Archiv für den Monat: April 2010

Schwarzes Loch am Niederwall

Per Streetview durch den Niederwall: Wo Stadttheater und Rathaus stehen, klafft ein riesiges schwarzes Loch. Vielleicht auch ein weißes. Kann mir bitte mal jemand erklären, was dieser Schildbürgerstreich mit Datenschutz zu tun hat? Darf ich jetzt auch nicht mehr das Bielefelder Rathaus fotografieren und ins Netz stellen?

…Glücklich !!?! Festival

…Glücklich!!?! Festival

Date: 14.05 + 15.05
Doors: 18:30
City: Bielefeld
Location: Kamp
VVK:10,00€

VVK Stellen: Konticket + Kamp

Bilderhosting bei Imageloop

Der Mai wird zum Monat des Jahres und das Kamp wieder Zentrum des Glücks…Die Community packt nach langem Schweigen wieder tief in die Trickkiste und hat ordentlich was aus’m Hut gezaubert: …Glücklich!!?! – Das Festival. Es werden drei Bühnen von ausgesuchten Künstlern bespielt und davon –yeah, eine Premiere! – wird eine draußen im Hof sein. Jammen, Rocken, Zocken… alles dabei! Und auch die alternative Kunst kriegt natürlich wieder ihren Raum und so wird das Café zur Galerie. Hier stellen die kreativen Köpfe der Group of Ten, Herbird und Himbaer aus Neben der Bühne gibts draußen auch wieder viel Fläche zum chillen und relaxen. Zudem konnten wir eine Auswahl kreativer Textilartisten gewinnen, die ihre eigenen Kreationen präsentieren und zum Verkauf anbieten. Nelle & Reber bieten euch die Möglichkeit durch Siebdruckverfahren eure eigenen Klamotten aufzupeppen. Also packt was ein… Geplant ist außerdem eine kleine Platten- und Comic-Börse. Fett was? Natürlich wird für das leibliche Wohl gesorgt sein. Es wird leckeren sauberen Fastfood – für jedermann- geben, die schmackhaften Cocktails in gemütlicher Atmosphäre erklärt sich von selbst.

Es wird wieder feiermäßig abgedreht, gemütlich-inspirativ, rauschend und vor allem wundervoll …Glücklich !!?!

Line Up Freitag

Saal

Ikaria (Berlin/ Cobretti Records)
Soniamiki (Polen, Konin/Moanin)
Juri Gagarin (Hamburg/Audiolith)
The Von Duesz (Bielefeld)

Outdoor

UMSE (Ratingen/Tunnelblick Music)
Kornboden Crew (Spenge)
Home to Paris (Münster)
Dendeman’s Breakfast

Unter Tage

DJ Kiddo (Bielefeld)

Line up Samstag

Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang wird hier getanzt, geschwooft und sich in den Armen gelegen, und das ganze wird umrahmt von aufwendiger Deco und omnipräsenter Streetart. Lasst euch überaschen…

Saal

Dj Hell G. (Bielefeld/ Supra Recordings)
Smith & Smart (Berlin/ Smith-smart records)
Alif Soundsystem (Frankreich, Toulouse/ Mosaic Music)
DJ Raj Pannu, Coldcut (UK/ Ninjatunes)
MC Juice Aleem (UK/ Ninjatunes)

Outdoor

Kriss Cologne (Köln/Ahuga)
Kristin Shey (Bielefeld)

Unter Tage

Victor Worms & Dj Talinski

Infos zu den Bands, eine Running Order findet auf:
www.gluecklich-festival.de

Na was meint ihr ?

Sensation: Lusthansa plant Darmgasantriebe

Wenn nicht gerade der isländische Vulkan Eyjafjallajökull den Luftverkehr behindert, ist das Flugzeug als Verkehrsmittel unentbehrlich. Doch für viele Menschen wird der Aufenthalt an Bord zur Qual: Sie leiden unter Blähungen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern – umgeben von anderen Fluggästen – auch besonders unangenehm. Schnelle Hilfe gegen die Beschwerden können rezeptfreie Präparate aus der Apotheke bieten. Luft im Bauch ist normal: Pro Mahlzeit bilden sich bei der Spaltung der Nahrung etwa 1,5 Liter Darmgase. Die Menge entspricht in etwa der Füllung eines Luftballons. 1,3 Liter davon werden über die
Darmschleimhaut ins Blut transportiert und abgeatmet, der Rest verlässt den Körper durch den Darmausgang. Im Flugzeug allerdings ist der Luftdruck geringer als am Boden. Folge: Die Darmgase dehnen sich um 40 Prozent aus, es entstehen vermehrt Blähungen. Deshalb kann es hilfreich sein, bereits zum Essen rezeptfreie Präparate wie Lefax extra Lemon Fresh einzunehmen. Das Mikrogranulat ist gerade auf Reisen praktisch, da es ohne Wasser eingenommen werden kann. Es löst sich schnell im Mund auf und gelangt feinstverteilt in den Darm. Dort löst der Wirkstoff Simeticon die eingeschlossenen Luftbläschen auf und stoppt eine weitere Schaumbildung. Der Wirkstoff wird nicht ins Blut aufgenommen, sondern anschließend unverändert wieder ausgeschieden.

