Archiv für den Monat: August 2010

Voll die Dramatik

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Während die Eltern eines Eingeschulten zur Feier des Tages zum Italiener luden dürften einigen Kids die Mägen geknurrt haben. Aber wie sagt doch Thilo Sarrazin so nett? „Sie haben das falsche Gen“. Oder meinte er, „ein Einkauf bei Aldi oder Lidl deckt alle Begehrlichkeiten ab“?.

Tag der I-Dötze

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Heute lassen sie die kleinen Mädchen und Kerlchen hochleben, verzuckern ihnen die engen Buchenholzstühle, die Erzieher wischen noch selbst die grüne Tafel ab. Nur die Omas, Eltern und Anverwandten wissen, was da noch unweigerlich auf sie zukommt. „Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir“ sagte schon der Römer Seneca. Na ja. Lassen wir das mal so stehen. Der Hamburger Kochmeister Christian Rach sagte daggen gestern Abend im Bildungskanal der Elisabeth Mohn:

„Der Applaus des abgeleckten Tellers ist das Adrenalin, das wir brauchen“. Schmeißt Messer, Gabel und Löffel weg und ran an die Schultüten. Der erste Tag ist süß, aber dann…..

Alles wird gut!

Bielefeld 2025:
Die Lutter fließt träge an der Sparrenburg vorbei, der Ostwestfalendamm ist rückgebaut
und die Innenstadt ist endgültig den kommunal begrünten Brachflächen gewichen.
Von weit her reisen die Menschen an um „das Wunder von Bielefeld“, die Stadt,
die es nicht mehr gibt, persönlich in Augenschein zu nehmen. Endlich ist die Vision
wahr geworden und das Bielefeld ein echter Tourismusmagnet geworden.
Ein gebeugtes altes Männlein mit versteinertem Gesicht führt persönlich die Touristen
herum und erklärt ihnen immer wieder unbeirrt die Geschichte dieser Verwandlung
und dass es selbst auch einmal ein echter Marketing-Direktor war …

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Aktion letztes Hemd

Das Bielefelder Bündnis „Letztes Hemd“ lädt für den morgigen Dienstag zu einer öffentlichen Mal-Aktion ein. Kommt vorbei und bemalt dort ein „letztes Hemd“ mit eurem Slogan gegen das unsoziale Sparpaket.  Zeit: Dienstag, 31. August, 15.00 bis 17.00 UhrOrt: Jahnplatz, Bielefeld 

Die Hemden sollen am Dienstag auf Tischen bemalt und PassantInnen mit Flyern über die Aktion informiert werden. Die frisch bemalten Hemden werden dann auf Wäscheleinen präsentiert. Die Presse ist zur Berichterstattung eingeladen. Hunderte „letzte Hemden“ mit Slogans von BürgerInnen gegen das Sparpaket sind schon beisammen. Doch wenn wir sie am 16. September vor dem Bundestag anlässlich der Debatte um das Sparpaket präsentieren, sollen es noch viel mehr sein.Am 16. September sollen die Hunderte von Hemden dann in Berlin auf einem großen Laufsteg vor dem Reichstag präsentiert werden: Aktive aus den verschiedenen „Bündnissen letztes Hemd“ wählen jeweils ein Hemd mit euren Slogans von einer langen Wäscheleine, ziehen es über und flanieren über den Laufsteg. An dessen Ende nehmen ihnen eine von der Leyen- und eine Merkel-Puppe ihr „letztes Hemd“ weg. Die Abgeordneten laden wir ein, der ungewöhnlichen Modenschau beizuwohnen. Wir konfrontieren sie mit den Argumenten der BürgerInnen, warum sie das Sparpaket aufheben müssen.

Start der 35. Woche

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Jetzt wissen wir endlich dank der NW, wer der rappeldürre Kerl war, der wochenlang hinter unserer Waage stand und jeden Hüpfer auf die Wiegeplatte genauestens protokollierte. Es war der Abgesandte von „google waight-view“. Tja und jetzt haben wir den Salat. Aus 1000 freiwillig abgefangenen und gewogenenen NRW-lern errechnen sie, jeder Zweite (wieso eigentlich jeder?) sei zu dick. Da muß man ja was tun. Wie wärs mit Camps „Nicht essen macht frei“ oder „Dünne wählen eher rechts“ oder sowas? Da wird den Experten schon was einfallen. Hauptsache, sie haben wieder eine Sau, die sie durch die Landschaft treiben können…..

