Archiv für den Monat: Februar 2010

Gudrun strikes back!

In einer Extra-Ausgabe des Kreisverbands-Newsletters veröffentlicht:
Die schriftliche Beschwerde der Gudrun K. bzgl. des Kommentars des NW-Chefredakteurs Seim vom 20.2.2010.

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Wenn der blaugelbe Kreisverband wehrhaft zu den angekündigten Mitteln greift
und obendrein den verstärkten Einsatz elektronischer Möglichkeiten androht, dann kann sich die NW ja schon mal warm anziehen.

Update: Politische Einflussnahme auf den unabhängigen Journalismus: Die FDP warnt in einer E-Mail vor dem Magazin „Panorama“.

Blinder „hilft“ Blindem

Da hatten wir vor ein paar Tagen das Darlehen des schwer verschuldeten Städtischen Klinikums – in den Augen von OBPit ist das kein Darlehen sondern eine „Investition“, so wie ein Bollerwagen eigentlich ein Bentley ist – an Arm. Bielefeld thematisiert und kritisiert. In größeren Dimensionen geht das so. 1,8 Billionen-Pleitier Deutschland reicht dem Milliardenschwer verschuldeten kranken Mann am Bosporus grad mal ein paar Milliarden rüber, die man sich von Banken leihen muß, die über die Wupper gehen, wenn Deutschland Griechenland nicht hilft, weil sie sich da mit „Darlehen“ verzockt haben.

Verstanden? Nein? Also nochmal. Das Städtische Klinikum ……

Mal angenommen, das überlegt sich ein mitllerer Handwerksbetrieb. Dann schreibt ein untergeordneter Abteilungsleiter der Spasskasse/Abteilung Geschäftskunden einen „netten“ Brief per Einschreiben/Rückschein. Zack ist das Licht aus. Aber der Handwerksbetrieb kann auch nicht auf einen dämlichen Steuerzahler bauen, der der Deutschen „Leistung aus Leidenschaft“ den Arsch pampert.

Butterfahrt mit Onkel Jürgen

Daß der Generalsekretär der CDU – wie die meisten in diesen Positionen – einen an der Klatsche hat, wissen wir schon länger. Daß der Düsseldorfer Arbeiterführer („Ihr habt nichts zu gewinnen als die Ketten. Ich telefonier mit Nokia „) Rüttgers von den unmoralischen Angeboten, die da per Brief angedient wurden (Audienz unter vier Augen beim Führer mit Messestand und Bütterken für schlappe 20.000 Euro Schwarzgeld) nichts gewußt haben will, kann er jemand erzählen, der keine Krempen am Hut hat. Das seien auch keine verkappten Parteispenden sondern „Kostenbeteiligungen“. Herr, gib ihm Einsicht!

Es passt nahtlos zu den Sauställen, die auf der politischen Bühne jetzt so offen in ihrer ganzen Versifftheit gezeigt werden. Aber haben wir von dieser charakterlosen, von P 4 alimentierten (Hartz 4 für Politiker, also Steuergelder) unmoralischen und völlig pervertierten Kaste etwas anderes erwartet?

Nachtrag: Jetzt hat die NRW-CDU auch noch einen Märtyrer. Der ohnehin unmögliche Wüst warf sich vor Führer Rüttgers und trat heute zurück. Was haben wir doch für ehrliche, aufrichtige, charaktervolle, aufopferungsvolle Politiker. Ändert aber nichts daran, daß der Führer Rüttgers seinen CDU-Saustall nicht im Griff hat.

Gerstner?

Der schmale Grat zwischen himmlischem Jauchzen („X Spiele ohne Niederlage“) und den Rufen nach Ablösung des Trainers (Wieder mal Sehnsucht nach Chardonnay-Middendorp?) gehört ja bei Arm. Bielefeld zur Gesamtinszenierung wie die Kaninchenbewohnten Brachflächen zur Glitzermetropole. Jetzt also den Trainer zur Disposition zu stellen, ist wohl ein wenig sehr verfrüht, zumal es bei Arminia noch jede Menge Baustellen gibt, die ganz anderer Aufmerksamkeit bedürfen.

Nächsten Sonntag können die Almdudler ja in der Hölle am Millerntor vor dem so schmählich hier verabschiedeten ehemaligen DSC-Torwart Mathias Hain beweisen, ob das Ziel „Aufstieg als Nummer 1“ nur eine verbale Luftnummer war oder immer noch oder wirklicher Anspruch ist. Am Millerntor fehlt zB. wohltuend der Druck der verkorksten Roland-Kentsch-Gedächtnishaupttribüne die immer so leer in die TV-Bilder guckt.

Pinocchio Westerwelle

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Sie kennen doch Pinocchio? Jenen hölzernen Typ, dessen lange Nase ob seiner Lügen wuchs und wuchs? Wenn der unsägliche Lautsprecher und Vertreter seiner Stammklientel von max. unverbesserlichen 6% der Wahlbevölkerung jetzt auch noch Schoten losläßt wie: „Das Volk wolle die Wahrheit hören und nicht betuppt und beschummelt werden“, wird man wohl ein zweirädriges Stützgestell für die Sperlingsnase bauen müssen.

Was tut die gelbe Front mit braunem Rand denn anders als betuppen, bescheißen und belügen? Was haben denn die Parteiheiligen Lambsdorff und Möllemann beispielsweise gemacht? Was sind denn angepasste Gesetze nach Millionenspenden an Hoteliers anders als Beschiss?

Eigentlich kann sich das Westfalen-Blatt die heutige „Sonntagsfrage“ sparen und wir hoffen, daß der unsympathische-charakterlose Heini bald auf seiner Geiferspuke (Heute: BILD am Sonntag) so ausrutscht, daß es ihm das Maul für eine Weile schließt.

