Archiv für den Monat: Juli 2010

Von Jahr zu Jahr jünger mit Photoshop

p1050299.JPG

Im Zusammenhang mit dem morgigen Endspiel der Frauen WM U 20 auf der Alm kündigt die NW heute die Herren Blatter und Beckenbauer als Zugucker an. Natürlich mit Fotos, die sie „in natura“ zeigen. Dat Angela aber, die sieht aus wie min. 10 Jahre jünger. Da sie nicht kommt, können wir nicht vergleichen. Was Photoshop alles möglich macht….

Oben streunen, unten Pizza

_7300124.JPG

Außenwerber sind ja von Natur aus schon großflächige Kerlchen. Jetzt aber in der Wahlwerbelosen Sauregurkenzeit haben sie ein neues Medium erfunden:

Plakatierungssplit

Oben sieht man noch die Ohren einer streunenden Katze während unten bereits die Zähne in eine Tiefkühlpizza gehauen werden. Clever. Sozusagen zwei Zielgruppen mit einer Großfläche.

Sauerland unter Beschuß

sauerland1.jpg

Nachdem gestern Abend in irgendeinem TV-Magazin die kindliche Vorfreude des Duisburger Chaoten-OB gezeigt wurde – „Wir haben alles phantastisch im Griff“ – , fällts es extremst schwer, mit dem komischen Männlein Mitleid zu haben.

Unsere Leserin und Kommentatorin madamef hat jetzt auf Mails hingewiesen, die man wohl bekommt, wenn man dem OB einen Kommentar schickt. Aber lest selbst…. „Sauerland bleibt eben Sauerland“, sagte schon Heinrich Lübke selig.

IHK baut Brachfläche am Hauptbahnhof zu

_7260102.JPG

Das ist die IHK der Stadt Chemnitz, deren Partnerstadt auch die NRW-Hauptstadt Düsseldorf ist. Bielefeld wollte wohl nicht. Hoffentlich bauen die Zwangsmitgliedschaften vergebenden IHKler nicht so einen Klotz wie das Ding an der „Straße der Nationen“. Obwohl, man stelle sich mal so ein Szenario vor: Karstadt/Quelle-Schlächter und Finanzgaunerguru Middelhoff schwebt mit dem kaiserlichen Salonwagen auf Gleis 4 ein. Der IHK-Präses begrüßt ihn, man unterquert im Tunnel die Gleise und wandelt dann parallel zum grandiosen Bahnhofsgelände Richtung neuer IHK-Butze, nicht ohne zuvor einen Blick hinüber zum Hallenbad Ishara linker Hand getan zu haben. Zum Spargelessen im neuen Bau ließe sich Stadtwerke-Chief und Arminia-Vordenker Baumann gegenüber sicher nicht lange bitten.

Apropos „nicht lange bitten“. Auch die Handwerkskammer hat der Bauehrgeiz gepackt. Man plant, 60 Millionen auf ein Gelände am Hauptbahnhof zu knallen. Nun ja. Brachenreich ist die Glitzermetropole ja.

„Selbstdarstellung in Reinkultur“

Es ist dieser einfältige Brei, diese Bombardierung mit immer denselben Floskeln, mit denselben Trauervisagen, die von werweißwoher heranpilgern, um dem Verstorbenen ihre Zettelchen mit notierten Kalenderweisheiten zur letzten Ruhe zu reichen, die das Ableben zum peinlichen letzten Akt des irdischen Daseins werden lassen. Es ist immer wieder dasselbe lächerliche Szenario, gestreut um eine Tragödie, instinktloses und unangebrachtes Mitwirkenwollen, Selbstdarstellung in Reinkultur, Dabeiseinwollen zum Erzählenkönnen. Der Tod als Massenspektakel, eigentlich unbeteiligte Menschen als blamable und unangebrachte Kummervolle, die das Fremdschämen zum Dogma trister Stunden krönen. Mit Trauerkultur hat das jedenfalls alles nichts zu tun.

Die Altherren-Riege hat ja hier schon in den Kommentaren einen Link zu einem Kommentar von Roberto J. De Lapuente auf „ad sinistram“ gesetzt, der vorwegnahm, was am morgigen Samstag in der Stadt der Love Parade-Stadt Duisburg mit Bundespräses Wulff, Kanzleuse Merkel und Hannelörchen Kraft an der Spitze abgeht. Da läßt man das TV am besten aus. Dagen wird der „Event“ mit Robert Enke einen kleine Veranstaltung gewesen sein, beschäftigte die einschlägigen Medien allerdings auch schon bis ins allerletzte Detail.

