der Straßen dieser Stadt. Möglichst alle wichtigen Straßen gleichzeitig“. Das Ergebnis ist jetzt zur „Freude“ der Metropoleneinwohner zu besichtigen. Jahrzehntelang hat man Straßen vergammeln lassen, Schlaglöcher gehegt und gepflegt. Aber jetzt schlägt man zu, als ob es kein Morgen gäbe. Eine simple Fahrt nach Herford und zurück gerät zu einer „Tour de Enger um den Outbacknudelpott“. Schildesche sieht aus wie nach einem Anschlag auf die Straßen. Anstatt reinen Wein einzuschenken, verschweigt die Verwaltung des Weilers am Teuro den wahren Grund: Seit gestern kann man beim häßlich-geheimnisvollen Internetriesen – erfunden haben sie es nicht, versuchen aber auf allen Wegen Kasse zu machen – die Unkenntlichmachung seines Hauses in Streetview umständlich beantragen. Die Glitzermetropole aber ist ganz clever: Sie verändert einfach die Straßen, die von den google-Heinis in Opels schon mit der Kamera abgefahren wurden. Ja, eine Stadt wo nicht gibt, hat eben immer einen Schleier mehr in der Planung.

Frau Kanzlerin hat übrigens „überhaupt nichrs dagegen, wenn das Haus mit meiner Wohnung gezeigt wird“. Aha. Aber wer schon im 2Arbeiter – und Bauernstaat“ Reisefreiheit hatte, hat sicher keine Probleme. Außer, die persönliche Stasiakte oder ein Foto der Dame bei der Observation eines „Staatsfeindes“ soll im WDR gezeigt werden. Da hat die Dame ganz erhebliche Probleme. Vielleicht gibt es aber auch ganz niedliche Undercover“-Beziehungen zur Datenkrake. Wer Bankster zur Geburtstagsfete ins Kanzleramt einlädt, nimmt das alles nicht so genau. Hauptsache, die Vorteile stimmen. Immerhin braucht Madame Templin nach der nächsten Bundestagswahl einen lukrativen Job im GAZ, bei der Atomlobby oder dem ersten bemannten Flug in die Unendlichkeit.

Wie Fußball Männer dopt

Am Wochenende startet die Fußball-Bundesliga. Nach 105 Tagen Spielpause werden bis zu 400.000 Fans in den Stadien erwartet. Was mit ihnen samstags ab halb vier hormonell geschieht, das haben die Gesundheitsspezialisten der Central Krankenversicherung zusammengetragen. Hormone lassen uns Freude empfinden, mit Angst klar kommen und trotz Stress klare Gedanken fassen. Bei spannungsgeladenen Live-Ereignissen wie einem Fußballspiel geschieht das alles in kompensierter Form. In den 90 Minuten werden regelrechte Hormon-Cocktails ausgeschüttet.

Die hormonelle Spannungskurve beim Fußball:

Vor dem Spiel: Vorfreude und innerliche Anspannung sind Grundvoraussetzungen dafür, dass die hormonelle Spannungskurve in Schwung kommt. Zuerst fließt Adrenalin. Der wohl bekannteste Neurotransmitter sorgt für die nötige nervliche Belastbarkeit, baut Angst ab und mobilisiert die körpereigene Energie.

Einsingen: Im Stadion angekommen, stimmen sich die Fankurven mit ihren Vereinsliedern auf die schönsten 90 Minuten der Woche ein. Dopamine werden ausgeschüttet und halten das Stadion in freudiger Anspannung. Puls, Blutdruck und Zuversicht steigen.

Anstoß: Der Dopaminspiegel sinkt wieder ab, in den Fankurven wird es ruhig. Adrenalin ist zurück. Ins Spiel kommt zudem Serotonin, es beruhigt, steigert das positive Denken und sorgt dafür, dass Mann von anderen Menschen als Führungspersönlichkeit wahrgenommen wird.

