Archiv für den Monat: Juni 2010

Die Rose „Schweini“

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Sieht ja klasse aus, die nach dem angeblichen Sohn eines früheren Kloppers der Nationalelf namens „Katsche“ Schwarzenbeck genannte Rose „Schweini“. Irgendwas am adidas-Wurzelwerk soll nicht stimmen, aber vielleicht trickst der Löw, Jogi auch nur.

Brasilien – Portugal sterbenslangweilig

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Fußball wie aus Langweilien. Weltranglistenerster und Dritter taten sich nicht weh, auch wenn ein brasilianischer Bekannter von einem „Schönen Spiel“ schwärmte. Waren es zwei, drei oder gar schon vier Caipi? Elfenbeinküste gewann zwar im Parallelspiel gegen Nordkorea, was aber nur insofern von Bedeutung ist, als die armen Kerle nun wohl in Kohlebergwerke gesteckt werden. Dabei gilt auch hier wie immer im Leben: „Der Geist heißt Willi, aber die Füße sind schwach“ (Lothar Matthäus 26, 40 – 41).

In den Spielen am Abend siegte Favorit Spanien knapp gegen starke Chilenen. Die Schweiz schied nach einem 0:0 gegen Honduras aus.

Feudalistisches Pamphlet

In einer beachtlichen Kritik ‘würdigt’ Wolfgang Jaschensky das feudalistische Pamphlet einer “Anna von Bayern” über Botoxbirne vor Guttenberg. Der Adel, die Herkunft, das ist es, was den Menschen ausmacht. Damit schließt sich auf der anderen Seite die Klammer, die auf der einen ein Sarrazin geöffnet hat: Der Emporgekommene wertet Seinesgleichen ab, die Durchlaucht das ihre auf. Läuft alles auf dasselbe hinaus: Es lebe die Hoheit, es lebe die Genokratie!

Blogger „Feynsinn“ hat mal wieder herausgearbeitet, wie das so ist und geht im deutschen Feudalsystem und der lediglich ein wenig unterdrückten Lust am deutschen Adel und dem herrlichen Blick auf „Blaublüter“ , die in berechtiger Wut über die Anmaßungen des Massenpöbels auch schon mal zuschlagen oder zupinkeln können. Da auf unserer Sparrenburg ja nichts Blaublütiges mehr wohnt, ähm thront, müssen wir eben nach Bavaria blicken. Da kommt dann das Bildbändchen der Anna von Bayern über den einzig wahren deutschen Politiker grad recht.

Lance Armstrong in Heepen

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Hej Lance. Alt bist Du geworden. Sich ausgerechnet den Parcours „Rund Müllverbrennung“ in Heepen auszusuchen, ist schon clever. Der dortige Schadstoffausstoß soll ja die Konzentration bestimmer Werte im Blut erhöhen. Wichtig für die bevorstehende „Tour de Dope“. Gell. Daß Du aber neben dem Radl stehend auch noch singen mußt: „Give me dope, Heeppana, give me dope, Heeppana..“ ist schon happig.

Sagenhaft, wie furchtlos Du bist, Lance.

Warum Deutschland England schlägt

9. Die Bilanz

Deutschland
hat eine negative Länderspiel-Bilanz gegen England. 10 Siegen stehen 15 Niederlagen gegenüber. Darunter waren das furchtbare 1:5 im September 2001 in München und das noch furchtbarere (weil irreguläre!) 2:4 im Endspiel der WM 1966. Womit wir aber beim Thema wären: Seit Wembley 1966 hat Deutschland in einer K.o.-Runde eines Turniers nicht mehr gegen England verloren. Noch Fragen?

1o gute Gründe, warum am Sonntag zur besten Kaffeezeit – hat England eine Schokosahnetortetradition? – und Schwarzwälder Torte England gegen Deutschland wieder verliert, finden sich hier Mesut – Hakan, der Dönermann unseres Vertrauen, sagt das auch und schwenkt das Fähnlein mit Trauerrand oben und dann rotgold. In jedem Türken steckt eben ein Deutschland-Anfeuerer, wenn Türkye nicht dabei ist.

Aber es darf nicht vergessen werden:

Deutschland stand bisher in 7 WM-Finals, England in: 1
Deutschland stand in 6 EM-Finals, England in: 0

Noch Fragen, Ruuuuuuuuuuuuiiiiiiiiiiinääh?