Wie idiotisch das hirnlose Gequake des in seinem Leben grad einmal 3 Jahre als Kleinstanwalt in der väterlichen Kanzlei mit lebensnäherer Arbeit betreuten spätrömischen Dekandenzlers und von heute von Steuergeldern Ausgehaltenen ist, zeigt sich in diesen bekloppten Sätzen, die heute Spiegel-online mit verbalem Dreck verunreinigten:

„Auf die Frage, ob damit auch Einsätze zum Schneeschippen gemeint seien, sagte der Vizekanzler: „Warum denn nicht?“ Angesichts von Schnee und Eis wagten sich in Berlin viele ältere Menschen kaum noch vor die Tür. „Da könnte die Stadt doch junge Sozialleistungsempfänger zum Räumen der Bürgersteige einsetzen“, sagte Westerwelle. „So praktisch ist das Leben. Doch weite Teile der Politik haben sich davon entfernt.“

Was der Außenminister dabei nicht thematisiert: In Berlin sind viele Fußwege spiegelglatt – weil zahlreiche Hausbesitzer ihrer Räumpflicht nicht nachkommen. Wie auch. Sind ja Leistenträger (Das war Absicht).

Wenn man idiotisch wie ein Schnellfeuer daherlabert und völlig weltfern etwas „vom Leben“ philosophiert, merkt man gar nicht mehr, wie die Schrotladung einem die Visage zerfetzt. Ich mag ja dieses komische, zerfetzte, verdreckt-schöne Berlin schon, aber seit diese Gestalt aus Bad Honnef da ihr Unwesen treibt ist es, um mit dem weltgewandten, des Englischen so Kundigen zu sprechen, bald ein „Nicht go – Platz“. Offensichtlichlich drücken die zwielichtigen Spender der rechtslastigen gelben Mischpoke wegen der ausgebliebenen weiteren Steuersenkungen für „Leistungsträger“ und „Schwarzgeld in der Schweiz Versteckenden“ schon heftigst und der Mensch mit dem asozialen Vokabular kann die umgekneteten Gesetze dazu nicht fristgerecht vor der NRW-Wahl liefern. Vielleicht ist das Guido aber auch nur die Speerspitze von Mutti, dem es beim Weg in DDR 2.0 ausspricht, was sie sich staatstragend (noch) nicht erlauben darf.

Ich wiederhole es gerne: Arbeitslager her. Gelbes „A“ auf Einheitskluft. Essen nur, wenn „Leistung“ erbracht wird. Zucht und Ordnung ins Land. Fußketten und Peitsche am Abend, wer noch eine anbweichende Meinung hat oder dem Imperatörchen Widerworte gibt. Und über allem schwebt das Sperlingsgesicht und spukt seine Schwachmatien im „Archipel Guido“ aus. Boxer würden das schwachbrüstige Problemchen beim gemeinsamen Fressen im chicen Restaurant Borchardts (da lebte schon ein gewisser Ex-Kanzler, dem die Erinnerung an seine tiefste jugendliche Armut und parteiliche Zugehörigkeit abhanden gekommen war, seine Gelüste nach Größenwahn aus) in der Französischen Straße manuell lösen.

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Übersuper-Katja

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Zwischen Bütterken für Kai machen, Windeln des Jüngsten wechseln, kümmern um weitere 3 Kids und der Produktion ständig neuer und ständig überflüssigerer Bücher schafft es die Übersupermutter aus Berlin auch noch zweimal die Woche im Postdamer „Neuen Garten“ zu joggen. Wow. Das toppt ja fast Ursula von der Leyen, die lediglich drei ständige Nannies koordinieren ließ und läßt. Ja, an der Seite von BLÖD-Chefschmierer Kai Diekmann tingelt Katja Kessler, deren blöd-naiv-saloppe BILD-Kolumnen ob ihrer Oberflächlichkeit unvergessen sind, auch noch durch die Republik und schüttet ihre Weisheiten aus. Jetzt in der Glitzermetrolope an der reißenden Lutter, wo es sie ob der Vergangenheit ihres Schülerzeitungsredakteurs immer mal wieder hinzieht.

Welch eine Frau. Da kann sich doch jede normale Hausfrau, deren Mann mal locker siebenstellig verdient, eine dicke Scheibe von abschneiden. Oder?

Vermutlichen Glückwunsch, Karl

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Soso, der Herr über die häßlichsten und verramschtesten Läden der Republik soll also vermutlich 90 werden. Mit geschätzt 16 Milliarden auf der hohen Kante in der nahen Schweiz, läßt sich dann ja auch gut feiern. Wenn da nicht die nahezu hysterische Abschottung vor der Wirklichkeit wäre. Ob man das gut finden soll, oder einfach darüber hinweggehn oder mal nachdenkt, auf welchen Rücken das alles möglich war, sei jedem selbst überlassen. Vermutlich kann er aber auf der letzten Reise nichts davon mitnehmen, wovon die Allgemeinheit wiederum auch nichts hat.

Wie wäre es mit Rükra

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Bevor wir im Mai in NRW „ganz demokratisch“ die politischen Hebel für die nächsten Orgien der Halbirren in Düsseldorf umlegen dürfen, laufen und quaken sie um die Wette. Da turnt sich ein neues Traumpaar warm am NRW-Polithimmel: Nuschler Rüttschers schob im amerikanischen Schneesturm ein GM-Auto an und das SPD-Hannelörchen – nein, nicht die bedauernswerte Ehemalige von „Meatloaf Helmut“, dem Vergeiger der Einheit und Herr über blühende Landschaften mit erlogenem Spendenehrenwort – greift deftig (und nicht ganz falsch) ins Vokabular hinsichtlich der „miserablen Bildungspolitik“ in NRW. Nun ja, jetzt kanns ja Sommer werden. Die hiesige Schulministerin grinst wie immer a la Honigkuchenpferd und die CDU/FDP-Mischpoke mit dem wirbeligen Guido-Untertan Pinkwart als Flankenschutz. Da dräut neues Donnerwetter. Für 20.000 Euronen können bücklings ankriechende Unternehmen und anderen, die sich Gunst erhoffen, von Landeskönig Rüttschers ein paar Minuten Audienz auf dem kommenden Parteitag der schwarzen christlichen Front erkaufen.