Führungstor:
Endlich ist Endorphin an der Reihe, das „körpereigene Opiat“ macht nicht nur glücklich, sondern regelrecht euphorisch. Es vermittelt zudem ein tiefes Harmonieempfinden. Ist die Mimik der Fans in Trance verklärt, fließt erneut Dopamin. Das Belohnungs-Hormon beeinflusst Bewegungen und lässt die Gesichtszüge beben.

Gegentor: Wieder wird Adrenalin benötigt, damit die Nerven halten. Mann ist urplötzlich wachsamer für das, was auf dem Spielfeld geschieht. In dieser Phase pumpt der Körper zudem Acetylcholin, das kognitive Prozesse steuert (Nachdenken, wie das Spiel noch zu retten ist!) und den Fan klar, scharf und objektiv denken lässt.

Gewonnen: Das Euphorie-Hormon Endorphin ist zurück. Es setzt das Schmerzempfinden herab, blaue Flecken, die in Jubelarien entstehen, werden nicht bemerkt. Wichtig auch, der Testosteronspiegel der Anhängerschaft steigt an, was Stärke, Ausdauer und sexuelle Erregung auslöst.

Verloren: Die Testosteronmenge im Blut fällt ab, ebenso der Adrenalinspiegel. Ein weiterer Neurotransmitter – GABA (Gama-Aminobuttersäure) – hat Premiere. Das natürliche Beruhigungsmittel wirkt dämpfend, löst Spannungen und Angst.

Die Gesundheitsspezialisten der Central Krankenversicherung raten Fußballfans zu viel Bewegung, außerhalb und innerhalb des Stadions. Vom Sitz aufspringen und und tanzen trägt dazu bei, dass Hormone schneller produziert werden. Um den 90-minütigen Gefühlstaumel auszuhalten, sollten Fans vor dem Spiel Vollkornbrot, Käse, Fisch,
fettarmes Fleisch, Bananen oder Nüsse essen.

Folgt Mann dieser Pressemitteilung, kann ja nichts mehr schief gehen. Die Almdudler werden dann – da auswärts an diesem Wochenende dran – wohl per Radio oder TV verfolgt werden müssen. Da wirken Testosteron, Endorphin und Adrenalin wohl doppelt im Verein mit Chips und Cola.

Kellein geht

Dr. Thomas Kellein hat die Gesellschaft der Kunsthalle Bielefeld darüber informiert, dass er die Kunsthalle Bielefeld verlassen wird, um zum 1. Januar 2011 die Aufgaben des Direktors der Chinati Foundation in Marfa, Texas, zu übernehmen. Er wurde dort am 10. August einstimmig vom Board of Directors der Chinati Foundation gewählt.

Diese überraschende Nachricht markiert einen bedeutenden Einschnitt für die Kunsthalle und die Bielefelder Kulturlandschaft. Dr. Thomas Kellein hat seit 1996 das Profil der Kunsthalle Bielefeld bestimmt. Insbesondere dank seiner hervorragenden Vernetzung in die internationale Kunstszene konnten renommierte Ausstellungen sowie Künstlerinnen und Künstler nach Bielefeld geholt werden. Diese Ausstellungen haben das Renommee der Kunsthalle und Bielefelds als Kulturstadt sehr befördert. Mit der Umgestaltung des Skulpturenparks hat er zudem städtebaulich eindrucksvolle Akzente gesetzt, die bleibend das Stadtbild künstlerisch prägen werden.

„Ich hatte mich sehr auf die Zusammenarbeit mit einem so versierten Kunsthallenchef gefreut. Insofern enttäuscht diese Entscheidung meine persönliche Erwartungshaltung. Wir bedauern den Weggang außerordentlich. Gleichwohl kann ich nachvollziehen, wenn jemand sich entscheidet, beruflich Neuland zu betreten. Dieses Neuland ist ausgesprochen interessant, wie ich bei meinem spontanen virtuellen Spaziergang unter www.chinati.org feststellen konnte“, so der städtische Kulturdezernent Dr. Udo Witthaus. Wegen der ausgezeichneten Arbeit in der Bielefelder Zeit sei es auch ein Zeichen von Wertschätzung, wenn dem Wunsch nach der beruflichen Neuorientierung entsprochen würde. Quelle: Pressemeldung Stadt Bielefeld.