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Eher schlagen sich die einzelnen Landkreisfürsten die westfälisch-lippischen Schädel ein, als einen gemeinsamen Auftritt zu schaffen. Abgesehen davon, sind die von der Lüneburger Agentur „Projekt M“ (Können die Hiesigen das nicht?) vorgeschlagenen Alternativen „Land des Hermanns“ oder „Wittekindsland“ auch nicht grade der Renner.

Da bleibt ja nur – und das verstehen selbst Amerikaner in Arkansas – „Deepest Provinz“.

Öffnet Post Briefe von Arbeitslosen?

Die Post soll laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung künftig Briefe von Arbeitslosen- und Kindergeldempfängern an die Arbeitsagenturen öffnen, verarbeiten und an die Agenturen weiterleiten. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wolle das Verfahren zunächst in einem Pilotversuch sechs Monate lang in Sachsen-Anhalt und Thüringen testen, schreibt die Zeitung. Demnach sollen die Betroffenen in den beiden Test-Ländern ab September ihre Briefe nicht mehr an Arbeitsagenturen und Familienkassen, sondern an neue Scan-Zentren der Deutschen Post AG senden.

Nun sind zwar Stories im Regierungsamtlichen Boebachter grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Aber die Frage tut sich doch auf: „Warum nur Post von Arbeitslosen?“. Warum nicht gleich sämtliche Post aller Bundesbürger öffnen, einscannen und an die Bundesagentur für Nichtarbeit mailen? Schüfe auf einen Sitz min. 100.000 neue Stellen und Trude Templin bekäme von Ronald Po falla jeden Morgen zur „Kleinen Lage“ auf einem Silbertablett die zehn „gegen-die-Regierung-Kracher“ serviert.

Darauf einen eisgekühlten Wacholderschnaps aus westfälischer Destillation. Skål!

Ein Schwachmat mit dem Längsten

Der russische Milliardär Roman Abramowitsch verlangt offenbar von der Hamburger Werft Blohm + Voss Schadenersatz in Millionenhöhe. Der Grund: Der Konzern habe unerlaubt Fotos aus dem Inneren der Luxus-Jacht „Eclipse“ weitergegeben. Nach Informationen von NDR 90,3 wirft der russische Oligarch der Werft Vertragsbruch vor. Das lief so trödelnd über die Ticker.

Was geht eigentlich in dem Kopf und vor allem der äußerst verworrenen Herkunft der Milliarden des seltsamen Herrschers über FC Chelsea London, mehrere andere Yachten und sonstigem Spielzeug vor? Irgendwie ein armer Irrer mit offensichtlich phantastischen Drähten zu Kumpel Putin. Wie wärs statt Yacht mit einer Milliarde für die Forschung gegen schlimme Krankheiten oder für hungernde Kinder? Davon gibt es auch in Rußland jede Menge.

Italien hat fertig

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Lippi weint Pippi. Nun ist der Weltmeister Italien draußen. Mit 2:3 verlor man das entscheidende Vorrundenspiel gegen die Slowakei und schied ebenso aus wie Vizeweltmeister Frankreich. Unrühmliches Ende der unrühmlichen Finalisten der WM 2006 in Deutschland.

„Feuerwehrmann“ Jörg Berger gestorben

„Mit Jörg Berger verliert der deutsche Fußball eine große Persönlichkeit. Arminia Bielefeld trauert um einen Freund. Unser Mitgefühl ist in diesen schweren Stunden bei seiner Familie und den Angehörigen“, so DSC-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier. Der Zweitligist, den Berger in der Saison 08/09 kurzzeitig trainierte widmet dem bekannten Trainer auf seiner Webseite diesen Nachruf.

So verjaucht Güterslohs Krake die ARD

Nicht, dass ich etwas gegen Herrn Jauch persönlich habe oder womöglich die Sendungen von Anne Will, Frank Plasberg (den Linkenbasher) oder Maybrit Illner usw. besonders politisch finde, aber der mehr oder weniger unverdeckte Zugriff von Bertelsmann auf die ARD zur weiteren Verblödung der Gesellschaft ist eine neue Qualität!

Aus einem Leserbrief an eine Koblenzer Tageszeitung zum Thema „Jauch/ARD“. Da der Herr Jauch weiterhin für RTL, also Bertelsmann/Mohn/Gütersloh, arbeitet wird nun auch Gedankengut der unseligen Stiftung auch dem Straßendorf Gütersloh in die ARD getragen.

