Archiv für den Monat: Februar 2010

Königin der leeren Worthülsen

„Es sei auch bekannt, dass die Kosten für das Gesundheitssystem weiter steigen. Deshalb müssten auf der einen Seite die Ausgaben begrenzt werden, wo dies möglich sei. Auf der anderen Seite müssten die zusätzlichen Kosten verkraftbar und solidarisch verteilt werden. „Und da sagen wir – und das ist übereinstimmende Meinung von Union und FDP – kein Zuwachs bei den Arbeitgeberbeiträgen, weil wir die Lohnzusatzkosten nicht steigern dürfen“. Da ist es wieder, dieses Unwort der ehemaligen FDJ-Sekretärin für Agitprop der DDR und jetzt Zufallskanzlerin der Bundesrepublik in einem Interview mit dem Staatsfernsehen, genannt ARD.

Wie würgt man eine ohnehin schon kaum noch atmungsfähige Binnenkonjunktur noch weiter ab? Indem man die Bürger noch weiter belastet und den bisherigen Anteil der ach so armen Arbeitgeber „einfriert“. Wieviel Bescheuertheit verträgt das für nahezu alles blechende Wahlvieh?

Warten auf „Xynthia“

p1040994.JPG

Nö, mit „Xynthia“ ist keine Kundgebung mit Angela Merkel auf dem Jahnplatz gemeint. „Xynthia“ ist ein schwerer Frühlingssturm, der grade in Frankreich in hunderttausenden Haushalten den Strom ausgeknipst hat. Gegen Abend soll er Nordrhein-Westfalen zeigen, was ne richtige Bö ist. Aber wird sind ja Sturmerfahren nach „Kyrill“ und „Emma“. Oder?

„Schmucke“ Kerle mit Axe unterm Arm

p1040993.JPG

Ich so zur schöneren und besseren Hälfte: „Gehste da hin?“
Sie so: „Wohin?“
Ich so: „Ladies Night bei Karstadt am Mittwochabend. Nur für Frauen“
Sie so: „Was soll ich da?“
Ich so: „Einkaufen, Sekt trinken, halbnackte Kerle mit Brille gucken“
Sie so: „Soviel Axe können die strippenden Kerle gar nicht unterm Arm haben, daß ich da hinginge“
Ich so: „Das isn Argument“
Sie so: „Was machste jetzt, wo Olympia vorbei ist? Welche scharfen Kufen guckst Du Dir nun an?“
Ich so: „Pffffffftttttt“

„Schäbiger Volksverdummungsversuch“

p1040992.JPG

Die „Sonntagsfrage“ des Westfalen-Blattes beschäftigt sich in der sonntäglichen Ausgabe noch mal mit dem unsäglichsten Egomanen und Job als Aussenminister-Verweigerer Guido W. Wenn er immer noch der Meinung ist, die „breite Masse der Bevölkerung“ stimme seinen Tiraden und bewußt verfälschten Aussagen zu, sollte man ihm diese Leserbriefe unter die Sperlingsnase halten. „Schäbiger Volksverdummungsversuch“ ist noch die humanste Aussage. Der Viel- und Dummschwätrzer muß aufpassen, daß er nicht völlig verbrennt. Den ganzen Tag Guido, Guido, Guido kommt überhaupt nicht gut an. Wie die gesamte gelbbraungerandete Splitterpartei.

PS: Sie möchten das „verbale Schnellfeuergewehr des Neoliberalismus“ weghaben? Dann hier zeichnen:

http://www.petitiononline.com/hj1964/petition.html

(Danke. madamef)

Das Orakel von Bielepheldi

Eines ist doch klar, jeder will nun DER! Obermotz sein, der Guido zu Fall bringt, da seine Strategie (oder die ihm dargelegte) irgendwie nicht aufgegangen ist. Besonders die Medien müssen das Mülltonnenwühlen doch nun anfangen, insoweit noch nicht auf FDP-Linie. Ich möcht‘ mal gerne wissen, wer schon alles dran ist, in Guido’s Leben zu wühlen, die ältesten Fotos rauskramen, die widerlichsten Posen abzudrucken, naja, DEN schlimmsten neueren Moment einzufangen und der Bevölkerung zu zeigen. Und wem von der Presse wird es gelingen? Es bleibt spannend. Ich glaube das ist zur Zeit das Einzige was gegen das Augenverdrehen (über neue Schrotttaten der Politiker) und die sonstige Langeweile (Gibt ja keinen Schnee mehr über den man sich aufregen kann) hilft. Wir sind gespannt, wir warten weiter auf diesen einen Moment, *Ironie on* damit die Zeitung wieder das Papier wert ist auf dem es gedruckt ist *Ironie off*.

Das Orakel von Bielepheldi sagt, Ende April ist es soweit, kurz vor der Wahl in NRW … dann hauen die (also, die Presse) noch einen richtigen Klops raus, den sie jetzt schon in der Tasche haben, aber der verfliegen würde, wie ein Pups im Wind. Warum sollte man jetzt schon gegenstinken, wenn de Luft noch verpestet ist – jaja, das Orakel, wenn einer wissen möchte wo das Orkale von Bielepheldi steht, da habe ich etwas für Euch:

http://www.bielefeld01.de/geodaten/welcome_naturdenkmal.php

Sucht Euch eins aus.