Dazu passt dann ja diese „Medienmitteilung“ haarscharf:

Da die Kapazitäten für die Medienbeteiligung beim Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des Loveparade-Unglücks, der
am Samstag, 31. Juli 2010, 11 Uhr, in der Duisburger Salvatorkirche stattfindet, erschöpft sind, ist die Akkreditierungsliste jetzt
geschlossen!

Weitergehende Hinweise zur Akkreditierung und zur Organisation vor Ort (Arbeitsräume, Fotopositionen etc.) erhalten Sie morgen.

Für die Abholung der Ausweise wird morgen, Freitag, 30. Juli 2010, eine Ausgabestelle in der Gemeinschaftshauptschule Gottfried-Könzgen, Gutenbergstraße 25, 47051 Duisburg, von 17 bis 21 Uhr geöffnet sein. Sie ist auch am Samstag, 31. Juli 2010, von 7 bis 10 Uhr geöffnet. Nachakkreditierungen dort sind nicht möglich.

Originaltext: Evangelische Kirche im Rheinland
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/79409
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_79409.rss2

Pressekontakt:
Evangelische Kirche im Rheinland
Pressesprecher Jens Peter Iven

„Ich kann jeden Mann in den Knast bringen“

p1050298.JPG

Da hat die auf Strafrecht spezialisierte Advocatin Susanne Renner aus der Glitzermetropole mal schnell die Chance genutzt, die die Herren der NW-Seite 1 ihr boten. Sie nimmt Stellung zum Kachelmann-Freispruch und garniert ihr sehr vorteilhaftes Bild mit dem Satz:

„Das ist ganz typisch in diesen Fällen – ich als Frau kann jeden Mann in den Knast bringen, weil man mir erst mal alles glaubt“. Is schon klar, Susanne. Mit dem Blick killst Du sie alle…..

Warum sind die alle blond?

p1050297.JPG

So, jetzt hauen wir mal einen abgewandelten alten Männer-Spruch raus:

„Blond kickt gut“

Am Sonntag werden die deutschen Damen U-20-Damen auf der Alm mal zeigen, wo der Adidas-Predator seine Spur hinterläßt. Die dunkelhäutigen Mädels aus Nigeria werden sich strecken müssen, um die blonde Power nicht ins Rollen kommen zu lassen. Ob Theo Zwanziger auf der neuen Haupttribüne der Alm im Regen hocken wird? Angela ist ja schon in Duisburg am Samstag eingeteilt, nebst Bundespräses Christian Wulff, der dank der Umtriebigkeit seiner medial überflotten Angetrauten mal so eben bei Hannovers Adabei Maschmeyer (Schreckgespenst Anlagetruppe AWD) urlaubte:

Bundespräsident Christian Wulff hat seinen Sommerurlaub auf dem Anwesen des mit ihm befreundeten Managers Carsten Maschmeyer auf Mallorca verbracht. Wulff sei mit seiner Familie in der von der Öffentlichkeit weitgehend abgeschotteten Villa nahe dem Hafenort Port d’Andratx gewesen, berichteten mehrere Medien.

Eine ziemlich freche Hannoveranische Klappe meinte dazu: „Hat der Präsident keinerlei Hemmungen, bei dem Drückerboß abzusteigen?“. Nein, kann man da nur antworten. Das gibt wieder schöne Schlagzeilen in der BLÖD und der BUNTEN. Sicher schiebt sich auch noch Schauspielmutter Ferres ins Blitzlicht. Die ist nämlich mit dem Maschmeyer verbandelt. Wulff und Bettina werden dem Boulevard ganz neue Nahrung geben. Grandiose Oberflächlichkeit, sie kommen! „Maschi“ mit der Rotzbremse ist eben einflußreich. Gummistiefel – Napoleon GAZGerd sonnte sich auch schon im Lichte des tollen Hechtes vom Maschsee.

Kachelmann ist raus

Das Landgericht hielt ihn ja noch für so gefährlich, daß man ihn nicht aus der monatelangen Untersuchungshaft entlassen konnte. Selbstverständlich blieb die anrüchig-fehlerhafte Mannheimer Staatsanwaltschaft bei ihrer – nun schon durch einige Gutachten erschütterten – „Wahrheit“. Das Oberlandesgericht in Karlsruhe aber machte kurzen Prozeß und entließ den Schweizer Wetterfrosch aus den Kerkermauern und äußerten doch ziemliche Bedenken an der Aussage des „Opfers“. Was können diese Richter, was die in Mannheim nicht können?

