Archiv für den Monat: Mai 2010

Arminia gerettet?

22:17 Uhr. Westfalenblatt. Die Frisur hält im Biefelder Schnürlregen und online verkündet man:

Arminia Bielefeld bleibt der zweiten Fußball-Bundesliga mit großer Wahrscheinlichkeit nun doch erhalten. Über das Wochenende haben sich neue Geldgeber für den angeschlagenen Verein gefunden. Die dabei zugesicherten Beträge sollen sogar so hoch sein, dass sich Arminia Bielefeld über die benötigte Summe von 10,2 Millionen Euro hinaus auf ein kleines Finanzpolster stützen kann.

Wissen die Zauberer aus der Sudbrackstrasse schon mehr als die Kollegen von der NW? Während auf den „maßgebenden“ online-Medien bereits Margot Käßmann als Bundespräsikandidatin gehandelt wird, (sympathisch. Horst fuhr nie unter Allohol. Schon garnicht nie über rote Ampeln) ist „NWrot“ noch vorsichtig und sie schreiben nur:

Wolferl Brinkmann sehr optimistisch.

Nun Kinder, gebt fein acht. Der Gönner ist ist schwarz und hat dem Wefabla was mitgebracht. Die bösen Roten kriegen das erst Morgen gesagt.

Gut Nacht! Baut auf blau. Dann haste ne chice Tribüne ohne Regendach 🙂

Das kann Stefan Raab doch auch. Oder?

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„Meine Damen und Herren,
werte Freunde,
Mitsänger und Mitesser,

als Präsident dieses wundervollen Landes wollte ich eigentlich noch einen Redenschreiber einstellen, der versteht, was ich sagen werde. Leider kam ich nur mangels Vortritt vom Rücktritt, will sagen aufgrund der Kraft des Amtes, nicht mehr dazu zu tun, was ich tun wollte. Gott schütze dieses Land.

Frau Käßmann, bitte übernehmen Sie! Sie können auch besser reden als ich.

Herzlichst an alle meine Landsleute, äh Männer und Frauen,

Ihr H.K.
Sparkassen Filiale Bellevue“

Der Job des Redenschreibers des Präsidenten ist offiziell ausgeschrieben.

Majestät treten beleidigt zurück.

Komisch, die Erde in BI und OWL hat nicht gewackelt, es tat sich kein Spalt auf. Stattdessen Kopfschütteln, leises Lächeln und die Frage, was Figuren wie Köhler, Merkel, Westerwelle, früher Schröder in solchen Ämtern zu suchen haben. Das war die erste Pressemeldung, die Köhlers „Ähhbääbbäää, ich will nicht mehr“ berichteten:

Das hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben: Bundespräsident Horst Köhler ist überraschend zurückgetreten. Als Grund nannte er die Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz – er vermisse den Respekt vor seinem Amt.

In Gagaland darf man als Regierungschef, Minister und andere „staatstragende Gestalt“ Menschen beleidigen, diffamieren, als Schmarotzer und Volksschädling bezeichnen. Wird aber eine tatsächlich in einem Rundfunkinterview geäußerte, sehr bedenkliche Aussage öffentlich kritisiert, sind Majestäten beleidigt. Ein Kerl mit Arsch in der Hose hätte sich vor der Presse aufgebaut und mit Hilfe seiner Heerscharen im Presseamt markig klargestellt, was er wirklich meinte. Der blasse, von Merkel und Westerwelle da hingehievte Typ aus der neoliberalen Ecke aber schmollte.

Geh Horst. Geh schnell und gut ist. „Fähige“ Sparkassendirektoren haben wir weiß Gott genug in diesem Land. Wie wärs zur Abwechslung mal mit einem richtigen Präsidenten/in, zu dem/der alle aufschauen könnten? Das wird allerdings nahezu unmöglich sein, eine derartige Person zu finden. Oder kann sich jemand Herrn Pofalla, Herrn Gabriel oder Herrn Brüderle ernsthaft als Präsidenten vorstellen? In Hessen sagt man „Labbeduddel“ zu solchen Typen.

Wie dem auch sei. Gaga ist in diesem Lande hoch angesagt. Wir wünschen uns Heinrich Lübke zurück. Denn: „Sssauerland bleibt Sssauerland and we are heavy on wire“. Da konnten wir wenigstens herzhaft lachen. Heute bleibt das Lachen im Halse stecken. Aber NRW ist gerettet: Jürgen Rüttgers wird Bundespräsident und Hannelore Kraft Ministerpräsidentin einer großen Koalition. Alle freuen sich, klatschen wie wild und das Land geht herrlichen Zeiten entgegen. Beide haben „ihr Gesicht gewahrt“ und die CDU in rot ist es auch zufrieden.

