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Mo
12
Apr '10

Karstadt und “die Bingo-Boys”

Während durch den morgigen Kommentar des Westfalen-Blattes zur heutigen Gäubigerversammlung der durch den reichlich mit Millionen belohnten T. Middelhoff an die Wand gefahrene ArcandorQuelle-Konzern noch sowas wie leise Hoffnung schwebt, stellt die WAZ/Essen knallhart fest, wer demnächst wieder im Boot sitzt: Die Heuschrecken. Und von denen repräsentiert unser toller Thommy ja ein paar:

Anfang Dezember vergangenen Jahres zeigte sich Rolf Weidmann, der Karstadt-Beauftragte des Insolvenzverwalters, noch
erstaunlich optimistisch. Karstadt sei zu retten, sagte er. Mehr noch: Weidmann formulierte sogar Bedingungen für einen möglichen
Käufer. Zum Schnäppchenpreis sei Karstadt nicht zu bekommen. Und an “Bingo-Boys, die ein schnelles Geschäft machen wollen”, werde die Warenhauskette grundsätzlich nicht verkauft. Mit “Bingo-Boys”, so durfte man vermuten, sollten als “Heuschrecken” bekannte Finanzinvestoren gemeint sein. Nicht einmal ein halbes Jahr später ist Ernüchterung eingekehrt. Die Zweifel, dass Karstadt als eigenständiges Unternehmen mit einem neuen Eigentümer erhalten bleibt, wachsen weiter. Schließlich hatte sich
Insolvenzverwalter Görg fest vorgenommen, bis Ende April einen Investor für den Traditionskonzern zu finden. Dass sich Görg nun für den Notfall wappnet und einen späteren Verkauf ermöglicht, ist zwar strategisch klug, es deutet aber nicht gerade auf lebhaftes Interesse potenzieller Investoren hin. Pikant: Ausgerechnet “Heuschrecken” sind wieder im Rennen.

Keine guten Nachrichten für die Mädels und Jungs von der Bahnhofstraße. Aber vielleicht bekommen sie ja demnächst ihren tollen Ex-Boß Thomas M. als Häuptling eines Heuschreckenschwarms zurück. Ein paar Milliönchen gibt es da doch sicher noch in die eignen Tasche zu zocken. Es wird allzu deutlich, warum der zarte Mohnbauer damals in seinem Bauernhäuschen auf Steinhagener Gemarkung dem tollen Thommy einige Millionen in die Hand drückte und “Geh. Aber geh schnell und gleich” sagte. Was allerdings den tollen Thommy anstachelte, ein richtig dickes Opfer zu finden. Was er ja auch mit KarstadtQuelle fand.

Jeden Tag ne neue Braut :-(

bild-dir-deine-meinung.jpg

Es hagelt Einstweilige Verfügungen gegen schmierige Behauptungen des SpringerMohnschen BundesBILDungsblattes und die Zeilenschinder machen weiter. Jetzt taucht also eine neue Fastbraut in Hamburg auf und kotzt sich via BILD aus. Was das Ganze allerdings mit Journalismus zu tun haben soll, werden wir bald erfahren. Nämlich bei der Beanwortung der Frage, ob sich unsere hiesigen Blätter diese Behauptung auch zu eigen machen oder das tun, was Journalisten mit Verantwortung tun:

Ignorieren

Leider werden das die Millionen, die heute Morgen das Blättchen vom Kiosk mitnehmen, das so nicht sehen. “Wenn BILD das schreibt, wird schon was dran sein”. Womit ich endlich mal ein paar Lesern hier erklären kann, was es mit der Hetze des “Völkischen Beaobachters” auf sich hat. Exakt das war seine Methode.

Fettärschiger alter Greis

Wenn man früh am Montagmorgen mit leicht verklebten Augen und Orientierungsschwierigkeiten mit einer Mail folgenden Inhaltes konfrontiert wird, startet die Woche doch mit einem Lachen:

Was für eine wunderbare Geschichte….,

Hast du schon mal gleichaltrige Leute angeschaut und dir dabei gedacht

“Es kann doch nicht sein dass ich auch so alt aussehe”

Wenn ja….dann ist dies was für dich!

Mein Name ist Sylvia und ich saß im Wartezimmer vor meinem ersten
Termin mit dem neuen Zahnarzt.

An der Wand hing sein Diplom welches seinen vollen Namen trug.

Plötzlich erinnerte ich mich an einen großen, gut aussehenden,
dunkelhaarigen Jungen aus meiner Oberstufen-Klasse von vor 30+ Jahren.

Könnte es sich um denselben Jungen handeln den ich damals so scharf
fand?

Allerdings, als ich ihn sah habe ich diese Gedanken sofort begraben.

Da stand ein alternder Mann dessen grauen Haare ausgingen mit tiefen
Falten im Gesicht , der viel zu alt war, um mein ehmaliger Klassenkamerad zu sein.

Jedoch, nachdem er meine Zähne durchgeschaut hatte frage ich ihn, ob er auf die Albert Einstein Schule gegangen ist.

Völlig überrascht antwortete er “Ja…Ja ich war dort”.

“Wann haben Sie Abi gemacht? ” fragte ich.

“In 1975. Warum fragen Sie?” war seine Antwort.

“Sie waren in meiner Klasse”, sagte ich.

Er schaute mich etwas verwirrt an….

und dann hat mich dieser

alte,

hässliche,

fast glatzköpfige,

grauhaarige,

zerknitterte,

fettärschige,

alte Greis

gefragt….

“Und was haben Sie damals unterrichtet?”

Ein Dank ins Outback und die Weiterleitung der Mail durch die schönere und bessere Hälfte.