Kachelmann rächt sich erst mal mit ein bißchen Regen.

Neoliberale Schwafelei

p1050296.JPG

Wahrscheinlich wohl eher Zufall, die heutige Seite 1 der NW. Oben Friedrich der Große. Preußens „Alter Fritz“ und darunter das neoliberale Geheule und Geschwafle und Versprechen des Rainer Brüderle, Wirtschaftsminister von der Splitterpartei FDP (5% laut neuster Forsa-Umfrage, Union bei 29%). „Ein jeder soll nach seiner Facon selig werden“ hat König Friedrich einmal geschrieben. Das krude Mohnsche Weltbild der gemein nützigen Bertelsmann-Stiftung aus dem Nachbarweiler Gütersloh mit den vielen gekauften Politikern, „Experten“ und TV-Quasselrunden Füllenden setzt da noch eins drauf: Jobwunder in Deutschland. Vollbeschäftigung. Hurra. Dann singt der trinkfreudige Mann aus dem Schwäbischen das Hohe Lied der Leiharbeit, der Aufstocker, der „5 Euro die Stunde reichen und dann geh zur Aufstockung“. Was bereits Millionen tun. Womit wir letztlich mit unseren Steuern den Unternehmern ein schönes Leben machen, die „Arbeitsplätze schaffen“, aber keine anständigen Löhnen zahlen wollen oder können.

Ein Kommentar auf Seite 2 der NW rückt das Ganze ins richtige Licht und merkt an:

„Gegen die aufstockende Sozialhilfe, die in der realen Arbeitswelt einen Niedriglohnsektor überhaupt erst ermöglicht, hat man natürlich keine Einwände. Da darf der Staat dann gerne reparieren“.

Man kann es natürlich auch so machen wie der soeben verstorbene Ramschkönig Theo Albrecht und sein Bruder: Mitarbeiter für einen Appel und ein Ei beschäftigen und jedes Jahr die Lieferanten noch ein Stückchen weiter drücken. Dann klappt es schon mit dem Milliardenvermögen der ach so bescheidenen Essener. Der umzäunte uneinsehbare eigenene Golfplatz von 20 Hektar und die x-fach Millionenvillen in Mülheim bei Essen sind da nur Zierde der „Hoch Bescheidenen“, wie es in einer ganzseitigen Traueranzeige des Konzerns heißt. Ob denn jetzt mit ein paar Milliarden eine Stiftung für die, die die seltsamen Läden täglich entern, eingerichtet wird? Man könnte ja zB. ein paar hundert Aldi-Kitas bauen, die ihren täglichen Bedarf wiederum in den schmucklosen Einkaufsbuden decken…..

Ist BILD Staatsanwalt?

b2ce004b3ffdb0bd8956e743ba4464a9_38017.jpg

Die Headlines des ehemaligen Bielefelder Schülerzeitungsredakteurs werden immer absurder. Es genügt dem Mann ohne Charakter, Moral und Anstand anscheinend nicht, Opfer des Duisburger Dramas im Bild zu zeigen. Es muß in Friede Springers widerlichem Blatt noch was draufgesetzt werden. Was hilft gegen BILD? Ein Streichholz, angezündet und an die untere rechte Ecke gehalten….

Hau rein, BILD-Männchen, Lodda und Lilliana streiten grad um die Kosten der Busenverkleinerung. Da kommt jetzt noch „Spatzenhirn aufblasen“ hinzu.

Die „Experten“ sollten den Mund halten

Wer regelmäßig alkoholische Getränke zu sich nimmt, bekommt schneller Krebs. Etwa jede 30. Krebserkrankung weltweit ist auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) warnt daher nachdrücklich vor dem Missbrauch von Bier, Wein oder Schnaps. Jeder Bundesbürger trinke durchschnittlich zehn Liter reinen Alkohol pro Jahr – viel zu viel nach Auffassung der Experten. Schon ein Glas Wein täglich sei zu viel.

… sagen die Superdupiexperten. Wer Franzosen, Italiener, Griechen, Spanier, Portugisen und ihr tägliches Gläschen Wein kennt, weiß, daß da mal wieder ziemlicher Blödsinn durch die Medien geistert. Abgesehen davon kennen wir alle Menschen, die sich extrem „gesund“ ernähren, viel Schlaf haben, Sport treiben, Idealgewicht haben und trotzdem eines Tages an Darmkrebs erkranken. Aber zu Experten sollte man ohnehin ziemlichen Abstand halten, zu oft wechseln viele von ihnen am Tag ihre Meinung, je nachdem, wer grade die Expertise bezahlt.