Wird gemacht, Herr Rüttschers. Aber wir bringen zeitversetzt gesteuerte Stinkbomben mit. Leider haben wir in der vernach-
lässigkeiten Provinz noch nicht ein dem Saustall in Düsseldorf im Duft angemessenes Modell gefunden. Aber die Uni Bielefeld ist schon im Endstadium der Versuche. Und Eau d´Jöllenbeck kann ganz schön reinhauen in Ihre Versammlungen der Wahlviehverarscher.

WID (Westerwelle-Intelligenz-Demenz) oder volle Elle Westerwelle?

Jetzt mal ganz besonnen. Das Symbol „Stern“, also dieses hier: „*“  ist meist der Joker bei Suchabfragen von Datenbanken.
Ein „Westerwelle“, könnte der Joker für den allgemeinen Sprachgebrauch sein. Das muss nicht nur ein Wort sein, das kann auch mal einen ganzen Satz ergeben. Mal ganz besonnen, wirklich, im negativsten Sinne:

Hast‘ WID (Westerwelle-Intelligenz-Demenz) odda was?
Übersetzung: [Beim Aldi kannst Du Dir ein paar IQ’s vom Wühltisch klauen.]

Eyh, Du. Du bist ja voll Westerwelle eingestellt. Das gibt auf Fresse.
Übersetzung: [Wenn Du noch einmal mit meinen Gefühlen spielst, mache ich einen auf Taliban.]

Aaaalder, Du bist ja volle Elle Westerwelle. (Reim ist Reim und bleibt Reim)
Übersetzung: [Du bist ja ganz schön asozial geworden.]

Mach hier keinen auf Westerwelle, sonst gibt’s Hammer auf Zeh, FDP.
Übersetzung: [Immer auf die Kleinen? Jetzt bekommst Du es mit mir zu tun.]

Hey, hey Du. Ka*kfresse!!! Oh, sorry, ich dacht‘ Du wärst die Westerwelle.
Übersetzung: [Hallo, oh Entschuldigung, ich habe Sie verwechselt.]

Eyh, Kollege, Deine Westerwelle-Taktik war wohl nüschts.
Übersetzung:
[Jetzt liegst Du aber völlig daneben.]

Biste nochmal so Westerwelle, setzt es was.
Übersetzung: [Bist Du noch einmal so unfair zu mir, zahle ich es Dir heim.]

Eyh, Schwestah, sorry, ich mach‘ immer einen auf Westerwelle. Logga bleiben.
Übersetzung: [Mein Liebling, ich habe leere Versprechen gemacht, bitte verzeih‘ mir.]

Nun ist alles Westerwelle.
Übersetzung: [Jetzt ist alles vorbei.]

Kollega, am weekend habe ich meine Geldbörse gewesterwellt.
Übersetzung: [Ich habe einen Deal am Wochenende durchgezogen, der nicht ganz sauber war.]

Natürlich kann man auch Sprichworte verwesterwellen, das sieht dann so aus:
Wer Jemanden verwesterwellt, der hat sich selbst ein Bein gestellt.
Übersetzung: [Wer … Grube gräbt, fällt selbst hinein]

Oder einfach nur lustige Sachen erfinden:
Sagt der Lover von Guido W.: „Liebling, halt‘ mal Deinen Kopf still, ich muss mal eben mit Deinem Gesicht etwas abfeilen.“

Fies? Nö. Nicht im Entferntesten so fies, was er da abzieht.

Der Taschendreschflegel ist da

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Voilà, der Dreschflegel für die Tasche ist da. Lange hatte ich mich umgeschaut, hier geguckt, da geguckt, amazon und ebay (3-2-1..keins) befragt. Nichts. Sowas gab es angeblich nicht. Klein, handlich und ausgefahren so richtig zuschlagend. Bis ich gestern bei Bienarsch in der Niedernstraße doch noch fündig wurde. Ein einziges Exemplar der Marke „Hau einfach drauf“ hatten sie noch. Aus Vorkriegsbeständen, heimlich aus herrlichen Roßkastanienstämmen von der Sparrenburg von jemand gebastelt, dem die Nazis den Mund verboten hatten. Den in Sütterlin zur Tarnung am einschiebbaren Griff eingebrannten Spruch „Arbeit macht frei“ schmiergelte ich ebenso ab wie das Hakenkreuz ganz unten am Griffende. Nun habe ich das passende Werkzeug. Jetzt eine nette Fahrt mit der manchmal vorschützend unpolitischen besseren und schöneren Hälfte („Wenn Du noch einmal den Namen Westerwelle sagts, gibts bösen Ärger“) in die Reichshauptstadt der Bewegung und dem spuckenden Typ mit der häßlichen Visage eines über die dämliche Birne ziehen und der Taschendreschflegel wäre zünftig eingeweiht. Da reicht es dann auch noch für ein paar andere Figuren aus dem Panaoptikum der Untermenschen.

Aber weder komme ich momentan nach Berlin noch fände es die schönere und bessere Häfte gut, weil ich dann ja wieder den Namen des als Kind viel zu heiß Gebadeten und mit dem Klammerbeutel Gepuderten erwähnen müßte. Also tu ich es mal ganz für mich und nach innen: Westerwelle, Westerwelle, Westerwelle.