Ihr könnt die Mundwinkel wieder hochziehen 🙂

Blogger „Feynsinn“ hat das Thema mal feinsinnig analysiert und die in manchen Medien bereits „zensierte“ Aussage dokumentiert:

“Meine Einschätzung ist aber, daß insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, daß ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muß, daß im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern , die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg”.

Was war daran mißverständlich?

Und die Nachrichten werden nicht besser…

Ralph Siegel stellt nochmal klar, dass Lena nicht gewonnen hat, sondern die ausländischen Komponisten… er ist also der einzige deutsche Sieger! Danke Herr Siegel, dass das nochmal klargestellt wurde.

Nebenbei schlägt der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, Lena und Raab dem Bundespräsidenten Horst Köhler für das Bundesverdienstkreuz vor. Wo wir beim nächsten Problem wären:

Unser Bundes-Horst ist zurückgetreten. Was bedeutet das für uns? Erstmal kein Bundesverdienstkreuz für Lena und Raab, zukünftig wohl keine Kritik mehr am Bundespräsidenten, aus Angst, er könne zurücktreten und zu guter letzt dann noch die Neuwahlen innerhalb von 30Tagen. Aber wer wird sich zur Wahl stellen lassen? Wird sich Frau Schwan nach dem Motto „Alle guten Dinge sind 3“ nochmal aufraffen? Ich hatte spontan einen bayerischen Bürokratieabbau-Spezialisten im Hinterkopf. Gott bewahre uns.

Übrigens für alle Führungslosen: Der Bundesratspräsident ist (trotz nur viert höchstem Staatsamt) der stellv. des Bundespräsidenten und übernimmt seine Geschäfte. Momentan ist also unser Staatsoberhaupt Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen.

Keine guten Nachrichten

Beim Absturz eines Flugzeugs in Bielefeld (Windelsbleiche) sind heute Vormittag nach ersten Informationen vier Menschen (NW berichtete zunächst von, jetzt aber vier Toten) ums Leben gekommen. Nach unbestätigten Informationen soll es eine Maschine aus Polen gewesen sein, die offenbar unterhalb des Südhangs des Teutoburger Waldes zerschellt ist. Quelle: Westfalen-Blatt

Und aus dem Nahen Osten lesen wir:

Bei der gewaltsamen Stürmung der internationalen Gaza-„Solidaritätsflotte“ haben israelische Elitesoldaten mehr als zehn Aktivisten getötet. An Bord des Schiffes befanden sich unter anderem auch die beiden Bundestagsabgeordneten Annette Groth und Inge Höger (Die Linke) aus Herford sowie der schwedische Erfolgsautor Henning Mankell. Jeder Kontakt zu den Passagieren an Bord ist unterbrochen worden. Quelle: NW Bielefeld

Wie schnell da doch der nette Grand Prix vom Samstag zur Marginalie wird. Mankells faszinierenden Roman „Das Auge des Leoparden“ hatte ich grade gestern ausgelesen beiseite gelegt. Jetzt ist der streitbare Schwede („Wallander-Romane“) wohl mittendrin in dem Stoff, der in Palästina/Israel seit Jahrzehnten wie ein Pulverfaß auf jeden Funken wartet. Ohne die eine oder die andere Seite ohne Wissen um die Fakten vorverurteilen zu wollen: Abgesehen von gewissen arabischen Organisationen scheint Gott aber auch der gegenwärtigen israelischen Führung wenig Verstand beschert zu haben, wie man dort fast jeden Tag beweist.

An Fronleichnam rutscht der Stadtrat das Wiesenbad ein

Eine Rutsche hatte das Wiesenbad bereits zur Einweihung im Mai 1927. In diesem ersten Jahr wurden 258 000 Badegäste gezählt, 1600 im Tagesdurchschnitt. …..Im vergangenen Sommer wurden im Wiesenbad knapp 114 000 Besucher gezählt.

Kürzlich schrieb das Westfalen-Blatt ausführlich über das renovierte Wiesenbad an der Werner-Bock-Straße und die neue, 110 Meter lange Rutsche. Am 3. Juni – Fronleichnam – wird es eröffnet. Nach völlig unbestätigten Gerüchten aus dem Rathaus wollen die 66 Abgeordneten des Stadtrates in einer langen Prozession die Rutsche einrutschen. Motto: „Wir rutschen Bielefeld den Buckel runter“. Dazu soll das Becken einmalig mit auf 25,2 Grad erwärmtem Carolinen-Extra-dry gefüllt worden sein. Die 550.000 € – Investition hat es angesichts der gesunkenen Besucherzahlen wirklich verdient. Mehr hier.

Viel Freude über…

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… natürlich über Lena aus unserer Fast-Nachbarstadt Hannover und das Abitur des Großvaters am Ratsgymnasium zu Bielefeld. Was wiederum ihren Englisch-Akzent erklärt. Ok, schlagt mich. Werde mich auch hüten, auf bestimmte „Deuter“, „Kritikanten“ und Verschwörungstheoretiker einzugehen.