Der neue Jahnplatz

_7260105.JPG

Ja, guckt mal genau hin, Ihr Pits, Mosse, Holtkamps und wie die für das Stadtbild Verantwortlichen so alle heißen: Das ist nicht der neue Jahnplatz sondern ein Platz mitten im sächsischen Chemnitz. Sieht so aus, wie das, was Bielefeld nicht hinkriegt. Wie man überhaupt nach einer Kurzreise ins Sächsische sagen muß: Es hat sich sehr viel getan und es gibt tatsächliche blühende Landschaft, zufriedene Menschen und Unternehmen.

„Die Opfer waren selbst schuld“

p1050295.JPG
Seiten 2 und 3 der NW: Bilder einer Katastrophe

Es macht schon sehr wütend, die Horde der in Duisburg Verantwortlichen stammelnd und Schuld zuweisend in den Medien zu sehen. Da weist ein offensichtlich von Rendite, Rendite, Rendite getriebener Oberbürgermeister der Pleitestadt Duisburg nebst McFit-Inhaber und Veranstalter ebenso alle Schuld von sich wie die anderen Helden. Man versteigt sich in seinem hilflosen Wahn sogar in die Behauptung, „die Opfer waren selbst schuld“. Das schlägt ja nun wirklich dem Faß den Boden aus. Ist es nicht eher so, daß man in Bochum die Ausrichtung der Love-Parade absagte, weil man eben nicht die Sicherheit gewährleisten konnte und Duisburg blind und Profilierungswütig ein Gelände aussuchte und absperrte, das man andernorts vielleicht für Übungen „Weltkrieg II reloaded“ nimmt?

Hier im Blog wird auch darauf hingewiesen, daß schon länger im Vorfeld der Veranstaltung vor der Örtlichkeit und der völlig versagenden Organisation gewarnt wurde. Die aber hielt der schreckliche Oberbürgermeister für „Spinner“. Jetzt ist es Aufgabe der Medien, hinter die ganze schreckliche Geschichte zu leuchten und die Versager ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren.

Unter den Toten ist auch ein Mensch aus Bielefeld, dessen Identität wir aber nicht lüften möchten. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Da guckte selbst Lohengrin peinlichst weg

p1050293.JPG

Immer um diese Zeit ist bei Wichtigs und Adabeis der grüne Hügel von Bayreuth angesagt. Man huldigt dem Lieblingskomponisten Adolf Hitlers, einem gewissen Herrn Wagner. Dann wird Schau gelaufen und die Politik zeigt sich neben den alternden Showgrößen. Hier (Bild NW Boulevard-Kultur) die äußerst geschmackvoll im selbst designten Teepuppenkleid paradierende Thea Gottschalk neben Deutschlands „beliebtestem Politiker“ Karl-T. vzG nebst Gattin. Das spärlich spalierende Publikum appaudierte allerdings nur dem Moderator. Komisch, wenn einem die BUNTE einen solchen Ehrentitel wie „Beliebtester“ verleiht…. Da kann man schon mal sechs Stunden lang den Ritt der Walküren ertragen.

Trauriger Sonntag

p1050292.JPG

19 Tote, 349 Verletzte und ein abscheulich häßlicher Ort in Duisburg. Wer die Bilder von der Love Parade gestern gesehen hat, mag spontan daran gedacht haben, daß auch aus dieser Region junge Leute dort waren und Eltern hier bangten oder noch bangen. Welche Rolle die Poliziei und die Veranstalter dabei spielten, wollen wir mit Informationen lediglich aus zweiter und dritter Hand nicht kommentieren. Es sei aber angemerkt, daß wir täglich seitens der Politik und der Polizei mit angeblichen „Terrordrohungen“ konfrontiert werden, man aber trotz Tausendschaften im Einsatz nicht in der Lage war, einen Tunnel nicht zur Todesfalle werden zu lassen. Man stelle sich den Tunnel unter dem Brackweder Bahngelände vor oder vom Neuen Bahnhofsviertel zu den Hauptbahnhofsgleisen. Proppenvoll mit Menschen. Eigentlich nicht vorstellbar.

Einzelheiten, Augenzeugenberichte und Stellungnahmen gibt es auf „Der Westen„. Auch den Vorwurf, der Veranstalter McFit hätte deshalb diesen abgesperrten und eingezäunten Horrorort gewählt, um mit Getränk und Gemampf (…vielleicht ein Tütchen Ecstasy?) kräftig Kasse machen wollen. Mittlerweile gab man angesichts der Katastrophe das endgültige Ende der „Love Parade“ bekannt.