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Dabei bin ich beileibe nicht der Einzige, der sich in dieser Republik über das fiese, unanständige, charakterlose A…..ch mit den kalten Augen empört. Der Chefredakteur der NW tut es in einem passenden Kommentar ebenso wie Carsten Heil in der Diskussion „Schwarz/Weiß“ aus dem NW – Magazin. Warum Redakteur Uwe Kleinschmidt den hetzenden Doofling wegen seiner „Ehrlichkeit“ verteidigt muß wohl am identischen heimischen Ikea-Tisch liegen. Wobei Kleinschmidt den wohl aus praktischen Erwägungen gekauft hat und Wester…. da ist es schon wieder, das Wort….. ihn wohl eher hat, weil Ikea an seine Dummbeutelpartei gespendet hat. Da wirkt man dann angesichts einen teuren Haufens billigem Preßspan aus bangladeschischer Kinderarbeit schon mal menschlich. „Essen muß sich auch für die Partei der Wahrheit wieder lohnen. Danke Ikea. Wir haben dieselbe Farbe“, sagte We…. damals. Wahrscheinlich wußte er über die Nazinähe des Ikeagründers, die ihn final aus Schweden vertrieb. Aber bei einem superreichen Bruder im Geiste fühlt sich W…. doch immer warm und gut aufgehoben.

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Also dann. An die Dreschflegel. Binarsch wird jetzt in Norwegen eine Großserie auflegen lassen. Die Dinger werden wie verrückt vorbestellt. Nicht auszudenken, man setzte sie lokal ein. Aber das ist eine andere Baustelle.

Westerwelle, Westerwelle, Westerwelle. Auaaaaaaaaaaaaaaaaaahhh.

Nachgetreten: Jetzt schlagen sie sich selbst

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Ja, Ghosti hat schon recht. Ach komm geh. Irgendwie guckt man ja doch, was die Almdudler machen und zu lesen „Niederlage für Arm. Bielefeld“ hat eben nicht den Charme eines „Bayern unterliegt Arm. Bielefeld“. Aber es ist Realität: Den Aufstiegsbalkon braucht ihr zur Zeit nicht zu fegen. Sacht mal OBPit Bescheid, damit er da oben nicht zur jeden vollen Stunde seine Sambatänzchen vollführt. Wirkt nur peinlich.

[D]ie [S]uper [C]haoten haben zugeschlagen …

… und sich mal zur Abwechslung selbst besiegt. Auch wenn der Sturm nicht trifft, man sollte denen mal sagen, das Eigentore für den Gegner zählen. 1:2 Toll, wirlich toll, jetzt ist das WE doch noch versaut. Vielen Dank, lieber DSC, meine Omma (ja, mit doppel „m“), Gott hab‘ sie seelig, hatte mehr drauf. Die hat wenigstens noch gekämpft und an etwas geglaubt.

Was rege ich mich eigentlich so auf, ist doch nur Fußball, genau, ruhig, gaaaanz ruhig, so etwas muss man wegatmen.

EDIT: Ich kann es nicht wegatmen, habe es probiert, wirklich … ganze 5 Minuten, im Gegenteil, der Zorn wurde immer größer. Ich will Autos brennen sehen, oh Moment. Das war ja etwas anderes, der Aufruf war für die obligatorische Jahnplatzuhr-Montags-bis-Mittwoch-aber-nicht-vor-9-Uhr-Demo. Egal, irgendwas muss passieren, ach, ich hab’s, ich geh schlafen.

So reden sie uns in den nächsten Krieg

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz (CDU), hat den Iran vor einer Ausweitung
seines Nuklearprogramms gewarnt und angekündigt, Deutschland werde sich an einer Verschärfung der Sanktionen maßgeblich beteiligen. „Der Iran spielt mit dem Feuer“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Morgige Ausgabe) mit Blick auf eine mögliche Eskalation des Konflikts. „Man muss von einer Gefährdung der Weltsicherheit sprechen. Der Sicherheitsrat ist aufgefordert, geeignete Konsequenzen zu ziehen und die Sanktionen zu verschärfen.“ Diese Sanktionen müssten vor allem das iranische Atomprogramm und die ökonomischen Aktivitäten der Revolutionsgarden treffen. Polenz betonte: „Die Sanktionen müssen hart und effektiv sein. Und sie kommen nur dann an, wenn niemand sie unterläuft. Deutschland wird sich an all dem maßgeblich beteiligen.“

Der nächste idiotische Schwätzer. Das nächste Thema. Die Heimat der Wilhems I. und II. und „Arbeitsgebiet“ eines braunen Anstreichers aus Austria wird doch wohl endlich irgendwo ganz vorne mit Schellenspiel und Panzerfaust zeigen können, woran die Welt diesmal genesen kann. Oder? Als ob das afghanische Abenteuer und die Lügen zum Irak nicht reichen würden. Im Kriegsfalle wäre die ostdeutsche Plage ja Oberbefehlshaber und Gutti Adjudant. Schöne Aussichten.

Allerdings: Murkels Anblick an der Spitze einer Invasionsarmada würde auch Ahmadinedschad in die Flucht schlagen. Denn über angeblich vorhandene Bomben, Chemische Waffen, biologische Bomben wurde uns ja sogar vor der UN so einiges vorgelogen, was zum Krieg „berechtigen“ sollte. Und wer hier Arbeitslosenzahlen und Hartz 4-Zusemanhänge so tzurechtbiegt,. daß sie ins Weltbild der ewig Gestrigen vom rechten Lager passen, der kriegt auch eine Powerpointpräsentation über virtuelle Atombomben hin. Locker.

Bundesminister für Entwicklungshilfe

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Das ist ein Bild von einem echten Durchblicker. Einer, der zackig seinem Entwicklungshilfeministerium vorsteht, was er ja vor der Wahl der schlechtesten aller jemals in der Bundesrepublik installierten Juntas abschaffen wollte. Das Bild stammt vom Blog des Spiegelfechter, der noch feinere Pretiosen zu bieten hat. Niebel. Dirk. Ein Mann mit Durchblick. Richtigem Durchblick. Wie die ganze gelbe Truppe. Die Kabarettisten schlagen sich vor Vergnügen auf die Schenkel und Angela M. atmet ein wenig auf, gibt es doch einige, die noch mehr Stoff für Lachsalven liefern.

