![]()
Jetzt kann das Osterfest kommen!
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
Da muß doch der immer so leicht grimmig dreinschauende Chef der Lampenabteilung von Karstadt an der Bahnhofstraße Schaum vor den Mund bekommen, wenn er sowas liest:
Der frühere Arcandor-Vorstandschef Thomas Middelhoff hat laut einem Zeitungsbericht nach seinem Ausscheiden bei dem Handelskonzern Karstadt-Quelle mehr als zehn Millionen Euro Beraterhonorar vom Bankhaus Sal.Oppenheim bekommen. Middelhoff habe von der Bank einen mit jährlich vier Millionen Euro pro Jahr dotierten Beratervertrag, der auf drei Jahre und ein Jahr Option abgeschlossen worden war, erhalten, berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. Der Vertrag sei dann allerdings nach wenigen Monaten vorzeitig wieder aufgelöst worden. Kurz vor der Insolvenz Millionen für Middelhoff Bei Vertragsauflösung von Middelhoff seien dann mehr als zehn Millionen Euro an den ehemaligen Chef des Medienkonzerns Bertelsmann und des Handelskonzerns Arcandor ausgezahlt worden. Arcandor hatte wenige Monate nach Middelhoffs Ausscheiden Insolvenz angemeldet. Das führte auch zu Problemen bei Sal.Oppenheim, da die Privatbank Großaktionär bei Arcandor war und der Arcandor-Mitinhaberin und Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hohe Kredite gewährt hatte. Sal.Oppenheim wurde schließlich an die Deutsche Bank verkauft.
Wenn der geölte Bub eines kann, dann ist das labern, tricksen und abkassieren. Elisabeth Mohn könnte sicher nicht ihren Ansichten und den hohen “moralischen Zielen” der Bertelsmann-Stiftung nachgehen, hätte man den nach eigener Ansicht Supermann nicht reichlichst abgefunden und aus dem Haus gewiesen.
War hier noch weiland die damalige Familienministerin UrsulavdL mit einem Kinderpo-Internetsperrgesetz auf die Nase gefallen, das dann doch - oh Wunder - vom Bundeshorst unterschrieben wurde (Im Delirium?), aber nicht in Kraft treten sollte, meldet sich jetzt die Krönung der Politik, die Brüsseler EU-Mischpoke. Dieser Entsorgungsapparat für hier abgehalfterte Politgrößen a la Oeddinga oder der unsäglichen FDP-Koch-Mehrin, setzt immer noch was drauf. Jetzt soll die ganz große Superlösung für das Web kommen und sogar “Nachschlagen nach einschlägigen Seiten” bestraft werden. Hahahaahahaaha.
Da wäre ja wohl erst einmal das Nachschlagen in Etablissements der katholischen und “sonstigen” Einrichtungen notwendig, oder?
Je näher der Termin der nordrhein-westfälischen Landtagswahl rückt, desto aufgeregter werden die Debatten um denkbare und undenkbare Koalitionen. Da werden Wunschbündnisse lautstark bekräftigt und andere, rechnerisch auch mögliche Machtoptionen abgelehnt - mal halbherzig und mal ganz vehement. Der Kunst des Andeutens und Weglassens kommt in der Politik von jeher große Bedeutung zu. In Zeiten zunehmend schwieriger werdender Mehrheitsverhältnisse wägt der Politiker sein Wort besonders. Der Konjunktiv hat Konjunktur. Hessen lässt grüßen - die politische Klasse hat aus dem Ypsilanti-Desaster gelernt. Dennoch bleibt der Nutzen zweifelhaft. Zwar ist es richtig, dass die Parteien ihre Bündnispräferenzen deutlich machen. Das hilft dem Wähler, einzuschätzen, wieviele und welche Inhalte eines Programms gestutzt werden könnten, wenn eine Partei eine bestimmte Koalition eingeht. Auch müssen Parteien sagen dürfen, dass sie ein Bündnis ausschließen. Alles dazwischen aber ist Politklamauk. So schadet die in Nordrhein-Westfalen aufs Neue zu beobachtende Wortklauberei dem Ansehen der Parteien. Sie ist nicht ernstzunehmen, birgt jedoch ein gewaltiges Frustrationspotential. Dann nämlich, wenn Politiker nach der Wahl juristisch spitzfindig ausführen, dass sie diese oder jene Koalition zwar nicht gewollt, aber eben auch nicht ausgeschlossen hätten und nun eben nicht anders könnten. Das ist eine Strategie, die dem Wählerwillen erst auf undemokratische und unehrliche Weise vorgreift, um die Menschen später unter Umständen für das »falsche Wahlergebnis« in Haftung zu nehmen. Wie aber ist die Lage an Rhein und Weser wirklich? Sechs Wochen vor der Landtagswahl sind weiter sechs Koalitionsmodelle denkbar. Unbeliebt, aber immer möglich ist eine Große Koalition aus CDU und SPD. Unwahrscheinlich, aber mindestens bis zum FDP-Landesparteitag am 2. Mai nicht auszuschließen ist eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und Liberalen. Unproblematisch sind Schwarz-Gelb sowie Rot-Grün. Solange es dafür aber keine klare Mehrheit gibt, bleiben Schwarz-Grün und Rot-Rot-Grün gut möglich. Mehr noch: Für diesen Fall sind beide Modelle sogar besonders attraktiv. Für die SPD könnte Rot-Rot-Grün sogar zur einzigen Option werden, eine NRW-Regierung anzuführen. Und für die CDU wäre Schwarz-Grün allemal erstrebenswerter als die Oppositionsrolle - zumal die bundespolitischen Auswirkungen kaum problematischer sein dürften als bei einer Koalition mit der SPD. Handfeste Gründe für das
eine wie für das andere Bündnis gibt es also genug - allen verbalen Kraftmeiereien des Wochenendes zum Trotz.
