Archiv für den Monat: Juli 2010

Jubel, Schleiertanz und angewärmtes Bounty

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Übereinstimmend berichten gewöhnlich völlig uninformierte Kreise, die am heutigen Vormittag das Frankfurter Gelände des seniorigen Deutschen Fußball Bundes entlang fuhren, von wilden Szenen. Jubel, Schreie, Schleiertänze mit Theo Z., Umarmungen, heiße Küssereien am Riederwald: Der Kaschmir-Jogi bleibt.

Welch ein Ereignis. Welch eine lange Wartespanne. Epochal. Gottgleich. Wird sich finanziell lohnen, in zwei Jahren wieder einen Platz auf dem Podest der EM zu ergattern. Ob es nun ruhiger wird, beim seniorigen Club der alten Herren? Hat sich doch gelohnt, das Endspiel der WM mal wieder nicht erreicht zu haben.

Wo Natur wuchert

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Zwar hat die freundliche Baustelle am Teutoburger Wald so ziemlich jede marode Straße in der Metropole entdeckt, aber man scheint ein wenig Sinn – und Verstandlos vorzugehen. Das hier ist einer der vielen neuen Fußgängerüberwege. Der an der Einmüdung Ummelner Straße in die Brockhagener. Hat der Bau des Sträßleins ohnehin immens lange gedauert, hat sich die Natur mittlerweile der Fußgängerinseln bemächtigt und sie herrlich grün überwuchert. So wächst eben zusammen, was Brachfläche heißt.

Theo, ab nach Lodz!

Schmeißt der DFB-Präsident hin? Theo Zwanziger hat Amtsmüdigkeit erkennen lassen. Der 65-Jährige lässt offen, ob er weiter für die Verbandsspitze zur Verfügung steht. „Die Amtsmüdigkeit, die gibt es“, sagte Zwanziger der „Rhein-Zeitung“. Zuvor hatte er nach Angaben der Zeitung vor den Delegierten des Fußballverbands Rheinland erklärt: „Ich spüre eine tiefe Sehnsucht nach dem Privaten.“ Zwanziger sagte, es sei „momentan völlig offen“, ob er im Oktober bei der Wahl des Präsidenten erneut kandidieren werde. Grund für seine Überlegungen sei auch die heftige Kritik an seiner Person, vor allem im Zuge der Schiedsrichter-Affäre. Die Entscheidung soll bis zur nächsten Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 30. Juli fallen. „Dann müssen sich alle erklären, auch ich“, so Zwanziger.

So rauscht es grad über die Dienste. Und die Diva denkt nach. Dabei ist das so einfach. Ole von Beust hat doch grade gezeigt, wie elegant man das macht. Setzt hunderte von Millionen für ein Konzerthaus in den Hafensand, vergeigt eine „Schulreform“ und kackt mit der schwarzgrünen Politidee so richtig ab bei den Hanseaten. Theo, das kriegste auch hin. Hast ja in letzter Zeit genug Porzellan zertrampelt in Deinem DFB-Laden. „Amtsmüde“. Dürfen wir mal ganz laut kichern? Otto Normalbürger hat staatlich verordnet bis 67 zu arbeiten. Den fragt keiner.

OBPit mit Taft

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Unmontierter NW-Schnappschuß von Andreas Frücht

OBPit bestaunt beim Rathaus-Empfang zum Christopher-Street-Day Frau Taftens hohen Kopf. Wird er nicht immer mehr zum Alfred Biolek heimischer Politik? Jetzt noch eine Kochshow im Anstoßkreis des Almstadions und die Massen essen ihm zu Füßen.

Ole, Ole, Ole

Nun ist Nummer 6 aus dem Minipräseszirkel der regierenden Schönheit aus Templin zurückgetreten. Ole von Beust folgt in Hamburg einer schönen, neumodischen Tradition: Rücktritt statt Abwahl. Wir dürfen gespannt sein, was Angela „würdigend“ dazu sagt. Beim Bundeshosrt kürzlich hatte sie es ja nicht einmal für notwendig gefunden, persönlich ins Bellevue zu eilen.

Heiße Kiste

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Der Sonntag wird alles geben, was er an Sonne hat. Die Freibäder der Region füllen sich bereits. Fußball-WM ist vorüber, Jogi immer noch unentschlossen. In Hamburg will der letzte CDU-Ministerpräsident heute St. Angela Adieu sagen.

In jeder Hinsicht: heiß.

