USA schlagen Algerien und sind Gruppenerster, England “So la la” Sieger über Slowenien. Eines der beiden Teams ist der Gegner im Achtelfinale, sollte es Deutschland heute Abend erreichen. Ruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuunääääääääääääääääääi schoß wieder mal kein Tor und Elfmeterschießen gegen England gewannen die Deutschen schon oft. Da die Vuvuzelas erstunlich leise waren, störte nur die Britannia-lastige Stimme des ARD-Reporters.
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Zweiter Donnerschlag: Schluss mit der „Vermehrungsprämie“!
Merz: „Von den ersten 200 000 Anträgen auf Elterngeld kamen 9 Prozent von berufstätigen Frauen, 54 Prozent von Hartz-IV-Empfängern. Die haben damit Einkünfte über denen arbeitender Geringverdiener.“ Folge: „Der Arbeitsmarkt für Minderqualifizierte ist bei uns zusammengebrochen.“
Nein, nein. Das ist nicht Originalton Sarrazin oder Clement. Das ist Originalton Friedrich Merz. Das jener Typ aus dem Sauerland, der seine Aufsichtsrat – und sonstigen Mandante gar nicht mehr zählen kann. Das ist der, dem Mutti in den Hintern getreten hatte und der sich feige wie er ist nicht traute, gegenüber Trude Templin den Rand so weit aufzubekommen, wie er das jetzt auf dem Wirtschaftsforum NRW getan hat. Wer die ganze Liste der Verbalinjurien eines völlig abgehobenen neoliberalen Unmenschen lesen will, tut das hier.
Der Schiedsrichter-Kommission bei der FIFA sitzt Jose Maria Garcia-Aranda vor. “Alle halten sich an die Regeln, einheitlich und konstant”, zog der Spanier dieser Tage allen Ernstes ein rundherum positives Zwischenfazit: “Wir haben bisher exzellente Schiedsrichterleistungen gesehen und sind sehr zufrieden.” Diese Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht all derer, die noch irgendwie Krampfhaft ans Gute im Fußball glauben.
Wer gestern wieder gesehen hat, wie die Pfeifen pfeifen, ist immer mehr geneigt, dahinter eine gewisse Absicht zu erkennen. Was bei Josef Blatter und seinem FIFA-Clan nicht sehr verwunderlich ist.
Die Nationalfarben wehen noch nicht so recht in der Altstadt der Glitzermetropole. Aber im Schutz der Nacht, dann wird das ein Meer. Hier die Klasingstraße.
Soso, Einzelgespräche führt der Magier des Runden. Da wird dann klar, wozu das breite Eckige da ist. Jeder verkraftet diesen Schicksalstag der Nation anders. Die einen fingern nochmal an ihren vierfach befahnten Wägen mit dem Nationalkondom an den Außenspiegeln rum, damit es auch richtig flattert, wenn der andere Boateng-Klopper nochmal zeigt, wie er Ballack umsenste. Wieder andere haben einfach den Schreibtisch voller Arbeit und verschwenden keinen Gedanken daran. Dafür gibts ja Radio und TV, wo Murmeltierhaft das Mantra des so schrecklich enden könnenden Fußballabends angedroht wird. Aber wäre das wirklich so schlimm, eine Fußball-WM ohne Ghana, England und Italien?
Dr. Löw. Übernehmen Sie! Mir könne au Hochdeutsch.
PS: Bei Oetker erwägt man den Einstieg in den ghanaischen Markt. Ein eckiges Modell in Trauuerrandrotgold ist schon in der Vorerprobung. Allerdings stimmen die Bananenflanken aus dem mittleren Halbfeld in der zentralen Rückwärtsbwegung noch nicht.
Oetker – Pressesprecher Jörg Schillinger muß wohl eine ganze Palette “Ofenfrische. Deep Delirium” über die NW ausgekippt haben. Wie sonst ist die Berichterstattungsorgie im Blatt heute zu erklären. Sogar im Lokalen werden sie noch mal gefeiert, trotz ziemlich schlechter Zahlen. Aber sie sind “bodenständig, solide, bescheiden”. Huch. Erinnert an einen Spruch einer Oma der schöneren und besseren Hälfte: “Kind. Cheh immer den untere Wech”. Was sie sich hütete, zu gehen. Aber vielleicht verständlich, wenn der liebe Richard den Pizzateig im Hinterzimmer mit Blick auf den Ostwestfalendamm und den lieblichen Johannisberg selbst ausrollt, bemehlt, bestäubt und mit allerlei Zeugs belegt. Das ist Heimat unter der Sparrenburg. Sozusagen die Steinofenpizza auf heimisches Provinzpickertformat angepasst. Da wird einem ganz schwummerig vor Augen. Wie war das noch mit “Hanf aus Ostwestfalen”?
Es ist schon manchmal atemberaubend niedlich, wenn die Wirtschaftsredakteure unseres geliebten Halbboulevardblattes mal wieder zuschlagen und die Seiten der Postille zuknallen.
Seite 3: Der laut BILD “beste Ökonom Deutschlands” läßt in seinem unsäglichen Pseudoinstitut “Ifo” in München ein Fürzchen und schon wird verwurstet, was der umstrittene Volkswirtschaftler von Bertelsmann Gnaden da von sich gibt. Jubel bricht aus, die
Stimmung steigt. Noch im Oktober 2009 verkündete der kleine Mann mit dem langen Bart in der Süddeutschen Zeitung:
Die Krise sei noch nicht überwunden, die Gefahr eines Rückschlags groß, sagt Sinn im SZ-Interview: ,,Regierungen dürfen jetzt nicht anfangen, die Ausgaben herunterzufahren, weil sie denken: Wir können uns das nicht mehr leisten. Das wäre gefährlich.”
Der in Talkshows so gefragte Ideologe, ja Scharlatan und Kaffeesatzleser, ist fester Bestandteil des nicht kaputtbaren Neokapitalismus. Der “Spiegelfechter” hat im März 2009 ein treffendes Porträt der Phantasten aus Bayern geschrieben.
Pardon, ist das ungehörig, wenn ich hier an den Niedergang zB. der Gewerbesteuer in Bielefeld und der gesamten Nation um rund 20% im 1. Quartal erinnere?


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