„Ich wollte Libero werden“. Auahhhh

sn850300.JPG

Wer einen Parteichef wie die gelbe Rechtsaußenboje Guido hat, kann wahrscheinlich nur so sein wie der Oberhampler vornedran. Das ist also das Birgittsche. Kommt aus dem outbackschen Singen am Hohentwiel. Ihr Vater war Bestattungsunternmehmer und das nicht sonderlich sympathische Töchterlein versucht das grad mit dem Sozialstaat über die Bühne zu bringen. Im Interview mit der NW demonstriert sie – „ich wollt mal Libero werden“ (andere Damen wollten eher Libera werden) – warum Politiker nahezu alleamt einen Triller unterm Pony haben und entrückt der Wirklichkeit Geschichten aus dem Wienerwald erzählen. O-Ton der Dragonerin zum unsäglichen Zustand der Koalition der Bekloppten:

– „Sturm gibt es in jeder guten Ehe“
– Es gibt gut funktionierende Achsen in dieser Koalitition
– Man muß sich manchmal etwas zuspitzen, um gehört zu werden
– Kommunen jammern uns nur die Ohren voll

Diese Frau ist das Musterbeispiel einer Politikerin, die niemand gerufen hat, die sich aber für wichtigst und unwiderstehlich hält. Wählen wir sie und ihre Klientelpartei in NRW im Mai da hin, wo sie hingehören: Unter die 5%. Selbst unser Apotheker ist ja schon verschnupft. Hatten das Sperlingsgesicht der Liberallas und Fast-Liberos doch Wunderdinge versprochen, von denen man ziemliche Tranchen schnell unter der Hand in der Schweiz oder Liechtenstein hätte einlagern können.

Arm. Bielefeld wird noch mehr Schüco

sn850299.JPG

Sie haben sich derart in die finanzielle Bedrouille rangiert, daß es wohl nur noch einen Frage der Zeit war, bis aus dem Verein ein Werkclub von Schüco ward. Nun ziert die nächstsaisonige Brust der Helden des Rasens ein „Schüco“. Der Herr über Fenster und Solar hat für die „Rettungstat“ nicht wirklich viel ausgeben müssen. Aber ob es die Almdudler weiterbringt?

Übrigens: Der SC Paderborn gewann gestern sein Spiel gegen 1860 München und steht aktuell nur noch 3 Punkte hinter den Arminen. Gibt es nicht am 20. März das Derby auf der Alm?

Guten Tag, Filzland!

So, der sächsische Minipräses Tillich gibt also auch gegen Geld Audienzen und erzählt aus seinem reichen Erfahrungsschatz in der Ex-DDR. Mann, was waren wir stolz, das unser Maximo Leader, der Arbeiterführer Rüttgers, Opel-Volksredner-was-hat-er-da-eigentlich-gemacht? allein auf weiter Flur stand. Denkste. Man darf sich aber auch über nichts freuen, was unserere grandiosen integren, charaktervollen, absolut unkorrumpierbaren Helden der Politik angeht.

Wenn man denkt …

… es kann ja nicht schlimmer kommen, weil man daraus gelernt hat, steht im Handelsblatt folgendes:

HSH Nordbank schüttet Boni aus

Yeah! Yippie! Darauf haben wir alle gewartet. Der schlechte Scherz kommt etwas spät, denn die 5. Jahreszeit ist bekanntlich ja schon vorbei. Anscheinend wird dieses Vorhaben aus Kreisen der CDU sogar für richtig und unverdächtig befunden. Tja, warum mal kleine Brötchen backen, alles muss raus, das gute Geld, sonst wird es schimmelig und schlecht, sind ja nur 3 Milliarden Steuergelder und schlappe 10 Milliarden als Garantien die dort drin stecken.

Jeder macht locker flockig weiter wie bisher, so muss es sein, so kann es bleiben, denn dann kommt die nächste Krise bestimmt, ich hoffe dann gibt es wieder Abwrackprämien, bei der Letzten war ich nicht dabei. Gut Ding will Weile haben. Also warte ich noch, kann ja nicht mehr lange dauern bis noch mehr Unfug von anderen Banken kommt. Wir sind mal gerade in der Talsohle, die Spitze noch nicht vor Augen, so glaube ich.

Zum Nachlesen: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/trotz-milliardenverlust-hsh-nordbank-schuettet-boni-aus;2536414

Da kommt Arminia nicht mit

mitte-almfahne.jpg

Stell Dir vor, Du stehst an der roten Ampel, wo es links zur Stadthalle geht und gradaus ins Outback nach Herford. Deine Spiegel sind beklebt mit den Insignien des genialsten Fußballvereins, wo es hier gibt. Dein Gasfuß mach „Wruuuuum, wruumm“ und nochmals „Wruuumm, wrummmmm“. Der unbeklebte schwarze Dreia neben Dir antwortet in seiner ganzen Tieferlegung nicht. Deine Ampel springt über gelb auf grün, Dein Fuß drückt das klemmende Pedal (Toyota?) durch und Göktan im Dreia schiesst Dir davon. Dann liest Du auf der Heckscheibe:

Schmarren untan Sparren: G-a-l-a-t-a-s-a-r-a-y!

Boah eh Alda. Amminia gewinnt nichmal anne Ampel.

(Die Klebedinger gibts auch mit Schwarz-Rot-Gold für die Fußball-Weltmeisterschaft, wennse auffn Weg ins Outback zu Paplik Juhing bist.