Hier in der Metropole sind sie im Rat allerdings ein wenig traurig. So einer wie Niebel, der fehlt ihnen. Der würde den konzeptionellen Nebel in der Butze am Niederwall schon durchtrennen wie einst Clausen, ähm Moses, die Lutter. Ein Bild sagt eben mehr als eine Torte. Bis man sie mal geworfen hat. „Blaue Brille an Schwarzwälder“. Na? Wer wirft zuerst?

Der „nette“ Herr Pinkwart und die braunumrandete Brille

Wenn man den Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, stellvertretenden Ministerpräsidenten von NRW, Stellvertreter und Busenfreund des FDP-Schnellsprechgewehres („Nicht Inhalte zählen sondern Lautstärke“) und altrömischen Romanzünders („Burn Baby, burn“) Westerwelle so sieht, spürt man, warum die StudentInnen ihn so anhimmeln, daß sie am liebsten einen Kübel über dem Hochschulprofessor auskippen würden.

Überhaupt komisch, seine Art zu reden. Nicht, daß ihm immer die Haare zu Berge stehn. Nein, es ist die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der er seine Ansichten wechselt. Als die ziemlich klebrige Klientelpartei die Hotel-Mehrwertsteuersenkung schenkte, pöbelte er wie Rumpelstilzchen „Aussetzen, die Steuer“. Dann lehnte er sich 10 Millimeter gegen Guido Imperatorus Westerwellus auf „Gewaltenteilung an der FDP-Spitze“, um nach Rüffel durch den Verbalpöbler sofort wieder „ins Glied“ hihihi zurückzutreten. Jetzt hetzt er zum Lieblingsthema „Hartz 4“: Wenn die Betreuung in den Jobcentern weiter verbessert werde, „müssen die Bezüge arbeitsfähiger Hartz-IV-Empfänger, die zumutbare Arbeit verweigern, auch konsequenter gekürzt werden“.

Jawoll, Herr Reichspinkwart. Wenn man mal Ihre Leistungen als Professor, Minister und Schreihals als Maßstab anlegt, wären erhebliche Kürzungen auch angebracht. Und zwar zum nächsten Zahlungstermin der Besoldung. „Zumutbare Arbeit“. Aha. Braucht er nicht dringend eine Maniküre für 3 Euro die Stunde, die ihm mal die langsam breiter werden braunen Ränder unter den Fingernägeln wegfeilt? Aber vielleicht erübrigt sich das, wenn der gelben Partei kurz vor der NRW-Wahl des Gütesigel „Rechteste Partei nach CDU/CSU und knapp vor NPD, verliehen wird?

Und überhaupt. Ich bin für Arbeitslager. Arbeitslager für Hartz 4-Gesockse und ein „A“ vorne auf dem gestreiftem Arbeitsanzug. Sollen sie doch sehen, wo sie bleiben, wenn der nette Herr Pinkwart seine schwer verdienten Parteispenden nicht mehr für Hartz 4-Alimentationen ausgibt.

Wer stopft solchen Typen eigentlich mal so richtig das Maul und schickt sie in die Vorlesungen eines Rhetorik-Professors „Wie argumentiere ich ruhig und pragmatisch ohne Volksverhetzung und Diffamierung“? Da kann er dann gleich seinen Busenfreund aus Bad Honnef mitnehmen. Aber vielleicht kichern sie auch nur in der rechten Stuhlreihe und geben vorlaute Antworten auf ungestellte Fragen. Passiert öfter bei Parteien, die nur egoistische Eigeninteressen ihrer Finanziers mit Schweizer Konten als Programm haben. Für Angelegenheiten, die das ganze Volk betreffen, sind sie ja nicht zuständig.

Warum stinkts in Deppendorf?

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Wie ja schon die bösen Gerüchte sagen, soll jener Bielefelder Ortsteil der Flecken Erde sein, wo Gottes Füße am siebten Tag ungewaschen letztmals die Erde berührten: Deppendorf. Nun stinkts da angeblich. Wegen der Biogasanlage der Stadtwerke, die sie wohlweislich nicht im Rathaushof installiert haben, sondern da wo Fuchs und Hase gemeinsam „Nachti“ sagen. Ob es stimmt, wird OBPIT am Wochenende gemeinsam mit den letzten SPD-Parteifreunden und angehängtem Bollerwagen erschnüffeln. Ulrich Deppendorf vom „Hauptstadtstudio Berlin“, Namensgeber des Örtchens, wird darüber wohl eine Reportage mit Guy d´Eau machen.

Aushilfsjob kann „mit Glück“ Festanstellung werden?

Die OECD-Studie, die Sozialleistungen und Arbeitsanreize in Europa miteinander vergleicht, zeigt, dass die deutsche Debatte um Hartz-IV-Bezüge weitergeführt werden muss – und dass sich dabei ein Blick ins europäische Ausland mal wieder lohnt. So haben Franzosen schon ab dem ersten Euro Zuverdienst mehr Geld im Portemonnaie, in Schweden liegt die Schwelle bei 20 Prozent des Durchschnittslohns, damit sich die Aufnahme einer Beschäftigung lohnt. Deutschland hinkt hinterher. Wir geben zwar im Vergleich mehr für Sozialleistungen aus, schaffen aber weniger Anreize, Hartz-IV-Empfänger in Arbeit zu bringen. An dieser Stelle kommt mal wieder die Debatte um Zuverdienstgrenzen ins Spiel. Fest steht: Aus einem Aushilfsjob kann mit etwas Glück eine Festanstellung werden. Auf jeden Fall aber kann er der sprichwörtliche Fuß in der Tür der Arbeitswelt sein. Maßgeblich ist, dass ein Zuverdienst, der sich lohnt, Familien am Ende des Monats mehr Geld ins Portemonnaie spült und damit den Betroffenen
signalisiert, eine wichtige Rolle in der Gesellschaft zu spielen. Auch das sollte bei der Debatte berücksichtigt werden.

