Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
21
Jun '10

Portugals Torfabrik läuft an

7:0 geht Nordkorea im Mittagsspiel der Vuvuzela-WM unter. Sogar “Wunderkind” C. Ronaldo trifft.

… und der SuperDupiWMOberfavorit Eßspania ermattete sich grad ein klägliches 2:0 über Honduras, wobei Spaniens Trainer Del Bosque aussieht, als ob er an der “Tüte” nahe Hauptbahnhof der Glitzermetropole übernächtigt hätte. Hatta nicht, oder?

Die Grande Nation baut sich grad verbal auf für die entscheidende Schlacht auf. Waterloo naht:

Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!
Contre nous de la tyrannie,
L’étendard sanglant est levé, (bis)
Entendez-vous dans les campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras
Egorger vos fils et vos compagnes!

“Die Massen toll machen”

Ein abgefangenes Kassiber, das im deutschen WM-Quartier nie ankam.

Wie könnt ihr uns nur dermaßen in den Rücken fallen? Was war denn abgemacht? Halbfinale war vereinbart – Halbfinale und ein großes Tamtam seitens der Medien! An denen liegt es ausnahmsweise nicht – aber ihr, ihr vertändelt den Aufstieg ins Achtelfinale und bringt unseren schönen Plan ins Wanken. Wenn ihr tatsächlich gegen Ghana eingeht, woher soll dann der Rummel, das Tratra herkommen? Ihr gefährdet nicht nur euren sportlichen Erfolg, ihr gefährdet den sozialen Frieden, ihr unverantwortlichen Hampel! Ein wenig mehr Verantwortungsgefühl stünde euch blendend zur Visage.

Gefunden auf “ad sinistram” und wirklich lesenswert.

Fisch stinkt vom Kopf her

Die deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik gerät international immer stärker in die Kritik. Über Jahre habe Deutschland Lohndumping betrieben und so den europäischen Nachbarländern Marktanteile abgegraben. Verantwortlich für die Euro-Krise seien nicht allein unsolide wirtschaftende Länder wie Griechenland oder Spanien. Der eigentliche Krisenmotor sei Deutschland. Längst haben die EU-Euro-Minister Deutschland aufgefordert, endlich die Binnennachfrage anzukurbeln und die einseitige Fixierung auf den Export aufzugeben. Doch mit dem aktuellen Sparpaket geschieht nun genau das Gegenteil. Und so befürchten namhafte Experten, dass die Euro-Krise weiter befeuert wird: ausgerechnet von Deutschland. Aus: Nachdenkseiten

Wie titelt doch heute unsere liebe rote NW in bester auch volkswirtschaftlicher Geisterfahrermanier?

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Neues vom Mixa

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“Das hermetische Café” heißt ein Hamburger Blog. Es klärt uns endlich darüber auf, was hinter dem Mixa steckt. Jenem durchgeknallten Typ, der mit so schweren Vorwürfen überzogen wird, daß man Kachelmann nun endlich aus den Fängen eines Karreregeilen Mannheimer Staatsanwaltes befreien sollte. Das hätte schlagartig positive Auswirkungen auf unser Sommerwetter. So nämlich:

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Westfalenblatt-Eloge auf Rüttgers