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…. den Leineweber, der trotz Menschenmassen gut über die teilweise nassen Runden kam

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… über Arminia, die ihre Schockstarre überwunden hat und sich jetzt am eigenen Zopf aus der Misere zieht und für die Mitglieder des Rates in der 2. Liga die Tribünen sperren wird. Gerry Weber wird allerdings in den neuen Sponsorenvertrag schreiben lassen: „…Namenszusatz Deppendorf statt Bielefeld“. Was Deppendorfer freut, hatten sie doh noch nie einen Profifußballclub.

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… Freude auch über das eher leise aber hinter den Kulissen intensive Engagement des Unternehmens/ Unternehmerpaares Dr. Oetker bei den Bethel-Athletics. Und den Handball-Pokalsieger TBV Lemgo, den Aufstieg von Arminia II in das Umfeld von Preußen Münster, und, und, und.

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… noch mehr freuen würde uns allerdings, wenn der Rat der Glitzermetropole endlich kapiert, daß die immensen Probleme das Arminen-Drama um ein Vielfaches übersteigen und mit parteipolitischen Ränkespielchen und Animositäten beim besten Willen nicht gelöst werden können. Dagegen ist das Thema „Arminia“ ein Ponyhof….

Arminia II aufgestiegen

Das ist ja mal eine wirklich positive Meldung von der Alm: Mit einem 2:1 – Sieg in Sprockhövel schafft die U 23 mit Platz 2 in der Tabelle hinter dem SC Wiedenbrück den Aufstieg in die Regionalliga. Dort lauren dann alte Bekannt: Preußen Münster, VfL Bochum II, Rot-Weiß Essen usw.

April. Gefühlt

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Um Eyafjallajökull ist es eher still geworden. Aber der Himmel zeigt auch so eine gewisse Dramatik und baut turmhohe Wolken über der Glitzermetropole am Teuroburger Wald auf.

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Bei Ackerbauer und Viehzüchtern ist man nicht unbedingt traurig über die häufigen Regenschauer, tränken sie doch den eher drögen Sandboden in der Senne mit reichlich Naß. Das Korn steht gut und zeigt im scharfen Wind ausgefallene Muster.

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Guckt mal nach Hamburg

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Und das ist gut so. Dann kann der scheue Lux mit seiner Zwangskoalition aus SchwatzGelbGrünDunkelrotBfGundSonstigen ja wieder ruhig schlafen. Konsequenterweise sollte aber auch kein Lokalblatt mehr über „Politiker, die sich auf der Alm in blauschwarz sonnen“ zeigen. In Hamburg gehts bei der jetzt Richtgefesteten Elbphilharmonie um ganz andere geldliche Dimensionen. Geplant war der Protzbau für 77 Mio. Kosten wird er am Ende wohl an die 500.

Die „wirtschaftspolitisch so erfahrenen“ SchwarzGrünen Hamburg haben wieder einmal bewiesen, daß es damit wohl auch nicht sehr weit her ist. In den Pressetexten heißt es:

Die Bauzeit hat sich verlängert, eigentlich wollten wir schon einweihen und nicht erst Richtfest feiern, die Kosten sind sprunghaft gestiegen“, sagte von Beust. „Ich weiß nicht, ob wir in der jetzigen Finanzlage und in Kenntnis der tatsächlichen Kosten noch einmal den Mut gehabt hätten, die gleiche Entscheidung zu treffen. Ich bezweifele es sogar“, meinte der Bürgermeister, der einen Tag zuvor einen radikalen Sparkurs verkünden musste. Er betonte jedoch zugleich die Vorteile des Projekts für Hamburg und Norddeutschland. Der große Konzertsaal soll einmal zu den zehn besten der Welt gehören und bietet 2150 Besuchern Platz. Der 500-Millionen-Euro-Bau wird den Steuerzahler statt der veranschlagten 77 Millionen wohl 323 Millionen Euro kosten. Die Eröffnung ist für 2013 geplant.

Was sind da 6 Milllionen mehr für die von der Stadt geforderte neue Haupttribüne der Alm, die aus dem Größenwahn Einiger überdimensional entstanden ist?

„Allemagne douze points“ – Ich kann kein französisch.

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Einfach nur großartig! Das hätte ich ihr niemals zugetraut. So berauschend fand ich das Lied nie und sie selbst geht mir mit ihrer „frechen“ Art öfters mal auf die Nerven. Aber nun: Hut ab vor der Leistung!!! Meine 3 Favoriten nach den Performances waren eigentlich Irland (23.), Aserbaidschan (5.) und Zypern (21.)! Danach kam dann auf Platz 4 „uns Lena“! Selten war ein Teilnehmerfeld so gut wie dieses Jahr. Hoffentlich gehts nächstes Jahr bei uns in Deutschland ähnlich hoch her! Wo wir gerade dabei sind: Wo findet das ganze eigentlich statt? Berlin, Hannover, oder doch in Bielefeld??

