Archiv für den Monat: Mai 2010

Ach sieh mal an

p1050142.JPG

Das ist aber schade. Jetzt erfahren wir gar nicht, wie Heinrich Knötekötter aus Jöllenbeck wohnt, wo er seine Konten hat und mit welchem WLan er was ins Web schickt oder abruft. Aber er gibt ja noch Facebook, da steht er das alles einmfach selbst rein. Big brother freut sich.

Rendezvous der Traumtänzer

p1050144.JPG

Das ist Heinrich. Heinrich Dunstheimer. Der will den Kesselbrink fluten und im Winter aus dem Wasserbecken eine Eislaufbahn machen. Und wenn er zwischenzeitlich nicht gestorben ist, dann träumt er weiter. Schließlich hat die Träumerei dem Inhaber der Bielefelder Werbeagentur Com.ma eine schöne, kostenlose Werbung auf einer Lokalseite der NW eingetragen. Einen Link dahin sparen wir uns.

p1050145.JPG

Das ist der andere Traumtänzer. Michael Vesper, Vorzeige-Grüner der Glitzermetropole und Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. Der vergleicht Arminias Bedeutung für Bielefeld mit dem Kölner Dom, den jährlich Millionen Menschen aus aller Welt besuchen. Seine Rathausfraktion scheint sich auf ein „Nein“ zum Darlehen für den Pleiteclub einzuschießen.

Heinrich und Michael. Bereits jenseits aller Realität?

„Kinder, gebt fein acht…“

Die dicken Backen der „Wirtschaft“, sie blasen offensichtlich noch nicht bei Arm. Bielefeld. Wie der dank Aufsichtsratsposten zumindest „Mitkenner“ des gequirlten Mists beim Zweitligisten heute bei der Vorstellung von Trainereleve Ziege und Bruchhagen-Empfehlung Schnitzi zugab, ist zwei Tage vor der entscheidenden Ratssitzung um den Kredit an den Verein eigentlich noch wenig an Voraussetzungen passiert, auch wenn die Seiltänzer der SPD das schon sehen. Aber unterstellen wir da mal offensichtliche Ahnungslosigkeit und Gefolgschaft ihres Genossen Standwerkekumpels. In der PK sagte Brinkmann laut NW online:

Arminias designierter Präsident Wolfgang Brinkmann nutzte derweil die Gelegenheit, bei der Vorstellung von Cheftrainer Christian Ziege und Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier einen flammenden Apell an die heimische Wirtschaft zu richten: „Wir brauchen drei Millionen Euro aus der Wirtschaft, um Arminia zu retten. Das ist absolute Voraussetzung, damit der Rat überhaupt eine Entscheidung treffen kann.“ Damit ließ er durchblicken, dass zwei Tage vor der entscheidenden Ratssitzung noch Geld aus der Wirtschaft fehlt.

Der Clou kommt allerdings von der Bezirksregierung in Detmold, die das ganze Gehampel der Bielefelder absegnen müssen. Detmold bemängelt die Qualität und Aussagekraft der eingereichten Unterlagen. Sollte da der große, einzige, wahre kommende Präsident so gearbeitet haben wie als stellvertretender Aufsichtsratchef? „Augen zu und durch. Geld fällt schon vom Himmel“. Sollte man immer noch glauben, den Kopf schütteln zu müssen, kommt derweil einen 360-Grad-Turn mit Schleudertrauma heraus.

Avanti dilletanti! Oder geruht OBPit auch die Stadt am Teuroburger Wald so offensichtlich ahnungslos zu führen? Dann „Guts Nächtle, Glitzermetropole“.

KiK mal: So kriegt man vor Gericht geholfen

Die Kik Textilien und Non-Food GmbH hat vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen den NDR erwirkt. Anlass der gerichtlichen Auseinandersetzung war eine Reportage des Norddeutschen Rundfunks im Sendeformat „Panorama-die Reporter“ vom 07. April 2010, in der unter dem Titel „Die KiK-Story- die miesen Methoden des Textildiscounters“ dem Textildiscounter Dumpinglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen vorgeworfen wurden. Die Richter erließen nun eine einstweilige Verfügung gegen den NDR. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit mehreren unrichtigen Behauptungen über das Unternehmen, die in der NDR-Sendung verbreitet worden seien. Quelle: turi2

Na da dürfen wir ja alle gespannt sein, ob die Stadtteilverschandler und Rundständerramscher final wirklich gewinnen. Vielleicht mag ein Richter aber auch dat Kiksche Werbemodel Verona.

