Archiv für den Monat: März 2010

Dann pixelt BLÖD eben….

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„Och“ hat sich gestern Abend wohl der Oberzeilenschinder der Nation vom volksnahen Springer-Hetzblättchen gedacht, „die Tante vom Diekmann kenn ich zwar nicht, weiß auch nicht wie die aussieht, aber da pixeln wir eben mal ne Blonde“. Gesagt. gedruckt und an die Kioske gehängt. In den Prekariatskantinen mit dem Blatt vorm halbleeren Hirn dann die Sprüche „Eh, die kenn ich doch. Das ist doch Chantal aus Jöllenbeck“.

Genial, was der SpringerBertelsmannMohn-Clan so unter „journalistischer Qualität“ versteht. Wenn man nix hat, pixelt man eben. Tun Paparazzispanner ja auch. Hat eigentlich die Angetraute vom Diekmann, die so sehr von der NW geliebte vielfache Mutter, Bücher wie Puffreis schreibende ehemalige Klatschtante des „Völkischen Beobachters“ schon was losgelassen? Kommt sicher noch.

Die Kameliendame braucht noch

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Der Mann in den grünen Gummistiefeln vom Botanischen Garten oberhalb Ostwestfalendamm und Johannistal wird ebenso recht behalten wie die zierliche Gärtnerin mit den japanischen Gesichtszügen, die mit den letzten Korrekturen des strengen Winters im japanischen Garten in Gadderbaum beschäftigt ist: Die Kamelia japonica wird nicht ganz zeitlich zu den Jahren zuvor aufblühen. Wir beschrieben ja jedes Jahr tapfer dieses rote Wunder.

Also auch dieses Jahr. Aber so 14 Tage wird es mindestens noch dauern.

Mit Matratzen gehen die hier anders um

Deutschlands größtes Marktforschungsunternehmen, die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK, hat festgestellt: Im ersten Halbjahr 2009 hatten insgesamt 46 % aller Käufer einer neuen Matratze ihre alten Matratzen länger als zehn Jahre genutzt, darunter ca. die Hälfte sogar länger als 15 Jahre und einige über 20 Jahre. „Besonders bei preiswerten Matratzen und Lattenrosten können die Liegeeigenschaften schon viel früher nachlassen“, sagt Detlef Detjen, stellvertretender Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. „Nach 7-8 Jahren sollte eine Matratze ausgewechselt werden,“ meint auch Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist von der Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen, München/Taufkirchen. „Das liegt an der Ermüdung der Materialien sowie an Veränderungen im Schlafverhalten des Einzelnen. Wenn sich etwa durch Gewichtszunahme oder auch durch Trainingsmaßnahmen die körperliche Konstitution ändert, kann es sein, dass die Matratze nicht mehr zum Körper passt und ihn nicht mehr angemessen unterstützt,“ so Schneiderhan.

Es gibt ja Pressemeldungen, die bricht man spontan auf das Hiesige runter. Wenn man ob der blendenden Schönheit der Glitzermetropole demütig und halboffenen Auges durch die Straßenschluchten fährt oder streift, sieht man ein Matratzenetablissement am andern. Matratzenlager, wohin das Auge reicht. Ob Bielefelder und OWLer ihre Unterlagen fürs dekadente im Leben jährlich austauschen?

Ob Guido schon dekadentiert?

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Der kreischende Mensch von der gelben Partei ist irgendwie aufgesogen, aber die Leserbriefe beschäftigen sich immer noch mit den krausen „Ideen“ des Mannes. Nun fragt man sich ja ob der verbalen Lautsprecherei, ob er keine Kraft mehr hat, auf dekadentem Kuschellager mit dem Liebsten Weintrauben nascht, in den Archiven der Geschichte nach einem Bild der angeblich jahrzehntelangen Exfreundin eines Wetterfrosches sucht oder einer Erfahrungsgruppe „Mit Hartz IV in die Wohlstandsvöllerei“ beigetreten ist.

Wahrscheinlich nimmt er aber auch nur beim Emser Halspastillenlutschen Anlauf für die finalen Tage vor der NRW-Wahl und übt den eingesprungenen Kasatschok mit zehn Parteispendern gleichzeitig.

Schwick tritt zurück … endlich!

