Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sa
13
Feb '10

Amtliche Warnung vor SCHNEEFALL

Wer hätte das gedacht, es fällt tatsächlich Schnee und das schon den ganzen Tag. Entschuldigung, wer schaut denn ins Internet, wenn ein Blick aus dem Fenster schon genügt. Es schneit, der Wahnsinn, mit amtlicher Warnung und bestimmt auch mit amtlicher Genehmigung. Und das auch noch mit einem Link-Adler des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Pffft. Hallo? Es ist Winter, es ist weiß und noch mehr Weiß kommt dazu, bevor dass andere Weiß überhaupt weg ist.

Meine Prognose: Es ist kalt, solange es winterlich ist. Die Straßen sind glatt, egal ob am Tag oder in der Nacht. Da wo keine Sau fährt, liegt Schnee, solange es nicht ein bissel über 0 geht. Schnee ist weiß und wenn er mal gelb ist … war jemand da um etwas “geschäftliches” zu erledigen.

Amtliche WARNUNG vor SCHNEEFALL
für die Stadt Bielefeld
gültig von: Samstag, 13.02.2010 10:00 Uhr
bis: Samstag, 13.02.2010 18:00 Uhr
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am: Samstag, 13.02.2010 09:40 Uhr

So isses, das Bergvolk

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Momentan, wo die Bergführer und Skilehrer nichts zu tun haben, weil sich die weibliche Klientel eher beim “Faste-lovend” vergnügt und sich keine in ihren Obernstraßen-Bogner-Dresses in die Lawinengegenden des Teuto wagt, treiben sie angesichts der tief verschneiten 500er, der steilen Hänge an der Schwedenschanze und den Abgründen rings um die Sparrenburg ihren Schabernack. Gestärkt von Jagertee mit Wacholderschnaps (Landschaftlich sogenannte flüssige “Irrenstärkung” genannter Trunk, der schon in den Anfängen der Glitzermetropole getrunken wurde, als sie andernorts bereits im Absinth versanken) bauen sie den Scheegebirgen Gipfelkreuze.

“Mount Everest”. Aha.

Es wäre der Clou des Jahrhunderts. Hopp Suisse!

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Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Oh, sie haben ihren Rütlischwur (Schilller “Wilhelm Tell”, 2. Aufzug, Schluss der 2. Szene) nicht vergessen, die Bewohner der Schluchten und Täler zwischen Zürich, Bern und Genf. Jetzt zeigen sie, warum Wilhelm Tell beim Schuß auf den Apfel einen zweiten Pfeil im Köcher hatte:

Nach Angaben des Chefs der konservativen SVP im Kanton Zürich und Präsident des Bundes der Steuerzahler Schweiz gibt es Hinweise, dass zahlreiche deutsche Politiker und Richter in Liechtenstein und der Schweiz Konten oder Stiftungen unterhielten. “Die ersten Informationen darüber werden uns schon angeboten”, sagte Heer dem Blatt.

Ich glaube, das können wir ohne weiteres glauben.

Schneebild. Obligatorisch.

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Wär ja gelacht, wenn heute an diesem Faschingssamstag hier kein Schneebild erscheinen würde. Bitteschön: Queller Straße, kurz vor der Balsam-Kreuzung.

Profil mit Volksverhetzung?

Guido Westerwelle weiß, was er sagt. Und wie er es sagt. Es ist kein Ausrutscher, wenn der ob seiner rhetorischen Brillanz vielgerühmte FDP-Chef in der Hartz-IV-Debatte mit Worten wie »spätrömische Dekadenz« und »geistiger Sozialismus« für Empörung sorgt. Genau die hat er gewollt. Über das gewohnte Maß hinaus krawallig, aber zielgerichtet positioniert er die FDP dort, wo er bei der sozialdemokratisierten Union eine Lücke ausmacht: Als Schutzpatron derjenigen, die das Geld verdienen müssen, das der Sozialstaat verteilt, und das sind ja nicht nur die Ärzte oder Apotheker, die gemeinhin zur liberalen Stammkundschaft gezählt
werden, sondern weite Teile des lohnsteuerzahlenden Mittelstands. Die schmallippige Distanzierung, die die Kanzlerin ausrichten ließ, zeigt, dass Westerwelle einen wunden Punkt berührt hat. Taktisch allerdings begeht der FDP-Chef einen Fehler. Die von ihm
umworbene Mittelschicht, so wissen Soziologen, wünscht sich ein stabiles soziales Netz, weil sie zunehmend befürchtet, eines Tages selbst abzustürzen. Wählerstimmen kann Westerwelle mit seinen Tiraden also nicht gewinnen, allenfalls politisches Profil.

Jojojo, liebes Westfalen-Blatt. Seit wann ist volksverhetzende Krakeelerei auf primitivstem Niveau eines Joseph Goebbels gut für “politisches Profil”? Ich gebe mal lieber nicht wieder, was Bielefelder Parteimitglieder über ihn sagten.