Lena + 10% Biebelfeld :-)

Überall bin ich rumgerannt wegen dir,
hab mir sogar die Haare machen lassen,
neue Unterwäsche gekauft … in blau …
gleich am nächsten Tag hab ich sie angezogen.

Ja, Liebster, du sollst wissen, ich kämpf um dich,
hab sogar extra das Licht auf der Veranda für dich angelassen.
Denn egal, ob du jetzt süß oder gemein zu mir bist,
ich lieb dich einfach, so oder so.

Liebster, ich muss dir einfach sagen, wie es um meine Gefühle steht,
denn es ist nun mal einfach so,
ich halte es keine Minute mehr aus, ohne dich.
So wie ein Satellit im Weltall kreise ich ständig um dich herum.
Und wenn ich dabei verglühe, wär’s mir egal,
denn ich halte es keine Minute mehr länger aus … ohne deine Liebe.

Mich hat’s einfach voll erwischt,
und du sollst das Beste von mir bekommen, was ich habe.
Klar, manchmal machst du mich auch wirklich traurig und verzweifelt.
Aber anscheinend will ich es ja auch gar nicht anders.

Ich hab mein Ziel klar vor Augen, mein Lieber.
Mein Liebespfeil ist nur für dich bestimmt.
Hab mir sogar extra für dich die Fußnägel lackiert,
und zwar schon gleich am nächsten Tag.

Wohin du auch gehst, ich folge dir.Gib du ruhig das Tempo vor, egal ob langsam oder schnell,
kein Problem, ich bleib einfach an dir dran.

Ja, du hast mich gepackt.
Und ich werde alles mobilisieren, um auch dich anziehen,
ich werde stärker sein als die Schwerkraft.
Das ist reine Physik, da kannst du gar nichts machen.

Was? Ähm. „Satellite“. Von Lena. Mit 10% Biebelfeld. In Ouslou. Und Sieg.

ʊ :-)

Nicht mehr so lang hin, wenn der Hype um die Restbielefelderin Lena in ʊslʊ (üb: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d5/Near-close_near-back_rounded_vowel.ogg also gesprochen ouhoslouh) kulminiert. Top Ten wäre mal wieder ganz schön angesichts des osteuropäischen Punkteverschiebebahnhofs. Ach so: Es gibt traditionell Goudaspießchen mit frischer Ananas und dazu eiskalte Jöllenbecker Steillage Grand cru mit einem Hauch Johannisberg. Die schönere und bessere Hälfte wird aber eher wohl den immer chic gewandeten Badenser Jogi Löw mit der Nationalelf („Brüh im Geiste“) sehen wollen.

Gerhard Weber wird es richten

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Als damals Gerhard Weber mit seiner Idee im verwunschenen Halle mit der stinkenden B 68 mittendurch ein Tennisstadion mit internationalem Anspruch zu bauen und erfolgreich zu betreiben, tippte sich die Mehrheit der ja als visionär, Zukunftsorientiert und als überaus kreativ bekannten Ostwestfalen an die hohen Stirnen. „Dat schafft der nie“. Heute pilgern sie ins Tennismekka, löffeln aus Plasteschälchen Erdbeeren mit Sahne und erfreuen sich an den Gesängen diverser Interpreten.

Da von Oetker eher nur heiße Luft („Wir engagieren uns nur im Jugendbereich“) zu spüren ist, wird es wohl der „Schneider aus Halle“ richten müssen. Man kann es ihm ohne weiteres zutrauen. Ebenso auch, daß er nun in einem Rundumschlag Ordnung in den Laden bringen läßt. Der Sohn beweist seit Jahren, daß man rund um Stadion und Hotel durchaus ein mittleres Imperium bauen kann, mit dem sich Geld verdienen läßt.

Das ginge wohl auch auf der Alm, bedarf aber einer entschiedenen Bereinigung der Atmosphäre und vor allem unternehmerischer Kreativität. Gerhard Weber verliert äußerst ungern und hat ganz sicher einen Matchball in der Tasche, der so manchem noch heftig um die Ohren fliegen könnte.