…. vielleicht so wie Baron Mü…. sorry Gutti, der durch das wilde Afghanistan tobt und sich vor der Kamera des engagierten PR-Fotografen ein richtiges Shooting in voller Montur liefert. So, wie man das braucht, wenn man beim Brunnenbohren plötzlich Öl gefunden hat und nun versucht, das den Einheimischen zu klauen. Unser Kriegsminister spielendes fränkisches Model ist halt gerne im Mittelpunkt „bei den Menschen da draußen“.

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NW-Chefredaktor Thomas Seim hat die Nase gestrichen voll von dem gut besoldeten SPD-Pöbler im Bundesbanksessel und macht sich in einem Kommentar Luft: „Es reicht“. Dabei finden alle aufrechten Teutschen das richtig Klasse, wenn der Thilo mal die – nach seinem Gusto verzerrte – „Wahrheit“ in bester Clement-Manier herausbrüllt. Irgendwie muss sein besch…..es Buch doch an die rechten Leute gebracht werden. Wenn dann heute Abend noch der bei seinen Interviewversuchen über den Tisch schleimend kriechende Beckmann den Thilo zu Gast hat, klappt das schon Thilo. Die paar Kröten, die man Dir für Deine Weisheiten zahlt, lassen sich dann prächtig aufpeppen. Reichspropmini Goebbels hätte im Sinne der „Rassenhygiene“ seine Freude an Dir gehabt.

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Aber was tangiert uns in der Glitzermetropole das alles. Erfreuen wir uns lieber an den gradezu weltstädtischen Arkaden mit Blick Richtung Obernstraße. Da hinten, wo das italienische Kleingefährt steht, gibt es jetzt einen Apfel-Laden in Blickweite des Platzhirsches Gravis im Welle-Haus. Weniger Schlangen und kompetente Leute. Was wollen Anhänger der Computer-Sekte aus Kalifornien mehr? (Zum Beispiel nicht so ein Geschiss mit iTunes, nicht solch einen Hype um EiPhones, Software, die nach der Erstinstallation auch funzt. Aber das wäre zu viel verlangt, schließlich zahlt man ja auch mehr als bei der Konkurrenz mit dem Fenster).

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Almdudler überfordert

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Zweites Spiel, zweite Niederlage. Zu allem Überfluss flog Arminen-Torschütze Guela in der 90. wegen Tätlichkeit vom Platz. Trainereleve C. Ziege wird da noch eine Menge Arbeit haben, soll der Klassenerhalt gelingen. Aber Osnbarück und Paderborn machten es auch nicht besser.

Stiller Sonntag in der Glitzermetropole

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Sie hat schon so ihre großstädtischen Ecken, die Glitzermetropole unter der Sparrenburg. Einzige Großstadt zwischen Hamm und Hannover. Durchflossen von der reißenden Lutter. Gesegnet mit einem Seeartigen Tümpel in Schildesche mit Eisenbahnviadukt darüber. ICE-Bahnhof. Europabus-Bahnhof. Flaniermeilen. Einem berühmten Platz aus der neorealen Zeit des geschwärzten Wellbleches. Anziehungspunkt für ein paar Touristen, die auf der Autobahn mal grad gucken wollen, was „Alm“ heißt.

Bis sie platzen

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Warum über die Meiler diskutieren. Schüttet die ausgebrannten Stäbe in die Büros der Atombetreiber, zahlt keinen Atomanteil am Stromgeld mehr und irgendwann werden sie platzen. Die Meiler. Nicht die Bäuche der sich mästenden Monopolisten.

