Archiv für den Monat: Juni 2010

Blüh im Glahanze dieses Glühückes …

Unsere geliebte Kanzlerin verkündete anschließend im O-Ton in die Mikrofone der Medienmeute „dass uns mit Christian Wulff ein guter Bundespräsident zur Verfügung stehen wird.“!!!

Dann ist ja wieder alles klar.

Der Christian, der ist nicht ohne! Dankte in seiner Rede seinem Vorgänger Horst Köhler und sagte „er wollte Deutschland dienen, und er hat Deutschland gedient“.

Leider hat der Christian das mit dem Vorlesen von Redetexten aber entweder nicht raus oder er ist doch der artige Schwiegersohn, der Mutti fürchtet, denn richtig betont wäre das so gewesen: „er wollte Deutschland dienen, und ER(!) hat(!) Deutschland gedient!

Muttis Einwechselspieler Wulff schwächelte gewaltig

die-volksbescheisserin.jpg

Das ist ein Bild auf Spiegel-online aus der heutigen Bundesversammlung. Die Trickserin versucht alles, ihren niedersächsischen Liebling auf den Präsidentensessel zu hieven. Der verschlagene Blick, die dämlichen Attitüden, alles verrutschte, als die Zahlen der ersten beiden Wahlgänge bekannt werden. Im dritten Wahlgang reichte dann die einfache Mehrheit. der Kandidat nahm an.

Eines ist aber klar, Meister Wulff: Unser Präsident und der der Mehrheit der Deutschen sind Sie nicht. Aber da haben Sie gute Gesellschaft: die noch amtierende Bundesregierung.

Die Linke macht Wulff zum Frühstücksdirektor

Es ist geschehen: Die Bundesrepublik Deutschland hat einen neuen Frühstücksdirektor!

Christian Wilhelm Walter Wulff ist nach drei Wahldurchgängen gewähltes Staatsoberhaupt. Immerhin blieb der Super-Gau(ck) aus Sicht der Regierungskoalition aus, aber ob CDU/CSU und FDP wohl damit klar kommen, dass sie ihren Kandidaten nur dank des Stimmverhaltens der Linken durchbekommen haben? Mal sehen, ob das nochmal Frau Kraft in NRW vorgeworfen wird.

Ich erinnere nochmal an Wulffs Aussage, dass er kein Alphatier sei. Bundeskanzler: Nein! Bundespräsident: Wenn´s denn sein muss…! – Und gute Nacht.

Der eigentliche Sieger dieser Wahl: Die Politikverdrossenheit, da es ausschließlich um persönliche Eitelkeiten ging. Dabei gab es an diesem Tag doch nur eine Person, die unbedingt ins Schloss Bellevue einziehen wollte und sich jeden Ausgang offen hielt: Bettina Wulff.

3gauck.jpg

Streicht das „Technische Rathaus“

p1050251.JPG

Das hat die NW im Lokalen wohl mit gewisser Absicht gemacht: Oben die Meldung, was alles eingespart wird, gestrichen wird, gekürzt wird und darunter die sehr wohl berechtigte Aufforderung der BfB, das „Projekt Technisches Rathaus“ mit Kosten von rund 20 Millionen einzudampfen.

Richtig so. Genügt ja schon der halbrunde Hasenstall neben der Stadthalle, der Abermillionen gekostet hat und – gelinde gesagt – seltsam aussieht. Aber sag das mal Stadtwerber Rudi H. Der springt Dir mit dem nackten Hinterteil ins Gesicht.

Obwohl Japan kniete…

img_2952.JPG
Screenshot: ARD

Obwohl die Japaner beim Elfmeterschießen in Ernst-Middendorp-Gedächtnismanier („Knien Sie nieder, Sie Bratwurst“) niederknieten, half es letztendlich nichts. Paraguay gewann in einer insgesamt schwachen Partie und steht jetzt im Viertelfinale.

Mutti fliegt Viertelfinale gucken

murkel1.jpg
Vor vier Jahren badete sie auch schon in den TV-Kameralinsen….