Die (es) bei Arminia richten sollen …

Eine der Hauptaufgaben Schnitzmeiers soll die Gründung einer Stadiongesellschaft sein, an der sich unter anderem die ostwestfälische Wirtschaft und die Stadt Bielefeld mit Millionenbeträgen beteiligen sollen. Schnitzmeier hat bei Hannover 96 in diesem Bereich bereits Erfahrung gesammelt. An der Entwicklung der Hannoveraner AWD-Arena war der Steinheimer (Kreis Höxter), der zuletzt für den Unternehmensberater »Unity AG« arbeitete, maßgeblich beteiligt. Schnitzmeier fungierte auch schon als Betreiber der Fan-Gaststätte Nordkurve direkt an der AWD-Arena. Die Empfehlung, sich zur Besetzung der vakanten Posten um Ziege und Schnitzmeier zu kümmern, soll dem DSC sein ehemaliger Manager Heribert Bruchhagen ausgesprochen haben. Quelle: Westfalen-Blatt.

Viel Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich des leitenden Personals hat Arm. Bielefeld ja nicht. Das wird wohl heute so offiziell. Fakt bleibt aber: Christian Ziege hat kaum Erfahrungen und Unternehmensberater Schnitzmeiers Name hat hier in der Region bei manchen Menschen einen gewissen „Beigeschmack“.

Aber warten wirs ab. Arminia ist ja immer für eine humoristische Schelmerei gut. Da fällt mir grad ein: Was hat eigentlich HHSchwick für sein unterirdisch begehbares und beheiztes Mausoleum im Anstoßkreis der Alm angezahlt?

Die SPD, „die drückt sich nicht“

p1050139.JPG

Die SPD hat sich also schon bezüglich „Kredit für Arm. Bielefeld“ festgelegt und stimmt zu. Dabei entglitt dem Fraktionsvorsitzender ein Satz, wie in Stein gemeißelt: „Es ist wieder einmal die SPD, die in einer schwierigen Situation sich nicht um die Entscheidung herumdrückt“. Lassen wir das mal so stehen, denken uns unser Teil und huldigen der strammen Seilschaft Stadtwerke/Brinkmann – Rathaus/OBPit – und eben Fraktion im Rat. Da wird dann aus einer „Entscheidung“ ganz schnell ein simpler Zwang.

Nun schwingt Mutti allein den Kochlöffel

p1050138.JPG
Karikatur in der NW von heute

Man muss Roland Koch nicht mögen und erst recht nicht lieben, aber ganz sachlich betrachtet verlässt mit ihm ein sehr kluger Kopf und zugleich ein äußerst qualifizierter Querulant die politische Bühne. Die Entscheidung des 52-Jährigen verdient Respekt. Der Schritt, alle politische Ämter auf einen Schlag aufzugeben, wird dem Vollblutpolitiker nicht leicht gefallen sein. Die Art und Weise, wie er es getan hat, passt zu Koch, einem der letzten konservativen Krawallpolitiker, die die CDU noch in ihren Reihen hat. Koch, der gerne die verbale Keule schwang, nie ein Blatt vor den Mund nahm, Mahner und Kritiker in einer Person war, hat für einen politischen Paukenschlag gesorgt, dessen Klang bis nach Berlin reichte. Der Gong war sogar so heftig, dass er bis in die Vereinigten Arabischen Emirate unüberhörbar gewesen sein dürfte. Bis zur Bundeskanzlerin, die sich dort auf Auslandsreise befindet. Somit passt die Wahl der Bekanntgabe genau zu Koch. Ausgerechnet, als seine größte Rivalin nicht im Land ist, nutzt er die politische Bühne. Die Frage, warum der 52-Jährige alles hinwirft, ist gar nicht so schwer zu beantworten. Roland Koch hat alles erreicht, was für ihn politisch möglich ist. Elf Jahre lang regierte er in Hessen. Der Machtpolitiker hat alle Stürme überstanden. Sogar der eine oder andere Orkan konnte ihn nicht stoppen. Koch befindet sich auf dem Höhepunkt seiner politischen Karriere. Der 52 Jahre alte Wirtschaftsjurist strebt zwar nach mehr, aber Angela Merkel lässt das nicht zu. Die Kanzlerin schätzt bedingungslose Loyalität. Die hat Koch seiner Chefin nur bedingt entgegengebracht. So konnte der Querkopf und Kritiker Koch nicht Karriere machen – ebenso wenig wie Friedrich Merz und Edmund Stoiber und mit Abstrichen auch nicht Günther Oettinger, den Merkel geschickt auf dem EU-Abstellgleis parkte, weil er ihr ebenfalls zu laut war. Koch ist jemand, der auf der großen politischen Bühne mitmischen möchte – nicht nur in Hessen. Aber er zählte eben nicht zu Merkels Vertrauten. Er stand wie Oettinger im Abseits, war kaltgestellt. Koch musste sich als lame duck gefühlt haben, als lahme Ente, die nicht mitlaufen darf. Angela Merkel hat mit folgenden Worten auf den Rückzug reagiert: »Roland Koch war mir immer ein guter, freundschaftlicher Ratgeber. Wir werden auch in Zukunft fest auf seinen Rat bauen.« Ein Schelm, der dabei Böses denkt. In Wahrheit war Merkel immer der Koch und Koch nur der Kellner. Roland Kochs politische Karriere ist zu Ende, aber an beruflichen Ambitionen mangelt es ihm gewiss nicht. Er wird weiter eine mächtige Rolle spielen – egal, ob als Wirtschaftsboss oder als Jurist. Seine politische Meinung wird auch künftig gefragt sein – nur nicht von Angela Merkel. Seine Rivalin wird er im Auge behalten. Koch bleibt in Lauerstellung und kommt vielleicht zurück. Irgendwann.