Anscheinend eine ganz normale Presse-PR-Meldung für ein Antiblähbauch-Präparat. Sowas wie das unsägliche, die Werbeminuten Abends verstopfende, löffelnd zu inhalierende Activia. Wenn da nicht aus gewöhnlich völlig uninformierten Kreisen behauptet wird, die Lusthansa plane die Umstellung ihrer Langstreckenjets auf Darmgasantrieb. Die mehr als 500 Passagiere fassenden A 380 seien dafür besonders geeignet. Jeder Passagier bekommt eine von Lagerfeld designte Kluft mit genau passender „Sammelbox“ und einem Schlauch rückwärtig vor dem Start. Die Schläuche werden zentral in das Speichersystem eingeschleust. Vor dem Start geben die Purser pro Person fünf kleinere Dosen Bonduelle Kidneybohnendosen aus, die umgehend gelöffelt werden müssen. Auf ein erneutes Kommando des Kapitäns Hans Dampf müssen alle Passagiere gleichzeitig Schub geben. Wie von der Tarantel gestochen, schiebt der Airbus an und hebt ab. Während des Fluges ist Weiterlöffeln der Bohnen angesagt. Einziges Problem: Der Flieger zieht eine breite Duftwolke, den sogannten Duftstream, hinter sich her. Deshalb gibt es besondere Luftstraßen. Aber auch das wird man bald im Griff haben, denn ein Bielefelder Unternehmen für Geruchsfilter arbeitet daran. Dann soll der Jet auch Start – und Landeerlaubnis in Windelsbleiche haben.

Neulich grüßte ein Witzbold die Crew mit einem lustigen: „Pup ab“. Er wohnt im Outback der Metropole in einem Örtchen, das Helpup heißt.

Time Magazine läßt Kaiser Angela I. tief fallen

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…the people who most affect our world“ nennt TIME die jährliche Liste der „100 einflussreichsten Persönlichkeiten“. Gehörte die so intensiv von der regierungstreuen Medien des Lands aus der SpringerMohnBurdaVonHoltzvbrinck-Ecke noch 2009 zu den 25 Wichtigsten, ist sie diesmal gleich ganz von der Liste radiert. Sollten unsere neoliberalen Vordenker so geirrt haben oder sieht TIME nur ganz nüchtern, daß Trude Templin so gut wie keinen Einfluß mehr hat?

Auf der Liste fehl OBPit. Wär das zuviel verlangt?

Stadtwerke-Chef unterbeschäftigt?

Cherusker schrieb am 30.04.2010 08:39 Uhr

Na prima. Herr Brinkmann wird neuer Präsident. Dann wären ja mit ihm, Herrn Lauritzen und Herrn HIndrichs die drei Hauptakteure, die auf der letzten JHV die Strippen gezogen haben, zusammen an der Macht. Nachdem ihnen beim letzten mal der Daudel noch um die Ohren geflogen ist, gehen sie diesmal sehr viel subtiler vor. Irgendwie erinnert mich das an Silvio Berlusconi. Die scheinen ein gemeinsames Demokratieverständnis zu haben. Wieso man das riesige Potenzial an Kreativität, Einsatzbereitschaft und ehrenamtlicher Tätigkeiten der (noch) über 11.000 Mitglieder so schnöde mit den Füßen tritt kann ich jedenfalls nicht verstehen. Meine ehrenamtliche Arbeit für den DSC ist jedenfalls hiermit ab sofort beendet.

Das Kommentar-Forum bei der NW zum Thema „Wahl des neuen Arminia-Präses“ wird schon fleißig bedient. Nun also Wolfgang Brinkmann. Der eigentliche (rote) Fürst der Glitzermetropole. „Hans Dampf in allen Gassen“. Strippenzieher par Excellence. „Run and Rollday-Ostwestfalendamm-Sperrer“. „Nacktansichten-Sponsor“. Und jetzt noch Präsident des DSC Arminia Bielefeld? Wie viele der über 11.000 Mitglieder des Vereins möchten den smarten Herrn wirklich? Eigentlich sollten seine vielen Ämter und der Job als Häuptling der Stadtwerke den Mann ausfüllen. Eigentlich. Aber manche treibts eben, jede Chance der Selbstdarstellung zu nutzen. Ob geeignet oder nicht.