Auf dem Rücken der Kinder

Unterrichtserfolg hängt mit der Ausbildung der Lehrer zusammen? Welch eine Erkenntnis! Kinder mit ausländischen Wurzeln haben oft Probleme mit der deutschen Sprache? Wer hätte das gedacht! Jungen tun sich in der Schule schwerer als Mädchen? Die neue Bildungsstudie liefert auch diese bahnbrechende Erkenntnis. Mehr als 40 000 Neuntklässler haben dafür den Pisa-Nachfolgetest machen müssen. Welch eine Zeitverschwendung! Vollends zur Farce aber wird die Pisa&Co.-Studienhuberei, wenn nun die Bildungsminister eine bessere Aus- und Fortbildung von Lehrern und vermehrte individuelle Förderung versprechen. Warum haben sie das nicht schon längst in die Tat umgesetzt? Ein Faktum aber sollte man in der Tat nicht außer acht lassen: Gymnasien schneiden durchweg deutlich besser ab als andere Schulformen. Wer auch das für eine Binsenweisheit hält, sei an die rot-grünen Pläne in NRW erinnert, längeres gemeinsames Lernen anzustreben. Wenn bis zur sechsten Klasse, möglicherweise auch darüber hinaus weniger Leistungsdifferenzierung stattfindet, dann wird Schule zwar gerechter, aber auch mittelmäßiger. Ein Pisa-oder-so-Test wird’s dereinst gewiss erweisen.

Ja, liebes Westfalen-Blatt. Das ist in diesem unserem Lande nun mal so. Ausgetragen wird alles, was die Ku-Minister und die Bertelsmann-Stiftung so ausdenken und landet erst einmal auf dem Rücken der Kinder. Dann wird probiert, getestet, verworfen usw. Anstatt mal über den Zaun zu gucken, wie die Länder das machen, deren Kinder einfach in der Schule besser sind.

Özil

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Die schönere und bessere Hälfte und qua Erbe ziemlich Fußballaffine verstieg sich nach dem 1:0 – Sieg über Ghana zum Ausruf „Den adoptier ich“. Abgesehen von der Tatsache, daß Mesut Özil, der Deutschland ins Achtelfinale gegen England schoß, durchaus sehr lebendige Eltern hat, ist das Ansinnen doch diskussionswert.

Am Jahnplatz gab es einen zarten Auflauf in s-r-g.

USA gewinnen England-Gruppe

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USA schlagen Algerien und sind Gruppenerster, England „So la la“ Sieger über Slowenien. Eines der beiden Teams ist der Gegner im Achtelfinale, sollte es Deutschland heute Abend erreichen. Ruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuunääääääääääääääääääi schoß wieder mal kein Tor und Elfmeterschießen gegen England gewannen die Deutschen schon oft. Da die Vuvuzelas erstunlich leise waren, störte nur die Britannia-lastige Stimme des ARD-Reporters.

Der feige Merz wütet wieder

Zweiter Donnerschlag: Schluss mit der „Vermehrungsprämie“!
Merz: „Von den ersten 200 000 Anträgen auf Elterngeld kamen 9 Prozent von berufstätigen Frauen, 54 Prozent von Hartz-IV-Empfängern. Die haben damit Einkünfte über denen arbeitender Geringverdiener.“ Folge: „Der Arbeitsmarkt für Minderqualifizierte ist bei uns zusammengebrochen.“

Nein, nein. Das ist nicht Originalton Sarrazin oder Clement. Das ist Originalton Friedrich Merz. Das jener Typ aus dem Sauerland, der seine Aufsichtsrat – und sonstigen Mandante gar nicht mehr zählen kann. Das ist der, dem Mutti in den Hintern getreten hatte und der sich feige wie er ist nicht traute, gegenüber Trude Templin den Rand so weit aufzubekommen, wie er das jetzt auf dem Wirtschaftsforum NRW getan hat. Wer die ganze Liste der Verbalinjurien eines völlig abgehobenen neoliberalen Unmenschen lesen will, tut das hier.

Die Afrika-Verschwörung?

Der Schiedsrichter-Kommission bei der FIFA sitzt Jose Maria Garcia-Aranda vor. „Alle halten sich an die Regeln, einheitlich und konstant“, zog der Spanier dieser Tage allen Ernstes ein rundherum positives Zwischenfazit: „Wir haben bisher exzellente Schiedsrichterleistungen gesehen und sind sehr zufrieden.“ Diese Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht all derer, die noch irgendwie Krampfhaft ans Gute im Fußball glauben.