Liebes Westfalen-Blatt. Da könnt Ihr chretten und rechnen wie Ihr wollt. An der medial-inszenierten Ypsilanti-Jagd und dem von Roland Koch höchstpersönlich mit Hilfe der dortigen gelben Nullen ausgekippten Dreck habt Ihr fleißig mitgeschrieben. Gegen das, was jetzt in Wiesbaden und im Bund abgeht sind alle anderen Koalitionen Kindergeburtstage. Oder seid Ihr so naiv, eine Koalition der Schwarzen mit den grünen neuen Gelben wäre besser? da ist doch Mord, Totschlag und “Hamburger Verhältnisse” schon vorprogrammiert. Aber Grüne gehen wohl auch mit Jürgen Rüttgers ins Bett wenn es Pöstchen gibt.
Neulich, als Stefan Raab und die ARD SängerIn und Lied für den Grand Prix in Oslo auswürfelten, fiel die Moderatorin durch außergewöhnliche Zähne auf. Heute legt “Poor & chic” in einem den örtlichen Gazetten beigelegten Prospekt nach. Ist es Ostern geschuldet oder einfach nur “neuer Chic”, mit Hasenzähnchen in die Kameras zu lächeln? Stell Dir vor, sie lispelt Dir in einem ganz stillen Moment zu: “Liebssssst Du misss?”.
Ostern kann kommen.
Über 6000 Leute in Gerry Webers Tennisbude. Eros Ramazotti, der Italobarde mit dem Kräuterbitternamen und der “Michelle” - Vergangenheit, schwebte in einem Container auf die Bühne - und legte los. Dank “Silberpaket” waren wir gestärkt von einem formidablen Vorspeisenbuffet, denn es donnerte gegen die harten Plastikschalen im Stadion, das - “geschlossene” Dach bebte und die Leute riß es von von den Sitzen. Zum Abschluß seiner Tournee 2010 “Ali e radici”" gab der Römer noch mal Alles und den Ärmchen der schöneren und besseren Hälfte doch gewaltigen Auftrieb. Passt ja auch, heißt doch seine neueste CD “Ali e radici” - “Flügel und Wurzeln”. Fast interessanter war aber die stundenlange Boebachtung eines Pärchens auf der Fläche vor der Bühne, wo sich der unvermeidliche Roberto Blanco unter die Leute gemischt hatte und huldvoll ins spärlich applaudierende Auditorium winkte.
Besagtes Pärchen fiel auf: Er - anderthalb Kopf größer - umspielte sie, fiel fast auf die Knie, umarmte sie, wippte mit den Knien, knetete die Öhrchen, machte den eingedrehten Berlusconi - und sie blieb steif wie ein Stecken. Kurz bevor Eros zum Ende des Konzertes wieder im Container entschwebte, waren sie verschwunden. Ob die öffentliche Umspielung ihr Ziel erreicht hatte, wissen wir nicht.
Nach einem letzten “Cose della vita” war es aus. Ohren und Bauch summten noch und die schönere und bessere Hälfte meinte “Nenn mich aber jetzt bitte nicht Michelle”. Das ließ sich nur kontern mit “Dann nenne mich doch nicht bitte dauernd Eros”.
Un´emozione per sempre.




7 Kommentare »