Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
17
Jun '10

Wozu gibt es denn Schmusies?

650 Gramm Obst und Gemüse sollte jeder täglich zu sich nehmen. So lautet die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation und vieler anderer Organisationen. “Von diesen Werten sind wir in Deutschland noch sehr weit entfernt”, stellte der Vorsitzende des Deutschen Fruchthandelsverbandes e.V. (DFHV), Jürgen Boruszewski, vor der Presse in Hamburg fest. Mit rund 360 Gramm werden in Deutschland lediglich rund 55 Prozent der empfohlenen Menge verzehrt. In Griechenland zum Beispiel werde mehr als zweieinhalb Mal so viel Obst und Gemüse konsumiert wie in Deutschland. Auch die Preissenkungen der letzten Zeit bei Obst und Gemüse hätten nicht dazu beigetragen, den Konsum zu steigern. Der DFHV fordere verstärkte Anstrengungen aller Beteiligten, also von Politik, Handel und Produzenten, um insbesondere Kinder und Jugendlichen die Wertigkeit von Obst und Gemüse nahe zu bringen. Umso bedauerlicher sei es, dass ein sinnvolles Programm wie das EU-Schulfruchtprogramm in mehr als der Hälfte aller Bundesländer wegen angeblichen Bürokratieaufwands nicht umgesetzt werde. “Hier ist eine Chance verpasst worden, auch den Konsum von Obst und Gemüse zu steigern.” (Boruszewski)

Junge, du Traumtänzer. Denn guck mal in den Läden, was das gammelige Obst so kostet. Meinste eine “normal” verdienende vierköpfige Familie kann da immer zugreifen? Oder haben wir hier schon griechische Verhältnisse a la “Haste kein Kotelett zu knabbern, schneid nen Appel auf?”.

Ronald, nogger Dir einen!

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Nicht nur Urban Priol und Georg Schramm haben in “Neues aus der Anstalt” immer wieder den Herrn Po falla auf die Schüppe genommen.

Ziel der CDU ist es, unser Land schnellstmöglich aus dieser Krise herauszuführen und dafür zu sorgen, dass Deutschland gestärkt aus ihr hervorgeht. Um das zu erreichen, wollen wir den Haushalt konsolidieren, in unsere Stärken wie Bildung und Innovationen investieren und die Bürgerinnen und Bürger entlasten. So schaffen wir die Grundlagen für eine gute und sichere Zukunft unseres Landes. Ziel der CDU ist es, unser Land schnellstmöglich aus dieser Krise herauszuführen und dafür zu sorgen, dass Deutschland gestärkt aus ihr hervorgeht. Um das zu erreichen, wollen wir den Haushalt konsolidieren, in unsere Stärken wie Bildung und Innovationen investieren und die Bürgerinnen und Bürger entlasten. So schaffen wir die Grundlagen für eine gute und sichere unseres Landes. Schreibt der Geistesriese Po falla vom Niederrhein hier: http://www.ronald-pofalla.de/ueberzeugungen.php

Was regt sich Spiegel.online auf? Das war doch alles sonnenklar. Seine Majestät Ronald Po falla, der stets seiner Kaiserin den Weg mit der Zunge vorweg auf allen Vieren einschleimt, ist doch die Idealbesetzung dieser Position. Habitus, Sprache, Inhalt. Alles stimmt bei dieser Fleisch gewordenen Vorzeigekarikatur dieser Regierung. Nur wenn er sich einen noggert, dann schmatzt er. Sagen die anderen Pfeifen am Kabinettstisch.

So lange der schmatzt, näselt er ja nicht. Oder?

… und noch was Ungutes für Trude Templin: Rot/Grün wollen in NRW eine Minderheitsregierung bilden. Das wäre das Ende von Arbeiterführer Rüttgers und Muttis Mehrheit im Bundesrat. Wie aber stimmen die in Düsseldorf ab, wenn DIE LINKE ebenfalls für rot-grüne Ideen stimmt? Verlassen die den Kreischsaal?

