Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

Mai 2010
M D M D F S S
« Apr   Jun »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Fr
28
Mai '10

Über diesen Stadtrat lacht die Republik

wettickerrn-aus-dem-rathaus.jpg

NW und das Westfalen-Blatt sendeten beide direkt von der Sitzung um die finanzielle Rettung von Arm. Bielefeld. Die Auftritte der Politiker der schildaesken Stadt spotteten jeder Beschreibung und die Argumente noch mehr. Um 18:07 Uhr reichts. SchwatzGelbGrünDunkelrotundderRest bildeten eine Superkoalition und wollen 500.000Tsd. Euro mittragen, SPD 1,85 Mio. Beides ist so oder so lächerlich. Die neue Superkoalition hofft sicher auf einen “Weißen Mann mit Geldkoffer”. Nun denn. Jetzt gibt es türkische Spezialitäten.

Schönen Abend noch.

Alm toppt Niederwall (scheinbar….)

rolandkentschtribune.jpg

An sich ist die gegenwärtige Diskussion “Hier Alm – da Theater Bielefeld” ja hirnrissig. Nur werden die Spielfiguren bei vergleichbarem Eintrittspreis sehr unterschiedlich bezahlt. Unterhalten wollen beide. Betrachten wir mal nüchtern die Besucherzahlen.

Theater: 500 Vorstellungen/anno, Besucherschnitt angenommen 450 = 225.000 Besucher pro Spielzeit
Alm: 18 Heimspiele (Liga + angenommen Pokal), Schnitt 16.500 = 297.000 Besucher pro Spielzeit

Für das Theater bringt die Möchtegern-Metropole rund 18 Mio. Euro/anno auf.
Arm. BI dürfte pro Saison mit Polizeieinsätzen/Stundung/Infrastruktur ca. 4 Mio. erfordern. Abzüglich Steuern und Umsatzerlöse.

Zugegeben, das ist Milchmädchenartig, aber irgendwie muß man mal auf eine sachlichere Basis kommen. Bringt man nun den Faktor “Bekanntheitsgrad durch Arm. BI” wertfrei ein, dürfte klar sein, was man mit der Stadt am Teuroburger Wald verbindet. Ob überwiegend positiv oder negativ haben die Strategen von BI-Marketing ja sicher noch nie erhoben.

Der Leinewebermarkt wird übrigens bei gutem Wetter von bis zu 300.000 Leuten besucht. Das mal so nebenbei.

Ach ja: Penaltyschießen im Rathaus beginnt um 15 Uhr. Stellt die ganzen Krücken von ganz links bis ganz rechts mal alle einzeln nacheinander ins Tor. Egal, wen ihr trefft. Ganz egal. Ihr trefft so, so oder so den/die Richtigen. Es lebe die Provinz. Sie ist so grün, duftet nach Vanille und möchte alles, bloß nicht auffallen. Was sie dann aber doch tut mit grenzenloser Trottligkeit in jeglicher Hinsicht.

PS: Auf den Dächern der Alm sitzt doch eine ziemliche große Photovoltaik-Anlage. Wie wird eigentlich die Einspeisung des erzeugten Stroms in das Netz vergütet und wem?

Der unglaubliche Herr Straßberg

p1050148.JPG

Das ist der Herr Straßberg. Fürchterlich publicitysüchtiger Makler in der Bielefelder Altstadt mit Cabriohaartracht. Mal fährt er auf einem komischen Roller durch Obern- und Niedernstraße, mal ist er Lautsprecher und jetzt meint er, einen komischen Doppeldecker als Restaurant vorzeigen zu müssen. Hat zwar alles mit seinem Job als Vermittler voin Wohnungen, Geschäften und Häusern herzlich wenig zu tun, wirkt aber kolossal bei der NW. Die Frage sei erlaubt angesicht der ausufernden Berichterstattung, was die NW davon/dafür kriegt?

Jedenfalls sind der Herr Straßberg und sein Doppeldecker ein finaler Grund, den “Leineweber” mit seinen torkelnden Menschenmassen zu meiden. Da legen wir doch lieber einen Kranz mit Schleife und Stinkmorcheln aus den Heeper Fichten an der Alm nieder.

Beliebig

p1050147.JPG

Noch über dem Aufmacher “Arminia-Drama” plaziert die NW heute ein Foto der unglaublich flexiblen SPD-Frontfrau Hannelore Kraft in roten Schuhen. Nachdem sie zusammen mit ihrer Grünen-Kollegin das erste Gespräch in getreuer Post-Clement-Pose zu einer Farce werden ließen (“Thema DDR”) ” steht sie nun am Bettrand der Rüttgerschen CDU. Wie beliebig die Schuhe der Frau Kraft umfärbbar sind, zeigt dieses Bild:

zu-grosse-schuhe.jpg

Wenn sie dafür als kraftlose Labertasche mit am Tischchen der Macht sitzen dürfte, würde sie wohl auch gelbschwarzgestreifte Pumps anziehen. Nie war die Achtung vor Leuten aus der Politik niedriger als heute.

Weg mit beiden!

p1050146.JPG

Auah, da hat aber gestern die Stunde der provinziellen Unsympathen geschlagen, allen voran Rainer Lux (CDU), Inge Schulze (Grüne), Thomas Seidenberg (FDP) und Wolfgang Brinkmann (SPD/Stadtwerke). Welch ein wahnsinniges Verantwortungsgefühl, welch ein kurioses Bündnis aus CDU/Grüne/FDP/Linke/BfB im Stadtrat gegen OBPit Clausen. Wenn nicht heute im finalen Penaltyschießen in der Ratssitzung ein Bote von Dr. Oetker mit 5 Mio. im Umschlag auftaucht, war es das wohl noch 105 Jahren Arminia in der größen deutschen Provinzstadt Bielefeld. Aber der käme wohl eher, wenn es darum ginge, eine weitere Konzerthalle zu bauen.

Das Ganze riecht bei aller Kritik an den Führungsidioten der Arminia eher nach politischem Muff denn vernünftiger Rechnung. Angenommen, OBPits Rechnung mit “21,4 Mio. Miesen bei gescheiterter Rettungsaktion” entspricht der bei Arminia eher raren Wahrheit, wollen das Lokalgrößen vom Schlage einer Frau Schulze wirklich verantworten? Glaubt einer aus der Gegenfraktion, es würde eine Straße, eine Kita, eine Schule hier mehr gebaut werden? Da wirken die absolut lächerlichen zugesagten 3 Mio. der “Global Players” eher wie ein Hohn.

Es ist so, so oder so ein einziges Trauerspiel. Einzig das Fehlen des Namens Arm. Bielefeld auf den uninteressanten Plätzen der Fußballtabellen und eine Bauruine namens Schüco-Arena werden den grandiosen Namen eines Provinznestes als Lachnummer erster Güte in die Welt hinaustragen. Autobahnblitzer, Kesselbrink, Schützenfeste, Schildescher Tümpel und eine unbedingt notwendige Diogenes-Tonne für 16 Mio. und die Kaninchenausstellungen der Zukunft neben der Stadthalle werden von dem Geist künden, der durch diese Stadt weht. Man sollte oben auf dem weltberühmten Steinhaufen eine weitere Latrine ausgraben.

In Münster schütten sie sich ebenso vor Lachen aus wie in Paderborn, Osnabrück, Aue oder Hoffenheim. Fußballfans wissen, warum.