Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
27
Mai '10

Wenn wieder mal Millionen weggeworfen werden sollen …

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Und wir meinen das wirklich ernst!

Düsseldorfer Springprozession

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und SPD-Landeschefin Hannelore Kraft wollen am kommenden Dienstag ihre Sondierungsgespräche über eine mögliche große Koalition fortsetzen. Das erste Treffen habe in einer “guten Atmosphäre” stattgefunden, sagte Kraft heute nach rund dreieinhalbstündigen Beratungen in Düsseldorf. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sprach von einem “sehr offenen, sehr konstruktiven Gespräch”. In einer “Generaldebatte” habe man zunächst die Gegensätze der vergangenen Jahre angesprochen, sagte Rüttgers. Ziel müsse nun sein, eine “Plattform, die von Vertrauen geprägt ist”, zu finden. So kam es über die Ticker. Nein, wat niedlich. Oder eher Kraft-los. “Ministerpräsidentin” wolte dat Hannelörchen aus dem Ruhrpott werden. Jetzt wirds wohl Juniorminipräses unter dem eigentlich abgewählten Rüttgers. Ob das die Wähler so wollten, wo doch angeblich die Poistionen vor dem Urnengang “unterschiedlicher nicht sein konnten” und das “System Rüttgers abgewählt werden” sollte?

Aber was regen wir uns über die hirnlose Horde SPD noch auf? Siehe Bielefelder Stadtrat. Da trifft man schon Entscheidungen, ohne über alle Fakten zu verfügen. Vielleicht können die Sozen aber auch neuerdings hellsehen. Im Münsterschen sagt man allerdings eher “Spökenkieker” zu solchen Leuten.

Die Kasse bleibt zu !

am 28. Mai 2010 wird der Bielefelder Stadtrat darüber beraten, ob die Stadt Bielefeld mit 6 Mio. € in die Finanzierung von Arminia Bielefeld bzw. der Alm einsteigt. Drei Aspekte daran nerven ganz besonders:

·           das erpresserische Vorgehen von Wolfgang Brinkmann, der von seinem eingebildeten Thron herab verkündet hat: „Die Stadt muss uns helfen; sie kann gar nicht anders.“

·           der Größenwahn von Kentsch & Konsorten, dessen Denkmal, die unverkäufliche Luxustribüne, jetzt die klamme Stadt übernehmen soll (und zwar von Leuten, die jahrelang das private Unternehmertum als A und O gepredigt haben)

·           die grenzenlose Ignoranz, mit der Brinkmann und andere behaupten, die Stadt müsse die Arminia unterstützen, weil der notorische Absteiger Arminia Bielefeld der einzige Imageträger Bielefelds sei.

Bitte, was? Das wollen wir doch mal sehen!

Hunderte von Bielefelder Vereinen, Initiativen und sozialen Einrichtungen (darunter mindestens 56 andere Fußballvereine) stellen mit ihrem Engagement jedes Jahr Tausende von Ausstellungen und Festivals, Kursen und Konzerten, Touren und Turnieren, Auftritten und Umzügen auf die Beine; locken Hunderttausende von Menschen an; helfen, beraten, lehren, pflegen, gestalten, organisieren usw.; machen Bielefeld zu einer lebens- und liebenswerten, bunten und menschenfreundlichen Stadt. Zeigen wir dem Stadtrat am 28. Mai auf dem Rathausplatz:

Wir sind die Imageträger! Nein, es ist viel mehr: Wir sind der Geist und das Herz von Bielefeld!

Wir lassen uns nicht von den Brinkmännern für irrelevant erklären. Wir lassen nicht zu, dass die Stadt all diejenigen bestraft, die solide gewirtschaftet haben. Genau das würde geschehen, wenn die Stadt die 6 Mio. € an anderer Stelle einsparen müsste.