Da geht er also hin, der doch so streitbare Maestro der Kunst. Schon eröffnet sich die Chance, einige Dinge neu zu positionieren…

Das niedliche ZDF-Duo

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Was Hessens Roland Koch einst so naßforsch durchsetzte ist nun final gelungen: Das ZDF ist offizieller Unionssender Nr. 1. Der „schwarze Kanal“. Mit dem Milchgesicht Seibert hat man auch gleich den neuen Regierungssprecher geliefert, der Wasser als Wein verkaufen wird und Trude Templins herrliche Nonsens-Politik als „Intelligentes Berliner Kabarett“. Da hilft nur eins: der Umschaltknopf.

Liz lenkt

„Liz Mohn sichert sich und ihrer Familie die Kontrolle über das Bertelsmann-Reich auf lange Sicht mit Hilfe einer besonderen Konstruktion. Nach Informationen des Hamburger Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL wurde bereits vor drei Jahren zu diesem Zweck eine neue, bislang weitgehend unbekannte Stiftung unter dem Namen BVG-Stiftung gegründet.“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,711895,00.html

Worum es am Hindukusch wirklich geht

Afghanistan verfügt nach Angaben seiner Regierung über Mineralvorräte im Wert von bis zu drei Billionen Dollar (2,4 Billionen Euro). Laut einer Studie der US-Geologiebehörde USGS reichen die Vorräte an Kupfer , Lithium, Eisen, Gold und Kobalt aus, um das kriegszerrüttete Land zu einem weltweit führenden Rohstoff-Exporteur zu machen. Auch die Reserven an Öl und Erdgas sind demnach weitaus größer als angenommen. Der Gesamtwert der Öl- und Gasvorkommen liegt bei 180 Milliarden Dollar, so der afghanische Bergbauminister Wahidullah Shahrani.

Das geht momentan durch die Dienste. Glaubt immer noch jemand, im Krieg am Hindukusch ginge es um Brunnenbau, Menschenrechte, Befreiung der Frau, etc.?

Komischer Typ

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Neulich meinte ein Kommentator, das hier sei „ein verkommener Linksblog“. Nun ja, wem die Zunge ausrutscht…. Wir finden den Parteiboß Ernst wahrlich nicht sympathisch. Sollten sich die Vorwürfe als Tatsache erweisen, wäre ein Rücktritt angesagt. Genauso unsympathisch finden wir aber, daß am Samstag in Bad Nenndorf an der Autobahn A 2 bei Hannover ein Aufmarsch von Neonazis gerichtlich erlaubt wurde, sich dagegen Wehrende im NDR-Radio als „Linkschaoten“ bezeichnet wurden und Hundertschaften Polizei die rechte Horde schützte.

Das nur mal zur Standortbestimmung.

487867

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487867 Übernachtungen zählte die Glitzermetropole im Jahre 2009. Davon – laut Tourismus-Häuptling Hans – Rudi H. – „nur ca. 5% tatsächliche Touristen“. 5%. Also rund 25.000 Leute wollten diesen Hort der Attraktionen touristisch erkunden? Woran das wohl liegen mag? Die Stadt unter dem Steinhaufen mit den drei Sparren und den von der Altherrenriege hier im Blog liebevoll aufbereiteten unzähligen visuellen Anziehungspunkten interssiert grad mal die Einwohnerzahl einer Kleinstadt? Alle andere sind Übernachter, die in einem der – laut NW von heute- grad mal 3700 Bettchen das Haupt zum Schlafe betten.

Also Hans-Rudi, da muß dringend was getan werden. Kabinenseilbahn zwischen Johannisberg und Sparrenburg. Radrennbahn aufmöbeln. Wasserflächen entscheidend erweitern, die Lutter aufbohren. Hau rein!