Das ist ja nochmal eine superdupifreu-Meldung am frühen Abend. Die Nationalkicker mit dem Adler auf der Brust werden im Viertelfinale gegen Argentinien von Mutti Merkel – oberste Bundestrainerin ohne nachweisbare Erfolge – von der Ehrentribüne herab beäugt. Der Mediensprecher des DFB meinte, die Kanzlerin sei eine Art „Glücksbringerin“ für das DFB-Team. War das DDR-Politbüro nicht auch immer zur Stelle, wenn es – möglichen – Ruhm abzusahnen gab?

Aber auch diese Touristentour wird Mutti – wie alle zuvor auch 🙂 – aus der eigenen Schatulle zahlen. Blöd ist nur, daß der gepanzerte Dienstaudi A 8 extra rübergeflogen werden muß. Was ist, wenn Einer aus den Townships den klaut?

Mutti, wir lieben Dir! Nimm doch den Bundeschristian gleich mit und Frau und Kind und Dienstmagd…..

50 Mio. für den Karstadt-Leichenfledderer

Der Insolvenzverwalter der Kaufhauskette Karstadt kann laut einem Zeitungsbericht mit einem Honorar in zweistelliger Millionhöhe rechnen. Demnach soll Klaus Hubert Görg nach Angaben aus Verhandlungskreisen mehr als 50 Millionen Euro bekommen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Görg hatte vor einem Jahr das Karstadt-Insolvenzverfahren übernommen. Der Konzern beschäftigt derzeit noch 25.000 Mitarbeiter. Vor einigen Wochen wurde ein vorläufiger Kaufvertrag mit dem Investor Nicolas Berggruen unterzeichnet, der aber noch über die Höhe der Mieten für die Karstadt-Immobilien verhandelt.

Da kommt Freude auf. Jubel. Trubel, Billigsekt an der Bahnhofstraße. 50 Mio. für den Leichenfledderer, der so dermaßen hart und unendlich viel mehr gearbeitet hat als die Mitarbeiter, die „nur“ auf Lohnteile, Urlaubsgeld, und, und, und für den von anderen vor die Wand gefahrenen Laden verzichtet haben. Irgendwie stinken die aktuelle Insolvenzordung und die Praxis der Gerichte ganz gewaltig. Von oben nämlich.

Bald steht die Null

Die FDP will ohne großen Kurswechsel aus ihrem Stimmungstief kommen. „Wir Freien Demokraten machen einen neuen Anlauf“, sagte Parteichef Guido Westerwelle nach einer zweitägigen Klausur der FDP-Führung in Berlin. „Aber wir bleiben bei unseren Themen und unserem Kurs.“ Westerwelle gab nach acht Monaten Regierungszeit auch eigene Fehler zu. Trotz der schlechten Umfrage- und Sympathiewerte will er jedoch sowohl Parteichef als auch Außenminister und Vizekanzler bleiben. Die FDP kommt nach knapp 15 Prozent bei der Bundestagswahl in Umfragen derzeit nur noch auf rund fünf Prozent. Westerwelle hat so schlechte Werte wie kein Außenminister jemals zuvor. Melden die Dienste.

Aber es gibt ja schon einen Westerwelle-Masterplan, den er als 18 jähriger Schüler entwickelt hatte. Parallel zum Aufschwung des IKEAnischen Spanplattenimperiums passte er die Parteifarben deckungsgleich an. Sollte für die FDP die „Stunde Null“ bei zukünftigen Wahlen eintreten, kriegen sie alle einen gelbblauen Job für 400 Euro und dürfen zur ARGE aufstocken gehen. Guido klein kriegen, das geht nicht. Aber die Partei hat er in Kürze klein. Ganz klein.