Es geht nur um eine Bürgschaft; da kann gar nichts passieren? Wenn das so harmlos ist, wie Brinkmann behauptet, dann können genau so gut die knapp 12.000 Arminia-Mitglieder (12.000 * 500 €) und die Arminia-Sponsoren für das Geld bürgen. Steht doch auf und zückt eure Börsen, wenn ihr Arminen seid!

Deshalb haben wir eine Kundgebung auf dem Rathausplatz angemeldet:

Freitag, 28. Mai,  14-15 Uhr, eine Stunde vor Beginn der Ratssitzung

Einige Gruppen haben angekündigt, dort mit Werkzeugen oder Symbolen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu erscheinen (z. B. mit Musikinstumenten).

Quelle: BUND Regionalruppe Detmold

BILD immer bekloppter: Laienberichte aus dem Gericht

Jetzt geht die BILD sogar noch einen Schritt weiter und beginnt, Journalisten gänzlich überflüssig zu machen. Denn Gerichts-Berichterstattung soll künftig von Hobby-Gerichtsreportern erledigt werden. Im Springer-Blatt Berliner Morgenpost sucht das Blatt heute per Anzeige noch Hobby-Gerichtsreportern. Sie sollen öffentliche Verhandlungen verfolgen und protokollieren und die Ergebnisse dann in die Redaktion schicken. Wie fähig die Leute vor Ort sind, scheint Springer dabei egal zu sein: “Juristische Grundkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig”, heißt es in der Anzeige, die einen nicht unerheblichen Teil der Morgenpost-Zeitungsseite einnimmt. Quelle hier

Ach ja. Lieber Kai Diekmann. Wozu eine journalistische Ausbildung. Schreiben mit lediglich 500 Buchstaben wie BILD kann schließlich jeder. Wenn jetzt die Heerscharen in den Gerichtssälen sitzen und wichtigtuerische ein paar Zeilchen absondern, was ist das dann? Richtig. Man nannte solche Typen mal Blockwart oder IM in der DDR. Passt aber nahtlos zu Euren täglichen dummen Geschmiere und der Denke von Ex-Kindermädchen und Zahnarzthelferin.

Das war mal die “wirkliche Arminia”

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Quelle: Jahrhunderttrainer

Wer nicht in Bielefeld geboren und aufgewachsen ist, hat gewisse Schwierigkeiten, das Thema Arm. Bielefeld richtig einzuordnen. Verbinden sich doch mit den Almdudlern eher Skandale, Bestechungsversuche, unzählige Ab – und Aufstiege. Wie das eben so ist mit klein gebliebenen Schwachen, die eher etwas tricksend und linkend überleben. Was wiederum zu dem Städtchen passt, das nur wirklich groß ist, wenn es um die Barmherzigkeit geht, wo Bethel Weltmarktführer ist. Von oben, vom Stolz der Sparrenburg herab betrachtet, ist das Städtchen ziemlich grün, sehr oft belächelt ob seiner Provinzialität, die sich vor allem in diversen Oberbürgermeistern der letzten Jahrzehnte perfekt widerspiegelt.

Die heutige Alm aber hat wenig mit dem zu tun, was mal in den Fußballligen gefürchtet und bekannt war. Was sich heute an der Melanchthonstraße entlangwürgt ist lediglich ein müder Abklatsch dessen, was man mal “Faszination Alm” nannte und selbst mir fernab des unbekannten Bielefeld bekannt war. Außer der Autobahn A 2 natürlich. Diese Begeisterung in der Bretterbude werden sie niemals wieder hinkriegen da oben auf der Alm. Da verband sich Fußball mit der kleinen, belächelten Provinzstadt und stellte diversen Größen ein Bein. Bis der besagte Geldkoffer aus Bielefeld das Image für immer versaute.

Der Ural-tarmine, der in seinen letzten Lebensjahren draußen im Outback das Geschehen eher sehr distanziert betrachtete und lieber Schmonzetten über die Zeit mit Uli Braun, Gerd Roggensack und Horst Koeppel raushaute, seufzte oft und häufig über “seine Amminia”.