Außerordentliche Pressekonferenz beim DSC: Sponsoren im Aufsichtsrat
Künftig werden die Vertreter von drei Sponsoren im Aufsichtsrat sitzen. Wer dies sein wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall sollen Verein und GmbH weiter entflochten werden.

Eine wichtige Veränderung wurde zudem bekannt gebeben: Das Präsidium soll nicht mehr von der Mitgliederversammlung, sondern vom Verwaltungsrat gewählt werden

Das ist ein großer Hammer. Entmündigung total. Freie Wirtschaft halt, aber es scheint nicht anders zu gehen beim DSC. Muss man halt den Knüppel raus holen.

Und was sagt der alte Sack dazu, das er nicht mehr im Anstosskreis beerdigt wird?
„Ich habe eine Lebensentscheidung gefällt“, so Schwick. Im 20. Jahr beim DSC habe er bereits eine Abschiedsrede gehalten.  „Jetzt muss es genügend sein.“ Mit der sportlichen und finanziellen Situation habe das nichts zu tun.

Genügend in den Dreck gefahren, 20 Jahre, OK, ist ein Dank wert, das war es dann auch!!!!

Zum Nachlesen: HIER

Unternehmer Dirk U. Hindrichs will kein Amt übernehmen. „Die finanziellen Probleme sind noch nicht gelöst. Der Verein muss noch eine ganze Menge machen,“  …

Nachtrag:

Ein vllt. passender Kommentar dazu aus dem Netz „Ich werde einmal für alle Arminen Fans übersetzen. 1. Der Verein ist Pleite. 2. Damit Arminia überhaupt eine Lizenz bekommt engaieren sich die Unternehmen Schüco, und X und Y. 3. Damit Sie wissen, was mit ihrem Geld geschieht platzieren sie Leute im Aufsichtsrat. Bei anderen Vereinen ist das Normalität. 4. Das Engagement von Schüco und X und Y läuft max. zwei Jahre. 5. Die großen Unternehmen in OWL haben kein Interesse am Verein. Warum auch.“

Die letzten Arminia-Tage von H-H S sollen anbrechen….

Die Clubstrukturen sollen geändert werden. Schwick wird sein Amt bei der kommenden Jahreshauptversammlung am 6. Juni zur Verfügung stellen. „Ich habe eine Lebensentscheidung gefällt“, so Schwick. Im 20. Jahr beim DSC habe er bereits eine Abschiedsrede gehalten. „Jetzt muss es genügend sein.“ Mit der sportlichen und finanziellen Situation habe das nichts zu tun. Der Schüco-Werksclub tagt heuite, langsam komen die Dinge in Gang.

Ab 7. Juni – dieses Jahr? – möchte H-H S Geschichte sein. Er sollte sich wirklich nochmal überlegen, ob das denn sein muß mit dem Chrab im Anstoßkreis der Alm. Oben in den „Sky-Offices“ des Roland-Kentsch-Gedächtnisbaues könnte man doch was ganz Chices einrichten. So eine Art Fußballleum. Mit präsidialem Vorraum, wo man kniend das „Te Deum Arminiä“ verrichten und Spenden hinterlegen kann. Dem Himmel so nah und unter sich die ganzen Schulden. Am Kopfe Solar und an den Füßen das beheizte grasige Elend. Für 5 Euro gibts ein kleines Video. Teil 1 „Uli Brauns bestes Almsolo“, Teil 2 „Uli Steins bester Halt“, Teil 3 „Chardonnay in der Halbzeit. Ernst Middendorp“. 5 Euro, kumma, die haste doch immer. Ist doch für´n guten Zweck. Mit Pudding kannste nun mal nicht das machen, waste mit Arminia kannst. Wennse Pudding vernascht, haste ein süßes Gefühl. Wenn Arminia vernascht wird, gibts Haue und Tränen.

Ich mein ja nur.

Wenn Kai die Deutsche schreibt

Kai Diekmann animiert zu Deutschkursen: Gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer, Web-Unternehmer Ibrahim Evsan sowie VDZ-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Fürstner startet der „Bild“-Chefredakteur heute in Berlin die Kampagne „Raus mit der Sprache. Rein ins Leben“ der Deutschlandstiftung Integration. Die Aktion wird auch von Angela Merkel, Hubert Burda und dem türkische Medienkonzern Dogan unterstützt.