Millionen Karnickel fiebern schon

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Es lugt noch ein wenig schüchtern hinter den Platanen der Naharyastraße an der Hauptpost der Glitzermetropole hervor. Die letzten Arbeiten sind noch nicht vollendet, Hans-Rudi H. kann noch keine Kanickelaustellungen ankündigen. Bald, ganz bald aber ist der Millionenbau zwischen Stadthalle und Mövenpick-Hotel frei für das Außergewöhnliche.

Werden dann abends die käuflichen leichten Damen an der Hauptpost vertrieben oder eher eingeladen?

Barfuß über den Obersee

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Das Sommerloch muß riesig sein. Wie anders ist der intermediale Jubel über den „gigantischen Aufschwung“ zu erklären. In den letzten zehn Tagen hatte der Schreiber Gespräche mit fünf mittleren und großen Unternehmen. Nicht ein einziges erzählte von einem „Blitz-Aufschwung“. Man lamentierte nicht, fragte sich aber, was das für Schreiberlinge oder TV-Fritzen sind, die einen derartig aufgeplusterten Humbug in die Welt setzen. Durchgehend herrscht die Meinung: „Gemessen am immens tiefen Tal sehen wir einen Weg, der langsam höher führt. Mehr nicht“. Niemand möchte mit Westfalen-Blatt und NW schon barfuß über den Obersee gehen. Oder versetzt Glaube allein schon Wasser in betonartigen Aggregatzustand?

Vor allem: Wenn die Arbeitnehmer jetzt schon von dem Giganto-Blitz-Aufschwung, zu dem sie ja wohl durch Dauerverzicht, Zeitarbeit, Lohngedrücke, beigetragen haben, was abhaben wollen, wo bleiben da die Unternehmensgewinne?

Wirtschaftswunderland Deutschland?

Wer hätte das gedacht: Kaum ist das Schlimmste der Krise überwunden, da brummt die Wirtschaft plötzlich wieder. So erfreulich und überraschend die wirtschaftliche Entwicklung ist, so erstaunlich, dass die Bundesregierung selbst davon nicht profitieren kann. Während Deutschland wieder Wachstums-Lokomotive in ganz Europa ist, plagt sich gleichzeitig die Regierung mit ganz miesen Umfragewerten herum. Und mittendrin Bundeskanzlerin Angela Merkel, die uns zwar aus der Krise geführt hat, selbst aber noch immer als Kanzlerin und CDU-Chefin in einer tiefen Krise steckt. Vier Gründe sind es, die belegen, warum Deutschland schon wieder so stark auf Wachstumskurs ist. Erstens: Deutschland hat im Export wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Da die asiatischen Schwellenländer von der weltweiten Krise nahezu verschont geblieben und scharf auf deutsche Produkte sind, brummt unser Exportgeschäft wieder. Zweitens: Anders als in den USA gab es in Deutschland keine Verbraucherkrise. Die Deutschen haben nicht wie die Amerikaner jahrelang auf Pump gelebt. Somit hat die Binnenkonjunktur aufgrund des wachsenden Konsums wieder stark Fahrt aufgenommen. Drittens: Zahlreiche Firmen in Deutschland haben sich regelrecht gesund gespart. Vor allen Dingen die mittelständischen Unternehmen, die ja das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind, investieren wieder kräftig. Viertens: Die Bundesregierung hat eine gute Wirtschaftspolitik gemacht. Sämtliche Maßnahmen wie Konjunkturpakete, Kurzarbeiterregelung und
Abwrackprämie haben dazu geführt, dass wir bereits ein derart rasantes Wachstum haben und besser dastehen als andere Länder. Angela Merkel beendet am Wochenende ihren Sommerurlaub, den sie in den Bergen Südtirols verbracht hat. Die Kanzlerin wird sich freuen, dass es wieder aufwärts geht in Deutschland. Für sie kommen die hervorragenden Wirtschaftszahlen genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn mit einem Aufschwung im Rücken kann sie die politische Bühne gestärkt betreten und selbst den Weg aus der eigenen Krise und der ihrer Partei angehen. Dazu bedarf es jedoch weniger Streit und mehr guter Politik. Ihre besten Minister, Karl-Theodor zu Guttenberg und Ursula von der Leyen, haben schon einmal damit angefangen. Der radikale Umbau der Bundeswehr mit Einsparungen von mehr als acht Milliarden Euro und die Einführung der Bildungs-Chipkarten für Kinder aus »Hartz IV«-Familien sind richtige Maßnahmen, die mit dazu beitragen können, dass Angela Merkel und ihre Regierung den Weg aus der eigenen Krise finden. Am Montag wird Merkels neuer Sprecher Steffen Seibert in sein Amt eingeführt. Er soll die Politik der Kanzlerin besser verkaufen. Der Neuanfang im Wirtschaftswunderland Deutschland kann also beginnen. Es gibt viel zu tun. Packen Sie es an, Frau Merkel!

