Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Jun '10

MAOAM!

Wollt ihr eine Ampel? Nein! Wollt ihr eine große Koalition? Nein! Wollt ihr eine Minderheitsregierung? Nein! Was wollt ihr dann?….

Es sieht nach Neuwahlen aus, in NRW. Clever gemacht von SPD. Jetzt, wo FDP und CDU wegen des Sparpakets unter Druck geraten, Neuwahlen zu provozieren. Aber womit? Mit Recht. Und wozu? Zu Recht. Zitat Lindner (FDP) bei Anne Will (welche ja leider, trotz guter Quoten, dem Jauch weichen muss): “Ein Haushalt der nicht allen weh tut, ist kein guter Haushalt”… Wenns denn so wäre.

Was würde eigentlich passieren, wenn wieder alle das gleiche wählen, wie letztes mal? Wer hat dann die Kraft zu regieren?

Rule Britannia

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Am unteren Ende der Bielefelder Vorzeigestraße Detmolder liegen stadtauswärts Einrichtungen der britischen Rheinarmee. Da flattert natürlich nicht schwarz-rot-gold im kräftigen Abendwind sondern der Union Jack. Ob die den auch flattern lassen, wenn Winston Churchills heimlicher Sohn, Wayne Roonie, nicht trifft?

Detmolder Straße soll zukunftsfähig werden

Transition Town Bielefeld und BürgerInneninitiative SICHERE Detmolder Straße laden ein!

Ziel der A ktion ist, das Thema „Lebensraum Detmolder Straße“ von der Zukunft her zu betrachten. Die Open-Space-Konferenz entwirft eine nachhaltige Nutzungsweise für die Detmolder Straße, die sicherer und lebenswerter werden soll.

Am Samstag, den 12. Juni 2010
Beginn: 12:00 Uhr (Fahrradkorso):  

 Start: Altes Rathaus – Treppe
Route: Altes Rathaus – Landgericht – Prießallee – und zurück
Thema: „99 Luftballons“. Mit Straßenfoto an der Ampel Landgericht

Anschließend: Konferenzort ab 12:30 Uhr: CVJM Bielefeld, Kreuzstraße 19, 33602

Bielefeld Programm:

12.30 Uhr     Potluck-Buffet

13.00 Uhr     Open-Space-Konferenz: Plenum: Einführung und Themenvorschläge
13.30 Uhr     erste Gruppenphase
14.30 Uhr     zweite Gruppenphase
15.30 Uhr     Abschlussplenum
16.00 Uhr     Ende der Konferenz mit einem Gruppenspiel, Ausklang bei Tee und Plätzchen

 

Eingeladen sind alle interessierten Menschen aus allen Stadtteilen Bielefelds und anderen Orten, sowie unsere Lokalpolitiker. Unsere Zukunftsziele wollen wir innovativ und lösungsorientiert angehen. Aus diesem Treffen sollen konkrete, neue Projekte entstehen.

 

Muß einfach sein

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Ja. Das muß jetzt mal sein. Die Rosen erobern die ostwestfälischen Gärten und heben die stolzen Köpfe vor der wuchernden Biomasse. Unkraut schießt, so weit das gärtnernde Auge reicht. Kaum hat man “Klar Schiff” gemacht, läßt der nasse Nachschub neues Unkraut explodieren. So müssen sich pervertierte “Leistungsträger” fühlen. Ringsum versuchen sie, ihnen das mühsam Geraffte zu entreißen. Nein. So geht das wirklich nicht mehr. Dabei liegen die Pläne für ein bißchen Eugenik, Bundeswehr im Innern, kollektives Zwangssterilisieren, gesteuerte Suizide schon länger in Juntaführerin Merkels privatem Tresor. Direkt neben der Stasiakte “IM Erika” und der handlichen, aber ziemlich zerlesenen Anweisung des Zentralbüros der DDR “Kleiner Staatsstreich von oben mit großer Wirkung”.

Alfred Bioleks Zwillingsbruder Peter “Pit” Claussen dagegen hat in seinem Privattresor nur ein rotes Parteibuch und das Kochbuch “Steuererhöhungen für Kommunen ohne Gesicht”. Eine graue Kladde von 1930 mit Widmung eines gewissen Herrn Brüning. Also Kanzler, das könnte der Pit auch. Den scheuen Stadtrat-Lux vom kommenden NRW-Großkoalitionspartner CDU nähme er dann gleich mit. Als “Minister für kabarettistische Vorgänge”.

Alles schon geschmückt, alles schon bereit?

Es ist die schiere Not, die die Politiker zum Handeln zwingt. Ein Vuvuzela-Verbot, wie es in vielen Städten in Ostwestfalen erlassen wurde, wird es in Bielefeld zu den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft nicht geben. Also werden Gebühren und Steuern erhöht.
Haben Sie Ihren Vorgarten
schon schwarz-rot-gold verziert, die Fassade bereits in den Nationalfarben verhängt? Auch Museen und Volkshochschule werden teurer.

Präsidentenpanoptikum

Die Szenerie ist grotesk: Es ist der 30. Juni, und die Bundesversammlung hat gerade mit schwarz-gelber Mehrheit Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten gewählt. “Herr Wulff, nehmen Sie die Wahl an?” “Noch nicht, ich muss erst meine politischen Ämter niederlegen,” antwortet der Noch-Regierungschef von Niedersachsen. Buhrufe und Gelächter bei den Wahlleuten der Opposition. Das Handelsblatt schreibt über die absurde Situation, das zahnlose Wulffchen aus Hannover könnte zum Bundespräses gewählt worden sein und die Annahme des Amtes müßte um einen Tag verschoben werden.