Aus einer Original-Pressemeldung des Springer-Verlages. Isse die Diekmann. Früher war Bielefelde. Heute fünfhundert Worte. Genügen. Musse nur groß schreiben.

Seltsame Amtsrichterei

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Jörg Kachelmann, die Ex-Freundin und „Verdunklungsgefahr“ bei einem dem zuständigen Haftrichter in Mannheim anscheinend vollkommenen unbekannten Schweizer: Das lenkt dann doch auf der Seite 1 der NW und anderen Gazetten ziemlich vom wirklich Wichtigen ab. Simone Thomalla, die Kommissar-Mimin mit Assauer-Hintergrund dagegen überraste den Bielefelder Blitzberg mit 41 km/h zu viel, muß lächerliche 600 Euro Strafe zahlen und behält ihren Führerschein. Zwei Fälle, die natürlich nichts miteinander zu tun haben, aber doch ein Licht auf die „Taten“ von Amtsgerichten werfen. Erboste Leserbriefe zum Bielefelder „Fall Thomalla“ werfen der hiesigen Justiz wohl nicht zu Unrecht „Prominentenbonus“ vor. Jörg Kachelmann und einem gewissen Andreas Türck hilft er nicht und hat nicht geholfen. Türck wurde von gewissen Medien so dargestellt, daß er für TV-Auftritte „verbrannt“ war. Zum Glück hält sich die NW mit Deutungen zurück und berichtet neutral.

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Dagegen ist ja die „Verfassungsfeindlichkeit“ der Die Linke ein Klacks. Festgestellt vom Düsseldoofer FDP-Innendödel Ingo Wolf, dessen Parteivorturner Westerwelle eigentlich von Amts wegen schon lange wegen verfassungsfeindlicher Volksverhetzung hinter Schloß und Riegel gehört. Aber der genießt ja als „Aussenminister in Ausbildung“ und MdB Immunität. Da läßt sich leicht verbal schießen.

Irgendwie ist das Vertrauen in das, was sich hierzulande „Unabhängige Justiz“ schimpft, ziemlich aufgebraucht. Vor Gericht und auf hoher See ist man mehr denn je in Gottes Hand. Lasset uns beten.

Millionenfacher Mord. Keiner klagt an.

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Wer jetzt aufmerksam die Papierkörbe der Metropole unter die Lupe nimmt, trifft mehr und mehr auf rote Ripsbändchen mit einsamen Glöcklein daran. Nein, das ist keine gescheiterte Sympathiesammelbewegung für OBPits revolutionäre Idee „Laßt tausendfach Glocken für die Schüco-Werkself läuten. Wir haben sonst nichts hier“, das sind Beweise für klare, eindeutige Morde. Millionenfach. Jeden Tag aufs Neue. Sie reißen die bereits im Januar Aufgestapelten in ihren Stanniolfellchen aus den Jibi-Regalen, tragen sie mit zittenden Händen durch die jetzt mit Tatschscreens ausgestatteten Kassen und nur einen Meter hinter Warenband und Abkassierung beginnen die Schoggivandalen das Schlachtfest. Alpenmilch, Zartbitter und sonst noch was dazwischen. Es gibt kein Halten mehr.

Zurück bleiben einsame Ripsbänder mit Glöcklein daran. Ostern naht. Danach schmelzen sie die ein, denen dieses Schicksal erspart blieb. Zu Pfingstochsen. Aber es sind nicht viele.

XXXXL schon weg

Pit Clausen, bekanntlich bekennender Armine, erstand sein Sondertrikot-Paket (Namensrecht + Trikot für 49,95 Euro) am Samstag am Rande des Derbys. Übrigens: Die Trikotgrößen XXXXL, XXXL und XXL sind bereits ausverkauft!

Arm. Bielefeld, Ostwestfalenmeister im bezahlten Fußball, legt ein Trikot „Wir sind Arminia“ auf und schon sind die Sonder -, Sonder – , Sondergrößen weg. OBPit kanns nicht gewesen sein, der hat einen ganz schmalen Hals.

Brackwede – Warschau oder gleich Vatikan?

