Archiv für den Monat: Januar 2010

Mit Drohnen drüber shoppt es sich aber nicht chicer

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Meine Herrn, was für ein Vergleich in „OWL am Sonntag“. Dabei landen die Londoner „undercover“ auf Windelsbleiche, fahren schnurstracks in die Obernstraße und shoppen, was das Zeug hält. Die haben nämlich die Schnauze gestrichen voll von einer Regierung, die stündlich Terrorwarnungen ausgibt und „spätestens bis 2012“ ihre Bevölkerung per überfliegender Drohnen rund um die Uhr überwachen will. Da müssen einige ganz gehörig eine Meise unter dem Pony haben. Dabei ist der unsägliche Lügner Blair doch gar nicht mehr Primeminister.

Sie reden, reden, reden

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Manchmal müßte man Mäuschen sein, wenn die seltsamen Gestalten der seltsamen Parteienkonstellation da zusammenhocken und aushecken, wie sie am besten die Bürger der Metropole schröpfen können. Vielleicht noch einen Nackscanner am OWD, unter dem alle Daherfahrenden wie ausgezogen festgehalten werden und der Screenshot nur gegen saftige Gebühr gelöscht wird. Oder eine Ausatemsteuer wegen des schröcklichen CO2. Wie die berühmt-bösen Zungen schon kolportieren, plant OBPit auch eine Art „Notopfer Bielefeld“. Eine kleine blaue Marke mit dem Sparrenkontefei auf jeden Brief, der diese wundersame Stadt verläßt.

Nur, wenn auch Merkel da durch muß

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Mann oh Mann, was würden die USA eigentlich ohne die CIA-Erfindung Al Kaida machen? Der Markt für großflächige Kriege ließ sich mit dem ominösen Vehikel aus kranken Hirnen weltweit nach dem Zerfall des Ostblocks wieder lässig anheizen. Die Rüstungsindustrie freut sich ein Loch in den …….. und wir sind die Deppen, die den paranoitischen Quatsch auszubaden haben. Die „mahnenden Stimmen“ überschlagen sich und in München pennt eine Sicherheitsseherin. Was zur Sperrung des halben Flughafens führte, der Mann bis heute aber nicht aufgefunden wurde. Gibt es ihn und sein angeblich „gefährliches Notebook“ überhaupt?

Das Beste ist: sich vom Fliegen weitgehend fernhalten. Spart auch jede Menge Kerosin, hilft gegen Luftverschmutzung und füllt Autobahnen und ICE´s mit möglichweise defekten Achsen. Warum stehen in den Gängen der Schnellzüge eigentlich keine „gefährlichen Notebookbomber“? Oder ist der nächste Schritt die Einführung der nackten Scanner an den Bahnhofseingängen? Wäre aber schwierig, weil Bahnsteige bekanntlich über viele Wege betretbar sind.

Schöne Denkaufgaben für die paranoitische Mischpoke, die sich „vorausschauende Politiker“ nennt und nichts anderes als die
Drangsalierung, Klein- und Ängstlichhaltung des dämlichen Volkes im Sinne hat. Wie man beim Thema „Schweinegrippe“ gesehen hat, klappt die staatlich bestellte Sedierung der Massen mittels „Brot, Spielen und gezielten Lügen“ aber nicht mehr richtig. Sollte das Volk gar anfangen, zu denken? Dann muß aber wirkliich ganz rasch ein handfestes „Attentat“ her, damit man die Bundeswehr im Innern endlich einsetzen kann und nicht sowas wie das luschig vom BKA vorbereitete Sauerland-Attentat., wo die GSG 9 über die eigenen Hosenbeine stolperte.

Meinetwegen auch Nacktscanner. Aber nur, wenn Dr. Angela Dorothea „IM Erika“ Merkel da öffentlich mehrmals durch muß und diese Show unter Moderation von Dieter Bohlen in Echtzeit im Mohnschen RTL übertragen wird:

„Deutschland sucht den Nacktscannerstar. Mutigste Kanzlerin der Welt tritt nackgescannt bei RTL auf. Peter Klöppel am Laufsteg, Lafer kocht“. Herr, schick Hirn!