Meichsners Kesselbrink-Trauerspiel

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Die NW schildert minutiös die seltsame Meichsner-Show

Die Wogen um die ominöse Meichsner-Show in Sachen Kesselbrink schlagen immer noch hoch. Aber ob der umtriebige Mensch einsieht, daß er sich und seine Partei CDU gründlichst blamiert hat, ist eher nicht zu sehen. Man kann in der Lokalpolitik auch bis zur absoluten Bescheuertheit agieren und seinen tiefen Provinzgeist ausbreiten. Ob das dem seit Jahrzehnten häßlichsten städtischen Platz wirklich hilft, sei dahingestellt. Die Meichsners und wie ähnliche Personen heißen brauchen eben die große Bühne, um viel Lärm um relativ wenig zu machen. Da blühen sie auf und wachsen aus ihrer Zwergenrolle zu verbalen Riesen. Unterm Strich bleibt der schale Geschmack um Politik jeglicher Couleur. Es sind wahrlich nicht die herausragendsten Geister, die da herumtoben und die Glitzermetropole nach ihrem Gusto verschönungestalten wollen.

Ist Hoeneß jetzt größenwahnsinnig und machtgeil?

Uli Hoeneß will Liga-Präsident werden. Da fragt man sich: Reicht ihm nicht erstmal sein Amt als Bayern-Präsident, welches er erst vor kurzem angetreten ist?

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Die wichtigere Frage ist allerdings: Warum soll Dr. Reinhard Rauball abgelöst werden? T-Online sagt dazu folgendes: „Rauball führt den Fußball-Dachverband seit drei Jahren eher geräuschlos, dafür umso erfolgreicher. Die Liga boomt, verzeichnet den höchsten Zuschauerschnitt in ganz Europa. Die Fernseh-Verträge konnten trotz des spektakulären Scheiterns des milliardenschweren „Kirch-Deals“ abgesichert werden. Unter Rauballs Regie leistet die Geschäftsführung hervorragende Arbeit.“

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Und die letzte Frage ist wohl: Welche Ziele hat Hoeneß? Ich befürchte, dass er vermehrt die Interessen Bayerns durchsetzen wird. Seit Jahren heulen die Bayern, dass sie zu wenig Geld hätten, um in der ChampionsLeague zu bestehen. Die vergangene Saison zeigt: Scheinbar reicht es doch bis zum Finale, wenn man anständig spielt. Hoeneß wird der Antreiber sein, dass die reichen Vereine noch reicher werden und die kleineren Vereine bald keine Rolle mehr spielen. Rauball hat die ganze Liga vertreten und nicht nur die Interessen von Borussia Dortmund. Da bleibt nur die Hoffnung, dass sich Rauball einer Kampfabstimmung stellt und nicht eine weitere Kandidatur ausschließt. Laut T-Online wird Hoeneß wohl die „großen Klubs mit ihren internationalen Interessen (…) sehr schnell auf seine Seite bringen“.

Ich hoffe, dass Rauball eine Abstimmung am 18.August gewinnt, um die Bundesliga auf dem Erfolgskurs zu halten. Vor ein paar Monaten laß ich einen Artikel, dass uns viele Länder darum beneiden, eine so spannende Liga zu haben. Sollte die Fernsehgeldverteilung, über die sich Hoeneß immer wieder beschwerte, zu Gunsten der „großen Klubs“ geändert werden, werden wir bald spanische Verhätnisse haben: Die großen Klubs gewinnen 31 Spiele und werden mit fast 100Punkten Meister.

Hoffentlich bringt Rauball die kleinen Klubs hinter sich um weiter ein Präsident zu sein, der die Interessen der 1. und 2. Liga vertritt und nicht nur die Interessen seines Vereins. Sonst wird es bald ungerecht, langweilig und teurer für die TV-Zuschauer in der Bundesliga.

Montage übertrifft Original

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Nein, nein. Diesmal hat NW-Frücht nicht zugeschlagen und die Mona Lisa auf Seite 1 der NW montiert. Das ist ein ganz seltsamer Vorgang. Immer, wenn eine Zeitung die Mona Lisa zeigen will, erscheint ein Bild der „mächtigsten Frau der Welt“ (Wähleranteil in Deutschland ca. 15%) und grinst über alle templinschen Backen. Dieses Abbild wahrer Schönheit sollte den neuen Kesselbrink zieren, um den grade ein heftig-häßlicher Streit zwischen Dezernent Moss und Bezirksvertreter Mitte Hartmut Meichsner tobt. Da ging es dann nicht mehr um die Sache sondern CDU-internen Kampf. Wieder ein schönes Beispiel, warum in der geduckten Metropole unterm Steinhaufen so vieles nicht vorangeht. Geistige Provinz läßt grüßen.

Die Leyenminsterin spart Arme noch ärmer

Das Bundesfamilienministerium muss sparen – auch beim erst 2007 eingeführten Elterngeld. Insgesamt sollen die Ausgaben dafür im Zuge des Sparpakets der Bundesregierung um 600 Millionen sinken. Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge liegen nun genauere Pläne dafür vor. Demnach sollen auch Mini-Jobber und Paare, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten, künftig deutlich weniger Geld erhalten als bisher. Das Blatt beruft sich dabei auf einen Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums.

Was soll man zu Zensurullas Attitüden noch sagen? Ein Mensch von braungerändeter Familienvergangenheit ohne Charakter und Anstand. Genau die richtige Besetzung aus der chaotischen Laienspieltruppe dieser Regierung.