Jürgen Rüttgers will sauber bleiben. Deshalb wird er Rot-Grün mit dunkelroter Hilfe am 13. Juli gewähren lassen, ohne sich gegen das Unvermeidliche zu stemmen. Er wird nicht einmal als Oppositionsführer Hannelore Kraft in die Parade fahren, wenn deren mittelfristig zum Scheitern verurteiltes Regierungs-Experiment stockt und stolpert. Dass es so kommt, ist relativ gewiss. Die Frage ist nur, wie lange es dauert, wie viele gute Reformen erst kaputtgemacht werden müssen. Rüttgers hat am 9. Mai verloren, und das wird jetzt jedermann vor Augen geführt: Er muss Kraft vermutlich schon am 13. Juli nach dem ersten Urnengang die Hand reichen und ihr zur Wahl als Ministerpräsidentin gratulieren. Er muss die Staatskanzlei räumen und Entourage samt Dienstwagen gegen ein Gefährt und hilfreiche Geister aus der Landespartei tauschen. Auch die Minister und Staatssekretäre von CDU und FDP werden den Genossen von Rot und Grün weichen, zumindest vorerst. Wer das schon für einen Politikwechsel hält, darf zufrieden sein. Der einfache Abgeordnete aus dem Wahlkreis Rhein-Erft I dagegen sollte die neue Freiheit genießen. Wie jedes Jahr wird er ganz privat in den Sommerurlaub fahren. In dem Ferienhaus, das seine Frau mit in die Ehe gebracht hat, gibt es immer was zu tun. Ganz neu ist die Erfahrung nicht. 1998 fiel Jürgen Rüttgers schon einmal unsanft in den Alltag zurück, als der Bonner Zukunftsminister mit dem Ende der Ära Kohl nicht mehr gebraucht wurde. Dennoch sollte niemand darauf wetten, dass Rüttgers tatsächlich seine zweite Doktorarbeit schreibt, wie er einmal für den Fall der Fälle andeutete. Rüttgers will die Große Koalition und hält sich weiter für sie bereit. Nachdem er in der vergangenen Woche in einem Wutanfall Hannelore Kraft die »schlimmste Wählertäuschung« der Landesgeschichte um die Ohren gehauen hat, schaltet er jetzt zurück und hält sich als Elder Statesman bereit. Der Wartestand darf allerdings nicht ewig währen. Bis zum Parteitag mit Vorstandswahl im Frühjahr sollte es nach dem CDU-Wunschfahrplan schon neue Landtagswahlen gegeben haben. Falls auch diese von der Union vergeigt werden, ist das Kapitel Rüttgers sowieso beendet. Anderenfalls, und daran glaubt die Partei, ist Rüttgers Bestätigung als Landesvorsitzender Formsache. Auch das Amt als stellvertretender Bundesvorsitzender bleibt Rüttgers erhalten. Es gibt keinen Grund für Angela Merkel, ihren nicht unbedingt geliebten Statthalter am Rhein zusätzlich zu schwächen. Das früher vielleicht einmal gefährliche Triumvirat Roland Koch, Christian Wulff und Jürgen Rüttgers hat sich – aus den verschiedensten Gründen – schließlich selbst zerlegt. Rüttgers hat nur dann eine Chance auf Rückkehr in die Staatskanzlei, wenn er bei Frau Kraft so dialogbereit bleibt, wie er künftig handzahm gegenüber Angela Merkel sein muss.

Jau, liebes Westfalen-Blatt, ein bißchen weniger dick aufgetragen hätt es auch getan. Witzig, wenn ein Mann, der als Minipräses noch mit allerlei lächerlichen Formulierungen, “Rent a Rüttgers” – angeboten usw. um sich geworfen hat, jetzt auf “Elder statesman” macht. Das steht dem schmalen Typ der Inge Meysels Dritte demnächst aufgetragen hat, so gar nicht.

Zum Sommeranfang: die echte Vuvuzela

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Sie versteckte sich nicht mal schamlos in den Weiten des Web, die echte Vuvuzela. Ob die alle wissen, wo sie reinblasen bei der WM in Südafrika? Auch in hiesigen Gefilden macht sich die Vuvu schon breit. So soll ein Waldorf-Kindergartenkind von einem Vater gleich zwei Vuvus gekauft bekommen haben: “Jaha. Eine lange und eine kürzere”. Na dann “gut Luft”.

Tröööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööt

Der Dank gilt Regine aus dem sandigen Outback, die heftig nach dem Ding recherchierte und fündig wurde. Den Originalkommentar können wir hier nicht wiedergeben……

Von Eiern und Discount

Ein Großteil der deutschen Handelsketten und Discounter hat aufgrund der Aufforderung durch VIER PFOTEN Eier aus Käfighaltung bereits aus seinen Regalen verbannt. Zwei Unternehmen weigern sich jedoch hartnäckig, das Geschäft mit der Tierquälerei zu beenden: Combi (ein Unternehmen der Bünting Gruppe) und Jibi (Handelspartner von Bünting) verkaufen weiterhin Eier aus Kleingruppenhaltung.

