Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

Juni 2010
M D M D F S S
« Mai   Jul »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Mo
14
Jun '10

Pizzamann und Buffons Hinternfall

_dsc2250.JPG

Der Pizzamann unseres Vertrauens zieht ein langes Gesicht:

- einmal Margherita
- einmal Quattro stagioni
- einmal Hawai

“Hei Luca, was ist los?”

“Pareggiare, pareggiare. Paraguya” (Unentschieden)

“So ist Fußball”

“Si. Aber wir haben keine Özil, Schweinesteiger, Khedira wie Ihr”

Aber die Pizzen vom Pizzamann unseres Vertrauens schmeckten wie immer. Gut. Italienische Zuverlässsigkeit wie immer. Egal, ob Torwarte Buffon auf den Hintern fällt oder nicht. So sind sie, die Panzer mit den sechs Rückwärtsgängen. Wir hofften auf Finale. Gegen Alemania. Und Familienpizza.

Weltmeister Italia. Death of an old clown. Oder so.

Jaaaaaa, wir hams doch, wir hams doch, wir hams doch…..

Deutschlands Banken haben in Europas Krisenländern offene Forderungen von Hunderten Milliarden. Nur französische Institute stecken in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien noch tiefer im Schuldensumpf, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) http://www.bis.org meldet. Mit 465 Mrd. Dollar sind allein die deutschen Häuser in den betroffenen Staaten engagiert. Gemeinsam mit den französischen schaffen es die Banken auf Forderungsbestände in Höhe von 958 Mrd. Dollar. Den BIZ-Angaben nach haben die Bedenken zuletzt zugenommen, “dass das Finanzsystem anfälliger ist als zuvor vermutet”. Quelle: pressetext.de

Kein Problem. Trude Templin hat noch jede Menge Scheckformulare. Wenn die alle sind, wird sie Wechsel auf die Zukunft der Bildung und der Kinder ausgeben.

Oh Bielefeld!

urlub2.jpg

SO
kann das ja nichts werden mit dem wirtschaftlichen Aufschwung …

Das nächste Spekulationsloch und TINA

90 Milliarden € soll laut spanischen Medien das Kapital sein, das von deutschen Kreditinstituten und Banken in die spanische Immobilienblase investiert wurde als dort saftige Gewinne zu machen waren. Französische Banken fürchten auch um 80 Milliarden. Wenn sich jetzt wieder eiligst die “Größen” der EU treffen, um über dieses sich anbahnende erneute Desaster nach Griechenland zu beraten, sollen erneut Verluste von Spekulationen ausgeglichen werden. Während die großen spanischen Banken wenig zu fürchten scheinen, macht die aktuelle Krise in der sich die spanischen Bausparkassen befinden, manche Bank in der EU nervös.

Aber wir WM-Spielgewinner in TrarrandRotGold brauchen nun wirklich keine Ansgt zu habe. Wir haben ja Angela Merkel und an ihrer Seite der Treue Joe Ackermann. Mit TINA (“There is no alternative”) schreibt Angela einen Scheck aus, einzulösen bei der Deutschen Bank unseres Vertrauens und schon hat der Stuerzahler zig Millarden mehr an der Backe, Spekulanten muß man eben retten, die sind weitaus wichtiger als das deutsche Prekariat. Wo soll Angela TINA sonst einen Job herbekommen, wenn sie demnächst als gescheiterte Bundeskanzlerin gefeuert wird? So viele GAZlieferanten gibt es nicht, wo verunfallte Größenwahnler unterkommen können.

“Innerer Reichsparteitag”

Da hat die fachlich wie menschlich ziemlich kompetente ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein in der Halbzeitpause des WM-Spiels Deutschland – Australien Kloses Tor als “Inneren Reichsparteitag” bezeichnet und der Entrüstungssturm der Gerechten brach über den Sender herein. “Ausgerechnet ein Spieler mit polnischen Wurzeln und ein Nazithema”.

Was für ein dummes Gewäsch. Erst einmal residiert der heutige Bundestag im Reichstag. Und zweitens ist der Satz ziemlich umgangssprachlich und aus unserem Gefühl heraus völlig anders besetzt. “Wiktionary” beschreibt das so:

Für die Jüngeren: im faschistischen Deutschland 1933 – 1945 hielt die Führerpartei, die NSDAP, Reichsparteitage in Nürnberg ab mit Pomp, Aufmärschen, politischen Reden und Angriffen auf die “Andersdenkenden”, also die Zentrumspartei, die SPD, die Kommunisten, die Juden usw. Jeder Widerspruch gegen diese Meinungstendenz wurde von den staatlichen Einrichtungen, die ja von der NSDAP kontrolliert wurden, verfolgt und konnte schlimmste Folgen für denjenigen haben, der seine abweichende Meinung öffentlich kundtat. Wenn also ein Großmaul mit absolutem Machtanspruch so richtig “auf die Schnauze” gefallen ist, so war das für die schweigende unterdrückte Hälfte des Volkes “ein innerer Reichsparteitag”, denn nach “außen” konnte man seine Schadenfreude und Genugtuung über den Niedergang des Großmauls nicht ausdrücken. So jedenfalls benutze ich den Ausdruck: innerer Reichsparteitag. Also: Schadenfreude für nachträglich eingetretene Gerechtigkeit oder Genugtuung. –nicht signiert