Liebes Westfalen-Blatt. Angesichts der bundesweiten leicht verklärten Elogen auf einen populistischen Politiker sei mal angemerkt, daß die watschelnde arrogante und beratungsresistente Mutti aus Templin noch auch den Hüter der jüdischen Vermächtnisse der Union geschafft hat. Die Frage sei erlaubt, was weiß die Ostfrau, die niemals ein politisches Amt in den Bundesländern bekleidete und eigentlich keine Hausmacht außer den Stiefel – und Speichelleckern vom Schlage Maiziere, Kauder oder Pofalla hat, wirklich über alle die, die auf dem Felde der Schlacht um die Macht in der CDU im Staube liegen? Die Tochter des Pfarrers der einst von West nach Ost ging und mit dem DDR-Regime paktierte wird immer unheimlicher.

Seltsame Ansichten des DFB bezüglich Arm. Bielefeld

Den Bielefelder Junioren-Spielern konnten nach DFB-Angaben „tatsächliche Manipulationshandlungen“ nicht nachgewiesen werden. Der DFB-Kontrollausschuss führte in den vergangenen Monaten zahlreiche Vernehmungen von weiteren beschuldigten Spielern und Zeugen durch. Der Abschluss dieser Verfahren hängt jedoch unter anderem von den weiteren Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft Bochum ab, erklärte der DFB. Quelle: NW online

Ein paar Moccatassen scheinen dann doch im Schrank des Deutschen Fußballbundes zu Frankfurt zu fehlen. Wenn man in Sachen Bestechung nichts nachweisen kann, warum muß dann eine Sperre sein? Oder was steckt dahinter? Außerdem sind Arminia-Spieler und Funktionäre auch in diesen Sachen ziemlich großklötzig wie die damalige „Aktion Geldkoffer“ und die jetzige „Lizenzunterlagen – verschönerung“ zeigen.

Spätdeutsche Dekadenz

24. Mai 2010. Berlin vertraulich: FDP-Fraktionsspitze genehmigt sich Gehaltserhöhung. Eindringlich hat uns die Kanzlerin dieser Tage immer wieder ins Gewissen geredet. Zu lange hätten wir „auf Pump“ gelebt. Jetzt müsse gespart werden. Schöner Appell. Aber eine überhaupt nicht dazu passende Tatsache sieht so aus: Die FDP-Fraktion hat soeben eine Erhöhung der Bezüge der 13 Mitglieder der Fraktionsführung beschlossen. Nebulöse Begründung des Zubrots für die Funktionsträger (Fraktionsvorsitzende, sechs stellvertretende Vorsitzende, vier Parlamentarische Geschäftsführer, ein Vorstandsmitglied, ein Justiziar): Die FDP-Fraktion sei nach der Bundestagswahl mit jetzt 93 Abgeordneten viel größer als sie es früher mit 61 gewesen ist. Entsprechend sei die Verantwortung gewachsen. Außerdem läge „die Vorstandsvergütung der FDP-Fraktion unter der der CDU/CSU- und der SPD-Bundestagsfraktion.“ Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschl…g-1568697.html