Was Pinneberg mit Bielefeld und OWL zu tun hat

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Wir haben hier ja schon häufiger über Abzock- und Betrugsversuche geschrieben. Was die Kaffeefahrtarrangeure „Dr. Hoffmann & Partner“ aber jetzt auch hier in dieser Gegend in die Briefkästen werfen lassen, ist in seiner Grunddummheit so primitiv, daß selbst Reader´s Digest in seiner unsäglichen Werbung noch getoppt wird.

Dazu schreibt das Pinneberger Tageblatt:

PINNEBERG. Auf den ersten Blick sieht das Schreiben aus wie die Mitteilung einer Behörde oder eines Rechtsanwalts. Als die Pinneberger Kommunalpolitikerin Ilse Orth (CDU) den Umschlag öffnete, dachte sie zunächst, sie hätte Anlass zu Freude. So kurz vor Weihnachten wurden ihr 946,72 Euro in Aussicht gestellt. „Das Geld könnte ich gut gebrauchen“, sagte die Christdemokratin. Doch als sie den Inhalt näher studierte, erkannte sie, dass es sich dabei nur um eine „Einladung“ zu einer Kaffeefahrt – also pure Abzocke – handelte. „Vor dieser neuen Methode muss gewarnt werden, bevor andere Leute darauf reinfallen“, sagte sie.

Den ganzen unglaublich dämlichen Bauernfangversuch kann man hier lesen. Wie heißt Dieter Wedels TV-Stück doch grad noch? „Gier“. Einige werden sicher nach Bethen fahren…..

OBPit zeigt schon mal die Quittungen

NW online heute:

Einsparung im Rathaus: Der OB will mit gutem Beispiel vorangehen. Zwar schlägt er noch keine Stellenstreichungen vor („wirkt nicht sofort“), aber zwei Einschnitte bei den Bediensteten sollen über eine Million Euro bringen: Zum einen wird die Altersteilzeit erst ab 60, nicht mehr ab 55 Jahren möglich sein. Zum zweiten sollen freiwillige Zuwendungen für Beamte „auf Null reduziert“ werden, „auch wenn es kontraproduktiv ist, Leistungsanreize zu streichen“.

Das durfte man sich bereits am gestrigen Abend im WDR anschauen. Ein nettes Gesicht machte der Reichsstadtverweser dabei nicht. Dabei war doch klar, daß die „Rettung“ der so immens „wichtigen“ Zockerbuden in der Republik wichtiger ist als hungernde Kinder, anständige Kitas, nicht marode Schulen und Unis. Auch Bielefelds OB wird von der idiotischen Wahnsinnspolitik seiner SPD mit „Agenda 2010“ bis „Hartz IV“ eingeholt. Danke nochmal, GAZgerd! Danke auch Angie und Guido, die damals feixend im Bundesrat all den Widerlichkeiten freudigst zustimmten. Endlich sind wir an dem Punkt angelangt, wo Zocker nicht nur ihren Einsatz nicht bezahlen müssen sondern auch noch von der Allgemeinheit die Verluste ersetzt bekommen. Grandioses Spiel. Dürfen wir alle mal in dieser gründlichst versifften und verkorrumpierten Republik mitspielen?