Am 30. März 2009 wurden die 3 Haltestellen der internationalen Buslinien in Bielefeld (Bielefeld Hbf., Sennestadt Ratio-Markt und Kesselbrink) zentral am Brackweder Bahnhof zusammengefasst. Alle internationalen Buslinien halten nun zentral am Brackweder Bahnhof. Von dort aus werden vor allem Buslinien nach Polen und Osteuropa angeboten, aber auch Städte in Frankreich, Baltikum, England, Belgien sowie verschiedene Städte in Deutschland. Unter anderem fahren Linienbusse nach:

* Danzig
* Elbing
* Gdingen
* Kattowitz
* Stettin
* Warschau
* Liegnitz
* Berlin

Da tut sich Großes. Schade nur, daß es immer noch keine Direktverbindung Brackwede – Vatikan gibt. Wär doch toll. 70 Knaben eines Jungengymnasiums der Glitzermetropole fahren zum ersten Punktspiel von Arm. Bielefeld bei Vaticano Calcio, der Top-Mannschaft des Vatikans, die von der unangefochtenen Nummer 1 „Benedetto Ratzinger“ völlig neu um – und eingestellte „Selection der Padres“:

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(Danke, „Nachdenkseiten“ 🙂

Welch Traumpaar

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Das vorweg: Die schönere und bessere Hälfte hatte gedroht, das Problem mit dem lädierten schmerzenden linken Knie auf pragmatische Weise mit einem frisch geschärften Beil zu erledigen. Eine fast Wunderheilung über Nacht und Ruhe am Wochenende verhinderte die Tat, zu der nur liebende Frauen fähig sind. Und dieses Bild auf Seite 3 der NW schließlich ersparte die Fahrt zu einem Pferdedoktor.

Die Kaiserin vom Berliner Spreebogen und der ehemals für Fotos mit Zahlenden buchbare Arbeiterführer auf der Bühne des CDU-Parteitages im schwarzen Münster. Weit holte der Mann aus, der Nokia, BenQ und Opel ebenso mit vergeigen half, fleißig Gesetze für E.ON passend machte, mit Holzschnittartigen Worten sein ganzes tiefes Wissen über Rumänien und Rumänen ausgießt, wenn er nicht weiter weißt (und das ist ganz oft) auch schon mal die Keule des am Horizont stehenden Kommunismus, die Spartakisten, die Bolschewiken, die Komsomolskis herausholt. Gewagt für einen, der sich angeblich loyal „zum Volk“ gibt, aber klar zu den ach so bürgerlichen Sprengmeistern dieser Gesellschaft gehört.

Dann dieser Satz, wie in rheinische Braunkohle gemeißelt: „Die Leute wollen vor der Wahl wissen, was wir nach der Wahl machen….Wir müssen erst die Steuerschätzung abwarten…“ Genial. Das ist genau das, was das Wahlvolk will. Politiker, die sich mit klaren Worten auf die Unklarheit festlegen. Die lavieren, daß das Gebiß knackt. Die wie ein Rohrspatz gen Berlin schimpfen und dann die Klappe auf Halbmast fahren, wenn die Königin der Trippelpolitik und des eingesprungenen Regierungschaos leibhaftig danebensteht.

Die NW hat es heute mit den Fahrradhelmen. So sähe das bei der Tochter des so DDR-Regimeergebenen Pfarrersvatertöchterlein aus Templin aus. Chicer noch der Absolvent des Apostel-Gymnasiums Köln-Lindenthal und heutige Träger des graden Stockes mit Nuschelpotential, dem seine Eltern seine ganz Schulzeit lang drohten „Jürchen, wenn aus Dich nichs wird kommste bei die Jesuiten“. Es blieb ihm erspart und wir haben unsere Freude an dem hölzernen Männlein mit den Pinocchio-Allüren. Darauf einen goldenen Pinkwart. Prost!

Aber was interessiert das Geschwätz von gestern, wenn man sich zu Führer und Führerin berufen fühlt.

Warum nicht das Urge-Stein?

