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März 2010
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So
7
Mrz '10

Schneeschmelze

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Da hatten die Skifexe am Teutoburger Wald mit seinen Steilhängen und Direttissimas ja nochmal gehofft, es gäbe ein chices Schneewochenende. Aber nix da. Das weiße Zeugs taut rasant. Man kann es auch irgendwie nicht mehr so gut sehen. Widmen wir uns doch dem heroischen Kampf der SC Paderborn-Spieler beim FC Augsburg (mit 0:3 gingen die Paderboys unter) und der erneuten Niederlage des FC St. Pauli bei 1860 München. Eine Niederlage von Pauli wäre gut für die Arminen. Eigenen Sieg morgen Abend gegen Karlsruhe vorausgesetzt.

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Guido nimmt seine Berufung eben ernst

Da jagt es über die Ticker. Der neueste Bubenstreich unseres immer noch politisch pubertierenden Teufelskerls von der Arme-Leute-Abwehrfront und Hoteliers-Freunden, auch FDP genannt. Eröffnung des Luxushotels “Kameha Grand”:

Bei der feierlichen Eröffnung habe Westerwelle die Luxus-Herberge als eines der weltweit “spannendsten Hotel” gelobt. Unter den Gästen war weitere Prominenz wie Thomas Gottschalk oder Ex-Porno-Star Michaela Schaffrath. Was den Auftritt des Außenministers noch pikanter macht: Zu den Veranstaltern der Feier zählte auch Marketing-Unternehmer Michael Mronz – Westerwelles Lebensgefährte. Während Westerwelle angab, den Termin als Abgeordneter des Wahlkreises Bonn wahrgenommen zu haben, erklärte Partner Mronz, dem Hotel sei der Auftritt des Politikers nicht versprochen worden. Westerwelle habe auch kein Honorar oder geldwerte Vorteile erhalten. Mronz dagegen habe sehr wohl Gewinn gemacht, diesen aber wohltätig gespendet.

Was soll die Aufregung. ZDF-Lautsprecher und Altmoderator Gottschalk und eine Ex-Porno-Queen passen doch zu Deutschlands Klamaukpolitiker Nummer eins. Aus der Sicht eines so kleinen Geistes wie dem ehemals unbeliebtesten Schüler seiner Schule ist das doch was ganz Großes.

Wie die von Westerwelle so konsequent mit Lügen, bewußten Falschbehauptungen und volksverhetzerischen Verdrehungen besetzte Traumwelt eines wohl irgendwiue zu kurz Gekommenen wirklich aussieht, zeigt diese Aufarbeitung der “Süddeutschen Zeitung” konsequent auf. Was aber seine abgehobene Klientel der scheinbaren “Leistungsträger” sicher nicht interessiert.

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Frank Tippelt von “OWL am Sonntag” (Westfalen-Blatt) hat sich heute mit dem Thema in einem Interview mit dem Bielefelder Anwalt Armin Döring angenommen. Dessen Fazit: “Die tun alles dafür, um eine reguläre Tätigkeit aufnehmen zu können”. Was wiederum konträr zur Meinung des im Hauptberuf Außenminister, Krösus der gut bezahlten Nebentätigkeiten und auch noch FDP-Chef mit Sonnenkönig-Allüre ist. Jede Wette, Sperlingsgesicht hat noch nie eine Geschäftsstelle der Bundesagentur für Arbeit von innen gesehen. Aber das zählt wohl nicht bei denen, die ihm ebenso bedingungs – wie hirnlos zujubeln.