Westfalen-Blatt hält fest zu Super-Angie :-(((

»Heute rede ich hier«: Dieser Ordnungsruf Angela Merkels an die Krakeeler der Opposition bringt die Rede der Kanzlerin in der Generaldebatte des Bundestags auf den Punkt. Angela Merkel hat deutlich gemacht, dass sie etwas zu sagen hat, und das im doppelten Wortsinne. Den Fehlstart der schwarz-gelben Koalition kann sie nicht ungeschehen machen. Schmerzvoll muss sie erleben, dass sich ihr in der Regierungserklärung im November ausgesprochenes Angebot einer »fairen und vertrauensvollen Zusammenarbeit« mit den Oppositionsparteien als blauäugig erwiesen hat. Der SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier macht Volldampf-Opposition. Großspenden, Steuergeschenke an die Hoteliers, Lobbyisten als Regierungsberater, ja sogar der Vorwurf des »politischen Totalversagens«: Merkels früherer Vizekanzler feuert Breitseiten. Ein Bündnis für Deutschland über Parteigrenzen hinweg, wie Merkel es sich erhofft haben mag, gibt es nicht. Die Frontlinie ist so klar gezogen wie vor der Großen Koalition: hier Schwarz und Gelb, dort Rot, Rot und Grün. Kooperation ist nicht zu erwarten, Schonung ebenso wenig. Nicht nur in den für ihre Verhältnisse scharfen Attacken auf die SPD ist Angela Merkel anzumerken, dass sie in der neuen politischen Wirklichkeit angekommen ist. Punkt für Punkt zeigt sie auf, wohin sie Deutschland steuern will. Energiewende: ja, aber in realistischen Zeiträumen. Also auch Ja zu neuen Kohlekraftwerken, Ja zur Atomenergie. Ja zum Industrieland Deutschland, Ja zur künftigen Schuldenbremse wie zur aktuellen Rekordverschuldung. Ja zum Betreuungsgeld – in welcher Form auch immer. In Richtung SPD gönnt sie sich sogar ein verstecktes Lob: »So, wie wir klug den Abschwung gedämpft haben, so geht es jetzt darum, klug aus dem Tal wieder herauszukommen.« Das alles hat man so oder so ähnlich schon gehört. Doch bemerkenswert ist nicht, was, sondern wie sie es sagt. Auch die eigenen Reihen verschont sie nicht: Ein Satz reicht aus, um die Forderung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch nach einer Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger abzuwürgen. Spät, aber deutlich. Polemische Zuspitzung, flammende Appelle, mtreißende Rhetorik – das ist nicht ihr Stil. Die Kanzlerin bleibt sich in ihrer Rolle als Sachwalterin des Notwendigen treu. So ist das »neue Denken«, das sie fordert, auch nicht als politische Vision zu verstehen, sondern als Aufruf zum Pragmatismus. 45 Minuten Merkel – und gerade einmal eine Minute Beifall von den Regierungsfraktionen: Ein politischer Treueschwur sieht anders aus. Doch selbst das vermag Angela Merkel nicht zu schrecken. Sie wird regieren, Schritt für Schritt. Vielleicht ohne Glamour, aber unbeirrt. Das ist die Kernbotschaft ihrer Rede.

Krakeeler. Soso. Käms aus dem rechteMitteLager, wären es „Aufmerksame Kritiker“. Ach Ihr Sudbracksträßler, was seid Ihr doch niedlich. Komisch doch, wer die Debatte zeitgleich am TV verfolgte, hatte einen ganz anderen Eindruck. Da versucht sich jemand zu rechtfertigen, der seinem Job – Bundeskanzlerin- schlicht und einfach nicht gewachsen ist. Co-Pilot „Sperlingsface“ Guido mußte, – als es ganz hart wurde mit den Bemerkungen der Opposition – mal schnell aufs Klo, Mamma anrufen oder sonstwohin. Was soll er auch sagen, der Klientel-Kasper von Mövenpicks Gnaden im Regierungsamt. Zwei solche Menschen an der Spitze des Staates. Da brauchen wir wahrlich weder Feinde im Innern noch von Draußen. Und O bama schwächelt auch. „Can er dän noch?“, würde Guido fragen.

Die Bielefelder Karriereleiter

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Früher, als alles noch besser, schöner, edler, größer, sozialer war, war das eine gefürchtete Leiter. Die berüchtigte Bielefelder „Karriereleiter“. Jetzt, in den Zeiten des Neoliberalismus, wird die früher von Firmen wie Oetker, Dürkopp, Gildemeister, Seidensticker oder Möller sehr gern genutzte steile Stiege in den gehobenen Himmel nicht mehr genutzt. Ja auch Arm. Bielefeld ließ da bis in die 90. Minute turnen. 91 bis 93 klammerte man einfach aus. Ergebnis bekannt. Heute hat man andere Methoden gefunden. Schneller, effektiver, subtiler, mit weniger Können und weniger Wissen und vor allem weniger Verstand. Batchelor oder Master genügen. Hauptsache billig im Unterhalt. Der letzte große Bielefelder, der noch diese Leiter in Eins-sieben-und-siebzig schaffte, war der jetztige OBPit. Es gehen heute noch Gerüchte durch die geduckte Metropole, Pit habe sich dort seine flache Haarfrisur geholt, die ihn heute ziert. Gejagt haben soll ihn Goldbeckchen, der Liebling des fatalen Middelhoff mit amerikanischem Pidgin-Marketingdeutsch. Er verstand immer nur: „Da oben ist Bahnhof. Also rauf“.