133 Mal hütete Uli Stein den Kasten der Bielefelder Arminia in der 2. Bundesliga, genau 60 Mal in der höchsten deutschen Spielklasse. Was derzeit beim DSC passiert, ist dem früheren Nationaltorwart alles andere als egal. Der 55-Jährige bietet sich an, das Chaos zu beseitigen. „Ich habe schon gedacht, letztes Jahr im November bei der Jahreshauptversammlung, der Tiefpunkt bei Arminia wäre erreicht – da hat man sich ja nun wirklich über die Grenzen hinaus lächerlich gemacht“, sagte Stein als Experte bei LIGA total!. „Aber sie scheinen es immer noch wieder toppen zu können. Das ist für mich unverständlich. Es wird Zeit, dass da wirklich mal Leute ans Ruder kommen, die seriös und vernünftig arbeiten!“

Das ging jetzt über die Ticker und steht bei t-online. Uli Stein an die Front beim Schüco-Werksclub? Warum eigentlich nicht? Er ist bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, hat noch nicht wie Derzeit-Präses H-H Schwick den sehnlichen Wunsch, dermals im Anstoßkreis der Alm begraben zu werden. Und er weiß, wie man Bälle hält.

Uli mach et!

Militär verhängt über Bielefeld den Belagerungszustand

Das war natürlich vor 125 Jahren.

Täglich sammelten sich auf dem Jahnplatz „große Menschenmengen”, die über die Bahnhofstraße zur Nähmaschinenfabrik zogen, dabei „nicht allein den Verkehr” hemmten, sondern „durch ihr wüstes Geschrei die Anwohner” beängstigten. Arbeiter, von denen aus der Sicht der konservativen „Westfälischen Zeitung” „viele sonst ruhige und ordentliche Leute waren”, ließen sich „durch solche tumultuarische Auftritte […] zu Gewalthätigkeiten hinreißen”. Die Polizei nahm „eine ganze Reihe Männer” in Gewahrsam. Am Abend des 26. März eskalierte der Protest. Vor den Häusern der Firmeninhaber Carl Recker und Carl Peters, die in unmittelbarer Nähe der Fabrik wohnten, kam es zu heftigen Demonstrationen und „Zerstörungen”, an denen sich aber, nach Auskunft von Arbeitern, „keine früheren Koch’schen Arbeiter” beteiligt hatten. Abends versammelte sich eine große Menschenmenge vor der Herberge zur Heimat, „wo einzelne fremde Arbeiter Logis genommen” hatten, und schlug mehrere Fensterscheiben ein. Als Polizei die Demonstration auflösen wollte, wurde sie „verhöhnt, sowie mit Steinen und Flaschen” beworfen. Unmissverständlich kommentierte die „Westfälische Zeitung”: Wenn „die Polizei außer Stande” sei, „die Freiheit und das Eigentum des einzelnen Bürgers zu schützen, muß Militär requiriert werden.”

Mehr Info –> HIER

Naja, hätte es damals viele Autos gegeben, wären die am Brennen gewesen. 100 %.

So wird es nicht kommen

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Schade. Die Wetterfritzen prophezeien uns für den morgigen Samstag keinen Sonnenschein. Dabei hätte man auf dem Süsterplatz einen Cappuccino trinken können, der lauten aufgeregten Stimme von der Alm lauschend. Man könnte sich fremdfreuen mit den vielen Fans des anderen Fußballzweitligisten aus Paderborn, die endlich mal einen perfekt funktionierenden leibhaftigen ehemaligen Erstligisten mit Superstadion in einer wirklichen Großstadt, ja Metropole, erleben dürfen. Nicht ganz so nett würde es werden, wenn der SC Paderborn die „kleine Champions League“, also die Ostwestfalenmeisterschaft, davontragen würde. Da käme es dann schon mal zu der einen oder anderen Jagdszene. Der Jahnplatz, die überaus gefährliche „Schlägermeile“, läge offen ohne Polizisten da. Die gucken in Tausendschaften Alm.

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Man könnte aber auch wie dieses Pärchen hier am Gerry-Weber-Haus, den konzertanten beschleunigten Gleichschritt üben, um den Massen zu entgehen. Aber das wird alles nicht so kommen. Die Almdudler drehen auf wie nie zuvor in dieser Saison und der SC Paderborn erkennt neidlos an, daß er diesem Geistes – und Fußball – Giganten an der reißenden Lutter nicht Paroli bieten kann.

