
Pinki steigt aus.
Legt sich Kraftilanti jetzt mit Rüttgers Club ins Bett?
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Pinki steigt aus.
Legt sich Kraftilanti jetzt mit Rüttgers Club ins Bett?
Kassiererin “Emmely” muss weiter beschäftigt werden – das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat heute ihre Kündigung aufgehoben. Die Entlassung sei nicht gerechtfertigt, weil nur eine “erhebliche Pflichtwidrigkeit” vorliege, hieß es zur Begründung. “Emmely”, die 52-jährige Kassiererin war nach 31 Jahren Betriebszugehörigkeit zur Supermarktkette Kaiser’s gekündigt worden, weil sie zwei Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen hatte. Die Bundesarbeitsrichter erklärten in ihre Urteilsbegründung, das in gut 30-jähriger Mitarbeit erworbene Vertrauen könne durch eine einmalige und geringe Verfehlung “nicht aufgezehrt” werden. Eine Abmahnung hätte in diesem Fall ausgereicht. Das Bundesarbeitsgericht bleibt jedoch bei seiner Rechtsprechung, wonach Bagatelldelikte auch weiterhin ein Kündigungsgrund sein können. Es sprach sich bei Kündigungen wegen Kleindiebstählen auch gegen so genannte Bagatellgrenzen aus.
Kann es sein, daß es doch noch Arbeitsrichter mit “gesundem Menschenverstand” gibt, die aber den guten Eindruck, den man zunächst gewinnt, dann mit sehr weit auslegbaren “Bagatellgrenzen” zunichte machen? Wehe, es nimmt hier jemand ohne Erlaubnis einen Streifen Zahnpasta aus der Tube.
Morgen geht sie los, die Fußball-WM in Südafrika. Schon sind 4 Jahre wie im Flug vergangen.
Panem et circenses… damit auch zumindest alle 4 Jahre mal 4 Wochen nicht über das Leid der Welt berichtet wird und die Probleme abgeschaltet werden. Wen wird in dieser Zeit die Ölpest oder das Politik-Fiasko interessieren? Zu Recht wählte Norbert Lammert einen spielfreien Tag der WM als Bundesversammlungstermin aus. Vielleicht gibt es ja bald eine Grundgesetz-Änderung, wonach innerhalb von 30Tagen der Bundespräsident zu wählen ist, diese Frist aber während einer WM erst mit deren Ablauf beginnt.
Trotzdem: Zur Einstimmung auf die schönste Nebensache der Welt (ich rede nicht von der Bundesversammlung) hier ein kleines Video.
Eben beim Jibi. Zwei mittelalte Paare unterhalten sich über der Kanzlerin Abkanzlung des Wirtschaftsministers Brüderle in Sachen Opel:
“Sag mal, gehört der Deutschland?”.
“Zumindest tut die Osttusse so”
“Wär se mal geblieben, wo se ohnehin nicht rauswollte”
“Mit Politik hat das ja nichts zu tun, was die veranstaltet”.
Richtig. Das ist ja auch nur die Verwaltungschefin von Erich Honneckers heimlichem Vermächtnis. Wie sonst sollte sich so jemand auf diesem Stuhl ohne Hausmacht, nur mit Stiefelleckern und der SpringerMohnschen BILD-Gnade als Entourage, halten. Frech, großkotzig, tramplig. Das ist Bauernpolitik aus der Datsche. Oder will sie bewußt den Bruch dieser Regierungskoalition? Dann sind ihre Tage auf dem ohnehin viel zu großen Kanzlerstuhl wahrlich gezählt. Selbst wenn man Brüderle und der FDP kritisch gegenübersteht, so führt man keine Regierung. Da kommt man doch locker zu der Ansicht, daß die geplante Präsidentenbesetzung mit dem Schwiegermuttibubi Wulff zur Farce wird. Sie ist doch ohnehin mit dem – wie in letzten Interviews leicht herauszulesen ist – verkappten neoliberalen Kandidaten Gauck befreundet.
Dieses Geschenk der tiefsten brandenburgischen Provinz mit der Lizenz zum Rouladen braten entpuppt sich immer mehr als eine noch weitaus größere Katastrophe, als es der hannoversch/lippische Gummistiefelnapoleon schon war. Dagegen ist das Bielefelder Stadtratkabinett ja eine gradezu hochprofessionelle Veranstaltung.
Die Kosten für den Lebensunterhalt sind im Mai deutlich gestiegen: Die Inflationsrate liegt laut Statistischem Bundesamt so hoch wie zuletzt Ende 2008. Vor allem die Energiekonzerne haben die Preise erhöht
Huch. Wurde nicht soeben im grandiosesten Sparpaket, das eine Regierung jemals ihren geschorenen Bürgern vorlog, der Heizkostenzuschuß für Wohngeldempfänger gestrichen, weil die “Energiekosten massiv gesunken” seien?
Früge man den Mann von Opel-Hagemann, würde er sicher sagen: “Na klar braucht Opel die staatliche Hilfe. Hat Frau Merkel ja auch zugesagt”. Die Frau vom Wollsockenstand bei Karstadt an der Bahnhofstraße würde dagegen sagen: “Opel? Das haben doch andere an die Wand gefahren. In Amerika”.
Dem Mann von Hagemann hat die Glitzermetropole allerdings keine Gewerbesteuer erlassen, Karstadt schon. Trink, trink, Brüderle trink…..
Und über alledem bringen sich die neoliberalen “Qualtätsmedien” in Stellung. Allen voran der SpringerMohn-Stiefellecker mit der pervers-charakterlosen Attitüde: Kai D. Über den gibt es im Web eine wunderbare scheinironische Selbstmontage seines journalistischen Größenwahns. Ob er immer noch zuviel “Bielefeld-Gen” intus hat?
Geschickter Schachzug der öffentlich-rechtlichen Fans und Verteidiger ihrer Rundfunkratspöstchen in den Landessendern und ARD/ZDF zum Thema GEZ-Konstrukt:
“Du hast kein Radio, kein TV, keinen medientauglichen PC, aber bildest einen Haushalt?”
“Ähmm . Ja”.
“Macht nichts. Aber 17.98 € pro Monat mußt Du trotzdem abdrücken”.
“Warum?”
“Mein Freund, wie sollen wir Dir denn sonst jeden Tag eine Gehirnwäsche verpassen”.
“Aha”
Einen eindrucksvollen Kurzfilm über die täglichen Manipulationen der Medien finden wir hier. “Schwarz wie Milch“.
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