Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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März 2010
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Do
25
Mrz '10

Second Place is first loser

Bielefeld hatte es bis ins Finale im Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft 2011“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft geschafft. Leider konnte sich Bielefeld am Ende nicht gegen den stärksten Konkurrenten Mainz durchsetzen. Statt 250.000 Euro bringen die Bielefeld-Vertreter aber immerhin 50.000 Euro für ein ausgewähltes Projekt mit nach Hause.

Als die hochkarätig besetzte Jury des Stifterverbandes am Donnerstagmittag den Gewinner im Deutsche Bank Forum in Berlin verkündet, wird die Stimmung bei der 30-köpfigen Delegation aus Bielefeld rund um Oberbürgermeister Pit Clausen, Uni-Rektor Gerhard Sagerer, Boge-Chef Wolf Dietrich Meier-Scheuven, Stadtmarketing-Chef Hans-Rudolf Holtkamp und Wissenschafts-büroleiterin Dr. Annette Klinkert ein bisschen getrübt. „Schade“, sagt Hans-Rudolf Holtkamp. „Wir wären sehr gerne Stadt der Wissenschaft 2011 geworden.“ Auch der Oberbürgermeister ist etwas enttäuscht. „Aber ein Querdenker lässt sich nicht entmutigen“, sagt er überzeugt. „Bielefeld ist und bleibt eine Stadt der Wissenschaft – auch ohne den Titel.“

Von den drei Finalisten präsentierte Bielefeld als Erstes morgens um 9 Uhr das Bewerbungskonzept mit dem Titel „DenkWerkStadt Bielefeld – von Querdenkern, Querköpfen & Querulanten“, das das Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing GmbH entwickelt hat. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Preisgeld von 50.000 Euro immerhin ein ausgewähltes Projekt des Konzeptes umsetzen können“, sagt Projektleiterin Dr. Annette Klinkert.

Vor der Jury stellten zunächst die drei Vertreter von Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft – Pit Clausen, Gerhard Sagerer und Wolf Dietrich Meier-Scheuven – während einer 30-minütigen Präsentation das Konzept mit sechs geplanten „WerkStädten“ vor. Quasi als „Vernetzer“ der drei Gesellschaftsbereiche agierte WDR-Moderator Michael Thamm auf der Bühne. Von Stadtentwicklung zwischen Campus und City über Wissenschaft trifft Stadtkultur bis Denker im Dialog zeigen die einzelnen Kapitel, dass Bielefeld starke Netzwerke hat und dass Bildung einen hohen Stellenwert im städtischen Leben einnimmt.

Gleichzeitig entstand neben der Bühne ein Kunstwerk. Akrobat Walter Moshammer vom Zirkus Meer erstellte eine fünf Meter hohe Pyramide aus Karten. Am Ende machte er einen Handstand auf der Spitze. Das Kartenhaus sollte Vernetzung, Aufbruch und Bewegung symbolisieren. Im zweiten Teil der Bewerbungspräsentation stellte die Jury Fragen zum Konzept. Als weitere Podiumsgäste kamen Projektleiterin Dr. Annette Klinkert und Dr. Annemarie von der Groeben von der Bildungsinitiative TABULA e. V. auf die Bühne.

Trotz der enttäuschenden Entscheidung der Jury setzt Unternehmer Wolf Dietrich Meier-Scheuven weiter auf die Qualifizierung von Mitarbeitern. „Bildung ist die entscheidende Voraussetzung für die Zukunft. Wir leben in einem rohstoffarmen Land – deshalb ist Bildung unser Rohstoff“, sagt der Geschäftsführer von Boge-Kompressoren und Urenkel des Firmengründers. Auch Annette Klinkert will die Arbeit des Wissenschaftsbüros mit vollem Elan weiter führen. Und mit der zweiten Auflage des Wissenschaftsfestivals GENIALE im August 2011 steht das nächste Groß-Projekt bereits vor der Tür. Außerdem entsteht im nächsten Jahr der neue Hochschulcampus „Lange Lage“. Deshalb ist Bielefeld so oder so eine Stadt der Wissenschaft mit vielen Querdenkern, Querköpfen und Querulanten, die etwas in der Stadt bewegen. Quelle: Bielefeld-Marketing

Wer des kleinen Verwaltungschefs sonore Stimme in WDR regional heute Abend hört, meinte, hier spreche der Sieger. War aber nicht so. Aber OBPit redet auch Heimniederlagen der Schüco-Werkself stark. Dafür hat er einen ganzen Baukasten an Plattitüden. Muß man wohl haben als ehemaliger Arbeitsrichter. Vielleicht war sein Herzenswunsch bevor er Bollerwagenpilot wurde ja auch, Pfarrer zu werden. Da läßt sich auch gut predigen.

Halten wir uns an die Fakten. Das ziemlich kleinere Mainz mit seiner viel bekannteren Uni wird “Stadt der Wissenschaft”. Basta!