„Warum haben die überhaupt gekackt?“

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Die schönere und bessere Hälfte, Urbielefelderin und seit frühester KIndheit sowohl negativ wie positiv vom Arminen-Gen betroffen, („Rooooooooogggensssack, Roggensaaaaaaaaack, Roooooo………Tor“) richtete sich straff auf, vergaß die türkischen Spezialitäten und haute mal wieder ein Spruch raus, asl sie vom Ergebnis der Arminia-Abstimmung im Rathaus erfuhr: „Verdammt nochmal, warum haben die überhaupt gekackt?“. Gemeint hatte sie damit die – aus Sicht von Gerhard Weber – „lächerlichen 500 Tsd. zugesagte Hilfe“ aus städtischen Mitteln. Recht hat sie. Wenn man mit durchaus nachvollziehbaren Argumenten gegen städtische Hilfe ist, dann sollen wohl 500 Tsd. das Feigenblatt sein, das man als seltsame Koalition aus SchwatzGeldGrünDunkelrotundSonstigen zimmert, weil man ja auch „helfen will“. Das ist ebenso lächerlich wie inkonsequent.

Sie, die sie nach Hannelore Krafts vollzogener Wahllüge („Wir haben Rüttgers abgewählt“) sehr mit der SPD hadert, sagt aber auch: „Wer Karstadt – einem ebenso wie Arminia aus eigener Schuld in die Scheisse geratenen Privatunternehmen – die Gewerbesteuer erläßt, kann einem alten Symbol mit auch sozioökonomischem Charakter wie Arminia nicht die Hand ausschlagen“.

Bielefeld, die Stadt der tausend Lichter

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Die Menschen liegen sich freudentränenerstickt in den Armen und feiern im schillernden Licht
der powered-by-Stadtwerke-Illumination den Abend von dem Tag an dem der Imageträger
im Rathaus gerettet wurde ..
.

Jaaa! Das sind historische Stunden. Selbst die Kampfzone Jahnplatz ist erfüllt von
andächtig gesungenen Dank-Chorälen der nachtaktiven Jungmänner, die wissen,
dass von Stund‘ an nur noch Freude und eitel Sonnenschein herrschen weil der Untergang der Stadt
abgewendet, die Apokalypse verhindert worden ist  …

Über diesen Stadtrat lacht die Republik

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NW und das Westfalen-Blatt sendeten beide direkt von der Sitzung um die finanzielle Rettung von Arm. Bielefeld. Die Auftritte der Politiker der schildaesken Stadt spotteten jeder Beschreibung und die Argumente noch mehr. Um 18:07 Uhr reichts. SchwatzGelbGrünDunkelrotundderRest bildeten eine Superkoalition und wollen 500.000Tsd. Euro mittragen, SPD 1,85 Mio. Beides ist so oder so lächerlich. Die neue Superkoalition hofft sicher auf einen „Weißen Mann mit Geldkoffer“. Nun denn. Jetzt gibt es türkische Spezialitäten.

Schönen Abend noch.

Alm toppt Niederwall (scheinbar….)

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An sich ist die gegenwärtige Diskussion „Hier Alm – da Theater Bielefeld“ ja hirnrissig. Nur werden die Spielfiguren bei vergleichbarem Eintrittspreis sehr unterschiedlich bezahlt. Unterhalten wollen beide. Betrachten wir mal nüchtern die Besucherzahlen.

Theater: 500 Vorstellungen/anno, Besucherschnitt angenommen 450 = 225.000 Besucher pro Spielzeit
Alm: 18 Heimspiele (Liga + angenommen Pokal), Schnitt 16.500 = 297.000 Besucher pro Spielzeit

Für das Theater bringt die Möchtegern-Metropole rund 18 Mio. Euro/anno auf.
Arm. BI dürfte pro Saison mit Polizeieinsätzen/Stundung/Infrastruktur ca. 4 Mio. erfordern. Abzüglich Steuern und Umsatzerlöse.

Zugegeben, das ist Milchmädchenartig, aber irgendwie muß man mal auf eine sachlichere Basis kommen. Bringt man nun den Faktor „Bekanntheitsgrad durch Arm. BI“ wertfrei ein, dürfte klar sein, was man mit der Stadt am Teuroburger Wald verbindet. Ob überwiegend positiv oder negativ haben die Strategen von BI-Marketing ja sicher noch nie erhoben.

Der Leinewebermarkt wird übrigens bei gutem Wetter von bis zu 300.000 Leuten besucht. Das mal so nebenbei.

Ach ja: Penaltyschießen im Rathaus beginnt um 15 Uhr. Stellt die ganzen Krücken von ganz links bis ganz rechts mal alle einzeln nacheinander ins Tor. Egal, wen ihr trefft. Ganz egal. Ihr trefft so, so oder so den/die Richtigen. Es lebe die Provinz. Sie ist so grün, duftet nach Vanille und möchte alles, bloß nicht auffallen. Was sie dann aber doch tut mit grenzenloser Trottligkeit in jeglicher Hinsicht.

PS: Auf den Dächern der Alm sitzt doch eine ziemliche große Photovoltaik-Anlage. Wie wird eigentlich die Einspeisung des erzeugten Stroms in das Netz vergütet und wem?