Ei, Ei, Eierlikör verhindert Klimawandel

Lustig, wie mancher PR-Fritze den Bogen vom Kilimandscharo über den Waka Waka zu Eierlikör und Umweltschutz spannt. Lies erstmal und dann lach:

Wir haben unser 3.500 Quadratmeter großes Dach komplett mit Solarmodulen vertäfelt und damit die größte Solaranlage in der
Hauptstadt des Eierlikörs errichtet. Außerdem geben wir Ihnen leckere Rezept-Tipps, die sowohl die Umwelt als auch Ihre Gesundheit schonen können. Wie jeder in seinem Portemonnaie bemerkt, steigen die Energiepreise immer weiter an. Solarenergie ist eine echte Investition in die Zukunft, die sich auch positiv auf die Umwelt auswirkt. Darum geben wir einen Großteil der Solarenergie an die Stadtwerke weiter, die den umweltfreundlichen Solarstrom dann in ihre Netze einspeisen und den Bürgern zur Verfügung stellen. Durch die 800 Solarmodule werden jährlich 120 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre ausgestoßen. Die gewonnene Solarenergie kommt letztlich auch der Stadt und den Bonner Bürgern zu Gute. Die jährliche Leistung von 180.000 Kilowattstunden ist nämlich genug, um den Bedarf von 50 Einfamilienhäusern abzudecken. Die Entscheidung, in so ein großes Projekt zu investieren, hat auch geschichtliche Gründe, wie unser Geschäftsführer William Verpoorten erläutert: Unsere Firmenzentrale in Berlin wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört. Als wir 1952 begannen, unseren neuen Hauptsitz in Bonn aufzubauen, haben wir viel Unterstützung durch die Stadt und die Menschen hier erhalten. Durch die größte Solaranlage der Stadt möchten wir die Verbundenheit mit der Region unterstreichen. William Verpoorten hofft außerdem, Privatleuten und Firmen einen Denkanstoß zu liefern: So ein riesiges Flachdach wie bei uns eignet sich einfach hervorragend für Solarmodule. Und wenn dadurch weitere Investoren über solche Anlagen nachdenken – umso besser. Schließlich profitiert auch die Umwelt ungemein. Dank der der Generierung grünen Stroms unserer Solaranlage gelangen jährlich 120 Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre. Für diejenigen, die sich von der Effektivität der 800 Solarmodule überzeugen wollen, haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: Geplant ist eine Anzeigetafel am Firmengelände. Sie wird den interessierten Verkehrsteilnehmer über die aktuelle kW-Gewinnung informieren.

Ei, ei, ei. Lecker Meldung, was? Wer mal von oben auf die Dächer der Alm guckt, hat das schon seit einigen Jahren gesehen. Aber wer steigt schon der Alm mit Eierlikör im Kopf aufs Dach? Nicht auszudenken, unsere Puddingrührer am Ostwestfalendamm kämen nun auf so eine Idee:

“Dr. Oetker erzeugt aus ostwestfälischer Sonne Pur choc”

Oder ist das gar Guerilla-Marketing im Johannisberg-Busch?

Pit, verschluck Dich nicht!

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Man guckt. Schluckt. Nein, nicht Piccolöchen wie OBPit, schluckt nochmals und fragt sich: 109 Mio. für den Rückkauf der Stadtwerke-Anteile von Bremen? Wo sie kürzlich im Ratskabarett beim Arminen-Drama den sofortigen Niedergang der Kommune unter dem Steinhaufen mit den drei Sparren prophezeit haben? Der schlaue CDU-Lux meinte dann ja auch süffisant: “Die vom damaligen Oberbürgermeister David und der CDU-Ratsmehrheit beim Verkauf an Bremen erzielten 335 Millionen waren eben ein glänzendes Geschäft”. Juhuu. Dafür steht die Kommune dennoch heute mit über 150 Mio. Miesen da und wird quasi von der Regierungspräsentin in Detmold am Nasenring geführt.

