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Do
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Feb '10

Arm. Bielefeld: “Dramatische Finanzlage”

Finanzchef Heinz Anders und Aufsichtsratsboss Norbert Leopoldseder haben es bestätigt: Arminias Finanzlage ist dramatisch. Spätestens jetzt ist klar geworden, dass der Aufstieg in die 1. Liga ein Muss ist. Nur so können Gelder generiert werden, die
den DSC aus seiner desaströsen Situation befreien. Misslingt dieses Vorhaben, bleibt nur, in der 2. Liga ganz neu anzufangen.
Leistungsträger müssten verkauft und eine neue Mannschaft aufgebaut werden. Es dürfte Jahre dauern, bis Arminia wieder um den Aufstieg mitspielen könnte - wenn überhaupt. Denn auch der Weg in die andere Richtung ist möglich. Wie es ist, aus dem Profifußball in die Amateurklassen durchgereicht zu werden, hat Arminia schon erlebt. Das braucht niemand ein weiteres Mal. Doch die Lage ist so ernst, dass nichtmal das ausgeschlossen werden kann. Arminia dreht und dreht, doch (fast) alle Geldhähne sind zu. Die jüngste Finanzspritze des Klinikums Bielefeld bezeichnen Insider als Notkredit der öffentlichen Hand. Gern würde Arminia noch Profis abgeben, um an Geld zu gelangen. In Deutschland ist das seit dem 1. Februar nicht mehr möglich, andere Spielermärkte sind aber noch offen. Arminia prüft, was noch geht. Die potenziellen Retter sind bekannt, Schüco und Co. halten sich mit Hilfsmaßnahmen aber zurück. Gestern teilte der DSC mit, dass die Gespräche mit der Wirtschaft laufen. Als nächster Schritt werde das Gesamtkonzept erarbeitet. Ein Einstieg ist jedoch nach wie vor erst zur neuen Saison angedacht. Dass Arminia Unterstützung selten dringender nötig hatte als jetzt, könnte vielleicht zu einem Umdenken führen. Andernfalls sähe es so aus, als ließen die Unternehmer den DSC am langen Arm verhungern.

Tja, liebes Westfalen-Blatt. Dann legt mal ein “Notopfer Arminia” auf, damit der letzte Imageträger der kleinen geduckten Metropole unter dem Steinhaufen Sparrenburg nicht auch noch die Flatter macht. Ach so, ja, bevor ich es vergesse: Der OBerbollerwagenlenker lächelt nur dazu, denn die Stadt ist seit dem Klinikum - Geschenk noch pleiter als pleite….

Februar

Der Februar ist der Kesselbrink unter den Monaten.

“Bleiben, wie wir sind”

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Er hat ja schon flotte Sprüche drauf, der OBerbollerwagenfahrer vom Rathauseck. Allerdings bedürfen sie meist einer gründlicheren Auslegung. Was meint der zierliche Mann im Vorfeld der Frauenfußball-WM U 20, die zehnmal auf der Alm Spiele austragen läßt? Wie sind wir denn, daß wir so bleiben sollen? So stellenweise kleinkariert wie die Verwaltung? Spinnen wirs lieber nicht aus, sonst kriegen wir noch von Hans-Rudi, den werblichen Stadtverweser, eins aufs Ohr. Das wär nicht gut für die Möchtegern-Metropole an der reißenden Lutter.

Was für ein dämliches Klinikumgeschwafel

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Stell Dir einfach vor, Du bist tariflich bezahlter bezahlter Mitarbeiter des Klinikums Bielefeld und die Tarfiverhandlungen stehen an. Du sagst dem Klinikgeschäftsführer und strammen CDU-Mitglied Dr. Johannes Kramer, Du möchtest ein paar Prozente mehr. Was er antwortet, weißt Du schon: “Dafür haben wir keinen Spielraum im Etat”.

Gestern begründete er vehement auf einer Pressekonferenz des ewigen Auf - und Absteigers und permanenten eher Zweit - als Erstligisten, warum man eine königliche “Spende” von 250.000 Euro an den Berufsfußballverein geleistet hat: “Die Gelegenheit war günstig, die Arminia suchte grad neue Spieler”. Hä? Leider verbietet die Höflichkeit, das gebührend zu kommentieren. Ein städtisches Klinikum, das jahrelang tiefrote Zahlen geschrieben hat und jetzt nur durch Einsparungen beim Personal grad so hinkommt, vergibt Kredite für Fußballerkäufe? Laut einem Bericht der NW von heute wies die Bilanz Ende 2008 einen Fehlbetrag von satten 58,4 Millionen aus.

Die Denkweise des Mannes mit dem harschen Auftreten ist so absurd, da werden noch ganz viele zukünftige “Kunden” empört aufschreien. Und der zierliche OBerbollerwagenpilot an der Spitze der Verwaltung? Der grinst nur. Was sind schon 60 Millionen, für die die tief verschuldete Stadt Bilefeld eine Ausfallbürgschaft übernommen hat? Eben nichts angesichts der jetzt kommenden Griffe in die Taschen der Bürger, um den ganzen Scheiß überhaupt noch einigermaßen finanzieren zu können.

Der liebe Gott schickt eben meist nicht die intelligentesten und klügsten in die Führungspositionen….