Samstägliche Glitzermetropole

p7240067.JPG

Da liegt sie da im Sonnenlicht, die Glitzermetropole. Ob die NW mit ihrem Plakat diese beiden meinte, ist nicht überliefert. Zeigen können wir dagegen, wie rasant die kleine große Stadt in die Zeit zurückfällt, in der die meisten Bundesbürger sie vermuten: 60er Jahre pur. Aufgepasst. Kamera auf „grobkörnig monochrom“ eingestellt und los gehts. Die gezeigten Plätze und Straßen sehen beinahe unwirklich aus.

p7240068.JPG

Warten auf „1 x Godot nach Jöllenbeck“ am Jahnplatz unter Wellblech….

p7240069.JPG

Hier wurde 2006 Public geviewt. Links gehts auf die Herforder….

p7240070.JPG

Linker Hand das Viertel der Kaufleute mit Karstadt, Kaufhof, usw. …

p7240071.JPG

Die Bahnlinie quert die Herforder….

p7240072.JPG

Tatsächlich. Halb Schildesche ist aufgerissen, man umfährt großräumig….

p7240076.JPG

Beim Möbelhaus Zurbrüggen haben sie gar synchron Straßenbahnschiene und Straße in den Aufriß genommen. Synchrones Baggern sozusagen….

p7240077.JPG

Da gönnen wir doch der Lackiererei in türkischer kundiger Hand ein wenig Farbe, derweil die Wägen auf neuen Lack warten ….

p7240078.JPG

… und trollen uns davon über den relativ leeren Ossidamm.

Pit, wo ist das Visier

_7240063.JPG

Nein, nein. das ist nicht montiert. OBPit in „passender Robe“ auf dem Sparrenburgfest (Heute und Sonntag). Behütet von Ritter Joshua mit Sparrenburghelm „Marke Kickstattrondel“. Wenigstens hat der Wettergott ein Einsehen mit der Gaukelei und versorgt mit moderaten Temperaturen.

Hört, hört.

Die Sparrenburg hat die Tore schon längst aufgetan. Oder so. Mit anderen Worten, das Sparrenburgfest ist angelaufen. Ich werde am Sonntag hingehen, mal schauen ob es lohnt zu bloggen.

Der Wegezoll  5,- € normal     3,- € ermäßigt
Ermäßigungsberechtigte (Nachweis erforderlich): Schüler, Studierende, Behinderte mit Merkzeichen „B” im Ausweis.
Kinder unter Schwertmaß (1,20 m) dürfen „zollfrei” passieren.
Öffnungszeiten:

Freitag, 23. Juli 2010, 13.00 – 22.00 Uhr
Samstag, 24. Juli 2010, 11.00 – 22.00 Uhr
Sonntag, 25. Juli 2010, 11.00 – 21.00 Uhr

Der Turm ist an allen drei Tagen von 10.00 Uhr bis ½Stunde vor Veranstaltungsende geöffnet. Die Besteigung des Sparrenburgturmes ist in dem Ticket für das Fest enthalten!

Parken:     Auf dem Burggelände und in den schmalen Zufahrtsstraßen zur Burg stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Wer dennoch auf die „eigene Kutsche” nicht verzichten will oder kann, dem steht das Parkhaus an der Hermannstraße während der drei Tage kostenlos zur Verfügung.
Hinweis:     Zum Sparrenburgfest fährt das Sparrenmobil nicht bis zur Sparrenburg. Die nächstgelegene Haltestelle ist Mühlendamm.

Wer mehr wissen will: http://www.bielefeld.de/de/kf/veranstaltungen/sparrenburgfest/

und:  http://www.bielefeld.de/de/kf/veranstaltungen/sparrenburgfest/anreise/

Streß im Amerikahaus

p7230042.JPG

Die NW thematisiert heute die Zustände bei der Autozulassung im Amerikahaus. Wer schon einmal Fahrzeuge im Kreishaus Gütersloh zugelassen hat weiß, wie schnell und problemlos das gehen. Ideal wäre es, die lastige Prozedur online abzuwickeln. Dazu schreibt die Webseite „im-auto.de„:

Die Städte und Kommunen planen zum Jahr 2013 das An- und abmelden der Fahrzeuge per Internet oder Handy. Für Städte und Kommunen ist dieses ein großer Schritt, wenn auch sie haben erkannt, dass Wartezeiten und lange Anfahrten zu den Autozulassungsstellen nicht mehr zeitgerecht sind und auch die Umwelt belasten.