Der unglaubliche Herr Straßberg

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Das ist der Herr Straßberg. Fürchterlich publicitysüchtiger Makler in der Bielefelder Altstadt mit Cabriohaartracht. Mal fährt er auf einem komischen Roller durch Obern- und Niedernstraße, mal ist er Lautsprecher und jetzt meint er, einen komischen Doppeldecker als Restaurant vorzeigen zu müssen. Hat zwar alles mit seinem Job als Vermittler voin Wohnungen, Geschäften und Häusern herzlich wenig zu tun, wirkt aber kolossal bei der NW. Die Frage sei erlaubt angesicht der ausufernden Berichterstattung, was die NW davon/dafür kriegt?

Jedenfalls sind der Herr Straßberg und sein Doppeldecker ein finaler Grund, den „Leineweber“ mit seinen torkelnden Menschenmassen zu meiden. Da legen wir doch lieber einen Kranz mit Schleife und Stinkmorcheln aus den Heeper Fichten an der Alm nieder.

Beliebig

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Noch über dem Aufmacher „Arminia-Drama“ plaziert die NW heute ein Foto der unglaublich flexiblen SPD-Frontfrau Hannelore Kraft in roten Schuhen. Nachdem sie zusammen mit ihrer Grünen-Kollegin das erste Gespräch in getreuer Post-Clement-Pose zu einer Farce werden ließen („Thema DDR“) “ steht sie nun am Bettrand der Rüttgerschen CDU. Wie beliebig die Schuhe der Frau Kraft umfärbbar sind, zeigt dieses Bild:

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Wenn sie dafür als kraftlose Labertasche mit am Tischchen der Macht sitzen dürfte, würde sie wohl auch gelbschwarzgestreifte Pumps anziehen. Nie war die Achtung vor Leuten aus der Politik niedriger als heute.

Weg mit beiden!

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Auah, da hat aber gestern die Stunde der provinziellen Unsympathen geschlagen, allen voran Rainer Lux (CDU), Inge Schulze (Grüne), Thomas Seidenberg (FDP) und Wolfgang Brinkmann (SPD/Stadtwerke). Welch ein wahnsinniges Verantwortungsgefühl, welch ein kurioses Bündnis aus CDU/Grüne/FDP/Linke/BfB im Stadtrat gegen OBPit Clausen. Wenn nicht heute im finalen Penaltyschießen in der Ratssitzung ein Bote von Dr. Oetker mit 5 Mio. im Umschlag auftaucht, war es das wohl noch 105 Jahren Arminia in der größen deutschen Provinzstadt Bielefeld. Aber der käme wohl eher, wenn es darum ginge, eine weitere Konzerthalle zu bauen.

Das Ganze riecht bei aller Kritik an den Führungsidioten der Arminia eher nach politischem Muff denn vernünftiger Rechnung. Angenommen, OBPits Rechnung mit „21,4 Mio. Miesen bei gescheiterter Rettungsaktion“ entspricht der bei Arminia eher raren Wahrheit, wollen das Lokalgrößen vom Schlage einer Frau Schulze wirklich verantworten? Glaubt einer aus der Gegenfraktion, es würde eine Straße, eine Kita, eine Schule hier mehr gebaut werden? Da wirken die absolut lächerlichen zugesagten 3 Mio. der „Global Players“ eher wie ein Hohn.

Es ist so, so oder so ein einziges Trauerspiel. Einzig das Fehlen des Namens Arm. Bielefeld auf den uninteressanten Plätzen der Fußballtabellen und eine Bauruine namens Schüco-Arena werden den grandiosen Namen eines Provinznestes als Lachnummer erster Güte in die Welt hinaustragen. Autobahnblitzer, Kesselbrink, Schützenfeste, Schildescher Tümpel und eine unbedingt notwendige Diogenes-Tonne für 16 Mio. und die Kaninchenausstellungen der Zukunft neben der Stadthalle werden von dem Geist künden, der durch diese Stadt weht. Man sollte oben auf dem weltberühmten Steinhaufen eine weitere Latrine ausgraben.

In Münster schütten sie sich ebenso vor Lachen aus wie in Paderborn, Osnabrück, Aue oder Hoffenheim. Fußballfans wissen, warum.

Düsseldorfer Springprozession

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und SPD-Landeschefin Hannelore Kraft wollen am kommenden Dienstag ihre Sondierungsgespräche über eine mögliche große Koalition fortsetzen. Das erste Treffen habe in einer „guten Atmosphäre“ stattgefunden, sagte Kraft heute nach rund dreieinhalbstündigen Beratungen in Düsseldorf. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sprach von einem „sehr offenen, sehr konstruktiven Gespräch“. In einer „Generaldebatte“ habe man zunächst die Gegensätze der vergangenen Jahre angesprochen, sagte Rüttgers. Ziel müsse nun sein, eine „Plattform, die von Vertrauen geprägt ist“, zu finden. So kam es über die Ticker. Nein, wat niedlich. Oder eher Kraft-los. „Ministerpräsidentin“ wolte dat Hannelörchen aus dem Ruhrpott werden. Jetzt wirds wohl Juniorminipräses unter dem eigentlich abgewählten Rüttgers. Ob das die Wähler so wollten, wo doch angeblich die Poistionen vor dem Urnengang „unterschiedlicher nicht sein konnten“ und das „System Rüttgers abgewählt werden“ sollte?