Aussagen eines Brandstifters

„Guck mal unter dem Namen Gunnar Heinsohn nach. Da wirst Du staunen“, sagte jemand, der sich an der Uni mit Soziologie beschäftigt. Gesagt, getan und diese Sätze ausgegraben:

„Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zuwenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.“

Nein, nein. Das stammt nicht aus Hitlers „Mein Kampf“ oder einer Ausgabe des „Stürmer“ von 1938 oder einer Wahlkampf-
broschüre der NPD. Das sind Originalaussagen eines deutschen Hochschullehrers, Soziologen und Ökonomen. Man braucht sich also nicht zu wundern, woher denn die Westerwelles, Sarrazins oder Clements dieser Tage ihr Brandmaterial für ihre geifernden Herrenmenschenphrasen bekommen. Hier ist einer, der fleißig absondert und auch noch von Steuergeldern alimentiert wird: Gunnar Heinsohn.

Immer wieder Schwick

Und wieder Schwick in einer Stellungnahme: „Aber unter den gegebenen Umständen war es besser, eine Strafe in der laufenden Saison zu akzeptieren als Gefahr zu laufen, Sanktionen auch in der nächsten Saison zu riskieren.“

Ist es nicht so, dass beides eintreten kann? Zwangsabstieg in die 3.Liga in der nächsten Saison ist doch noch möglich.

Die Frage, ob nun nächste oder diese Sasion, stand also eigentlich nie zur Debatte.

Hier versucht einfach jemand Zeit mit unsinnigen Stellungnahmen (siehe auch unten) rauszuholen, damit Gras über die Sache wächst und die Fans nicht mehr „seinen Kopf fordern“.

Mal sehen, ob’s gelingt. Vielleicht wird er ja schon nach dem Derby im Anstoßkreis beerdigt.

Bloß nicht nachdenken!

Ausschnitte aus einem NW-Artikel:

Klub-Präsident Hans-Hermann Schwick hat sich unterdessen dagegen gewehrt, für die zu optimistische Finanzplanung der laufenden Saison mitverantwortlich gemacht zu werden.

„Ich sage es ganz klar: Es ist nicht die Aufgabe, die Inhalte der Lizenzierungsunterlagen zu prüfen, sondern sie […] zu lesen. Es gab keinen Anlass, an dieser Bewertung zu zweifeln“, sagte der 62-Jährige, der trotz zunehmender Kritik nicht an Aufgabe denkt.

Und gute Nacht… als Präsident möchte ich auch mal nur „lesen“ und nichts entscheiden müssen!

Von der Leyen plant „zurück ins Leineweberzeitalter“

Trotz der stark zunehmenden Zahl von Kurzzeit-Jobs will die Bundesregierung die Liberalisierung des Arbeitsmarktes weiter vorantreiben. Laut einem Bericht der Zeitungen der „WAZ“-Gruppe feilt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an einem Gesetz, um die Befristung von Arbeitsverträgen zu erleichtern. Mehr Beschäftigte müssten dann damit rechnen, keinen unbefristeten Vertrag mehr zu erhalten, sondern Jobs mit Zeitbegrenzung auf beispielsweise zwei Jahre.

Ursula von der Leyen, die als Familienministerin so etwas idiotischbeklopptgrandioses wie ein „Stopschild“ gegen Kinderpo im Internet erfand, anstatt simpel löschen zu lassen, ist immer für einen politischen Joke aus der rechten kackbraunen Ecke ihrer Familientradition gut. Und an was erinnert das in OWL? Richtig. Die Leineweber. Die nicht richtig leben konnten und ein ganz klein wenig zum sterben zuviel hatten. Aber neoliberale Geister ohne Charakter wie VdL, Merkel oder Westerwelle interessiert das nicht. Deren „Beruf“ ist ja die gut bezahltze Beschäftigung mit dem, was sie hochtrabend „Politik“ nennen.