Aber das sind nur Gerüchte. Wer glaubt heute noch an das Märchen vom kleinen David und dem Düsseldorfer Regierungsgoliath? Genauso abgekoppelt, wie es diese Leiter und Bielefeld und OWL heute sind. Die Vergessenen jenseits der Emscher-Demarkationslinie.

Husch, die Waldfee

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Heissa, das wilde Jagen und Toben in OWL kann wieder seinen freien Lauf nehmen. Bei moderaten Plus 5 sind Schnee und Eis verschwunden, aber die Kurven hinter Milse ins Herforder Bergland hinauf bleiben die, die sie immer waren: eng und rasant.

Na Gudrun, wat sachste nun?

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Wahrscheinlich wird es FDP-Regionalfürstin und Staatssekretärin Gudrun Kopp nicht eine Sekunde anfechten, was selbst draußen im Outback vor der gigantischen Metropole in Leserbriefen – hier des „Haller Kreisblattes“ – über die völlig regierungsunfähige gelbe „Mövenpick-Partei“ des Bundesaußenkabarettisten Guidio Westerwelle geschrieben wird. Wie auch. Besteht ja kein Zusammenhang zwischen der Millionen-Spende eines Großhoteliers und der kurz darauf prompt erfolgenden Sekung des Mehrwertsteuersatzes für die geliebte Klientel. Mal sehen, was sich die städtische Ampelkoalition im Rathaus am Niederwall unter OBPit so alles einfallen läßt. Richtige Politik für die Bürger, verantwortungsvoll und das Gemeinwesen stärkend, das war mal. Ein Auslaufmodell aus der politischen Mottenkiste. Heute schiebt, schmiert, betrügt und schachert man öffentlich. Die politischen Hemmschwellen sind wirklich gewaltig gefallen. Was natürlich auch mit der fehlenden kritischen Kontrolle durch die „Vierte Gewalt“, die Medien, zu tun hat. Als leuchtendes Fanal vornedran im Spiel „Wie halte ich den dämlichen Wähler noch blöder als er ohnehin schon ist“, die gelbe Front.

Manna* für GEZ-Gegner

Computerbesitzer müssen keine Rundfunkgebühren für ihren PC bezahlen, wenn sie mit ihrem Gerät nachweislich kein Fernseh- oder Radioprogramm empfangen. Das hat das Verwaltungsgericht Gießen am Montag in gleich zwei Urteilen entschieden (AZ.: 9 K 305/09.GI und 9 K 3977/09.GI). Damit hoben die Richter Gebührenbescheide des Hessischen Rundfunks auf. Begründung der Richter für die Entscheidung: Im Vergleich zu Fernseher oder Radio stelle der Empfang von Rundfunkprogrammen „nur eine untergeordnete Funktion dar“. Quelle: Diverse Dienste.

Na, das freut doch unter all den kakophonischen Meldungen, die da hereinströmen. Jetzt muß sich noch ein Gericht finden, daß die GEZ komplett kippt…

* Manna, das: http://de.wikipedia.org/wiki/Manna_%28Bibel%29

Bonjour tristesse

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DDR reloaded? Nö. Der Schnee ist fast weg und die grauen Gebäude auf dem riesigen Windelareal in Windelsbleiche wirken noch grauer. Hier könnte man doch mal einen Film über „Die letzten Stunden der Republik“ drehen. Oder?

Der Armani von Mitte und die „modische“ Kanzlerin

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Eine Träne hat es schon gekostet, den Artikel von Susanne Barth über den Modekönig von Bielefeld-Mitte, Schneidermeister Hermann Peitz, heute in der NW zu lesen. Irgendwie unwirklich, finalisiert sie doch mit den wunderschönen Sätzen:

„Gerade hat Peitz das 1.157. Pressebild von Angela Merkel ausgeschnitten. Unter den vielen Fotos ist dem Schneidermeister aber eines das Liebste: Angela Merkel mit einem afrikanischen Baby auf dem Arm. „Da kommt besonders ihre mütterliche Zuneigung und Liebe zu fremden Menschen zum Ausdruck“.

So, das lassen wir jetzt mal so stehen und sacken, Hermann. Wir lieben Dir! Aber Varus im Teutowald schlagen, das kannste sicher besser.