Hahahahahahaaaaaaaaaaaa. „Wir müssen sparen“, tönte Trude Templin. Aber die Guido-Truppe langt schon mal zu. Mehr Nutto vom Brutto. Die gelben Dussel drohten, stehend zu verhungern. Jetzt können sie sich endlich wieder ein schönes Zusatzmenü vom Mövenpick leisten. Hat die Bielefelder Ratsjunta nicht auch einen gelben Anteil? Wo man doch jetzt in der „Verantwortung“ steht, könnte man das Sitzungsgeld ja erhöhen.

Brutalstmöglich ausgekocht?

p1050137.JPG

Na, wenn das keine Dienstagmorgen-Meldung auf den Tickern ist:

Roland Koch (CDU) will sich aus der Politik zurückziehen. Das berichteten das ZDF sowie mehrere Nachrichtenagenturen an diesem Dienstag unter Berufung auf Wiesbadener Regierungskreise. Demnach legt Koch, der auch CDU-Bundesvize ist, zum Jahresende 2010 seine Ämter nieder. Einzelheiten sollen auf einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr bekanntgegeben werden. Auch in der Berliner CDU-Zentrale verwies man auf die Pressekonferenz. Offiziell bestätigen wollte man den Rückzug Kochs jedoch nicht.

Da liegen ja Vermutungen nahe:

1. Er wird neue Kanzlerin
2. Er könnte aber auch hauptamtlich die „Stiftung jüdische Vermächtnisse“ übernehmen
3. Er gründet die „Bundesberatung Ausländer raus“
4. Die Gaunereien um die Verblödung von Steuerfahndern ist nach hinten losgegangen
5. Er gründet mit Trude Templin eine Fast-Rouladen-Kette „Wenn Angela Koch(t)“

Aber keine Angst. Hessen hat noch eine ganze Riege „unheimlich fähiger CDU-Politiker“. Wobei die Betonung auf „unheimlich“ liegt. Und es gibt da ja noch den Song „Niemals geht man so ganz…..“. Der Ungeist dieses Rechtspopulisten wird weiter über dem Wiesbadener Kochbrunnen schweben.

Herrliche Bielefelder Bauten

p1050130.JPG

Wer da noch behauptet, die Glitzermetropole könnte nicht spätkapitalistisch-romantisierend bauen, wird am Südring linkerhand Stadtauswärts mit dem ehemaligen Smart-Center konfrontiert. Wildes Gras überwuchert die Fläche. Innen zeugt ein einsamer Empfangstresen von Zeiten, die mal waren. Smarte Smarts werden jetzt am Stadtholz inmitten von Daimlers vertickt.

Gibt es nur noch Fußball?

p1050134.JPG

In Zeiten wie diesen klammern sich ein paar Menschen offensichtlich an das Einzige, was sie haben: Fußball. In hiesigen Gefillden geht eine Tausendschaft auf die Straße. Nein, nicht um gegen eine völlig unfähige und versagende Führungs – und Aufsichtsratsclique zu demonstrieren. Nicht, um gegen die Sparpläne der Stadtjunta bei Amateurvereinen zu demonstrieren. Nicht, um für bessere Schulen und mehr Kitas zu demonstrieren. Nein. Jetzt geht es um 200 Arbeitsplätze und „Tausende Arminis“, die „kulturelle Bedeutung des Vereins“ usw. Nur in Leserbriefen wird gefragt, wo denn das Engagement „der Wirtschaft“ bleibt, aus deren Sicht mittelmäßiger Zweitligafußball ein „extrem wichtiger Standortfaktor“ sei. Bitteschön, dann legt die Millionen auf den Tisch und guckt genau hin, was der Stadtwerker demnächst da macht. Im Aufsichtsrat wurden vor den Sitzungen ja offensichtlich jahrelang schwarz eingefärbte Brillen verteilt, um die roten Zahlen zu schönen.