Westfalenblatt nur brüllend naiv?

Man muss nicht Kassandra heißen, um hinter jeder guten Nachricht auch eine Gefahr zu wittern. Die trojanische Königstochter war in der Antike bekannt für ihre Schwarzseherei. Den Sieg der griechischen Belagerer konnte sie jedoch trotz ihrer fortwährenden Warnungen nicht verhindern. Heutige Kassandras melden sich vor allem dann zu Wort, wenn die Bundesagentur für Arbeit mal wieder ihre neue Monatsstatistik vorlegt. Seit Beginn der Krise sind die Zahlen stets besser als die Prognosen der weisen Volkswirte. Regelmäßig rufen dann die Schwarzseher: »Aber das nächste Mal ist die Arbeitslosenzahl höher.« Bislang behielten sie nicht Recht. Zum Glück! Dabei haben sie gute Argumente: die beängstigende Lage im Maschinenbau. Unsichere Perspektiven für die Autoindustrie. Die Lage der Staatsfinanzen. Der rückläufige Export. Die Kosten für Kurzarbeit und ihr abzusehendes Ende. Es wäre gut, wenn die Kassandras für eine Minute innehielten. Die Zeit ließe sich nutzen, um den Regierenden für ihre Umsicht und Unternehmern für ihre – sehr wohl eigennützige -Treue zum Personal zu danken.

Man muß sich fragen, ob der Kommentar des Westfalen-Blattes bewußt oder unbewußt erschreckend naiv ist. Die monatlichen Arbeitsmarktzahlen, die in so leuchtenden hellem Licht gezeichnet werden, werden nicht von irgendeiner Kassandra ausgewürfelt sondern nach dem Duktus der Politik geschönt, umgewidmet, etwas passend gemacht und so hingedeichselt, daß man in Berlin und Düsseldorf sagen kann: „Was wollt Ihr denn, es geht aufwärts“. Leute, die sich von Berufs wegen mit der Materie intensiv beschäftigen, gucken da schon hinter die Potemkinschen Mauern. Und siehe da, Dr. Joachim Jahnke, der sich mit globalen Entwicklungen befasst, sieht da für Deutschland etwas ganz Anderes:

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit lassen Zeitphasenvergleiche und damit eine Beurteilung der Entwicklung kaum noch zu, weil immer neue Veränderungen und Manipulationen in der statistischen Basis erfolgt sind. Diese „Statistik“ ist inzwischen die bei Weitem verlogenste, die amtlich in Deutschland erstellt wird (siehe dazu Teil 8 unten).

Liebes Westfalen-Blatt. Das alles hat nichts mit Kassandra zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit Manipulation. Allerdings ist das keine Erfindung von SchwarzGelb allein, da hat schon der kleinste größte Kanzler alles Zeiten, jener GAZgerd, dranm rumfummeln lassen.

Der Mai wird kommen

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Gelber Blumenkontent? Klar. Muß an diesem Tag vor dem 1. Mai 2010 sein. Symbolisch. Ein schicksalshafter Monat wird anbrechen. Mit brennenden Autos („Ohhhhhh diese extremistischen Chaoten“), einer NRW-Wahl zwischen Pest, Cholera und Schweinegrippe, zu der wir hier mal grad unsere Prognose abgeben und einer Hauptversammlung bei Arm. Bielefeld:

CDU 36.5 %
SPD 34%
FDP 6,9%
Grüne 12,5%
Linke 6%
Sonstige 4,1 %

Wahlbeteiligung: 56%. Stärkste „Partei“: Die Nichtwähler.

Schauen wir mal, was unsere geliebte ARD per Infratest Dimap vorhersagt:

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl ist der Wahlausgang in Nordrhein-Westfalen offen. Die CDU kommt in der Sonntagsfrage der ARD-Vorwahlumfrage auf 37,5 Prozent der Stimmen. Die SPD erreicht 33 Prozent. Die FDP kommt auf 7,5 Prozent, die Grünen erreichen 12 Prozent. Die Linke liegt bei 5,5 Prozent. Damit hätten weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün eine Mehrheit der Stimmen.