Sie sind ein wahrer Demokrat, Herr Lammert

protest-gegen-afghanistan-krieg.jpg
Screenshot von „SPIEGEL online“

Die große Mehrheit der Bevölkerung ist gegen deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan.
Der Krieg ist aber kein Krieg sondern ein verbaler Eiertanz.
Krieg darf man nicht sagen. Das ist eine „lokale militärische Auseinandersetzung“.
Afghanistan ist überfallen worden, weil es da angeblich den von der CIA erfundenen und installierten Bin Laden gibt.
Den sie niemals finden werden, weil es ihn nicht oder nicht mehr gibt.
Was Deutschland damit zu tun hat, bleibt im Dunkeln.
In Afghanistan sterben Menschen, die für diesen Schwachsinn nichts können.
Jetzt hat Lammert die Linke aus dem Reichstag ausgeschlossen.
Sie haben 15 Sekunden lang Plakate hochgehalten.
Darauf standen die Namen von bei Kunduz getöteten Zivilisten.
Das mag der Herr Lammert überhaupt nicht.
Man demonstriert in einer „Demokratie“ nicht.
Da hält man die Klappe.
Auch im Reichstag.
Weil sie ihr demokratisches Recht auf Protest visualisiert hat?
Warum hat Herr Lammert nicht die vielen ausgeschlossen, die sich wirklich jeden Tag gegen die Statuten des Reichstages verhalten? Die lügen, betrügen, bescheissen, hinterziehen?
Mit allem Verlaub, Herr Lammert. Sie machen sich lächerlich. Und die Demokratie gleich mit.

Nun hat der flotte „Demokrat“ Herr Lammert mal die Chance genutzt hat, dem deutschen Volk zu zeigen, wie toll die Beteiligung an einem Angriffskrieg ist.

Und das ist erst der Anfang des Marsches in die endgültige Parteiendiktatur.

Mehr zu diesem Herrn Lammert gibt es hier.

Das BUNTE Naivchen

Münte fragt, Riekel antwortet: Chefredakteurin Patricia Riekel hat das Interesse der „Bunten“ am Privatleben von Politikern forsch verteidigt. Spitzenpolitiker wie Franz Müntefering hätten „eine Vorbildfunktion“, daher sei ihr Privatleben „für die Öffentlichkeit von Bedeutung“. Politiker seien „Leitfiguren unseres Wertesystems“, ihr privates Verhalten habe daher „Auswirkungen auf die Moral der Gesellschaft“. Müntefering hatte nach einem Ehrenkodex der Medien gefragt. Riekel sieht investigativen Journalismus als „Bestandteil der Pressefreiheit“.

Das ging heute über die Ticker. Ach Patricia. Wie groß das klingt. „Auswirkungen auf die Moral der Gesellschaft“. In praxi ist es wohl meist so, daß BUNTE mit Fotograf und devoter Berichterstatterin anrückt, den Weisungen der die Story verkaufenden PR-Agentur folgt und dann kommen da so niedliche Fotos raus wie „Gutti im Bob mit Gattin bei Olympia in Vancouver wegen Begutachtung der angeblich meist in Bundeswehrdiensten stehenden Spitzensportler“. Würggggg.

3,5 Millionen, die man nicht hat

sn850298.JPG

Irgendwie zerrts immer an den Socken und Schuhen und läßt kalte Schauer den Rücken runterlaufen, wenn man aus dem Ratrhaus der Glitzermetropole solche Nachrichten liest. Verschuldet bis über die Ohren, Gebührenanhebungen wo man hinsieht und dann eine fünfte Dezernatsstelle planen. Laut Kämmerer Löseke kostet die mit allem Gesums drumrum in den 8 Jahren Wahlzeit satte 3,5 Millionen. 3,5 Millionen. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen Wofür? Da sind wir ausnahmseise mal locker auf der Seite der BfB, was wirklich was heißen soll. Vielleicht gibt es aber auch nur einen „verdienten“ Ratssaallichtausmacher aus dem Umfeld der neuen bunten Horrorkoalition, der versorgt werden soll/muß. Wir werden sehen. OBPIt wird ja ganz sicher dafür sein. Wie für alles, gegen was er nicht ist. Regiert er oder moderiert er nur wie St. Angela im fernen Berlin?

Wettbüro Deutsche Bank

Herrliche Tickermeldung:

Die Zocker sind zurück: Internationale Geldhäuser kaufen laut „New York Times“ massenhaft Kreditversicherungen und wetten damit auf eine mögliche Staatspleite Griechenlands – darunter auch die Deutsche Bank. Dieselben Institute sollen an der Verschuldung des Landes verdient haben

Und wer klagt Angelas Partygänger „Joe the Gangster“ Ackermann an?

Rüttgers: 324g CO2/km

Verdienen unsere Politiker Respekt? Eher sehr wenig. Ist es doch nur die Spitze eines Eisberges an Korruption, Betrug, Verschleierung, Großmäuligkeit,. Pampigkeit und absoluter Selbstüberschätzung nach dem Motto „Du hst Dich an die Gesetze zu halten. Ich Politiker nicht“, der sich durch alle Länder bis hin zum Gipfel in Berlin zieht. Von speichelnden „Journalisten“ der gleichgeschalteten Propagandapresse, die selbst Teil das Apparates sind, hochgeschrieben und der Welt entrückt. Da kommt dann sowas gut:

Deutsche Spitzenpolitiker sind nach wie vor weit davon entfernt, mit ihren Dienstlimousinen Millionen einfachen Dienstwagen-Nutzern als Vorbilder beim Klimaschutz zu dienen. Immer noch ist das Problem der Übermotorisierung und der damit einhergehenden hohen CO2-Emissionen nicht überwunden. Völlig unbeeindruckt von der Klimadebatte zeigen sich die Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (NRW) und Roland Koch (Hessen). Auf der anderen Seite entscheidet sich aber auch eine zunehmende Zahl von Ministern bewusst für „zeitgemäße“ Fahrzeuge, die den Klimaschutz-Zielvorgaben der EU entsprechen oder doch näher kommen als in früheren Jahren. Das sind die zentralen Ergebnisse der jüngst von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) zum vierten Mal erhobenen Untersuchung der Klimaverträglichkeit von Politiker-Dienstwagen.