Architektonische Weltklasse unter 3 Sparren

p1050249.JPG

Die vom grünen Teuro umklammerte Stadt mit dem unaussprechlichen Namen spart an allen Ecken und Kanten. Jetzt geht es der Symbolfigur, dem Leineweber, an die Pfeife. 13.600 Euro kosten die bronzenen Leineweber jährlich, die an XXXXder – Firmen zum 100sten verliehen werden. Tradition ist den Harlekinen im Rathaus am Niederwall also nichts mehr wert. Da wäre es doch nur konsequent, alles, was auch nur entfernt mit der Tradition dieser Ansiedlung unter dem Sparren-gekrönten Steinhaufen hoch oben zu tun hat, einzusparen.

Schließlich hat diese Glitzermetropole doch Ein – und Durchblicke, die kein Hunsrückdorf und kein New York so bieten können. Und einen OBPit, der Alfred Biolek doublet schon gar nicht. Avanti dilletanti!

Völker dieser Welt, schaut auf diese Stadt. So sieht Schönheit pur aus:

Einblick

p1050224.JPG

Durchblick

p1050225.JPG

Kasten unter Sparrenburg

adenauerplatz.jpg

Ausnahmsweise mal nicht von NW-Frücht montiert: Links neben dem Möbler Tick plant die Bautra GmbH einen Kasten, prosaisch „The Cube“ genannt. Kommst Du also demnächst vom Ossidamm runter und hälst auf den Adenauerplatz zu, erschrick nicht, wenn sich vor Dir ein Klotz im „internationalen Stil“ auftürmt. Befällt Dich der Brechreiz und Du schafft die Grünphase der Ampel nicht, gibt einen Tick mehr Gas und dann hast Du dat Dingens schnell hinter Dir, die Freiheit des Kunsthalleklotzes rechts winkt Dir und an der Ampel dahinter suchst Du Schutz in der oberen Oberstraße mit ihren leeren, anscheinend unvermietbaren Schaufensterhöhlen.

Die Metropole der Brachflächen tut wirklich alles um ins Gespräch zu kommen. Dabei hätte doch die Hasentonne neben der Stadthalle schon zum ewigen Ruhm gereicht. Jetzt noch den Kesselbrink mit dem freitragenden Pit-Clausen-Verhau mit echten Swarovska-Glitzersteinen überspannen und die Glitzermetropole wird allein wegen ihrer neuen Bauten Pilgermekka neuer, absurder Architektur.

Was braucht es da noch einen Leineweber?