Und dann, liebes Westfalen-Blatt, solltet Ihr Euch mal eine überdimensionale Laterne kaufen und in die dunklen Ecken leuchten, wo die gigantisch vielen Stellen nur so lauern. Wenn Ihr dann noch Kraft habt, schickt einen Lichtstrahl auf die Aushilfsjob, die eben nicht zu festen Anstellungen führen und laßt den Strahl auch auf die in Mode gekommenen Praktika leuchten, die unbezahlt die Arbeitgeberkasse füllen. Wer unbezahlt Kaffee kocht, erbringt letztlich eben doch eine Leistung, die das Unternehmen nicht entlohnt. Dafür „lernen“ sie ja was. Unvergessen die Worte des weiblichen Klons aus Helmut Kohl und Honecker, die es sich im Osten Deutschlands so richtig kuschelig gemacht hat und an ihrer Legende „Innerlich war ich ja schon als Baby dagegen“ arbeitete: „Sozial ist, was Arbeit schafft“. Steht auch über dem Eingangstor des sowjetischen Archipel Gulag: „Prawda: Erst viel Rabotti, dann wenig Fressi“. Das neoliberal-pseudosozialistische Geschwafel hängt einem zum Halse raus. Es stinkt nicht im Staate Dänemark sondern gewaltig in diesem Lande.

Klaut Arm. BI den Zebras das Futter?

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Heute abend, wenn auf der Alm Arm. Bielefeld versucht, den Duisburger Zebras die wichtigen 3 Punkte zu klauen, müßte man sich eigentlich ins Auto setzen und unter vielmaligem Befahren des Ossidamms Radio Bielefeld und der kaskadierenden Stimme von Uli Zwetz lauschen. Da könnte man Höhe Johannisfriedhof nach einem Tor für die Almdudler mal so richtig bei 80 in die Hupe steigen.

Die Worte des Gauklers

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Hier läßt sich der zarte Mann aus dem schildaesken Rathaus am Niederwall den Schlüssel zum Eingangstor von DFB-Repräsentantin Steffi Jones entwinden. Vielleicht wäre es besser, sie behielte ihn? Attraktiver ist sie allemal und konnte richtig gut Fußball spielen. OBPit ist eher der Typ Gaukler, der ohne Ball losrennt und beim Torschuß merkt: „Da fehlt doch was?“ Wenn die Artisten aus der Zirkuskuppel stürzen kommt bekanntlich die Stunde der Gaukler (früher: Clowns). Arg gegaukelt ist auch, was er entgegen der Argumentation der meisten Mitglieder des Rates zum komischen Deal des Klinikums – „Ich gebe Dir mit voller Hand aus meiner leeren Tasche, weil das, was ich Dir gebe, wahnwitzige Patientenzahlen erzeugt“ – sagt:

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Und ebenjener OB, dessen gaukelndes Herz doch angeblich so heftig für den Fußball schlägt, meint dann das zum „Public viewing“ in der Ravensberger während der Fußball-WM in Südafrika:

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Karneval ist durch, Herr OB! Dabei ist das doch ganz einfach. Das freigiebige Klinikum gibt sogenannte „Genußscheine“ aus und sponsert das Ganze einschließlich Cheerleader in weißen Kitteln: Wer mit Maleschen anne Beine, deformierten Rippen oder ausgerenkten Gliedmassen zum Public viewing kommt, wird lebenslanges Mitglied des Klinikumförderkreises „Meine Wade ist mir heilig“. Dann wird es wohl noch einen Hunderttausender locker machen. Ich vergaß: der zarte Mann gehört ja der Partei an, bei der es chic ist, seine Meinung über die ganze politische Bandbreite zu dehnen. Das schafft Bürgernähe, bindet die Jüngeren eng an die Glitzermetropole und Hans-Rudi muß keinen Geldgeber suchen.

Armut muß sich wieder lohnen

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Komisch. Diese Zahl hörte man gestern auf den lächerlichen Aschermittwochsreden der klügsten Menschen der Nation nicht. (Hier in der glitzernden Metropole gab es bei der Union sehr passend Sülze). Stattdessen Plattitüden vom Feinsten. Wir wollen sie hier nicht wiederholen. Lohnt nicht. Zur Abwechslung zeigen wir mal den nächsten Schwachsinn, der jetzt per gesteuerter Umfragen hochgeputscht wird. Nun soll es also die grüne Beliebigkeitspartei an der Seite der Christen richten? Klar. Die ehemaligen Taxifahrer, Parkaträger und Steinewerfer passen sich nahtlos an. In Gesinnung und Standpunkt. Hauptsache, der Futtertrog stimmt, an dem man dann mit demonstrativ umweltverträglich von Bambussocken aus biologisch vorhaltendem Anbau verhüllten Käsemaucken für neue Atomkraftwerke in NRW demonstriert. „Nä weißt Du, die sind doch Klimaneutral“. Ist mein Käsebrötchen heute morgen auch.

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Dazu passt auch diese Pressemeldung über den aufgeschwemmten ehemaligen Taxidriver, Turnschuhminister und „Was-hatte-ich-gestern-für-einen -Standpunkt?“, der mal 2004 im Bundestag formulierte: „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“. Aber wenn das Geld im Kasten klingt, die grüne Seele auch zum Teufel springt. Nä Joschka? Dazu passt natürlich diese Pressemeldung:

Der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer hat einen Ruf an die Universität Düsseldorf angenommen. Wie
die „Rheinische Post“ (Heutige Ausgabe) berichtet, erhält der Grüne in diesem Jahr die Heine-Gastprofessur. Sie ist ein Geschenk des Landes Nordrhein-Westfalen und wird seit 1988 vergeben, als die Hochschule den Namen des Dichters annahm. Prominente Vorgänger von Fischer waren unter anderem Altkanzler Helmut Schmidt, Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki sowie die Schriftsteller Sigfried Lenz und Juli Zeh.