Ein Großvater, der wirklich nicht in die Nähe der Nazis gerückt werden mkonnte, sagte immer: “Wir haben nicht Heil Hitler geschrieben sondern “3 Liter” und den Mittelfinger der linken Hand gen Erde gereckt”. Siehste.

War wohl eher die lange hergelechzte Chance der Millionen Möchtegernbundestrainer, einer Frau, die Fußball kommentiert erneut das “Schalke 05″ einer Vorgängerin von Katrin unter die Nase zu reiben.

Haben wir schon was vom Zentrarat gehört? Noch nicht? Aber er ist ja auch nicht gegen das von den Nazis mißbrauchte Motto “Jedem das Seine”, oder lateinisch “Suum Cuique”, vorgegangen. Das klebt seit Jahren als Leitsatz der Feldjägertruppe der deutschen Bundeswehr eingeprägt als Wappen “Suum Cuique” auf den Baretts. Glaubste nicht? Guck hier.

Es gibt jede Menge wirklich wichtige Dinge in diesem so blühenden Land, über das es sich aufzuregen lohnt.

PS: Der Zentralrat hat sich vor die Moderatorin gestellt und das ist gut so.

Wär ja auch noch schöner

p1050190.JPG

Sie hatten vorher schon zuviel. Dann zockten sie um die Wette. Sie verloren ein wenig. Aber jetzt ist wieder alles dank massiver Steuerhilfen auch und insbesondere von Trude Templin und ihrer Startruppe nebst Guido Westerwave gut. Besser noch als vorher. Noch mehr Kohle in noch weniger gierigen Händen. Was wohl Sinn der ganzen Operation war. Soll der Rest von 98% der Bevölkerung doch Kuchen fressen, wenn kein Brot mehr da ist.

“L” wie Loser. Geniales aus Lippe

p1050188.JPG

Der Daniel Düsentrieb unter den OWL-Landräten, der selbstverliebt-flotte Friedel Heuwinkel, hat eine Standortkampagne für Lippe, also den “anderen Teil” Ostwestfalens losgetreten. Demnächst schmücken also Plakate mit großen Sprüchen die Region. Das “L” soll für Lippe stehen, ist in der Jugendsprache aber eher das “L” für “Loser” (Verlierer).

Aber Friedel Heuwinkel doch nicht. Dafür grummelt es jetzt bei der in der Glitzermetropole angesiedelten OWL-Marketing GmbH. Darauf ein dreifach donnerndes “L” wie “Luftnummer” nach Detmold.

Dabei bräuchte es gar nicht Heuwinkelscher Ergüsse. OWL ist so berühmt, daß man selbst im dänischen Nykøbing mit einer schlichten Eule an einem alten Haus dafür wirbt.

_dsc2171.JPG

Waka Waka

p1050189.JPG

Gestern Abend, kurz vor dem Fußballereignis, kam der Herr Kauder, Volker, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU bei unserem Bielefelder Namensträger für die grob sortierte Politik, Ulrich Deppendorf (Gruß ins Umland), zu Worte. Und bewies, daß Politiker aus dem Badensisch-Schwäbischen “alles könne, außer gute Politik”. Haneu des Kauderle het aber au Pech.

Und dann noch diese häßlich-gemeine Bemerkung auf seiner Wikipedia-Seite:

Volker Kauder steht in der Kritik, Waffenexporte der Firma Heckler & Koch zu unterstützen und bei der Abwicklung von Aufträgen zu helfen. Die Wochenzeitung Die Zeit nennt Kauder einen „gewichtigen Fürsprecher“ des in seinem Wahlkreis ansässigen Waffenherstellers.[4] Ein Zusammenhang zwischen hohen Spenden der Firma an die CDU und einem Einsatz von Kauder für Heckler & Koch wird aber seitens der Firma verneint.[5]

“Waka Waka, Volker”, mag man da rufen. Waffenexporte sind lukrativ und Deutschland hat da einen Platz unter den “Top 3″. Hast ganze Arbeit geleistet, da in Tuttlingen. Dann senste er final den fränkischen Kriegsminister, der die Wehrpflicht abschaffen will, verbal um: “Wir halten an der Wehrpflicht fest”. Bedeutet ja auch für jeden Wehrpflichtigen eine niegelnagelneue MP7 A1, Kaliber 4,6, 950 Schuß in der Minute.