Warum die Bahn nicht ganz dicht ist

Die zusammengesparte Pleite, Pech und Pannenbahn kann wirklich nicht alle Tassen im Schrank haben. So vermeldet man jetzt per Presse, man „habe ja nicht mit solchen Temperaturen rechnen können“:

Die Bahn macht den Klimawandel für das Versagen der Klimaanlagen in den ICE-Zügen verantwortlich. „Zum Zeitpunkt der Planung dieser ICEs ist niemand davon ausgegangen, dass wir einmal Temperaturen von mehr als 35 Grad in Deutschland haben würden“, sagte Georg Brunnhuber, Sonderbeauftragter des Bahn-Vorstandschefs Rüdiger Grube, dem Online-Magazin stern.de. Der Hersteller Siemens habe zusammen mit Bombardier die europäische DIN-Norm für Klimaanlagen bis maximal 35 Grad beachtet. „Bis zu dieser Temperatur funktioniert die Technik auch. Wenn weiterhin so heiße Sommer möglich sind, dann wird man in Zukunft die spanische DIN-Norm beachten müssen, die als einzige in Europa Temperaturen bis 40 Grad berücksichtigt“, sagte Brunnuber.

Im Rahmen einer Komplettsanierung der ICEs solle jetzt nachgebessert werden, so der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete, der
den Bahn-Chef seit Anfang dieses Monats berät. „Wir werden versuchen, die Klimatechnik auf derart hohe Temperaturen nachzurüsten“, sagte Brunnhuber stern.de. Am Dienstag habe die Bahn eine „Taskforce“ eingesetzt, um die Ursachen der ICE-Probleme zu klären. Brunnhuber wies Vorwürfe zurück, die Bahn habe bei der Wartung der ICEs aus Spargründen geschlampt. „Die Wartung der Klimaanlagen ist absolut korrekt durchgeführt worden. Da wurde nicht gemauschelt bei den Zeitabständen“, sagte er. Er räumte jedoch ein, dass das Hitze-Chaos zu erheblichen Image-Schäden geführt habe. „Bahnchef Rüdiger Grube leidet mit, wenn er sieht, wie seine Kunden leiden müssen“, so Brunnhuber zu stern.de. „Und fürs Image der Bahn ist es natürlich schrecklich.“

Das ehemalige Bahn-Aufsichtsratsmitglied wies Forderungen nach derEinsetzung eines Untersuchungsausschusses im Bundestag zur Aufklärung der jüngsten Vorfälle bei der Bahn zurück. „Wir sehen dieser Forderung gelassen entgegen“, sagte er stern.de. „Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Winfried Herrmann, immerhin ein Grüner, hat den Vorstoß bereits als nicht zielführend zurückgewiesen. Das wird nicht kommen.“ SPD-Präsidiumsmitglied und Verkehrsexperte im Bundestag, Florian Pronold, hatte zuvor die Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses gefordert. Brunnhuber betonte das Bemühen der Bahn, von den defekten ICEs betroffene Fahrgäste zu entschädigen und die Gesundheit der Fahrgäste künftig besser zu schützen. „Wir sind bei der Bahn todunglücklich über diese Situation und werden alles tun, um die betroffenen Menschen ordentlich zu entschädigen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Belastungen durch die Hitze so weit wie irgend möglich verringert werden oder gar nicht mehr vorkommen.“ Brunnhuber war von 1990 bis 2009 CDU-Abgeordneter im Bundestag, zeitweise auch als Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg in der CDU/CSU-Fraktion. Bis März 2010 war er zudem Mitglied des Bahn-Aufsichtsrats. Als Sonderbeauftragter soll er sich vor allem um Beratung des Vorstandschefs und die politische Kommunikation kümmern.

Lesen wir doch mal hier zum Thema „Hitze früher“ nach:

Im Supersommer des Jahres 2003 mit wochenlanger Gluthitze ließ das Hoch «Michaela» den 20 Jahre alten deutschen Hitzerekord fallen. An einer Messstelle des Wetterdienstes Meteomedia im saarländischen Perl-Nennig wurden am 8. August schweißtreibende 40,8 Grad gemessen. In Karlsruhe (Baden-Württemberg) war es an zwölf aufeinanderfolgenden Tagen heißer als 35 Grad. Der Deutsche Wetterdienst maß damals den heißesten Juni seit 1901. Die Tagesmitteltemperaturen erreichten bundesweit 19,1 Grad, das waren 3,7 Grad über dem Durchschnittswert für diesen Monat in Deutschland.