Nachgetreten

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Gestern Nacht fiel ein Bus mit Bielefelder Kennzeichen und dem Schriftzug „Arminia Bielefeld“ auf der Autobahn zwischen Rostock und der Metropole auf. Er schaukelte sich mehrmals bedenklich auf, ein kräftiger Mann in blauem Gewand stand in der Mitte des Busses, um ihn herum bordeauxfarbig Gekleidete. Offensichtlich deklamierte der Herr: „Scheiße, so eine Scheiße, was für eine Scheiße“.

Frustrierten Fans gefror das Blut in den Adern, als sie das Elend im Rostocker Stadion in Echtzeit auf DSF miterleben mußten. Wissende aber kennen den wahren Hintergrund:

Oft, wenn Arminia spielt, machen sich der „Held von Bern“, Sepp Herberger und „Der Mann mit der Mütze“, Helmut Schön einen Jux und spielen parallel ihr Tischfußballspiel im adidas-Himmel. Gestern Abend war „Sepp“ Hansa Rostock in der letzten Minute vor dem Bielefelder Tor, „Mütze“ Arminia Bielefeld Schön hatte ob der 1:0 Führung schon das Glas Met an den Lippen, rutschte am Drehgriff „Eilhoff im Tor“ aus und da war es passiert.

Ja, so war das. Schöne Scheiße.

Wem?

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Ach ja. Die Fußballsprache. Hat schon was. Wem muß sich Arminia denn nun zeigen? Sind die überhaupt zeigefreudig? Tun sie das in kurzen Hosen? Gucken welche zu? Oder paßt das in die Abteilung „Tausende standen an den Hängen und Pisten“? Vielleicht sollten wir mal in die „Tiefe des Raumes“ gehen.

Einfach noch ein hessliches Koch-Rezept

Wie sagte doch grad noch der feine Herr Roland Koch aus Hessen, Hüter der „Jüdischen Vermächtnisse“, brutalstmöglicher Lügner und Ausländerhasser? :

1. »Arbeitsscheue im Sinn dieses Erlasses sind Männer im arbeitsfähigen Lebensalter, deren Einsatzfähigkeit in der letzten Zeit durch amtsärztliches Gutachten festgestellt worden ist oder noch festzustellen ist, und die nachweisbar und in zwei Fällen die ihnen angebotenen Arbeitsplätze ohne berechtigten Grund abgelehnt oder die Arbeit zwar aufgenommen, aber nach kurzer Zeit ohne stichhaltigen Grund wieder aufgegeben haben.

2. Die örtlich zuständigen Arbeitsämter sind bereits angewiesen, die ihnen bekannten Arbeitsscheuen in der Zeit vom 18. Februar bis 3. März 1938 zu ermitteln und den Staatspolizei(leit)stellen mitzuteilen. (…)

. Nach Abschluss dieser Aktion sind weitere noch bekannt werdende Fälle von den Staatspolizei(leit)stellen abzugeben, an die auch dann die Arbeitsämter ihre Meldungen übersenden.

Ach Entschuldigung Herr Koch, das ist der Erlass „Schutzhaft gegen Arbeitsscheue” aus dem Januar 1938. Wie kann man Ihnen bloß so unrecht tun? Wie kann man auch nur eine einzige Sekunde an Ihrer demokratischen Gesinnung zweifeln und Ihnen Nähe zu „braunen Gedanken“ unterstellen? Da halten wir es doch besser mit Kurt Tucholsky:

Eine Regierung ist nicht der Ausdruck des Volkswillens, sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt.

In diesem Sinne schönen Abend. Schlafen Sie mal drüber! Noch ist OWL die Gegend der besten Dreschflegel.

Steuergerechtigkeit mit Hoteliersgeschenken?

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ habe der FDP-Vorsitzende und Außenminister Guido Westerwelle bei einem Gespräch unter vier Augen vor der CDU-Klausurtagung Kanzlerin Angela Merkel (CDU) klar gemacht, was für seine Partei auf dem Spiel steht. Nach dem zweistündigen Gespräch am Dienstagabend im Kanzleramt habe Westerwelle vor Vertrauten gesagt: „Steuergerechtigkeit ist unser absolutes Kernanliegen.“

Soso, der Guido. Während wir Ostwestfalen dem Tauen der weißgrauen Pracht zuschauen, treffen sich in Berlin drei Nasen und 6 Augen. Allesamt blind, taub und von redselig bis stumm: CDU-Murkel, Gelbsperling Guido, „Heute so. Morgen so“ – Schwafler Seehofer. Käufliche Vorsitzende von käuflichen Parteien. Guidos und Seehofers Parteien haben grad von einem Großhotelier, Baron von Finck, an die 2 Mio. Parteispenden bekommen, um flugs die Mehrwertsteuer für diese doch ziemlich kleine Gruppe zu senken. Die CDU hat dazu Ja und Amen gesagt. Schön, wie das Land in Klientelpolitik vom Feinsten versinkt.