Gibts nicht? Gibts doch. So ist das, wenn man einen Staat in die Hände eines Menschen gibt, der so absolut ahnungslos, vertrickst, naiv, frech, arrogant und unsäglich dumm ist wie Trude Templin.

PS: Letzer Stand. Er gibt es auf. Also das Abgeordnetenmandat.

Klassenkampf von oben

Vom Mauernblümchen zum Star auf dem Catwalk: Die 21-jährige Alisar Ailabouni aus Matttighofen in Österreich ist das neue Topmodel. Na wenigstens funktioniert sie noch, die dümmliche Prekariatsbelustigungsmaschinerei “Germanys next Topfmodel”. Macht ja nichts, das Mädel kommt zwar aus Österreich, aber der schnelle Brüter mit den immer lächerlich-aufgesetzten US-Attitüden und dem “Topmodel”-Anspruch hat mal wieder die Herzen Millionen kleiner BH-Trägerinnen und deren Müttern erobert.

Darüber können die, die Roberto J. De Lapuente auf seinem Blog ” ad-sinistram” zitiert und deren “Ellterngeldwegstreichung” er analysiert, gar nicht lachen. Oder doch?

Aber die tatsächliche Kriegserklärung, sie liegt darin, dass diese Gesellschaft sich nicht dafür schämt, einer Sorte Mütter 1.800 Euro zu überweisen, während sie die andere Sorte leer ausgehen läßt. Wisse, Muttertier aus dem Rinnstein, dein Kind ist uns nicht mal mehr Rumpf- oder Sockelsätze wert!: das riecht schon nicht mehr nach Klassenkampf von oben, es stinkt gewaltig nach Kriegserklärung.

Divide et impera. Oder für nicht des Latein Mächtige (“Seid froh!”) : “Hetze sie aufeinander, teile sie, erklär einen Teil zu Schmarotzern, gebe den Halbseidenen den stolzen Begriff Leistungsträger. Dann klappt das auch mit dem kollektiven Maulhalten in deiser versifften Republik und sichert die Position derer, die sich per Diäten aus dem Staatstopf die Wampe vollfressen”.

Auf dem Blog “Blog.KranzKrone” schreibt jemand nicht so feinsinnig wie Lapunte. Dafür aber als offensichtlich Betroffener überaus deutlich.

Thommys “vorsätzliche Falschaussage”

Am Rande der Karstadt-Bahnhofstraße-Hängepartie findet sich im “Handelsblatt” auf Seite 70 eine nette Randnotiz:

Der “Welt”-Chefredakteur fordert als Privatmann und Anleger vor dem Landgericht Essen 50.000 Euro Schadensersatz vom ehemaligen Arcandor-Chef. Middelhoff habe im September 2008 in einem Zeitungsinterview eine vorsätzliche Falschaussage zur Lage bei Arcandor getätigt, woraufhin sich Peters mit Arcandor-Aktien eindeckte, die kurze Zeit später in den Keller gingen.

Jetzt geht sich die neoliberale Front gegenseitig an den Kragen. Aber Thomas, äh hömma, ein bißchen “vorbestraft” adelt doch eher, oder? Da kann man in diesem unserem Lande mit seinen blühenden Landschaften sogar Ehrenvorsitzender einer winzig kleinen gelben Partei werden. Nun mach mal hinne. Wird schon.

Ab 16 Uhr wird angebissen

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Alles, alles, alles ist untergeordnet. Die Kästen Herrliches Herforder gestapelt, die Chipsvorräte (“ungarisch oder Chili”) sind kühl gelegt, der schwarz-rot-güldne Halsschmuck angelegt, die Fahnen (vier, an jeder Ecke eine) am Auto angebracht, der Flachbilder poliert, die verbotene Vuvuzela auf “leise” gestellt und irgendwas fehlt noch:

Public viewing ist in der Glitzermetropole nur in kleineren Formaten möglich.

“Du gehts doch da sowieso nicht hin”, merkt die schönere und bessere Hälfte an. Wohl wahr. Aber man kann sich ja mal darüber mokieren, wie kleinkariert doch das Bildformat in dieser Stadt ist, die ganz andere Prioritäten setzt:

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GÜNTHER JAUCH WIRD ENDLICH GEZ-bezahlt!!!!!!!!!!

Das ist die Meldung, auf die wir gewartet haben. Das ist die zukünftige Krone der Sonntagabendsmalltakerei. Endlich macht er “Wer wird Politiker?” im Staatsfernsehen. BILD-Format in der ARD, Flachschwätzerei um 21.45 Uhr. Aber es gibt auf der Fernbedienung ja einen wunderschönen Knopf:

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Blöd nur ist, demnächst müssen wir den schmächtig-aufgeschossenen Potsdamer Multimillionär auch bezahlen, wenn er die überaus redselige Klappe hält. Früher bezahlte man die Musik, die man bestellt hatte. Heute zahlt man, auch wenn gar keine Musik spielt. Trude Templin bestimmt den Grüßaugust, Trude Templin bestimmt, daß Opel geholfen/nicht geholfen/geholfen wird, Trude Templin erklärt das idiotische Sparpaket mit der heißen Luft für TINA (There is no alternative). Der wahre Sozialismus bricht sich eben überall Bahn. “Freibier für alle”. Die Staatsratsvorsitzende wirds schon richten. Europa hält sich den Bauch vor Lachen über diesen Staat in Mitte.