Bereits 1994 schwitzten die Menschen von Juni bis Mitte August in einer ungewöhnlichen Hitzewelle. In Gera (Thüringen) wurden am 5. August 39,6 Grad erreicht. Auch in vielen anderen Orten wurden an mehren Tagen fast 40 Grad erreicht. Berlin erlebte den heißesten Juli seit 160 Jahren. Einen Supersommer gab es auch 1983. Am 27. Juli wurde in Gärmersdorf in der Oberpfalz mit 40,2 Grad der alte deutsche Hitzerekord aus dem Jahr 1892 gebrochen. Unter der langanhaltenden Hitzeperiode des Jahres 1859 litten besonders die Menschen im Rhein-Main-Gebiet. Im Frankfurter Raum zeigte damals das Thermometer im Juli an 29 Tagen und im August an 26 Tagen mindestens 25 Grad an.

Abenteuerland

Willkommen im Abenteuerland NRW! Mit der Wahl von Hannelore Kraft zur Ministerpräsidentin gestern und der Ernennung der Minister heute endet ein beispielloser Akt der Regierungsbildung an Rhein und Weser. Langwierig, unkalkulierbar und schließlich mit
einer spektakulären Wende in Richtung Minderheitsregierung. Nun steht die rot-grüne Koalition. Die Frage ist, wie lange sie hält.
Hannelore Kraft ist so etwas wie die Trümmerfrau der SPD. Kaum jemand hatte ihr solch einen Erfolg zugetraut. Sicher hat die 49-Jährige enorm von den haarsträubenden Fehlern der schwarz-gelben Regierungen in Düsseldorf und Berlin profitiert. Das schmälert ihre Leistung aber kaum. Wirkungsvoll hat Kraft das Leitbild von der »Kümmererpartei« kultiviert und ihrer SPD neues Leben eingehaucht. Doch war es kein Sieg der Zahlen, sondern einer der politischen Cleverness. Die SPD hat gewonnen, weil sie viel weniger verloren und mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht hat als die CDU. Die SPD lechzt nach Geltung. Hannelore Kraft und NRW wirken bei Parteichef Sigmar Gabriel wie ein Aufbaupräparat. Allein deshalb, weil man nun der Regierung Merkel/Westerwelle über den Bundesrat kräftig zusetzen kann. Rot-Grün musste ins Ziel kommen – egal wie. Zügig und fast geräuschlos wurde der Koalitionsvertrag ausgehandelt, aber so manches Problem vertagt. Kein Problem hatte man damit, die Neuverschuldung hochzutreiben. Auch auf moralische Überhöhung wollten Hannelore Kraft und die Grünen-Chefin Sylvia Löhrmann nicht ganz verzichten. Ihr Slogan »Koalition der Einladung« ist der Versuch, aus der bitteren Not eine strahlende Tugend zu machen. Natürlich möchten die beiden Frontfrauen nicht wegen jeder Sachfrage um Zustimmung in den anderen Fraktionen werben – aber sie müssen es, weil ihnen die eigene Mehrheit fehlt. Mehr Bereitschaft zum Zuhören, Respekt vor der Meinung des Anderen, gute Kompromisse – Krafts Worte vor den Abgeordneten klangen so gut, dass mancher schon die Neugeburt des Parlamentarismus feiert. Das lenkt aber nur davon ab, dass SPD und Grüne weit mehr von der unberechenbaren Linkspartei abhängig sind, als es ihnen lieb sein kann. Kurios bleibt, dass vor allem die Opposition zumindest fürs Erste auf den Fortbestand der rot-grünen Minderheitsregierung hoffen muss. CDU und FDP können angesichts desaströser Umfragewerte kein Interesse an Neuwahlen haben. Auch die Linke hätte wenig zu gewinnen. SPD und Grüne hingegen besäßen beste Chancen auf eine Mehrheit. Das freilich ist eine Momentaufnahme und muss nicht so bleiben. Längst ist die politische Stimmung flüchtig geworden. Für Rot-Grün stellt sich schon heute die Frage, wann der ideale Zeitpunkt zum Ausstieg aus der Minderheitsregierung gekommen sein könnte, wie man ihn inszeniert und – vor allem – wie an die Zeit bis dahin möglichst unbeschadet übersteht. Es bleibt also spannend im Abenteuerland NRW.

Liebes Westfalen-Blatt. Schlimmer als das, was sich Inge Meysels heimlicher Schwiegersohn Rüttgers und der komische Microparteimann Pinki da abgewürgt haben, kann es kaum noch kommen. Es kann nur besser werden. Auch wenn Bielefeld und die Region OWL sehr wenig in Düsseldorf zu sagen haben werden.

Arbeit plus wohl eher im minus ??