Hier mal ein Auszug aus dem, was die „Leineweberzeit“ ausmachte:

Vor allem die armen Heuerleute, die als landwirtschaftliche Kleinstpächter auf den Nebengebäuden der alten Höfe lebten, waren auf das Leinengewerbe angewiesen. Seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges hatten sie sich im Kirchspiel überhaupt nur ansiedeln können, weil neben Landwirtschaft und Landhandwerk auch Garnspinnerei und Leinenproduktion einige Arbeit boten. Auf den Höfen arbeitete man mehr nebenher an Spinnrad und Webstuhl, um zusätzlich etwas zu verdienen. Den kleinen Köttern und Heuerlingen aber bot die Tätigkeit im Umfeld der Leinenerzeugung überhaupt erst die Chance, eine Familie und einen eigenständigen Haushalt zu gründen. Hier packte die ganze Familie vom 5jährigen Kind bis zum Greis mit an, um das schiere Überleben zu sichern. Wenn dann endlich ein Stück Leinen fertig gewebt war, musste es der staatlichen Leinenschauanstalt vorgelegt und dort bewertet werden.

Jetzt noch die Leinenproduktion ankurbeln, Kinderarbeit auch bei uns einführen und die Dreschflegel der schamlos Ausgebeuteten bekommen demnächst wieder gewaltig Arbeit.

Frühgermanische Dekadenz

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In Abwandlung des Satzes des grandiosen, großen Guido nimmt die Teutotragödie um den Schüco-Werksclub Arm. Bielefeld hier im Raum der Schlacht gegen die spätdekadenten Römer immer tragischere Züge an, sind die „Drohungen, Beleidigungen und Anfeindungen“ gegen den ebenso wortlosen wie blassen und unscheinbaren ehemaligen Vizepräsidenten Frank Kottkamp („Er kam, sah und schwieg“) irgendwie kaum zu glauben. Belege, Beweise? Nichts. Stattdessen sybillinische Sprüche des Pattex-Präsidenten H-HS: „Ich erinnere mich an den Selbstmord von Robert Enke….“. Tun wir das nicht alle und in einem völlig anderen Zusammenhang? Weinen wir nicht alle Tränen des Nachts um den Lokführer, der da unschuldig mit reingerissen wurde? Und nun Frank Kottkamp. Gewaltige Worte des präsidialen Mannes im dunkelblauen Dauerpullunder, der seine Heimat im Stadion gefunden hat. Neben dem Schwalben im First der Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne, die zur Zeit ein garstig Lied flöten. Darin geht es um einen frechen Zweitligaaufsteiger aus einer nahen Bischofsstadt, der sich anschickt, das wackelnde spätdekadente Arminen-Imperium am Samstag zu überrollen. Weil die Vereinsführung des SCP trotz zeitweiliger Maleschen beim Stadionneubau dat Dingens wohl besser im Griff hat.

Am gestrigen Abend stellten sich dann GF Finanzen/GF Sport und der drollige Aufsichtsrat Leopoldseder ganzen 350 Fans. Nein, nein, keine Schlägerei. Nur die berechtigte Frage, warum die mit dem Nachlizenzierungsverfahren gegenüber der DFL beauftragten GF Anders und AR-Chef Leopoldseder die Zahlen ebenfalls „schönten“.

Aber das wird noch geklärt werden. Offen bleibt die Frage, ob Frank Kottkamp mit kugelsicherer Weste, hinter schußsicherem Glas in der Kaviarschnittchenloge und fünf Bodyguards zum Endspiel um die Ostwestfalenmeisterschaft aufkreuzt.

Arminen-Kotti macht die Biege

Frank Kottmann, Vizepräsident des DSC Arminia Bielefeld e.V., tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück.

Frank Kottmann: „Ich bin im Sommer 2009 angetreten, um Arminia zu helfen. Eines meiner Ziele war, eine größtmögliche Transparenz in die Vereinsarbeit zu bringen. Dazu gehört auch, dass Probleme auf den Tisch kommen müssen, wenn man sie lösen will. Dass nun, wo die Probleme bekannt sind, von außen Anfeindungen in Form von massiven Beleidigungen und Bedrohungen gegen mich persönlich ausgesprochen werden, kann ich nicht akzeptieren. Das ist insbesondere mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund trete ich mit sofortiger Wirkung als Vizepräsident des DSC Arminia Bielefeld zurück. Als Fan bleibe ich Arminia natürlich erhalten. Trotz der aktuellen Probleme bin ich der festen Überzeugung, dass der Club mit seiner geplanten Neustrukturierung auf einem guten Weg ist.“ Quelle: Webseite Arm. Bielefeld.