Ich will jetzt für OWL, die Region mit dem größten Pizzen – , Pizzen – und Wackelpuddinghersteller einen Sonderbonus für die Bewohner. Schließlich wird hier dafür gesorgt, daß es der Republik süßer geht.

Wie bloggt Feynsinn so schön? „Korrupter ist schwierig“. Och, beim Guido hab ich da berechtigte Hoffungen. Der würde auch einen chicen Rimowa-Trolly mit sagen wir mal 5 Millionen öffentlich locker annehmen und ebenso öffentlich so dümmlich wie immer grinsen. So isser, der Guido. Der Horst ist da diffiziler. Da gibt es die Stoiber-Connection mit der Hypo Alpe Adria…… Wenn Du da die Flick-Witwe bist, tuste 1 Mio. rein und kriegst fast 1,5 Mio wieder raus. Früher hat die deutsche Mafia im Verborgenen gewirkt. Jetzt tut sie es öffentlich.

Da irrte Fräulein Smilla wohl

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Heckrinder auf überfrorener Bielefelder Grünbrache. Staunend.

Fräulein Smilla aus dem mondänsten Bielefelder Bergdorf Quelle traute ihren Augen nicht, als sie von ihrem Buch „Frøken Smillas fornemmelse for sne“ – sie las natürlich dänisch – aufsah und die Lichter an den steilen Abfahrtshängen der Hünenburg ausgingen, die Lifte stillstanden und die chicen Skihaserltrainer im Arminenlook „Wir telemarken für den Aufstieg“ mit Fackeln in den Fäusten die Diretissima hinterwedelten. Da würde sie dann wohl noch mal nachdenken müssen, ob sie wirklich noch so ein untrügliches Gespür für Schnee hat. Schließlich kam Schnürlregen statt Schnee herunter. Aber ihr Plan steht bereits. Sie wird die exclusiven Mauern Quelles verlassen, keinen Kaffee mehr des Früh bei Olsson auf der Carl-Severing trinken und auch kein Plunderstückchen von Edeka-Bäcker Lamm einpacken lassen. Oben im kühlen hohen Norden der Metropole unter der Sparrenburg sollen die Loipen noch gespurt sein, der Jagertee frisch aufgebrüht und OBPit bereit sein, mit roter Zunge als Fahne das Startsignal zum diesjährigen „Jürmke-Schilske-Jürmke“ auf selbstgedrechselten Langlauflatten zu geben.

Ach, es ist doch schön, dachte sich Fräulein Smilla, wenn eine so große Stadt noch so kleine Brauchtümer pflegt. Aber das war nicht immer so unter der Hünenburg, erinnern sich die Älteren. Früher hätte man regelmäßig Toni Sailer via Windelsbleiche zum Rennen um den gelben Oetker-Vanillepudding eingeflogen. Früher war eben alles besser. Auch Fräulein Smillas Gespür für Schnee.

3,2,1 – nichts Feins bei ebay

Hier im Blog gibt es ja nach wie vor eine heftige Debatte über hiesige Callcenter. Da paßt dann das Theater bei 3,2,1-ebay in Berlin thematisch gut rein. Dazu die Pressemeldung:

Der Betriebsrat von Ebay in Deutschland befürchtet, dass das Internetunternehmen ähnlich wie die Drogeriekette Schlecker
Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen abbaut, um statt dessen Mitarbeiter über externe Dienstleister zu beschäftigen. „Es wird
bereits in großem Umfang Arbeit an externe Dienstleister vergeben“, sagte der Ebay-Betriebsratsvorsitzende Sascha Korschofski dem Tagesspiegel am Sonntag. „Wir gehen davon aus, dass das weiter zunimmt.“ Was der Betriebsrat dabei am meisten beklagt, ist, dass die Mitarbeiter in den externen Callcentern zu deutlich schlechteren Konditionen arbeiten. „Einer der Dienstleister ist das Unternehmen Competence Call Center (CCC), das bereits kräftig um Ebay-Mitarbeiter wirbt“, sagt Korschofski. Während jedoch bei Ebay Stundenlöhne von bis zu 13 Euro und mehr gezahlt würden, komme ein Call-Center-Mitarbeiter bei CCC nur auf 8,50 Euro.