Aber was regen wir uns über die hirnlose Horde SPD noch auf? Siehe Bielefelder Stadtrat. Da trifft man schon Entscheidungen, ohne über alle Fakten zu verfügen. Vielleicht können die Sozen aber auch neuerdings hellsehen. Im Münsterschen sagt man allerdings eher „Spökenkieker“ zu solchen Leuten.

Die Kasse bleibt zu !

am 28. Mai 2010 wird der Bielefelder Stadtrat darüber beraten, ob die Stadt Bielefeld mit 6 Mio. € in die Finanzierung von Arminia Bielefeld bzw. der Alm einsteigt. Drei Aspekte daran nerven ganz besonders:

·           das erpresserische Vorgehen von Wolfgang Brinkmann, der von seinem eingebildeten Thron herab verkündet hat: „Die Stadt muss uns helfen; sie kann gar nicht anders.“

·           der Größenwahn von Kentsch & Konsorten, dessen Denkmal, die unverkäufliche Luxustribüne, jetzt die klamme Stadt übernehmen soll (und zwar von Leuten, die jahrelang das private Unternehmertum als A und O gepredigt haben)

·           die grenzenlose Ignoranz, mit der Brinkmann und andere behaupten, die Stadt müsse die Arminia unterstützen, weil der notorische Absteiger Arminia Bielefeld der einzige Imageträger Bielefelds sei.

Bitte, was? Das wollen wir doch mal sehen!

Hunderte von Bielefelder Vereinen, Initiativen und sozialen Einrichtungen (darunter mindestens 56 andere Fußballvereine) stellen mit ihrem Engagement jedes Jahr Tausende von Ausstellungen und Festivals, Kursen und Konzerten, Touren und Turnieren, Auftritten und Umzügen auf die Beine; locken Hunderttausende von Menschen an; helfen, beraten, lehren, pflegen, gestalten, organisieren usw.; machen Bielefeld zu einer lebens- und liebenswerten, bunten und menschenfreundlichen Stadt. Zeigen wir dem Stadtrat am 28. Mai auf dem Rathausplatz:

Wir sind die Imageträger! Nein, es ist viel mehr: Wir sind der Geist und das Herz von Bielefeld!

Wir lassen uns nicht von den Brinkmännern für irrelevant erklären. Wir lassen nicht zu, dass die Stadt all diejenigen bestraft, die solide gewirtschaftet haben. Genau das würde geschehen, wenn die Stadt die 6 Mio. € an anderer Stelle einsparen müsste.

Es geht nur um eine Bürgschaft; da kann gar nichts passieren? Wenn das so harmlos ist, wie Brinkmann behauptet, dann können genau so gut die knapp 12.000 Arminia-Mitglieder (12.000 * 500 €) und die Arminia-Sponsoren für das Geld bürgen. Steht doch auf und zückt eure Börsen, wenn ihr Arminen seid!

Deshalb haben wir eine Kundgebung auf dem Rathausplatz angemeldet:

Freitag, 28. Mai,  14-15 Uhr, eine Stunde vor Beginn der Ratssitzung

Einige Gruppen haben angekündigt, dort mit Werkzeugen oder Symbolen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu erscheinen (z. B. mit Musikinstumenten).

Quelle: BUND Regionalruppe Detmold

BILD immer bekloppter: Laienberichte aus dem Gericht

Jetzt geht die BILD sogar noch einen Schritt weiter und beginnt, Journalisten gänzlich überflüssig zu machen. Denn Gerichts-Berichterstattung soll künftig von Hobby-Gerichtsreportern erledigt werden. Im Springer-Blatt Berliner Morgenpost sucht das Blatt heute per Anzeige noch Hobby-Gerichtsreportern. Sie sollen öffentliche Verhandlungen verfolgen und protokollieren und die Ergebnisse dann in die Redaktion schicken. Wie fähig die Leute vor Ort sind, scheint Springer dabei egal zu sein: “Juristische Grundkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig”, heißt es in der Anzeige, die einen nicht unerheblichen Teil der Morgenpost-Zeitungsseite einnimmt. Quelle hier

Ach ja. Lieber Kai Diekmann. Wozu eine journalistische Ausbildung. Schreiben mit lediglich 500 Buchstaben wie BILD kann schließlich jeder. Wenn jetzt die Heerscharen in den Gerichtssälen sitzen und wichtigtuerische ein paar Zeilchen absondern, was ist das dann? Richtig. Man nannte solche Typen mal Blockwart oder IM in der DDR. Passt aber nahtlos zu Euren täglichen dummen Geschmiere und der Denke von Ex-Kindermädchen und Zahnarzthelferin.