„Das Schaufahren im Auftrag der Automobilindustrie gegen den Klimaschutz hält leider bei den meisten Spitzenpolitikern an.
Erfreulicherweise erkennen aber inzwischen auch einige ihre Vorbildrolle und rüsten bei der Motorisierung der Dienst-Limousinen
deutlich ab“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Auf Bundesebene lassen sich die beiden FDP-Minister Rainer Brüderle und Philipp Rösler mit den klimaschädlichsten Dienstwagen chauffieren. Wirtschaftsminister Brüderle will jedoch in Kürze auf einen Mercedes E220 CDI umsteigen, der mit 144g CO2/km die Forderung der DUH nach Dienstfahrzeugen mit nicht mehr als 140g CO2/km fast erfüllt. (Nicht berücksichtigt werden bei der Erhebung gepanzerte und deshalb außergewöhnlich schwere Fahrzeuge, wie die der Bundeskanzlerin und einiger Fachminister).

Unter den Ministerpräsidenten der Bundesländer fiel insbesondere die Hartleibigkeit auf, mit der sie mehrheitlich die Bitten der DUH
um Auskunft über die CO2-Emissionen ihrer Dienstlimousinen blockierten. Neun von 16 Regierungschefs blieben die Antworten schuldig und müssen nun damit rechnen, dass die DUH sie, wie im vergangenen Jahr schon den nordrhein-westfälischen
Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU)
, gerichtlich zwingt, ihren gesetzlichen Auskunftspflichten nachzukommen. Rüttgers hatte jahrelang mit teils bizarren Argumenten – die Sicherheit „bedeutsamer Schutzgüter“ (gemeint war er selbst) erlaube es nicht, die Informationen herauszugeben – die Auskunft verweigert. Schließlich zwang ihn im vergangenen Herbst das Verwaltungsgericht Düsseldorf, die Klimadaten seines Dienstwagens offenzulegen. Die Richter forderten Rüttgers mit ihrem Beschluss auf, DUH-Geschäftsführer Resch den Modellnamen, die Höchstgeschwindigkeit und CO2-Emissionen seiner Dienstlimousine zu nennen.

Im Nachhinein wurde klar, warum der Ministerpräsident in Düsseldorf sich lange geziert hatte: Nach dem hessischen
Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), der unter den Auskunft gebenden Regierungschefs den Spitzenplatz einnimmt (348g CO2/km, VW Phaeton), liegt Rüttgers mit seinem Dickschiff, einem Audi A8 W12 quattro Langversion mit 324g CO2/km, auf Platz zwei der Klimakiller-Limousinen. Der Audi mit 450 PS wird bei Tempo 250 km/h elektronisch abgeregelt und verbraucht im Stadtverkehr 20,1 Liter Benzin. „Die Motorleistung dieser Straßenpanzer reicht aus, um die schwersten in Deutschland zugelassenen Lkw mit 40 Tonnen Gesamtgewicht jede Autobahnsteigung hinaufzubewegen“, sagte Resch. Der DUH-Geschäftsführer wies darauf hin, dass die Haushalte von Bund und Ländern durchweg nur moderate Maximalpreise für die
Anschaffung von Dienstlimousinen ausweisen. Diese Vorschriften werden aber in der Realität durch opulente Rabatte der Autohersteller ausgehebelt. Die DUH fordert daher ihre Begrenzung und Offenlegung. „Es ist ein Skandal, dass die Autohersteller bei Kaufpreisen oder Leasingraten für Dienstfahrzeuge von Spitzenpolitikern Rabatte von bis zu 70 Prozent gewähren. Nach Auffassung der DUH sind derartige Vergünstigungen nichts anderes als ein verdecktes Sponsoring.“ Die Autohersteller spekulieren auf den Werbeeffekt, wenn jeden Abend im Fernsehen führende Politiker in der Tagesschau aus den entsprechenden Premium-Limousinen steigen. Resch forderte eine Überprüfung dieser nach Ansicht der DUH rechtswidrigen Praxis: „Ministerpräsidenten als Werbeträger für Klimakiller-Dienstwagen passen nicht mehr in die heutige Zeit. Auch an diesem Punkt ist eine ‚Rent-a-Rüttgers‘-Debatte lange überfällig“.

Positive Beispiele für den Klimaschutz sucht man unter den Ministerpräsidenten vergeblich. Dass es allerdings auch anders als in
Hessen und Nordrhein-Westfalen geht, bewiesen die Regierungschefs Christine Lieberknecht (Thüringen, 180g CO2/km, BMW 730Ld), Wolfgang Böhmer (Sachsen-Anhalt, dito), Ole von Beust (Hamburg, 188g CO2/km, Mercedes Benz E 350 Blue Tech) und Peter Müller (Saarland, 191g CO2/km, Mercedes Benz S400 Blue Hybrid).

Rüttgers/Koch, das Traumtandem auf der rechten Spur der deutschen Politik. Flankiert von Nachwuchskellner Guido W., der sie rechts auszubremsen versucht.

Das ist auch „gut“:

Auch Mitarbeiter im Bundestag werden nach einem Zeitungsbericht teilweise mit Dumpinglöhnen bezahlt. Für einen Stundenlohn von 5,50 Euro müssten etwa Garderobenfrauen in Reichstag und Bürogebäuden arbeiten, berichtet die Berliner Tageszeitung „B.Z.“ in ihrer Donnerstagsausgabe. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte der Zeitung, er finde es „unerträglich, wenn in Deutschland sittenwidrig niedrige Löhne gezahlt werden für Menschen, die hart arbeiten“. Der Bundestag müsse „Vorbildcharakter“ haben.

