Egal wie kalt. Egal wie verschneit. Ricky und Rosie harren auf ihrer Wiese nahe der Außengrenze der Metropole aus. Starke Kerlchen. Ab und zu gibt es Mohrrüben und die neuesten Verschwörungstheorien, die sie nicht glauben. Sie lesen ja BILD, die NW und das Westfalen-Blatt. Da steht nur die Wahrheit drin und nichts als die Wahrheit. Mist nur, die Käseblätter wärmen nur, wenn man sie anzündet…..
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Am Wochenende hatten sie noch in ihrer Heimatstadt Spenden für Kinder in Afrika gesammelt, gestern wurden sie von Angela Merkel im Bundeskanzleramt begrüßt. Die Geschwister Veronika (13) und Sebastian (16) Gulde sowie Franziska Schroeter (16) und Robin Post (15) aus Bielefeld nahmen stellvertretend für alle Sternsinger des Erzbistums Paderborn am Empfang der Bundeskanzlerin teil.
Ach war das schön. Kam auch im Fernsehn. Mutti Merkel schob noch einen Paderborner ein wenig aus dem Bild und einem anderen in der Waschmaschine (Kanzleramt) vor die Nase, dann haute sie sangestechnisch rein, daß die Noten nur so flogen. Herrlich das Bild, als Mutti aus Templin sich in bester Urban Priolscher Manier watschelig nach vorne bewegte, den kurzen Oberkörper nach hinten bog und dann in breitestem Brandenburgisch skandierte. Wir freuen uns heute schon auf die nächste Neujahrsansprache. Die hält dann aber Urban Priol, weil “Neues aus der Anstalt” von dem kommenden journalistischen Oberdeppen der ZDF-Anstalt verboten wird. Zu despektierlich. Immerhin ist Trude Templin ja eine “Respektsperson”, wat?
Jürgen Krüger porträtierte in der NW vom 28.12.2009 (Kultur) die Metalcore-Band “Heaven Shall Burn”. Darin erfahren wir u.a.:
- “Wir sind nicht das Ergebnis eines Castings, sondern fünf Freunde.”
- Mark Weichert arbeitet derzeit an einer juristischen Dissertation.
- Markus Bischoff ist Krankenpfleger.
- ”Politik interessiert sie alle, denn sie sind Kinder…”
Bekanntlich interessieren Kinder sich oft für Politik, arbeiten auch gern als Altenpfleger oder schreiben juristische Dissertationen.
Gut, der Satz mit den Kindern geht noch weiter: “…als 1989 die Mauer fällt. Von einem Tag auf den anderen weicht der Sozialismus dem Kapitalismus.”
Also: Fünf Freunde machen Musik, einer ist Jurist, einer Altenpfleger, sie sind Kinder, die Mauer fällt und der Sozialismus weicht – alles scheint gleichzeitig zu passieren, alles steht im Präsens.
Die Marotte der Zeitungen, die ferne Vergangenheit im gleichen Präsens zu erzählen, in dem sie auch über die gestrige Vergangenheit und über die Zukunft schreiben, treibt seltsame Blüten. Sie korrespondiert mit dem Versuch der Zeitungen, über Ereignisse möglichst schon dann zu berichten, wenn sie noch gar nicht stattgefunden haben. Immer wenn sie dann Menschen wörtlich zitieren, wechselt das Tempus dorthin, wo es vernünftigerweise gehört: Denn wenn Menschen sprechen, erzählen sie vergangene Ereignisse immer im Perfekt oder Präteritum. So auch in diesem Artikel: “Wir konnten uns anpassen, aber wir haben ältere Menschen gesehen, die Probleme hatten…” (sagt Weichert.) Was Menschen dagegen im Präsens erzählen, sind fiktive Geschichten, z.B. Filmhandlungen.
Offenbar haben die Journalisten der NW wie auch anderer Zeitungen den Anspruch aufgegeben, uns zu berichten, was wirklich geschehen ist. Sie erzählen uns lieber Geschichten.
Was haben Hannover, Berlin, Münster, Osnabrück und noch eine Reihe deutscher Städte, was die Metropole noch nicht hat? (Aber angesichts der lärmsenkend auf dem OWD blitzenden Umweltdezernentin im Rathaus sicher bald bekommt)? Klar. Die Umweltzone. In die darf seit 1. Januar 2010 nur noch rein, wer das grüne Bapperl an der Scheibe hat. Der ADAC hat jetzt zusammengestellt, welche Städte den Innenstadtterror bereits auf die grüne Spitze treiben.