Es gibt aber Orte, wo der Hype um das runde Leder bereits Lourdes-Charakter annimmt. Siehe Bayern München. Da feiern sie Paulanertrunken, wenn ein prätentiöser Franzosendribbler mit zehn Millionen Jahresgehalt nach Hause geht. Dafür könnte man eine komplette Arminia-Mannschaft auf die Stollen stellen.

p1050135.JPG

Den Wochenendhypevogel schoß aber ein gewisser Michael Ballack ab:

Mit Standing Ovations begrüßten die 9000 Zuschauer in der Arena den verletzten Fußballer Michael Ballack nach seiner WM-Absage. Es sei das erste Mal, „dass ich einen Gast lieber woanders sehen würde als bei mir“, sagte Gottschalk und warf „Wir sind Ballack“-T-Shirts ins Publikum.

Standing Ovations? Wofür? Aber sicher verstehe ich das nicht.

Die Jugend und die Rentner treffen sich im Bürgerpark!

Pfingstmontag.
Ein wunderschöner Frühlingstag! Die Sonne scheint. Teenager lungern im Bürgerpark herum, spielen Fußball und Frisbee und Saufen! Hier ist der Generationenkonflikt live und in Farbe zu erleben!

Wohlstandsjugendliche feiern mit Ihrem Taschengeld unbeschwert das Pfingstfescht mit alkoholischen Getränken und Rentner bessern sich ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Pfandflaschen auf…

Pfandflaschen mit einem Wert von ca. 4,00 EURO

Dieses Geschäft ist nicht ohne Konkurrenz! Innerhalb von nur 20 Minuten waren zwei professionelle Flaschensammler zu beobachten.

Jedenfalls wird hier nicht mit Milliarden gerechnet. Im Mikrokosmos der Bananenrepublik wird noch ehrlich gearbeitet!

Vom heiligen Geist

Als der Pfingsttag gekommen war, geschah ein Brausen vom Himmel und sie wurden von dem heiligen Geist erfüllt (Apg 2, 1-4 EU): „Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

So, das mußte mal geschrieben werden, weil ja viele schon fragten, ob wir Pfingsten feiern, weil da „Geist“ ausgegossen wird oder wegen der freien Tages. In der Tat. Und deshalb hat Tre Kronor die Eishockey-Bronzemedaille und wir haben einen Feiertag, den u.a. die Schweden abgeschafft haben. Aber das ist so eine Sache mit dem heiligen Geist. An den div. Führungen von Arm. Bielefeld z.B. ist er ebenso spurlos abgeperlt wie an den Kommandeuren der Glitzermetropole unter der Sparrenburg. Alkohol wirkt eben nur, wenn man ihn trinkt. Ausgießen und übergießen wirken nur, wenn man dann auch anzündet.

Aber wer will schon OBPits Bollerwagen in Flammen sehen? Vor allem, womit transportiert er dann seine Abgabengemeinheiten, wenn er grad einen gepleiteten Proficlub über Wasser halten muß? Diese Woche brauchen die Besetzer des Ratssaales am Niederwall eine Menge „Heiligen Geist“. Skål!

Narrhalla-Marsch in Düsseldörp

img_2920.JPG

Die Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und der Linken in NRW sind erwartungs- und planmäßig gescheitert, die Zeichen stehen nun endgültig auf Neuwahlen. Verlierer des würdelosen Spektakels, das bereits im Wahlkampf begann, ist der Wähler. Keine der fünf Parteien hat den Wählerauftrag ernst genommen, keiner der fünf Parteien ging es um Inhalte, keine der fünf Parteien hat es verdient, wiedergewählt zu werden. Es scheint so, als sei die Parteiendemokratie Deutschlands an einem toten Punkt angelangt. …. schreibt der „Spiegelfechter“ in seinem Blog zum unsäglichen Possenspiel in Düsseldorf. Hatte sich Hannelörchen, dieses Clement-Geschöpf, wohl anders vorgestellt. Was wird bei Neuwahlen herauskommen? Vielleicht FDP unter 5%? Dann stünde ja einer Abzockkoalition SchwarzRot wirklich nichts mehr im Wege.

Derweil spielt der güldne junge Mann in einem ostwestfälischen Parkrefugium auf seiner Flöte den „Narrhalla-Marsch“…. „Ritz am Ba, ritz am Ba…“

Inter gewinnt Robben-Jagd

img_2926.JPG

Kein großer Robben-Tanz, kein Bayern-Triple und kein vierter CL-Platz für Bundesliga. Zeitweise schlich sich die Idee ein, das könnte ein Spiel bei der kommenden WM in Südafrika sein: Italien – Deutschland. Das gewinnt natürlich Italien.Es sei denn, der Altherrenrieges fetzige Chearleader in Rußheide-Grün dürften vortanzen.