Wer gestern wieder gesehen hat, wie die Pfeifen pfeifen, ist immer mehr geneigt, dahinter eine gewisse Absicht zu erkennen. Was bei Josef Blatter und seinem FIFA-Clan nicht sehr verwunderlich ist.

Mit Dr. Löw auf der Ghana-Couch

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Soso, Einzelgespräche führt der Magier des Runden. Da wird dann klar, wozu das breite Eckige da ist. Jeder verkraftet diesen Schicksalstag der Nation anders. Die einen fingern nochmal an ihren vierfach befahnten Wägen mit dem Nationalkondom an den Außenspiegeln rum, damit es auch richtig flattert, wenn der andere Boateng-Klopper nochmal zeigt, wie er Ballack umsenste. Wieder andere haben einfach den Schreibtisch voller Arbeit und verschwenden keinen Gedanken daran. Dafür gibts ja Radio und TV, wo Murmeltierhaft das Mantra des so schrecklich enden könnenden Fußballabends angedroht wird. Aber wäre das wirklich so schlimm, eine Fußball-WM ohne Ghana, England und Italien?

Dr. Löw. Übernehmen Sie! Mir könne au Hochdeutsch.

PS: Bei Oetker erwägt man den Einstieg in den ghanaischen Markt. Ein eckiges Modell in Trauuerrandrotgold ist schon in der Vorerprobung. Allerdings stimmen die Bananenflanken aus dem mittleren Halbfeld in der zentralen Rückwärtsbwegung noch nicht.

Ofenfrische leicht angebrannt

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Oetker – Pressesprecher Jörg Schillinger muß wohl eine ganze Palette „Ofenfrische. Deep Delirium“ über die NW ausgekippt haben. Wie sonst ist die Berichterstattungsorgie im Blatt heute zu erklären. Sogar im Lokalen werden sie noch mal gefeiert, trotz ziemlich schlechter Zahlen. Aber sie sind „bodenständig, solide, bescheiden“. Huch. Erinnert an einen Spruch einer Oma der schöneren und besseren Hälfte: „Kind. Cheh immer den untere Wech“. Was sie sich hütete, zu gehen. Aber vielleicht verständlich, wenn der liebe Richard den Pizzateig im Hinterzimmer mit Blick auf den Ostwestfalendamm und den lieblichen Johannisberg selbst ausrollt, bemehlt, bestäubt und mit allerlei Zeugs belegt. Das ist Heimat unter der Sparrenburg. Sozusagen die Steinofenpizza auf heimisches Provinzpickertformat angepasst. Da wird einem ganz schwummerig vor Augen. Wie war das noch mit „Hanf aus Ostwestfalen“?

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NW-Hallelujah für Professor (Un)Sinn

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Es ist schon manchmal atemberaubend niedlich, wenn die Wirtschaftsredakteure unseres geliebten Halbboulevardblattes mal wieder zuschlagen und die Seiten der Postille zuknallen.

Seite 3: Der laut BILD „beste Ökonom Deutschlands“ läßt in seinem unsäglichen Pseudoinstitut „Ifo“ in München ein Fürzchen und schon wird verwurstet, was der umstrittene Volkswirtschaftler von Bertelsmann Gnaden da von sich gibt. Jubel bricht aus, die
Stimmung steigt. Noch im Oktober 2009 verkündete der kleine Mann mit dem langen Bart in der Süddeutschen Zeitung:

Die Krise sei noch nicht überwunden, die Gefahr eines Rückschlags groß, sagt Sinn im SZ-Interview: ,,Regierungen dürfen jetzt nicht anfangen, die Ausgaben herunterzufahren, weil sie denken: Wir können uns das nicht mehr leisten. Das wäre gefährlich.“

Der in Talkshows so gefragte Ideologe, ja Scharlatan und Kaffeesatzleser, ist fester Bestandteil des nicht kaputtbaren Neokapitalismus. Der „Spiegelfechter“ hat im März 2009 ein treffendes Porträt der Phantasten aus Bayern geschrieben.

Pardon, ist das ungehörig, wenn ich hier an den Niedergang zB. der Gewerbesteuer in Bielefeld und der gesamten Nation um rund 20% im 1. Quartal erinnere?

Petit prince

Wie egomanisch ist ein deutscher Kriegsminister namens Guttenberg eigentlich? Die Antwort ist endlich da:

Kein deutscher Politiker beherrscht die Kunst der Selbstinszenierung so perfekt wie Karl-Theodor zu Guttenberg. Nun bekommt der Verteidigungsminister auch noch Schützenhilfe: Eine Biografie zeichnet ein idealisiertes Bild des CSU-Politikers – inklusive Schnappschüssen aus der Jugend.
Aus: Spiegel.online.