In den Fängen der „arbeitplus“ 

Hallo liebe Leser, ich weiß das hier ist kein Sozialforum oder dergleichen aber ich denke dass ich hier an der richtigen Stelle bin. Denn das große Sparpaket wird noch enger geschnürt und ja, genau wir alle müssen den Gürtel enger schnallen.Wobei „alle“ wohl eher  die Alg II Empfängern und arbeitslosen In Bielefeld meint.Wer kennt das Problem nicht, das Geld ist alle doch es ist noch soviel Monat da..Also bringt man Flaschenpfand weg um sich noch eine Packung Nudeln zu gönnen, der erste ist ja bald.Dachte ich mir…. Falsch gedacht. Als ich am 2.Juli immer noch kein Geld bekommen habe rief ich zuerst bei meiner Bank an, ob da irgendwas noch nicht gebucht ist.Fehlanzeige….. Okay, da ich ja glücklicherweise im Moment eh eine Fortbildung absolviere werde ich eben in der Pause rübergehen und nachfragen…„Also hier steht nur dass keine Zahlung veranlasst wurde, kommen Sie um 2 nochmal wieder.“ÖH, Was?? Also an fehlender Mitwirkung kann es nicht liegen, ich bewerbe mich  auf was ich sehe und an Initiativbewerbungen mangelt es auch nicht. Also ich wieder zurück um 2.Schon an der Anmeldung hörte ich von vielen anderen „Kunden“ dass diese auch kein Geld bekamen. Ohne Ankündigung, ohne alles! Also warte ich geduldig bis ich vorgelassen werde zu meiner Bearbeiterin. „Was haben Sie die letzen 5 Wochen gemacht?“ fragt Sie mich und ich möchte am liebsten antworten „Was geht sie das an? Wo waren Sie denn in Urlaub?“ aber ich verkneife es mir.„Unsere Außendienstler haben mehrfach versucht Sie in Ihrer Wohnung anzutreffen weil wir vermuten Sie leben in eheähnlicher Gemeinschaft….“Meine Antwort: in der Fortbildung die Sie mir zahlen….Doch da hatten die Spitzel schon den Verdacht dass ich mit meiner Mitbewohnerin liiert bin. Sehr schräg fand ich dann auch dass die Bearbeiterin mir knapp 20 Minuten gab um nach Hause zu radeln und die Ermittler in Empfang zu nehmen. Ich verstehe ja dass  ab und an mal nach geschaut wird, aber das war mehr als übel. 

Da ich alleine war und meine Mitbewohnerin außer Haus war konnt  ich ja nicht nach Ihrer Zustimmung fragen bevor die Herren ohne sich vorzustellen meine Bude gefilzt haben.Es ist unglaublich was solche Menschen sich erlauben Urteile über das Leben anderer Leute zu geben, wie z.B.—„ und hier auf der Schlafcouch schlafen Sie? Das könnte ich nicht..“„Wo schlafen Sie, zeigen Sie uns die Schränke, mit welchem Geschirr essen Sie, benutzen Sie ihr eigenes Klopapier?“ Ich musste in der Situation nur an Artikel 1 des Grundgesetzes denken…. 

Naja das ist meine subjektive Einschätzung, denn ich habe das auch schon mit mehr Fingerspitzengefühl erlebt, aber wirklich anders ist mir geworden als ich das hier las http://www.arbeitplus-bi.de/tl_files/bilder-content/Richtlinien__23_SGB_II_ab_01_01_07.pdfWas die Herren und Damen denken wie man mit den paar Kröten ein Leben führen soll ist mir schleierhaft. 

Einige Beispiele:Bekleidung (auch nicht aus besonderen Anlässen) ist in keinem Fall ein unabweisbarerBedarf, da einzelne fehlende Kleidungsstücke sehr kostengünstigzu beschaffen sind (z. B. über die Brockensammlung der v. B. A.) und daheraus dem aktuellen Regelsatz finanziert werden können. Dies gilt nicht für dieErstausstattung nach § 23 Abs. 3 Nr. 2 SGB II.Okay, also zum Vorstellungsgespräch in Sachen von der Brockensammlung.GardinenDie Anschaffung von Gardinen ist niemals unabweisbar. Rollos können aufGrund des geringen Anschaffungspreises ohne vorherige Ansparung aus demaktuellen Regelsatz finanziert werden.Na klar, ich habe 4 Fenster also 100€ locker weg.Oder das hier · Waschmaschine für Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kindbis zu 16 Jahren oder ab einer Größe von 3 Personen; Alleinstehende undHaushalte, die nur aus zwei erwachsenen Personen oder einem Erwachsenenund einem Kind ab 16 Jahre bestehen, können auf einen Waschsalonverwiesen werden, soweit dies gesundheitlich zumutbar ist. Sofern gesundheitlicheBeeinträchtigungen geltend gemacht werden, ist das vorzulegendeärztliche Attest vom Gesundheitsamt überprüfen zu lassen.Die Anschaffung aller anderen Elektrogeräte (Staubsauger, Bügeleisen, Fernseher)ist grundsätzlich nicht unabweisbar, da entweder die Anschaffung nichtsofort zwingend erforderlich ist, grundsätzlich Alternativen bestehen (z. B. Radio,Küchentisch bei fehlendem Bügelbrett) oder auf Grund des geringen Anschaffungspreisesohne vorherige Ansparung aus der aktuellen Regelleistungfinanziert werden können.Sehr schön! Nun wird mir auch erklärt wie ich den Anzug aus der Brockensammlung bügeln kann! Aber einer geht noch:MöbelGrundsätzlich unabweisbar ist eine orthopädische Matratze mit ärztlichem Attestund Überprüfung durch das Gesundheitsamt (andere Matratzen und Lattenrostekönnen auf Grund des geringen Anschaffungspreises ohne vorherigeAnsparung aus der aktuellen Regelleistung finanziert werden).Die Anschaffung aller anderen Möbel ist immer nicht nachweisbar geboten, daentweder die Anschaffung nicht sofort zwingend erforderlich ist bzw. grundsätzlichAlternativen bestehen.Beispiele:· Bei defektem oder fehlendem Bett ist ein vorübergehendes Schlafen aufeiner Matratze auf dem Fußboden nicht unüblich (Ausnahme: GesundheitlicheGründe stehen dem entgegen).· Bei fehlendem Schrank kann die Kleidung vorübergehend auf dem Fußbodenaufbewahrt werden.· Bei fehlenden Wohnzimmermöbeln kann auf andere Möbel im Haushalt vorübergehendzurückgegriffen werden