2013: Noch fast 2,5 Jahre…..

Um mal was klarzustellen…

Lieber Philipp,

oder wie immer Du heißen magst. Du hast Eines nicht begriffen: Das hier ist nicht Dein Blog. Deshalb erlauben wir uns auch, zu löschen, wenn es zu offensichtlich wird, aus welcher Ecke Du kommst. Du kannst gern Deine Kanzlerin, Deine Partei und Deine offensichtlich gegenwärtig Minderheitsansicht da verteidigen, wo diese politische Ansicht verteidigt wird. Anscheinend hat sich noch nicht zu Dir herumgesprochen, was diese Regierung plant und umsetzt.

Administrator

Kein Tag ohne KiK, die „Entwicklungshelfer“

Deutschlands größter Textildiscounter KiK hat über mehrere Jahre systematisch die persönlichen Vermögensverhältnisse seiner vielen tausend Mitarbeiter ausgeforscht. Dies geschah nach Recherchen des ARD-Magazins „Panorama“ mit dem Ziel, sich von ihnen zu trennen, wenn sie in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckten. Guido Hagelstede, ein langjähriger KiK-Bezirksleiter, dem bis zu 15 Filialen und mehr als 100 Mitarbeiter unterstanden, schildert in „Panorama“, solche Informationen über die Bonität der KiK-Mitarbeiter seien bei der Auskunftei „Creditreform“ eingeholt worden. Er selbst, so der ehemalige Bezirksleiter, habe sich auf Anweisung von oben wegen solcher Negativauskünfte von Mitarbeitern trennen müssen oder ihre Verträge nicht verlängern dürfen.

Die Abfragepraxis bezüglich der Bonität von Mitarbeitern wurde offenbar schon wenige Jahre nach der Unternehmensgründung etabliert. Dem Magazin „Panorama“ liegt ein internes Schreiben des für Personal zuständigen KiK-Geschäftsführers Heinz Speet aus dem Jahre 1998 vor. Darin teilte Speet „streng vertraulich“ mit, KiK hole „über alle neu eingestellten Aushilfsbeschäftigten eine telefonische Auskunft bei der Creditreform ein“. Der damalige KiK-Bezirksleiter Guido Hagelstede wird in dieser schriftlichen Anweisung darauf hingewiesen, dass in seinem Bereich einige Aushilfen „einschlägig bekannt“ und deshalb „unverzüglich abzubauen“ seien. Das Schreiben nennt konkret eine Frau, die nach KiK-Erkenntnissen einen Offenbarungseid (Eidesstattliche Versicherung) geleistet habe. Der ehemalige Bezirksleiter Guido Hagelstede schildert in „Panorama“, dass KiK sich von jedem Mitarbeiter trennte, der eine „Eidesstattliche Versicherung“ oder eine „Haftandrohung“ hatte. „Diese Anweisung gab es schriftlich aus der Zentrale.“ Hätte man als Bezirksleiter die Anordnung nicht befolgt, sei man darauf hingewiesen worden, dass man für mögliches Fehlverhalten der betreffenden Mitarbeiter haften müsste. „Man kann nicht für hundert Menschen selbst bürgen. Damit habe ich dann eben diese Kündigungen aussprechen müssen.“ Meistens habe er während der Probezeit gekündigt oder befristete Arbeitsverhältnisse auslaufen lassen. Problematisch sei es auch gewesen, Mitarbeitern zu kündigen, die bereits im Kündigungsschutz waren. „Es war immer so, dass man sich dann irgendetwas aus den Fingern saugen musste.“ Viele Mitarbeiterinnen hätten geweint, „weil sie gar nicht wussten, was los ist.“ Bezirksleiter Guido Hagelstede betonte, es sei von der KiK-Führung verboten worden, den Betroffenen den wahren Grund für die Trennung zu sagen. Von „Panorama“ auf den Zusammenhang von Creditreform-Anfragen und anschließender Trennung von Mitarbeitern angesprochen, antwortete die KiK-GmbH schriftlich: „Das von Ihnen angeführte Verfahren wird bei KiK nicht mehr praktiziert“. Ferner teilt KiK mit, „seit Oktober 2009 nicht mehr mit der Creditreform und auch mit keiner anderen Wirtschaftsauskunftei“ zusammenzuarbeiten. Weitere Details teilte das Unternehmen auch auf Nachfrage nicht mit. Noch im vorigen Jahr ermittelte die Staatsanwaltschaft Dortmund vergeblich gegen KiK wegen vergleichbarer Vorwürfe. Laut Bundesdatenschutzgesetz ist es strafbar, persönliche Daten von Mitarbeitern mit der Absicht zu besorgen, ihnen systematisch zu schaden. Obwohl der Discounter allein in den Jahren 2008 und 2009 in mehr als 49.000 Fällen die Vermögensverhältnisse seiner Mitarbeiter bei Creditreform abgefragt hatte, konnte die Staatsanwaltschaft keine Schädigungsabsicht nachweisen. „Wir hätten beweisen müssen, dass KiK systematisch die Mitarbeiter aussiebt, die eine schlechte Creditreformauskunft haben, und das war nicht beweisbar“, so die Dortmunder Oberstaatsanwältin Ina Holznagel. Im März 2010 wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt. Dies könnte sich durch die Aussagen der Bezirksleiter in „Panorama“ nun ändern. Sie bestätigen, dass die Abfragen offenbar das Ziel gehabt hatten, verschuldete Mitarbeiter loszuwerden, ihnen damit also zu schaden. Quelle: Panorama“: Donnerstag, 22. Juli, 22.00 Uhr, Das Erste