Frank Kottman, soso. Ist das nicht einer von den „kritischen Arminen“ (siehe letzte Hauptversamlung) ohne Arsch in der Hose? Auflösungserscheinungen? Nicht clever genug für das grade bei „Bilanz – und Zahlentönungen“ harte Bundesligageschäft? „Bedrohungen gegen mich“ ließe sich aber auch mit „Wie krieg ich blitzschnell die Kurve?“ interpretieren. Für die 3. Liga sind ohnehin zu viele an Bord. Dann verlasst mal schnell das sinkende Schiff. „Aber ein, aber eins, das bleibt bestehen. Präses Schwick wird niemals einfach so gehn….“

Werft Möpkenbrot mit Düsseldorfer Löwensenf

Vlotho-Andi schrieb am 16.03.2010 22:29 Uhr
Vergesst Saftig, Kentsch, Schwick usw.! Ohne die Blauen würde mir – seit 45 Jahren Armine – eine Menge fehlen. Heute passiert: Tief in meine Arminia-Depression hinein plötzlich das Telefon. „Samstag, 10:30 Uhr ab Bad Oeynhausen mit dem Zug nach Bielefeld, Arminia gegen Paderborn. Überlege es Dir und ruf mich morgen an“ so meine alter Kumpel Uwe. Soll ich oder soll ich nicht? Ende offen…Ostwestfalens Idioten…

Arm. Bielefeld, Werksclub der Schüco AG, scheint in der Stadt an Europas bekanntester Blitzanlage („Nur Geldstrafe für Kommissarin Thomalla“) das einzige Thema zu sein. Sie schreiben sich in ihren Kommentaren in der NW seitenweise den Frust von der tief drinnen schwarzblauen Seele. Am Samstag dann das Derby gegen den SC aus Paderborn, der jetzt in Schlagdistanz ist. Wer braucht da noch Preußen Münster, Westfalia Herne oder Rote Erde Hamm? Glänzende Gelegenheit, vor dem Anpfiff Präses „Ahnungslos“ Schwick seinen Herzenwunsch schon mal zu simulieren: „Begrabt mich dereinst im Anstoßkreis der Alm“. Man kann ja den Anstoß ein bißchen nach rechts oder links verlegen, weil dann am Anstoßpunkt die Bänder neudeutsch „Don´t cross the line, Ostwestfalens Idioten“ die Grabung umkreisen. Vielleicht hat Würstchenlieferant Werner Haskenhoff aus Steinhagen auch ein Herz und spendiert eine extragroße „Pausenwurst“ für die vielleicht leidensfähigsten Fans des Wir-wärn-so-gerne-oben-dabei-Clubs aus der ostwestfälischen Diaspora.

Kann ja nicht sein, daß alle Ostwestfalen Idioten sind. Oder? Andererseits, wie soll denn der führende Fußballclub der geduckt unter dem Steinhaufen Sparrenburg liegenden Glitzermetropole an der reißenden Lutter sein? Schon mal ein Gesamtbild mit allen Mitgliedern der Ratsversammlung mit offenen Augen angeguckt?

Na dann bölkt mal schön. Und tut´n bißchen Düsseldorfer Aufstiegslöwensenf bei Euern Möpkenbrot, wenn Ihr Richtung Vorstandsbank werft. Von den anderen Immernoch-Aufstiegskandidaten aus St. Pauli, Augsburg (Au was?) und Kaiserslautern (Nichts brennt so schön wie der Pälzer Betze) wollen wir hier gar nicht reden.

Demontage des „Aushängeschildes“

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Die vielen hundert Kommentare zur Bestrafung der Schüco-Werkself reichen heute von „War doch zu erwarten“ bis „Ich trete aus dem Verein aus“. Dennoch haben wir uns bereits in eine Langzeitwette begeben. Es geht um „Das war nicht das letzte Mal in der lange Kette der Idiotien“. Diese Wette werden wir mit Leichtigkeit gewinnen, auch wenn ja OBPit jetzt schon vom „Projekt 2011“ parliert und damit den Aufstieg in Liga 1 meint. Die Frage ist nur, mit welchen – bezahlbaren – Spielern? Fusion mit dem VfB Fichte und Tus Dornberg?