Noch einmal. Respekt vor Politikern? Das gelingt ja schon im heimischen Kaff schon nicht. Und das sind nur Randfiguren.

Droht Arm. Bielefeld Punkteabzug und Geldstrafe?

Man mag es ja kaum veröffentlichen. Aber jetzt kriegt die Dummheit und Amateurhaftigkeit bei Arm. Bielefeld Flügel:

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat dem in Finanznot geratenen Zweitligisten Arminia Bielefeld eine Frist gesetzt. „Bis zum 5. März haben wir Zeit, das Problem zu lösen. Gelingt uns das nicht, können wir, wie es die Statuten vorsehen, mit Punktabzug und einer Geldstrafe belegt werden“, sagte Arminias Finanz-Geschäftsführer Heinz Anders der „Sport Bild“. Dies ist das Ergebnis eines Treffens zwischen Klub- und DFL-Vertretern. Damit droht der Arminia ein ähnliches Schicksal wie dem Ligakonkurrenten Koblenz, der vor zwei Jahren wegen „Täuschung im Lizenzierungsverfahren“ mit einem Punktabzug und einer Geldstrafe von 200.000 Euro belegt worden war.

Da kann man ja wirklich gespannt sein, wie die Knochenflicker, Pizzabäcker, Fernsterbauer und anderen Wirtschaftsgrößen hier darauf reagieren.

Guido und MEGMEG

guido_westerwelle.jpg

FDP-Chef Guido Westerwelle traf kurz vor der Bundestagswahl einen vorbestraften Steuerhinterzieher, der der FDP eine Parteispende in Aussicht gestellt hatte. Wie der stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, erhoffte sich Westerwelle eine Parteispende von dem Unternehmer Mehmet Göker, der damals noch den Kasseler Versicherungsvertrieb MEG führte. „Die MEG hatte im Wahlkampf eine Spende für die FDP angekündigt“, räumte ein FDP-Sprecher ein. Darum trafen sich Westerwelle und sein damaliger Büroleiter und heutiger Staatssekretär Martin Biesel am 18. August 2009 zum Abendessen mit Göker in einem Kasseler Restaurant. „Es war ein toller Abend“, sagte der Unternehmer dem stern. Erst ein Jahr zuvor hatte Göker eine hohe Geldstrafe akzeptiert wegen der Hinterziehung von Steuern und der Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen. Der Geschäftsmann musste 720 Tagessätze zu je 1000 Euro zahlen und reagierte damit auf Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, seine Vertriebsleute seien nur Scheinselbständige gewesen. Quelle: Stern von heute.

Guido in allerbester Gesellschaft. Hatten wir vergessen, daß dieser Mensch seit über 100 Tagen Außenminister der Bundesrepublik Deutschland ist und bisher praktisch „Leistungslos“ ist`? Oder sollte das nur ein Spaß sein, damit noch mehr an die windige Partei mit dem ehemaligen für Steuerunregelmäßigkeiten verurteilten und daraufhin zum Ehrenvorsitzenden ernannten Grafen L. fließen, die nun auch Bielefeld mit unsicher macht?

Spitzelkameras auf Spitzler

p1040991.JPG

Aha. Da hat das bescheuerte Burdasche Wischmopp-Blatt („Ist Sandy Pochers Klon?“) mal die Kameras ständig auf Seehofer, Horst („Turbozeuger“), Müntefering, Franz („Ich bin wieder jung“) und Lafontaine, Oskar (angeblich wg. Wagenknecht) richten lassen. Ob jetzt mal die schweigende Mehrheit begreift, daß die Medien aus der Camorra Mohn-Bertelsmann-Springer-Burda-Holtzbrinck in Deutschland die Lufthoheit haben? Lustig nur, wenn die, die Spitzelgesetze wie Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung, Elena-Gesetz, Bankenabfragen, mit verabschieden -wie der SPD-Opa und der bayerische „Was hoab i gestern gsagt?“ Was-ist-er-grad-noch? Minipräses auch mal in die Paparazzi-Schußlinie geraten, die sie den Bürgern durchaus zumuten.

Aber man muß ja Patricia Riekels Käseblatt BUNTE wahrlich nicht lesen. Bedenklich nur, daß Inhaber Franzl Burda als strammer CDU/FDP-Förderer erkennbar im Hintergrund die medialen Strippen zieht.

Inge präsentiert das „jugendliche Dreamteam“

p1040990.JPG

So, diese drei Recken wollen also als „Ampel-Koalition“ die Glitzermetropole, ihre Finanzen, die Brachflächen und die Laune der Bürger retten. Na dann Prost. Der Buschmann von der gelben Klientelpartei mit dem Anspruch auf Mövenpick-Suiten, die Inge Schulz von der neuen grüngelben Klientelpartei „Hauptsache Pöstchen“ und der Fortmeier von der „Huch-die-gibts-noch-wo-können-wir-mal-schnell-was-sozial-kaputtmachen“- SPD. Wenn so Hoffnung für Bielefeld aussieht, ist sie bereits tot. Mausetot. Aber Peter Clausen, zarter OB der strahlenden Stadt, wird schon wissen, was er sich da angelacht hat. Oder?