Schon grandios, was sich das wunderbare Unternehmen mit dem immens nicht nur bei uns Innenstädte „verschönernden“ Image leistet. Da paßt ja die Werbegallionsfigur für den Ramschschrott, Frau Pooth, mit ihrem aktuellen Hintergrund eigentlich auch nicht. Oder ist bei „Werbestars“ Poothschen Kalibers egal, ob man grad vor Gericht steht?

In eiinem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ schwurbelte dann Karl-Erivan Haub, Oberhäuptling der Tengelmamn-Gruppe, zu der KiK gehört:

Den Vorwurf, KiK trage mit seiner Billig-Strategie zur Ausbeutung von Arbeitern in Asien bei, wies Haub zurück. „Nur weil andere die T-Shirts desselben Herstellers für 9,99 Euro verkaufen und wir für 1,99 Euro, macht man allein uns den Vorwurf der Ausbeutung. Das ist absurd.“ Die ganze Welt kaufe in Asien ein und verglichen mit Wal-Mart oder H&M sei die Tengelmann-Gruppe ein Kleinstbetrieb. Weiter hob Haub in ‚Capital‘ hervor, dass „jeder Auftrag an einen asiatischen Lieferanten eine Investition in die Zukunft dieser Länder“ sei. „Das ist durchaus eine Form der Entwicklungshilfe.“

Soso. „…eine Form der Entwicklungshilfe“. Wohl eher so eine Art Glasperlenspiel…

Abwehrerschrecker?

p1050288.JPG

Auf dem NW-Bild von Wolfgang Rudolf zeigen die neue Recken von Arminia B. schon mal, wie man den Kollegen Ensar Baykan auf Händen schaukelt. Im Testspiel mit einem 10:1 – Sieg über eine Passauer Auswahl von Ballkünstlern lief es für die Ziege-Truppe schon mal recht ordentlich. Am 20. August startet Arminia B. in das erste Spiel der 2. Liga beim FSV Frankfurt.

Schelmisch im Quotenkeller

p1050287.JPG

Heidenei. Was kann unsere Angela doch schelmisch lachen. Tief im Quotenkeller selbst bei Umfrageliebling Güllners Forsa kohlt sie alle Fragen hinsichtlich der Zukunft einfach weg. Dann aber kommt es auf Seite 3 der Lokalgazette NW:

Kanzleramtsminister Ronald Po falla sei ein „Versöhnungswerk auf Rädern“.

Ja hat denn der Mann keine Füße mehr, Angela?

Da geht sie fröhlich hin, die Angela

«Aber genau deshalb bin ich auch zutiefst davon überzeugt, dass es richtig ist, dass wir eine repräsentative Demokratie und keine plebiszitäre Demokratie haben und dass uns die repräsentative Demokratie für bestimmte Zeitabschnitte die Möglichkeit gibt, Entscheidungen zu fällen, dann innerhalb dieser Zeitabschnitte auch für diese Entscheidungen zu werben und damit Meinungen zu verändern. Wir können im Rückblick auf die Geschichte der Bundesrepublik sagen, dass all die grossen Entscheidungen keine demoskopische Mehrheit hatten, als sie gefällt wurden. Die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft, die Wiederbewaffnung, die Ostverträge, der Nato-Doppelbeschluss, das Festhalten an der Einheit, die Einführung des Euro und auch die zunehmende Übernahme von Verantwortung durch die Bundeswehr in der Welt – fast alle diese Entscheidungen sind gegen die Mehrheit der Deutschen erfolgt. Erst im nachhinein hat sich in vielen Fällen die Haltung der Deutschen verändert. Ich finde es auch vernünftig, dass sich die Bevölkerung das Ergebnis einer Massnahme erst einmal anschaut und dann ein Urteil darüber bildet. Ich glaube, das ist Ausdruck des Primats der Politik. Und an dem sollte auch festgehalten werden.»