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen telefonisch befragt. Von den nach der Wahl denkbaren Koalitionen wird Rot-Grün am besten beurteilt. 47 Prozent sind der Meinung, dass eine rot-grüne Koalitionsregierung aus SPD und Grünen gut für Nordrhein-Westfalen wäre. 39 Prozent finden, eine große Koalition aus CDU und SPD wäre gut für Nordrhein-Westfalen. Eine Fortführung der schwarz-gelben Landesregierung aus CDU und FDP bewerten 35 Prozent als gut für NRW. Nur 23 Prozent finden, eine schwarz-grüne Koalition aus CDU und Grünen wäre gut für Nordrhein-Westfalen. Eine rot-rot-grüne Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei wird noch schlechter beurteilt. Nur 17 Prozent finden, dass dieses Bündnis gut für NRW wäre. Fast zwei Drittel der Nordrhein-Westfalen (64 Prozent) sind der Ansicht, die SPD sollte grundsätzlich ein Bündnis mit der Linken ausschließen. 29 Prozent finden, dass die SPD eine Koalition mit der Linken ernsthaft prüfen sollte, wenn sich nach der Wahl eine entsprechende Mehrheit ergibt. In der Direktwahlfrage liegt NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gleichauf mit seiner Herausforderin Hannelore Kraft. Könnten die Nordrhein-Westfalen den Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 41 Prozent für Jürgen Rüttgers und ebenfalls 41 Prozent für SPD-Chefin Hannelore Kraft entscheiden.

Aha. „1000 Wahlberechtigte telefonisch befragt“. Darunter ist sicher niemand, der seinen Anschluß fürs Telefonbuch gesperrt hat, ausschließlich – wie viele junge Leute – per Handy telefoniert und auch sonst schwer an den Festanschluß zu kriegen ist. Was sagt uns das über die „repräsentative Aussage“? Kannst vergessen. Wie den Hamburger SV. Der hat nicht nur Bruno Labbadia verloren sondern gestern Abend im Halbfinale auch die Europaliga. Dumm gelaufen und eine Parallele zu Arm. Bielefeld. Der präsidilale Lautsprecher, der alles richtig macht, heißt da Hoffmann….

Avanti Dillettanti. Die Nacht wird lang. Jetzt werden erstmal Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, England, usw. per Scheckbuch auf unsere Steuerzahlerkosten gerettet. Damit die Spekulanten und die Bankkasinos ruhiger den 1. Mai erwarten können.

Wer ratet die Ratingagenturen?

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Nun also auch Spanien „runtergeratet“. Wobei man durchaus kritisch zum inflationär gewordenen Tun der Ratingagenturen eingestellt sein sollte. Oder glaubt jemand naiv, die Damen und Herren seien völlig unabhängig? Ein ehemaliger Bielefelder Spitzenbanker sagte neulich dazu: „Da stecken massive amerikanische Interessen dahinter“. Eben. Und dazu gehört auch ein Euro, der massiv unter Druck steht. Wer weiß das besser als wir, die wir hier am Teuro leben?

Wie hatten die tollen Rater von Standard & Poors die wunderbaren Lehman – Brothers noch ganz kurz vor dem Big Bang geratet? Mit A. Also unbedenklich. Angesichts der gigantischen Pleite ein mehr als bemerkenswertes Rating.

Laßt uns kotzen gehen

Vielleicht sind es späte Nachwirkungen von der Bundestagswahl. Aber alles Einsetzen für Volksentscheide und mehr Demokratie wird hohl wenn man sieht, wie leicht die meisten Menschen sich von Propaganda beeinflussen lassen und wie die flache, nutzlose Berichterstattung der Medien den winzigen Raum ausfüllt, den Otto Durchschnittsbürger noch für Politik reserviert hält. Die Meinungsbildung zur Griechenlandkrise ist ein einziger Witz. Niederste Stammtischparolen werden aus der Politik aus durchsichtigen wahltaktischen Gründen aufs Wahlvolk niedergelassen, und anstatt ein paar ökonomische Zusammenhänge zu erklären gebähren sich die Medien als Multiplikatoren und machen der BILD-Zeitung in totaler Niveaulosigkeit Konkurrenz.

Der „Oeffinger Freidenker “ hat auf seinem Blog ausgedrückt, wie die Befindlichkeiten derzeit sind. Politische Niveaulosigkeit, hysterische Medien mit Griechenland – Unwahrheiten, Ausverkauf bei Arm. Bielefeld und keine der vollmundigen Ankündigungen „Der Wirtschaft“ trifft ein, schlechte Zahlen bei den hiesigen Unternehmen.

Aber über allem schwebt ein wahrer Engel: Der stille OBerbürgermeister der Glitzermetropole, die sich mal wieder um die Ausgestaltung des Kesselbrink streitet. Wie viele Tage ist er jetzt im Amt? So lange kann es doch nun wirklich nicht dauern, bis der Bollerwagen endlich geschmiert ist.