Konsequent

Die EKD-Ratsvorsitzende und Landesbischöfin Margit Käßmann tritt offensichtlich zurück. Konsequent angesichts der nun zumindest für das Thema „Alkohol und Auto steuern“ unglaubwürdig gewordenen Würdenträgerin. Dennoch verdient sie Respekt, den man katholischen Kardinälen und Bischöfen und einer großen Menge heutiger Politiker nicht entgegenbringen kann. Die bleiben angesichts weitaus tragischerer Verfehlungen nicht nur in ihren Ämtern sondern demonstrieren jeden Tag dank ihrer nicht mal angedachten Rücktritte, was sie sind: Verkommene, charakterlose, moralisch unhaltbare Typen. denen man mit dem Begriff „Schweine“ nicht einmal zu nahe tritt. Im Gegenteil. Sie wären stolz wie Bolle, würden sich auf die meist feisten Schenkel schlagen, die dummbratzigen Backen aufblasen und gleich nochmal zuschlagen in ihrer abartigen Verkommenheit. Namen und Parteien tun hier nichts zur Sache. Sie sind allen bekannt.

Beamtensilo statt Klassenzimmern

p1040989.JPG

Ein erboster Leserbrief in der NW zu einem brisanten Thema. Baudezernent Moss hat noch viele Jahre in der Glitzermetropole zu wirken. Da möchte man sich mit Diogenes-Stadthallenanbau und neuem „Technischem Rathaus“ in der Metropole der Brachflächen und der gezielt seinerzeit so neu aufgebauten Innenstadthäuser schon ein Denkmal setzen, wie es ein gewisser Architekt Schinckel in Berlin getan hat. Spätestens wenn Bielefeld 2015 zum Weltkulturerbe „Original 60er Jahre“ erhoben wird, wird man Moss ob seines Weitblickes in den lokalen Adelsstand erheben und ihm den „Goldenen Pickert am Bande“ verleihen. Der Jahnplatz wird dann weltweit Vorbild für extremurbane Umgestaltung zentraler Plätze. Sozusagen die „Piazza dei Populi der Wellblecharchitektur“. Mit rundem Monument der Curry-Wurst.

Haben wir was verpaßt?

p1040988.JPG

Auf den ersten Blick entfährt einem ein „Huch“. Und wenn es verklungen ist, ein „Ach sooooo“ ob dcer Lektüre des Lokalen der NW. Als Hauptstadt der Barmherzigkeit hat das für die gigantische Metropole an See und Fluß schon so seine Richtigkeit. Es geht um ein Großprojekt der EU mit Armutsbekämpfung, Klimaschutz und Partnerschaft. Das soll wohl irgendwie zusammengehören und in Aktionen verquickt werden.

Über die, die uns Moral predigen

glas-rose.jpg

Nun ja. Margot Käßmann, Oberchristin der Evangelen, war zur falschen Zeit, im falschen Auto, mit den falschen Promille im Blut hinter einer roten Ampel erwischt worden. Gott hatte wohl in dem Moment grade mit Guido Westerwelle zu tun. Der nuschelnde Minipräses von NRW kennt Briefe nicht, die seine Person wie sauer Bier gegen verdeckte Spendenkohle anpreisen. Was sagt uns das?

Alle die, die ex cathedra Moral, Anstand, Sitte, Nächstenliebe predigen sind auch nur Würstchen, die unbeobachtet Klopapier benutzen, über den Durst trinken, lügen, beschmipfen, betrügen, bescheissen und sich an Schutzbefohlenen vergreifen.

Das Problem ist nur: Sie nehmen besagtes Klopapier nicht max. vierlagig wie die Masse der Bevölkerung. Nein. Es ist mindestens zehnlagig.

Skål Margot. Einer geht noch! Hättste Dich an kleinen Jungen vergangen wie die „Fehlenden“ der anderen Fraktion, hätte ein „Entschuldigung“ vor laufenden Kameras wie neulich von Vorbeter Zollitsch die BLÖD schon milde gestimmt. Aber so: Frau, Einfluß, von Guttenzwerg widersprochen, roter Ampel mit Allohol weggefahren. Nein, das geht nicht. Sagt BILD. Der tumbe Oberschmierer Diekmann vorneweg.

Doch. geht. Sagt die CSU. Es sei erinnert an Bazi Wiesheu, Otto:

Am 29. Oktober 1983 verursachte Wiesheu auf der Autobahn München-Nürnberg unter Alkoholeinfluss (1,75 Promille) einen schweren Verkehrsunfall, bei dem er eine Person tötete und eine weitere schwer verletzte. Nachdem der Bayerische Landtag daraufhin Wiesheus Immunität aufgehoben hatte, wurde er in erster Instanz vom Amtsgericht München im Oktober 1984 zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten ohne Bewährung verurteilt. In zweiter Instanz verurteilte ihn das Landgericht München I 1985 rechtskräftig wegen grob fahrlässiger Tötung zu 12 Monaten Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie zu einer Geldstrafe von 20.000 DM.

Am 30. Oktober 1990 wurde er als Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst in die von Ministerpräsident Max Streibl geführte Bayerische Staatsregierung berufen. Nachdem Edmund Stoiber zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden war, wurde Wiesheu am 17. Juni 1993 zum Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie ernannt, wobei seine Zuständigkeit für den Bereich Verkehr angesichts seines Unfalls kritisiert wurde. Quelle: Wikipedia.

Jo mei. Ist die hannoversche Ampel denn tot?

Reuige Sünder?

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will an der Straffreiheit von Steuerbetrügern festhalten, die sich aus Angst vor Entdeckung selbst anzeigen. Trotz der Forderungen nach Abschaffung oder Korrektur will er daran nicht rütteln. Ein Grund dafür: Mehreinnahmen für den Staat. Strafen könnten reuige Steuersünder von Selbstanzeigen abhalten.