Westfalen-Blatt und Parteipräsidentenwahl

Morgen steht wieder ein K.o-Spiel an. Nein, nicht in Südafrika, die Fußball-WM macht doch Pause. Austragungsort ist der Reichstag in Berlin, es geht um den Titel des Bundespräsidenten. Die Sache ist einfach: Christian Wulff, noch CDU-Minister – präsident in Niedersachsen, hat eine klare Mehrheit in der Bundesversammlung, Joachim Gauck, Kandidat von SPD und Grünen, eine gefühlte Mehrheit im Volk und sicher eine in der veröffentlichten Meinung. Nie zuvor waren zwei Kandidaten so sehr auch Projektionsfläche. Während Wulff quasi als Bauernopfer für alles Verwerfliche der Parteipolitik steht, ruhen auf Gauck schier unerfüllbare Hoffnungen und Wünsche, die nicht nur mit seinen unbestreitbar großartigen Talenten zu tun haben. Der 71-Jährige ist so etwas wie »der Bundespräsident der Herzen«. Auch weil Gaucks Ansehen und seine Chancen, gewählt zu werden, im Missverhältnis stehen, hat man zuletzt vor allem zweierlei gehört: den Ruf nach einer Direktwahl des Bundespräsidenten und den Wunsch, sich auf einen überparteilichen Kandidaten zu einigen. Beide Forderungen sind verständlich, führen aber trotzdem in die Irre. Für eine Direktwahl des Bundespräsidenten bedürfte es einer Änderung des Grundgesetzes. Die war und ist nicht in Sicht. Doch selbst, wenn das anders wäre, bliebe die Idee von zweifelhaftem Nutzen. Wie nämlich sollte sich ein Bundespräsident, der vom Volk gewählt und damit stärker legitimiert ist als der Bundeskanzler, mit repräsentativen Aufgaben zufrieden geben? Auch würde eine Direktwahl den Kampf um den Posten des Staatsoberhaupts erst recht in Gang bringen. Joachim Gauck verteilt Blümchen in der Bielefelder Innenstadt, Christian Wulff lächelt von tausenden Plakaten – soll das der Würde des Amtes zuträglich sein? Und schließlich die Frage nach der Kandidatenkür: Würde direkt gewählt, hätte Joachim Gauck wohl kaum eine Chance bekommen, weil Günther Jauch, Lena Meyer-Landrut und auch Jogi Löw einfach populärer sind. Vor diesem Hintergrund ist auch die Forderung nach einer Überparteilichkeit der Kandidaten scheinheilig. Man kann es nicht oft genug sagen: Nicht nur Christian Wulff ist parteilich, sondern auch Joachim Gauck. SPD und Grüne haben ihn ins Rennen geschickt. Und sie haben es nicht nur getan, weil sie ihn für den besten Mann halten, sonst hätten sie ihn früher nominieren müssen, beispielsweise im Mai 2009. Sie haben Gauck vor allem nominiert, um das schwarz-gelbe Regierungslager und Kanzlerin Angela Merkel auf die Probe zu stellen. Das ist nicht ehrenrührig, sondern in der Parteiendemokratie vollkommen legitim und noch dazu ein genialer Schachzug. Ebenso legitim aber ist Merkels Entscheidung für Wulff. Schließlich muss nicht der Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten überparteilich sein, der Bundespräsident muss es sein.

Liebes Westfalen-Blatt. Am morgigen Dienstag steht dieser Kommentar zur bevorstehenden Bundesversammlung in Eurem Blatt. Ihr findet es also besser, die Entscheidung über das angebliche „Oberhaupt“ des Staates einer Parteipolitikern wie Angela Merkel, X oder Y zu überlassen? Einer Frau, die die Deutschen – außer sich selbst – für schlicht zu dämlich hält, die hohen hehren und haarsträubenden Entscheidungen der Politiker auch niur annähernd selbst mitbestimmen zu können? Wie Größenwahnsinnig muß man sein, so zu denken? Oder ist es schlichte Angst, das „Volk“ entschiede anders als die Hütchenspieler in den Parteizentralen? Wieso ist der Merkel-Kandidat Wulff überparteilich als in der Osnabrücker Wolle gewaschener Parteisoldat? Parteilicher geht doch wohl nicht mehr. Oder hat er sein CDU-Parteibuch schon in die Onabrücker Hase geworfen?

Diese Oranjes sind schlagbar

_dsc2330.JPG

Auch wenn ARD-Moderator Tom Bartels immer wieder die Stimme beschwörend hob, wenn „Weltstar Robben“ am Bälleken war – vom Hocker haute das nicht, was die Niederländer da im Achtelfinale gegen die Slowakei ablieferten. In der letzten Sekunde verkürzten die Italien-Besieger dann sogar noch per Elfer auf 1:2. Im Web formiert sich langsam eine „Anti-Bela-Rhety“. Nicht ganz so schlimm wie der gruslige Beckmann oder „The Gutfried“ Kerner, aber immer noch ziemlich schwatzhaft, der ZDF-Mann.

Im Abendspiel ließ dann Brasilien wenigstens zeitweise gegen Chile beim 3:0 aufblitzen, warum es derzeit als Topfavorit dieser WM gehandelt wird. Jetzt werden sie sich im Viertelfinale mit den Oranjes duellieren, die wohl das Finale nicht erreichen werden.