Das war mal die „wirkliche Arminia“

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Quelle: Jahrhunderttrainer

Wer nicht in Bielefeld geboren und aufgewachsen ist, hat gewisse Schwierigkeiten, das Thema Arm. Bielefeld richtig einzuordnen. Verbinden sich doch mit den Almdudlern eher Skandale, Bestechungsversuche, unzählige Ab – und Aufstiege. Wie das eben so ist mit klein gebliebenen Schwachen, die eher etwas tricksend und linkend überleben. Was wiederum zu dem Städtchen passt, das nur wirklich groß ist, wenn es um die Barmherzigkeit geht, wo Bethel Weltmarktführer ist. Von oben, vom Stolz der Sparrenburg herab betrachtet, ist das Städtchen ziemlich grün, sehr oft belächelt ob seiner Provinzialität, die sich vor allem in diversen Oberbürgermeistern der letzten Jahrzehnte perfekt widerspiegelt.

Die heutige Alm aber hat wenig mit dem zu tun, was mal in den Fußballligen gefürchtet und bekannt war. Was sich heute an der Melanchthonstraße entlangwürgt ist lediglich ein müder Abklatsch dessen, was man mal „Faszination Alm“ nannte und selbst mir fernab des unbekannten Bielefeld bekannt war. Außer der Autobahn A 2 natürlich. Diese Begeisterung in der Bretterbude werden sie niemals wieder hinkriegen da oben auf der Alm. Da verband sich Fußball mit der kleinen, belächelten Provinzstadt und stellte diversen Größen ein Bein. Bis der besagte Geldkoffer aus Bielefeld das Image für immer versaute.

Der Ural-tarmine, der in seinen letzten Lebensjahren draußen im Outback das Geschehen eher sehr distanziert betrachtete und lieber Schmonzetten über die Zeit mit Uli Braun, Gerd Roggensack und Horst Koeppel raushaute, seufzte oft und häufig über „seine Amminia“.

Verständlich.

Das Kleinherzige der Metropole

Und weiter gehts mit den Kommentaren auf den Webseiten der lokalen Medien zum möglichen Herztod des „bundesweit beliebtesten deutschen Profifußballvereins“:

Christian schrieb am 27.05.2010 03:16 Uhr
Das war’s mit der Unterstützung durch die Stadt! Fairerweise muss man zugeben, dass man die Argumentation der Ablehner nachvollziehen kann. Und Schuld am drohenden Ende ist der DSC selbst, keine Frage! Allerdings ignorieren CDU und die anderen Ablehner, dass Arminia eben mehr ist als nur ein „maroder Profiverein“ (dass Arminia das AUCH ist, ist ja leider nur zu wahr). Arminia ist nun mal ein ganz großes Stück Bielefelder Geschichte und lebendiger Kultur, dieses sterben zu lassen, ist eine Entscheidung, die man vom finanziell-technischen Standpunkt aus durchaus treffen kann. Darüber hinaus zeigt die Ablehnung aber auch den engen Kleingeist, der jedem, der wie ich in BI aufgewachsen ist, nur zu gut bekannt ist, den man in BI überall fast mit Händen greifen kann. Hoffen wir also auf die Wirtschaft. Sollte Arminia wider Erwarten überleben – dann in Zukunft bitte so viel Distanz wie möglich von dieser korrekten, sauberen, solide geführten, selbst ja nie Schulden machenden kleinen und kleinherzigen Stadt!
Quelle: NW online.

Och Christian. Das Kleinherzige und Kleinkarierte ist doch gradezu ein Markenzeichen der winzigen Metropole am Teuroburger Wald. Man muß aber den ablehnenden Politikern zugute halten, daß Unternehmen vom Schlage Gerry Weber, Oetker usw. das Maul ziemlich weit aufgerissen haben und „Arminia zu einem unverzichtbaren weichen Standortfaktor“ erklärt haben. Topmanager der lokalen Wirtschaftsgrößen haben schließlich nichts anderes im Sinn, als auf der Alm die guten Haskenhoff-Bratwürstchen zu essen, Niederlagen gegen Erzgebirge Aue zu bejubeln und aus Plastebechern Krombacher Pilsken zu schlürfen. Also „Wirtschaft“, wenn Euch Arminia so lieb und wichtig ist, öffnet mal die Schatullen und tut ein paar Millionen raus. Lassen sich sicher irgendwie von der Steuer absetzen als „weiche Mitarbeiterstandortförderung“.