Das ist der Spruch des Tages, Wolfgang. Darauf eine Pirouette auf zwei Rädern. 3,2, 1……drehen! Da gibt es doch sicher ein paar wegen Mitnahme altbackener Brötchen fristlos Gekündigte, die Dich gerne anschieben…..

„Einmal Rüttgers mit schwarzem Trüffel bitte“

So isser, der Arbeiterführer. Für lockere 16.000 kannste ihn buchen, den spröden knochigen Mann aus Düdowood am Rhein. Da lächelt er dann schon mal mit Nokia, rügt markig die GM-Leute, die noch nicht wegen Opel gespendet haben und singen kann er auch noch „Glück auf, Glück auf, der Jühürgen kommt. Und er hat ein Spendenkonto inner Hand, und er hat ein Spendenkonto inner Hand. Gut aufgefülllhülllt, gut aufgefüühülllt“.-

Na da halten wir doch dem Landesstiefvater mal das Parteiengesetz bezüglich Spendenpraxis unter die Dünnbrillengekrönte Nase:

§ 31d Strafvorschriften PartG

(1) Wer in der Absicht, die Herkunft oder die Verwendung der Mittel der Partei oder des Vermögens zu verschleiern oder die öffentliche Rechenschaftslegung zu umgehen,

1. unrichtige Angaben über die Einnahmen oder über das Vermögen der Partei in einem beim Präsidenten des Deutschen Bundestages eingereichten Rechenschaftsbericht bewirkt oder einen unrichtigen Rechenschaftsbericht beim Präsidenten des Deutschen Bundestages einreicht oder

2. als Empfänger eine Spende in Teilbeträge zerlegt und verbucht oder verbuchen lässt oder

3. entgegen § 25 Abs. 1 Satz 3 eine Spende nicht weiterleitet,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft….

Was ist es anders, wenn man „Gespräche und Bilder mit dem Gekrönten und Gesalbten“ für Kohle verkauft? Nein. nicht nur unappetitlich.

Auch in der Gunst des Westfalen-Blattes hat der ehemalige Maximo-Leader mit der Neigung, Menschengruppen (Rumänen zB. ) zu beleidigen, eine eher untere Position ereicht. Kein Wunder bei der eher schlichten Gestricktheit des Mannes:

Dieser als Rücktritt getarnte Rausschmiss war überfällig. CDU-Landeschef und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers musste Hendrik Wüst zur Aufgabe zwingen. Zu lange schon war der Generalsekretär Ballast für ihn und die nordrhein-westfälische CDU. Die Praxis der Sponsorenbriefe war nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Im Rekordtempo hatte Wüst jeglichen Kredit aufgebraucht. Erst die Video-Überwachung von SPD-Spitzenfrau Hannelore Kraft, die er veranlasst hatte, dann die überhöhten Versicherungszuschüsse, die er jahrelang vom Land kassiert hatte: Wüst war angezählt. Das Bauernopfer ist gebracht, doch reicht das aus? Die illegitime, vielleicht sogar illegale Form des Sponsorings bringt Rüttgers selbst in schwere See – erst recht mitten im Landtagswahlkampf. Für ihn könnte der Schaden am Ende sogar größer sein als für seinen geschassten Generalsekretär. Wüst ist jung genug und die nordrhein-westfälische CDU an Talenten so arm, dass ein Comeback des einstigen Senkrechtstarters nicht auszuschließen ist. Auch in der Politik heilt die Zeit viele Wunden. Jürgen Rüttgers hat diese Zeit nicht mehr. Lange sah es so aus, als sei seine Macht an Rhein und Weser sicher. Stabil waren die Umfragewerte, schwach die Opposition. Sogar der peinliche Angriff auf die Arbeitsmoral der Rumänen im Umfeld des Nokia-Umzuges schien vergessen. Plötzlich ist alles anders. Wenn am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt wird, steht nicht weniger als die politische Zukunft von Jürgen Rüttgers auf dem Spiel. Nur, wenn er das Amt des Ministerpräsidenten verteidigt, wird der stellvertretende Bundesvorsitzende seinen Platz als Nummer 2 der CDU hinter Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel behaupten können. Die Vorzeichen jedoch sind alles andere als günstig. Pleiten, Pech und Pannen, wohin man blickt. Erst sorgte der schwarz-gelbe Fehlstart in Berlin für Gegenwind, dann stolperte der Koalitionspartner FDP, allen voran der stellvertretende Ministerpräsident Andreas Pinkwart, von einer Peinlichkeit in die nächste. Nun trägt die NRW-CDU ihren Anteil zum Niedergang bei. Und der ist durchaus gewaltig. Rüttgers hat jetzt vor allem zwei Probleme: Zum einen muss er schnell einen neuen Generalsekretär finden, der in der heißen Phase des Wahlkampfes das Ruder herumzureißen vermag. Das ist für sich genommen nicht leicht, aber ein Kinderspiel im Vergleich zum Erklärungsnotstand, in dem sich der Ministerpräsident befindet. Hat der CDU-Landeschef wirklich nichts von den Sponsorenbriefen gewusst, ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass er seinen Laden nicht im Griff hat. Hatte Rüttgers aber doch Kenntnis vom Gebaren seiner Parteizentrale, muss er auch die politische Verantwortung dafür tragen. Hannelore Kraft hat ihren Rivalen gestern schon einmal vorsorglich zum Rücktritt aufgefordert… Dieser als Rücktritt getarnte Rausschmiss war überfällig. CDU-Landeschef und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers musste Hendrik Wüst zur Aufgabe zwingen. Zu lange schon war der Generalsekretär Ballast für ihn und die nordrhein-westfälische CDU. Die Praxis der Sponsorenbriefe war nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Im Rekordtempo hatte Wüst jeglichen Kredit aufgebraucht. Erst die Video-Überwachung von SPD-Spitzenfrau Hannelore Kraft, die er veranlasst hatte, dann die überhöhten Versicherungszuschüsse, die er jahrelang vom Land kassiert hatte: Wüst war angezählt. Das Bauernopfer ist gebracht, doch reicht das aus? Die illegitime, vielleicht sogar illegale Form des Sponsorings bringt Rüttgers selbst in schwere See – erst recht mitten im Landtagswahlkampf. Für ihn könnte der Schaden am Ende sogar größer sein als für seinen geschassten Generalsekretär. Wüst ist jung genug und die nordrhein-westfälische CDU an Talenten so arm, dass ein Comeback des einstigen Senkrechtstarters nicht auszuschließen ist. Auch in der Politik heilt die Zeit viele Wunden.