Morgen Energie

Noch hält sich Arminia nach einem verlorenen Spiel ganz gut in der Tabelle Niemandsland. Morgen zur Gulaschzeit wird das Match gegen Energie Cottbus angepfiffen, die als stolzer Fünfter aud die Alm kommen. Mal gucken, wie die Werkeself danach dasteht. Offentlich besser als Kaiserslautern-Unterlieger FC Bayern.

Bielefelder Hübschheiten

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Sage niemand, Bielefelderinnen seien nicht hübsch. Isabell Horn zum Beispiel, Darstellerin in der der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Jetzt vorgestellt im Samstagmagazin der NW. Eine 26 jährige Quirligkeit, wie Mann sie ab und zu unter Sparren – und Hünenburg trifft. Was wohl mit der Teutoburger Bergluft und der Stimmung in dieser einzigen Glitzermetropole zwischen Dortmund und Hannover zu tun hat. Derzeit treibt sie in Berlin wegen der täglichen Dreharbeiten ihr „Unwesen“.

In der Metropole dagegen sind aktuell die vier Finalisten der „NW Bielefeld-Gesichter“. Zur Blondheit Vanessa Jessen (2. von rechts) meinte die so gar nicht blonde schönere und bessere Hälfte: „Die würde ich wählen“. Seit wann steht sie auf Frauen?

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Sie mögen die „mächtigste Frau der Welt“ nicht mehr

Erneut sind viele Fragen unbeantwortet geblieben. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Energie-Tour beendet, aber Unklarheiten noch nicht beseitigt. Um wieviele Jahre werden die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert? Bleibt es wirklich bei der Brennelementesteuer? Und wie hoch ist der Zusatzbeitrag, den Energiekonzerne über die Steuer hinaus zahlen sollen? Das sind die offenen Fragen nach der Bildungsreise. Angela Merkel hat sich zwar mit den Atombossen getroffen, aber sie ist mit ihnen nicht auf Schmusekurs gegangen. Es spricht für die Bundeskanzlerin, dass sie sich gegenüber der mächtigen Lobby in einigen Punkten kritisch gezeigt hat – etwa bei der umstittenen Zeitungsanzeige, mit der Wirtschaftsführer wie der Chef von RWE versucht hatten, vor Merkels Besuch mit einem energiepolitischen Appell Stimmung zu machen. Der Schuss ging nach hinten los, weil Merkel Klartext redete. Die Kanzlerin hat auch gepunktet, weil sie durchblicken ließ, an der Brennelementesteuer in Höhe von 2,3 Milliarden Euro festhalten und den Atomkonzernen darüber hinaus eine weitere Abgabe abverlangen zu wollen. Erwartet wird, dass das Energiekonzept der Regierung eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke von zehn bis fünfzehn Jahren vorsehen wird. Trotz der rot-grünen Träumereien vom sofortigen Ausstieg: Alles andere als eine
Verlängerung der Laufzeiten wäre illusorisch. Fast 20 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland stammt zwar bereits aus erneuerbaren Energien. Und in zehn Jahren sollen es fast 40 Prozent sein. Doch noch können wir nicht vollkommen auf die Meiler verzichten, die weltweit zu den sichersten zählen. Schließlich soll der Strom bezahlbar bleiben. Und Energie aus Russland für teures Geld zuzukaufen und somit abhängig zu sein – das wäre kein guter Plan. Die Frage wird sein, mit wieviel Geld genau die Konzerne zur Kasse gebeten werden. Daran wird letztlich auch Kanzlerin Merkel persönlich gemessen. Gelingt ihr es, einen Betrag durchzusetzen, der höher ist als die bisherigen 2,3 Milliarden Euro, könnte sie gestärkt aus der Debatte hervorgehen. Muss sie klein bei geben, wird das der Öffentlichkeit nur schwer zu vermitteln sein. Fakt ist, dass der Bundesregierung Ärger ins Haus steht. Auf Initiative der rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen haben sich neun Bundesländer zusammengeschlossen, um gegen das Energiekonzept vorzugehen, darunter Hamburg, das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen – Länder, in denen die CDU mit auf der Regierungsbank sitzt. Wenn Schwarz-Gelb die Pläne ohne Mitwirkung des Bundesrats durchboxen will, droht der Regierung sogar eine Verfassungsklage. Darauf haben die Länder bereits vorsorglich hingewiesen. Angela Merkel stehen stürmische Zeiten bevor. Die Bildungsreise ist beendet. Und obwohl das Energiekonzept noch nicht vorliegt, hat der Ärger längst begonnen.