Wird er aus den „Erinnerungen eines Taxifahrers und afghanischen Brunnenbauers in US-Diensten“ lesen? Oder doziert er aus dem Essay „Ein grünes Chamäleon. Über die Beliebigkeit des blitzschnellen Wechsels politischer Standpunkte“?

Bundeshorst zeigt uns die Banane

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Angeblich will die beste aller besten Regierungen ja das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten mittels Stopschild nicht. Warum dann hat der Bundeshorst es doch unterzeichnet? Dement? Oder ein Trick durch die Hintertür um dem deutschen Kroppzeug an Volk mal zhu zeigen, wer der herr im Haus ist: Ein Sparkassendirektor.

Als oberster Repräsentant der Bananenrepublik von US- und Brüsseler Gnaden ist das allerdings eine etwas seltsame Jobauffassung. Hauptsache, das BKA freut sich über den „geheimen“ Job. Denn niemand aus der bespitzelten Volksmasse erfährt, was oder wer auf den „geheimen“ Sperrlisten steht. Da können die Herren mit Schlapphut und langem Mantel mal so richtig in die Vollen gehen. Ein Teil der Deutschen sind und bleiben eben geborene Blockwarte und Stasifans.

Die Flugbahn kennt Guido ja schon

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Wie kaum einer außer dem wegen Steuertrickserein verurteilten, dafür zum „Ehrenvorsitzenden“ gemachten und mittlerweile in den ewigen gelbblauen Jagdgründen weilenden Grafen L. hat der anrüchige Münsteraner Möllemann mit Aktionen am rechten Rand und jenseits der Legalität die komische Klientelpartei FDP (westfälisch: „Füllt Die Prieftaschen“) geprägt. In diesem Zeitdokument erklärt er Guido, warum man den Fallschirm nicht zu öffnen braucht, wenn man den Horizont kackbraun sieht. Und Guido: Es gibt für die Vergütungen von Ärzten, Steuerberatern, Rechtsanwälten Gesetze, die das so regeln, daß Angehörige dieser Berufe äußerst selten in die Nähe von H 4 geraten. Arbeitern und Angestellten billigen Sie das nicht zu?

Der Schuß in den Ofen

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Aschermittwoch 2010. Die eine Fraktion Gottes bekommt das Aschenkreuz und beichtet die Sünden der „tollen Tage“, die Andere geht leer aus und muß mit den Sünden leben. Apropos Sünden. Es war so still hier die Tage in der glitzernden Metropole unter dem Sparrenwinkel-gekrönten Steinhaufen. Wenig mehr als nichts von Arm. Bielefeld, ein bißchen Empörung noch über den irgendwie grenzdebilen Klinikum-ich-hab-nichts-geb-Dir-aber-weil-die-Waden-Deiner-Kicker-so-ne-tolle-Werbung sind-wehe-das-Personal-will-nun-ein-paar-Brosamen-mehr-Gehalt-Deal. Das verbale gelbe Maschinengewehr der Ärzte/Apotheker/Steuerberater/Großunternehmer und Parteienkäufer/Ich-bin-zwar-dämlich-aber-Leistungsträger kreischt im fernen Berlin seine Haßparolen in den Tag und kichert dümmlich über diesen Coup einer überflüssigen Splitterpartei aus der rechten Kurve mit genialer Selbstüberschätzung in sich hinein. Bei Olympia feiern Funktionäre der deutschen Mannschaft glückselig die Übernahme der Spitze der „ewigen Bestenliste“, die natürlich ohne die leicht gedopten AthletenInnen der ehemaligen DDR nicht möglich wäre.

Und unser zartes OBerhaupt an der Spitze der fast salzlosen Verwaltung des Teutoburger Schildas? Pah. Die legen jetzt wieder los wie die Feuerwehr der Schnecken. Gibt ja mehr als genug neue Schlaglöcher in dieser Stadt und auf den Straßen des Speckgürtels. OBPit wird sie mit dem Herrn Moss alle einzeln besuchen und katalogisieren und Hans-Rudi plant schon den nächsten aufregend-nervenzerfetzenden „Slalom der Belaglöcher“ mit 1oo Läufern aus 200 Nationen. Gekonntes Stadtmarketing ist eben auch die erbarmungslose Nutzung heimischer Ressourcen.

Ich vergaß: Es ist der erste Tag des Beginns der Fastenzeit. Aber fing die nicht schon viel früher an?

Halle kapituliert

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Das sich selbst stolz „Lindenstadt“ ob der vielen Linden an den Straßenrändern nennende Halle, knapp vor der Toren der Glitzermetropole, kapituliert und stellt den Streudienst bis auf absolute Gefahrenstellen ein. Das sind dann die, wo man natürlich entgegen weit verbreiteter Meinung – auch mit einem Allradler rutscht. Ich geb mal nicht die teils deftigen Kommentare der stolze Gebühren für alles Mögliche abdrückenden Einwohner wieder und enthalte mich eines Kommentars. Wer muß schon durch Halle, wenn er zB. nach Borgholzgausen, Hilter oder Osnabrück muß? Eben. Niemand. Er kanns ja lassen. Oder über Hannover nach Herford nach Melle nach Osnabrück fahren.