In der Zwischenzeit gehen wir schon mal ein bißchen kotzen. Gründe gibt es genug. Vielleicht hat die Befindlichkeit aber auch nur mit dieser Selbstbeweihräuherung des boulevardeskeren Lokalblattes zu tun. Man bekommt zwangsläufig Schwindelanfälle:

Eine starke Stadt hat
eine starke Lokalzeitung. Uns.

„Uns“ ist die NW:

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Polizei bei Saubermanns

Die ersten Polizeiwagen kamen kurz nach acht Uhr morgens: Steuerfahndung und Bundeskriminalamt durchsuchen bundesweit mehr als 230 Objekte wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Auch in der Deutschen-Bank-Zentrale in Frankfurt rückte ein Großaufgebot an.

Ach. Die Butze des sauberen V-Manns Ackermann wird durchsucht. Wie kann das angehen nach der Party im Kanzleramt mit Kaiserin Angela. Oder soll den Bürgern vor der NRW-Wahl nur so ein bißchen demonstriert werden: „Das Gesetz gilt manchmal auch für Ackermanns Bank“? Da hätte man auch Zujmwinkels Klaus noch einmal aus Italia herankarren können….

15 Sekunden Stille auf dem Jahnplatz

Am heutigen Tag gegen den Lärm wird um 17:15 Uhr der Verkehr auf dem Jahnplatz für 15 Sekunden angehalten. Die aktuellen Lärmwerte werden gemessen und auf einem großen LCD-Monitor angezeigt. die TeilnehmerInnen werden eine Menschenkette von der Bahnhofstr. bis zur Niedernstr. bilden. Sie werden weiße Handschuhe tragen und das psst-Symbol machen.

414.000 €. Einfach „durchgewunken“

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Woanders sagt man zu so einem Stadtrat „Elferrat“. Und läßt ihn nur in der närrischen Zeit tagen. Narrhallamarsch. Tusch. Kamelle. Jetzt haben sie die 414.000 € Mehrkosten für die U20-Frauen-WM in der Metropole ziemlich stillschweigend durchgewunken, die Damen und Herren mit den großen leeren Köpfen. Da ist guter Rat eben nicht teuer, wenn es um die Krone und Nachfolge von Schilda geht. Da hat die Glitzermetropole am Teuro allerbeste Aussichten auf den WM-Titel und einen ganzen Niederwall Vorsprung. Könnte man ja verbinden mit den „weltweit gesendeten Bildern von der Alm“. Huch. Das ist Stadtmarketing vom Allerfeinsten. Erstmals nämlich erlauben DFB und FIFA im unteren Drittel des TV-Bildes, da wo immer Tore und Schützinnen angezeigt werden, eine Dauerwerbeleiste mit „Bielefelder Ansichten, Aussichten und eingeblendet den aktuellen Schuldenstand der Metropole“. Außerdem soll es eine Tombola geben, moderiert von OBPit: „Gutes unter der Sparrenburg“. Hauptgewinn: Eine Nacht als Burgfräulein oben im Steinhaufen unter den drei Sparren. OBPit und die RitterInnen der Ampelrunde vom Rat werden persönlich den Nachttrunk überbringen und gesponserten Pudding von Otti Doetker anrühren. „Vanille-Mandel-Sand“ für Damen, „100% Pur Choc für Herren“.

Das Motto der WM-Spiele in der Sparrenstadt steht auch schon: „Lustige Spiele unter drückenden Schulden. Hurra, wir hams ja“. Es tritt das Ballett des städtischen Rates auf. Inge S. gibt das verwunschene Grünchen in schneeweißem Tutu. Der Ritter im gelben Gewams umgarnt sie gar köstlich. Wer nicht weiß, was ein Tutu ist, bitteschön.

Bayern die Champions League…

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Dieser wunderbare Herr Olic. Drei Tore gegen Olympique Lyon. Was braucht es da einen Ribery?

… Schalke die Deutsche Meisterschaft, Werder Bremen den Pokalsieg und für Arm. Bielefeld haben wir auch noch neben dem Titel „Ostwestfalenmeister“ einen:

„Deppigster Verein der Saison“

Anstatt mal öffentlich zu fragen, wo die 6 Millionen Unterdeckung denn nun in der Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne stecken, versuchen die Amateure von der Melanchthon-Straße nun die Spieler zu verkaufen, die ein bißchen Kohle bringen. Noch mal die Fage: Was hat „Die Wirtschaft“ vor? Oder hat sie gar nichts vor? Nur „Pur choc“ und Show?

Guck mal, HRH, das ist so….