Ebay-Sprecher Nerses Chopurian bestreitet nicht, dass CCC bereits für das Unternehmen arbeitet. „CCC ist einer unserer
Outsourcing-Partner.“ CCC würde vor allem in Spitzenzeiten zur Beantwortung allgemeiner Anfragen eingesetzt. „Wenn unser Bedarf steigt, wird das auch ausgebaut.“ Chopurian bestritt aber, dass Ebay ähnlich wie die Drogeriekette Schlecker, vollwertige Arbeitsplätze im Unternehmen abbaue, um die Leistung dann von einem Unternehmen zuzukaufen, dass den Mitarbeitern schlechtere Arbeitsbedingungen biete. „Wir werden die höherwertigen Arbeitsplätze, die Betreuung unserer besten Kunden im Haus behalten“, sagte Chopurian. Ebay will am Standort Dreilinden bei Berlin von 630 Arbeitsplätzen 400 abbauen. Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich waren gescheitert. Am vergangenen Donnerstag wurde vor der Einigungsstelle zum ersten Mal über einen Sozialplan verhandelt.

Kleine Spuren im Schnee….

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Sie hatten Sonne und Sterne
Und den Teuto nur und das weite Mehr.
Und ihm war, als ob die Zeit
Ganz fest in seinen Händen wär.

Es gab nur sie beide für ihn –
Er wußte, er hatte Sie.
Wie einfach und klar doch alles war.

Kleine Spuren im Schnee –
Die er gestern noch fand.
Hat der Tau mitgenommen –
Was gehört nun doch ihm.
Ihre Liebe sie schwand –
wie die Spuren im Schnee
.
Was ist ihm nur geblieben –
Nur die Sehnsucht nach Ihr.

Er weiß nicht wann Sie anfing,
Ohne ihn die Stadt entlang zu gehen.
Und wenn er Sie danach fragte,
Stumm an ihm vorbeizusehen.
Bis man die ganze Wahrheit versteht,
Ist es nicht selten zu spät.
Da ist er nun, was kann er tun.

Kleine Spuren im Schnee….

Sehr frei nach Howard Carpendale und jemand gewidmet, der das hier zwar nicht liest, aber wüßte, er wäre gemeint, falls er es doch lesen würde 🙂

Die „ganz große“ Politik und das stille Rathaus

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Während die Metropole eine Regierung hat, die eher durch Stille, Schweigen und das Spiel „Ich halte jetzt mal im Rathaus die Hände vor die Augen und hoffe, Ihr seht uns nicht“ auffällt, gehts bundesweit runder denn je. Bloß nicht im positiven Sinne:

Hessengroßmaul „Dicklippe“ Koch wütet in bester Ex-SPD-Clement-Manier gegen Hart IV-Opfer:

Hessens Ministerpräsident Koch will eine Arbeitspflicht als Gegenleistung für Hartz-IV-Unterstützung. Die Linke kritisiert das als “mittelalterlich“. Frage: Worin besteht eigentlich die Arbeitsleistung des Herrn Koch, der recht ordentlich aus dem Steuersäckel bezahlt wird und Idiotien um Idiotien anhäuft. Bis hin zur Stützung seiner ministeriellen Null, der schon mal verdiente Steuerfahnder per käuflichem und mittlerweile verurteiltem „Gutachter“ aus dem Verkehr ziehen läßt?

Dann der Hammer Nummer zwei, gelesen in der Süddeutschen Zeitung:

Punk? Hip-Hop? Indie? Von wegen – neuerdings wollen deutsche Jugendliche am liebsten aussehen wie Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (und seine Frau).

Wie groß muß der Dachschaden solcher Typen sein?