Von wem dieser ebenso inhaltsleer wie unverschämte Bandwurmsatz stammt? Na am 3. März 2010 von der Physikerin aus dem Osten, die Kanzlerin spielt. Anläßlich der Vorstellung des „Allensbacher Jahresbuches der Demoskopie“. Unsere Angela. Entweder unverschämt oder einfach nur stupide. Heute hat sie sich fröhlich vor dem Hintergrund katastrophaler Umfragewerte in den ihrer Meinung nach verdienten Urlaub verabschiedet. Auf eine Rückkehr können wir getrost verzichten, aber diesen Gefallen wird sie uns nicht tun.

„Bielefeld – Pakt“

Schon gehört? Neee? Dann geht es Ihnen nicht anders, als dem Rest der über 300.000 Bielefelder.
Denn ganze 23 Menschen sind erst digital beigetreten.

Ich zitiere:
Bielefeld steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Demografische, klimatische, bildungspolitische und wirtschaftliche Faktoren sowie ihre Verzahnung bestimmen zunehmend die Entwicklung der Stadt. Einige besonders wichtige Aufgaben lassen sich nicht innerhalb einer Ratsperiode erfolgreich bewältigen.

Die Stadt Bielefeld soll für ihre Bürgerinnen und Bürger zukunftsfähig sowie noch liebens- und lebenswerter werden. Vordringliche Aufgabe von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft ist es daher, sich diesen Herausforderungen zu stellen und sie zu meistern.

Für eine stringente Stadtentwicklung ist eine verlässliche politische Gestaltungs- und Verantwortungsmehrheit erforderlich. Ziele, Prioritäten und Schwerpunkte sollen kontinuierlich im „Bielefeld-Pakt” fortgeschrieben werden. Dieser Pakt soll ein Prozess sein,
in dem die einzelnen Schritte gemeinsam – mit Beteiligung aller Bielefelderinnen und Bielefelder – entwickelt und verfolgt werden.

Zum Auftakt haben der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld und die Ratsfraktionen der CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und BfB sowie die Gruppe Bürgernähe einen Konsens in den Bereichen Bildung, Klimaschutz und Wirtschaftsförderung erzielt. Sie werden die beschriebenen Ziele und Maßnahmen gemeinsam verfolgen und schaffen so Verbindlichkeit sowie Planungssicherheit.

Die Beteiligten wünschen sich, dass alle Bielefelderinnen und Bielefelder diesen Prozess begleiten, sich inhaltlich einbringen und diesem Pakt symbolisch beitreten.

Hier geht es zum Formular: Link

TINA hat Schildesche fest im Griff

p1050286.JPG

Wie, Sie behaupten, Sie haben noch nie was von TINA gehört? Dabei ist dieses „There is no alternative“ – TINA-Prinzip doch die Führungswaffe unser aller Kanzlerin. Vollmundiges schwafeln bei gleichzeitig maximaler Ahnungslosigkeit. Gibt es aber nicht nur in Berlin-Mitte sondern auch im romantischen Schildesche. Die grandiosen Insassen der zuständigen städtischen Ämter sind wie im Rausch und hämmern wie besinnungslos Kohle in jede Menge Baustellen im Ortskern. Ohne Sinn und Verstand und Koordination. Wie das eben so ist in der freundlichen Baustelle um Teutoburger Wald. Engersche Straße für zwei Jahre gesperrt, Talbrückenstraße und demnächst Westerfeldstraße im straßenbaulichen Aufriss. Jede Menge Staus und saure Bürger sind die Folge.

Die Krönung: TINA, sagt die Verwaltung. „There is no alternative“. Irgendwie muß man sich an Berlins Politikgehabe anpassen. Der Bürger hat gefälligst für die grandiosen Planungswüter aus dem Rathäuschen am Niederwall dazusein. Und nicht umgekehrt. Wo kommen wir denn da hin?