“Aber was ist denn die Alternative? Rot- Rot-Grün! Da – möchte – ich – unser – Land – vor – bewahren;
Das hat unser Land nicht verdient, dass in unserem Land 20 Jahre danach Sozialisten und Kommunisten wieder etwas zu sagen kriegen.”
… sagt die Blendgranate und politische Verbalspucker Guido W. auf „Feynsinn„.

NW und WB können nicht über „Linksradikale Verfassungsfeinde“ (Minipräses Rüttschers hat sich nach den rumänischen Wanderarbeitern als Feinbild auf „Die Kommunisten“ eingeschossen) berichten. Wo kommen wir da hin. Das wäre ja fast mediale Demokratie und eine Abkehr von den SpringerMohnschen Hetztiraden und die können unsere etablierten und meist gekaufen Parteikretins nun gar nicht gebrauchen. Sagen wir es mal ganz kraß: Wer für den Einsatz der Bundeswehr in einem extrem zweifelhaften Krieg ist, ist nicht wählbar. Punkt.

Allerdings kommt auch Freude in unsere Region: Der nächste Landesparteitag der FDP soll in Deppendorf abgehalten und weltweit übertragen werden. Die FDP wird dann ihr neues Konzept für den Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtatg vorlegen. Mehr Mövenpick für die „Oberen Tausend“. Malaga-Nuß, das schleckt der spätpubertierende Aussenminister so gern.

Lahmes Duell

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Soso. „Auf Augenhöhe“ titelt die NW zum Duell von Jürgen und Hannelore. Er, der speziell für diesen Abend die Luxusausgabe von Inge Meysels Dritten eingeschoben und mindestens ein Kilo Kreide gefressen hatte, bringt die altbekannten Plattitüden.

„Wir haben fünf Jahre lang hervorragend regiert“.
„Wir sind ganz nah bei den Menschen“.
„Wir nehmen die Menschen mit“.
„NRW ist so ein tolles Land“.

So richtig aus der Ruhe bringen konnte der Arbeiterführer die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin allerdings nicht. Selbst die finale Frage – darauf hatte Jürgen fast eine Stunde gewartet – echauffierte sie nicht sehr: „Sie wollen mit den linken Extremisten, den Verfassungsfeinden regieren“. Ähmmm, nun ja… Hannelore darauf: „Die Linke hat kein Konzept und ist nicht regierungsfähig“. Da klapperten die speziell gebleachten Meyselschen Dritten aber gewaltig: „Dasch glaube isch Ihnen niss“.

Kann sein, daß der Verfassungsschutz die Falschen beobachtet, während die anderen einen Ministerpräsidenten wie Sauerbier gegen Kohle feilbieten.

Man greift sich an den Kopp

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NW-Sportredakteur Uwe Kleinschmidt schreibt heute noch relativ zurückhaltend über eine weitere Posse des so grauslig amateurhaft geführten Zweitligavereins Arm. Bielefeld. Nachdem man ja meinte, Dammi „entmachten“ zu müssen, gehts beim Thema Transfers und Spielerverkäufe offensichtlich drunter und drüber. Roland Kopp, einer der ehemaligen fußballerischen „Größen“ der Almdudler, Besitzer eines Sportladens, eines Fußball-Doms in Detmold und auch noch „Spielerberater“ darf das jetzt zurechtfummeln. Womit man seinem Spitznamen „Fummelkopp“ die Ehre erweist.

„Die Verunsicherung ist nur an Indizien zu erkennen“, schreibt Kleinschmidt. Im Klartext: „Keiner weiß Genaues nicht“. Wie sich das für den Katastrophenverein Arm. Bielefeld gehört. Und was macht „die Wirtschaft“? Hält sich vornehm still im Hintergrund und wartet wohl die Insolvenz ab, um aus den Resten dann den finalen „Werksclub Schüco“ für die 3. Liga zu basteln.

Manchmal ist die Bielefelder Provinz so grausam erschütternd, daß man Anhänger des SC Paderborn oder des VfL Osnabrück werden könnte. Am 5.5. ist außerordentliche Mitgliederversammlung der Arminia…..

HS-Flau

tolle nachfolger im gespräch. in hamburg wohnt eigentlich der beste trainer der republik. sollten mal bei st.pauli vorbeischauen. ja, ja schon vor jahren sangen wir mal hs-flau, hs-flau.