Nachdem “Waldsterben”, “saurer Regen”, “CO2-Katastrophe”, “Erderwärmung” und die Kopenhagener Klimalüge ja ziemlich kläglich zusammengebrochen waren, müssen neue Aspekte der ökosozialistischen Diktatur her. Man darf gespannt sein, wann dieses geduckte Städtchen unter der Sparrenburg den hysterischen Blödsinn nachmacht. Statt eines weltweit pragmatisch und vernünftig angelegten Planes gibts jetzt immer mehr Kleinstädterei. Wie im Mittelalter. Jeder kocht sein eigenes Umwelt – und Feinstaubsüppchen, während auf den Flughäfen Münster, Paderborn, Dortmund, Hannover und Berlin tonnenweise Kerosin in die Luft geblasen wird, um ein paar Leute nach Dom Rep, Malle oder Ibiza zu fliegen.
Es ist unmöglich, sich so oft mit der flachen Hand an die Stirn zu schlagen, wie die Koalition der schwarzt-gelben Unfähigkeit in Berlin ihre Tollheiten präsentiert. Jeder Euro “Steuerentlastung” in Berlin-Mitte schlägt hier vor Ort auf höhere kommunale Gebühren durch. Ob Müllabfuhr, Wasser, Strom und Gas sowieso – die Kommune wird zuschlagen, daß es brummt. Grandios. Politik der Verstandeslosigkeit.
In Zeile 559 des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und FDP steht: “Alle Maßnahmen des Koalitionsvertrages stehen unter
Finanzierungsvorbehalt.” Mit dieser Auffangklausel in den “Goldenen Regeln für generationengerechte Finanzen” kann Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Regierungsbündnis die Notbremse ziehen. Anderes wird ihm kaum übrig bleiben, wenn die Liberalen weiter unbeirrt auf Steuersenkung pochen. (Quelle: Börsenzeitung). Was das bedeutet ist klar: Der gelbe Guido wird weiter den Geschenkemaxen für die geben, die ihn geschlossenen Auges wählten (“Jetzt sind wir endlich mal an der Regierung und werden Deutschland schon pleite kriegen”) und Schäuble gibt den Sparkomissar. So ist das eben, wenn sich eine Truppe zusammmenfindet die an Unfähigkeit alles toppt, was CDU/CSU/SPD in den vergangenen Jahren verbrochen haben.
CSU und FDP hatten Gutes im Sinn, als sie in der Regierung die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen durchsetzten. Die CSU dachte vor allem an die Urlaubsregion Bayern. Gerade Hotels in Grenznähe, die mit ausländischen Wettbewerbern konkurrieren, werden durch die Steuersenkung wettbewerbsfähig. Und wenn die Hoteliers tatsächlich die Preise senken und/oder in ihr Haus investieren, freut sich auch der Gast. So weit, so gut. Ganz anders sieht es bei Firmenkunden aus, die in den Hotels übernachten. Diese Klientel sorgt etwa in Ostwestfalen für einen Großteil des Umsatzes. Nun kommen auf Firmen höhere Kosten zu, die sie nicht gewillt sind zu tragen. Das sorgt auf beiden Seiten für zusätzlichen Aufwand. Viele Hoteliers verhandeln derzeit mit den Firmen über die Preise. Mehr Stress, mehr Bürokratie sind die Folgen. Die unterschiedliche Besteuerung von Übernachtungen (7 Prozent) und Frühstück (19 Prozent) macht die ganze Sache nicht einfacher. Wieder einmal ist das deutsche Steuerrecht komplizierter geworden. Es wird endlich Zeit, das System grundlegend zu reformieren.
Liebes Westfalen-Blatt. Das hättet Ihr ruhig schärfer formulieren dürfen. Beide Parteien machen nur Klientelpolitik und die geht meidst nach hinten los und belastet unnötig. Hatte das Sperlingsgesicht Guy d´Eau nicht was von “Steuervereinfachung” gefaselt?
“Ham wa nich mehr”, meinte der kleine junge Mann im roten Hagebau-Dress ob der Nachfrage nach einem Schneeschieber. Griff dann aber doch zum internen Handy und fragte Cheffe. Cheffe meinte, neben dem Eingang vorne stünden doch noch Kisten mit Schiebern. Dem war auch so. Nun ist er da, der neue Hausfreund “Schiebermaxe”. Nach Schnee riecht es in der Region aber nicht bei minus 5. Momentan sieht es so aus:



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