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Di
18
Mai '10

Rund wird eckig

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47 Prozent, und damit fast jeder zweite Deutsche, glaubt, dass unsere Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft (WM) 2010 in Südafrika den Titel holt. Dies belegt eine repräsentative Umfrage der Strategie- und Managementberatung Capgemini Consulting unter 1.000 deutschen Bürgern.

51 Prozent der Frauen glauben daran, dass Deutschland den WM-Titel in Südafrika holt, dies tun jedoch nur 41 Prozent der Männer. Je älter die Befragten, desto verhaltener der Glaube an einen WM-Sieg für Deutschland. Titelanwärter Nummer 2 der Deutschen ist Brasilien (16 Prozent), gefolgt von Spanien (10 Prozent). Was den Männern an Vertrauen in die deutsche Mannschaft fehlt, machen sie mit mehr Ausgaben rund um das Fußball-Ereignis wett: Produkte und Dienstleistungen, die mit der Weltmeisterschaft in Verbindung stehen, werden vor allem vom männlichen Geschlecht gekauft. Ihre Ausgaben zur WM für z.B. Technik und Grillgeräte, Lebensmittel und Fanartikel steigen im Vergleich zu 2006 um ein Fünftel an.

65 Prozent der Deutschen sind am besten über Rabatt- oder Sonderaktionen zu erreichen und zu einem Kauf zu bewegen: “Jedes
zweite im Rahmen der WM gekaufte Produkt ist auf eine Rabatt- oder Sonderaktion zurückzuführen”, erklärt Sven Schiff, Berater Marketing, Sales & Services bei Capgemini Consulting, das Einkaufsverhalten der Deutschen zur WM. Während die Älteren ziemlich resistent gegenüber WM-Sonderrabatten sind, werden damit 73 Prozent der 25 bis 34-Jährigen und sogar fast 80 Prozent der 18 bis 24-Jährigen erreicht. Auch Gewinnspiele, Werbung an Einkaufsstätten und Fernsehwerbung kommen bei den Deutschen gut an.

Vor allem die Norddeutschen hat das WM-Fieber gepackt – fast jeder zweite Bewohner in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und
Schleswig-Holstein hat Produkte/ Dienstleistungen zur Weltmeisterschaft bereits erstanden oder plant einen Kauf. Die deutsche Hauptstadt fühlt sich am stärksten von WM-naher Werbung angesprochen und ist am ausgabefreudigsten: Mehr als jeder fünfte Berliner gibt anlässlich der WM in Südafrika laut Eigenaussage mehr aus als bei der letzten.

Wenn Deutschland eine Unternehmensmarke mit Fußball verbindet, dann ist das adidas (16 Prozent). Als Sportartikelhersteller und
Sponsor der deutschen Fußballnationalmannschaft hinterlässt die Marke den nachhaltigsten Eindruck und verweist Coca-Cola (11 Prozent) und Nike (5 Prozent) mit deutlichem Abstand auf Platz zwei und drei. Puma und Nutella belegen Platz vier und fünf. Bier- und Automarken rangieren eher auf den mittleren Rängen – allein Bitburger und Mercedes gehören zu den zehn am häufigsten genannten Unternehmen, während Kia als einer der Hauptsponsoren bei den Deutschen kaum präsent ist und überhaupt nicht genannt wird. “Nach dem WM-Hype 2006 wollten wir mehr darüber erfahren, wie es dieses Jahr um die Stimmung der Deutschen zur Fußball-WM steht. Welche Marketingmaßnahmen bei denKonsumenten auf Interesse stoßen und wie sich das bevorstehende Großereignis auf den Markt auswirkt”, erklärt Marketing-Berater Schiff das Ziel der Umfrage.

Diese Pressemeldung muß wohl noch vor dem “Schock” mit dem Ballack-Fuß über den Ticker gejagt worden sein. “Die Norddeutschen hat das WM-Fieber gepackt”. Huch, haben wir was verpasst? Hier ist nur Essig mit Public viewing im Ravensberger. Wegen “Lärmbelästigung”. Und wir lernen, der Geist von “Geiz ist geil” hat die Hirne fest im Griff. Wir lernen ferner, daß die doch sonst “Glas-halb-leer”-Deutschen unverbesserliche Optimisten sind: “Deutschland wird Fußballweltmeister”.

Ok. Falls sie die Hürden Ghana, Spanien, Portugal, Brasilien, Niederlande, England, Argentinien, Italien und Südafrika erfolgreich wegballern……

Hossa, Hossa, Hossa

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Hossa 1

Der Planer, Lenker, Denker und Erbauer der Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne mit der unfassbaren Unterdeckung von 6 Mio. Euro (Wer kriegte die eigentlich? Beherrscht ein ehemaliger Banker und Herforder SPD – Politiker wirklich den einfachen Taschenrechner?) verklagt die Almdudler auf Zahlung der Differenz zwischen seinem ziemlich üppigen Arminengehalt und dem, was der MSV Duisburg offensichtlich nur für den Superman des deutschen Proificlublenkungswesens raustut.

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Hossa 2

Im Rat der altehrwürdigen Metropole an der reissenden Lutter maulen sie über den von Wölfchen Brinkmann als designiertem Präses “geforderten” 6 Mio. Bürgschaft für den zur Lachnummer degenierten “Imageträger Nr. 1″ der Capitale. Wird spannend.

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Hossa 3

Der des Schreibens von Leserbriefen mächtige Teil der Metropolisten formuliert derweil in Leserbriefen an die örtlichen Gazetten seinen Unmut. Vor allem die Frage nach der juristischen Untersuchung und eventuellen Abstrafung der zumindest namentlich bekannten Verantwortlichen wird gestellt. Ja, wer hat denn nun die fehlenden Millionen?

Deshalb: 3 x Hossa für die Metropole des gequirlten Irrsinns. Arm. Bielefeld ist ja nur ein kleiner Teil des hiesigen Possentreibens.