1 Guido-Tag hat 48 Stunden

Lobbyarbeit kann sich lohnen. Besonders wenn man Guido Westerwelle heißt. Das ist die Liste 2008/2009 der beim Bundestag angemeldeten Nebentätigkeiten neben dem Mandat, der Scheintätigkeit als Außenminister, FDPO-Alleinunterhelter und Muttis Vizekanzler. Wohl bekomms:

2. Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat

Agentur Schenck, Berlin,

Vortrag, August 2008, Stufe 3

Aspecta HDI Gerling Lebensversicherung AG, Mainz,

Vortrag, Februar 2007, Stufe 3

AXA-Krankenversicherung AG, Köln,

Vortrag, Januar 2006, Stufe 3

BCA AG, Bad Homburg,

Vortrag, März 2009, Stufe 3

Close Brothers Seydler AG, Frankfurt/Main,

Vortrag, Juni 2008, Stufe 3

Congress Hotel Seepark, Thun/Schweiz,

Vortrag, September 2007, Stufe 3

CSA Celebrity Speakers GmbH, Düsselsdorf,

Vortrag, Oktober 2008, Stufe 3

Vortrag, März 2009, Stufe 3

Dr. Schnell Chemie AG, München,

Vortrag, Januar 2009, Stufe 3

DS Marketing GmbH, Brühl,

Vortrag, März 2006, Stufe 3

econ Referenten-Agentur, Straubing,

Vortrag, Mai 2006, Stufe 3

Vortrag, Juli 2007, Stufe 3

EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, Rottendorf,

Vortrag, Juli 2006, Stufe 3

EDEKA Zentrale AG & Co.KG, Hamburg,

Vortrag, Juni 2009, Stufe 3

EUTOP Speaker Agency GmbH, München,

Vortrag, Juli 2007, Stufe 3

Vorträge, 2006, Stufe 3

Fertighaus WEISS GmbH, Oberrot,

Vortrag, September 2006, Stufe 3

Flossbach & von Storch Vermögensmanagement AG, Köln,

Vortrag, Mai 2007, Stufe 3

Gemini Executive Search, Homburg,

Vortrag, Oktober 2007, Stufe 3

Genossenschaftsverband Frankfurt, Frankfurt,

Vortrag, Oktober 2005, Stufe 3

Hannover Leasing GmbH & Co. KG, Pullach,

Vortrag, Juni 2006, Stufe 3

Vortrag, Oktober 2008, Stufe 3

Lazard Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg,

Vortrag, Januar 2007, Stufe 3

LGT Bank AG, Zürich/Schweiz,

Vortrag, April 2007, Stufe 3

Lupus Alpha Asset Management GmbH, Frankfurt/Main,

Vortrag, November 2008, Stufe 3

MACCS GmbH, Berlin,

Vortrag, November 2007, Stufe 3

Maritim Hotelgesellschaft mbH, Bad Salzuflen,

Vortrag, November 2005, Stufe 3

Movendi GmbH, Lohmar-Honrath,

Vortrag, Oktober 2008, Stufe 3

Rednerdienst & Persönlichkeitsmanagement Matthias Erhard, München,

Vortrag, Oktober 2006, Stufe 3

Vorträge, 2009, Stufe 3

Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA, Köln,

Vortrag, März 2006, Stufe 2

Serviceplan Agenturgruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG,

Haus der Kommunikation, München,

Vortrag, Februar 2007, Stufe 3

Solarhybrid AG, Brilon,

Vorträge, Juni 2008, Stufe 3

Team Event Marketing GmbH, Rosbach v.d.H.,

Vortrag, Mai 2007, Stufe 3

Vincero Holding GmbH & Co. KG, Aachen,

Vortrag, September 2007, Stufe 3

Wolfsberg – The Platform for Executive & Business Development, Ermatingen/Schweiz,

Vortrag, September 2008, Stufe 3

3. Funktionen in Unternehmen

ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Düsseldorf,

Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3

Deutsche Vermögensberatung AG, Frankfurt/Main,

Mitglied des Beirates, jährlich, Stufe 3

Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, Hamburg,

Mitglied des Beirates (bis 31.12.2008)

TellSell Consulting GmbH, Frankfurt/Main,

Mitglied des Beirates, 2006, Stufe 3

4. Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts

ZDF, Mainz,

Mitglied des Fernsehrates (bis 31.07.2006)
5. Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen

Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV), Aachen,

Mitglied des Beirates, ehrenamtlich

Atlantik-Brücke e.V., Berlin,

Mitglied des Vorstandes, ehrenamtlich

Deutsche AIDS-Stiftung, Bonn,

Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich

Initiative „für mich, für uns, für Bonn“ zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements, Bonn,

Mitglied der Jury, ehrenamtlich

Internationale Journalistenprogramme (IJP) e.V., Königstein/Taunus,

Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich

Verein der Freunde und Förderer des Theaters „Haus der Springmaus“ e. V., Bonn,

Beisitzer des Vorstandes, ehrenamtlich

Dafür kriegt Guido, dieses nie aus der Pubertät herausgekommene Ziehkind Jürgen Möllemanns, locker um die 200.000 €. Da fängt es langsam an, sich ein chices Nummern-Konto bei der USB in Zürich anzulegen. Kennwort „Ich vom rechten Rand“. Womit bei seinen Wütungen gegen „Linke Ideologen“ durchaus sein nun offengelegter gesellschaftlicher Standort gemeint ist. Wobei wir nun wieder den Kreis ziehen können zu seiner Pennälerhaft-keinkarierten Bemerkung zu einem ausländischen Journalisten eUnd Bielefelder berbürgermeister hät er eigentlich auch noch nebenbei werden können, der Tausendsassa von „Esel“: „In Deutschland wird Deutsch gesprochen“. Jawoll Guido und stramm gestanden. Und als Friseuse wegen der globalen Konkurrenz für 3,00 Euro die Stunde die Haare geschnitten.

Wieder ein Stück näher an New York

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Ne wat originell. Ein Marathon für die Glitzermetropole, dieses Kleinod zwischen Senne, Kesselbrink und dem Hoch im Norden, Jöllenbeck. September 2011 rennen die Spasskassen vor sich selbst davon. Kein Wunder bei solchen vier gereckten Daumen. In New York überlegen sie schon, wie sie diesen Marathonösen Angriff aus der Teutonenmetropole kontern können.