Na, dazu passt dann ja dieses Posting im Forum dazu, das wohl ein „Treuer Untertane in Erwartung des Hohen Herrn“ schrieb:

Wir haben mit zu Guttenberg seit Langem einmal wieder einen Minister, der es wirtschaftlich bei Weitem nicht nötig hat, den Job überhaupt zu machen. Er muss sich nirgends anbiedern, er macht das aus Verantwortungsgefühl und aus Freude an der Aufgabe. Er hat die entsprechende Erziehung genossen und offenbar auch das gefühl des vernatwortlichseins für seine „Untertanen“ mit ins Amt genommen. Das wirkt nicht nur authentisch, das ist es auch und das merken die Leute. Ihm vertraut man, denn er ist authentisch und sagt die Wahrheit. Bislang hat es niemand geschafft, ihm irgendetwas anzuhängen. Nur verblendete linke Proleten lassen sich von den immer wieder aufkommenden Diskreditierungsversuchen beeindrucken. Dass spon da mitmischt, ist aus meiner Sicht peinlich.

Kniet nieder, Ihr einfachen Bürger. Er ist auch für Euch von der fräönkischen Burg herabgestiegen, mischt sich schwitzend unter Euch, posiert für Euch, kämpft für Euch. Zwar kapiert Ihr nicht, aus welcher Ecke der Bub kommt und was er wirklich will. Aber das ist in Deutschland ja schon ein paarmal passiert.

Aus für Vizeweltmeister und Gastgeber

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Frankreich, das bisher blamabelste Team bei dieser Vuvuzela-WM, unterliegt Gastgeber Südafrika 1:2, während Uruguay Mexiko mit 1:0 schlägt. Aus für den Gastgeber und Sakotzys Vizeweltmeister.

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Ins Rollen kommen auch die Argentinier von Diego Maradona. 2:0 schickten sie Otto Rehhagels Griechen heim. Wohl das Ende der großen Trainerkarriere von „Rehhakels“. Südkorea wird Argentinien ins Achtelfinale begleiten.

Wenn Kai roamt und nicht zahlt

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taz vom 20.06.2010

Wer aus dem Ausland sein Blog wie ein Wilder füllt und „roamt“ zahlt happig. Weiß man einfach. Außer man heißt Kai Diekmann, füllt das Bundesnachrichtenblatt mit allerlei Mist und nebenher ein Blog aus Marokkkoland auch. Dann kommen 42.000 € Romaninggebühren der Telekom und Kai sagt „Nö. Zahl ich nicht“. Einem Normalbürger stellt die Teledumm dann das Blog und das Internet ab. Aber Kai meint, er hätte Sonderrechte und will mit Telekom-Chef Obermann feilschen.

So sind sie, die Selbstgerechten von Muttis, Friede Springers und Elisabeth Mohns Gnaden.

Der eigentliche Skandal

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Der eigentliche Skandal dieser an Skandalen bisher schon so reichen Vuvuzela-WM sind die gelben Männer mit den Pfeifen. Nun fällt es explizit den Deutschen ja nicht schwer, Pfeifen und gelb locker zusammenzufügen, wirken sie hierzulande doch noch an einer viel wichtigeren Stelle. Was sich die Heinis in Südafrika aber erlauben, spottet ob seiner Kleinkariertheit und Borniertheit jeder Beschreibung. Aber: „Hände Gottes“ und den Schlag eines spanischen Stürmers ins Gesicht eines Spielers von Honduras werden bewußt übersehen, obwohl es Fernsehbilder gibt? Die FIFA findet die Leistungen der Schiris übrigens „Große Klasse“. Nun ja, was ist von Sepp Blatters Junta auch anders zu erwarten. Hauptsache, der Rubel roll und der Schweizer Fußball-Napoleon hat seinen VIP-Platz.