Verständlich.

Das Kleinherzige der Metropole

Und weiter gehts mit den Kommentaren auf den Webseiten der lokalen Medien zum möglichen Herztod des “bundesweit beliebtesten deutschen Profifußballvereins”:

Christian schrieb am 27.05.2010 03:16 Uhr
Das war’s mit der Unterstützung durch die Stadt! Fairerweise muss man zugeben, dass man die Argumentation der Ablehner nachvollziehen kann. Und Schuld am drohenden Ende ist der DSC selbst, keine Frage! Allerdings ignorieren CDU und die anderen Ablehner, dass Arminia eben mehr ist als nur ein “maroder Profiverein” (dass Arminia das AUCH ist, ist ja leider nur zu wahr). Arminia ist nun mal ein ganz großes Stück Bielefelder Geschichte und lebendiger Kultur, dieses sterben zu lassen, ist eine Entscheidung, die man vom finanziell-technischen Standpunkt aus durchaus treffen kann. Darüber hinaus zeigt die Ablehnung aber auch den engen Kleingeist, der jedem, der wie ich in BI aufgewachsen ist, nur zu gut bekannt ist, den man in BI überall fast mit Händen greifen kann. Hoffen wir also auf die Wirtschaft. Sollte Arminia wider Erwarten überleben – dann in Zukunft bitte so viel Distanz wie möglich von dieser korrekten, sauberen, solide geführten, selbst ja nie Schulden machenden kleinen und kleinherzigen Stadt!
Quelle: NW online.

Och Christian. Das Kleinherzige und Kleinkarierte ist doch gradezu ein Markenzeichen der winzigen Metropole am Teuroburger Wald. Man muß aber den ablehnenden Politikern zugute halten, daß Unternehmen vom Schlage Gerry Weber, Oetker usw. das Maul ziemlich weit aufgerissen haben und “Arminia zu einem unverzichtbaren weichen Standortfaktor” erklärt haben. Topmanager der lokalen Wirtschaftsgrößen haben schließlich nichts anderes im Sinn, als auf der Alm die guten Haskenhoff-Bratwürstchen zu essen, Niederlagen gegen Erzgebirge Aue zu bejubeln und aus Plastebechern Krombacher Pilsken zu schlürfen. Also “Wirtschaft”, wenn Euch Arminia so lieb und wichtig ist, öffnet mal die Schatullen und tut ein paar Millionen raus. Lassen sich sicher irgendwie von der Steuer absetzen als “weiche Mitarbeiterstandortförderung”.

Ach sieh mal an

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Das ist aber schade. Jetzt erfahren wir gar nicht, wie Heinrich Knötekötter aus Jöllenbeck wohnt, wo er seine Konten hat und mit welchem WLan er was ins Web schickt oder abruft. Aber er gibt ja noch Facebook, da steht er das alles einmfach selbst rein. Big brother freut sich.

Rendezvous der Traumtänzer

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Das ist Heinrich. Heinrich Dunstheimer. Der will den Kesselbrink fluten und im Winter aus dem Wasserbecken eine Eislaufbahn machen. Und wenn er zwischenzeitlich nicht gestorben ist, dann träumt er weiter. Schließlich hat die Träumerei dem Inhaber der Bielefelder Werbeagentur Com.ma eine schöne, kostenlose Werbung auf einer Lokalseite der NW eingetragen. Einen Link dahin sparen wir uns.

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Das ist der andere Traumtänzer. Michael Vesper, Vorzeige-Grüner der Glitzermetropole und Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. Der vergleicht Arminias Bedeutung für Bielefeld mit dem Kölner Dom, den jährlich Millionen Menschen aus aller Welt besuchen. Seine Rathausfraktion scheint sich auf ein “Nein” zum Darlehen für den Pleiteclub einzuschießen.

Heinrich und Michael. Bereits jenseits aller Realität?