Auch unser liebes Westfalen-Blatt rückt mehr und mehr von der mit idiotischen Verherrlichungsartikeln ohne Sinn und Verstand hochgeschriebenen „mächtigsten Frau der Welt“ ab. Es ist eben die übliche Merkel-Politik: So lange warten, bis es sich irgendwie erledigt, ausgeht, anegleicht oder liegenbleibt. Das hilft aber weder „den Menschen draußen im Lande“ noch Deutschland. Es isr einfach nur klammern am wichtigen Stühlchen, auch wenn die Beinchen immer noch nicht auf den festen Boden reichen.

Rad in der Ravensberger

Am Samstag, 4. September, werden ab 11.00 Uhr öffentlich Fundräder auf dem Gelände des Ordnungsamtes, Ravensberger Park 5, vor dem mittleren Eingang versteigert. Etwa 80 Fahrräder können gegen sofortige Barzahlung erworben werden. Sagt eine Pressemeldung der Stadt Bielefeld.

Hoffentlich ist da gutes Rad nicht teuer.

Elisabeth I. von Gütersloh

Hofberichterstattung selbst gemacht: Nach etlichen kritischen Beiträgen über Bertelsmann kontert der Medienkonzern nun mit einer Info-Broschüre von und über seine oberste Herrin Liz Mohn. Die Schrift „Liz Mohn: Positionen – Unternehmenskultur und Werte. Ausgewählte Veröffentlichungen“ enthält neben Aufsätzen und Grußworten der Konzernlenkerin auch den Nachdruck eines sechsseitigen Porträts aus der Illustrierten „Bunte“, erdichtet vom lyrischen Tenor des deutschen Journalismus Paul Sahner. Das Büchlein erscheint im stiftungseigenen Verlag und kann bereits kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Gelesen auf turi 2.

Ausgerechnet Paul Sahner. Ach wie schön, wie herrlich. Reine Liebe, Verständnis, Kultur. Mitten in der tiefen Provinz. Der Konzern kann noch so groß werden, diese bigotte Gemein nützigkeit wird er niemals ablegen. Runterholen kann man sich Elisabeths Ergüsse als PDF hier.

Für Bankster wären das Peanuts

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Titelseite der NW vom 27. August 2010

Wenn jemand trotz einer Herzerkrankung, mit der wahrlich nicht zu spaßen ist, einen wichtigen beruflichen Termin wahrnimmt, ist er entweder verrückt oder leichtsinnig. Das mag auch für den ehemaligen Schieder-Chef Rolf Demuth gelten, der für den Auftakt im Schieder-Betrugsprozess einen Krankenhausaufenthalt im Herzzentrum Bad Oeynhausen unterbrach. Gegen den Willen der Ärzte setzte sich der 71-Jährige auf die Anklagebank. Demuth wollte nicht den Anschein erwecken, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Dafür gebührt ihm Respekt – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es wird Zeit, dass der Fall drei Jahre nach Bekanntwerden der Bilanzfälschungen juristisch aufgearbeitet wird. Und da ist es gut, dass Demuth den Prozess nicht schon vor Beginn platzen ließ. Vor allem die ehemaligen Mitarbeiter des Möbelriesen haben einen Anspruch auf Aufklärung. Sie haben am meisten unter der Pleite und den Betrügereien gelitten. Viele verloren ihren Job und machten zum Teil erhebliche Lohnzugeständnisse. Sie werden genau zuhören, wenn am 16. September Rolf Demuth aussagen wird.

Liebes Westfalenblatt. „Der Lipper an sich“ ist arbeitsam, verschwiegen, geiziger als ein Schotte und stolz wie Bolle. Da steht er nun, der alte Rolf und bekommt vom Gericht die Leviten gelesen. Natürlich sind Bilanzfälschungen in Höhe hunderter Millionen und Mitarbeiteraustricksereien kein Kindergeburtstag. Aber gemessen an dem, was die ehrenwerten Bankster veranstaltet und in Milliardenhöhe verursacht haben, sind das wirklich die berühmten „Peanuts“. Wie viele dieser Bankster stehen aktuell vor Gericht?