Versuchskaninchen Fahrgast

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Das Bielefelder ICE-Hitzedrama ist ja bundesweit in aller Bahnfahrer Munde. Dabei ist es nur eine von vielen Unsäglichkeiten, die sich die Deutsche Bahn mit dem grandiosen Ex-Daimler-Macho Gruber an der Spitze leistet. Die Preise für die Beförderzung steigen und steigen, die Leistung der Bahn sinkt und sinkt. Chaos ist angesagt. Und so ganz nebenbei erfährt man, die Politik weiß es schon lange. Das ist toll. Eine ganz neue Qualität des Immer-noch-Staatsbetriebes leuchtet auf. Milliarden im neuen Hauptbahnhof Berlin versenkt. Milliarden in den neuen Haiuptbahnhof Stuttgart – von der Bevölkerung mehrheitlich ungewollt – in der beginnenden Versenkung.

Wer Überheblichkeit, Arroganz, Blindheit erleben will, kauft in Ticket, fährt bis Hannover und dann zurück. Genug Stoff für Horrorberichte. Alle reden von Transport, sie bieten den Siff. Wie heute zu lesen war, fielen inzwischen in über 40 Zügen die Klimaanlagen aus. Macht ja nichts. Bahnchef Grube sitzt im Vollklimatisierten und sinniert, wo er weitere Milliarden in Stuttgart verbuddeln kann. Züge? Braucht man die? Müssen die funktioneren?

Höhepunkte der Plakatkunst

Weshalb auf Großflächenplakaten seit einiger Zeit nur noch Kleingedrucktes die Botschaft vermitteln soll, das fragen Sie am besten den sogenannten „Mediengestalter“ in ihrem Bekanntenkreis.

Warum allerdings die heilige FIFA eine dermaßen dilettantische Grafik im Zusammenhang mit ihrer Veranstaltung zulässt, das wird der Altherrenriege wohl ein ewiges Rätsel bleiben:

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Bielefeld ist schön, und mit FIFA-Plakat noch viel schöner!

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Dieses unglaublich blaue Blau

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Es sind die Details, die eine Glitzermetropole wie Bielefeld schön erscheinen lassen können. Der tiefblaue Himmel über dem botanischen Garten, die Parks im Morgenlicht oder auch der Charme der Brachflächen, die mehr und mehr von der Natur zurückerobert werden. Es wird aber auch von ganz bösen Zungen behauptet, das Nichtvorhandensein der Stadt und die unsichtbare Mauer rings um Jöllenbeck, Brackwede, Sennestadt und Altenhagen bewahre ein Idyll wie aus dem Biedermeier.

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Wenn da nicht ab und zu die Lachkaskaden aus dem Rathaus am Niederwall wären, die aufbrausen, wenn die schildaeske Verwaltung wieder ihren Humor hat spielen lassen. Wie zB. beim nahezu gleichzeitigen Baubeginn aller Straßensanierungen. Die „freundliche Baustelle am Teuto“ macht derzeit ihrem Ruf wieder alle Ehre. Und am Bielefelder Berg haben sie auch keine Ruhe gegeben, bis sie mobil blitzen können. Was wiederum mit einem Stadtsäckel zu tun hat, dessen Boden unendlich tief ist. Schaut der OB oben zum Rand hinein, bedarf es schon einer extrem starken Taschenlampe, um die Tiefe der Leere zu erahnen.

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Der Hanni – und Silvi – Tag

Die deutsche Politik wird weiblicher: Angela Merkel sitzt im Kanzleramt, in Nordrhein-Westfalen wollen Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann die Macht übernehmen. Was zeichnet Deutschlands Top-Politikerinnen aus? Schreibt heute Spiegel-online in einem Artikel zur möglichen Wahl von Hannelore Kraft zur Ministerpräsidentin von NRW. Und facht eine Diskussion an, ob Frauen es in bestimmten Positionen „besser“ können. Natürlich wird auch das Beispiel Angela Merkel angeführt.