… schland im Brackweder Gleisdreieck

_dsc2172.JPG

Wenn bald im fernen Südafrika die Heroen der verstärkten Stiefelspitze gegen einen Ball treten, um den Weltmeister zu küren, können im Brackweder Gleisdreieck in einem Zelt bis zu 3.000 Leute „Public viewen“. Das Bezirksamt hat Organisator Abram Adian jetzt grünes Licht gegeben. Was jetzt kommt sind Gespräche mir Ordnungsamt, Umweltamt, Polizei und Feuerwehr. Hoffentlich vergißt er Brauerei und Würstchenlieferant nicht.

OBPit auf Napoleons Spuren?

p1050133.JPG

Majestät Pit I. von Bielefeldien weilen grad zur Erholung auf Korsika (und lassen von dort per Medien verkünden, man verfolge bei allem, was man tue „nur städtische Interessen“. Und wieso komm ich dann auf gedeckten Apfelkuchen an quietschender Mickymaus? Vielleicht ist es die Assoziation Korsika – Clausen – Napoleon Bonaparte. Hihi. Was sind wir doch für Schelme an diesem Maisamstag, wo wir eigentlich alle Bayern sein sollten…

p1050132.JPG

Einfach süß, was der kleine Mann im Rathaus da wieder ausbaldowert hat. Die Bezirksvorsteher werden Bezirksbürgermeister. Wahrscheinlich bekommen sie dann auch aus dem Riesenüberschuß, den der Druck von frischem Geld für die Arminia erzeugt, neue güldne Amtsketten. Es lebe der gequirlte Nonsens. Echte wirkliche Probleme hat die Glitzermetropole ja anscheinend nicht.

Der Mann, der Geld drucken kann

p1050131.JPG

Das ist der Zauberer Franz-Josef. Löseke mit bürgerlichem Namen und Kämmerer der Pleitestadt Bielefeld. Franz-Josef gehört zu der seltenen Spezies Mensch, der Wasser in Wein und Schulden in Kredite verwandeln kann. Franz-Josef kann aber auch noch ganz anders. Zum Beispiel den Amateurvereinen die Sportstätten klauen, allerlei Gebühren kräftig erhöhen und sparen, daß es knackt. Jetzt hat er im Rathauskeller am Niederwall noch eine Notenpresse aufgestellt und druckt. druckt, druckt….

Um was es sich genau im spitzen Entwurf des Stadtkämmerers handelt, hat der Wahl-Bielefelder hier ja schon genau beschrieben. Darauf eine Jöllenbecker Südhanglage, bevor sie an Gütersloher Investoren verscherbelt wird. Skål!

Geld für Arminia, oder: Wie verarscht man die RP?

Da wird die Regierungspräsidentin aber Augen machen:

Die Stadt gibt 4,85 Mio € Kredit an die Arminia. Aber nicht für den Profifußball, sondern für „die dauerhafte Mitnutzung des Stadions für den nichtkommerziellen Sport (z.B. Wettkampfstätte für den Frauen-und Mädchenfußball)“. Da kann man nur sagen: Hut ab vor der Kreativität.

Die Begründung ist aber leider so wenig kreativ wie nachvollziehbar: Arminia hat 2,7 Mio € Außenstände bei der Stadt + Bürgschaft bei Stadt von 0,95 Mio € + 12,3 Mio € von der Sparkasse.

Also nochmal zusammengefasst: Die Stadt gibt 4,85 Mio €, weil sie ja noch mit knapp 16 Mio € drin hängt. Logisch, oder? Logisch oder nicht: Der Armine wird sich freuen!

Vielleicht wird´s ja doch nix mit dem Schüco-Werksclub – Vielleicht wird´s ja im Rathaus bald eine „Betriebssportgruppe Arminia“ geben. So oder So: Der Beamte wird sich freuen!

geld-vernichtung-verbrennen1.jpg

Aus der Reihe Thomas Seim erklärt die Welt – Heute: Volksverarschung!