Neuer Streich aus Brüssel

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Immer wenn diese seltsame Hornissenfarbene Regierungskoaltion in Berlin eine ihrer unmöglichen „Entscheidungen“ verstecken will, läuft das über die EU in Brüssel. Dann legt die Größenwahnverwaltung mit ihren 20.000 teuren Wasserköpfen was vor. Diesmal der Führerschein. Soll ab 2013 jetzt nur noch 15 Jahre gelten. Was man als Polizei locker durch Kontrolle des Personalausweises prüfen könnte, wird dann den diversen Gebührenschneidern anvertraut. Dekra usw. freut Euch schon mal……. Umsatzbeschaffungsmaßnahme für Fahrlehrer inbegriffen.

Beilagenkrieg der Möbler?

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Zurbrüggen, Porta, Heinrich und draußen im Paderborner Outback lauert der Fußball-Finke. Die Möbler der Region überschlagen sich mit ihren Beilagen in den Gazetten. Noch größer, noch schöner, noch gigantischer. Die Superlative sind immer noch einmal topbar.

Wer soll den ganzen Kram eigentlich kaufen?

Wo verbrate Straßebauamt Kohle? Am Besten im Westen!

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Baustellen an vielen Ecken der Stadt, Fahrbahnerneuerung im Trend, nur nicht da, wo es nötig ist.

z. B. Großdornberg, Ortsdurchfahrt: Intakte Fahrbahndecke abgehobelt, Reibeisenfahren bis auf weiteres …

z. B. Bielefeld, Wertherstraße, Abzweig vor Stapenhorststraße stadteinwärts: Intakte Fahrbahndecke abgehobelt, Reibeisen wie oben.

z. B.  Bielefeld-Ost, Meinolfstraße ab Bleichstraße: Extreme Rüttelstrecke durch krasses Kraterflickwerk … nichts passiert! … DA sind ja auch nur Omis mit Rollator unterwegs und keine SUV-Hausfrauen.

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WER ist eigentlich für so eine Planung verantwortlich?

Die Fahne hoch ….

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Manchmal, wenn der CDU-affine Oberumfrager von Bielefelds Emnid, Klaus-P. Schöppner, mal wieder so richtig einen raustut, kann einem schon die Spucke wegbleiben. Dauert aber nur kurz. Denn dann fällt einem das Lied der „Bielefelder Bewegung“ ein. Jenem Horst Wessel, der die Lieblingshymne der Nazis schrieb und mit der damals ziemlich linientreuen Arbeiterstadt zu tun hatte: „Die Fahne hoch …“ Wenn man dann in der NW liest, daß Schöppner Roland, Koch, Friedrich Merz und Joachim Gauck für „Wirtschafts- und Sozialkompetente Menschen mit aufgeklärten Pariotismus“ hält und als Köpfe einer noch rechteren CDU neben der heutigen Merkel-Truppe sieht, wird der Blickwinkel aber dann doch ziemlich rechtslastig.

Wie löst ein Roland Koch dann eigentlich das Problem der „jüdischen Vermächtnisse“?

Schwierigkeiten?

Das Problem ist nicht neu, die Zahlen sind es: Zwei Drittel der Unternehmen haben Schwierigkeiten, Fachleute zu finden. Was nun, was tun? Selbst aktiv werden. Kein Unternehmen sollte sich darauf verlassen, dass geeignetes Personal schon irgendwann zuwandert oder nachwächst. Die, die da sind, müssen gefördert werden. Das fängt bei den Auszubildenden an: Wer sich nur mit Abiturienten zufrieden gibt, wird sie über kurz oder lang entweder ködern müssen. Oder er wird merken, dass sein Plan nicht
mehr aufgeht, weil es nur noch wenige Abiturienten gibt, die eine Ausbildung machen wollen. Er wird also Real- und Hauptschüler zum Vorstellungsgespräch einladen müssen – wohl wissend, dass ihre Ausbildung vielleicht etwas länger dauert und er sie intensiver betreuen muss. Aber auch wohl wissend, dass es gut ist, sie überhaupt zu haben. Fest steht: Der Arbeitsmarkt wandelt sich mehr und mehr dahingehend, dass nicht die Arbeitgeber, sondern die Arbeitnehmer wählen können. Für junge Menschen ist das eine riesige Chance. Für Unternehmen eine riesige Herausforderung.

