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Di
29
Jun '10

Abseitstore werden WM-Mode

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Villar schießt das 1:0 gegen Portugal aus Abseitsposition und die Herren über Tapas und Rioja sind im Viertelfinale. Wenn sie da was reißen wollen, müssen sie sich schon gewaltig steigern.

Obwohl Japan kniete…

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Screenshot: ARD

Obwohl die Japaner beim Elfmeterschießen in Ernst-Middendorp-Gedächtnismanier (“Knien Sie nieder, Sie Bratwurst”) niederknieten, half es letztendlich nichts. Paraguay gewann in einer insgesamt schwachen Partie und steht jetzt im Viertelfinale.

Mutti fliegt Viertelfinale gucken

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Vor vier Jahren badete sie auch schon in den TV-Kameralinsen….

Das ist ja nochmal eine superdupifreu-Meldung am frühen Abend. Die Nationalkicker mit dem Adler auf der Brust werden im Viertelfinale gegen Argentinien von Mutti Merkel – oberste Bundestrainerin ohne nachweisbare Erfolge – von der Ehrentribüne herab beäugt. Der Mediensprecher des DFB meinte, die Kanzlerin sei eine Art “Glücksbringerin” für das DFB-Team. War das DDR-Politbüro nicht auch immer zur Stelle, wenn es – möglichen – Ruhm abzusahnen gab?

Aber auch diese Touristentour wird Mutti – wie alle zuvor auch :-) – aus der eigenen Schatulle zahlen. Blöd ist nur, daß der gepanzerte Dienstaudi A 8 extra rübergeflogen werden muß. Was ist, wenn Einer aus den Townships den klaut?

Mutti, wir lieben Dir! Nimm doch den Bundeschristian gleich mit und Frau und Kind und Dienstmagd…..

Loch im Beton

Loch im Beton

50 Mio. für den Karstadt-Leichenfledderer

Der Insolvenzverwalter der Kaufhauskette Karstadt kann laut einem Zeitungsbericht mit einem Honorar in zweistelliger Millionhöhe rechnen. Demnach soll Klaus Hubert Görg nach Angaben aus Verhandlungskreisen mehr als 50 Millionen Euro bekommen, berichtete die “Süddeutsche Zeitung”. Görg hatte vor einem Jahr das Karstadt-Insolvenzverfahren übernommen. Der Konzern beschäftigt derzeit noch 25.000 Mitarbeiter. Vor einigen Wochen wurde ein vorläufiger Kaufvertrag mit dem Investor Nicolas Berggruen unterzeichnet, der aber noch über die Höhe der Mieten für die Karstadt-Immobilien verhandelt.

Da kommt Freude auf. Jubel. Trubel, Billigsekt an der Bahnhofstraße. 50 Mio. für den Leichenfledderer, der so dermaßen hart und unendlich viel mehr gearbeitet hat als die Mitarbeiter, die “nur” auf Lohnteile, Urlaubsgeld, und, und, und für den von anderen vor die Wand gefahrenen Laden verzichtet haben. Irgendwie stinken die aktuelle Insolvenzordung und die Praxis der Gerichte ganz gewaltig. Von oben nämlich.

Bald steht die Null

Die FDP will ohne großen Kurswechsel aus ihrem Stimmungstief kommen. “Wir Freien Demokraten machen einen neuen Anlauf”, sagte Parteichef Guido Westerwelle nach einer zweitägigen Klausur der FDP-Führung in Berlin. “Aber wir bleiben bei unseren Themen und unserem Kurs.” Westerwelle gab nach acht Monaten Regierungszeit auch eigene Fehler zu. Trotz der schlechten Umfrage- und Sympathiewerte will er jedoch sowohl Parteichef als auch Außenminister und Vizekanzler bleiben. Die FDP kommt nach knapp 15 Prozent bei der Bundestagswahl in Umfragen derzeit nur noch auf rund fünf Prozent. Westerwelle hat so schlechte Werte wie kein Außenminister jemals zuvor. Melden die Dienste.

Aber es gibt ja schon einen Westerwelle-Masterplan, den er als 18 jähriger Schüler entwickelt hatte. Parallel zum Aufschwung des IKEAnischen Spanplattenimperiums passte er die Parteifarben deckungsgleich an. Sollte für die FDP die “Stunde Null” bei zukünftigen Wahlen eintreten, kriegen sie alle einen gelbblauen Job für 400 Euro und dürfen zur ARGE aufstocken gehen. Guido klein kriegen, das geht nicht. Aber die Partei hat er in Kürze klein. Ganz klein.

Architektonische Weltklasse unter 3 Sparren

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Die vom grünen Teuro umklammerte Stadt mit dem unaussprechlichen Namen spart an allen Ecken und Kanten. Jetzt geht es der Symbolfigur, dem Leineweber, an die Pfeife. 13.600 Euro kosten die bronzenen Leineweber jährlich, die an XXXXder – Firmen zum 100sten verliehen werden. Tradition ist den Harlekinen im Rathaus am Niederwall also nichts mehr wert. Da wäre es doch nur konsequent, alles, was auch nur entfernt mit der Tradition dieser Ansiedlung unter dem Sparren-gekrönten Steinhaufen hoch oben zu tun hat, einzusparen.

Schließlich hat diese Glitzermetropole doch Ein – und Durchblicke, die kein Hunsrückdorf und kein New York so bieten können. Und einen OBPit, der Alfred Biolek doublet schon gar nicht. Avanti dilletanti!

Völker dieser Welt, schaut auf diese Stadt. So sieht Schönheit pur aus:

Einblick

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Durchblick

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Kasten unter Sparrenburg

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Ausnahmsweise mal nicht von NW-Frücht montiert: Links neben dem Möbler Tick plant die Bautra GmbH einen Kasten, prosaisch “The Cube” genannt. Kommst Du also demnächst vom Ossidamm runter und hälst auf den Adenauerplatz zu, erschrick nicht, wenn sich vor Dir ein Klotz im “internationalen Stil” auftürmt. Befällt Dich der Brechreiz und Du schafft die Grünphase der Ampel nicht, gibt einen Tick mehr Gas und dann hast Du dat Dingens schnell hinter Dir, die Freiheit des Kunsthalleklotzes rechts winkt Dir und an der Ampel dahinter suchst Du Schutz in der oberen Oberstraße mit ihren leeren, anscheinend unvermietbaren Schaufensterhöhlen.

Die Metropole der Brachflächen tut wirklich alles um ins Gespräch zu kommen. Dabei hätte doch die Hasentonne neben der Stadthalle schon zum ewigen Ruhm gereicht. Jetzt noch den Kesselbrink mit dem freitragenden Pit-Clausen-Verhau mit echten Swarovska-Glitzersteinen überspannen und die Glitzermetropole wird allein wegen ihrer neuen Bauten Pilgermekka neuer, absurder Architektur.

Was braucht es da noch einen Leineweber?