Jürgen Rüttgers hat diese Zeit nicht mehr. Lange sah es so aus, als sei seine Macht an Rhein und Weser sicher. Stabil waren die
Umfragewerte, schwach die Opposition. Sogar der peinliche Angriff auf die Arbeitsmoral der Rumänen im Umfeld des Nokia-Umzuges schien vergessen. Plötzlich ist alles anders. Wenn am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt wird, steht nicht weniger als die politische Zukunft von Jürgen Rüttgers auf dem Spiel. Nur, wenn er das Amt des Ministerpräsidenten verteidigt, wird der stellvertretende Bundesvorsitzende seinen Platz als Nummer 2 der CDU hinter Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel behaupten können. Die Vorzeichen jedoch sind alles andere als günstig. Pleiten, Pech und Pannen, wohin man blickt. Erst sorgte der schwarz-gelbe Fehlstart in Berlin für Gegenwind, dann stolperte der Koalitionspartner FDP, allen voran der stellvertretende Ministerpräsident Andreas Pinkwart, von einer Peinlichkeit in die nächste. Nun trägt die NRW-CDU ihren Anteil zum Niedergang bei. Und der ist durchaus gewaltig. Rüttgers hat jetzt vor allem zwei Probleme: Zum einen muss er schnell einen neuen Generalsekretär finden, der in der heißen Phase des Wahlkampfes das Ruder herumzureißen vermag. Das ist für sich genommen nicht leicht, aber ein Kinderspiel im Vergleich zum Erklärungsnotstand, in dem sich der Ministerpräsident befindet. Hat der CDU-Landeschef wirklich nichts von den Sponsorenbriefen gewusst, ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass er seinen Laden nicht im Griff hat. Hatte Rüttgers aber doch Kenntnis vom Gebaren seiner Parteizentrale, muss er auch die politische Verantwortung dafür tragen. Hannelore Kraft hat ihren Rivalen gestern schon einmal vorsorglich zum Rücktritt aufgefordert…

Und was sagt die Kaiserin und Parteichefin im fernen Berlin? Nichts. Wie immer. Sie hat ihre Lektion im wahren Sozailismus plus elephantösem Kohlschen Aussitzen wahrlich gelernt. Warum auch. hat ja keine Ahnung. War ja nicht einmal Bürgermeisterin oder Miknisterpräsidentin in ihrem Leben. Hätte auch das Verstecken der Stasiakte von sich und ihrem Regimetreuen Vater bös behindert.

Wirkliche Sorgen müssen wir uns über den unappetitlich-aaalglatten Juristen und MdL Wüst nicht machen. Leute seiner Sorte tauchen immer wieder auf. Selbst wenne mit ne Schüppe draufgekloppt hast.

Oh, keine Tiraden aus Berlin?

sn850296.JPG

Gestern machte der dämlichste Aussenminister in der unfähigsten Regierung, die jemals die Bundesrepublik repräsentierte, in „Staatstragend“. Europa soll nun deutsch lernen. Jene Sprache, die die „meisten Europäer“ sprechen, so Westerwave. Dafür gibt es jetzt extra eine Kampagne. Sein großer Lehrmeister, der Flieger vom Format eines Ikarus, Betrüger und Produzent unappetitlicher Flugblätter hätte den Ziehsohn wohl für die bescheuerte Kampagne gelobt. „Weiter so, Guido. Wir schaffen schon die 1,8%“. Mögen sie im Bodensatz verschwinden, die gelben Horden. Auch wenn wir uns jetzt wieder den Zorn von Gudrun, der hiesigen FDP-Fürstin, zuziehen.

Keine „liberalen“ Wirte in Bielefeld?

keine-liberalen-wirte-in-bi.jpg

Was sind die Rechtsaußen alle anderen Parteien grad überholenden Mövenpickler doch für tolle Hechte. Da hat der kleine spillrige Generalsekretär – Name tut nichts zur Sache, plappert eh nur nach, was Guido erlaubt – eine Seite auf den Webauftritt der Gelben gestellt:

„Essen bei liberalen Wirten“

eingestellt. Man gibt die Postleitzahl ein – hier Bielefeld – und was kommt? Kein einziger liberaler Wirt. Da kann man mal sehen, wie unliberal die Bielefelder Wirte sind. Oder einfach nur klar bei Kopf. Dabei hätte ich wetten können, daß sich da ein paar ganz bestimmte Namen finden ….. Das Mövenpick am Hauptbahnhof zum Beispiel. Dafür findet sich für die ehemalige Hauptstadt der Bewegung, München, ein „Markus Hirnschal“ im Verzeichnis.