Her mit dem „Im-Cabrio-jubeln“ – Verbot

Nach dem WM-Sieg der deutschen Elf gegen England sind in Nordrhein-Westfalen am Sonntag zehn feiernde Fußballfans bei zwei Autounfällen verletzt worden. In Mülheim an der Ruhr trugen zwei 16-Jährige nach Polizeiangaben schwere Blessuren davon, als sie bei einem Zusammenstoß während der Jubelfahrt aus einem Cabrio geschleudert wurden. Nach ersten Erkenntnissen hatten die jungen Männer bei der Kollision mit einem weiteren Pkw hinten auf dem Cabrio gesessen.

Wer dieses teuflische, gefährliche und an einen Salto oben in der Circuskuppel erinnernde jubeln im offenen Cabrio im WM-Jubelkorso am Jahnplatz mal gesehen hat, hat nur einen Gedanken: Ein Gesetz muß her. Ein ganz klares Gesetz. Jubel nur mit geschlossenem Mund. Keine großen Hüpfereien. Im Cabrio nur geschlossen corsieren.

Schnell muß es vor allen Dingen gehen. Der nächste Corso droht schon am Mittwoch, Verzeihung, da ist ja Jubel über den neuen Bundeschristian, also Samstagabend nach dem Argentinienspiel.

Die Messe „Rund um die Frau“

Lifestyle- und Shoppingmesse für SIE: Die Frau im Mittelpunkt!

Umfassendes Themen- und Angebotsspektrum von Mode und Kosmetik über Gesundheit und Wellness  bis hin zu Weiterbildungsmöglichkeiten, Kunst und Reisen

2./3. Oktober 2010

Stadthalle Minden

10-18 Uhr

 

Arm. XX vor 40 Jahren

arm-bi-historie.jpg

40 Jahre ist es her, seit der blauschwarze Werks-Club von der Alm erstmals die große Fußballbühne per Aufstieg betreten hat. So langsam bekrabbelt man sich bei Arminia und rüstet für eine sicher nicht einfach werdende Saison. Wer vor dem Testspiel am Mittwoch im Steinhagener Outback noch mal wissen will, wie das so war mit den „Schlachten“,, die den Mythos begründeten, wird auf der Webseite des Vereins mit dem unaussprechlichen Stadtnamen hier fündig.

1.711.000.000.000

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren die öffentlichen Haushalte in Deutschland am 31. März 2010 mit insgesamt 1 711,3 Milliarden Euro verschuldet. Gegenüber dem nun ebenfalls vorliegenden endgültigen
Schuldenstand am 31.12.2009 von 1 691,9 Milliarden Euro entsprach dies einem Anstieg von 19,4 Milliarden Euro oder 1,1%. Die Ergebnisse umfassen die Kreditmarktschulden und Kassenkredite und beziehen sich auf die Kernhaushalte des Bundes und der Länder einschließlich ihrer jeweiligen Extrahaushalte sowie die Kernhaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände.

Siehste. Und deshalb sparen sie jetzt wie die Bekloppten bei denen, die ohnehin schon wenig haben damit die, die Millionen wegschaffen können, auch reichlich bekommen. In dem Zusammenhang: Porsche plant grad einen „kleineren“ Cayenne. Sozusagen der Cayenne für die kleineren Einkäufe. Schön was?

Schmerz laß nach

geballte-kompetenzpower.jpg

„Das war ein tolles Spiel und ein toller Sieg“, schwärmte die Kanzlerin unmittelbar nach dem Schlusspfiff am Sonntag. Sie hatte beim G20-Gipfel in Toronto zuvor die zweite Halbzeit der Begegnung zusammen mit dem britischen Premier David Cameron im Fernsehen verfolgt. „Ich bin noch ganz bewegt“, meinte sie. „Der Mannschaft kann man nur gratulieren und ich kann nur sagen: weiter so“, sprudelte die Kanzlerin. „Ich glaube, heute hat in den Beinen und in den Köpfen alles gestimmt.“

Siehste Angela, das ist eben der Unterschied zu dem Mist der von Euch beim sauteuren Gipfel in Toronto fabriziert wurde. Vage Absichtserklärungen einer Horde politischer Pauschaltouristen. Unverbindlich wie das Geschwafel dieser Menschen. Sollten die Löwbuben einen der Podiumsplätze der WM belegen, nicht auszudenken, wie die politische Mischpoke das wieder für sich instrumentalisieren wird. Einschließlich neuem Bundespräsidenten.