Egal, welches journalistische Glühwunder beim Westfalen-Blatt diesen Kommentar verfasst hat, er oder sie muß mit sehr sehr wenigen mittleren und großen Unternehmen in den letzten zehn Tagen gesprochen haben. Nach ziemlich vielen Terminen in dieser Richtung – vor allem Familienbetrieben – ist der Tenor dort weitaus verhaltener. Von Jubel gar ist absolut nicht die Rede. Obwohl min. die Hälfte sicher Unions-Anhänger sind.

Lohndumping: Amt alles andere als untätig

Negative, aufgeregte Kommentare in Weblogs sind Legion! Kann man sie ernst nehmen? Ganz oft nicht. Nur, wenn sich so viele Betroffene zu einer Sache melden wie zum Artikel „Lohndumping beim Kultnahversorger?„, die sich alle ähneln, und das über einen längeren Zeitraum hinweg: Da sollte man von einer gewissen Relevanz ausgehen dürfen.

Das habe ich getan. Seit ich von der Sache weiß, beschleicht mich nämlich jedes Mal ein Unbehagen, wenn ich im Jibi einkaufen gehe. Das Bielefelder Arbeitsamt hat deshalb von mir Post bekommen, mit dem Hinweis, dass Combera in deren Jobcenter als redlicher Arbeitgeber geführt wird; hier im Blog dazu im Gegensatz aber Vorwürfe aus mehreren Städten laut werden.

Die Agentur hat meinen Hinweis nach Leipzig weiter geleitet. Gerade habe ich mit einer Dame dort telefoniert, die sich sehr gut mit dem Thema und diesem Arbeitgeber auskennt. Interessant ist: Man sammelt in Leipzig bereits länger alle Informationen und ist sehr wohl aufmerksam. Mehr noch: Das Arbeitsamt hat Combera bereits mit ähnlichen Vorwürfen im Netz konfrontiert. „Subjektive Sicht“, kam da lapidar zurück. Logisch, sind ja nur wütende Blogkommentare Einzelner … trotzdem ist der Kommentarstrang im Bielefeld-Blog ein weiteres von vielen Indizien, das hoffentlich auch demnächst eingesetzt werden kann.

Fakt ist: Das Arbeitsamt bekommt die Verträge nicht zu sehen, kann entsprechend so lange nichts dagegen tun, bis sich genügend Arbeitnehmer melden. Das ist eine klare Ansage. Damit solche Firmen sich nicht weiterhin mit „das sind doch Bekloppte, die sich rächen wollen“ rausreden können, müssen möglichst viele Aussagen her. Doofe Situation und ich hab gut reden, ich weiß. Trotzdem: Bitte, traut euch!