Wenn Leidensgucke zum Druck wird

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Ein gewisser sanfter Druck durch beharrlich rehäugiges Leidensgucken (Gucken Rehe eigentlich hellblau?) seitens der schöneren und besseren Hälfte steht schon dahinter, diese Utensilien nicht nur anzuschauen sondern auch anzuwenden. Die Bäume und Sträucher freuen sich, sperriges Gut los zu werden, die weiße Mauer an der Terasse, deren Putz den strengen Minusgraden des Winters zum Opfer fiel, wird auch gerichtet.

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Da kann ein Blick auf das gesammelte Fahrradgut nur hinderlich wirken. “Du willst doch wohl nicht?” mißbilligt die Dame des Hauses allein schon den Blick Richtung Räder. Nein, ich will nicht. Geht auch nicht mit immer noch nicht perfektem linkem Knie. (Ob der knochenheilendende Sponsor der Arminia im Klinikum Mitte hätte aufgesucht werden sollen?) Egal, ob die ostwestfälische Sonne den hektisch ihr Auto enthauptenden Cabrioleten noch länger Lust schenkt. Es steht ein Termin im Raum, an dem der Teil hinterm Haus zumindest herrschaftlich präsentabel sein muß: Wenn der schöneren und besseren Hälfte Damenclique aus dem Norden der Republik einfällt zur alljährlichen Plünderung der Modeetablissements der hiesigen Region.

Die Baumärkte der Region dürfen sich noch auf einige Käufe freuen. Das Projekt ist da, jetzt muß es nur umgesetzt werden. Machen wir unser Ding.

So läuft das beim gelben Klüngel

Was genau Westerwelle für seinen Beiratsposten tun musste, ist nicht bekannt. Der liberale Politiker schweigt beharrlich zu solchen Details seines Geschäftstriebs. Auch TellSell-Geschäftsführer Frank Baumgärtner will auf telefonische Nachfrage von sueddeutsche.de öffentlich nicht Stellung nehmen. Doch auf der Internetseite seiner Firma lässt sich nachlesen: “Unsere Beiräte öffnen für Sie Türen und bringen Sie mit relevanten Ansprechpartnern zusammen.”

Was er tun mußte, bedarf keiner großen Phantasie. Klientelpolitik miesester Sorte. Unverblümt, offen und charakterlos wie eine Partei nun mal ist, die Klientelbedienung zum Geschäftszweck hat. Was sonst. Kommentator “und weg” machte ja hier schon mit einem zur Süddeutschen Zeitung vernetzten Artikel aus der Callcenter-Branche aufmerksam. Grad mal knapp 1,4 Millionen Parteimitglieder zählen die größeren Parteien in Deutschland. Und 80 Millionen wohlfeiles Wahlvieh, für dessen Kreutze die Verarscher auch noch von Staats wegen Steuergelder kassieren, lassen sich nach allen Regeln der primitiven “Politikkunst” von ihnen verarschen. Aber so offenen wie der gelbe Klüngel hat es bisher kaum einer getrieben.

Guck mal Pit: Sexsteuer!

Angesichts knapper kommunaler Kassen planen immer mehr nordrhein-westfälische Städte die Einführung einer sogenannten Sex-Steuer. Wie die WAZ-Gruppe (Heutige Ausgabe) berichtet, wollen sich die Städte Oberhausen, Dorsten, Gladbeck und Sprockhövel die Erhebung der Sex-Steuer durch das zuständige nordrhein-westfälische Innenministerium genehmigen lassen. Dem Vernehmen nach können die Kommunen davon ausgehen, dass Innenminister Ingo Wolf (FDP) grünes Licht geben wird. Auch die Städte Essen, Duisburg und Dortmund erwägen, Prostituierte und Clubbesitzer künftig stärker zur Kasse zu bitten.

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Nebulös, verschwommen, unklar: Steuerideen der Bielefelder Ampel

“Wir sind durchaus kreativ”, behauptet OBPit heute in einem Interview mit der NW. Kreativ? Nö, olle Kamellen für die Steuererhöhungsorgie in Städten und Gemeinden, die nach dem Steuergeschenkexzessen der Berliner Schwachmatentruppe um die Templinerin und den Aussenministeramateur die Kommunen ausbluten. Kreativ, das wäre ja nicht nur Sexsteuer - schafft Arbeitsplätze, weil es nach Länge, Dauer, Häufigkeit kontrolliert und Vorratsgespeichert werden muß, sowie vom TÜV überwacht - sondern auch “1 mal einatmen, 1 Euro. Ausatmen mit CO2 Aufschlag eineurofuffzig”. Gehwegmaut, Zuschlag, wenn die hochgeklappten Bürgersteige umgangen werden, Ampelsteuer. Ach, die Liste ließe sich beliebig erweitern. Man könnte aber auch ganz einfach Schwarz-Geld oder Rot-Gelb-Grün davonjagen und durch - vielleicht gibt es die ja? - vernünftige, nicht korrumpierbare, nicht Lobbygesteuerte, also Kopfgesteuerte Politiker ersetzen. Was wiederum die Sexsteuer ersetzen würde, denn die ist ja nicht grad Kopfgesteuert.