Am liebsten würden sie ja den Jahnplatz abriegeln

jahnplaz.jpg

Wenn man so darüber nachdenkt, daß die Glitzermetropole wohl die einzige Großstadt Deutschland ist, die zur WM keine Partymeile mit tausenden von Rudelguckern hat, ist erstaunt bei einem Blick auf die Bicos-Webcams überm metropolen Schmuckkästchen Jahnplatz. Aber diese Stadt unterm Steinhaufen, eingezwängt in die grünen Steilhänge des Teuro ist eben anders als andere Städte. Ernster, provinzieller, nachdenklich ohne Tiefgang. Ja, wenn da nicht die Fußballfans wären, die das Bild fröhlich stören. Jedenfalls zeigt das Westfalen-Blatt auf seiner Website, wie die Region anderswo in Traurrand-rot-gold ertrinkt. Warum auch nicht, drängt es doch die Parteidiktatorisch verordnete Bundespräsidentenwahl am Mittwoch in Berlin in den Hintergrund. Am Samstag, wenn dann ab 16 Uhr ein gewisser Herr Müller Argentina zum Weinen bringen wird, sollten die Fans den Jahnplatz einfach ganz großflächig besetzen. Wir schauen uns das gerne auf den Webcams an.

Vierlinge mit Obama

p1050248.JPG

Das sind sie also, die Weltenlenker. Zumindest ein Teil von ihnen. Wichtige Dame und viele Herren. Mit wichtigen, besorgten Minen. Wo kriegen wir die nächsten Milliarden bloß aus den Taschen der Steuerzahler? Nein, nicht um die Hungernden, Armen, Frierenden dieser Welt zu füttern, sondern die überbordenden Konten auf den Caymans, usw. unter Volldampf zu halten. Irgendwie verströmen die Dame und die Herren kein Vertrauen. 19.000 Polizisten waren angeblich notwendig, diese Sympathieträger vor der Liebe ihrer Mitmenschen zu schützen. 900 Millionen Euro hat der Mummenschanz gekostet.

Wofür?

„Berliner Luft“ statt „Meeeeeeeeeeeeeeesssssssssssssiiiiiiiiiiiiiiii“

_dsc2324.JPG

Also. Das ging so. Erst machte Argentina ein Tor, obwohl einer so dermaßen im Abstand stand wie der Ball am Nachmittag im deutschen Tor war. Dann noch eins, wo man durchaus Foul hätte pfeifen können als Referee. Tata abba nicht.

Dann sagte die schönere und bessere Hälfte „Weißt Du eigentlich, daß in der Berliner Waldbühne ein großes Open- Air-Konzert der Philharmoniker stattfindet?“. Nej, wußt ik nich. Umgeschaltet. Schöne Musikke, schöne Stimmung und am Ende „Berliner Luft“. Allemal besser als Argentinas Versuch, es den Weltstars Mesut Özil, Miroslavoss Klose, Lukasse Podolski, Thomasse Müller („Müller, wer isse diese Müller?“) und diesem Schweinesteiger nachzutun. Grad mal 3:1 gewannen diese Gauchos. Da bleibt eigentlich nur noch die Arie der Evita Peron: „Don´t crie for me Argentina“.

Huch, das sei zu frech, meinte die s- und b – Hälfte. Na gut. Wir werden sehen.

Sun: „Ur a useless referee“ :-)

_dsc2322.JPG

Da flogen wohl nicht nur Engländern die Käsesahne-Gabeln aus der Hand, als Lampards Schuß unter die Latte und dann hinter die Torlinie knallte. Eigentlich 2:2. Aber der Referee sah nichts. Nun sind wir quitt mit dem ominösen Nichttor von Wembley damals. Allerdings hätte das England in diesem Spiel gegen diese Deutschen auch nichts genützt. Football hat England nach dieser 1:4-Schlappe wohl endgültig angesäuert verlassen.