Karstadt-Story immer unappetitlicher

Der designierte Karstadt-Käufer Nicolas Berggruen bekommt Gegenwind aus der Hauptvermieter-Gruppe der insolventen Kaufhaus-Kette. Wie die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Morgige Ausgabe) erfuhren, wären einige Mitglieder der Highstreet-Immobiliengruppe „nicht unglücklich“, wenn Karstadts Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den italienischen Investor Maurizio Borletti als Kaufkandidaten berücksichtigen würde. Görg hält aber an Berggruen als Karstadt-Käufer fest. Borletti teilte mit, er habe sich mit Highstreet – der die meisten Karstadt-Filialen gehören – auf die „künftigen Konditionen des Generalmietvertrags“ geeinigt. „Das bereitet für uns den Weg zu einem extrem zügigen Vertragsabschluss und -vollzug, sollte es Berggruen bis zum 2. September nicht gelingen, eine Einigung mit Highstreet und seinen Gläubigern zu erzielen.“

Am 3. September entscheidet das Amtsgericht Essen über Karstadts Insolvenzplan. Bedingung: Der Mietstreit von Berggruen und Highstreet muss beigelegt sein. Borletti ist an Highstreet mit zwei Prozent beteiligt.

„Borletti ist an Highstreet mit zwei Prozent beteiligt“. Aha. Die über 20.000 anhängigen Lohnsklaven natürlich nicht. Wie sagt man dazu? „Schmierenkomödie“. Erinnert an den genialen Deal, den ein gewisser Autohersteller namens FIAT bei Opel anstellen wollte ….

Trauer beim Stadtkämmerer, Jubel bei Berggeblitzten

In der 33. Kalenderwoche wird der A2-Blitzer auf dem Mittelstreifen am Bielefelder Berg abgebaut. Die Arbeiten erfolgen im Zusammenhang mit der Änderung der Verkehrsführung durch den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. Die Demontage der Anlage ist für den 19. August vorgesehen. Die Bauarbeiten auf der A2 werden voraussichtlich drei Monate dauern. Der Blitzer kann erst nach Abschluss der Arbeiten im November wieder in Betrieb genommen werden. Das Ordnungsamt bittet alle Verkehrsteilnehmer, gleichwohl die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten einzuhalten. Die Polizei hat bereits angekündigt, während der Bauphase den Verkehr auf der Autobahn verstärkt mobil zu überwachen.

Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Wie man hört, gehen der Glitzermetropole nun geblitzte Wegezölle in Millionenhöhe flöten. Schlimmer noch: Der Werbeeffekt als „Capitale des schnellen Blitzes“ ist weg und die Leute auf der Autobahn sehen zu, das Städtchen links oder rechts – je nach Fahrtrichtung – liegen zu lassen. Vielleicht wolen sie aber auch nur ganz schnell ins bayerische Oberschwaben. Nach Augsburg zum Beispiel mit dem Ligakonkurrenten der Arminen und ins Umland. In der Wallfahrtskirche „Viola“ soll man hervorragend Abbitre für „Rasen auf der Autobahn bei Bielefeld“ leisten können.

SITzen and WATCHen

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Wie sehr Kreative aus der Glitzermetropole auch die Kultur der Sch…..h……er dieser Republik beeinflussen, wurde auf der Rückfahrt auf der Autobahn zwischen Würzburg und Kassel deutlich. Hermine aus Kalwitten, Busmitfahrerin, hatte mit 32 anderen Mittel und noch Älteren Druck. „Karl“, sagte sie, vor den Drehkreuzen der hochmodernen Sch……anlage stehend, „haste mal 70 Cent?“. Karl kramte in der beigen Windjacke die letzten Cent zusammen, Hermine drückte sie in den modernen Kassenautomaten, ein „Ticket“ – Marke „Berechtigung zum Sch…….en“ wurde gedruckt, Hermine schlüpfte, nein rannte durch das nachgebende Drehkreuz in das erstbeste Klohäuschen. Da erst begriff sie die subtile Eleganz, nahm die automatisch sich desinfizierende Klobrille wahr. Als sie endlich thronte und der Druck sich langsam abbaute, ging der Blick zur abgeschlossenen Tür. Allerliebst gestaltete kleine Plakatpreziosen hingen da. Gerahmt und mit seitlicher Aufschrift „Designed by Sit and Watch“.

Hermine staunte. „Werbung an der Schüssel“. Wer das wohl machte. Erlösen wir sie, die sich dann mit 50 Cent vom Klogutschein einen Kaffee gönnte und die „50 Cent Sanifair Wert-Bon“ mit einsetzte.