Oder das:

Zum Luftschlag in Kundus hat Generaloberst Klein nicht die Wahrheit gesagt. Das geht aus einem Nato-Bericht hervor. Dennoch wird es wohl kein Verfahren gegen ihn geben. Die US-Piloten wurden strafversetzt. Na, was hatte Herrn von und zu und daneben und weg zu G. doch kürzlich vor offenen Mikros gelabert? Offensichtlich lebt es sich in der Politik von A bis Z verlogen am Besten.

Wobei wir dann final bei Deutschlands mit Abstand verlogenster und unfähigster Partei sind: den gelben Klientelbedienhorden:

In nur einem Jahr hat die FDP über eine Million Euro von einer Firma erhalten, die zum Imperium der Familie Finck mit etlichen Hotels gehört. Die schwarz-gelbe Koalition hat Hoteliers mit großzügigen Steuerrabatten bedacht.

Toll was? Aber: „Frau Merkel ist ganz entspannt“, berichtet die BLÖD fürs leicht gehobene „intelligente“ Kleinbürgervolk.

Na dann. Urban Priol hätte jetzt ganz sicher eine tolle Antwort in Brandenburger Merkelplatt.

Bloß weg von OWL. Die Hühner wiehern schon.

Auf den ersten Blick geht es »nur« um 25 Arbeitsplätze, die der Paderborner Autozulieferer Benteler nach Salzburg verlagern wird. Der Großteil der Jobs bleibt in Ostwestfalen. Trotzdem sollte man nicht leichtfertig Entwarnung ausrufen. Es spielt schon eine Rolle, wo der Kopf eines Konzerns über die Zukunft der Betriebe nachsinnt. Dies gilt besonders für Familienunternehmen. Der Chef, der seinen Mitarbeitern auch beim Sonntagsspaziergang begegnet, wird sich bei Entlassungen schwerer tun als derjenige, der im fernen Salzburg am Computer anonyme Zahlen gegeneinander abwiegt. OWL schätzt, liebt und profitiert in hohen Maße von seinen Unternehmern. Es ist zu hoffen, dass Benteler nicht zum Vorreiter einer Ausreisewelle wird. Ob Mohn, Oetker, Miele, Claas, Bentz, Harting, Gauselmann, Eisert, Lübke, Seidensticker, Weber, Ahlers, Brinkmann, Wortmann oder Weidmüller: Sie alle sind und bleiben in OWL willkommen – mit den Arbeitsplätzen und mit ihrem Geld, und als Persönlichkeiten, die das Leben mit ihren Ideen bereichern. Ärgerlich wäre es, wenn Unternehmen wegen der deutschen Steuergesetzgebung aus Ostwestfalen auswandern.

Liebes Westfalen-Blatt. Habt Ihr gestern Nacht nicht die ostwestfälischen Hühner als Massenchor wiehern und auf die drallen ostwestfälischen Schenkel schlagen hören? Was meint Ihr wohl, für was die Bentelers, Mohns, Oetkers, Mieles, Claas, Bentz, Hartings, Gauselmanns, Eiserts, Lübkes, Seidenstickers, Webers, Ahlers, Brinkmanns, Wortmanns und Weidmüller heftigst gespendet und gewählt haben:

Murkels CDU/CSU + Guy d´Eaus FDP

Das soll doch nach Meinung dieser Unternehmergruppe das Traumpaar überhaupt der deutschen Politik sein. Dieser wahnwitzig geballte, durch nichts bewiesene Sachverstand, diese neoliberalen Wundergaukelein. Da geht man doch jetzt nicht einfach in ein Steuersparland. Oder befand man sich auf der CD, die der Ex-Finanzminister mit Steuergeldern als Hehler kriminell von einem Kriminellen erwarb? Das würde den Kuchen dann schon rund machen.

Ein Metropolentag um 0

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Am Gadderbaumer Haus eines Getränkegroßhändlers hängt eine lustige „Sockenkette“. Was sie bedeutet? Keine Ahnung. Vielleicht ein Wink an jemand, sich „auf die Socken zu machen“….

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… was sie nebenan beim Gadderbaumer Turnverein wohl machen. Zumindest hängen chice neue Fahnen im Winterwind und eine andere kündet vom Turnfest in Leipzig….

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… während die Schildsker Enten für die bevorstehende Eiswette trainieren und schon locker gewonnen haben. Man schaue nur auf die Schollenversammlung am rechten Bildrand. Mit eisgekühlten Schwimmfüßen läßt sich gut schnattern.