Irgendwie passt auch dieser Kommentar unseres lieben Westfalen-Blattes wie Faust auf Birne:

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Kommunen vor dem finanziellen Abgrund stehen, dann ist der mit der neuen Schuldenstatistik endgültig erbracht. Vor allem in den Großstädten dreht sich die Abwärtsspirale unaufhörlich weiter. Das Beispiel Bielefeld offenbart das Ausmaß des Desasters: Um 142 Millionen Euro ist der Schuldenberg in einem einzigen Jahr gewachsen. Dieses Jahr werden wohl weitere 160 Millionen Euro hinzukommen. Dagegen kann kein Bürgermeister ansparen. Viele Kommunen überleben nur noch mit Buchhaltungstricks. Ein Drittel ihrer Schulden lassen die Städte und Gemeinden mittlerweile dauerhaft über Kassenkredite laufen, die eigentlich nur für den Ausgleich kurzfristiger Zahlungsverpflichtungen verwendet werden dürfen. Allein die Stadt Herford hatte auf diese Weise 20 Millionen Euro Miese außerhalb des offiziellen Haushalts versteckt. Enttarnt wurde dieser Trick nur, weil die Statistiker erstmals gezielt nachgefragt haben. Dabei muss bezweifelt werden, dass tatsächlich alle Kommunen dem Herforder Beispiel gefolgt sind und ihre Nebenschulden offenbart haben. Legal, illegal – Hauptsache, man laviert sich irgendwie durch. Für politische Gestaltung bleibt da kaum noch Luft. Beispiel Paderborn: Die Pläne für den Bau einer von der Bevölkerung vehement abgelehnten Müllverbrennungsanlage soll durch die Zahlung von drei Millionen Euro an den Investor beerdigt werden. Doch die Stadt kann nicht zahlen, solange sie dem Kreis nicht einen Sparhaushalt vorlegt. Der aber sieht ebenfalls höchst unpopuläre Maßnahmen vor – Hallenbenutzungsgebühren für Sportler, höhere Beiträge für Kindergärten oder Ganztagsbetreuung an Schulen, um nur einige der 52 Punkte der Sparliste zu nennen. Dabei wollen die Bürger ja, dass gespart wird. Nur soll es eben immer die anderen treffen. Unstrittig ist auch: Manche Kommune hat über ihre Verhältnisse gelebt und sich Vorzeigeprojekte ans Bein gebunden, die nun zum bleischweren Ballast werden. Vor allem in den Großstädten aber geht es längst nicht mehr um solche Luxusprobleme, sondern ums nackte Überleben. Die Sozialkosten sind explodiert – durch die Wirtschaftskrise und durch immer neue Verpflichtungen, die den Kommunen auferlegt wurden. Deshalb muss die Gemeindefinanzierung auf ein neues Fundament gestellt werden. Noch im Juni will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einen Vorschlag machen. Dabei wird es auch Verlierer geben: Die kleinen Gemeinden, die im Speckgürtel der Großstädte noch recht komfortabel leben, werden Federn lassen müssen. Die Gewerbesteuer, mit der manch ein Bürgermeister in guten Jahren wie 2008 seine Spendierhosen aufbügeln konnte, soll umverteilt werden. Vor allem aber wird der Bund seine Schatulle abermals öffnen müssen. Doch auch dieses Geld fällt ja nicht vom Himmel. Am Ende zahlt so oder so der Bürger – durch höhere Steuern oder durch höhere Beiträge und Eintrittspreise.

Sach ich doch! Wie war das doch noch mit der halbrunden Diogenestonne für rasante Kaninchenshows neben der Stadthalle? 14 Mio., 16 Mio.?

Ein gelbes Fähnlein im Abschiedswind

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Wer, außer unserer Gudrun hier, soll Euch das denn glauben? FDP = Fast Drei Prozent macht doch schon die Runde. Bedankt Euch bei Eurem Oberpennäler, dem rasanten Guido.

Ausgerechnet Deppendorf

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Ulrich Deppendorf, der Schneidezahnlückige TV-Politmoderator, wird das gar nicht gut finden. Deppendorf braucht eine Schule!

Er wollte ja Rowen nicht

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Da hatte Südafrikas brasilianischer Trainer wohl bös daneben gegriffen. Beim 3:0 Uruguays über den Gastgeber der Vuvuzela-WM fielen besonders negativ die Fliegenfänger im BafanaBafana-Tor auf. Einer bekam sogar die rote Karte. Hätte man Arminias zweiten Torwart, Rowen Fernandez, zwischen die Pfosten gestellt, es wäre wohl anders ausgegangen.

Apropos Arminia. Christian Ziege arbeitet wohltuend unaufgeregt vor sich hin. Mal sehen, wie die Saison wird.