Jetzt müßte man mal erfahren, wie sich das am 14.04.2010 im Blog “Der Merkur” erwähnte Eierding bei Jibi so entwickelt. Wir schruben ja neulich schon hier über den überraschenden Wechsel zu einem neuen – auf Kosten der Entlohnung billigeren? - Partner für den Regaldienst beim “Kultnahversorger” mit den vielen Ramschboxen im Kassenbereich.

Weiß jemand mehr von der Eierfront?

Der kommende Weltmeister

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Die Sambaartisten aus Südamarika spielen nüchtern, effektiv, furztrocken, scheuen sich nicht vor der Lüge, der Ball sei nicht mit der Hand gespielt. Elfenbeinküste mit Drogba 3:1 geschlagen. So wird Brasilien wohl Weltmeister. Oder? Die “Hand Gottes” hatten wir ja schon mal als heiligen Helfer Argentiniens.

Hier eimern Anja und Pit

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Es gibt Weltrekordversuche, die braucht die Welt einfach nicht. Zum Beispiel Klorollenpapier am laufenden Meter mit “Wir sch……n drauf” und einem Herzerl beschriften oder Ozeandampfer auf der reißenden Lutter anlegen lassen und surfen auf dem Obersee gegen die tosenden Wellen der Jölle. In die Kategorie gehörte dann wohl auch der wochenendliche Versuch der Freiwilligen Feuerwehr, mit einer Eimerkette einen Weltrekord aufzustellen. Obwohl sich Blitzerfürstin Anja Ritschel und der Chef der Verwaltung selbstlos in die Kette stellten und Wassereimer – gefüllt – weiterreichten, reichte es nicht. Zu wenige Menschen hatten Lust, sich an dem Spektakel in der Glitzermetropole zu beteiligen.

Das Bild aus der NW zeigt den Moment, dem unmittelbar danach der Fall eines vollen Eimers folgte. Die Dezernentin konnte das Wasser nicht mehr halten. Ein Loch ist im Eimer ….

Brille: Fielmann

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Was für ein wahnwitziges Wochenende. In Stockholm kutschieren und Schaluppieren künftige Königin und Prinzgemahl als neues Fielmann-Model (Kassenstufe, schwarz, Einfachverglasung) nicht nur vor Schweden sondern auch geschätzten 30.000 deutschen Royal-Fans. Die Tränen ob der deutschen Bluteinmischung fließen. Schließlich bedankte sich Victoria beim Fußvolk. Es habe ihr “einen Prinzen geschenkt”. Nun ja, bißchen alt, der junge Mann. Muttis, bitte noch mal auf “Gala” nachlesen. Kleine Kostprobe: Als die Thronfolgerin mal “dienstlich” für 30 Tage nach China musste und er deshalb ganz traurig war, blieb sie die Nacht vor der Abreise auf. Sie schien sich noch vorzubereiten. Als Victoria dann weg war, entdeckte er, dass ihm die Liebste einen Brief für jeden Tag der Trennung hinterlassen hatte. Den Inhalt wollte er für sich behalten. Nach diesen Worten flossen heftig Tränen bei der Braut und vielen Gästen. Und Karl-Theodor zu G. muß einsehen, daß sein Zwillingsbruder aus Ockelbo nun wohl in der weltweiten Bekanntheit enorm aufgeholt hat. Prins av Sverige und Herzog von Västergötland. Wie der Blogger Feynsinn so schön anmerkt: “Tiefes Buckeln vor den Krönchen und geduldiges Ertragen vernehmlichen Standesdünkels …….hat sich am Ende hochgeschlafen“. Da steht der Brillenmann allerdings in bester MohnSpringerscher Gesellschaft.

Das muß der Baron aus Franken erstmal nachmachen. Aber an Angela rangehn, ist so´ne Sache…..