Da schau her NW-Chef Thomas Seim fordert in seinem Kommentar in der NW von heute: „Neues Denken nötig“, scheitert aber selbst gleich beim ersten Versuch:
„Deutschland, insbesondere NRW, befindet sich in einer seiner schwersten Krisen. Ein fast nicht mehr abzutragender Schuldenberg drücken Bund und Land. In dieser Lage erscheint es nicht abwegig, NRW einer breiten Mehrheit anzuvertrauen.“
Moment mal, war hier einer 30 Jahre ausserirdisch unterwegs, oder hat es hier einer nicht geschafft, seine grauen Zellen unter Strom zu setzen?
Diese abgehalfterte Politikermischpoke, die seit dreißig Jahren trickst, betrügt, Wähler verschaukelt und nur ein Interesse hat, nämlich sich selbst zu bedienen, diese Selbstdarsteller, die uns reingeritten haben in diese Scheiße, die uns und unseren Kindern und Enkelkindern nicht nur Schulden, sondern auch eine marode Infrastruktur hinterlassen werden, ausgerechnet diesen Versagern sollen wir jetzt wieder NRW überlassen?
Der liebe Gott bewahre uns davor, dass diese Versager, CDU und SPD, vom Wähler mit zusammen fast 13% minus abgestraft, unser gar nicht so übles Land fünf weitere Jahre zu Grunde richten.
Denken, Herr Seim, ob neu oder alt, sieht anders aus. Das was Sie meinen heißt Volksverarschung!

Was für ein schöner Morgen

p1050124.JPG

Die Urbielefelderin und schönere und bessere Hälfte hatte bei der Landtagswahl Hannelore Kraft und die SPD gewählt, weil sie die Frau „für kompetent, durchsetzungsfähig und bereit, Rüttgers abzulösen“ hielt. Jetzt, nach Hannelörchens Posse mit den Linken ist sie anderer Meinung: „Das war es dann mit den Sozen. Ich habe nicht SPD gewählt, um dann Rüttgers wieder am Rhein als Minipräses hocken zu sehen“. So werden wohl viele denken. Der dicke SPD-Chef Gabriel wird zufrieden sein. Das hatte er sicher so vorgegeben. Hauptsache, man kann das Löffelchen wieder in den Regierungsbrei tunken und mitnaschen.

Beim Blogger „Feynsinn“ kann man dazu einen feynen Satz lesen: Wie zu erwarten war, wird es in NRW keine Landesregierung unter Einbeziehung der Linken geben. Wie leider auch nicht anders vorstellbar, ist die Präsentation des Ergebnisses frei von Bezügen auf relevante politische Inhalte. Stattdessen ein durchsichtiges Spielchen um das angebliche Verhältnis zur DDR. Dabei ist sogar nach Parteiräson die DDR auch für die Linke eine Diktatur. Sie hätte aber durch den Reifen springen sollen, sich vermutlich zur SED-Nachfolgerin erklären, damit zur stalinistischen Kraft, von der sie sich dann überzeugend hätte distanzieren müssen. Wer, wie die SPD, in Wirklichkeit gar keinen Politikwechsel will, sollte seine Wähler nicht auch noch für dumm verkaufen. Sie merkeln es. Siehe FDP.

p1050129.JPG

Aber das ist ja gegen das, was grad hier in der ostwestfälischen Provinz mit der Glitzermetropole mittendrin abgeht, gradezu eine Lappalie. In den Zeitungen kochen die Leserstimmen über die „Klüngelpolitik“ bezüglich dem Berufsfußballclub Arm. Bielefeld höher und höher, während derweil die Clubs im Breitensport an der zurückgezogenen Gnadenhand des Schildaesken Rathauses verhungern dürfen. Eine ganze Reihe Clubs sollen also ihre Sportplätze schließen. Grandios.

p1050126.JPG

Aber es gibt ja eine tolle Lösung. Sobald die „für die Stadt, die Region, Deutschland und den Erdkreis so wichtige U 23-WM“ mit 700.000 Euro städtischem Zuschuß aus dem Pleitehaushalt abgearbeitet ist, werden die betroffenen Vereine bei Arm. Bielefeld zwangsmitgliedschaftet und spielen ab sofort auf der Alm. Ist doch egal, ob Dein Spielfeld, auf dem Du Spaß hast, in Jöllenbeck, Hoberge, Gadderbaum oder eben auf der Alm liegt.

p1050127.JPG

So egal übrigens wie das, was die Uniführung mit den Studiengebühren macht. Da werden sich nicht grad Wenige die Augen gerieben haben, als sie erfuhren, daß damit eine Professorenstelle per Stellenanzeige ausgeschrieben wurde. Als ob es in Sanierungsfällen dort nichts Anderes zu beheben gäbe.