Liebes Westfalenblatt, dann sitzt Ihr mal schön dem Geheule der einschlägigen Verbände und den nach dem Maul bezahlten „Experten“ auf anstatt auf das Millionenheer der Arbeitslosen, „Geförderten“, „Aufgestockten“ und Jugendlichen zu schauen? Keine Akademiker darunter? Keine Fachkäfte?

Dieses unglaubliche Werder

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Der Rosé im Becher hatte schon eine leichte Wärme. Der TV-Moderator des Spiels um den Einzug in die Champions-League zwischen Sampdoria Genua und Werder Bremen plätscherte unaufhörlich verbal eher auf einen Auszug der Norddeutschen hin, da entschloß sich der Schreiber, das Haupt zur Nacht zu betten. „Du guckst Dir das nicht bis zum Ende an?“ fragte die Fußballmiterlebterprobte schönere und bessere Hälfte. „Wird doch nichts mehr“. Heute, in der Stunde der Früh, hielt sie triumphierend den Finger auf die Startseite des Web: „Da, die haben das noch geschafft“. Tatsächlich. Zwar 2:3 verloren. Doch eingezogen in die Fußballliga, wo es um Milch, Honig und Millionen geht.

Unglaublich, dieses Werder. Und ohne Ö. Aber sie meinte nur trocken: „Der Pokal hat eben seine eigenen Gesetze“.

Gegen den Wind

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Die fachkundigen Schrauberhände einer Zweiradoase hatten das betagte Bike preiswert und perfekt ausgerichtet auf die aufgeblasenen Räder gestellt. „Willst Du wirklich gegen den Wind stürmen?“, fragte listig die schönere und bessere Hälfte. „Ja, ich will“ bekam sie zur Antwort. Es rauschte, es stürmte, es machte die Beine länger, es zwickte, es zwackte. Es sah nicht so aus wie bei „Don Alphonso„, der durch das Outback eines bayerischen Städtchens mit vier Ringen stürmt und mit dessen Heimat den Schreiber allerlei Erlebnisse in der Jugend Wahn verbinden. Nein. Gut, daß zwei radelnde Blondheiten in ihrem Rücken nicht mitbekamen, wie ein Eiertanz um ein weiß-rotes Wegehemmnis aussehen kann. „Unkapriziös“ wäre da noch eine galante Umschreibung. „Wie, schon wieder da?“, ätzte die schönere und bessere Hälfte. „Klar, 12 Kilometer sind nun mal nicht länger“.

Der Kult-Nahversorger ist „verärgert“

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Das Thema „Neuer Regaleinräumer bei Jibi“ wurde ja zuerst hier thematisiert und auch ausführlich kommentiert. Nun hat Marius Giessmann von der NW sich des Themas angenommen und Jibi und Combera – den neuen Dienstleister mit cleverem Sitz in Leipzig – zitiert. Die ehemals lange Jahre betreuende Büttgen-GmbH wurde nicht befragt. In einem Kommentar zu dem Thema schreibt Marius allerdings von einem „Teufelskreis“ der Entlohnung. Eben. Wie schön ist es da, daß fleißige Einräumer früher das Arbeits-T-Shirt von Büttgen gestellt bekamen und jetzt dafür bei Combera für das Logo auf dem Rücken 5 Euro abdrücken müssen. Ein Schelm, wer Jibis Argumenten folgt, man habe sich nicht „aus Kostengründen“ für einen neuen Dienstleister entschieden. Im Einzelhandel, wo um jeden Cent gerungen wird, ziemlich unglaubhaft.