… schreibt heute ein Kommentator auf t-online zum Rauswurf von Bruno Labbadia beim HSV. Inkonsequent und vergleichbar mit Arm. Bielefeld. In Hamburg gibt es einen gewissen Herrn Hoffmann. Der große allmächtige HSV-Boß. Kann alles. Weiß alles. Macht alles richtig. Meint er. Aber Trainerkarusselle gibt es eben nicht nur bei Arm. Bielefeld. Vielleicht ist der ehemalige Arminen-Stürmer und heutige Trainer Labbadia eine Spur zu arrogant, aber zumindest im Falle HSV wurde er locker übertroffen. Aber ganz locker. Aber Hamburg hat ja bald mit Aufsteiger St. Pauli einen Knaller an der Elbe. Und der Etat des Vereins vom Millerntor ist gegen den HSV gradezu winzig. Ist eben nicht jeder ein Magath, der sogar Billigstkoteletthauer und Selbstdarsteller Tönnies bei Schalke in die zweite Reihe verbannt hat.

Früh fleißig

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So. Den Behördenkram hat er hinter sich. Jetzt kann gebaut werden. Wo, kann man nur ahnen. Aber 30 alte Bäume wie ein Investor am alten Forsthaus an der Dornberger Straße wird er nicht bei Nacht und Nebel abgeholzt haben.

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Folgen wir mal dem heutigen Aufmacher der NW. Angst haben sie, die Deutschen? Dann freut Euch auf die Zeit nach dem 9. Mai, dann brechen nämlich so, so oder so alle Dämme. Egal wer die NRW-Wahl gewinnt. Dann sprechen unsere Damen und Herren „Klartext“, wird das ganze Desaster auf den Tisch gepackt und oben drauf noch das neue Griechenland-Paket. Bielefeld ist ohnhin schon fast traditionell pleite, da kommt es auf ein paar Millionen Miese mehr oder weniger auch nicht mehr an. Laßt die Schulen noch ein wenig mehr vergammeln, erhöht die Nahverkehrspreise und erhebt Eintritt für den Naherholungspark „Kesselbrink“.

Aber Angst braucht Ihr nun wirklich nicht zu haben. OBPit wacht doch Tag und Nacht mit seiner Ampelgang über Euch.

Die Angst der Westfalen-Blättler

Auch wenn einige den Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen als zu lasch empfinden: Selten zuvor war eine Wahl so spannend und selten zuvor ging es um so viel. Das Thema Bildung spielt 13 Tage vor dem Wahltermin eine Hauptrolle: 13,5 Millionen Menschen entscheiden darüber, ob es künftig wie bisher ein Schulsystem mit Haupt-, Realschulen und Gymnasien oder eine Einheitsschule gibt, wie von der SPD favorisiert. Die NRW-Wahl ist auch deshalb so wichtig, weil sie gravierende Auswirkungen auf die politischen Kräfteverhältnisse in Berlin haben kann. Sollte Schwarz-Gelb verlieren, hätten CDU/CSU und FDP auch keine Bundesratsmehrheit mehr. Kurz vor der Ziellinie hat die SPD – nicht zuletzt auch wegen der Sponsoraffäre der CDU – etwas aufgeholt. Zwar gibt es im Land keine spürbare Wechselstimmung wie es 2005 der Fall war, aber dennoch präsentiert sich Hannelore Kraft siegessicher. Wenn aber ihre Koalitions- und Regierungsmöglichkeiten mit der Linkspartei zur Sprache kommen, ist sie plötzlich wie ausgewechselt. Aus der Politikerin wird dann schnell eine Frau, die nervös, unsicher und wortkarg wirkt. Die SPD-Frontfrau hat ein großes Glaubwürdigkeitsproblem, wenn sie einerseits betont, die Linkspartei in NRW sei weder regierungs- noch koalitionsfähig und andererseits partout nicht ausschließt, nach dem 9. Mai nicht doch gemeinsame Sache mit der Linken machen zu wollen. Da werden Erinnerungen an Andrea Ypsilanti wach. Sollte die Linkspartei in den Landtag einziehen (Umfragewerte um die sechs Prozent) und gleichzeitig weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb eine Mehrheit haben, dann könnte tatsächlich alles auf Rot-Rot-Grün hinauslaufen. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers muss zwar auch um jede Stimme kämpfen, aber er kann angesichts seriöserer Koalitionsoptionen (FDP oder Grüne) etwas gelassener sein. Seine Bilanz kann sich zudem sehen lassen. Unter Rüttgers‘ Führung hat sich beispielsweise der Unterrichtsausfall halbiert. 8000 neue Lehrerstellen wurden geschaffen. Die Schulpolitik von Schwarz-Gelb hat zu zahlreichen – auch zum Teil dringend nötigen – Veränderungen geführt. 74 000 zusätzliche Kitaplätze für unter Dreijährige von 2005 bis 2010, 264 000 mehr Ganztagsschulplätze im Schuljahr 2010/11 – diese Zahlen sprechen für gute Bildungspolitik. Dennoch wird es vermutlich ganz knapp werden. Auch Vertrauen wird eine Rolle spielen bei dieser Wahl. Zum Thema Vertrauen sagt Jürgen Rüttgers gerne: »Wichtig ist, dass Politiker sagen, was sie tun und tun, was sie sagen.« Ein Schelm, wer dabei an Frau Kraft denkt.