Eine dieser Skandalnudeln, ein Brasilianer, der auch in der Heimat sehr umstritten ist, pfeift übrigens das Spieel Deutschland – Ghana 🙁

Auf dem rechten Auge blind

Die Gewalt von links wächst. Das ist eine schlechte Nachricht. Aber die Revolution wird auch 2010 nicht stattfinden. Der Kapitalismus wird sich durch Spekulationen und Gier nach Rendite eher selbst hinrichten, als dass dies gewaltbereiten
Autonomen mit dem Anzünden von Autos im Hamburger Schanzenviertel gelingt. Insofern zeigt der Verfassungsschutzbericht eine ernst zu nehmende Tendenz auf, die wachsam machen sollte, aber kein Anlass zur Panik ist. Denn eine geschlossene linksradikale Bewegung gibt es nicht. Genau darin liegt allerdings die Schwierigkeit, Radikale und ihre Strategien zu enttarnen. Der Verfassungsschutz will deshalb verstärkt versuchen, die Leitfiguren zu identifizieren und ihre Informationswege aufzudecken. Das wird schwer bei Gruppierungen, die größtenteils politisch unmotiviert handeln und häufig nur auf Randale aus sind. Dem rechtsextremen Spektrum werden übrigens weiterhin deutlich mehr Straftaten zugeordnet als der linken Szene. Am braunen Rand sind die Zahlen aber rückläufig. Doch auch wenn es in der Konjunktur des Extremismus Schwankungen gibt – in der Wachsamkeit über die Demokratie darf es sie nicht geben.

Liebes Westfalen-Blatt. Da „Der Deutsche“ traditionell auf dem rechten Auge ziemlich blind ist, wundert das Hetzen der Junta über „linke Gewalt“ nicht weiter. Wer meint, eine in den Bundestag demokratisch von über 10% gewählte Partei per Verfassungsschutz beobachten lassen zu müssen, hat kein Interesse, die wahren Terroristen zu beobachten. Die sind nämlich in den eigenen Reihen und erledigen das im weißen Kragen mit ganz anderen Methoden.

So jung und schon so pervers

Der Vorsitzende der Jungliberalen, Lasse Becker, will das Sparpaket auf Rentner ausweiten und forderte eine Überprüfung der Rentengarantie. „Das Sparpaket reicht alleine nicht aus. Wir müssen auch die Rentengarantie kritisch überprüfen. Alle Teile der Gesellschaft müssen einen Beitrag zur Konsolidierung leisten“, sagte Becker der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und den Pressediensten. Die Koalition müsse „kurzfristig die Kanzlerin dazu zwingen, eine inhaltliche Agenda für die Legislaturperiode zu liefern“, forderte Becker. „Es gibt bisher keine Führung dieser Kanzlerin. Das muss auch der Vizekanzler einfordern.“

Was laufen in der gelben Truppe doch speziell hirnlos gezüchtete Typen rum. Ob der überhaupt eine Ahnung hat, wie die Rentenformel aussieht und wie das alles zusammenhängt? 3% Prozent würden sie grad noch wählen, krakeelen tun sie, als ob es ohne sie nicht ginge.

Gudrun, Du sagst jetzt mal nichts!

Portugals Torfabrik läuft an

7:0 geht Nordkorea im Mittagsspiel der Vuvuzela-WM unter. Sogar „Wunderkind“ C. Ronaldo trifft.

… und der SuperDupiWMOberfavorit Eßspania ermattete sich grad ein klägliches 2:0 über Honduras, wobei Spaniens Trainer Del Bosque aussieht, als ob er an der „Tüte“ nahe Hauptbahnhof der Glitzermetropole übernächtigt hätte. Hatta nicht, oder?

Die Grande Nation baut sich grad verbal auf für die entscheidende Schlacht auf. Waterloo naht:

Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!
Contre nous de la tyrannie,
L’étendard sanglant est levé, (bis)
Entendez-vous dans les campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras
Egorger vos fils et vos compagnes!

„Die Massen toll machen“

Ein abgefangenes Kassiber, das im deutschen WM-Quartier nie ankam.

Wie könnt ihr uns nur dermaßen in den Rücken fallen? Was war denn abgemacht? Halbfinale war vereinbart – Halbfinale und ein großes Tamtam seitens der Medien! An denen liegt es ausnahmsweise nicht – aber ihr, ihr vertändelt den Aufstieg ins Achtelfinale und bringt unseren schönen Plan ins Wanken. Wenn ihr tatsächlich gegen Ghana eingeht, woher soll dann der Rummel, das Tratra herkommen? Ihr gefährdet nicht nur euren sportlichen Erfolg, ihr gefährdet den sozialen Frieden, ihr unverantwortlichen Hampel! Ein wenig mehr Verantwortungsgefühl stünde euch blendend zur Visage.

Gefunden auf „ad sinistram“ und wirklich lesenswert.