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Dann werden also nun die den Schritt hemmenden und zu den Kassen leitenden Billigschütten das Einkaufen weiter begleiten. Schließlich muß man sich gegen Aldi, Lidl und Co. „wehren“.

PS: Marius teilt mit, er habe Büttgen befragt und eine Antwort per Mail bekommen. Mehr siehe hier in seinem Kommentar.

Neues aus Forsas Kaffeesatz

Dem deutschen Einzelhandel steht mit einem Umsatzplus von rund 1,4 Mrd. Euro das beste Weihnachtsgeschäft seit dem Jahr 2006 bevor. Das ergibt sich aus dem Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH) im Auftrag der Messe Frankfurt. Sie wurde zum Start der Konsumgütermesse Tendence (27. bis 31. August 2010) in Frankfurt am Main vorgestellt.

Laut Forsa gaben zwölf Prozent der Deutschen an, Weihnachten 2010 mehr Geld ausgeben zu wollen. Im Durchschnitt planen sie rund 15 Prozent höhere Ausgaben ein. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung bedeutet dies, dass sich der Handel aus heutiger Sicht auf ein Umsatzplus von rund zwei Prozent vorbereiten kann. Auf Basis des Vorjahresvolumen des Weihnachtsgeschäftes, das laut bisherigen Berechnungen des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) bei 73 Milliarden Euro lag, ergibt sich ein Umsatzanstieg von 1,43 Milliarden Euro. Das würde für den Einzelhandel das beste Weihnachtsgeschäft seit dem Jahr 2006 bedeuten. Die Neuheiten und Trends für die Themen Wohnen und Schenken, nach denen die Konsumenten im Weihnachtsgeschäft fragen, ordert der Handel auf der Tendence in Frankfurt. Die Konsumgütermesse ist in der zweiten Hälfte des Jahres die Messe mit dem internationalsten Angebot. Sie gliedert sich in die beiden Fachmessen Giving und Living. Während Giving die ganze Welt der kreativen Geschenkideen abbildet, ist Living die Plattform für Wohnen und Design. Die Tendence zeigt die neuesten Trends für die kommende Herbst-/Wintersaison und gibt einen ersten Ausblick auf die Frühjahrs- und Sommerneuheiten des nächsten Jahres.

Toll, toll, Was Forsa so umfragt. Ein in der Branche Wohnen und Design ziemlich bekanntes Unternehmen aus dem hisigen Raum sagte dazu aktuell: „Gezielter Regierungsamtlicher Bullshit. Wenn Du Forsa genug Geld gibts, den angeblichen Aufschwung herbeizufragen, dann tun die das auch“. Eben. Aber nicht nur Forsa tut das.

Wenn der Obersee krebst

Aufgrund der Medienberichterstattung, wonach für das Einsetzen von Edelkrebsen in den Obersee einige Hundert Euro fehlen, haben sich zahlreiche Bielefelder Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine gemeldet und Spendengelder angeboten. Für dieses Engagement bedankt sich das städtische Umweltamt. Der Krebsbesatz, der neben anderen Maßnahmen im See für ein biologisches Gleichgewicht sorgen soll, wird durch das Land Nordrhein-Westfalen voraussichtlich mit einem Zuschuss von 90 Prozent gefördert. Nachdem durch Spendengelder die Finanzierung des städtischen Eigenanteils gedeckt ist, können jetzt alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, um – jahreszeitlich bedingt – die Krebse im Mai nächsten Jahres im Obersee auszusetzen.

Soweit die Pressemeldung der Glitzermetropole. Ach Ihr armen, armen Hascherln am Niederwall. Ein paar hundert Euro haben für das Einsetzen gefehlt? Da wär ja dann glatt das städtische jährliche Krebseessen für „Honoratioren“ und Adabeis gefährdet gewesen. Sollen wir für Lachs und Kaviar sammeln?