Jetzt gegen Argentinien?

Gibt es nichts als Fußball?

p1050242.JPG

Doch, doch. Schönes Wetter zum Beispiel. Blauen Himmel. Eine gelungene Renovierung einer Dachkonstruktion. Frische Brötchen von der Theke unter den WM-Fahnen. Ziemlich wütende Bürger, die in „OWL am Sonntag“ auf die Sonntagsfrage des Westfalen-Blattes antworten und einermaßen weit von der eher CDU/FDP-freundlichen Grundhaltung der Zeitung abweichen:

p1050243.JPG

Sollten die, die den Adler tragen ab 16 Uhr in eine Niederlage gegen Englands leading Pittbull einmünden, sieht das in Deutschland ab Montag schlagartig anders aus. Klarer, deutlicher und agressiver. Dann verschwände die WM ziemlich schnell als Aufmacher aller Zeitungen. Hoffen wir mal, daß die Adler das schaffen. Kämen sie dann zB. gegen Argentinien dürfte sich das von selbst erledigen.

_dsc2288.JPG

Schönen Sonntag noch!

Hasentonne an Mövenpick mit Stadthalle

p1050241.JPG

Da mußte Andreas Frücht von der NW mal nichts montieren. Das bauliche Weltklasse verströmende Ensemble gegenüber dem dramatischen Hauptbahnhof der Glitzermetropole sieht von oben wirklich so aus. Für das Möpi-Hotel haben sich zwei Investoren gemeldet, die es weiterführen wollen. Da taucht erneut die Frage auf, was man denn mit der Szene an der Tüte (vorne rechts) machen will….

Ihro Gnaden Angela I. sind Gabriel böse

Nach der Veröffentlichung einer vertraulichen SMS hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Kontakt zum SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel nach SPIEGEL-Informationen eingestellt. Der Boykott könnte das Regieren in den kommenden Monaten zusätzlich erschweren.

Oh, hat der stramme Niedersachse Euer Majestät aufs Füßchen getreten? Wie kann eine SMS, in der eine Partei einen Kandidaten vorschlägt und darüber dann seit Wochen öffentlich – auch von seiten der Absenderin – diskutiert wird, vertraulich sein? Vielleicht mag Ihro Gnaden aber auch keinen Widerspruch gegen Ihren Befehl „Wulff wählen“.

Auch wenn wir ihn nicht sensationell mögen: „Jetzt erst recht Gauk!“

Kristina und Waka-Waka

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hofft auf steigende Geburten durch ein erfolgreiches Abschneiden Deutschlands bei der Fußball-WM in Südafrika. Die WM 2006 habe positive Auswirkungen auf die Geburtenrate gehabt, sagte Schröder der Düsseldorfer „Rheinische Post“ (Heutige Ausgabe). „Deswegen würde ich mich als Familienministerin besonders darüber freuen, wenn Deutschland Weltmeister wird.“

Siehste Kristina. Das hat doch was. Dann läßt Du in der Deiner Schlafkemenate über das Helmut Kohl – Poster, das Du mit 14 Jahren aufgehängt hast, den Mantel der Geschichte wehen und dann „Waka Waka“. Pech nur, daß sich Angehörige des vierten Standes – Vollprekariat mit Hartz IV – Alimentation offensichtlich viel tiefer und empfänglicher freuen können. Was wiederum den Bundesbankheini Sarrazin, der fröhlich auf Steuerkosten sein Sozialspaltungsgift verspritzt, auf die Barrikaden treibt. Der Deutsche mit Migrationshintergrund schnakselt halt zu gern, Thilo. Muttu wat gegen tun. Vielleicht sowas wie Mutti, die per Jungfraugeburt zum Familienoberhaupt wurde, nachdem sie einen kleinen Po falla auf diese Welt gesetzt hatte.