„Sit and Watch“ ist ostwestfälisch und heißt: „Sitzen und gucken“. Die Agentur sitzt in der Glitzermetropole und hat ihre Schreibtische nebst Desktop ins Klo verlegt. Da guckt sie, wie das so geht.

So macht man aus „Schei….e“ Geld. Kehr Mann, sind die Bielefelder doch ein kreativ-cleveres Völkchen. Den Link ins Klo sparen wir uns mal….

Jetzt schreiben wir mal über das, was gestern Thema einer Reportage im Augsburger Raum war: Weltweit vertriebene Fahrzeuge für die Kanalreinigung 🙂

HURRA!!

Knapp die Hälfte der 20 Großstädte, die die Ehre haben, demnächst auf Google-StreetView
veröffentlicht zu werden liegt in NRW.
Und BIELEFELD gehört dazu!

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(Ein schöner Erfolg für das Bielefeld-Marketing.)

SCHUTZRÄUME / מקלטים

SCHUTZRÄUME / מקלטים

Vom 3. bis zum 25. September zeigen die Fotografinnen Dana Ariel aus Israel und Cathleen Falckenhayn aus Deutschland im Rahmen der Ausstellung SCHUTZRÄUME in der Galerie 61 ihre Arbeiten zur ehemaligen deutsch deutschen Grenze und zu Luftschutzbunkern in Israel.

Eröffnung: Freitag, 03.09.10 um 20:00 h
Künstlergespräch: Freitag, 25.09.10, 15:00 h
Sonderöffnungszeiten: Do + Fr 10 – 19 h; Sa 12 – 16 h

schir – art concepts initiiert kulturelle Austauschprojekte zwischen Deutschland und Israel. In diesem Projekt gibt schir in Kooperation mit der Galerie 61 und der DIG Bielefeld zwei talentierten Nachwuchskünstlerinnen Gelegenheit in einen Dialog zum Themenbereich soziale Räume und Grenzerfahrungen zu treten. Es werden neue Sichtweisen auf das jeweils andere Land ermöglicht und Reflexionen über den eigenen Kontext angeregt. Neben einer Eröffnung und einem Katalog finden Künstlergespräche und Führungen in der Galerie statt um der interessierten Öffentlichkeit die sozialen und ästhetischen Impulse der Ausstellung näher zu bringen.

Dana Ariel, ehemalige Studentin der renommierten Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem, erforscht in ihrer Serie „Border“ den geographischen und sozialen Grenzbereich der ehemaligen deutsch deutschen Grenze. Die Grenzsteine stehen in ihren Fotografien nicht im Mittelpunkt, sondern werden erst auf den zweiten Blick wahrgenommen. Der Wanderweg zwischen den Grenzsteinen, eingebettet in einen teils nebeligen Wald, wird zu einem Zwischenraum, der eine eigene Dynamik entwickelt.

Cathleen Falckenhayn studiert im Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld Fotografie. Im Frühjahr 2010 verbrachte sie einige Monate in Jerusalem und beschäftigt sich in ihrer neuen Fotoserie mit Schutzräumen in Israel. Dies sind abschließbare Sicherheitsbereichen innerhalb von Gebäuden, die dem Schutz der Zivilbevölkerung im Kriegsfall dienen. Oft werden diese Räume zu normalem Wohnraum umfunktioniert und erhalten so ein überraschendes Eigenleben als Fitnessraum oder Gästezimmer.

Gemeinsam eröffnen die Arbeiten interessante Perspektiven auf Fragen zu sozialem Charakter und Wandel von Räumen. Sie setzen ihren Fokus auf Grenzbereiche des sozialen Raumes und zeigen Ambivalenzen und unvorhergesehene Entwicklungen auf, die zum Blick hinter gängiges schwarz-weiß Denken einladen. Die Arbeiten verbinden Gegenwart und Geschichte der Länder miteinander und bieten dem Betrachter genügend Raum eine persönliche Beziehung zu den Bildern herzustellen.

galerie 61
Neustädter Straße 10
33602 Bielefeld

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