Sommerliches Aufflackern

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Neulich, als es noch mal so richtig sommerlich warm war, beschlossen die schönere und bessere Hälfte nebst einer ebenfalls schöneren und besseren Hälfte und deren noch jungen Töchtern, ihre Reize im Naturbad Brackwede auszustellen. Man schwamm im „Wasser ohne Chemie“, gespeist aus der Ems/Lutter-Aue, stabilisierte die weibliche Kinderpsyche mit diversen Eisen und erzählte nach der Rückkkehr an den heimischen Herd recht positiv. Frau muß sich das Leben eben so schön machen, wie es geht. Oder?

„Elite“-Liste

Josef Ackermann, Deutsche Bank
Dietrich Austermann, schleswig-holsteinischer Wirtschaftsminister a. D., CDU
Werner Bahlsen, Bahlsen
Paul Bauwens-Adenauer, Bauwens
Wulf Bernotat, BDI-Vizepräsident, früher E.on
Oliver Bierhoff, Manager der Fußball-Nationalmannschaft
Manfred Bissinger, Publizist
Herbert Bodner, BDI-Vizepräsident
Wolfgang Clement, Ministerpräsident und Bundesminister a. D.
Eckhard Cordes, Metro
Gerhard Cromme, ThyssenKrupp
Michael Fuchs, Unternehmer
Ulrich Grillo, Grillo-Werke
Jürgen Großmann, BDI, RWE
Rüdiger Grube, Deutsche Bahn
Christopher W. Grünewald, Papierfabrik Gebr. Grünewald, BDI
Jürgen Hambrecht, BASF, BDI-Vizepräsident
Tuomo Hatakka, Vattenfall
Wolfgang Herrmann, TU München
Horst W. Hippler, KIT
Hans-Peter Keitel, BDI-Präsident
Arndt G. Kirchhoff, Kirchhoff Automotive, BDI
Kurt J. Lauk, Wirtschaftsrat der CDU
Ulrich Lehner, Henkel, BDI-Vizepräsident
Friedhelm Loh, Friedhelm Loh Group, BDI-Vizepräsident
Carsten Maschmeyer, MaschmeyerRürup
Friedrich Merz, Rechtsanwalt
Arend Oetker, BDI-Vizepräsident
Hartmut Ostrowski, Bertelsmann

Bernd Scheifele, HeidelbergCement
Otto Schily, Rechtsanwalt
Wolff Schmiegel, Ruhr-Universität Bochum
Bernd Scheifele, HeidelbergCement
Johannes Teyssen, E.on
Rainer Thieme, Salzgitter
Jürgen Thumann, BusinessEurope, Ex-Präsident und heutiger Vizepräsident des BDI
Michael Vassiliadis, IG BCE
Hans-Peter Villis, EnBW
Gerhard Weber, Gerry Weber International
Werner Wenning, Bayer
Matthias Wissmann, VDA, BDI-Vizepräsident

Na, sagt Ihnen diese Liste von „Elite“-Menschen was? Ja? Sehen Sie. Uns auch. Mehr zu dieser „Allianz“, die nur „das Gute“ für das laut Sarrazin „immer dümmer werdende Volk“ (sich selbst schließt er ausdrücklich aus) in diesem Land der regierenden Birnen und GAZgerde sowie Rouladenbraterin wollen. Vorausgesetzt, die abgeschöpfte Kohle schlägt sich auf ihren Konten nieder. Ausführlich zu diesem Thema liest man hier.

Und sowas ist immer noch SPDler

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Das schiefe, häßliche Gesicht wird immer haßerfüllter. Was den Typen aus der Bundesbank nicht anficht, immer noch eine Schippe drauf zu legen. Das dann auch noch ausgerechnet in Deutschlands Volksverdummungsblatt Nummer 1 zu tun, zeugt davon, was für eine unheilige Allianz sich da am rechten Ufer zusammenrottet.

Nachgetreten

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Nein, nein. Das Pflaumenkuchenbild soll keine Anspielung auf das gestrige Eröffnungsspiel der Arminia mit dem Städtenamenszusatz, wo wir hier nicht mehr nennen, sein. (Klar, warum. Oder?). Noch kichern die Konkurrenten aus den Nachbarstädtchen Paderborn und Osnabrück. Das kann sich aber ändern. Lassen wir mal die kickende Arminenjugend flügge werden. Dann gehts lohossssss.