Ob Frauen es „besser“ können, sei dahingestellt. Natürlich ist es gut, wenn Frauen die gleichen Positionen einnehmen können wie Männer. Aber Kanzlerin Angela Merkel ist ein Beispiel, wie scheinbar typische weibliche Eigenschaften – abgesehen von der völlig fehlenden erotischen Ausstrahlung der Dame – verschüttet werden von einem ziemlich männlichen Gehabe. Die Frage ist, ob ihre Stutenbissigkeit, der alle männlichen Rivalen zum Opfer fielen und das völlig fehlende soziale Verhalten nicht bewußte Kopien ihrer „Basta“ und „Bimbes“-Vorgänger sind.

Wenn solche Frauen in diesen Positionen sich so aufführen, dann haben wir wenig gewonnen. Einem Kerl kann man eine vor den Latz knallen, bei Frauen haben Männer eher Beißhemmungen.

Nun wählt man schön heute Hannelore mit ihrem Pudel Silvia. Auf Dienstwagen und sonstige Privilegien werden auch diese Damen nicht verzichten.

Während Spiegel.online um 13:15 Uhr noch am zweiten Wahlgang rumdokterte, war Hannelörchen laut Fernsehen bereits gewählt. Na dann mal viel Glück!

Heiße Diskussion ums Leibchen anlegen

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NW: Die Nordkoreanerinnen laufen zum Start der Frauenfußball-WM U 20 auf der Alm ein und schlagen später Brasilien (da kennt man jetzt die unwirkliche Stadt auch) mit 1:0. Der eigentliche Aufmacher ist aber der Sieg eines Beamten vor Gericht:

Umkleiden ist Arbeitszeit.

Hmm. Damit wurde wohl eine Lawine losgetreten, auf deren Wirkung man gespannt sein darf. Nehmen wir mal den Fall der Regalpacker bei Jibi & Co., die meist in bestimmten Shirts arbeiten müssen. Ob denen auf der Basis des ohnehin auf Microniveau befindlichen „Almosens“ (Ein krasser Fall wird hier in den Kommentaren geschildert) das Umkleiden bezahlt wird?

Irgendwie kommt einem die Diskussion aber ein wenig abgehoben vor. Wenn der Dienstherr – egal ob beamtet oder nicht – spezielle Kleidung etc. verlangt ist das Anlegen derselben doch ein Teil der Arbeit. Oder nicht? Ich lege jetzt mal Keyboardbedienungsshirt und – hose bereit. Bin allerdings kein Angesteller oder Beamter.

Wenn das die Bahnhofstraße wüßte….

Hinter den Kulissen muß es wohl zwischen Highstreet-Konsortium (das sind die, die die Immobilien haben) und Karstadt-Investor Berggruen erheblich mehr knallen, als nach außen dringt. Da bekommt man von Highstreet eine niedliche Pressemeldung zur Einigung des Investors mit der Valovis-Bank. Das wird die Karstadt-Mitarbeiter an der Bahnhofstraße weiter zweifeln lassen:

Nicht nur Herrn Berggruen, sondern allen Beteiligten geht es darum, Karstadt zu retten. Allerdings wurde einmal mehr eine Einigung verkündet, die keine ist. Die Einbußen des Highstreet Konsortiums sind wesentlich höher als die von Herrn Berggruen. Die entscheidende Frage der verkündeten Lösung setzt voraus, dass ein Dritter das Darlehen der Valovis Bank in Höhe von 850 Mio. Euro über Nacht ablöst. Bisher hat Herr Berggruen noch nicht bestätigt, dass er dazu bereit ist. Des Weiteren hat Herr Berggruen noch kein tragfähiges und zukunftsorientiertes Warenhauskonzept für Karstadt vorgelegt.

Zack. Wobei man nicht vergessen darf, daß die bis an die Schmerzgrenze erhöhten Mieten den Konzern abwürgten.

Die Stunde der Gesundheitssommerlöchner

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Man sollte den sogenannten Gesundheitsexperten der SPD das »Organon der Heilkunst« zur Pflichtlektüre gemachen. Samuel Hahnemanns Grundlagen-Buch der Homöopathie erschien in der ersten Auflage 1810. In einer Medizin, die auf langfristige Veränderungen zielt, ist Grundlegendes auch nach genau 200 Jahren noch nicht veraltet. Mit der Forderung, den Kassen die Möglichkeit der Erstattung homöopathischer Leistungen zu streichen, schießen Karl Lauterbach & Co. mit Kanonen auf Spatzen oder, in der Sprache der Mediziner, mit starken Antibiotika auf Erkältungsviren. Homöopathie spielt in den Etats keine Rolle. Angeboten werden kann sie nur als Wahltarif. Unterm Strich wurden 2009 ganze 25 Millionen Euro für homöopathische Arzneimittel erstattet – ein Promille der Kosten für Medikamente. Noch gravierender: Bei ambulanten Leistungen haben die Kassen Homöopathie mit sieben Millionen Euro vergütet – weniger als 0,25 Promille von gesamt 26 Milliarden. Sparversuche in derart homöopathischen Dosen sind nicht hilfreich. Es schadet dem System, wenn kein Raum für alternative Behandlungen bleibt.