p1050125.JPG

Aber auch das ist nur eine Momentaufnahme eines grandiosen Possenspiels in der kleinen geduckten Metropole unter der Sparrenburg. Pleitestadt verzichtet generös für das Karstadt-„Sanierungskonzept“ einer Heuschrecke auf Steuern. Da können sich ja jetzt auch die paar tausend Handwerksbetriebe der Kommune freuen, denn denen könnte man nun auch die Gewerbesteuer erlassen. Gleiches Recht für alle, gell?

p1050128.JPG

Ja, den haben wir auch noch. Wir wissen ja alle, daß Bielefeld sowas wie die Hauptstadt der Toscana ist und die Lutter durchaus mit den Flüssen vergleichbar, an denen man auf chicen Terassen den Capuccino schlürfen kann. Deshalb langt die Junta im Rathaus auch bei der Besteuerung der Außengastronomie hin, als ob es kein Morgen gäbe. Mit 1000 Euro Gebühr liegt die Glitzermetropole weit über dem NRW-Durchschnitt von 610 Euro.

In so einer wundervollen Stadt draußen das Kännchen Kaffee mit Blick auf Kesselbrink, wunderbar begrünte Brachflächen oder das pulsierende Leben auf der Obernstraße genießen zu wollen, hat hier eben seinen Preis.

Schönen Tach noch!

Ach Hannelore

Sie sind schon genial, die politischen Parteien. 5 Stunden zelebrierten SPD/Grüne ein „zumindest reden wir mit der Linken“. Dann kommt man zu dem Schluß, „es geht nicht“ – und – oh Wunder über Wunder – lädt als nur Zweiter der NRW – Wahl generös die CDU zu Gesprächen ein und die Wahlsieger Grüne damit aus. Halleluja. Laßt alles beim Alten, ignoriert die Verteilung der Stimmen bei der Wahl und laßt Rüttgers da, wo er ist: Im Büro des Minipräses. Hannelörchen kann dann ja den Juniorpartner geben.

Politik, die bei der nächsten Wahl zu noch mehr Nichtwählen führt. Es wird Zeit, daß diese lächerliche Chaospartei SPD endlich kapiert, was die Mehrheit in Deutschland will.

Und wie meinte der eigentlich Abgewählte am Abend?

CDU-Amtsinhaber Rüttgers sagte am Donnerstagabend in Düsseldorf, durch das Scheitern der rot-rot-grünen Sondierungsgespräche sei „ein Stück Klarheit entstanden“. Es gebe nun die Möglichkeit, über eine stabile Landesregierung zu reden. Er freue sich, dass die SPD sein Gesprächsangebot nun aufgegriffen habe. Die CDU stehe „natürlich zur Verfügung“ und er sehe eine „sehr, sehr gute Chance“ für die Bildung einer stabilen Regierung.

Kommentar überflüssig.

Kauder-Welsch

Auch wir in der Bundesrepublik Deutschland haben mit der Neuverschuldung von über 80 Milliarden Euro, die wir in diesem Jahr zu verantworten haben, ein schweres Paket zu tragen. Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wissen doch alle, warum wir das getan haben: Wir mussten Schutzschirme für die Sparerinnen und Sparer, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für die mittelständische Wirtschaft aufspannen.“ Quelle „Nachdenkseiten

…. sagt Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag in der 42. Sitzung am 19. Mai 2010 zum Thema „Die wahren Ursachen der Krise“. Was für ein idiotisches Kauder-Welsch. Die Quasiopfer ungehemmten Spekulierens und Harakiri-Aktionen unfähiger Politiker sind also die letztlich Schuldigen und dürfen den Salat, den ihnen Gauner und Charakterlose einbrockten auch nochmal bezahlen. Da wundern grad noch 38% Zustimmung zu SchwarzGelb bei der letzten Sonntagsfrage nicht wirklich.

Dazu noch mal die „Nachdenkseiten“:

Die Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden hat sich aufgrund der Bankenrettung bis Ende 2009 um knapp 98,6 Milliarden Euro erhöht. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/1522) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17/1330) mit. Auch diese Schulden sind also nach dem Kauder-welsch offenbar nur für die Sparer, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für die mittelständische Wirtschaft aufgenommen worden.