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Sa
10
Jul '10

Es gibt Besseres als Bier und Fußball!

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Genuss im Stil der Altherrenriege.

Beachten Sie: Es darf geraucht werden!

Bronzemedaille

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Es war Sekunden vor Schluß, als Uruguay durch einen Freistoß vor dem deutschen Tor fast noch die Verlängerung und dann Elfmeterschießen erzwungen hätte. Die Latte rettete. Den Gag des Abends in der ARD lieferte aber Kaiser Franzl Beckenbauer mit seinem Bonmot, der Teil “Netzer” aus dem Duo mit Gerhard Delling sei für den “Gebrüder Grimm – Preis” nominiert. Jo mei, Franzl, hast derweil an “Knorr in den Teller, Suppe aufm Tisch ” damals gedacht, gell? So blieb es beim 3:2 für die Adlerträger und den Netzerschen Abschied.

Twix heißt jetzt Bürgerarbeit

Der Weg vom »Man braucht mich nicht« zum »Ich will nicht mehr« ist kürzer als die meisten, die nicht von Arbeitslosigkeit betroffen sind, denken. Gravierendes vollzieht sich auch auf der Arbeitgeberseite. Nur wird dort aus »Er hat keinen Job« der Satz »Er will keinen Job« oder »Er ist unfähig für einen Job«. Es ist schwer, Stapel von Ablehnungen nicht persönlich zu nehmen und
sich stattdessen immer wieder neu zu motivieren. Das wissen die Arbeitgeber, und weil sie keine problematischen Fälle wollen, haben es Landzeitarbeitslose besonders schwer, einen Job zu finden. Es müssen also beide, Arbeitsloser und Jobgeber, überzeugt werden, dass es für den Betroffenen eine Zukunft auf dem Arbeitsmarkt gibt. Genau das leistet »Bürgerarbeit«. Der Arbeitslose wird nicht ausgegrenzt, sondern erhält die Chance, zu beweisen, dass er noch arbeiten kann – an Orten, wo Hilfe gerade jetzt, da der Wehrdienst weiter reduziert wird, sinnvoll und notwendig ist. Es muss nur sichergestellt sein, dass kein Hartz-IV-Bezieher einem regulär Beschäftigten die Arbeit wegnimmt. Dann ist Bürgerarbeit eine gute Sache.

Ach, liebes Westfalen-Blatt. Es verwundert nicht, wenn Ihr sozialfaschistischen Plänen seitens SchwatzGelb die Stange haltet. Aber das Ding ist nicht neu. Nur heißt Twix jetzt eben “Bürgerarbeit”. Hatte schon Schlafdrops Glos auf dem Plan. Siehe Telepolis hier:

Tätigkeiten von Erwerbslosen bei der öffentlichen Daseinsvorsorge, bislang als MAE-(Mehraufwandsentschädigungs)-Kräfte bezeichnet, müssten nicht mehr als Integrationsmaßnahmen gerechtfertigt werden. Geht es nach Glos und den Wirtschaftsforschern vom Institut für Zukunft der Arbeit http://www.iza.org/ (4), wäre die “Gegenleistung” für Arbeitslosengeld einzige Voraussetzung für Arbeitsdienste. Die Stoßrichtung ist eindeutig: Während der Bundesrechnungshof darauf verweist, dass Ein-Euro-Jobs reguläre Stellen verdrängten, erzielt Glos sogar noch, 485 000 weitere Stellen für Pflichtarbeiten – gegen geringfügiges Entgelt – im öffentlichen Bereich zu schaffen. Dabei müsste man wohl von einem dauerhaften Sektor der Bürgerdienste sprechen. Schon jetzt greifen die Ein-Euro-Jobs und die gesetzliche Unterfinanzierung bei der öffentlichen Hand ineinander – und die geleistete Arbeit ist unverzichtbar.

Warum aber seid Ihr noich wenigstens so ehrlich, es so zu nennen, wie es die Erfinder mal taten:

“Reichsarbeitsdienst”

Aber es war ja nicht wirklich alles schlecht im 3. Reich oder der DDR, gell? Allerdings endeten die einen wie die anderen Idioten ziemlich tragisch. Hte hat man aber die besseren Methoden, die Statistiken so zurechtzufälschen, wie man sie braucht.