Liebes Westfalen-Blatt, da seht Ihr was falsch. Die Sommerferien brechen doch grade über dieser Republik herein. Die Stunde der Hinterbänkler, der Seltsamen, der Schwätzer in Reichstag und Landtagen hat geschlagen. Jetzt wird wieder abgesondert, was nur abzusondern geht. Jetzt laufen die Lauterbachs, Spahns und sonstigen Komisch-immer-noch-Abgeordnete-ein-Hoch-der-Landesliste zu ganz großer Form auf. Nichts ist zu trivial, nichts zu blöd, um im Angesicht einer Kamera die Stimme zu heben. Schaut ihnen einfach in die stupiden Geischter, achtet auf die falschen Worte. Und nicht vergessen: Diese Hirnriesen waren es, die der Pharmamafia den Steuergelderbeutel für die Schweinegrippelüge öffneten.

Oh, welche Lust….

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… den Atem frei zu heben, singt im 1. Akt von Beethovens Oper „Fidelio“ der Gefangenenchor. So mag es uns hier am Teuto heut in der Früh auch gehen. Ringsum tosten Wind, Gewitter, Tornados. Hier in der vom Teuro geschützten Diaspora aber klingelten nur ein wenig die Bambusblätter im leichten Regen. Die „Toscana Ostwestfalens“ blieb verschont. Wie so oft. Ein gesegneter Landstrich, dem Beethoven leider nie ein musikalisches Stück gewidmet hat. Wie sagte doch am Wochenende die junge Dame aus dem herrlichen Bremen? „Wo ist eigentlich die Mauer rings um die Stadt? Unsichtbar?“

Ach was. Wir spüren sie ja nicht mehr und schleichen die halbseitig fertige Detmolder hinaus in den tiefen Wald Richtung Hermannsdenkmal. „Oh welche Lust, den Atem frei zu heben“. Geht auch im Lippischen.

Können wir ohne Béla Réthy weiterleben?

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Das südafrikanische Kickertreffen ist durch. Der Sieger mit dem minimalistischsten Spiel ist gefunden. Niederländische Holzhackerei hat es nicht verhindern können. Was werden wir vermissen? Sicher den größten Schwätzer unter Deutschlands Fußballkommentatoren, Béla Réthy. Unvergessen sein Satz im Australien-Spiel:

„Der Elfer von Australien war früher der Busfahrer der australischen Nationalmannschaft“

Hurra. Leider hat noch niemand herausgefunden, warum uns ausgerechnet dieser Mann quält. Hat das mit der Niederlage Ungarns 1954 in Bern gegen Deutschland zu tun? Glücklicherweise haben Fernbedienungen einen Knopf „Ton aus“. Bei Béla lohnt sich das allemal.

Weiß jemand, ob der Regierungssender den Typ für die Frauen U20-WM unter anderem in Bielefeld eingeteilt hat? Wenn ja: Béla, wir wissen, wo Du Dein Auto parkst 🙂

In Sachen ZDF-Seibert

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„Hach“, denkt sich der größte Stolz des provinziellen Templins, „da hab ich ja wieder einen Coup gelandet“ ob der Verpflichtung des blassen, farblosen ZDF-Mannes Steffen Seibert als verbaler Regierungschefverkäufer. In den Medien, die nicht auf Linie Mohn-Springer-Merkel liegen löste das heftiges Bauchgrummeln aus. Der schmale Mann, der seit seinem Volontariat beim schwarzen Regierungssender keinen anderen Tellerrand gesehen hat, soll jetzt als Sprecher der Kaiserin neue Kleider anpreisen. Die taz meint dazu gestern lakonisch:

Der bekennende Wechselwähler Seibert, der keiner Partei angehört, sprach von einer „ganz unerwarteten, faszinierenden neuen Aufgabe“. Er nehme „diese Aufgabe gerne an, weil ich überzeugt bin, dass die Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel die richtigen Schwerpunkte setzt, um unserem Land in diesen schwierigen Jahren eine gute Zukunft zu sichern.“ Und jetzt wolle er, der „leidenschaftliche Journalist“, auch „mit aller Kraft“ helfen, diese Politik den Bürgern zu vermitteln“.

Mein Gott, muß der Mann blind sein. Oder hat er eine Mission, die wir nicht ahnen?

Olé Espanya

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Nunja, ein Fußball-WM-Finale zum Kugeln war es nicht. Niederlande schafft trotz diritter Endspielteilenahme außer einer Flut gelber und gelbroter Karten wenig. Da bleibt die ja wirklich selten gestellte Frage, warum die Mannschaft mit dem schönsten Fußball nicht im Finale stand: Deutschland.