»Wichtig ist, dass Politiker sagen, was sie tun und tun, was sie sagen.« Ein Schelm, wer dabei an Frau Kraft denkt. Ach, liebes Westfalen-Blättchen. Da habt Ihr ja noch mal ganz schnell an die Schmutz – und Hetzkampagne im Kochschen Hessen angeknüpft, was? Wurd aber auch Zeit, bevor die „Kommunisten“ an Rhein – und Ruhr mitregieren könnten. Dann doch lieber sowas wie den Arbeiterführer im Verein mit der Mövenpick-Partei, damit final gelingt, woran Ihr so emsig arbeitet: Wenigen fast Alles, Vielen fast nichts. Und was übig bleibt, schieben wir gschwind nach Athen.

Zehn Arminen trotzen elf Fortunen

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Das heutige 1:1 auf der Alm hat Fortuna Düsseldorf mit ziemlicher Sicherheit die letzten Hoffnungen auf den Relegationsplatz vermasselt. Der Schüco-Werksclub bot eine anständige Leistung vor 16.000 Zuschauern.

Durch den Patzer des FC Augsburg beim FSV Frankfurt ist der Aufstieg des 1. FC Kaiserslautern perfekt. Glückwunsch an Euch, die Ihr jetzt da seid, wo der Stolz des Teutoburger Waldes eigentlich sein wollte.

Weiß-blau

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Die Felsenbirne gibt alles und hämmert ein weißes Blütenmeer in den azurblauen ostwestfälischen Himmel. Beste Voraussetzungen für Arm. Bielefeld im Mittagsspiel gegen Fortuna Düsseldorf dem benachbarten SC Paderborn zu zeigen, wer die fußballerische Lufthoheit hier hat. Nur gut, daß Preußen Münster Ligen tiefer spielt. Dafür kommt der VfL Osnabrück wohl wieder hoch. Nur die nervenzerrenden Duelle mit Rot-Weiß Ahlen werden nächste Saison fehlen.

Viele Worte und nichts gesagt

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Soso. Gestern noch bei einer peinlich-verlogenen inszenierten „Tote Helden aus Afghanistan“ – Feier in Ingolstadt mit Ober-Pathet Guttenberg und Westerwelle, jetzt in OWL. Die Kaiserin von Takatukaland ist also da. Die Frau, die jetzt Steuermilliarden, die Deutschland nicht hat, nach Griechenland schiebt. Damit „systemrelevante“ deutsche Spekulantenbanken da nicht einknicken. Und sie lobt im Interview mit dem Westfalen-Blatt die Politik des Arbeiterführers Rüttgers in NRW. Was soll sie, die sonst schon nichts tut, auch tun. „Die Menschen wollen Jürgen Rüttgers, die Menschen wollen Schwarz-Gelb“ verkündet sie gegen alle Umfragen und Stimmungen. Tolle Frau. Aber Urban Priol aus der „Anstalt“ spielt sie einfach besser. Dann mal so: „Yeaaaaaaaaaaaaaaahhhh“.

„…schaut auf das Ende der Welt, Bielefeld“

Die Welt blicke spätestens zum Finale auf Bielefeld, deshalb lohne die Investition. Des Weiteren gäbe es auch keine Alternativen. Die Stadt muss jetzt statt der geplanten 400.000 rund 800.000 Euro zahlen. Denn Arminia Bielefeld kann sich wegen der aktuellen Finanzprobleme nicht wie vereinbart an den Kosten beteiligen. Sagt OBPit zur Verdoppelung des städtischen Kostenanteils der Frauen-WM U20. Nur mal so wegen der Dimensionen: Kann sich noch jemand erinnern, wann, wo und wie oft die deutsche Herren U 23 in Schweden um höhere Weihen gespielt hat? Eben. Und so ist das auch in der Glitzermetropole an der reißenden Lutter. Kein Geld für nichts, aber „die Welt blickt auf Bielefeld“. Ach, Pitti, Du bist schon so ein Huschi. Hat der höchste Repräsentant der Stadt am Teuro schon einmal zu einer einzigen Investion gesagt, sie lohne sich nicht? Dafür werden dann Anliegergebühren mal locker vervierfacht und so ziemlich alles verteuert.